Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1103 (23.2.1922)
- Date
- 1922-02-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite $ 'Wien, Donnerstag WIENER 23. Februar 1922 Nr. 1103 mit Brillanten, drei Millionen Kronen wert, gestohlen worden. - * Der Gattenmordversuch des Postunterbeamten Worzischek. Wie berichtet, leugnet der Briefträger Franz Worzischek, der unter dsm Vedacht des versuchten Gattenmordes dem Landesgericht eingeliefert wurde, beharrlich, überhaupt Gift besessen zu haben. Frau Worzischek war in der Lage, Sublimatpastillen vorzuzeigeri, die ihr Gatte bessen hat; sie konnte auch noch Lebensmittel mit den Resten von Gift den behördlichen Organen vorzeigen. In die Enge_ getrieben, gab er schließlich zu, daß er das Gift von einem Kollegen beschaffen ließ, an dessen Namen er sich angeblich nicht mehr erinnern konnte. Nun hat der Postunterbeamte Adolf Pohl mitgeteilt, daß er von einem Kollegen ersucht worden sei, dem Worzischek Gift zur R a 11 e n v e r ti 1 g u n g zu beschaffen. Dadurch, daß erwiesen ist, daß sich Worzischek Gift beschafft hat, was er bis dahin geleugnet hatte, ist wieder ein wichtiger Schuldbeweis erbracht, wenn es nach den Erhebungen und den bestimmten Aussagen der Frau und nach der Art ihrer Erkrankung im Sommer und im Dezember noch eines Schuldbeweises bedurft hätte. * Millioneneinbruch in einem Schloß. Ein Einbruch, bei dem den Tätern Riesenwerte an Silber und hochwertigem Porzellan in die Hände fielen, ist in der Zeit vom 8. bis 12. d. M. auf dem Schloß Langschlag des früheren Freiherrn von L a z a r i n i verübt worden. Den Tätern fiel eine große Anzahl silberner Eßbestecke, verschiedenes echtes Meißener Porzellan, farbige Ansichten von Schlössern, Alt-Wiener Porzellan, ein Herrenun<J ein Damenpelz, drei Slawoniateppiche usw. in die Hände. Der Gesamtwert der Beute ist auf vierzig Millionen geschätzt. * Pelzdiebstahl. Vorgestern wurde dem Dr. Adolf Flax, Rorzellangasse 37, ein Sealpelz mit Fischotterkragen, K 500.000 wert, gestohlen. Der Täterschaft verdächtig ist ein etwa 20jähriger großer, breitschultriger, glattrasierter Mann mitgrauem, langem Militärmantel, dunkelgrauem, weichem Hut, der in der Mitte eingedrückt ist. * Wieder falsche 1000-Lire-Noten., Der zuletzt in Baden bei-Wien im Hotel Stadt Wien wohnhafte 38jährige angebliche Kaufmann Ugo' Zaffoni, zu Treviso geboren, wurde am 18. d. M. im Hause IV., Preßgasse 8, woselbst er bei einem Bekannten zuweilen ilächtigte, wegen Verbrechens der Verbreitung falscher 1000-Lire-Noten verhaftet und am 20. d. M. dem Landesgerichte eingeliefert. Zaffoni hatte in Wien des Leben eines millionenreichen Verschwenders geführt und in verschiedenen Vergnügungslokalen, wo er ein gerngesehener Gast war, allnächtlich Zechen im Durchschnitt von K 30.000 bis 50.000 gemacht. Ueber die Art seines Gewerbes vermochte er keine befriedigenden Auskünfte zu geben. Das Sicherheitsbureau hat sich, um über sein Vorleben Kenntnis zu erlangen, mit den italienischen Behörden ins Einvernehmen gesetzt, lieber Zaffoni wird seinerzeit die Abschaffung aus dem Gebiete der Republik für beständig ausgesprochen werden. * Eine bunte Faschingsnacht veranstaltet Samst a g den 25. d. M.» punkt 8 Uhr,, der Verein Zukunft in den Konzertsälen des Münchnerhof-E