Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1110 (2.3.1922)
- Date
- 1922-03-02
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. mcr Wien, Donnerstag WIENER MORGENEEITUNO E. Märr U)/,2 ieite" 5; fcohlenträgertarifs für das Hinaufschaffen von Brennmaterial, 10 Centimes per Stockwerk. Höchstlast 10 Kilogramm. (Wäschewaschen und Bleichen sind untersagt. — 3. Entschädigung für die beigestellten Reinigungsartikel. — 4. An Sonn- und Feiertagen Arbeitszeit von 8 bis 11 Uhr vormittags. — 5. Zulagen (nach Uebereinkunft) für die Reinigung des Glas- und Silberzeuges anläßlich der Empfänge von Gästen. Viele Haushalte können diesen Forderungen nicht gerecht werden. Viele Hausfrauen, die ihr Mädchen für alles entlassen mußten, geben aus falscher Schani vor, keines bekommen zu können. Die Kammerjungfern und Mädchen für alles halten ihre Preise, denn sie haben keine Konkurrenz zu befürchten: 120 bis 150 Francs für den Monat, Kost und Wäsche; Beschränkung der Arbeitszeit, wöchentliche Rast, Erlaubnis, außerhalb des Hauses zu schlafen. _ „Horowitz.“ In der Hochflut des Monarchismus im alten Donau- Ätaat, als es nichts Leichteres gab, als sich eine Anklage und Verurteilung wegen Ehrenbeleidigung zuzuziehen, entstand der, Spitzname „Prohaska“ für den alten Kaiser Franz Joseph und man kann ruhig sagen, wenn in jener Zeit alle, die eine Prohaska-Beleidigung begingen, zür Verantwortung gezogen worden wären, so wären die Gefängnisse gär oft mit den Trägern der besten österreichischen Namen bevölkert gewesen. Seit dem Horthy in Ungarn den Thron der Heiligen Stephanskrone usurpiert und sich die Unverletzbarkeit seiner Person durch strenge Strafbestimmungen sicherte, hat das< unter dem HorthysmuS ächzende Volk nach einem Ausweg gesucht, um seinem Zorn über Horthy mit möglichst geringem Risiko Luft machen zu können. Der Ausweg war bald gefunden. In Kaffeehäusern, in Klubs und in den Salons — nicht nur in den „destruktiven“ — ging es von Mund zu Munde: „Ho.rowitz wird auch npeh hängen 1“ „Der größte Schuft ist Horowitz“ usw. Und wenn es schön arg war, mahnte ein Aengstlicher: „Ruhe! Horowitz hat Schnackerl!“ Diese Verständigung der Malkontenten scheint nun aufgekommen zu sein, denn seit einiger Zeit hört man nichts mehr von Horowitz. Er hat seinen Namen in Budaväri (nach seiner Residenz „Ofenburger“) magyarisiert. Und nun wird besonders in den Wahlbesprechungen, auf „Buda'väri“ geschimpft und täglich gefragt, wann eigentlich Budaväri hängen werde. ' Der Lohnabbau. Wie gemeldet wurde/ ist in den Verhandlungen Zwischen den Unternehmern und den Vertretern der Arbeiter und de. Angestellten in der Metallindustrie ein vorläufiger Ausgleich über die Erhöhung der Löhne und Gehalte erzielt worden. Es besteht die Aussicht, daß .dieses Ueber'einkommen, demzufolge die Löhne erhöht werden, aber doch hinter dem Prozentsatz Zurückbleiben, der sich aus der alten Indexberechnung ergeben würde, von beiden Seiten genehmigt werden wird. Die Vereinbarungen laufen darauf hinaus, daß sich die Arbeiter bereit erklären, für gewisse Kollektivverträge die Lohnfestsetzung so zu akzeptieren,, daß die aus den Indexziffern aufscheinende Teuerung nicht restlos von den Unternehmern übernommen wird. Das Abbaugesetz setzte bekanntlich eine Kommission ein, die allmonatlich festzusetzen hatte, ob die Lebenshaltung eine Verteuerung erfahren habe öder nicht und, im ersten Fall, um welchen Prozentsatz dies geschehen sei. Der Metallarbeitervertrag, auf Grund dessen eine Indexliste festgesetzt worden war, enthielt die Grundlage für eine solche Liste und zählte eine Reihe von Artikeln auf, die den