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Wiener Morgenzeitung · 1922-02-26 · Heft 1106 (26.2.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1106 (26.2.1922)
Date
1922-02-26
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4_Wien, Sonntag Zur Trennung von Kirche und Staat. Prag, 25. Februar. (Tel.-Komp.) In informierten Kreisen ist man der Ansicht, daß der neugewählte Papst der Diözeseneinteilung in der Tschecho-Slowakei seine Zustimmung erteilen werde, trotz des Einspruches des ungarischen Fürstprimas Csernoch. Man hofft auch, daß er sich mit der Trennung der Kirche vom Staat einverstanden erklären werde. Die diesbezüglichen Verhandlungen mit dem Vatikan nehmen ihren Fortgang und es dürfte diese Frage in der Frühjahrssession des Parlaments bereits zur Verhandlung kommen. Auch die Führung von Zivilmatriken dürfte im Zusammenhang mit dieser Angelegenheit beschlossen werden. Jugoslawien. Millionenspende der Regierung für die russische Hilfsaktion. Zagreb, 25. Februar. (Intel.) Nach einer Meldung der „Slobodna Tribina“ hat sich die Regierung entschlossen, Sowjetrußland einen Kredit von 6 Millionen Dinar zu gewähren, der unter folgenden Bedingungen erteilt werden soll: I. Die aus Jugoslawien kommenden Unterstützungen werden von einer besonderen jugoslawischen- Mission verteilt 2. Die noch in Sowjetrußland weilenden jugoslawischen Staatsangehörigen, deren Anzahl mehrere Zehntausend betragen soll, werden unverzüglich von der Sowjet* regierung freigelassen. Bau zweier Donaubrücken. Belgrad, 25. Februar. (Tel.-Komp.) Zur Erleichterung des Eisenbahnverkehrs zwischen Jugoslawien und Rumänien sollen in kürzester Zeit bei Semendria und Pancsova zwei Donaubrücken erbaut werden. Ungarn. Die Wahlrechtsfrage. Budapest, 24. Februar. (Tel.-Komp.) Der Ministerrat befaßte sich in seiner heutigen Sitzung mit der Wahlrechtsfrage. Eine Entscheidung dürfte allerdings erst Montag oder Dienstag fallen und Mittwoch dürfte die Wahlrechtsverordnung publiziert werden. Wie verlautet, ist die Mehrheit der Regierung gegen die Einführung des geheimen Wahlrechtes. In allen übrigen Punkten wird dagegen die Wahlrechtsverordnung den Wünschen der Opposition Rechnung tragen. Der Inteiiigenzzensus wird auf die Absolvierung von vier Volksschulklassen für Männer und sechs Volksschulklassen für Frauen herabgesetzt werden. Als Nachweis genügt die einfache Unterfertigung des Wahlzettels. Die Kandidaturen und die Zählung der Stimmzettel werden der gerichtlichen Kontrolle unterstellt. Aponnyis Rechtsschutzkommission in Tätigkeit. Budapest, 25. Februar. (Bericht der 5Wiener $l!orgenzeitung<.) Gestern hielt <üe Rechtsschutzfkommission der oppositionellen Abgeordneten unter Vorsitz des Grafen Albert Apponyi ihre erste Sitzung ab, in welcher beschlossen' würde, mit einer yon; Ap-ponyi verfaßten Information an die Öffentlichkeit heranzutreten. Laut dieser Information wird das Exekutivkomitee und das Bureau derKommission, welchem jede Partei angehören kann, alle Erscheinungen . des öffentlichen Lebens, das Vorgehen der Behörden in (allen die Rechtsordnung und die öffentlichen Freiheiten berührenden Fragen, besonders