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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-02 · Heft 1110 (2.3.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1110 (2.3.1922)
Date
1922-03-02
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite S Wien, Donnerstag WTEN1 —Ttma 2. Mürz 1922 Ä1W Eine Erklärung der Zionistischen Exekutive. niedriger Valuta. Der Keren Hajessod wird neben der Sammlung von Geldern die Sammlung von Materialien mehr und mehr in Angriff nehmen müssen. Diese Vorschläge können die Lage erheblich erleichtern, aber nicht gründlich ändern; eine gründliche Aendoruing sahder Rat der Arbeiterorganisation vor allem in produktiver Verwend'utng der zionistischen Gelder. Heute ist die Lage so, daß der Einwanderer, der theoretisch nur eine Woche aus zionistischen Geldern etrhalrtett werden stillte, in Anbetracht der herrsch enden Arbeitslosigkeit durch’ .Wochen und Monate auf Kostet!, einer Anleihe lebt, die vom zionistischen Geldern bestritten wird. Diese Anleihe, die au« dem Budget der Einwanderung gefeben wird, dient bloß der Ernähruing des Ein-wancrers in einem äußerst knappen Ausmaß. Die, Arbeiterorganisation erinnerte nun daran, daß während des Krieges in ähnlicher Lage mit den -Unterste tziingsgeldern produktive Arbeit geleistet wurde, heuitl aber steh.it man iloch bei dem System der Arbeitslosenunterstützung, das freilich rech* nungsmäßig viel leichter ist, aber die Leute ent* mutigt und demoralisiert. Der Leiter der Kooperative für öffentliche Arbeiten (eines. Zweig&s der Arbeiterorganisation), David R e m e s, berichtete, daß es seiner Kooperative ein Leichtes wäre, öffentliche Arbeiten für die Arbeitslosen zu erhalten, . Wand solche Arbeiten ohne Rücksicht auf ihre Rentabilität unternommen werden konnten. Die Kooperative für öffentliche Arbeiten, die soeben eine große Straße Tiberias—Zemach mit erheblichem Reingewinn abgeschlossen -hat und seit einem halben •Jahre schwer darum kämpft, alle ihre Arbeiten ohne Defizite a'bzuschließem, ist natürlich gezwungen, nur Rentable'Arbeiten zu übernehmen. Das viele Geschrei wegen der Defizite hat die Arbeiter, die ihr Bestes, Leben, Jugend, Gesundheit dem Aufbau Palästinas, geben, .verbittert und kopfscheu gemacht. Wäre, sagte Rem es in der Versammlung, ein-Fonds von 30.000 Pfund Sterling vorhanden, damit wir auch Arbeiten übernehmen höhnten, welche das Risiko eines Defizits haben, so gäbe es keine Arbeitslosen. iWas sind, müssen wir hkrzüfügen, io.ooo Pfund Sterling gegenüber der Möglichkeit, Tausenden Arbeit zu verschaffen und dadurch Zehntausenden den Weg ins Land zu ebnen. Was sind sie gegen* über der Tatsache, daß mit diesen »verlorenen« Ponds junge jüdische' Burschen, die vielleicht noch gestenrf;duf Universitäten saßen, zu schwerer körperlicher Arbeit erzogen werden? Ohnehin gehen auch heute für die Unterstützung der Arbeitslosen erhebliche Fonds verloren. Von der'Forderung nach produktiver Verwendung der Unterstützungsgelder geht ein Vorschlag aus, de») sich die Versammlung in großen Zügen zu eigen machte: Es gibt im Lande Arbeitsmöglichkeit genug, wenn Geld vorhanden wäre. Auf die Möglichkeit von Arbeiten Innerhalb des Jischuw, wie des StraßenbauesChedera—Eisenbahn, PetaCh Tikwa —-Jaffa, wurde beispielsweise hinge wiese«, aber die Arbeiten können derzeit nicht voll bezahlt werden. Der Vorschlag gebt nun dahin: L Den Arbeitern nur elffen Teil ihres vollen Arbeitslohnes, nämlich aj) Piaster, auizzuzahlen und ihnen den Rest bis zu der ZeEgutzuschreiben» wo sich die Produkte ihrer Arbeit in Geld bezahlt machen werden. 