Index zu bilden hätten. Nach dem Durchschnitt der Teuerung in diesen Artikeln ist nun eine Ermäßigung oder Verteuerung des Lebensstandes ermittelt worden. Diese Indexliste soll nun in Wegfall kommen und nur eine gleitende Skala bestimmt werden, die nach jenen Grundsätzen, weiche von der Kommission, die durch das Lebensmittelabbaugesetz ins Leben gerufen worden ist, bestimmt wird. Ein Vorschlag, der auf eine provisorische Teuerungszulage von 4505/o hinauslief,f war von den Unternehmern unter Hinweis auf das starke Sinken der Mark und die damit verbundenen verschlechterten Aussichten des Exports abgelehnt worden. Sollte von der sozialdemokratischen Betriebsräteversammlung die Genehmigung erteilt werden, dann wird am Samstag mit der Auszahlung der provisorischen Gleitung begonnen werden, und man hofft, daß nach der provisorischen Regelung die Verhandlungen über eine endgültige Bereinigung der Streitfrage von dem gewünschtem Erfolge gekrönt sein werden. _ Keren Kajemeth TJisrael, 'ff., Taborstraße 59, Telephon 40-3-16. — Spendenausweis Nr. 4/12 vom 27. bis 28. Februar: K 63.571.88. im Jahre 1922 insgesamt K 3,973.664.13. Zentrale : Abr. Zahler, R. Semel a. N. Nelly Teichthal ä 1000. — 1. Bezirk : d. Oskar Rosiier: B. Epstein 40.000, N. Bikler, Hersch Trachtenberg, S.; Rosenblatt ä 2000. — II. Bezirk: Jakob Wikler-Garten: Naftali Wikler anl. Hochzeit am 7. März 1922 Dr. Jakob David Schmelkis—Frl. Chink Lipschütz 2000; d. David Horowitz: D. Horo"'!tz 500, A. Bornstein 1200, div. 100. — IV/V. Bezirk; Mieczysiaw Fischmann anl. Schiedsgerichtsspruch 5000, Ing J. Schprr 1000. — VI. Bezirk: Julius Ehrlich 3000. - X/XI. Besirk: 560 88; Hitachduth d. E. Lenz: Silberberg 2168, Ch. Heimann 1173, J. Weinstock 1000, Singer & Himmeldank 520; Misrachi: Snilg. Zwi Kanner: G. Kanner 600, H. Kanner 550, N. N., Federbauch, Hermann, Weißmann, L. Weinwurm, A. Wein- Mitteiiungen aus dem Publikum* * KultusuJustlztalareu. Barette liefert in schönster Ausführung die bekannteste Spezialfinna 133 T?nnfM F flO! n^TFIN 21V11-U.Vnifoi-M8ehnelder.wien Ul/iLUa I CliN u,, raborstraße 54.Tel. 45-6«2S) Gegründet 1866 — Große Auswahl feinster Stoffe für Maßbestellungen GROSS-EXPORT von Bürsten Pinseln Spezialität: Relssftrohtoesen, Federnabsfiauber u. Zahnbürsten S. Weißmann, Wien, XV., Idagasse 7 Grüudungsjahr 1895 164 Telephon 81-0-81 wurm ä 500, div. 4850. — Aflenz: Smlg. Markus Schwarzbach : Rachel Faraggi, Max Morpurgo ä 2000, Mordo Benmayor, Chefked Mehmed ä 1000, W. Fürst, P. Spitzer k 500. div. 2600, zus. 10.600. — Linz (Ausw. 4): Adolf Stein, Fritz Pisinger, Rudolf Pisinger, Weisz, Herrn. Neumann a. N. Gustav Neumann zum Hochzeitstag ä 1000, Smlg. Fritz Pisinger 1200, Smlg. Ing. Abelis 1100, div. 350. * Das Neueste ist... Das Neueste ist nämlich, daß Ehestandskandidäten beiderlei Geschlechts nicht nur die Zustimmung der Eltern, der Anverwandten und der jeweiligen Kirche zur Verwirklichung ihrer Absichten brauchen, sondern daß auch die ärztliche Wissenschaft ihren Segen erteilen muß. Man nennt das Ehekonsens. Vorläufig ist er nicht obligat. Aber drohend reckt sich im Hintergrund ein gewaltiges Untier: der Obligatorische. Wie gesagt, wir sind noch nicht so weit, weil man zunächst hofft, damit auszukommen, daß man den Menschen erlaubt, ein Gewissen zu haben. Es ist sehr zweifelhaft, ob man fleißig von der Erlaubnis Gebrauch machen wird. Da die Gesundheitsverhältnisse der Wiener Bevölkerung leider nicht allzu günstig sind, steht zu befürchten, daß nicht allzuviele Ehewerber sich auf Herz, Nieren und die umliegenden Gegenden prüfen lassen werden. Ernsthaft kommt die Prüfungsstelle