derjenigen, welche die Preß- und Versammlungsfreihe'.t betreffen, mit Aufmerksamkeit verfolgen und darüber wachen, ob durch Handlungen und Aeußerungen führender Persönlich-, Ikeiten die Rechtsordnung und die Freiheit der Bürger angetastet oder gefährdet werden, sowie welche Haltung die Behörden diesen Erscheinungen gegenüber bekunden. Graf Apponyi wünscht nicht, daß diese neue Örga: snsation nur deshalb, weil sie von oppositionellen Abgeordneten aiusgegangen ist, als eine oppositionelle Unternehmung angesehen werde, sondern legt Gewicht darauf, daß jeder Bürger des Staates sich des Rechtsschutzes dieser Organisation bediene, selbst die Regierung könne, vorausgesetzt, daß sie ernsten Willens ist, Keine Uebergriffe gegen die Rechtsordnung, von welcher. Seite immer sie kommen, dulden, von der Rech-ts- ®chut2ikommission und ihren Einrichtungen Nutzen Liehen. Die Rechtsschutzkommission ist bereits in Aktion getreten, indem sie das Datenmaterial üben die Storung einer vom Abgeordneten R a $ s a y in F u n f* Kirchen abgehaltenen Versammlung durch .die dortigen Erwachenden Ungarn sammelte und dem ■Minister des Innern mit der dringenden Aufforderung, seines Amtes zu walten, vorlegte Wird diese Rechtsschutzkommission ihre Arbeit ernst nehmen, so wird sie sich über Arbeibsmangel .nicht zu beklagen haben. Denn gerade während die Abordnung beim Minister des Innern vor sprach, erschien in den Straßen Budapests das neueste Hetzplakat der Erwachenden Ungarn, das allerdings von der Staatsanwaltschaft diesmal konfisziert wurde, jedoch nur aus dem Grunde, weil die Erwachenden Ungarn in d'esem Falle ihre Angriffe nicht nur gegen die Juden und Freimaurer, sondern unvorsichtigerweise auch gegen die »christlichen Verräter«, die sich den Erwachenden Ungarn in der Durchführung ihres Gewalt-programm* angeblich in den Weg gestellt hätten, richteten. Die ersten zwei Plakate, in denen bloß auf Juden und Freimaurer gehetzt wurde, fanden offenbar die Zustimmung der Staatsanwaltschaft, da sie dagegen nicht eingeschritten war. Ein Verleumdungsprozeß. Budapest, 25. Februar. Das Budapester Strafgericht hat heute die Verhandlung des Preßprozesses fortgesetzt, d«A der Vormund der Waisen des nach dem Sturze der 1 WIENER MORGENZEITUNCf_26.Februar 1922_ Die jüdische Gemeindetagung in Litauen. (Von anserera Spezialkorrespondenten.) KoWno, 15. Februar. (Verspätet eingetroffen.) Zu Beginn der zweitem Sa'itizitun-g vanliieistt dlor Vertreter der dteimo'kraitiiitdhiem Fra&tii'on, Advokat 1' s c h e - n i c h o w,. eiinte Defclgratiomv. in. der ins-- 'besondere. gegen die Orthodoxen Stellung gearoinniem wild, düe diuirrih ilhtne Besitireibunigenj die nat-iomaile Autonomie aipf dem . Grwiidftagetn einer »tilitteliailiteirlicthen . religiösem Gemeiinisctofit« aiuifzu- ’beitucn, dlais ganze Werk der waihir-ein miatiitctrnailen Autonomie bcrlirolhen. Die Edklänuin-g Tisdbeuniichows rief stürmis-dhe Szenen h-e-nvar. Dr. Rachraile wir z galb ‘bieramif im (Nütmen der Adhdius (Ag-nicMi) eine Erlklärumg alb, dlaß die Dekgii ernten der Adhidluts ziuim Protest , gegen die Rede T-sichiennii-ebow-s,. der die relliigiiösein._Gefüihle