2. Die Ma«* terialren für diese Arbeiten durch einen Material* kredit ier Kapitalbesitzer insbesondere der A. P. G,; und der Arbeiterbank, sowie von nationalen Institutionen zu erhalten. Die Grluridlage der ganzen. Operation können die Gelder sein, die heute aus dem, Einwafideferfonds unproduktiv verausgabt werden müssen. 7 Die Lage ist durchaus nicht hoffnungslos, schon bricht der Frühling ins Land, die Regenzeit ist bald vorbei und neue große Arbcibmöglie! keilen werden sich sicher eröffnen; in wenigen Tagen soll sich die Assepliär HäniwchaHm versammeln und zweifellos wird auch sie sich mit der Situation beschäftigen, Der Schlüssel der Situation Hegt freilich bei den Sammlungen für den Keren Hajessod. (Die geplante Einberufung der Gründungsversämmlttng (Assephäf Haniwebärim) ist infolge der Haltung der Oftihö* -■ doxen und des Mlsrachl fraglich geworden. Die Red.), _____ Oesterreich. Nationalrat«. Auf der Tagesordnung der . heute um 3 Uhr nach- . mittags stattfindenden Sitzung des Nationalrates befinden sich unter anderen folgende Gegenstände: Das vorläufige FinanZ-Verfassungsgesetz; Durchführungsgesetz über die vorläufige Regelung der finanziellen Beziehungen zwischen . dem Bunde, den Ländern und den Gemeinden; Bundesbetriebs-Abgabengeset2; Beitragsleistung des Bundes für Verzinsung und Tilgung von auf fremde Währung lautenden, gegen Ausgabe von Teilschuldverschreibungen aufgenommenen Anlehen der Länder und Gemeinden; Abänderung der Gewerbeordnung über die gewerbliche Auszeichnung nach § 58. Die Verwendung der Auslandskredite. Die Regierung wird heute den Parteien dett ßntwurf eines Bundesgesetzes vorlegendas alle mit der Verwendung der in Aussicht gestellten Kredite zusammen^ ' hängenden Maßnahmen zusärtimenfäßt. Bei der Ausarbeitung dieses Gesetzes werden die bei den gestrigen Parteien* Verhandlungen zutage getretenen Richtlinien, soweit sie eine einheitliche Auffassung des Nätionälräts erkennen ließen, bereits verwertet Wie die „DeutschÖsterrelchisdien Nachrichten* erfahren, sieht das geplante Bundesgesetz über die V e r- Die Exekutive der zionistischen Örgattisa-ticm vvläßt eine Erklärung, ln der es heißt: In der letzten Zeit haben einzelne Zionisten und zionistische Gruppen, insbesondere in Frankreich» Belgien und, H od 1 a n d, schwere Besch MiKU'hgen gegeh die Leitung der zionistischen Organisation erhöhen. Die Exekutive hat es bisher vermieden, auf diese Angriffe.öffentlich zu antworten. Im Interesse des Ansehens der zionistischen . Bewegung und im Interesse der jüdischen Arbeit für Palästina kann jedoch nicht länger geduldet worden, daß Unwahre und verleumderische Behauptungen Über die Tätigkeit der zionistische0 Organisation und Ihre Flnanzgebarung verbreitet werden. Herr JaPobus K a n n im Haag hat ein Interview veröffentlichen lassen, worin er behauptet» die zionistische Organisation habe zu viel Beamte und zu große Bureaus, wir hätten heute »einen Muff- und Beamtenziönismüs, anstatt.eine mächtige, in die richtigen Bahnen gelenkte Volksbewegung«.” Herr Kann behauptet fei> lter, daß für den Keren Hajessod eine »tolle Propaganda« geführt , würde und daß »die großen Gelder an Salaere und andere Kosten Verschwinden, für Ökono-; mische Arbeit bleibt nur wei^g übrig«. Herr Dty^MaX Nord au, Herr Dt. Alexander M ä r m o