Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1108 (28.2.1922)
- Date
- 1922-02-28
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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m.rm , Wien, Dienstag - WIENER MO^GENZElTXmQ 28. Februar 1923_/Seite 3 Karls Gefolge r is der Schweiz ausgewiesen. I^irald, welche eine getaufte Jü din ist Md mit (Jüdischen Dingen nie, etwas zu tun hat, etartreten, fee ist auch ausgeschlossen, daß der Herr Generaldirektor des »Joint«, einer Körperschaft bewußter Juden, in Kenntnis des Umstands, daß Frau Doktor Schwarzwald getaufte Jüdin ist, für ihre Einmeonuing eingetreten sein könnte. Wie sie su ihrer Stelle gekommen ist, wissen "wir nicht. Jedenfalls muß energisch dagegen protestiert worden, daß ihre* Eraennawig auf jüdisches Konto geibucht wird. Die »Reidhsipost« hat sich dissm^ an die falsche Adresse gewendet, _ Kannitverstan. D«etn TbWitöribieriiidhtleinsitiaitbeir dieir i»'Rlea1dils(pioisit« Ist ein Pechvogel, denn eir ver$ifcelbt keinen Jargon.!V'om der letzten Aroi'un-Fried mann-Brom ie»r c an der Neuem Wiener Bühne beiniidhltie't er trübselig, wie er die anderen Lernte hieben horte und daraus achi'ießen mußte, daß dliie Wütoe gut seien, denn ez selbst vemstoimd 's4e nicht. 0p Ikioinnnrt der Anne um den besito» Genuß nicht nur m Auisübuwg seines [Berufes, sondtem aiu«cb bei den Vergnügungen* mit denken ihm seine PatcUDveroiiniigtuing die Miußesitninden rwüraon will. Bielkanrntflkh Mat die D'euitüdiösiterreitcfhischie SchirifitistelÜergenossonischaft ihren, amtdiseim'itäiisdhm Mitgliedern <m Silvester (keinen erlösencnem Genuß zu bereiten gewußt abs »dlumcb die Heranizdielhiung Heinrich Ei&embatdbs, Amman Sprimgers und noch einiger and'orer Jiarg-oinlhiuimioirisitein zur Mitwirkung. Wie windi . «lieb da der wackere toiReidhisposit« - Kanntitversitian ,gell(angw«$llt halben I iHoffentJiiidh haben ilhm seine Kollegen« (vom den übrigen deut'scbari'sclhen« Blättern das Bestie iwenigsitiens noch nachträglich verdlolmotlsdhlt, da Ähre: philolbgiiidiem, Keniwtmii'sis'e offenbar aiuisgedehiruter sind'. Denn der Referent des »Deutschen Voflks'blatt« bemerkt 'm der NovditSrfj siacihlvenstänidiig: »Armin Ftriedimarn uind Gutsitav Beer verstehen ea, fThieaitier und gute >j|ü di-snc'h« . Witize zu «wachem« Jb», er gilbt sogar dier Ueiberzeiugiuing Ausdruck, diaß man na,ch Lcküiuß deck NaicchlHöm!« von dem meüen Stück «predhen wird. Diese initiime Kenntnis der Bönsegepfliogenhiertsen gibt alHerdüngs autch diais Geehl’minlis preis, woh»er ©eine .Sprach« keninitinii/sse ©tarnmen.. Der Kritiker der »Demtischöstiedlrechisohen Tagesizeitying« vollliemidls gilbt ®iemlich turuverhiohllien seinem Beidlauiem darüber Aaitsidrutdk, daß dais »»so bcliiebtee Jargowstück« an der INeweni Wiener Bühne immer erst »am toten Punktt dies Spieljnbnes« erscheint. Die anderen Theater ' und. Vergnüguingsetaihl-isssmenits : sind hüierin/ »ziuiviork'omm'endier und andh diais Uhltier* hajlburgkikomitee der Deutisdhö/ftetnreidhjiischein ßdbrif'tisitieilllierg'eniotsserisdhiatft hlat gezeigt, um wie* viel besser es weiß, wajs dem Kumischsinm ihrer chriisrtflliidhisoziail'en und deuitisidhinaticniallien