eines großem Teiles der Delegierten ibeilieddlig-t tobe, dem Saal verliai-.sem, U-niter iroinüis-dhiein Zwisafoanninfem der - Litnik-etn ■voriki^sen dlie D-elegiieintem der Adhduis uimdder Miisirtacihii dein Siltiziuinigssaal, worauf Tscth-ermcthiow seine♦ Rede fomtis-e-bzitie. Im Verläufe seiner weiterem Rede euiklaiHtie Twdhiemmiclhovv im Namem seiner Pantieügen-oss-em, -amgosiidh-ts der Tatsaclhe, dlaß stallteiner vollltberadhiüigtein Gründuagversammlüng, die die Meinungen der gesäumten jüdü&chem RewÖllkenuing sum Ausdruck -bringen würde, muir eine Gemeinde- -tagumg ei-niberufem wunde, könne seine* Furlkifcion am dien Wclhilem zum Präs-iidiiiuim m:*dhjt tenTlnidhrnem. Aeihml-iic.be Erlklrinutngen gaiben aiu-dh die V-ortrete-r der Handwerkertmid Arbeite t g r u ,p -p e a»b. Später vertes Riaibbiimer F r i ed m am n (Mismaidhii) eimie-n Probest gegen dliie H-ainiddiuingsweise des Fraswdimmis, weldbes ziugdiaissen -halt, dlaß düe Redner der Linkern düe toiillügsteu Geführte der jüdischen Tbaditttom verletziten-. Ftef.üis sd»dh älhtn-- liche Vorfälle noch ereignen wenden, würden dlie orthodoxem Delegiertem dlie Tagung vediaissön. Ins Präsidium wundlen gewähfJt: Rrlblbimer Schaip'ima, Ralbbitmer Epstein, Dr. Raicf-.rmikwi'cz (Achiduis), Dr. Sol-owejte-dhi-k, Dr. Rosientoiuim (Zionisten), GairfunCce1! (Zeire Zi-om), Rabbiner. Kank (Mii raichii) und Abmm Dwioz (Handwerlk-ergnuipipe). Nachdem Dr. Solo wejifcschik dien Vorsitz übemomimon bat, verlesen die Vertreter dar Anbeiiitiargruipipe eine Deklaration, in der feisitgositel'llt wind, daß die Haiuiptaufgaben der jüdischen Airiheiiitfcrscihtaft im. dem Kcmipf um dlie Befreiung des Pnoileitariaiüs liegen-. Jedoch wird die jüdische Aulboiiteirsdhiaift im Rahmendes .n-ati-cnialliem Verbandes dien K 1 e r ik al i s m u s -und H e ib r a i s m u -s an allen seinem Formen (betkänvpfen. Die Anibeitergnu(p(petn treiben auch gegen sin an jü-dS schien’ Minister, dar miilt ' dem Kabinett di-e; Ve-ra-ntwötitiumig *; für dessen ueialkttiionäre Tätigkeit tragen s-olllle, auf. N'aich Erledigung einiger fcmmel-kir Angeil-egemtollten ehr'battet, der. Viizepuräsiildienit des Niaitdciniail-- rate-s Dr..' R a'C h' rit i 1' e vv icz einen B-eridhit ülber ■ die' Tätigike-M 'd’eis .Naitio-nailinafes. Da der ge-maue . Ges-dhäfltiriberieh-t dem Delegierten gedirucikit vorlirg, beschränkte' sieh Dr Raichm-iiHewicz in seiner Rede nur auf diite ..Ba 'pradhnmg der Ri-clhtlimiien, dlie für -die gao-ze ' Tä-tügkeiit des fNiaitiomiairaites m-aßgelbemd waren. Er betont, dlaß der jüdü‘Sdhle ÜNiattBoniaBirtal; dem verschiedene Parteien -aingehöntien, aiuf allem Gebiaoon seln-er Tätigkeit von einem eiinhieiiitBdhiäa Gedanlkön' geleitet wurde. Die jiü-dlisicihie Ziej-m^ f-rakti-ön hiaibe ebanfail'Is fin düesem Siiinine ihre viars anit wonbung'ivolle Arb eilt im dier Kionsitiiltiuiainibe ge^ leistet. Sdlnjm die Tatsache dies Besihamidies einem s-pöiohem. FraiVbiion bedeute einten großen Erfolg iw dar jüdischem Politik I/itau-en's. Obzwar der 'jiüdilndbe Nationöilihat l'atnge Ze-ilt -nidhit liegailis-ient war, halbe dlie lütaiuiiisidhe Regierung im ihm den eigantllicheirt V e t t r e t e r d e r j ft d i s c -h e n B e v ö 1 ik e r u m g gosdhiari.