Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1114 (6.3.1922)
- Date
- 1922-03-06
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite? m&mvt MORÖENZETTtma* Wien., v - '.j i«n irhf .. . - . "... ....--- Ins Gesicht sdh*miß, mit dem . . .aer, W in sehe: »Behalt es für dei/nen Sarg!« Zweitens (befestigte sic... . ..der Bevölkerung' Öle UebeTZieongung, daß alles r-e/.:e -‘-isolie Geld, mag es ausgegebem halben \\?>x vv»tv. , .eich »falsch« ist; daher die absolute Gscichgüii.'-ikei.t ^S'geniibcjr dem kursierenden Geldo ■ ' Sogar die BolscL Aeu sei'haben jede A-chhung vor dem Gelde yc•: Sie sorgen nicht im mindesten für ihre Prestige r. mangels an anständigem Papier drucken sie ihre »Banknoten« auf weiß der Himmel was für Substanzen 1 Haben Sie die letzten, im vorigen Sommer ausgegelbenen einseitig bedruckten 500- und iooo-Rubel-Noten gesehen? Das sind nichts' anderes als Flaschenetiketten, aber nicht etwa für Weinflaschen, sondern höchstens für irgendeine ganz billige Fabrik künstlicher Mineralwässer. Sogar in Dörfern nahe der Stadt, wo die Leute den Glauben an den Wert des Papiergel 1es noch nicht ganz verloren haben, wurde dieses mit def offenen Erklärung zurückgewiesen; »So einen Dreck druck ich dir selber, soviel du willst! Ich muß bfloö Zeit haben, den Model aus dem Brett zu schneiden!« Vor zwei Jahren, als ein Trambilett noch er- ^dhwinglich war, wuird-e ich Zeuge folgenden Vorfalls: Ein braver Matrose, elegant gekleidet, gibt der Billebteuse anstatt 25 Rubel für sein Trambill-et eine Tausend-Rubel-Note. Die Billetteuse wühlt in ihrer Geldtasche, um ihm heirauszugebeuv Unterdessen wird es für ihn Zeit, ausziusteigen. Er drängt zum Ausgang. »Warten Sie!« ruft die Billetteuse. »Ich habe ja noch nicht abgerechnet!« — »Habe keine Zeit, Genossin! Nehmen Sie sidhs als Andenken!« — »Wieso das?« — Behalten Sie’&l Sie werden dadurch nicht reicher, ich nicht ärmer... Adieu!« — Und er sprang ab. Ich thöfoe oft den Tiram iblemützifc uinidl atro der Endistation atuf meinen Wagen wandernd-, mit Tram* fübrem und Bil-leheusein Bekalnintsdhiaft getmiaitiht. Eksma-l sfteirod kih so atuf dtera Perron; diie Putz*, frani reinigt den Wagen, dlar Ttratnfüihiretr sdhenzt mit ihr: »Hast wieder vteü' Geld gef-utnidieti, was? Teile mit mir, so wiM 3dh diüdh gern Gonoasin tiittuiiarm.« Die unter dien Trarabänlken Ihiemm-- nu'tischende Putzfrau -Antwortet: »Was. ich) da zusararaeauwiBiche, gehont mir!« »Ja, Glück haben Äe, diese Piutzweifoer,« erwarte imtrcter Traraführer. »Denn weis die L-eute jotizt bei dem Gedränge Geld ßaüll'an Ißissen •— ttnglauiböfdh! W-e sollte man es tsiufhtebankönnen •bei de me Dumchei-norsdler? Die I.e-utee 6tehen. wie die Har-inge anieinjarjdisrigepreßt. Vie-Merjchlt wenn es um 1000 Rubel gdh/t, wird dien und -)en>er nodi -suchen; aber wegen Moß 100 fa-Wien getossömor Rubel wind es keinem edn-fal-len, seinten» Nädhisten zu belästigen; sonst merkt diats Publikum, um weis für N-idhtigkeiten er »sü-ch und die anideiren beuimruhngt «nid laicht ihn aus!« _ Zionistisches Landeskomifee. Die heutige Sitzung ist auf Mittwoch den 3. d. M., 6 Uhr, verschoben. . Gestempelte Krone ----- — .08l/a Centimes. Auszahlung Wien «* —.09 Centimes. In Zürich notierte: «Be österreichische Krone —MS die österr. gest. Krone . . —.08l/9 die tschechische Krone. . 8.50 die Mark ....... 2.— Agram ... ..... —-«-r* Bukarest ....... — Budapest ....... —.72 Warschau . ..