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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-04 · Heft 1112 (4.3.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1112 (4.3.1922)
Date
1922-03-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1113 Wien, Samstag WIENER MÖRGENZEITUNG Leite Zs JSdh«wi«mig'keitm m kLmpkern hlat. Wie «sdhlednt cs oiuicfh «Jiieisem Tih'^ateir gehen «nuuß, izeiglt sich im der imtietreisisiamiten1 Tatsiadhe, <diaß Miaidiaimie Tom» Bchewslki, dii«e ehemalige GeseliltedhiaTteirin des rnhiaaitens, dlie ©eiinienzeeit naöh) heftigem Zerwüirtfiaia ffruirt $uram KomipagruGtri Edtelstdb' «diajs Gesdilisidhöifitisyierihältimis löste 'Uipd altes dlem Vetriband de© Theatern aufcitrait, jejj^t wieder als Retterin im dief iNoit zavrückjbanufeai wurde uuid muln in einem sipözdteM für .sti,e g-astohdefbianen', mdhit a'Uau toebwentigen Stüde die Rettung -veinsiuJdhjt. Aaticih Bo dis T omas eite w s ik! Kialh sädh geizwumgen, sehn- Tibealtietr am Marx Ga.be l mi übergeben, der dhrdh sieotoe Dansteflilfuing des »Odem«, «ine Beiebulng dien Kaistseni de© Tftieaitens» im Szeme geseitzit iluait. Daß T'omatsdhewslkii mi'ttten in der Saison plötzlich zu diesem Miitätel ffiiafc gnettfen müsiienv itst ein Beweis, wie hart die Krise im seinem Tlhi&ater ihm am dem Leib gerückt war. Ein verwegener Raubtnordversuch. Der -1894. au Kiew geborene rpolinitedhie Stataltlsbürger Kai-'iirrriir EHen h'att im Verein' anilt eiimem noch nnicthit enuiierlLen Komipiliilzeiii dien 36jäfntrr‘(gen' Iisaak G or s k y, Gesdhäftsfülhirer dleir Firma »Rekcmistürttlkr tiicn G. m. b. H.« i'm Biurean dfeser Firma, I. Beziink, JdhiEininiessgasisie 15, itibetrfaiffltein tutmd beraiulbt. Die beriidem Mäntmeir waren 'seit zwei Monaten unter dem [Vorwand, E/inlkäufe machen zu .wo’lflen, öfter . ins ’Hiaiuis gekommen, hatten siidh alb er jedesmal wieder, •oihnc Albisichlüsse zu marihieni, enitfernfe Geistern’ vorimiittaigs fiaindien' sie Goirsky a'lßiein im B'ureaiu, überfielen Im, scthlugen ittrn blutig und «raubten dlhirn sein« .Brieftasche mit •uingefähr 60.000 Kronen. Gonsky welhirte ©iitibj jediorlh., .zeritirümmentie eilme Femster»- sidheilbe unid tief uim Hilfe. Die beiiidlan Vedbredher ergriffen d'ie Flluchlt, Gcirslkry wtemfofligrüe siiie.tn.otz seiner Verl<?tzumlgen.. Ein Passant, Jaikicb Sommer- Bte'in, Nöuikrchenfeödeipsitinaß'e 33 wohmfuaft, stellte sic,- dem einen entgegen und hii'dt ihm biis zur Ankunft eines SitadltS'diiu'tzmainnes fest. Es war Elle <n, der •aiuidh «diie Brieftaisdhe bei -sich batte. Er ist ■ besicfhäftigungslosr uinidt wohnt .mit seiner Finauim Hotel »Alseirbaidh’«. Er gibt iNtoit alte Mnitiiiv seiner Tat an und beihiztuiptet übendlieis, zu diiesier 'von seinem Komplizen, einem ebiemafHigen. W r an g e 1- O f f i zi e r, engestiftetworden Tzu; sein. iNiaidhdem’ Fluchtigen wird gefahndet. * Das Neueste ist. . . Das Neueste ist nämlich, det Streik der Arbeitnehmer zugunsten der Arbeitgeber. Die Chauffeure haben ihn erfunden. Sie erklärten, daß kein Kraftwagenlenker, dem die Ehre seines Standes am Herzen liege, ahi schwarzen Donnerstag ein Lenkrad in die Hand nehmen wolle Vor allem verfolgt diese Demonstration pädagogosche Zwecke: die Polizei sollte darüber belehrt werden,, daß sie nicht eine Massen- .ei zeugung von Chauffeuren betreiben dürfe, sondern die Vermehrung dieses Standes nach den Malthusschen Gesetzen vornehmen müsse. Darin aber' müßten auch den armen, notleidenden Autohesitzenn die Laisten und Abgaben erleichtert werden, sonst treibt man die iMultimillardäre zum Aeußersten, und sie fahren mit der Straßenbahn. Um dieser furchtbaren