Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1106 (26.2.1922)
- Date
- 1922-02-26
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener morgenzeitunct 26. Februar 1023 Nr. 11 fr_Wien. Sonntag_ schrei!ber usw. Die Zweige hängen mit dem Touristen^ verkehr und dem Export zusammen. Letztens kamen weder Touristen ins Land, noch 'konnte wegen der niedrigen Valuta nach Zentral- und Osteuropa viel exportiert werden, weshalb sich die Lage dieser Arbeiter verschlechtert hat, so daß viele sich anderen Berufen zuwenden mußten, z. Nichtprofessionelle Arbeiter, die sich meistens aus Chaluzim zuisaimmensetzeitt: Diese haben keine feste Beschäftigung. 30 Personen erhielten durch das Öffentliche Arbeitsamt in verschiedenen Arbeitsstätten Beschäftigung, 70 'beim Bau des Waisenhauses Diskin, 70 in der Arbeiterlegion zwecks Vorbereitung von Bausteinen für bald in Angriff zu nehmende Bauten und acht beim Bau der Synagoge Purath Joseph in der Altstadt und verdienen von drei bis sechs Schilling täglich. Chaluzim, die gar keinen Verdienst finden, hauptsächlich in der ersten Zeit nach ihrer Ankunft, werden von den Emigrationsbureäu, voA dbn Arbeiterleih'kassen. und von verschiedenen Organisationen unterstützt. Jerusalem zählt gegen.1300 Handarbeiter, hauptsächlich Sephardim. Etwa 250 sind -in Barufsverbänden und Kooperativen organisiert. Der D.ruükerverband zählt 80 Arbeiter, ,vcm denen 18 heim Kredite und Am 'Ddcnistlaig «acutem- <Me Vevbaiudfungea' zwischen den' Fuhirönn dler diristtliiohtsoaiailteii »tanfd der Ar-^Lideutsdien Partei üfb>er dliie Bildiunngr einer neuen. 'A rh eiiisg e m eiinüdiaft iin das önitscbeidenidie Stadium treten:. Wenn ni«n :vm-diöii GroßdtcsutÄchcn spricht, muß man eine v,sdhiairfe rünfterödheiidunig zwischen der P,a'rlstmtniüsftr?lk»t'k).n uirad'.dJor vondem Handelstani-merraft K » n d I. gTelfedtptenr Reioinsipart-ei' v.-'ritidimen. Diie Pariia»mieinbsfir>a(kiti!tan siehA &idh in einer, Sackgasse. -Sie tot" d&e Regierung verlassen und glaubte, durch diie Dema'ssi'nm Wa'bors das giihizc Kabinett örjtdhütibartti -m. können. , Aber, dei jb.^ttionafeat hat rniit großer Mdimhieit den Vertirbg mit Prag votiert, diie Regterung Schob er wiedergewählt und Herrn' Sdhiobar «ogar da-; Ressort uberaiiriw-ortst, inwelchenr. Heitr W aber diuroli seine Auflegung der Oipitliianisibestimmmigen des. Frieden-sve-rliriaiges eine unigliaiubliche KLonF&aion angeriebtet tot. Esr tot die Rai.*(sentli'e:»rie der aildeutschcn J urmdhire-r trand Pos-toffizioie auf 'den Brütmer Vertrag mit 'der Ts-chediio-S-lowiakei aaiisgedehn:, der afe nach dieser Iviobtvn>g hin ganz unzwei d'e koafpssivneKe Note abtetet. Das Minibtcriun: hat nun eine Uebarprüfuing sämtlicher Ab weis ents-±e»dungcn, diiie m einem Konflikt mit der T'.'die nl. o- 5 j 0 w a k ei führen könnten, iiiiv Auge, gefaßt. Mit Rediit erblkfat nun idliie tpolitische Oeffent- Ikhkeit in dieser Betrauung Dar. Sch ob er s eh-en eklatanten. Vcrtrauienislb-ew-eis für 'ihn. . Er hat das iVerihT.v.iis Oesterareiiohs m seilmen NaohbUm .»dl. diie neue -Basis der freumci-iQliiaftliiidli.'Qii "Aniiäheriin^ gestellt. Utr» das V-entirauenisivatom •m«n können diie , gwißdeuiifeiobetti