Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1102 (22.2.1922)
- Date
- 1922-02-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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'Seite 4 Wie«. WIENER KOEGENZEITUKtt Nr: HO,'' •ocn Tagesbericht. Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich. s Einberufung des Parteirats. Der Parteirat wird förSonntag den 26. d. M., 2 Uhr n a c h m ft t a g s, im Niede r- , ö s t e r-r-e i c h i s c h e n Gewerbeverein,;L,; Eschenbachgasse 11, ein berufen. •Tagesordnung: 1. Berichterstattung (Referent Dr. Löwenherz). 2. Kultusgc m ein def rage (ReferentDr. Fricdmann). 3. Keren Hajessod (Referent Dr. Weiner). Laut § 12a des Statuts haben die Mitglieder des Landeskomitees, die dem Verbände ungehörigen Mitglieder des Aktionskomitees, der Obmann des Parteigerichtes, der Parteianwalt sowie die von den Bezirks- Sektionen, Ortsgruppen und Sonderverbänden gewählten Delegierten Sitz, und Stimmrecht Besondere Einladungen ergehen nicht Die Legitimationen erhalten die Delegierten vor Beginn der Tagung im Saale. Stricker m. p. . Seminar. Das Seminar wurde Donnerstag den 16. d. M. mit einer Vorlesung des Dr. N. M. Gelber über die Einleitung zur Geschichte des Zionismus eröffnet Es werden folgende Gegenstände gelesen werden : 1. Dienstag, 7 bis 8 Uhr abends, Adolf B ö h m: Theorie des Zionismus. 2. Dienstag, 8 bis 9 Uhr abends, Dr. N. M. Gelber1 Geschichte des Zionismus. 3. Donnerstag, 7 bis 8 Uhr abends, Dr. Leo G o I dh a m m e r: Palästina, Geographie. 4. Donnerstag, 8 bis 9 Uhr abends, Professor Doktor W. Stein: Geschichte der westlichen Juden im 19. Jahrhundert; jeden zweiten Donnerstag Dr. N. M. G e I b e r.: Geschichte der Ostjuden im 19. Jahrhundert Die Kurse finden im Lokal des Jüdischen Nationalrates, ff., Taborstraße 20a, statt Proteststreik der Chauffeure. Morgen vormittags. Diiie Bemisargamisatifom 6-sr Chauffeure Oeatierfeiahs, dtie Kraftfath-rer - Union, hiait für moqgen Dantrenstegvtctf-miiittags <diie Ohianiffoinre alliier Kate-, gorien ziu efnter Monist ewersammLuinig in di<e Voßcsr. hiail-e des Neuen Rartöiiaitsses efobernifen, m weilfdh'er sie ein-en Anitfimf erifleß, in weichem es itrntor aimdlerem iheißt: »Obaiuffemre afiler Kategorien, ab Pmiväitfaihmer oder Autotaxi-, Lastwagen-, Post- oder istiiditfisidhe Kraftwaganiemker, werden am Downens-. :tag vormrfcfcagis das I. em'kr a4 riiE e.n. las -s e<n. -Es gilt, einen Kampf tmi dfife Efunsftelllian^ . dler •iadriksmäßigem Erzeuiguing van, Krarftw-agenöienikerai' durch d-ie Polizei bepbeizufülhirein». Ferper spl'l gegep-. die hohen Steuern «und Abgalben.. mit welchen die Äutobeaitzer isrnd Austmmtem’dTmuuigen bedlaiplit wurden, jprotestiert werden. Diesre enorme Vetteuertiniig des Auibomobilbeteiebes . hataiine .er--- schreckende Arfcneitsliasiglc-eit in dein Reihten dpr . Kratftwagenfi'enker ®mr Folge, da ztalhkerdlite A-uto-■ besitszser. gezwungen wuindiem. ihre Aiuifcom/cibile zu venkaufcffi1, oder Untern ehimttigein ihre Betriebe Ml-i- BÄdegön. beziehungsweise eimaui&chrä.nlk'ein-.« Papst Pius XI. und der jüdische Kommandant* . r>Cri d<e Paris« erzählt anläßlich der Wahl Rattis z.uni Papst die folgende Geschichte: Am Tage, als die Nachricht vom Ableben Benedikts XV. einlangte, wurde der Direktor des Ministeriums des Aeufienn, Maurice H e r b e 11 e, gefragt: »Wer wird Papst worden?« Ohne zu zögern, kam die Antwort: »Kardinal Ratti.« Als die Wahl tatsächlich erfolgt war, richtete ein Amtskollege- Herbettes an. diesen die Frage: »Kenmen Sie Kardinal Ratti persönlip|t oder haben Sie geheime Verbindungen mit dem Vatikan?