Möglichkeit, die allerdings für den armen Teufel von Chauffeur unangenehme Begleiterscheinungen haben konnte, vorzu" beugen, entschlossen sich die Chauffeure, mit. großer Geste, Mann für Mann in den Streik zu treten. Ganz scheint die Sachq ja nicht geklappt zu haben, denn da die Mehrzahl ' der Kraftwagenlemker, die man am drohend angekündigten Tage ihres Amtes walten sah, die gewohnte weltmännische Eleganz . der Haltung ,und Manieren zeigte, waren es zweifellos die Angestellten und nicht die Herren. Der Wiener Autobesitzer sieht heutzutage nicht wie ein englischer Herzog aus, nicht einmal, wenn er einer ist. Aber, wenn der Streik auch noch nicht «stramm durohgeführt wird, so besteht doch noch die Hoffnung auf seine Ausdehnung. Nichts könnte den Wiener Mittdständiler mehr erfreuen, als die Vorstellung, daiß auch Leute, die sich's leisten können, gezwungen sind, auf Schusters Rappen zu reiten, wenn auch die Rappen zufälligerweise Öxbloodfarbe haben und 30.000 Kronen kosten. Immerhin *res ist ausgleichende Gerechtigkeit. Ganz besonders aber freut sich der Kater Murr auf den Tag des Kraftwagenstreiks. Denn dann wircl'er behaglich a«u«f der längsten Linie den Schottentor-platz überqueren, und kein brüllendes, quieckendös, muhendes Ungetüm kann ihm auf die Pfoten treten. Es gilt jetzt nur, diese längste Linie auch wirklich herauszufinden. Aber das lernt man ja in Wie», gottlob, von Kindheit an. * Das Wort des Staatsanwalts. In der Straf Verhandlung gegen Moses Liebmann und Genossen, , die gestern mit deir Verurteilung der Schuldigen endete, hat idier Erste Staatsanwalt Hof rat Dr. Immendörfer ein 'bemerkenswertes mahnendes Wort gesprochen. Von keinem verantwortungsvollen Posten warnte er die Oefferitdiohikeit davor, jenen verallgemeinernden Einflüssen Gehör zu schenken, die den Glauben vej*b reiten möchten, daß die Kriegs flüchtlange in ihrer Gesamtheit zu solchen Verfehlungen neigen, wie sie Moses Liebmann begangen hat. Es ist nicht anzunehmen, daß antisemitische Demagogen und Verhetzer dieses Wort des Staatsanwalts beherzigen werden. Aber zur Ehre der Ungezählten, die vom Tage ihrer Ankunft «n Wien in ärmster Enge lebten, in Keilervedießen Rucksäcke und andere Militärausrüstungsgegeinstände anfertigten, sich in der fremden, feindlichen Atmosphäre unter unglaublichen Entbehrungen forthelfen mußten — zur Ehre der großen Ueberzahl der neuhinzu- * gekommenen Gstjuden, welche die Öffentlichkeit nicht sieht und deren Not und Redlichkeit nicht berück- 4. März 1922 Letzte Nachrichten. Demission des polnischen Kabinetts. Warschau, 3. März. Die Polnische Telegraph enagentur meldet» das Kabinett Ponikowski. habe demissioniert. In einem an den Staatschef gerichteten Schreiben erklärte der Ministerpräsident» die Demission des Kabinetts sei auf den ungünstigen Ausgang der Verhandlungen der Regierung mit den Delegierten des Wilnaer Parlaments betreffs der Unterzeichnung des Aktes über die Vereinigung Wilnas mit Polen zurückzuführen. sichtigt wird, sei es festgestellt, daß die Abenteurer und Betrüger und leichtfertigen Spieler nur die Ausnahme bilden — wie jener gleichzeitig abgeurteilte Hofrat Hagg (dessenVerfehlung wir für weit geringer halten als die des Liebmann) nur die unrühmliche Ausnahme, hingegen die Ehrenhaftigkeit der österreichischen Beamtenschaft, trotz ihres darbenden Elends, die Regel ist. * Bukowinaer Landsmannschaft Buchenland. Die für Sonntag den 5. d. M. angesetzte ordentliche Generalversammlung findet anstatt um 11 Uhr um */a10 Uhr vormittags in den Räumen der Wiener Bücherstube»!., Grünangergasse 1, statt. * Auch die Österreichischen Doktorendiploms