—.12 (—vs am 4. Mflrz) ob 0 X am 4. März) ( 8.40 am 4. März) ( 2.05 am 4. März) (-- am 4. März) (-- am 4. März) (—.73 am 4. März) (-.12 am 4. März) * Eröffnung der I. bulgarischen Wanderausstellung Im Künstlerhaus. Sonntag vormittags fand im Künsler« haus die Eröffnung der I. bulgarischen Wanderausstellung von Kunst- und kunstgewerblichen Gegeüsänden, die unter dem Protektorate des bulgarischen Generalkonsuls L 11schew und des Bundeskanzlers Schober steht, statt Der Eröffnung wohnte außer zahlreichen Vertretern der Gesellschaft und der bulgarischen Kolonie auch Bundeskanzler Schober bei. * Eine jüdisch-landwirtschaftliche Zeitschrift in Deutschland. In Berlin ist die erste Nummer eines Monatsjournais in jüdischer Sprache unter dem Titel „Erdarbeit* erschienen, das den Fragen der landwirtschaftlichen Arbeit unter den Juden gewidmet ist * Eine Henkergtatistik. Wie wir bereits berichteten, hat die H-orthy-Regierung einen öffentfliphen Konkurs für eine erledigte Hejtfkergefhilfenstelle ausgeschrieben und es haben sich 22 Bewerber gemeldet. . Der bisherig* Hen-kergehilfe Alexander Gyori, der seine Stelle aufgzib, weil sie nicht einträglich genug sei, und auch,,weil er sich wieder verheiraten will-uind seine Braut nicht,die Frau eines ausübenden Henkers werden will, machte einem Joummaiisten gegenüber interessante Bemerkungen über seine -bisherige Tätigkeit.E-r habe in,der letzten Zeit für jede Exekution K 50 und 'bei einer Arbeit in der Provinz K 15 Tagesdiäten erhalten. Sein Jaihres-»Eh.renttono^at«:, wie er es nennt, 'betrug K 600. In diese Stellung kam er am 4. Jänner 1920. Er sei kein blutdürstiger jMensch und Hebe sogar die Menschen; 'er habe die 'Arbeit nur als Patriot im Interesse seines Vaterlandes auf sich genommen. Wiederholt hat er auch als selbständiger Meister Hen/kerdiemate geleistet, und es gab Zeiten, wo sie zu gleicher Zeit in zwei Partien arbeiten mußten. Er selbst hat im Verlauf der letzten *wei Jahre §8 Menschen gehenkt. D|k Hängen der Kommunisten bot ihm eine seelische Befriedigung. ,Gy6ri hat auch während des Krieges sieb als Henker betätigt, da er den Krieg in dieser Eigenschaft beim 'Krkeasrerkht mitgemacht bat. Auf die Frage, wie- Mitteilungen aus dem Publikum. Echte JIs;erwM$che I fflbart MafoMieey Wien, I., Kohlmessergasse 8 -viel Exekutionen er während -des Krieges persönflich durchgefüh-rt halt, antwortete er mit der größten Seelenruhe: >Idh habe sie wirklich nicht zählen können, aber es waren schöne paar Hundert. Es bat Tage gegeben, wo ich zähn, zwölf Menschen hängen mußte. Ich war überhaupt ununterbrochen auf der Am tsreise von einem Ort zum andern.« Gyori schließt seine schaudererregende Erzählung mit der Versicherung: »Glauben Sie mir, bitte, ich habe auf dieses Henkergehilfengeschäft ordentüicih darauf gezahlt.« Und dieser Mensch, der heute 46 Jahre - alt, Witwer und Vater dreier'Kinder ist, fand, noch ein, wie er stolz sagt, »junges, hübsches Weib«, das sich mit ihm verbinden will, und es finden sich 22 Menschen, die sich zu diesem grausigen Geschäft drängen. * Das Rätsel des Goldlandes Öphir. Das im Alten Testament gemannte Land. O-phir, aus dem König Salomo Gold, Sandelholz und Elfenbein holen Heß; um seine Prachtbauten in Jerusalem auszuschmücken, wurde von neueren Forschern zumeist "in A frika gesucht und mit einiger Bestimmtheit im Hinterland von Mozambique lokalisiert, wo in der Gegend von Manica und im Maschotiaiand noch heute Goldgruben vorhanden sind'. Diese Hypothese fand eine ganz besondere Stütze, als im Jahre 1871 der Afrikareisende K. Manch in Südwest- Rhodesia, die schon von portugiesischen Schriftstellern erwähnte uralte Rmnenstadt Simbabye aufs neue entdeckte. Namentlich der englische Forscher Th. Bent setzte sich in