- Die Regierunigsorgamie verhamideffibeii mM dem 'jüdischen Nationiailrait a£s Vwsibehier d-ar gew saantein jüdüsidhien Bevöl'lceinutng. Schon die Taltu ■aa-ahie, daß im Verträge der litauischen Regierung! mit dter^j-üdiiisch-an Wellilhiilfszantirale über die Trarnsu m-Igrati'on der jüdischen Flüchlfcl-inge aiuis Rußland mieben den Unterschriften der Rcgiionuiriigsiveiiiüreten und das veihtrags-Miießendem T-ai!!>8 auch die Uint-ensehrift das Präsidierten des jüdli®ahien NahiianaUmsttes . figuriere, beweist, dlaß die Hitiaiuisohte Regi-enuintg -den! -Na-iiic'.hiail'mf «ds. diiie öff-iiziiielllie VenMebungi dar, üitauisiclhien Judensctoft de ffaiatio atniedkiannlt fhiait. Ink dier Kuiliurtäti'gkeit tot dier Naltiomall.hat -stets eine n-euitralie Stelung eingenommen- und düe Kul-turw anisläht-em aller Riiioht-umgen -ulntenstübzt umd! gefordert. T-rotiz der M eimimnigsvar s-chiiledemibe: t-art inm-eirtoillb der Parteien halt der fNaitiiicnaßinat -nach1 außenhiin stertis eine emhoitliiche Front dlargestellt und nur -disinlk diesem Umi-tiarnd -ist es gelungen», im der Konsbituiainite diie Verainlk-enutng jüdischenf A'ii.Kmonrie in ' der Verfassung Mi erzsidiem. Eine besondere Tätigkeit enitfailtete dar Naitionailw m auf dem Gebiete dar sozialen Fürsorge* Der Nationiafinait war stets besttireibt, alllle Eürsorge-i arbeiten selbst der auslänidi-sch-en Ge&eW'chaften nur. unter der Kontrolle und Loüttunig des Nartaomadnäitjes -zUzm-lawsen. Mdit dem Bericht des Dr. RaJchimiiJiewicz wurde die zweite S-Ütizunig gaschüiossan, um dem einizalmerf Fraktion-an GeJegemheit zu gelben, im. ihren F-raikt:ons..dtziumgen dlie StetWunignahme zum Benichit' festzusetzen». Der Ganiera,liS'<dkretär dar jüdischen Delcgaibitonem im Paris,’Dr. M o t z k i n, trifft erst morgen hier eirü. Zu seiner Ehrung wind vom der Gemeinde-tagung ein besomidleirer, Empfang vanaimsibailittet, um auf diese Weise der Dankbarkeit dar llibaiuiisch-en Jiu-d-onsohaf-t für ..dlie Arbeit das Komitees der jiü-diischem Delegaßionem .in Pani-s. Auisidlrtuicik ziu veriiailhm. Heute begeht gämz Litauen dlie vu-ente Jlah'reöfeüer der -Begründung dar lÜtaiuiigdhian- Rapubliiiki, Aus dli-esem Anlaß fandiem im K o w mo große Fei»cirl-i-chlkeilten und Msnüfs-ibatiionem sbaitt.^ Die MMLr» aibteiiliun»geh(, - die£?•■ Hn. diesem Feü-ariiich-kaütein iteil-i nrhmenj manschi-ertem suich beim MülütärlkHub, im de-ssem Räuimen düe jüdische Gemaimdiataguing- -sitiaittfimdiet, vorbei. Als 'auf dem Ba'lkon dtais •PräsiiidJiiunt der jüdischem G-amein-detaigaing arsdidien, lleiisitieibein; sie die. Elhirenbezaigung. Proletarierdiktatur von einer Volksmenge in Fonyod ermordeten Gutsbesitzers Albert von Freund gegen die Journalisten Gustav Serenyl und Dr. Andreas Rakosi angestrengt hatte, dn diese ln Zeitungsartikeln behauptet hatjen, Freund sei einem Volksurteil zum Opfer gefallen, weil er Kommunist gewesen war. Nach durchgeführtem Beweisverfahren verurteilte der Gerichtshof Serenyl wegen Verleumdung, begangen Im Wege der Presse, zu einer Geldstrafe von K 10.000 und Rakosi wegen des gleichen Delikts zu einer Geldstraie von K 1400. Polen. Die Inkorporierung Wilnas. Warschau, 24. Februar. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung“.) Die hiesigen Sejmkreise beabsichtigen, den Beschluß des W i 1 n a e r Sejms auf Inkorporierung z u Polen festlich zu begehen. Unter anderem soll der Wilnaer Sejm in corpore nach Warschau eingeladen werden, wo ein gemeinsamer Festgottesdienst in der Kathedrale und ein Manifestationsumzug veranstaltet werden sollen. Vor diesen Feierlichkeiten soll der formellrechtliche Akt der U e b e r n a h m q W 11 n a ä u n t e r d i e p 0 1 n i sch e Herrschaft vollzogen werden. Warschau, 26; Februar. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung“.) Wie Ihr Korrespondent aus zuverlässiger Quelle erfährt, soll der polnischen Regierung von den Ententemächten und dem Völkerbund empfohlen worden sein, die Inkorporierung Wilnas angesichts des internationalen Charakter dieser Frage zu unterlassen. In hiesigen Regierungskreisen wird daher beabsichtigt, dem Wilnaer Gesetz eine A ii t 0 a 0 m i e mit einem Regierungschef und einem Landtag, in dessen Kompetenz nur Fragen der inneren Verwaltung fallen sollen, an der Spitze, zu gewähren. Es ist abzuwarten, welche Stellung hiezu die großen Sejm-Fraktionen nehmen werden. Der Handelsvertrag mit der Sowjetukraine. Lemberg, 25. Februar. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung“.) „C h w i 1 a“ meldet daß der Handelsvertrag zwischen Polen und der Sowjet- Ukraine bereits abgeschlossen sein solL Der ukrainische Außenminister in Warschau. Warschau, 25. Februar. (Poln. Tel.-Ag.) Def Volkskommissär für Aeußeres der ukrainischen Sowjetrepublik R a k 0 w s k i der sich auf der Durchreise hier aufhält, hatte gestern mit dem polnischen Minister des Aeußern S k i r m u n t eine Besprechung. Hieraut stattete er dem Ministerpräsidenten einen Besuch ab. Rundschau. Dife „Wiener Mittagszeitung“ und der Zionismus. st. Die »Wiener Mittaig's-Zei'tuing« brachte voi> geslenri am der Spitze ihrer Ausgabe die Nachricht vorn »B an k c o t £ des Zionismus«. Die Aufschrift war mit den , bekannten Rie-senle-tteru gedruckt! welche ans den Vorräten jener Zeit stam* mein, da man durcrji; heitere Nactoidhten, wie »Huri-! gersm-ot in England l«, »Amerika schließt sich dem Mittelmächten an!«, »Zusammenbruch Frankreichs!«, »Revolutionin Rom!« und dergleichen mehr den Krieg ziu gewinnen glaubte und die jetzt der Verbreitung falscher BörsCinnachuchten diene», Nachdem es augenblicklich keinen Weltkrieg zu ge* winurti gibt -u-nd, a-u-dhi die Börse flau ist, bestand die Gefahr, die schönen Riesenlettarn einen lag ungenützt lassen zu müssen.. Das hat der Redakteur de- »Mittags-Zeitung« augenscheinlich unerträglich gefunden und hat lieber zur Abwechslung der; Zionismus zugrunde gehen lassen. Was birgt die Wont* bombe »Bankrott des Zionismus«? Die »Mittags- Zeitung« schreibt u. a.: »Lord Northcliffe, der berühmte englische Zeitungskönig, ist von seiner Weltreise zurückgekehrt und ha* coini* TTwrirri^s^ <|ie er auf dieser Reise empfing, in mehreren Artikeln geschildert*

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