xcelsior- Palast, VI., Mariahilferstraße 817 Tanzorchester J. W. Ganglberger. Große Akademie und Mitternachtskabarett unter Mitwirkung erster Kunstkräfte. Kartenvorverkauf: Münchnerhof-Excelsior-Palast, Stafa, A. Herzmansky, Kehlendorfer, Gusti Schmiedt, Annoncenbüro Guttmann, VI., Mariahilferstraße 79, und an der Abendkassa. * Letzte Redoute des. akademischen Vereines jüdischer Mediziner. Der obige Verein beschließt heute seine heutige so überaus erfolgreiche Veranstaitungs-, tätigkeit mit der „Letzten Walzer “-Redoute, die unter Teilnahme erster jüdischer Gesellschaftskreise die schönsten Erfolge verspricht. Siehe Annonce. Mitteilungen aus dem Publikum. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Zionistische Sektion Wieden^- Margareten. Heute, 7*9 Uhr abends. Cate Margareten, V„ Wiedner Hauptstraße 87, dringende Ausschußsitzung. Tagesordnung: 1. Bericht über das Lokalkomitee. 2. Die nächste Veranstaltung. Der Saal für die Veranstaltung Ist bereits gemietet und werden die Ausschuß- und Komiteemitglieder ersucht, bei der Sitzung zuversichtlich zu erscheinen. — Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Heute, 8 Uhr, Zusammenkunft, Cafe Gartenbau (Souterrain). Vortrag Lewano n: Aktuelles aus Palästina. Nachher Diskussion. Gäste willkommen. — Jüdischer Witwen- und Waisenh i 1 f s v e r e i n, W i e n, IX. In der Generalversammlung, wurden nachstehende Herren in den Vorstand gewählt : Obmann Herr Isidor ' Trebitsch, Obmann- Stellvertreter Herr Berthold Kuhle, Schriftführer Herr Leopold Eisenberger, Schriftführerstellvertreter Herr Moses Weiner, Kassier Herr Paul Fries, Kassiersteilvertreter Herr Julius Kos a k. Ausschuß : Herren Max Biß, Bernhard Kohn, Bennos Fränkel, Michel Max Weiß, Sigmund Braun, Jakob Mühlstock, Josef Klein,. Emanuel Deutsch. Revisoren: Herren Max Paschkusz, Hugo Wahle. — Zionistische Ar be i t sgemein schaft. Samstag den 25. d. M., 6 Uhr abends, Plenarsitzung im Lokal des Jüdischen Nationalrates, II, Taborstraße 2Öa. Vereinigte hebräische Schulen, Wien.. Am 1. März 1922 werden im XX. Bezirk neue, Kurse für Anfänger (Kinder, eventuell auch für Erwachsene) eröffnet. Einschreibungen finden an Wochentagen von 5 bis 6 Uhr nachmittags, am Sonntag von'11 bis 12 Uhr vormittags in der Schulkanzlei, XX., Othmargasse 46, statt., Für die übrigen Schulen, II., Große Mohrengasse 16 und III. , Erdbergstraße 15, werden derzeit nur Vorgeschrittene, und zwar an Werktagen von 5 bis 6 nachmittags, aufgenommen. Neue Kurse können nur bei Anmeldung eine* größeren Anzahl von Teilnehmern eröffnet werden. Wissenschaftliche Einführungskurse i’m Volksheim, im Arbeitsprogramm für das Sommerhalbjahr an den Volkshochschulen des Volks- <$ieims (XVI., Koflerpark 7, und II., Zirkusgasse 46) sind auch eine Anzahl von Einführungskursen angekündigt, die Gelegenheit zur ersten Orientierung in einzelnen Wissenschaften bieten. Solche Einführungskurse werden abgelialten über Philosophie, Ethik, Aesthetik. Gesellschaftslehre, Bürgerkunde, Bildende Kunst, Musikgeschichte und moderne Musik, Biologie, Krankheitslehre, Chemie, Elektrizitätslehre, Geologie und Geographie. Da diese Einführungskurse sich immer erst nach,zwei oder drei Jahren wiederholen, sei auf sie besond rs aufmerksäm gemacht. Die Mitgliedschaft des VolHsheims (Jahresbeitrag