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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-05 · Heft 1113 (5.3.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1113 (5.3.1922)
Date
1922-03-05
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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IRTr.TTTT Men, Sonntag Wiener horgenzeitünö 5. Mfrz 1922? Seite 5' Tagesbericht. Der große Unbekannte. Wer dJa glaubt, daß der große Unbekannte nur m dien Mautasievollen Erzählungen' talentierter Hochstapler sein Leben weiterführt, ist arg auf dem Holzwege. Der große Umberkannte «spielt in den iV-onstel lungern der meisten Menschen eine bedeuten- Ide Rolde. Freilich können sie sich in der Regel damit (entschuldigen, daß sie, im Gegensatz zu dem boff- ■ rmng&vollen Erzählern vor dieim Richtertisch, an da» (Phantom wirklich« glauben. Wer «steh je mit Wohl- Ifahrbsamgelegenheiten 'befaßt hat, wird cfaneweiiters bestätigen, daß man für allgemeine Zwecke fast .nie jetwas erreichen kann. Die große, überwiegende Mehrheit interessiert immer nur der Einzelfall. Für die Institutionen «und Organisationen sollten jene sorgen, »deren Aufgabe da«s ist«, der große Irgendjemand, der geheimnisvolle Unbekannte. Jude und Christ zeigt in diesem Funkte eine rührende Ueibereinstimmung, einträglich schieben sie die ürnlbegueme Last auf den imaginären Helfer, auf den s>Anderem« ab. Gewiß gibt es Ausnahmen, albor sie Lind.selten wie die Veilchen zur Weihnachtszeit. Die Regel jedoch ist die absolute Verständnislosigkeit für die sozialen Pflichten gegen die Gemeinschaft und die warme Hilfsbereitschaft für den Einzelfall. [Bei den Juden, bei denen die Fürsorgeidee, wie schon öfter bergehohen, in den Kinderschuhen der [Wohltätigkeit stecken geblieben ist, tritt diese Erscheinung besonders deutlich hervor. Wann immer man für eine «bedürftige Witwe, . für hungernde Kinder, für einen Bünden, Siechen oder Alten die Hilfe der Glücklicheren in Anspruch nimmt, findet M Bitte Widerhall, E«s ist oft sogar unendlich rührend, wer sich (lunch einen solchen Umruf zum Geben venpflichtet fühlt. Da kommen •blasse, juntge Mädchen ' und . liefern für eine kranke Altersgefährtin einen'-' oft nicht unbeträchtlichen Teil ihres schwer verdienten .Gehaltes als Beamtin oder Maschkusdhreiberin ab, jB linde, legen ihr Scherf lein für den unglücklichen ISchicksailsgenosisen nieder, Krüppel bringen ihren ersten »eigenen« Verdienst. Aber, um der'Wahrheit 'die Ehre zu geben, auch die mit Glücksgütem Gesegneten verschließen ihr Ohr sehr selten d'er Bitte für unglückliche und hilflose Stammesgenossem,Sogar das Ausland greift mitunter mit seiner wirksamen Valuta ein, man klopft nicht an verschlossene Türen, wenn, man für einen Greis,'einen Kranken, Linen Hilflosen bittet. Aber wie ändert sich das Biild, (wenn an Stelle des einzelnen eine Gemeinschaft tritt! Mögen die Waisenhäuser, die Kinderhorte, die (Spitäler, die Vereinigungen von noch so großer Bedeutung für die Entwicklung - der Gesamtheit '■ seih', irnag ihr Nutzen, ihre Notwendigkeit tnocli so aiuigenifällig sein, man stößt aiuf allgemeine Teilnakm'S- Josigikeit. / Sicherlich müssen diese Organisationen erhalten werden, niemand bestreitet das, aber dafür «soll die. Allgemeinheit eintreten' oder die Gründer (der Vereinigungen oder der Mann im Monde.