seinem '1892 zuerst erschienenen Wenk »The ruined cities of Mashanaland« für den (phonizischen Ursprung dieser geheimnisvollen befestigten Bauwerke ein, die wegen der gefundenen Werkzeuge als Goldschmelzen angesprochen werden könnten.. Ebenso wie Bent, der seinerseits Einwanderer aus Arabien und nicht etwa eingeborene Bantu-Neger für die Erbauer dieser Werke erklärte, hielt auch der deutsche Kolonial,Politiker Karl Peters und der berühmte Südafrikaner CeciL RihodCs, nach dem später die englische Kolonie benannt wurde und der die naihegelegenen Matopipo-Berge zu seiner letzten Ruhestätte erwählte, Simibabye für das alte O-phir, zumal sich in dieser Gegend der Name Sab! (Königin von Saba!) als Bezeichnung für einen Distrikt erhalten hatte. Nun •hat sich jüngst der 'belgische Gelehrte J. L e c 1 e r c q mit dem Rätsel von Simfbabye, der Hauptstadt des einstigen-, keineswegs legendären Königreichs des Monomotapa, beschäftigt und auf Grund neuer Forschungen auch an Ort und Stelle den Beweis erbracht, daß die angeblich .phönizbehen Reimen höchstens ins Mittelalter zurückgehen, was übrigens auch der Engländer Mac Iv e r (»Mecliaeval Rhodesia«) im Jahre 1906 bereits behauptet hatte. Leclercq hat über seine Studien in der Sitzung der Königlichen Akademie Belgiens vom 6. Febru-ar dieses Jahres berichtet/und dabei allerdings auch auf die Tatsache hingewiesem, daß man tn den Ruinen von Simbabye bisher merkwürdigerweise weder Inschriften, noch Goldmünzen oder Medaillen gefunden halbe, aus denen ein urkundlicher Beweis für das genaue Alter dieser befestigten Goldgräbersiedel-u-ng zu' entnehmen wäre. Festzüistehen scheint immerhin., daß die Gleichsetzung mit dem salomonischen GoCdland O-phir in das Reich der Phantasie und allenfalls des — KLn-os gehört. . Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Sar.el Beer. Die Deutung der Unterleibsschmerzem. Klagen über Unterleibsschmerzen hört der Ar#t in der Sprechstunde alltäglich. Nur versteht der Laie darunter etwas ganz anderes als der Arzt. Meist meint der Patient damit Schmerzen in den beiden unteren Bauchseiten. Auch hier Hegen noch verschiedene Organe, auf die die Beschwerden zu beziehen siiid, und es gehört oft zu den größten diagnostischen Schwierigkeiten, die Ursache für die Klagen des. Patienten aufzudecken. Abgesehen davon, daß die wenigsten, selbst intelligenten und gebildeten Men-scihen nicht die Fähig- ♦ keit besitzen, ihre unangenehmen und schmerzhaften Empfindungen gntaprechend zu schildern oder sich derart zu beobachten, daß sie die schmerzhafte Stelle an-, geben können. Der Patient sagt meist, daß ihm der ganze Ucnterleib weh tue und überläßt das Weitere dem Arzte zur Enträtselung. Es ist überhaupt erstaunlich, wie wenig der Patient im allgemeinen mithilft,, sich selbst zu helfen. Von den Fällen, wo der Kranke den Arzt geradezu irreführt und ihm die schwersten Rätsel zur Lösung aufgibt, wollen wir ganz afbseheti, obgleich es gerade bei Erkrankungen am Unterleib bei beiden Geschlechtern viel zu vertuschen gibt. Bei Frauen muß der Arzt bei Unterleibsbeschwerden zuerst an ein mit dem Ge&dhlechtsapparat zusammenhängendes Leiden denken. Trotz aller gegenteiligen Versicherungen muß der beigezogene Arzt stets a-uf einer Untersuchung eines etwa bestehenden Frauenleidens bestehen, da die Unterlassung derselben und die allzu große Vertrauensseligkeit des Arztds sich schon an diesem und am Patienten oft genug bitter gerächt hat. ' ' Die Patientin will vielleicht eine etwa bestehende Schwangerschaft oder eine Fehlgeburt verheimlichen und deutet die bestehenden Krämpfe