zunächst nur für den Fall eines unvorsichtig abgegebenen Eheversprechens in Betracht Vielleicht bekommen dann Bräutigame und solche, die es nicht werden wollen, einen heftigen Anfall von Gewissen. Die amtliche Bestätigung eines kleinen rechtsseitigen oder rechtzeitigen Spitzenkatarrhs ist unter Umständen gar nicht zu verachten. Sonst dürfte das neue Amt nicht über Ueberanstrergung zu klagen haben. Es ist auch immerhin fraglich, ob Schiller mit seiner bekannten Warnung unbedingt prophetisch auf das Wiener Ehezustimmungsamt hinweisen wollte. Dieses Amt stellt sich im allgemeinen als Ueberschätzung des Wiener Nationalcharakters dar. Philiströse* Bedenken rassentechnischer Art liegen der Mehrheit der Bevölkerung fern. „Rasse“ ist ein Requisit im Kampf gegen die Juden, sonst nichts. Das Amt wird nicht allzuviel bemüht werden. Wir leben ja, gottlob, in Wien. Da ist man nicht so fad. Kater Murr. Die Tochter Karl Lippes gestorben. Gestern ist in Wien nach langem Leiden die Staatsbahnratswitwe Frau Aurelie Hirsch leid, geborene Lippe im 56 Lebensjahre gestorben. Sie war die Tochter eines der bekanntesten Vorkämpfer der jüdischen Volksidee, des Arztes Dr. Karl L i p p e in jassy, und hatte im Hause ihres Vaters eine Erziehung genossen,, wie sie selten einem Mädchen zuteil wird. Frau Hirschfeld beherrschte ein umfangreiche^ Wissensgebiet, sprach und schrieb sämtliche europäische Kultursprachen und war auch in der lateinischen und griechischen Literatur sowie selbstverständlich in dem hebräischen Schrifttum ihres Volkes heimisch. Ihr Gatte, der im Dienst der österreichischen Staatsbahn stand, ist weiten Kreisen durch seine organisatorische Tätigkeit als Leiter des Eisenbahnbezirkes des Przemysler Festungsrayons im Kriege bekannt geworden. Die Verstorbene hinterläßt zwei Töchter und einen Sohn. Die Beisetzung findet heute um lltll Uhr vormittags auf dem Zentralfriedhof statt. * Uebersiedlung des jüdischen Schulvereins. Das Sekretariat des Jüdischen Schulvereines, das bisher im Hause, II., Taborstraße 20 a, untergebracht war, übersiedelt heute in das Haus, II., Zirkusgasse 33 (Telephon 45325). — Die für den am 9. d. M. stattfindenden Festabend des Jüdischen Schulvereins kommissionsweise zum Verkauf übernommenen fKarten wollen im neuen Bureau verrechnet werden. * Chinesische Juden. Es ist seit längerer Zeit bekannt, daß es in China Reste einer jüdischen Bevölkerung gibt, die vor uralter Zeit ins Reich der Mitte gekommen sein muß und sich hier auch in ihrer äußeren Erscheinung völlig assimiliert hat. Interessant ist, daß sie sich noch gewisse dunkle Erinnerungen an ihre Religion bewahrt haben. Sie sind in zwei Siedlungsgebieten auffindbar, einer bei Peking und der andere in Kai-feng-fu (Honan). Diese Stadt liegt in einem heute verödeten Ueberschwemmungsgebiet des Hoang-ho? auch die Synagoge ist heute zerstört. Damit hat auch die Gemeinde ihren Zusammenhang nahezu verloren. Die reichen Kaufleute verließen die verödete Stadt und sind in China weit verbreitet; auch in Peking und Tientsin leben heute Mitglieder dieser alten jüdischen Kolonie. In Kai-feng-fu sind nur dieAermsten zurückgeblieben, von ursprünglich 26 Sippen bestehen heute nur noch sieben mit über 1000 Seelen. Besonders interessant ist die Persönlichkeit des Oberhauptes der kleinen Kolonie, des Tschao- Yün-tschung. In einem Briefe, den er dem China- Reisenden Schindler mitgab, wendet sich Tschao an seine Glaubensgenossen in aller Welt mit der Bitte, die vereinsamte jüdische Kolonie dadurch zu erhalten, daß man ihr Lehrer der Religion sende. Man ist sich durch sehr lange Ueberlieferung einer religiösen