werden in Ungarn nicht nostrifiziert. Wie bereits gemeldet, hat die ungarische Regierung beschlossen, die in den Nachfolgestaaten erworbenen Universitätsdiplome in Ungarn nur dann anzuetrkennem, wenn sich die Besitzer vor .der ungarischen Prüfungskommission einer neuerlichen Prüfung über die Gegenstände des zweiten und dritten Rigorosums unterziehen und mit Erfolg bestehen. Bisher wurde diese Verfügung dahin gedeutet, daß die Diplome der Wiener Universität eine Ausnahme bilden und in Ungarn oh’neweiters nostrifiziert werden. In letzter Zeit ergaben sich konkrete Fälle, aus denen ersichtlich ist, daß auch das Wiener Diplom vor der Horthy-Regierung keine Gnade findet. Unter den von dieser Maßnahme Betroffenen befindet sich unter anderen auch ein Arzt, der im Jahre 1916 mit Hilfe eines in Ungarn wegen besonderen Fleißes erhaltenen Stipendiums seip letztes Studienjahr in Wien absolvierte, gleich darauf einrüdkte und m verschiedenen österreichischen und ungarischen Kriegsspitälern Dienst machte. * Die deutschen Juden Im Weltkrieg. Unter dem Titel „Die deutschen Juden als Soldaten im Kriege 1914/18“ ist eine statistische Arbeit von Dr. Jakob S e g a 11 im Philo-Verlag, Berlin, erschienen. Auf Grund tabellarischen Materials kommt er zu folgenden Ergebnissen: 1. Zirka 100.000 deutsche Juden haben am Feldzuge teilgenommen. 2. Zirka 80.000 jüdische Kriegsteilnehmer sind an der Front gewesen, das heißt vier Fünftel aller jüdischen Feldzugsteünehmer, und zwar nahezu gleichmäßig in allen Provinzen und Staaten, haben vor dem Feind gestanden. 3, Zirka 12.000 jüdische Kriegsteilnehmer haben d i e Heimat nicht wiedergesehen. 4. Zirka 35.000 sind kriegsdekoriert, 23.000 befördert worden, darunter mehr als 2000 zu Offizieren. ~ Die antisemitische Meute in Deutschland wird aber nicht müde, die Verleumdung von der jüdischen Drückebergerei zu verbreiten! *Die organisierteMädchenverführung.Öie„Ostrauer Morgenzeitung“ berichtet aus Lemberg: Die Geschichte des Fräulein 8. in Lemberg, deren Verschwinden so großes Aufsehen erregte und die durch einen Zufall auf dem Lemberger Bahnhof nach zehntägiger Verborgenheit erkannt und der Polizei übergeben wurde, hat nun, wie uns aus Lemberg berichtet wir<j, teilweise eine Aufklärung gefunden. Fräulein 8. wurde nach einem Kinobesuch von einem Offizier angesprochen und in eine Privatwohnung verschleppt, wo sie nach einem Kampfe, der fünf Tage lang währte, endlich dem Willen ihres Verführers gefügig gemacht wurde. Auf Grund der Aussage des jungen Mädchens suchte die Lemberger Polizei nach jenem Offizier — und kam auf die Spur einer organisierten Verführergesellschaft, die junge Mädchen nach dem Kinobesuch ansprachen, sie berauschten und dann gegen den Willen der Verführten mißbrauchten. Es wurde ermittelt, daß der Offizier, der Fräulein 8. verschleppte, der Fähnrich Thaddäus Sz. war. Zeugen erklärten, daß dessen Gehilfe der Leutnant Adam Z. war, der dem Fähnrich Sz. die Schlüssel seiner Wohnung überließ. Diese Wohnung war von zwei anderen Fähnrichen angeblich zu Wohnzwecken requiriert worden, wurde aber von dem Vierblatt nur benützt, um dort Orgien abzuhalten und minderjährige Mädchen zu verführen. Die Nachbarn haben, wie sie auf der Polizei aussagten, des öfteren Rufe um Hilfe und Schonung gehört und an den Stimmen erkannt, daß es sich um junge Mädchen handle. Auch der Portier dieses Fa tses sagte aus, er habe den Offizieren, die fast ständig in Begleitung junger Mädchen erschienen seien, sehr oft das Tor geöffnet und am nächsten Morgen die Mädchen weinend das Haus verlassen gesehen. * »Budapest ist eine Großstadt, aber keine ungarische Stadt.