-— der große Unbekannte. iCBOJKOi g Wien, I.. KärntnerstraGe 34 (Maysedcrgasse 2} » g Vorführung der auserlesensten Original Pariser ■ F und eigenen Modelle in S Abendu.Tsgkleidern. KostBman u.MSnteln 5 Jjj In reichster Auswahl ® v täglich von 9 bis 1 Uhr und von 3 bis 6 Uhr 120 3 ■ ■■aansiaBaBBBiaGflBBBieHaBBBisEBagBflaBBtaaBB Aber nicht nur diese» 'sondern auch so manche andere Arbeit wird ihm ■ -zugewissen. schließlich ibimtcht «man Ja .zur. Pflege des Jüdischen Volkstums nicht nur Geldmittel, man braucht auch «persönliche Mithilfe, Da ist zum Beispiel die Frage, des Sportbetriebes, Auch Gleichgültigen und Stumpfen leuchtet es ein, daß in. der körperlichen Schulung (das Wort »Ertüchtigung« sollte M eine der übelsten sprachlichen Kriegs-Folgen aus dem Wortschatz der Gebildeten gestrichen werden), ein unschätzbares Mittel gegeben« ist. dar heranwachsenden Generation Vollbürgenrecht in der Gemeinschaft der Aufrechten zu schaffen. Auch daß die Vereinigung jüdischer Sporttreibender ihre sittliche und soziale Bedeutung besitzt, schon um der Weribatorafit willen, die für die anderen Juden von solchen Verbänden aiwsgeht, auch das ist obneweiters klar zu machen. Aber wer bemüht sich, diese Erkenntnis zu verbreiten, andere beranzuriehen, das schwierige Werk der Propaganda nach« Kräften zu fördern? Es ist immer dasselbe. Ganz gleichgültig, ob es sich um ein Waisetiaisyloder um die Bildungsbewegung, um eine Blindena-lction oder um ei|n Festkonzert handelt — die Arbeit machen nur einige wenige, die sich selbst zu »Beteiligten« ernennen. Die große Masse steht daneben, sieht zu und zahlt, wenn es gerade ■sein muß, hie und da einen winzigen Jahresbeitrag an einen Verein. Das Mftgehen und -Mitdenken fehlt, die geistige wie die greifbare Arbeit wird geruhig zur Seite geschoben, irgend wohin, ins Blaue. Denn wir haben gerade in diesem Punkte zu den »Anderen« ein rührendes Vertrauen, besonders weil wir sie nicht kennen. Aber es steht zu befürchten, daß dieses Vertrauen nicht immer gerechtfertigt ist und die Säumigen' eines Tages tnit Schrecken erkennen, werden: Der große Unbekannte streikt. Ostchristliches. Die Ve?i’ii1eiktinig der Brüder Liebwarm hat wieder einmal d«em antfemiiritedben Schriftfeitumgen d'en-w illkommenen Aawliaß geboten, ihre für stäche Gelegenheit stets bef eitgehaltenen Kettenhunde fl'U'f die Ost Juden l'^ullßtiiseini, und der ganxe arische Blätterwald wi'derihailUt trotz der Warnung des Sta-ats-ain wallts vor VerfciMgeroeiinerimgeti von - den» Gekläffe über die ostjüdSisicbe Verkommenheit. Leider hiait s-lcüi döis stets ironische Schicksal gerade di e sein. M oment dhirtetdliidh-g eriTiaini'scher A ufklärungsarbeit ausgesucht, um den Wienern Gelegenheit ztfl geben, atuicili arische Christen aus dem Osten an den . Kulturarbeit uz sehen, unid wir fürchten sehr, dla$ deren siulfche Bewertung bei objektivurteüendeiw Zctit.raieitropäern noch weit, weit «imgünisriger aius* fallen« wird alte die der Ost Juden«. Vor aillem sind diese unfreiwillig undnur unter dem Drucke strate-« gk-icher Gewaifcmsßniahmen . (hii«eheir gekommen^ während die chiristlltehen Gäste aus dem Ostisn, mix - denen sich dis Polizei des näheren zu befassen