Mitglieder am ehiesiben entspricht. Milt dem einmaligen Auftreten des Herrn' Eisenbach und der Frau (W e r ib e 7 i r k zu Silveisttier ilst fmsiliiclh nichts getan«. Die Schriftstellargenioisisenschiatft wird die beiden öfter bitten odier wemigstenis eiinen teoretiisdhien jargonikuins eröffnen» müssen», damit auch Herr B, von der »Rede'bsipioisit« endil«i»clb auif seine ‘(Rechnung kommt uinid sieh milcht mehr ibeniaidhltoügt füihlllt, wenn er seine Kollegien vom »Deutschen fV-olksblatt« und' von d«er »Deutsichöstbeireichiisdhen iTlaigaszeituing« über W'ilüze Tränen llaidhien »sieht, deren Pointen seinem exklusiv aniisicb gaschiullteu Geilste verborgen hfleiiben. Bern, 26. Februar. (Schweiz. Dep.-Ag.) Die Bundesanwaltschaft veröffentlicht die Liste der dem ehemaligen Wiener Hofe angehörenden oder im Dieftste des Exkaisers Karl stehenden Personen, die auf Grund des Artikels 70 der Bundesverfassung aus der Schweiz ausgewiesen wurden. Die Liste umfaßt folgende 20 Namen: Erzherzog M a x, Erzherzoginnen Maria Joseph a, Maria Annunziata, Maria Theresia, Hofpfarrer Seidl, Graf Wladimir Le doch o w s k l Fregattenkapitän Emmerich von S c h o n t a, Häuptmann Karl Freiherr Werkmann von Hohensalzburg und dessen Gattin Elsa, Generaldirektor Bruno Freiherr von Stelner-Valmont und dessen Gattin Irene, Legationsrat Aladar von Boroviczeny und Gattin, Gesandtschaftsattachä Demeter Baron H y e, Legationsrat Adalbert Freiherr von G 1 a c z, Sektiönschef Dr. Albin Schager - Eckartsau, Johann (Janos) Aller (auch Adler), Kaufmann Oswald Parka 8, Flugzeugführer Wilhelm Zimmer mann aus Dessau und der frühere Konsul von Fischer- Ankern. Zur Erhöhung der Straßenbähntarifs. Noch keine Entscheidung. In der Frage der Erhöhung des Straßenbahntarifs ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Wie wir vor wenigen Tagen gemeldet haben, Hegen diesbezüglich mehrere Vorschläge vor. Einig ist man in der Einführung des Zonentarifs, nur bezüglich der Höhe des. Tarifs herrscht zwischen der Straßenbahndirektion und dem beratenden Komitee Meinungsverschiedenheit. Während das Komitee K 60 für zwei Teilstrecken und darüber hinaus K 100 vorschlägt, beharrt die Straßenbahndirektion auf einem Tarif von K 70 für zwei Teilstrecken und darüber hinaus auf K 100, Die Straßenbahndirektion motiviert ihren Standpunkt damit, daß das Defizit der Straßenbahn in der Höhe von elf Milliarden selbst bei der vorgeschlagenen Erhöhung immer noch fünf Milliarden betragen würde. Gestern trat nun der gemeinderätliche Unternehmungsausschuß zu einer Beratung über den Vorschlag der Straßenbahndirektion zusammen. Es kam aber zu keiner Entscheidung, Man einigte sich dahin, erst die Festsetzung der gleitenden Zulage für den Monat März abzuwarten, da diese auf die Erhöhung des Tarifs von bestimmendem Einfluß sei. Die Beratung wurde deshalb abgebrochen und der Gegenstand von der Tagesordnung vorläufig abgesetzt — Der Verständigkeit« wegen registrieren wir, daß die Tendenz dahin geht, den Tarif mit K 65 und K 100 festzusetzen. Konstituierung des deutschen Keren Hajessod. Aus Berlin wird uns gemeldet: Unter starker Beteiligung hat hier die Konstituierung des Keren