r e k Und LZ andere Zionisten in Paris haben in dem offiziellen Organ der französisch-zionistischen Föderation am Sz, Dezember eine Erklärung veröffentlicht, die dazu'bestimmt' iist, Mißtrauen gegen die Finanzgebarung der zionistischen Leitung und des Keren- Hajessod-Direktoriums . hervorzurufen. Es wird in dieser Erklärung gesagt, daß der Keren Hajessod »seine Arbeit beginnt” mit der Einsetzung einer großen, hochbezahlten Beamtenschaft, die bestimmt ist, den größten Teil der ihr anvertrauten Gölder.. zu absorbieren«. In dem Leitartikel des. gleichen Organsvom Z. Februar heißt es, »daß .-durch die .monströse Entwicklung unseres , Beanitenwesens das Ideal im Zionismus zur zügellosen . Jagd nach skandalös bezahlten Posten geworden ist« ’ und weiter, »daß das gesammelte Geld nicht Verwendet i werden darf in sozialen Experimenten, in unerhörten Gehältern, in Subventionen an eine Wählerkundsehaft, i sondern einzig und allein verwendet werden muß für Ünternehmriungen, die unser nationales Erbe bereichern und unsere wirtschaftlichen Positionen in Palästina befestigen«. Die Zeitschrift der belgischen Zionisten protestiert in Ihrer Ausgabe, vom 30. Dezember dagegen, daß im Aktionskomitee »eine große Zahl von Entscheidungen getroffen werde durch Männer, die von der Bewegung abhängig sind«. Das Blatt der französischen Zionisten entschuldig in seiner Ausgabe vom 27. Jänner das Fernbleiben Dr. Märmoreks vom Zionistenkongreß damit, daß Dr. Marmorek schon im voraus äfi der Abt, Wie der Kongreß vorbereitet wurde, erkannt - habe, »daß dieser nur eine Parodie, sein und. daß dis Stimme der Opposition erstickt werden würde«. . Die Exekutive protestiert gegen die Beleidigungen Und Beschuldigungen, die ohne jßHe.sachliche .Begrün* ' düng gegen die Beamtenschaft gerichtet werden und die hauptsächlich von Solchen Personen kommen, die seit vielen Jahren keinen. Anteil au der Arbeit für den Zionismus genommen haben. In der französischen. FÖ* derätio-ti, die sich unter Führung Df. MarmöfekS fortgesetzt mit der. Verbreitung Wahr hei f s wid ri ger Beschuldigungen gegen die Exekutive und ihre Beamtenschaft beschäftigt, ist seit'vielen Jähreri zionistisch fast nichts ge'eistet worden: Die französische Föderation hat im fetzten Kongreßjahr 600 Schekel abgeführt. Die Schwierigkeit, dfese Angriffe zu entkräften, liegt nur darin, daß Sie ge wollt unklar Und allgemein gehalten sind und niemals irgend etwa« in bezug auf die Zahl, Tätigkeit Und Gehälter der Beamten nutteilen. Daß die Wendung der Aüslandökredlte die Schaffung eines eigenen Fonds vor, dem alle Oesterreich zur Verfügung gestellten Anleihebeträge zufließen sollen. Die Verwaltung dieser Fonds wird einer b esonderen K 0 m m i s s I 0 fl , übertragen, deren Ernennung dem N a t i 0 n al r a t obliegt und die sich in der Hauptsache aus a u ß erpä rla men tärischen Fachmännern des Finanz* und Wirtschaftswesens züsammensetzen soll. Natürlich wird auch den einzelnen Parteien des Nationalrates eine entsprechende Vertretung, ein*;geräumt werden.