K 240) berechtigt zum unentgeltlichem Besuche aller dieser Kurse. Ausführliche Programme In der Kanzlei. Urania. Heute, 5 Uhr (Großer Saal) Shackletons Südpol-Expedition. — 7-6 Uhr (Kleiner Saal) Dr* Ferdinand Borais: Deutsche Sittenbilder aus dem 17. und 18. Jahrhundert, II. — %6 Uhr (Kurssaal) Dr. Paul F r ö s c h e I: Unser Wissen vom Lebendigen, IV. — 7-8 Uhr (Kluhsaa!) Dr. Josef Desstiehl-Rinal- <1 i n i: Elemente der Musikästhetik, I. — ijs8 Uhr (Großer Saal) Ferdinand Raimund. — 7,8 Uhr (Kleiner Saal) Hochschulprofessor Dr. Franz Strunz: Sören Kierkegaard tind das religiöse Problem der Gegenwart. — liß Uhr (Klubsaal) Hochschulprofessor Dr. Alfred Lechner: Grundlagen der Mechanik, 11. — 7,8 Uhr (Klubsaal) Dichter der Neuzeit. Vortragsmeisterin Hilda Wegner: Stephan Zweig, SALA SCHATTEN ISAK SCHATTEN empfehlen sich als Vermählte Przemysl, im Februar 1922 0051 4 Dem Neuvermählten Paare Herrn Esak uud Frau Sala Schatten gratuliert herzlichst Adolf Schiowicz Wien « H. Löw 2558.20, Liesl Waig 536.30, Dlv. 579.50. — XX. Be«’ zirk: 500; Hitachdiith; AH.-Zion-Hain d. M. Dawid: Sralg. Hochzeit Nussenblatt-Lerner d. . Simon Nussenblatt und Jehoschuah Vogelfänger: Adolf und Berta Nussenblatt 3600, Simon und Rachel Nussenblatt 1000, Tarnara Guttmann 1000, Lern er, B. Nussenblatt, I. Nussenhlatt, N. Nussenblatt, K. Edelsohn, 8. Schulmein & 500; Josef Stark 550, Dlv. 850; Misrachi: Smlg. anl. Hochzeit Regine Marcovlci-Littmanu Rosner im Josefssaale, VIII., Langegasse, am 19. d. M.; Louis Taubes 2000, 'Josef Rosner, Gisela Lewin (Jerusalem), Anselm Horowitz, Litmann Rosner, Karl Goldschläger, Sigm. Haber, Hermann Rosner k 1000, Dr. Krässel 600, 8. Luft, E. Luft, Ä. Pollak, M. Marcovici, I. Pressnqj’, M. Preßner, A. Erler (Botosani), R. Schapirer, Unleserlich, Brauner ä 500, Div. 400. &tatf Einladungen! Den M Fra Maro Eaclimn U. WM geben bekannt, daß die Trätttlllg ihres Rohnes LEISER mit Fräulein LOLA GOLDSTOFF am Dienstag den 28. Februar 1922 in Przemysl, Hotel Hansen, stattfinden wird, und laden hiezu alle Verwandten, Freunde und Bekannten ein. 6050 Telegramm-Adresse: Backenroth, Przemysl, Hotel Hausen ■ Akademischer Verein jüd. Mediziner ■ ■ Wien, IX., Wilhringerstraße 15 H ■ iifiitiiffimtiiiftfiitiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiittiiiiiitifiitiitfiitii ■ Heute Sophien-Saal 0055 111., Marxergasse 17. — Halb 8 Uhr abends » , * niuinutiitmmiiii * Restliche Karten: IX., Währingerstraße 15; Löwit, a 1., Rotenturmstraße 22; „Wiener Morgenzeitung“; J Sekretariat der Sophien-Säle und an der Abendkasse ■ S Purim-Ball der Freien jüdischen Volksbühne S © iiiiitmiiimiiiiiiiiiimimiiiiiiiisiimifiiiiiiiimimitmiHiitiiitmiiifiimiiiiiiiiim © 2 Am 14. März 1922 findet in sämtlichen Räumen des 2 » Kursalons der Stadt Wien ein e Purim-Ball (ohne Kostümzwang) de? © © | Freien jüdischen Volksbühne g $ statt unter Mitwirkung des gesamten Künstler- 5 © personals. Aus dem reichhaltigen Programm seien © { erwähnt: Das erste jiddische Cabaret — EBn { e Purlmsplel etc. etc. — Tanzmusik Dcmäitsktf. e e Vorverkaufskarten: K 1500 per Person %! An der Abendkasse : K 2000 per Person * © Kartenbestellungen nimmt das Konzertbureau „Harn ach«, Tabor- © ® Straße t, „Wiener Morgenzeitung* und die Freie jüdische Volks- 2 2 bühne (Lufitspieltfheater) entgegen 2 Das Ballkomitee ©©©©©©©•©©©©•••©©•©©•©©•©©©•©©©©©©©©©© - u. Justiztalare u. Barette liefert id schönster Ausführung die bekannteste 8pezlalfirma 135 RUDOLF GOLDSTEIN Gegründet 1886 — Große Auswahl feinster Stoffe für Maßbestellungen In- und auslfindlsohe kauft man billigst bei 442 Julius Spiegel jun, Keren Kajemeth l’Jiscael, IL, Taborstraße 59, Telephon 40-3-16. — SpendenausweisNr. 