Besonderheit noch bewußt, aber ihr Inhalt scheint fast völlig vergessen zu sein. Herrscht doch in dieser Gemeinde zum Beispiel die „Pflicht“ der Blutrache! Tschao selbst hat als junger Mann für seinen Vater Blutrache geübt Heute gebietet er über 500 Soldaten, wodurch er eine gewisse Sicherheit und Ordnung in seiner Gemeinde wahrt. * Eröffnung eines Emigrationsbureaus der Ica Ä .Pölert;, Die Ica entsendete nach Warschau ihren Ver* treter zwecks Eröffnung eines Bureaus für Emigrantenhilfe) das unabhängig von den anderen jüdischen Emigrationsgesellschaften seine Tätigkeit entfalten wird, ln Kürze Mrd die Ica einige Zweiganstalten ihres Bureaus auch in den anderen wichtigen jüdischen Zentren Polens etablieren: Das Bureau wird unter; anderem' den Emigranten Vorschüsse für Reisespesen gewähren sowie die Ermäßigung der Taxen für die Reisedokumente und Visen durchsetzen. Die anderen jüdischen Emigrationsgesellschäften traten mit der Ica in Fühlung, um die Emigrationsarbeit möglichst einheitlich zu gestalten. (J. C. B.) J * Ein königlicher Verein. Wie die Berliner BlätteS HU8 Dresden melden, ist in das Vereinsregister beim Amts«] ge,rieht Dresden unter dem Namen „Verein W e 11 i nJ A Fb e r t i n i s c h e Linie“ ein Verein der M i t4 §Ti eder des früheren sächsische« Kon igshauses eingetragen worden. Der Verein hau fölgende Ziele: Pflege der christlichen Anschauung, Pflege .der Liebe zum deutschen Volke und Lande sowie zutj .sächsischen Heimat, Wahrung der Familienehre und Familfentradition. Die Mitglieder des Vereines haben untei anderem die Pflicht, eine Ehe nur unter Billigung des Vor« sitzenden des Vereines und unter kirchlicher Mitwirkung ztf schließen. Den Vorsitz führt auf Lebenszeit der frühere König Friedrich August von Sachsen. * Johannesburg ohne Licht. Aus Johannes^; b u r g (Südafrika) wird gemeldet: Die nicht im Ausstand befindlichen Elektrizitätsarbeiter haben die Arbeit ein-i gestellt, da sie der Anschauung sind, daß sie keinen ge«j riügenden Schutz genießen. Die Stadt ist ln Dimkes gehüllt. v 3 * Begräbnisse am heutigen Tag. A11 e r F r i e . h of: 9 Uhr Quadrat Bernhard, 9 Uhr 30 Min. Schütz .Rosa, 10 Uhr 30 Min. Hochfeld Aurelia. — Neu e s Friedhof: 9 Uhr Binder Hermann, 9 Uhr 20 Mini .Rcisenthal Ignaz, 9 Uhr 40 Min. Schlesinger Wilhelm] 10 Uhr Taub Heinrich, 10 Uhr 20 Einbenschütz Moritz; .10 Uhr 40 Min. Hochdorf Wilhelm, 11 Uhr Ausländer Antonia, 11 Uhr 20 Min. Klein Eduard. * Aenderungen im 5-Kilogramm-Postpaketvert kehr mit der Tschecho-SIowakei. Die tschecho-slowa4 kische Handelskammer in Wien teilt mit: Das Außenhan-j delsamt in Prag hat mit Rücksicht auf die Absatzkrise im Taschnergewerbe die Zolltarifpost 339 (Taschnerwareii aus Leder, Wachstuch und Stoffen) von der Begünstigung! der Einfuhr in 5-Kilogramm-Paketen ohne EinfuhrbewiliH gung ausgeschlossen. Bei Einfuhr solcher Waren aus! Oesterreich nach der Tschecho-SIowakei ist künftighin did Beibringung einer Ausfuhrbewilligung unbedingt nötig. J ' * Wetterbericht. In Oesterreich ist es meist heifefj geworden. Tagsüber wurde es ziemlich warm. Auch inj Deutschland ist es warm geworden. In Westeuropa ist hin-j gegen bereits Abkühlung eingetreten. Voraussage : Ueben Nacht Bildung von Nebeln oder tiefen Wolken, in Wien; vermutlich den größten Teil des Tages anhaltend,-.kühler] > * Wien—Budapest. Die Budapester Südbahndirektioii beabsichtigt demnächst zwischen Budapest und Wien neu« Nachtschnellzüge in Verkehr zu setzen, die von Budapesl um 8 Uhr 50 Min. abends abgehen und in Wien um %7 Uhrfrühj ankommen sollen. In der Gegenrichtung sollen - die Zügd von Wien um 11 Uhr nachts