- Die Kommission, deren Wirkungskreis genau umschrieben sein wird, wird eine ziemlich weitgehende.;Autonomle erhalten, in Ihrer Verantwortlichkeit ,u n m i tt e 1 b a r d ern N fl t i o n a 1 r a t unterstellt, in allen ihren Beschlüssen uttd Vorschlägen aber naturgemäß der Prüfung und Zustimmung des Delegierten des englischen Schatzamtes Mr, ,Y 0 u n g unterworfen sein» Ortfflfn lil London. London, t, März. Der Finanzausschuß des Völker-, bundes bat gestern die Einzelheiten der Anleihe aal Oesterreich erörtert. Der Völkerbund, dem Oesterreich als Mitglied angehört, wünscht, daß dieses die von den lerschledenen Ländern gewährten ausländ Isbhafi Anleihen bestmöglich Verwende, und daß die österreichische Regierung mit allen Kräften an dem Wirt* söhäftlichen Wiederaufbau dss Landes mitarbeite und vor allen Dingen, eine weitete Inflation verhindere. Um die Bedingungen Jtidftir fe9tzu«legeft, hatte der Ausschuß den österreichischen F i n a n t m l n i s t e r gebeten, nach London zu kommen. Dr Gürtler, erwiderte aber, es sei ihm unmöglich, in* Augenblick seinen Posten zu verlassen, und er entsandte daher seinen Vorgänger Dr. Grimm nach London. Auch ihm gegenübef gab der Ausschuß zu verstehen. daß die Anleihe tmter der Voraussetzung gegeben worden sei. daß alle politischen Parteien in Oesterreich.damit einverstanden sind, die festgestzten Garantien auch wirklich auszuführen. Der österreichische Delegierte seinerseits erhob gewisse Einwendungen gegen die Entsendung eines »Finanzkontrollors«, erklärte aber Oesterreich sei bereit, einen Ö e 1 eg i e rten des Völkerbundausschusses aufzuzfomistlsche Weltorganisation Beamte habe»» muß, ist wohl unbestreitbar. Die Namen der Beamten und ihre Gehälter sind ln dem gedruckten Finanzbericht an den XII. Zlonistenkortereßjnitgetei'R worden. Die Beamten sind weder übermäßig diöch bezahlt, noch ist Ihre Zahl zu groß. Außer den Mitgliedern der Exekutive gibt es in Europa 15 Herrett.-Iftt ständigen Dienste der Zionistisehen Organisation, ..näijiHeh die leitenden Sekretäre des Londoner Bureaus,. Leiter des Berliner Bureaus der üxekutive und deu .Leüer des Palästina-Amtes in Wien, deren Zahl angesichts der vielfältigen und komplizierten Aufgaben politischer, finanzieller und organisatorischer Natur, mit denen die zionistische Exekutive befaßt Ist, nicht als zu groß betrachtet werden, kann. Außerdem sind selbstverständlich Beamte in den zionistischen Institutionen tätig, wie zürn Beispiel im Jewish Colonial Trust, im Natiöttalfond und Keren Hajessod und ferner in den zionistischen' Landes- .und Sonderverbänden, Auch die Zäihd dieser Beamten ist nirgends zu groß. Die Behauptung; ^daß' Beamte öle Bewegung nach ihrem Wiflen lenken, daß Vielt elften Beamtenzlonlsmus anstatt einer Volksbewegung hätten, entbehrt jeden Sinn es. . > : Ünwsihr ist auch^Me- Behauptung, daß Opposition neilen Delegierten auf dem Kongreß das Wort abgeschnitten oder das Reden uinmöglioh gemacht worden sei. Die Wahrheit Ist, diaß gerade den Rednern der Opposition die größte Redefreiheit gewährt wurde. Üüwahr ist schließlich die Behauptung, daß im Aktioftskomltee durch »Männer, die.von der Bewegung ahhätw gig sind«, Entscheidungen herbeigeführt worden seietti Der Hauptvotwürf def Herren Kauft, Mav« morek und Genossen richtet sich gegen die Finanz* Wirtschaft der zionistischen Organisation. Hier sind wir genötigt, zu erklären, daß die genannten Herren und ihre Gefolgschaft .in leichtfertiger Weise, ohne sachliche. Begründung ungerechtfertigte Vorwürfe erhoben, haben,.die zur schwersten; Schädigung d'es Ansehens der Organisation führen können. Sämtliche Ausgaben des Londoner Büreauis für 'GehältCr an Mitglieder der.Exe*' kutlve, an die Sekretäre Und die übrigen Beamten, füll Miete, Biireaumaterial, Telegramme, Poftoäpesen usw, belaufen' sich a-uf rund 2200 Pfund Sterling pro Monat« : Hiezu treten noch-Beträge für Reisen und aiftdere gele* gentlidhe Ausgaben., sowie, eine Subvention an daS »Comite des Delegations JuiveiW im durohschnittilichen Gesamtbetrag von monatlich 500 Pfund Sterling; ins-! gesamt, sind da® monatlich 27ÖÖ Pfupd Sterling. Ein solcher Betrag für die VerwältungSikösten der zionlsti* sehen Organisation kann keineswegs als zu hoch be* zeichnet werden, er ist im Gegenteil gering. 