4/10 vom 20. bis 21. d. M. K 60.765.50. Im Jahre 1922 Insgesamt K 3,842.127.15. —!. Bezirk: 150. — II. Bezirk: Erez-Israel-Weitzmann-Hain: Ruhen ben Benjamin 2000;1 d. Abramowiecz a. N. Alfred Löw-Beer 2200; I. W. Berlin 6900. — V. Bezirk: Arnold Neuwalder a.' N. s. Sohnes Georg' 2000. — VI. Bezirk: Menorah d. Rubin 2341.50; d. Ing. L. Schön): Pinskers-Hain; Rudolf Feldschuh 5000, Dr. Paul Berget, lag. Leo Schön L 1000; Dr. Schubert 500. — IX. Bezirk: Nathan Bernstein a. N. Rosalie und Martin Mendrochowitsch anl. Trauung 1000, a. N. Lea Katz anl. Trauung 1000; Garten Awrome und Malke Malamath: Nathan Malamath anl. Jahrzeit seiner Mutter 2000, Sonja Blatt geb. Malamath anl. Jahrzeit ihrer Mutter 1000; Makkabi IX d. Liesl Waig: Rudolf Müller 1000, Sportklub Hazair v. Relngew. d. Hallensportfestes 1500. Makkabi IX für verkaufte alte Turnsachen 1000. Ernährung. Der Marktbericht, Auf einzelnen Märkten konnte man gestern die Be« obachtung machen, daß die Käufer nicht in der Lage, aber auch nicht ‘gewillt sind,, die fortwährenden Steigerungen der Lebensmittelpreise mitzumachen, und daß sie ernstlich entschlossen sind, durch passive Resistenz einen endlichen Abbau der Preise herbeizuführen. So waren gestern auf dem Naschmarkt schöne. Inlandskartoffeln in größeren Mengen ängeboten, die jedoch wenig Beachtung fanden, auch als sich die Händler zu Preisnachlässen entschlossen. Kartoffeln, >fflr die früher K 250 und mehr per Kilogramm gefordert wurden, waren mit K 4230 nicht anbringlich. Die Hausfrauen, ziehen es vor, statt dessen andere Lebensmittel, die rationeller sind,- zu kaufen. Ebenso blieben frische Eieir wegen des phantastischen Preises —' man forderte K 200 und mehr für ein Stück ~ unverkauft liegen. Auch frische Milch, die von den Schleichhändlern In den Häusern ängeboten wird, hat einen Preis erreicht, der von den Käufern nicht, mehr bewilligt wird, da die Kondensmilch im preise zurückgegangen ist und augenblicklich der irischen Milch vorgezogen wird, um die ländlichen Produzenten zu Preisnachlässen zü zwingen. Die gleiche Erscheinung bietet sich beim Verkauf von Aepfeln, die selbst bei Preisnachlässen unverkauft liegen bleiben. In der Großmarkthalle war das Fleischangebot günstig, weshalb die Preise herabgesetzt werden mußten. Es ermäßigten sich im Großhandel Rindfleisch um K 30, mindere Kälber, Fett- und Fleischschweine um K50, Filz um K 100, Speck um K 200, Ziegen um K 200 per Kilogramm. Im Kleinverkauf wurden die Preise für Rindfleisch um K 100, für Speck um K 200 per Kilogramm heruntergesetzt. Trotzdem hielt sich der Verkehr in mäßigen Grenzen. Auch aui dem Fischmarktmußte Seelachs um K 60 per Kilogramm billiger abgegeben werden. Mit der Bahn sind heute fünf Waggons mit verschiedenen Fieischgattungen aus Ungarn, Jugoslawien und Steiermark angekommen. . Neue Salzpreise. Die Prozentsätze des Kleinhandels haben eine Hera