abgehen und in Budapest nach 8 Uhr früh eintreffen. Die Züge sollen vorläufig nun dreimal in der Woche verkehren; der erste Zug soll schon! am 5. d. M. von Budapest abgehen. * Arbeit für die Arbeitslosen. Wie wir erfahret?! wird von amtlicher Seite eine Kundgebung erfolgen; derzufolge die Arbeitslosenfrage eine Erledigung in demSinnej erfahren soll, daß Anstalten getroffen werden, den Arbeite^ losen entsprechende Arbeitsgelegenheit zt* schäffen^Unter dieser Voraussetzung wird eine Erhöhung! der Arbeitslosenunterstützung nicht stattfmden. - ® Ein Raubmord in Gablonz. Gestern wurde dis' Wiener Polizeidirektion von einem Raubmord in Kenntnis gesetzt, der an der Juwelenhändlerin Julie B ö h m id Gablonz verübt worden ist. Die Frau ist durch einen Schutz in/die Brust getötet worden. Geraubt wurden ihy verschiedene Juwelen in hohem Werte und eine Barsumme von unbekannter Höhe. Verdächtig sind zwei Männer, die vielleicht nach Oesterreich geflüchtet sind. ' * . * Gauner bei einem Faschingszug.Eine Horde voflf Gaunern hat den Faschingszug in Ober-St Veit benützt, um ihre eigene Tasche zu füllen. An-allen Ecken und Enden der Straßen, durch die sich der Faschingszug be«j ufegte, sammelten unbefugte Wohlthäter für die notleidende Hietzinger Rettungsgesellschaft,- um . sich das Geld selb» zu. behalten. Es wurden nicht weniger als 22 Verhaftungei» vorgenommen und beim Kommissariat Hietzing erliegen etwa 50.000 Kronen, die den verschiedenen Schwindlern ab-j genommen wurden, für die Hietzinger Rettungsgesellschafd .. * Für den erkrankten Künstler Max ,Rött. Für den schwer erkrankten Komiker Max Rott, über dessen trauriges Schicksal wir schon berichteten, veranstaltet der Besitzen des Cafes City, IX., Porzellangasse 1, in sämtlichen Räumen seines Kaffeehauses am 7. d. M., abends 8 Uhr; eine große Wohltätigkeitsakadem i e. Iri uneigennütziger Weise haben folgende Künstler ihre MitiMrkung zugesagt: Die Damen Lotte Witt, Blanka Glossyj ^w.ude Traubert, Anny Reitner, Alice, von Kerpely-Sodek] yjjpire Cos da, Giselia Marion, Anny Kinsburg und Hedi Bohrer; die Herren Franz Höbling, Otto Schmöhler; Josel Mnig. Eugen Günther, Eduard Kornan, Karl Farkas, Ottct Arnim Springer, Josef Bauer, Karl Hauser, Josef Wisse, Karl Liban, Josef Gutmayer, Leopold Migado, Karl1 •. Hermann und Rudolf Huber. * Ein »Musikalischer Nachmittag“ des Concofdia* tbs. Die nächste künstlerischeVeranstaltung desConcordia- Jabs ist ein Sonntag den 12. d. M. im Festsaal des Hotel iöntinental stattfindender „Musikalischer Nachmittag^ dessen Programm vorwiegend heiteren Charakter tragen j§r.d. Unter den Künstlern, welche für die Veranstaltung Are Mitwirkung bisher zugesagt haben, befinden sich Lotto M i 11/ Rosy W e r g i n z, Meister Franz Lehar, die Pianistin Fanny Loos, Hans! K e s t r a n e k, dio Geigenkünstlerin Hanna K r ö n e s, die kleine Tanz-< iurstlerin Liesl R i n a 1 d i n i — die Enkelin eines anl'sehenen Wiener Schriftstellers — die Sängerinnen t-e s c h und Schulbaum, Felix Krones, die iger Viktor Norbert und Viktor F I e m m i n g. Den (förträgen wird Tanz folgen. Die Verabfolgung der Karten für. die Mitglieder des Concordia-KIub sowie die Gastkärtenausga^e beginnt morgen im Bureau der Concordia, L, Rudolfsplatz 12. * Fertige Bettwäsche, Leintücher, Deckenkappert, schlesische Weben, Chiffon, Gradl, Laujteppiche, Vorhänge, Bett--und Tischdecken werden sehr billig verkauft im Warenhaus Emanuei R o t h o I z, VII., W e s t b a h m straße Nr. 15 (früher Neustiftgasse 77). Besitze in Wie! keine Filiale und kein weiteres Geschäft. Billigste Einkaufsquelle in Frühjahrsnur IWEIHBURGGASJE'IO-Ijl