Hajessod für Deutschland stattgefunden. Zum Vorsitzenden des Präsidiums wurde Oskar Wassermann, Direktor der Deutschen Bank, gewählt, zu Stellvertretern Generalkonsul Landau und Doktor A. H a n d t k e. Bei der Uebernahme seines Amtes betonte Direktor Wassermann, daß seine Tätigkeit innerhalb des Keren Hajessod den deutschen Juden eine Gewähr für den unparteiischen Charakter des Palästina-Werkes bieten könne, da er außerhalb jeder Partei stehe und lediglich dem Palästina- Aufbaugedanken diene. Ein „Freundbund*. „Das Ausländeramt des Kreises 8.« Die Hoffnung des »Teutscbtuimisc, die ve« sebiedenen deutschnaitiona)l-e,hauvinisti®clheii Hochschule Körperschaften, welche die jüdischen Förderen den Universität sich die Köpfe darüber zerbrechen lassen* wie der Verfaß! der Wiener Hochschule hmtanzuhalten wäre,“ sie «halben eine neue Kulturaufgabe gefunden« Worin die besteht, darüber belehrt uns ein an die untern schiedlichen »ehrenfesten Körperschaften« gerichtetes! Rundschreiben des »Ausl ander amte« dies Kreises 8< — also so etwas gibt es! — das uns von befreundeter Seite zurVerfügung gestellt wird. Darin heißt es: »Obwohl in den Feiiidbundstaaten sich starke! antisemitische Strömungen bemerkbar machen, diö wir natürlich aufrichtig begrüßen müssen, ist es hier in Wien in erster Linie möglich, mit unseren ehemali« gen Bundesgenossen in Verbindung zu treten und sie zum R*assenantisemitismus zu bewegen* Dieses Bestreben hat bei den bulgarischen Studenten großes Interesse hervorgerufen , und Verständnis gefunden, ebenso auch gute Erfolge gei zeigt, indem die bulgarischen Studenten ihre liberalen Vereinigungen teilweise auf gaben uwd streng arisch« bulgarische Vereine gründeten. Einem allgemeinem Wunsche folgend, der sowohl von seiten der deutschen Professoren als auch der deutschen Studentenschaft geäußert wurde, und der von seiten der arisch-bulgarischen Studenten wiederholt angeregt wurde, findet nun am 20. Fe-> bruar 1922 in den Sophiensälen eine Akademie der! arisch-bulgarischen und der deutschen Studenten! Wiens (mit anschließendem Tanz) statt. Der tiefe Zinn und Zweck dieser offiziellen. gemeinsamen Feier braucht erst nicht eingehend erkärt zu werden« Abgesehen von der unbedingten Notwendigkeit, daß sich das deutsche Volk auch außerhalb seiner Gren« zen treue und aufrichtige Freunde erwirbt, soll, diese Feier einen schönen Erfolg des Antisemitismus! 'bringen, und die Grundideen des Rassestandpuukteä in weiten Kreisen der deutschen und ausländischen (ndöhtjüdiiscben) Studentenschaft wieder lelbhafti wachrufen und stänken.« Der Schluß enthält die Bitte an die ehrenfeste Körperschaft, »diese wichtige Feier in jener Hinsicht zu feiern und zu propagieren«. Das Deutsch dieses »Ausländeramtes«, das seineü Gesinnung die Wage hält, dient also dem Zweck, für einen Ball bulgarischer Studenten. Propaganda zuj machen, die man für den Rasseuäntisemitismus »ge« keilt« 'hat. Der politische Höhenflug dieser künftigen Volksführer ist jedenfalls gigantisch! Zu bedauern ist nur das arme Bulgarien, da® an den Folgen einer Buch desgenossenschaft so schwer laboriert, die sich ihm! nun in dieser neuen Gestalt an den Hals wirft, um