Aibgeondnetcm nicht foienunnkoi.'imeb und sie haben desihalib diie Eiimteidiumg der Ghiris-tlichfsoizkikäi, über eitne treue ipairlaimanitairtstcih-e Mehirhei-tsibil'dun.g zu venhaimdeln, gern angamoimimen. Aber ihnen Stiammtfediein gegenüben, diie sie dltarclh , den V'orwuirf cbes Voliksvenraite-s ,gegen. Sciinobar in foefcräcfatllidre Raserei versetzt haben,, müssen eie •iirgeimd'efflnieai Erfolg auvfweiisem ' kömmein.,. Sdbdber steht fest uihid1 kann sadh auf seihe Erfdlge sttiutzen. Da aber die Salome einen Kopf haben wiiffl' und der dies Joch^iWan michit »u habeniisit, 1 iao fptndfelhri die .Gnoßdeuit'biohien wenigstens den des Firanizirn irjiiisitem. 'Seime überhastete, nervöse Fiauamizip'O'litiik wind: "als Grund angegehem-. Aber jeder Albt dtiets'ör' Bolliitiik ist von' dter Regiennin'gsmeihirheit, Mi« der aiüidlr noch die Großd'eutisichem saßen, gegemgezeitcihtniet WOndien, und «eilt ihrem Austnidt aus , der Regierung ist miiidhts geschieliien, w-ais eine Demttisi&ioin. Güirtlens begründen 'kommt e. Es sntn-d Ktredlifae aus Prag und aus Lonid'om gekommen, aus Park amgeküddiigt rund , aus Rom Singeboten. Miiit, Hol'liamidl, Dämemiamki, Norwegen •umd mit Anieriilkia wind, iverlifaudielt, ,. der Völkerbund iäst m eiimc Bfmatunig. dler ösitenreiahHlstchen ■ Fibartziniis'eire eingetretien und hiait zur Unterlage seiner Bespne-dhungcin die Iiifomaltnoniem des tsdhechiiiadlncn üMt iniis t onpiräSiideri t em Eemesicih gewählt, der im eigeimsten Imtere-ase meines Staialbes midhts für Oesterreich Umgüniiitiges emipfehilian kaum». D,ie Ei.nseitiziung eines Koiriitnclilkomimäisisärs durch England und dbr Einsipruidh der Tisdnedho-Sliowaked gegen eine un'pnodiutkftiive Verwendung dies geliehenen Gcldets waren Selbs'bverstänidHiidikeitem, an deren Aflrtiuialiiität der jetzige Finiantziminis,ter keine Sdhultd trägt. Ein Urteil über seine Boitilk ist heute gar midhit möglich*, weil ihre ldtizlten Auswirkungen ' nicht übersehen wepdem fkommem,. Es wind also auch hier beii dem frommen Wunisdi der GnoßdleU'jsicih'en bleibau, zumal selbst eime totale Umbildung . „des Kabinetts keine Aenderuing dieis Kurses imivioliviieiren köninte. Eis ist n*odb miiicöilt klar, wie diie gtnoßdiouit,sehen Abgeordnetem aus. dem Dilemma hiariausbetmmen «'ofllem. VVahir-'idheinilicfh wendien sie1 dien Druck der Entente benützen,, die eine Garantie aller Parteien für eine Budgetrefonn umid für diie Verwandlung der Kredite verlangt, und vvendlein, in die Axboivs Mehrheit ei-ntireten, mm nmciut isoiliiiert zu bleiben. >Haaretz< und 20 beim 2>Doar Hajcmc beschäftigt sind. — Um der starken ausländischen. Konkurrenz entge,genzutreten, die,die Existenz der Schneider und Schuster stark gefährdet, sollte auf die ausländischen Erzeugnisse ein hoher Zoll gelegt werden, wie es bei der Zigarettenindustrie der Fall ist. < Die' Berufsaribeiter •halben fast keine Konkurrenz seitens der Araber zu erdulden, außer den Steinhauern, Maurern und Baumeistern, auf 'welchen Gebieten es auch arabische Facharbeiter gibt, aber auch, hier ist die Konkurrenz keine scharfe, da auch die Araber hohe Löhne verlangen, und zwar sechs bis acht Schilling,, mit welchem Lohne sich auch die Juden zufriedengeben. Dagegen ist die Konkurrenz groß bei den niehtprofessionellen Arbeitern,, wo die Lohndifferenz zwischen den Arabern und den Juden 100 Prozent beträgt. Deo* jüdische' Arbeiter ist aber bei weitem leistungsfähiger, so daß, falls eine Arbeit einer jüdischen Kwuzah übergeben wird, der Preis dieser Arbeit sich nicht höher stellt, als wenn sie durch arabische Taglöhner ausgeführt würde. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Löhne um 20 . bis 30 Prozent gesunken, aber .noch immer zwei- bis dreimal so hoch als vor dem Kriege. Nationalrat Sollten, sie «ich andeins eintsÄMeß-en, >0 wird ’»uinäohist die Wiediarih'eiBtiölPjuing' der - schwarzrotem- K o.a 1 i«t iomi am gesteht weind-em1. Die Formel, dü-e ‘seiineir,zeit Di*. Re rin-er seih er Regiietuimg ziugr-dind'e gelegt bat, diie V-emeiiniiiguing der Aribeiifcör uind' Bannern ziuir KiotmsioHidiiöriuing dler Reipiuiblliük,, iist überhiolt. Die Ahbeiiitier sind itn Opiposition, tnnid: wi'r .haben eigendiidhi, wennmam das System Ibetr-aichitet, eine Biaiuermregieiming mit kiembürgeirl-iidhiein Feis&ade. Die Industrie ist nicht vertreten,, Da aber durch die Emtwickliuhig d'er Ver-. hältniase die Imdiustrie zum feiüipibsä-diiidhisten Träger .der St-aats-iasten gewondtenist, ®o muß über tdväiiz odier lang eine Reform dies SyisDenis eiin-g-e- Ieitet werdiemi. Diese ikatntn sich rutur itn der Riehtiung TOililizie-her», d!a‘ß diie. Sozdaldiemiolkinaltiie, die heute mit dtir Iinldluistrie in vi-elen sehr wsrem'Mdh'en Frageiu, «so vier allem im der F-opderamig einer möglichst niediragen Staibitisieinumg d'er Kirome, übareinstiiinimt, m -die Regionumg üimitiniitt. S-i-e wird dort das i, - Gegengewicht gegen die Bauern zu 'Widern haben, die. zwar die Machtt behiailtem wollen', aber. Sceineriei Venpflichtuing gegemübeir dem Staat und' sieiimm stä-dltisclbem Bewohnern', amerkeniin-en wollen-. > Eime Weigerung die»r 'Soizi'a'Hdiemjdlflraten', die Bequemlidlikeit dler Opipositiilon anufzuigelben umd die Al-itvenaintwoaitUing für diie Regierung- : l:-zu ' überndfwneri, würde, fdil-s nicht <diie büirgerliche.Ajrbeit1.'- mehrlheit iziustamide kommt, -die Lalhimliegumg. des Nllchti'OiHilpate'S - zur- Folge bahsn-. . Die-Regieiruing müßte dlamm dlats Harns auftösem umd an die. 'Wähler apipdüilörem.; Welche - Resultate dliesi'Zeiltiig^rv kpininte, diairibbor katnin manheute keine 'Vonaiusisiagumg v. ägen. Sicher ist imuir, dlaß die'großdetitäche Partei vomiidhtetumid miebt nuehir auf den Ring ' -dl-as 12 Noverrber .zurückiko-mimetn würde. Sie hat niemals einem Anlluatnig gehabt,. ttncl mit Ausunafome -Dir. Wölbers, der mtilfc großeir- Majorität seinieäzeit gewälhflit wuirde, verdankt sie ai'ie ihre Sidze rmr dem> .Bys-timmiunge-n über ,'diie sög.emammitem Rostizi-fferm. . Wemn. die Gbri'stliiicbs'oziailen und die Sozia'ldiemokrate'ri ilure Vorbereitungen, für Neuwahlen beendet halbem1 worden, diainin wird es1 zwischen ilh/niem auoh , sioberliieh zu einer Vereimibairung kommen^ die die Verteilung dler Restistiimimen so vojlzieililb, diaß keim Groödeutsichior mohk äilis gewählt erklärt werden kämm. Es ist kein Gehieimmiis, daß diie beiden Parteien, bereite über