3. Von den für den Keren Hajessod gesam* rneite« Geldern wird kein Pfennig für die voifr stehend erwähnten Ausgaben der zionistischen Organi* sation verwendet. Diese Gelder sind ausschließlich für Palästina bestimmt und werden nur für palästi« nens i s che Zwecke verausgabt. Selbst von* ständilioh verursacht die Einrichtung und der Ausbau eine« so gewaltigen Sammela-ptparates, wie ihn der Kereh; Hajessod darstellt,. .Spesen,- die äus den Saimmluiigen selbst gedeckt werden, müssen. .Die- Exekutive der zionistischen Organisation fÄk entschlossen., ihre Arbeit unbeirrt fortzusetzen, um die ihr vöm zwölften Kongreß übertragenen Aufgaben zu erfüllen, Sie iyird jedem sachlichen Rat und jeder wohl-i meinenden Kritik jederzeit Gehör schenken. Aber s i s vfifwahrt Sich gegen die Angriffe einer Opposition» die nicht mLt sachlichen Argumenten und nicht aus Sächlichen Motiven k ä ui p ft. Sie hat sich nicht leicht ent*, schlössen, mitdieser Abwehr vöf die OeffentllohkeRi zu treten, aber die Pflicht; das Ansehen der zionistischen« Örgawisatlon zu schützen, ließ ihr keine Wahl. nehmen, ihm alle Angaben zu machen, und Ihm Einblick’ in die vorgenommenen Reformen nehmen zu lassen. Darauf beschloß der Ausschuß, Im Augenblick nicht auf der Ernennung eines .FlnanZratgcberS zu bestehen, sondern diese Angelegenheit nochmals den interaMsrteu Regierungen zur Beschlußfassung vorzülegen Der » Daily Telegraph« sagt, es sei schwierig, zu verstehen, daß Oesterreich in Anbetracht seiner kritischen Lage Irgendeinen förmeW’en Einwand dieser Art er* heben könnte. Im Unterhaus.erklärte der Flnanzsekretär Yoflng auf eine. Frage, daß der Wdpt der Garantien im Augenblick nicht festgestellt werden könne,1 denn solche einzigartige Kunstwerke wie . die Gobelins entzögen sich jeder Schätzung. Immerhin müsse than anttehmert, daß ihr Wert den Betrag der Anleihe wesentlich übersteige^ Tschecho-Slowakei. Ein jüdischer Nationalkongreß. Der Jüdische' Nafionalrät für die Tschechoslowakei beruft für den 19. d. M. einen Jüdischen Natiönalköngreß ein, dessen Aufgabe sein wird, die Reorganisation des Nationalrates vorzunehmen. An diesem Kongreß werden alle Organisationen teilftehmen, die dem Jüdischen Nationalrät bereits angehören, sowie diejertigen, Welche dem Nätionalrat neu beitreten wollen» * Gleichzeitig wird eins Konferenz der jüdischnätionälen Vertreter in den Gcmelndefäten Böhmens, M ä,h r e n s und Schlesiens stattfirtden, zum Zwecke, def Schäffting einer Organisation , dieser Mandatare.! Niticic und Benesch ln Preßburg. Prag, t. März. (Tscheclio-slow. Preßbur.) Def jugoslawische Minister des Ae fn Dr. N i U d I C ist gestern abends von Belgrad zur Zusammenkunft mit dem tschechoslowakischen Ministerpräsidenten und Außenminister Dr.’B e n e s c ii nach Preßburg abgere^t, wo er heute nachts eintreffen wird. Die Zusammenkunft wird morgen früh % Gebäude des Ministeriums für die Sicw^kei statt* finden. De. Zweck der Zusammenkunft ist die & nseitige

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