als Fplge einer Blind-diairmattacke, um durch Irreführung des Arztes ein (paar Tage zu gewinnen und den Angehörigen gegenüber die nötige Bettruhe zu rechtfertigen. Wenn auch diese Bedenken nicht vornalten, so kann eben eine Geschwulst der Gebärmutter, die Stieldrehung einer Eierstockgeschwulst, auch eine Bauchschwangensehaft Unterleibsbeschwerdcn erzeugen, die nur eine frauenärztliche Austastung aufzudecken vermag. Doch ist noch eine Reihe anderer Erkrankungen in Erwägung zu ziehen. Eine ganz akute Magen-Darm- Verstimmung, die etwa nach Genuß verdorbener Speisen aufgetreten ist, kann zu den heftigsten Schmerzen im Unter bauch Anlaß geben und sogar eine Blinddarmerlorankung Vortäuschen. An diese denkt der ängstliche Laie in erster Linie und in dieser Hinsicht will er durch -den beigezogenen Anzt vor allem beruhte* sein. Für e.mtz 192flf. 111L ——*****—V"*‘ ’ I *—*. . *t— ■ *.. >*,» diese Erkrankung sind auf- und abschwellende, kolÜö» artige Schmerzen typisch. Nebstbei stellen sich Uebek keit, Erbrechen, Verstopfung ein. Seitliche Schmerzen sind oft durch Nierenbecken* ewtzündungen veranlaßt,- die vom Laien weniger gut! gekannt umd daher weniger gefürchtet sind, obgleich gerade sie sehr unangenehm werden können. Sie gehen von dem bei Frauen häufig bestehenden, meist verv ftacMSsisigten, weil nicht schmerzhaften Blasenkatarrh aus. Es zeigt sich dann eine besondere Empfindlich« ke!t in der Nierengegend, im Gegensatz zu der beim; BHnddarmleiden üblichen Sdhmerzstelle. 2ti bedenken ist noch, daß ein Steinteiden in der Niere öder der Blase ähnliche Unannehmlichkeiten mit sich bringen kann. Aber auch als Folgezustände nach überstandenen Infektionskrankheiten, wie Influenza, Typhus* stellen sich bisweilen Schmerzen in der Eiensto-ckgegend ein< Vom untersten Darmabschnitt ausgehende unangenehme Sensationen erzeugen oft einen kontinuierlichen Schmerz oberhalb der linken Leiste. Schwer zu deuten sind die von Verwachsungen de« Bauchfellnetzes mit verschiedenen Darmorganen au»-, gehenden Beschwerden. Die dem Laien so einfachen Unterieibsschmerzeni aind, wie angedeutet, gar nicht so eindeutig, und esl gehört oft der Aufwand von, viel Scharfsinn, Beob-i achtungsgabe und die Anwendung aller modernen Hilfs« mittel, wie chemische, bakteriologische und föntgeno« logische Untersuchung, dazu, Um den Sitz der rätsel« haften Unterleibschmerzen aufzuspüren. Eine genaue Selbstbeobachtung des. Patienten und dessen Mitarbeit! sind manchmal gradezu Vorbedingung für eine Erken-i nung des Leidens. > Die „Schtiackerl“-Epidemie. In letzter Zeit sieht man ein gehäuftes Auftreten von Schnackerl (Schluchzen). Solche Zustände beob< achtete man schon früher bei bestimmten Erkrankungen* die mit einer Reizung der, Gehirnrinde. einhergingen, wie etwa bei einer Gethimblu-tüng. Auch bei - Reiz-i zustanden des Magens und Darmes stellte sich bis-« weilen Singultus (Schnackerl) ein. Anfälle von Sinn gultus, die durch krampfhafte Zwerchfellrusamme'n-, Ziehungen .bedingt sind, sieht man, oft bei hysterischen! Frauen.; . ' - ' •' Doch diesmal war0 das Auftreten epidemisch und fiel stets mit Grippeepidemien zusammen, so daß man -nicht, fehlgeht, hier einen Zusammenhang zu vemrutem Interessant ist, daß meist Männer im Alter von 20 bis 55 Jahren von diesem unangenehmen Leiden befallen f sind, das oft wochenlang, wenn auch mit längeren Unterbrechungen, andauert. Mit Rücksicht auf die meist nervöse Einstellung dar Patienten hat die suggestive Behandlungsmethode Erfolge aufzu-weisen. AerztHcher Fragekasten. L. W., XX. 1. Waschen Sie das Haar einmal wöchentlich mit Kaliseifengeist und täglich morgens reiben Sie es mit einprozentigem SaHzybpiritus ein« 2. Ambulatorien befinden sich im zweiten Bezirk int Spital der Barmherzigen Brüder, im neunten Bezirk im Allgemeinen Krankenhaus. — Neugierig. I. Die Entbindung mittete der Zange kann nur unter bestimmten Bedingungen vorgenommen werden und ist, wenn möglich, zu vermeiden, da Gefahren für Mutter und Kind entstehen können. 