diese Frage in Verhandlung stehen. Kein Rücktritt Dr. Gürtlers, Wie wir von bestinformierter Seite erfahren, entbehrt die von der Korrespondenz Hervei ausgegebene Meldung über den bevorstehenden Rücktritt des Finanzministers Dr. Gürtler jeder Grundlage. Einer parteiamtlichen Mitteilung der Christlichsozialen Vereinigung ist ferner zu entnehmen, daß Obmann Dr. Seipel im Verlaufe der letzthin gepflogenen Parteiberatungen den Gerüchten entgegengetreten ist, als ob die Stellung des Ministers in seiner eigenen Partei erschüttert wäre. Nationalrat Präsident Dr. W e i s k i r c h » e r eröffnete die gestrige Sitzung um 10 Uhr. . Auf der Tagesordnung stand dfie dritte Lesung der dritten Ver* m ö g e n s a b g a b e n o v e 11 e. . Abgeordneter Sever 'beantragte die Auszählung dos Hauses behufs Konstatierung der Beschlußfähigkeit. Präsident W e i s k i r C h n e r: Ich werde didsem Wunsche entsprechen.! Nach Auszählung des Hauses erklärte er: Zu einem Beschluß des Nationalrates ist die Anwesenheit von einem Drittel der Mitglieder erforderlich, das sind 59. Es sind aber 73 Abgeordnete anwesend — jetzt schon mehr — (lebhafte Heiterkeit). Das Haus ist also beschlußfähig und wir können nun zur Abstimmung schreiten. (Lebhafter, anhaltender Beifall und Händeklatschen bei den Christlichsozialen. — Lebhafte Zwischenrufe bei den Sozialdemokraten). Seite -^ Abgeordneter Sever: Um das Kapital zuJ schützen, sind Sie immer am Platze. Abgeordneter Schl eg 1: Das ist eine SchandeS (Anhaltende Zwischenrufe 'bei den Sozialdemokraten^ — Gegenrufe bei den Christlich sozialen). Das Gesetz ward in dritter Lesung angenommen« (Anhaltende Unruhe.) . Präsident Dr. W e isk i r ch n e r teilte mit, daß df^ nächste Sitzung im schriftlichen Wege einberufenl' werden wird. Er fügt hinzu, daß nach dem Stande den Arbeiten des Finanzausschlusses, beziehungsweise > seines Unterausschusses das Bundesfinanz-Verfassungsgesetz; Ende nächster Woche im Ausschuß fertiggestellt sein; dürfte, weshalb er die Mitglieder das Hauses ersuche,! sich für Ende der nächsten Woche bereit zu halten,; Hierauf wurde die Sitzung geschlossen. Bundeskanzler Schober über die Konferenz von Genua. Prag, 25. Februar. (Tel. der „Wiener Morgenzeituag<r.)j ln der „Frager Presse“ äußert sich der Bundeskanzler Schober über die Konferenz von Genua unter anüerems Die österreichische Regierung hat mit Genugtuung die Be-j Schlüsse der Konferenz von Cannes, wie sie dort an^ 6. Jänner 1922 gefaßt und ihr durch die italienische Re-j gierung übermittelt wurden, zur Kenntnis genommen. De#j Gedanke, daß eine Beratung mit wirtschaftlichem unt^ finanzpolitischem Charakter in der allernächsten Zeit, an welcher alle europäischen Staaten, Deutschland, OesterreichJ Ungarn, Bulgarien und Rußland eingeschlossen, teilnehmeit| sollen, zeigt den richtigen Weg, der gegangen werden mußj um den wirtschaftlichen Aufbau Europas* mit Erfolg in Angriff zu nehmen. Die sechs Programm-« punkte, wie sie in Cannes als Leitsätze festgestelit wurden.’ enthalten1 Ideen von so großer Bedeutung, daß sie nia wieder zum Stillstand gebracht werden können. Wenn es in diesem Zusammenhang erlaubt ist, sch haben gerade die Staaten Mitteleuropas in ihrem eigenen, selbstverständlich viel kleineren Wirkungskreise Vorarbeiten von nicht zu unterschätzender Bedeutung geleistet, indem sie mit Ernst und Energie darangegangen sind; Schranken, wie sie der Krieg als vielleicht zunächst. unvermeidliche Folge erstehen ließ, im Wege gegenseitiger vertraglicher Vereinbarungen radikal abzu.bauen. Diese Prinzipien prägen sich ich natürlich viel großzügigerer Form in dem Programm füi( Genua aus und ihre Verwirklichung wird ein Gefühl deit wirtschaftlichen und politische q Sicherheit unter den europäischen Staaten erstehen lassen, das die erste Vorbedingung für das notwendige* Neben- und Miteinandergehen aller Mitglieder der europäischen Völkerfamilie ist. Der Sowjetvertreter in Wien. Wien, 25. Februar. Der bevollmächtigte Vertretet der russisch-sozialistisch-föderativen Sowjetrepublik, Dr. B r 0 n s k i - W a r s z a w s k i, hat am 24. d. M. auf Grund des am 7. Dezember 1921 zwischen Oesterreich einerseits und Rußland und der Ukraine andererseits abgeschlossenen vorläufigen Abkommens, das, jetzt in Kraft getreten ist, im Bundesminisiertum des Aeußern seine neue Beglaubigung überreicht Stundung der österreichischen Schuld in Norwegen. Prag, 25. Februar. Nach einem Funkspruch aüS Christiania. hat die Regierung im Parlament eine Vorlage unterbreitet, wonach die Rückzahlung des von Oesterreich Norwegen geschuldeten Betrages von U/2 Millionen norwegischen Kronen gestundet wird. Die römische Konferenz. Wien, 25. Februar. Wie die „Politische Korrespofl» denz* erfährt, ist Sektionschef Dr. Schüller heute abends nach Rom abgereist, um an der dort stattfindenden Konferenz der Nachfolgestaaten teilzunehmen. Grenzverkehrsübereinkommen mit Jugoslawien. Graz, 25. Februar. Die in Belgrad mit der jugo»1 slawischen Regierung geführten Grenzverkehrsvcrhandlungen sind nunmehr abgeschlossen worden. Das neue Uebereinkommen Über den Grenzverkehr wurde als Zusatzübereinkommen zum Handelsvertrag durch die beiderseitigen Unterhändler unterfertigt und wird gleichzeitig mit dem Handelsvertrag nach dessen Ratifizierung durch die Regierungen in Kraft treten. Das Uebereinkommen enthält eine Reihe wesentlicher Erleichterungen für den Verkehr im Grenzgebiet, ferner eingehende Bestimmungen über die im Grenzverkehr zollfrei zugelassönen Waren und Geräte und über die Bewirtschaftung def jenseits der Grenze gelegenen Besitze. Tscheche-Slowakei. Die plötzliche Rückkehr Dr. Beneschf nach Prag. Prag, 25. Februar. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung“.) Wie die „Bohemia“ meldet, soll Ministerpräsident Dr. B e n e s c h für die nächste Zeit weitere politische Reisepläne aufgegeben haben; Die in Aussicht genommene Besprechung in Laibach mit dem jugoslawischen Außenminister Dr. N i n c i c findetvorläufig nicht statt. Ob diese etwas unvermittelte, plötzliche Rückkehr des Ministerpräsidenten Dr/Benesch nach Prag mit einer Zerschlagung der Pf u n dk r e di f Verhandlungen oder mit einem Abwinken der Westmächte an die kleine Entente betreffs der Beteiligung bei der Konferenz in Genua zusammenhängt, steht dahin. ABBAUPREISE ChBfffon pr. Mir. 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