genörig.t sieht, Wien :'n Form organiisienver Banideni Übeirf'luten«, Äs von Haus aus «die Sucht «dies Beuten machen« hiehergelodlot hat. Der freche, von uns bereits gernel«deite Raiubübarfalil in der Jofhiaramieis«-; ga«S'S«e•halb dliie 'Polizei auf «döe Spur ednieir giatnizeu- Er^ press enges dlisolhaft geifühhb. Bit Huer wurdem ven-t haftet: Die aijähirige Gattin das Räubers von1 «#ee| Joihianniesgaisise K'a.s«iimiir Eliten, Jiuilik Eitern, dter afflsi Wirianigel-ÖffLziier bazeiichmete Kaufmann Eduard Ohtould, die Braut Ohoulidls', «dlite 231jährige Miatris: Iwiamicivfa, d«er 20jährige angebilltehe Student Mdliahl Ntaioovic, ' zu VeHies in Mazedonien gabotrten, maichl Ueslküb izusitänidig. Ebüniso wurde d«er zi«jMrig«S Eisenhänidllier Josef Raidowitsch fasttganomimieini. Aucibl dar frühere franizösisdhe Leutmiamit Guy Ganard! Vertuet, zu Paris geboran, «dar in1 Wtem eainis Htamiddi^« schule besuchte, ist «mögliiidhieirwaiise sdnuilidiliois in diio Angetegenihseit verwickelt. Ghawaktariisitliiadli' für den Galtet diiasier BaUÄs .. ick die B-ÄMd'er.imtg dies variMflteten EAiyn, wie ihm selin KamarÄd Chon 1 d den Udbeirfaill auf «den! Isaiak Gon&lky «ad's das naitüri'tehste und eiufa>clhcks , Wbtek-'saicih der Geldviertegenhait m beflifan, be-< ■: zaidnuet h«at+ie. Dieser Ohouflid1 war Offitoiiar itru dW ' Wrangel^Armoe uihd dks erhebt diesen' FsA. sui ejnam 1^ypiischeo‘. Wir htehan.' m hier machte mit «deki. j Ausgeburt eines, inidi'V'Jdiu'eflv ©nteirteteui V-eirhredheitH gehiunte ‘55Li «tun, «unidbrn milt «dter «nur sjphotn- «sGzü! bekannten' Wdtanisichlauuinig das Ostdhriisitetnltiuni’^i .d'-ais in «der W rangeb Arraiee ednien .ebeinisO siüreiltjbaipari Voirkämpfar gefunden hiaitte wie im dien miagyaniisiclheni Hej'jiais- und Brohiafi-B'audian, jener Wdtanisclhaiuung^ dierenv Ethos die ' wdltgeadhiidhltttiiche Firägung ged funden hat: »Du brauchst Geld1? Ernsdhliagie une»^, Juden und« nitro m ihmdtels «einflige!« Gejgom dl i a s ei. Art östliidhar Mpnal hiait btehar noch kam chriisitiliidhs genmanaisiclhes, Bltatte in Wien1 Worte diar Albwehttj. gef'u«nd«anw Sie flößt öbnon i>m Gegeauteifl B'ewnjndM •wing u«n«d IN«ead' eint. Dann diese SM:iichkaiit schwebt! ihnen vor, wenn sie na«ch eiimeir »Aiuitoritäte«••2n/ Oeisterraiidh) eichreren, d!he dem jotaigan «Sytsteam «amM geblich mangelt, in dar Sehmsiuichtt niaich dlicsiar Miotnai begegnen steh die Gebete unserer »isitU'iidhHnalSg>iösen( Christen« mit den Sehirusuchltistrl'uirniein' dos .ildiaafliiistiH sehen Gavroanantum«» an dier DcwatUi. Diaselllban'. Stiibtn, liiidhkeiltte'fanat'ker, den an «die Vendetrlbttlhieit diar Ost*^ judien, diie achiltedh'tbezialhllteen 9tiaiaits«beiairoitieini .. m aroier ungeisieitajitchen Enhö«hung' ihr-eis EünkoimmenÄ verhidfetn lialben, heiisare WuteS'ch'rei'e entlockt, sihige-n« d«en ö»stätiicliein Helldteni, «dlie ihrer Geilidlviarilegeinfhleflit mÄ Juidenmouden abhelfen'. Hois-iiania. Uuck. dteis BWzerni der Pogro«miw'a>!f en. vanro'ihtete ühnian- «Ne. imöisifckchie Verheißung; Ex «Oriente te ... . tflf l-WEIHBUR6GAS5E*10-ia 1-A v LERGAJ5 ■ ’Olietschka. OljetS'chka ist eine- Schöpfung'des Dichters ü'Ssip Dymow. Sie tritt in seilneim Spiel . »Der Singer fi.n sein Trauer« auf, das jetzt am unserer ■ Fredein «jüdlii.'tdhieiii VoHksbülhime in Szene; geht. Sie . folgt dien Vorgängen roiiit ilhtrem merk würdig scharfen Kiimdier isnisitimikt, m«it ihrem «uinvar»dieiilbban, für .Her* Lanslaid sehr empfänglikhem Ki mdiergefühfl, mit ilhrei sehr niaitürliiclhen«, ewig uinbefriadüigtan Kinidieirinieugiende. Zum Unteirschiiad' vom' glictelhailitirigen »fKuainkeh Kniaban« «dies erlauchten Enzähfliems J. L. Peirez Ist Oljetschikia ein Ikarngeauindi^ jüdlkiclhes Kilnd und, (wie' milch dünkt, eiiine d'er iiniDeireisisiaimbestein Kiimdiergesitailtan d«e^ neuen Liteinaitur. ..Idh wüßitie uuir amen, der so liiiehavo'll, so weiise, so wunderbar eiiintfiaicb die Kiiin'dlasiseeiie fcu izietehnien verstand, wiiie D'yimow in (Masern Drama: Peter Altenberg. Wir wollen OÜjeifsclhfka «dluirch diais Stück. begleiten. Wenn Mama, d!i«e enghienziige, wolifhiaibanKte, «»»nobile« Mtaimia, ihre 01|;iet«5dlika euch nur eilme (Minute unbeobachtet läßt, hius'Clht siiie fn dlie Küdli«e, Idliie garäuimiige, miit «allllem »K«oimfart« eiimar Piaitiriziiarfaimiilie ausgesitiaithete, helle, wiaimne, mich1 Spieizeiroiien. (dlufitetndie Küche. Die Küchle hat einen gesnimdiertan Eingang von diar Garne und' -diüinch diLeiae Tür, tritt (diais Leben e'ilm, sieillbi 'ittVerstänidlllich nur-,. um sich Dljetsdhika vorzusteNan unid sie -dlsis Laban kennen jzu lehren . . . Die 'Geflügelhändlleriini, dar Riaiuichifanglkielhrer, d!er Waisisenträgar, JasicJhke, dletr Biriiief- Sichrebd-ar, der delriatssierite Agent und* eirne bunte. (Reihe von- Schmotnnetnm, die im letzißan- Akt ülbar dfi«e (Bühne wirbeln. So viel Intanei.-isianiteis, da«z«u so vteil blankgeiputtzte Gegenstände, mit denen die Dienstmagd ununterbrochen zu schaffen hiait! Die Teekanne summt» dbr Waisscntiopf daimipiiit, «dlie Eieinfna/u plappert, die Küchenuhr tickt kräftig, damit man tele jta milcht vergißt (ndoht so sltiill, so michel wie wohl dlie Zimmernhr) —- diais ilst eine Wellt, 01ßletechlka., das nenne ich miir eine Weit! Oilfjiet'S'chlkia hiait sich auch schon entschieden. Wenn iaid die Sdhu'l'e beemidat hat, .wind ste akw »Dleimsitian« werdend Hier «scmeclkt girdbe Koisit beseei alte in «diar Stube ein Leckeirlbfciseii'. U«nd ridhlffig holt stell O'ltjatsdhkia eine •vantirccktnie.ibe Bnoitniimdie aus dter Do'se uinid kmaibibert veirgnügliidh, wähnend stich date Lebentebll'd'srb'u-ch vor ihren frischen. A^UM entfaltet. Und rieihbig ho»V sie sich ein Sdhäkhan vorn Sdhranlk., wenn sie, die stchwenen,solhlürfanidien Schritte des Wat&serträgens «nahten hönt. D«ar. ernste Trunk -der uauan Watssarl'adiuing gehört ihr. Ei schmeckt hundertmal besser, al«s'ei,ne Tasse Schokolade odiar eiiln Gläschen.Hiimbeeirllimöniaide im Kindonzknimer‘schmeckt. . V . Sehen' vvir nuir nechiö, wie s-teh1- Oljiafesichlkla izu dbn 'Kücheinlbesughern verhält, wais sie mit den veusdhiiedJetnitlli«dh'©n Leuttiahen anfämgt. Gar mddhlte fängt slte miit «diam Agenten an, dier augeinblicklteh in Gräbern handelt. Der arme Teufel ilst nur mit sitch «siellbsit ibesidhäft'igit umd existiert daher für Ol'j'ebsdhlklai nidhlfc. Sie übeirlbl'ät'tem diese Seite das BiLdlarbudnas;, D«an springlelbeimdligen Rauchfangkehrer benötigt 01- Jetschka fürs »Gruseln«. Er soll «nur «brummend auf sie l'0'sisipriuige«n, sie