« Das sagt oder schreibt nicht etwa Paul Pronay, oder der analphabetiscihe verantwortliche Leite: des Budapester Unterrichtswesens Zilahi-Kiss, sondern einer der bedeutendsten Literarhistoriker Ungarns, Dr. Elemer Csaszar, in seinem jüngsten Buche »Geschichte des ungarischen Romans«. In seinem Schl’ußkajpitej, in dem sich der sonst sehr ennste Autor mit dem ungarischen Roman nach der Millenniumszeit beschäftigt, unterliegt auch er der Konjunktur des Christlichnationalen Kurses. Er geht nämlich von der Hypothese ams, daß ein gut Teil der jüngsten ungarischen Romanciers nur Budapest kennt, das aber eine Großstadt, jedoch keine ungarische Stadt sei. Und das Urteil über diese Jüngsten ist gleichfalls Ho-rthy- Präguing: »Diese Hälfte unserer Schriftsteller «ist auch an Rasse uns fremd«. Csaszar läßt sich nicht weiter mit I diesen »fremdsprachigen« Schriftstellern ein, wodurch dieses Kapitel seiner literarhistorischen Monographie? 'recht dürftig ausfallen muß, denn mehr als die Hälft« der jungmagyarischen Dicht er waren »rajs sefremd«, uwfl .'auch die als Großmeister des ungarischen —• nicht! Rudapester Romans geltenden Geza Gas dom yii und Franz Herczeg sind, so sehr dies auch Csaszarl And die erwachenden Genossen schmerzlich empfinde» inögen, einwandfrei »rassenfremd«. V * * Hinausschiebung der Ladensperre während delj- Messetage. Ueber Anregung des Gremiums der Wiener) Kaufmannschaft fand gestern im Rathaus eine Enquete! über die Hinausschiebung der Ladensperre im Detailhandel [während der Zeit der Wiener Messe statt. Bei derselben! wurde eine Einigung zwischen den Vertretern der Unter-«;nehmer und Angestellten erzielt, so daß wahrscheinlich in «den allernächsten Tagen die Hinausschiebung der Laden- Werre um eine Stunde während der Dauer der Hesse publiziert wird. Desgleichen wurde auch eine Einigung über die Hinausschiebung der Ladensperre an dea Werktagen vor Weihnachten, Silvester usw. erzielt. * Einführung eines Nacht-D-Zuges Wien-Budapest ■über die Südbahn. Die Betriebsdirektion der Südbahn teilt uns mit: Mit Montag dem 6. d. M., wird ein neues JD^Zugspaär zwischen Wien-Südbahnhof und Budapest über Wiener-Neustadt, Nagy-Kanisza in Verkehr gesetzii Die Abfahrt von Wien-Südbahnhof erfolgt jeden Montag» Donnerstag und Samstag um 23 Uhr 15 Min., die Ankunft in Budapest-Südbahn um 8 Uhr 30 Min. des nächstfolgenden ,Tages. In der Gegenrichtung erfolgt die Abfahrt von Budapest-Südbahn an jedem Sonntag, Mittwoch und Freitag lim 20 Uhr 50 Min., die Ankunft in Wien-Südbahnhot jeden Montag, Donnerstag , und Samstag um 6. Uhr 30 Min. Die Züge führen direkte Wagen I. und A. Klasse sowie je einen Schlafwagen. Die österreichische und ungarische Zoll- und Paßrevisioa erfolgt bei den Zügen nach Budapest vor Abfahrt ia [Wien Südbahnhof. In der Gegenrichtung wird die ungarische Zoll- und Paßrevision in Budapest vor dem Einpteiger. vorgenommen, die österreichische Paßrevision und die zollamtliche Revision des Handgepäcks erfolgt während der Fahrt, wodurch die Nachtruhe der Reisenden weitestgehend geschont wird. - * Kundmachung. Die für die SteuergesellschafS I. Klasse des Handelskammerbezirkes Wien, dann für di» 'Steuergesellschaften II., III. und IV. Klasse des I. Wiener ^Gcmeindebezirkes angefertigten Erwerbsteuerregister, in( .welchen die von den Erwerbsteuerkommissionen den An-j gehörigen der bezeichneten Steuergesellschaften für die Veranlagungsperiode 1 :20Ö auferlegten Steuersätze deri allgemeinen Erwerbsteuer und der' Erwerbsteuer von Ge-j Seilschaften m. b. H. ersichtlich gemacht sind, werden bei •der Steueradministration für den 1. Bezirk, Fleischmarkt l&J L