seine Söhne, die als Kulturträger heimkehren sollen, mit jepem »Geist« zu erfüllen, der in den Niederungen deS teutonischen Chauvinismus wuchert! Keren Kajemeth FJisrael, 11., Taborstraße 59, Telephon 40-3-16. — Spenden« a u s w e i s Nr. 4/11 vom 22. bis 26. d. M. K 67.965.10. Im Jahre 1922 insgesamtK 3,910.092.25. - I. Bezirk: d. Franks Rittermann: Dr. Desider Friedmann 7040, Pollaczek, Funk & Griinhut 5726, Max Ernst 1046. — II. Bezirk: d. H. Moritz Fleischmann : Smlg. B’rith Milah Heinz Ludwig Kätscher am 12. Februar 1922 (18. Schebat 5682) : Hermann Kolb 2000, Moritz Fleischmann, Ing. Kätscher ä 1000, A. Glatz* H. Engel, W. Kätscher ä 500; M. Heschel 1000, J. Heilet 500; Erez-Israel-Weltzmann-Hain: Smlg. b. Chamischa- Assar-Feier: Blei 1000, Preminger 600, Lewanon, Lanczener, Brandler ä 500, Div. 3900. — III. Bezirk d. J. Gewitsch: Ad« Rübner 3300, Dr. H. Benedikt an!. Jahrzeit s. s. Vaters 2000, J. Gewitsch als Dank an Dr. Schallinger 1000, JuL ABBAUPREISE Strapazstoffe per Meter K 2900 J Wollchevjot per Meter K 4900 U/ol!9iomespune per Meter K 7900 [■«Schiff mann Wien, H.,TabarstraSe48 Telephon 47-?-79 En gares 1074 En «Unfall Konzerte. Lm fünftem Symipbomiekonzert des Wiener IConizertverekus gelangte die C-Dur-Symphonie von .Volkmar Andreae unter Leitung des Komponisten zur Wiener Erstaufführung. In vier Sätzen, die unmittelbar ineinander übergehen, redet Andreae eine geläufige Oroherstersiprache, verwendet alts Baumaterial bildsame Themen und Motive und beherrscht in der Durchführung und kunstgerechten Steigerung das Handwerksmäßige des Symjptoonidbaiues. Knappheit und Klarheit sind die Vorzüge dieses Werkes, das * der Komjpomiist der philosophischen Fakultät der Universität Zürich, deren Ehrendoktor er ist, augeeignet halt. Eine gewisse akademische Kühle biaftet freilich der Musik an, dais Persönliche in der Gestaltung tritt wenig hervor und die C-Dur-Tonart des (Werkes ließe (kräftigeres Leben und leuchtendere Farben erwarten. Nebst manch anderem Anlklängen ist namentlich der Geist Gustav Mahlers fühlbar, ob nun die übermütige Ländlermelodie gleich ' einem Almenreigem anbebt oder das Hauptthema des Finale in breitem Marsdhrhythmus vorwändsschreiteL. — Ein in seiner Anspruchslosigkeit sympathisches Werk ist dieSymphonie von Bernhard T i 11 e 1, deren Diktion weitabliegt von der nervösen Gefühlswelt ider Moderne, Ihre breiten., gefälligen Melodien, der erfreuliche Schwung und die »behagliche Wärme fanden im fünftem »Tittel-Konzent« den herzlichem ■Beifall des treuen Stammpublikums, dais keine Gelegenheit vorübergehen läßt, dem Dirigenten für •seine Verdienste um die Popularisierung musikalischer Meisterwerke zu danken». Herr Nils Grevillius auis Stockholm ist am Diirigentenjpult ein gerngesehener Gast. Tscbaikowskys »Sinfonie Pathetique« fand ihn letzthin Wjifiäg gerüstet, in Qnri'Mi Scotts Klavierkonzert stand er wieder auf gewohnter Höhe. Am Klavier saß der Komiponist, der 'bekannte englische Tondichter, dem der Ruf eines »englischen Debussy« vorausgeht. Auch in seinem Klavierkonzert, das von ihm «prächtig gespielt wurde, istdar Einfluß Debusisys unverkennbar. GanztonbMumigem und Quarten'kombiiniatiomeu