b-s e t z u n g, und zwar bei Blanksalz von 25 auf 22% und bei Tafelsalz von 29 auf 11%, erfahren. Für Wien wird sich im Kleinhandel l.K i 1 o gramniBIantsalz auf K 190, 1 Kilogramm T a f e i s a 1 z auf K 260 stellen. , Verband der jüdischen Invaliden und Heimkehre!'» Wien, II.» Obere Donaustraße 65/4. Bedürftige jüdische Invaliden, Witwen und Waisen erhalten unentgeltlich MazotH für Ostern. Anmeldungen werden täglich im Verbandslokal, 1L, Obere Donaustraße 65/4, zwischen 3 bis 5 Uhr nachmittags mündlich entgegengenommen. Schluß der Anmeldungen 9. März 1922. Bühne und Kunst. Aus den Theatern. kn Burgtheater wird morgen „Pygmalion* gegeben, ImOperntlieater geht morgen „Rheingold“ ifl Szene. In der V ö I k s o p e r geht heute „M i g n o n“ mit Fräulein Weiner in der Titelrolle in Szene. Dirigent Herr Dr. Kaiser. Beginn 7 Uhr. — Infolge 14tägiger Beurlaubung des Herrn Lußmann gelangt in der Volksoper Montemezzis „DI e L i e b e d re! e f-K önig e“ erst anfangs März zur nächsten Wiederholung. Im. Deuts c h e n*. V o I k s t h e a t e f wird morgen „Frühlings Erwachen“ gespielt. In den Kamme r s p i eien des Deutschen Volkstheaters wurde die Erstaufführung der Wiener Komödie „D as Fräulein a u sg utem Ha u s e“ von Siegfried Geyer und Betty Winter auf Samstag den 25. d. ML, 10 Uhr abends, verschoben. Im Raimund- T h e a t e r gelangt morgen zum ersten Male „Ichein Theaterstück in drei Akten von Ernst Lothar» zur Aufführung, In der Neu e n Wi ener Bühn e-wird morgen zum ersten Male „General Goldschßin“, Lustspiel in drei Aufzügen von Armin Friedmann und Gustav Beer, gegeben. Im L u s t s p i e 11 h e a t e r (Freie jüdische Volksbühne) tfird morgen „Der Singer fin sei» Trauer“ gegeben! ■ Ehrung Perez Hirschbeins in London. Her bedeutende jüdische Dramatiker Perez H i r s c hb 6 in, der, wie wir meldeten, in London einen Vortrag hielt, den er i» den jüdischen Zentren Europas wiederholen wird, war in London Gegenstand großer Ehrungen. Es wurde ei» Bankett veranstaltet, bei welchem Hirschbein in einigen bemerkenswerten Reden gefeiert wurde. ’ Morris Maier hob den herrlichen OptJmTsnns Hirschbekis hervor) durch welchen er sich von rast allen neuen r jüdischen Dichtern unterscheide. Nicht einmal der Blutsturm des Weltkrieges habe seine lichte Seele verdunkelt. Hirschbein lehre uns, die furchtbaren jüdischen Erlebnisse der letzten Jahre seien nur durch die Erkenntnis zu überwinden, daß das Leben herrlich und die jüdische Seele unendlich reich rsei. Es sprachen ferner Bildhauer . G 1 i z e n s t e i n, der Viuepräsidjmt der Londoner zionistischen Organisation'Goldb 1 u m, der Führer der Poale Zion S. -K a p 1 & n 8 K1 und andere) — In seiner Erwiderung bezeichnete Hirschb e i n den Pessimusmus als den gefährlichsten Parasiten am jüdischen Lebensbaum. Frühjahr8au88teflung im Wiener Theseus-Tempeh Die Vereinigung donauländischer Künstler eröffnet am 19. März im Theseus-Tempel im Wiener Volksgarten ihre diesjährige Frühjahrsaustellung, an der sich auch Künstler, die der Vereinigung nicht angehören, mit ihren Werken der Malerei, Plasjik, Architektur und Kunstgewerbe beteiligen können. Amneldesc -.ne erliegen vom 3. bis 8. März an der Kasse. Roland-Bühne. Als Ehrenabend für Frau Börse« mir de Gordins -Die Waise* aufgeführt. Die begabte