Stock Zimmer 64, vom 10. d. M. an durch 14 Tage a« Wochentagen zwischen 12 und 2 Uhr mittags zur Einsicht jeides Erwerbsteuerpflichtigen aufliegen. * Klassenlotterie. Der Erneuerungstermin zur IV. Klasse«1 endet am Abend des 6. d. M. Die Ziehung der IV. Klasse findet Dienstag den 14. und Donnerstag den 16. d. M. ins Ziehungssaale, Wien, III., Marxergasse 1 (Parterre), statt z der Beginn ist an beiden Tagen für 8 Uhr früh festgesetzt, Am Dienstag den 14. d. M. werden vor Beginn der Ziehung 3750 Röllchen mit den spielplanmäßigen Gewinnbeträgen der IV. Klasse in das Gewinnrad öffentlich eingelegt werden. * Erweiterung des Zugsverkehrs auf derNordbahtU [Ab Montag den 6. d. M. werden auf der Strecke Wien- Nordbahnhof—Lundenburg die Personenzüge 13 und 14 [wieder eingeführt Wien-Nordbahnhof ab 8 Uhr 3Q Min.,; beziehungsweise an 18 Uhr 02 Min. * Einbruch im Sanatorium Rekawinkel. Gestern hächts wurde im Sanatorium Rekawinkel ein Einbruch verübt, bei dem Bett-, Tisch- und Badewäsche mit Märke , „0. H.“ und „R. H.“ und verschiedenen Nummern, schwär«; [ gemarkt, über eine Million Kronen wert, gestohlen wurde, Auf die Zustandebringung des gestohlenen Gutes wurden 10<Vo Belohnung ausgesetzt. L Verschwundene Aktien. In den letzten vierzehn Tagen sind aus dem Besitze der Riunione Adriätica di Sicurtä, I., Tegetthoffstraße 7, 25 Aktien «der . Rossitzer Bergbaugesellschaft mit den Nummern 24.764 bis 24.788 verschwunden. * Millioneneinbruch in Amstetten. Heute nachts wurde in Amstetten ein Juwelenladen erbrochen. Gestohlen .Wurden Juwelen, goldene Herren- und Damenuhren, Rings, Ketten im Werte von mehreren Millionen Kronen. * Fertige Bettwäsche, Leintücher, Deckehkappen* schlesische Weben, Chiffon, Gradl, Laufteppiche, Vorhänge; Bett- und Tischdecken werden sehr billig verkauft itn Warenhaus Emanuel R 0 t h o 1 z, VIL, Westbahnstraße 15, (früher Neustiftgasse 77). Besitze in V/ien keine Filiale und kein weiteres Geschäft. . * Zur Frühjahrssaison bringt das renommierte Kleiderhaus Schächter, XII., Meidlinger Hauptstraße^ Fiichselhofgasse 1, Neuheiten in Anzügen, Raglans, Ueberziehern und Regenmänteln zn bedeutend herabgesetzten Preisen. * Schwärz-Weiß-Redoute. Heute findet im Kursalondie diesjährige Redoute des Kritzendorfer Sportklubs statt, die ebenso wie in den Vorjahren eine der vornehmsten Raschingsveranstaltungen zu werden verspricht. Karten bei Güsti Schmidt, Kehlendorfer, Olso, L, Bellariastraße 12 und Opernring 6, und an der Abendkasse. Vereine, Vorträge und Versammlungen. ' Das Sekretariat der Zionistisches B,e zirkssektion Leopoldstadt ist in die ■Räume des Landeskomitees. II., Zirkusgasse 33, übersiedelt. Telephon 45-3-25. — „Die politische Lage , Oe sterreichs unddiejuden“. Sonntag den 5, d. M. um 10 Uhr vormittags findet eine Versammlung der. Zionistischen Bezirkssektion 11 iin Saale des H o t e t ,C,Vn t i n 6 n t a 1, II., Taborstraße, statt. Referenten: Abgeordneter Ing. R. S t r i c k e r, Gemeinderat Dr. Leopold Pia s c h k e s und Sekretär Z. Lewano n. — Vereinigung zionistischer F rauen. Die gesellige Zusammenkunft findet heute um 8 Uhr abends im Cafö Landtmann (Souterrain) statt. Gäste herzlich willkommen. — Jüdische Volksbibliothek Z i.ön. Die Mitglieder (nicht Entlehner) werden aufgefördert, ihre rückständigen Mitgliedsbeiträge zu bezahlen. Der Entlehnerbsitrag für den Monat Adar ist auf K 200 erhöht worden. Heute. 7 Uhr abends, interner Vereins-Teeabend. Gäste willkommen. — Sephardisc h-A k ademischer Verein Esperanz a. Heute* $ Uhr abends im Cafri Theater (vis-ä-vis Volksoper) Voräii [wumwtli

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