häufen sich» neben dem klanglichen Reichtum —■ ein. Klavierkonzert mit Harfe und Celesta! — erfreut die kräftige und abwechslungsreiche Rhythmik, fesseln allerlei, geistvolle Einzelheiten, wogegen die thematische Ausbeute dürftig ist. Der Debussysmus Scotts ist durch ein englisches Temperament empfunden, liegt etwas abseits von der französischen Gefühlswelt Debussys und sein Klavietrsatz erinnert vielfach an ältere Vorbilder, an die gleichmäßigen virtuosen., Passagendeihnmigen der vcnöhopmsclien Zeit, jedenfalls ein interessantes Klavierkonzert mit bemerkenswerter Beherrschung einer dankbaren Klaviertechnik, dessen Studium ein moderner Pianist bei der dürftigen Auswahl neuerer Klavierkonzerte kaum wird umgehen können. , Eine gamz ungewöhnliche Erschedung ist der Berliner Pianist Eduard E r d m a n n. Trotz seiner Jugend ein erihister Künstler’ von hohem technischen Können und einer seltenen'Differenziertheit des Klanges, ein Pianist vibrierender Nerven, der in einer unbekannten Schubert-Sonate mit sattestem Wohllaut in leichtflüssigem Parlandotom plauderte, dabei etwas selbstherrlich mit dem Kunstwerk umgeht und im Zeichen eines übermäßigen »Rubato« seine Tempi formt. Ein glänzender Interpret moderner Musik, der die Poesie von Mus&orgski-s »Bilder einer Austeilung« in Tönen machempfiudet und in Artur Schnabels atonal sein sollender »Tanzsuite« in seinem Element ist. Ich hatte von . diesem Werke keinen nachhaltigen Eindruck. Foxtrott und Walzer gingen weder in die Beine nocH ins Gemüt, die Länge war durchaus nicht er«! quickiich und der Mißklang wäre unerquicklich) ge* worden, wenn nicht der Pianist infolge einer Finger«« Verletzung vorzeitig Schluß gemacht (hätte.,Wie mir! scheint, ein Modernismus ohne inner» Not,-, eines Häufung aller technischen Schwierigkeiten ohne Notwendigkeit, ein recht unerfreulicher Faschings-, schw ank, der da aus Berlin zu uns gelangte.1 - Rederieh Baß versammelte auch heuer .'Seins, zahireicheGemeinde und spielte Schuberts »Deutsche Tänze« in eigener Bearbeitung mit warmem An-»\ schlag und echt wienerischem Rhythmus, Herr) Eduard B eni n ger enttäuschte durch mangelhafte Virtuosität, falsche Pedalisicrung upd unsauberes Spiel. Erfreuliche Bravour und männliche. Kraft entfaltete am Klavier Frau Ainiiiicf Bock-» W a 1 t e s, die sich in Tschaikw skys A-Mcll-Tria mit Konzertmeister Z i m b 1 e r uni Prof.. B u » bäum zu gut abgetöntem Kainmermmsikspiel vereinigte. — Ein Meister der Geige ist Prof. Remy, Principe aus Rom, der am letzten Konzert-! vereimsäbemd Bruchs G-Moli-Kx-azert mit edlem Ton und erlesener Technik »uortrug. Warum er es aber gar soverzärtelte und zerdebnte! Auch Herr! Soma P i c k s t e i n e r ist ein tüchtiger Gqiger, spielt mit Tempenament und rhy«thniisöher Energie*. In seinem Konzert "Avirkte die »römische Sängerin! Lydia Boc ci Brunne ci mit, eine^Mezzosopranistin mit klingender Tiefe, deren schönes Material! unter geringer Kultur und mechanischem Vortrag leidet. Besser steht es um ihre Landsmännin Olga M a 11 e i n i: Anmutige Erscheinung, poetischer Vortrag und gewandte Behandlung vom Wort und Ton wirkten trotz einer kleinen Indisposition, er-