2. Einrisse' können nicht immer; vermieden werden, -doch ist die Hebamme verpflichtet, dies der Gebärenden mitzuteilen und die Naht durch einen Arzt zu veranlassen. — Ekzem. Dieses Haut«, leiden ist oft sehr hartnäckig. Man muß es mit ver«, achiedenen Salben versuchen. Jedenfalls ist Geduld not*« wendig. — Grippe. Diese Krankheit ist wahrscheinlich mit der im Jahre 1890 aufgetretenen Influenza identisch, Freie jüdische Volksbtt h n e Gastspiel lm Lnstspleltheater HEUTC l V,8 Uhr abends: VÖdt GBttck vergGSSODt. Drama In einem Akt von Pinskl. — Schwestern. Schauspiel In einem Akt von Percz. Im Winter. Drama In 1 Akt von Schalom Asch. (H8~ Das Theater (st gehalst! “S«S 4280 Briefkasten der Redaktion. Jüdische Jugendbewegung. Blau-Weiß, Wien, DL, Währingerstraße 15. Jung-Juda, II., Praterstraße 43. Wir sind im gegebenen Falle bereit, Ihnen mündliche Auskunft zu geben. — D. Kornhändler, Czenstochua. „Anzeigen der chemischen Industrie“, XIX., Zehenthofgasse 8l „Farben- und Lackzeitung“, lll., Radetzkystrasse 22. Fachschrift .Die Seife“, VI., Mariahilferstraße 75. „Drogisten- Zeltung“, XV1IL, Martinstraße 29. - M. Kahn, Munkacs. „Hadoar“, New York, 169 East Broadway. — Hatlkwah. Die Ziehung der Lotterie des lüdischen Nationaifonds in Prag Ist für einige Monate verschoben worden. Steuerfragekasten. Kriegsanleihe. Sie können auch trotz Ablaufes def Frist noch um Uebernahme der Kriegsanleihe ansuchen, müssen aber die Verspätung rechtfertigen, da das Gesuch sonst ohne weitere Prüfung zurückgewiesen werden kann. — M. F, Zur FirmenprotokoIHefung müssen Sie sich zuerst ins Gremium der Wiener Kaufmannschaft aufnehmen lassen, dann das Gewerbe anmelden ’ und eine Erwerbsteueranzahlung leisten, sodann eine Bestätigung der Steueradminislration einholen, daß Ihnen ein Erwerbsteuersatz von wenigstens K 520 vorgeschrieben wird; mit dieser Bestätigung können Sie persönlich im Handelsgericht um Protokollierung ansuchen. Dokumente und zwei Identitätszeugen mitbringen. — Mlzraim. Nur die Frist für die Erwerbsteuererklärung ist bis 30. April verlängert. Die Zahlungstermine sind nicht verändert. — Dörnbach. Im Steueramt erfahren Sie die Höhe Ihrer Voreinzahlungen füf 1921, in« der Steueradministration unter Vorlage einer Abschrift Ihres neuen Bekenntnisses den Betrag def Steuer für 1921. Die Differenz ist bis 31. d. M. nachzuzahlen, sonst Zuschlag bis 50%* — Zion. Eine Rückvergütung zuviel gezahlter Steuer ist immer erst nach erfolgter Bemessung möglich. Da Sie den Zahlungsauftrag für die Vermögensabgabe noch nicht erhalten haben, können Sie vorläufig weder die Rückzahlung des Ihrer Ansicht nach zuviel gezahlten Betrages noch die Gutschrift auf ein anderes Konti verlangen. — Rätsel. Die Einkommensteuer ist immer lm voraus aut Grund der jeweils letzten Vorschreibung ä conto zu zahlen, das Einkommen aber im nachinein nach Ablauf des Jahres einzubekennen* Daher kommt es, daß Sie die Steuer für 1920 schon längst gezahlt haben und die Steuerbehörde dennoch jetzt die Ergänzung Ihres Bekenntnisses für dieses Jahr verlangt Sie müssen die Fragen unbedingt rechtzeitig beantworten, da Sie sonst von Amts wesen eingeschätzt werdet» können*