weiß .sichcu, dlaß as nitchlt «mg werden wird, daß ar sie nicht »ho-len« kommt. Dummer, lustiger Rauchfangkehrer 1 Diu gllaulh'st, mir Angst zu 'mtaidlieni? leih amüsiere mich. Der alte Waciseritti-äger ist ihr dar Spendier kühlen., klaren Trunk eis. Seine arge Plage geht ihr mtelht nahe. Sie hält sich an die sehentswerte, Iktetoiiige, gamz un«ga wöihniiliiche Erscheinung miit dem Joch über dem krummen Rücken und dien Eimern«, «dlie daran hängen'. . Sie hallt-, sich an das, wais er m.itbiringt. Ge* sun-die Kiindetr isiind «nteht buititerwaiclh, eher ein wenig grausam. Aber wats. der Alte tut, wenn ar die Eimer entleert hat, «das fesselt sie gatr sehr. Er holt -ein Slüdkohan Farbstift hervor und zeichnet etwas auf ein Täfelchen, da«s am Tüppfoisifiem angehieftiet ist. Die Di-anstimagd belehrt sie, «dlaß er dh* in- 'Seiner Art die Zahl der zugsfraganien Waisisanportionen vermerkt. Dais kleine Gehirn überlegte Vier W«ai.?-'«erträger gibt’s im Städtl und diese vier haben eine eigene, die »wajstcr tirägörisicÜF« «SiPffiaichesl Zum Laichen« t Aber diesen Klesmer und Brief,s«dhjreilbecr mit den linkischen Bewegungen und mit dbm varträunw tein Blick, diesen Joschke, dar die Dien«stmagd ohnd Gegenliebe liebt, den hat sich Oljetschjka .sofort beigebogen. Aus Mitleid? Ich glaube nicht. Er ersetzt ihr den mangelnden Varkehr mit Gleichaltrig ge«n, dieses große, reine Kindi Jcrschlke. Sie schließt mit denn älteren' Kinde einen kindlichen dEfcäüÄufc schaftsbund und Oljetschka hat jetzt im Hause wirk-'' liehen »Anschluß«, da sie auch Mama. 4ip?e SiUbsrlöffel fontwährendi übemzähleudle, uur aiuf diein T'uuiidiltgut von äilltonan Bruder Ib^ldhte,; läpipiltsidhie Mama., die dlas Kilnid iimuniar wladßir. au«sf dar Küche verjagt, längst aufgegabem halt.' (Alütlter^ hijssr habt ihr Auschautmgs'unitanridht, wie Wan. edd Kiintd verllliiert.) ' ■«■• Und Oljetschka steht dem armen ■ Jogchkid kameradschaftlich bei. leb glaube, sie weißfrüher^ als sie durch Fragen zu erfahren «sucht, daß die »Diensten« den Bruder sehr lieb hat, daß, tzi.e unglücklich ist, weil er schon durch Wochen,-.«ntehts von sich hören läßt, und sie wird stutzig, ate.-Joschka’ jenen Mahnbrief an den Leichtsinnigen schreiben! muß, in den dar Brief Schreiber seine ganze«* Seele1' hineinlegt, als schriebe ar den' Brief sel'bsbs&a. die! Adresse das Mädchiens, für diais er ihn ein ainian>:Dri«tfceu säuberlich und empfindsam anfertigen muß' rw*-:fürl 15 Kopeken. Merkwürdig, wann Oljetschka mit! d«em Kamieradian« fühlt. Wennar miit b«efbeinidfei1 Stimme seine Sehnsucht ausdrückt, ist sie gerührt.; Wenn er das geliebte Dienstmädchen bittet,. sicS wegen seines Verhaltens nicht zu beunruhigen; bleibt Oljetschka kalt. Das Wort »beunruhigen«; versteht sie nicht und sie beginnt recht gelangweilt und verärgert. zu deklinieren: Ich beunruhige, du! beunruhigst, er, -sie, as ibeuniruilrigt. Ein unverständlicher Begriff hat sie unangenehm an die Schule ar innert . . . (Lehrer, hier habt ihr Anschauungsunterricht, wie man Schüler verliert.) Beim Schreib ben des Briefs« geht ihr die Melodie der Sehnsucht^ die Josdhke in diiie Z-eifeni legt, «um W-aluen «nclltet . Aber daß er eine Träne auf das .wuadejjsöhön#

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