« »Nein,« antwortete Iierbette: lächelnd, »mein Gewährsmann V dieser. Sache ist kein anderer als mein guter Freund, Kommandant Weil, ein außerordentlich gelehrter Mann und Bücherwnd Handschriftenforscher. der vor etwa zwanzig Jahren in der St. Ambrosius-Bibliotheik in Mailand .die Bekattinitschaft des Abbe Ratti gemacht hat/ Der Abbe und der Kommandant fanden siah, trotz der Verschiedenihe.it ihrer Religionen, in der gemeinsamen Liebe für alte Bücher und Handschriften, und von dieser Zeit hielten sie gute Freundschaft Und standen in dauerndem' Briefwechsel über ihre gegenseitigen Forschungsergebnisse. So oft ich mit dem Kommandanten beisammen war, erzählte er mir vom Kardinal Ratti, pries dessen große Gelehrsamkeit, die Schärfe seines Geistes und seine Herzensgüte. Auch die neuen Würden Rattis brachten keine /Erkältung des Freundschaftsverhältnisses und bis in die jüngste Zeit erhielt Kommandant Weil warmgehaltene Einladungen m das erzbischöfliche Palais •nach Mailand. »Und nun sehen Sie,« schloß Herbette seine Erzählung, »auf welche Weise mein Interesse für Kardinal Ratti erweckt wurde?« Ich dachte mir, dieser Mann-, der als frommer leathor lischer Priester eine so innige Freundschaft mit einem jüdischen Kommandanten aufrechterhielt, muß einen guten Papst abgeben. Kaum erfuhr ich vom Hinscheiden Beinedikts XV., telephonierte ich dem Kommandanten Weil: »Herr Kommandant,« fiagte ich ganz ernst, »Ihr Freund Ratti ist daran, Paaofyt zu werden und« — fügte ich weniger ernst Mitteilungen aus dem Publikum. Kau fechufrÄbsfatz unerreicht an PaSform and Haitbcphett 700 Echte Jägerwäsche m ABberi Malznei^Wien, I.,Kohlmessergasse8 Erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwflrden des Herrn Oberratobiners S. B. Ehrenteld, Mattersdorf, daher IWJ Bestellungen auf Kunerol HDB werden bereits entgegengenommen. 960 hinzu — »und Sie werden zum Kommandanten der Nobelgatrde des Vatikans ernannt werden.« ....... Ankündigungen gegen das Preistreibereigesetz. Die St/^attsanwaltschaft I teNt -zinr Infoinmaitiiön des Pulblilcutm« mit: Da itn tebz&erer Zeit iin* eimiigen Tag6£tb,ättem .Adkündügumgen voT.gekomm.ansind, diiie den Vorschriften das §13 des Gesetzes vom 9. März 192.1, B.-G.-Bl. INr. szz (Preistreiberelgesetz) midfot ' entepreofoen, so; worden diiie; Bsstiimmnangeö des § 13 ‘Mem'it in Edrinnerumg: gdbraidlilfc. § 13 tot et:. 1. ä) Wer in einer DnuckscMrDt ekue " 'Ariküridiguing' veranläßt, edier. yeröffenrfcÜiichft, worin jiemiamd.o'hn e Angabe s ein es Na mens un d sei n e t W o h n rin g -(dier Firma und ihrer Niiad’erla»>isu.ng) Bedarfsgcgenistänid'e amlbdetet Odor , zum Anbieteu sölfcter Gegenstände auf fordert; 4>) wer •in -einer; Anfkühdigumg; die in ein'sr Dimdosdhrift veröffentlidht wird und dien Kauf, Verkauf -oder Tausch von Bediarnfsgegenstäindieai oder die Vermittlung solcher Geschäfte zürn Inhalt Unat, Angaben macht, die geeignet sind, .ei-nme Irrtum über d i e Per son, oder, die ge seihäftldchen V e r h ä ltn.i s -s e desjenigen, der die Wäre . anhietet oder auim Anbioten auffordert,' üiber die Menge der ihm zur. Verfügung .stehendem Vorräte oder anidlere wichtige .Umstände zu erwecken, matdlil sich eines Vergehen s schuldig und - wird mit istrengem Arrest von einem 'bis sechs Monaten bestraft. Neben der Freiheitsstrafe kann eine Geldstrafe . bis. ,zu ’500.000 Kronen verhängt werden. 2.Die preßreohtlirii veramtwortlichien Personen sind -nidhit ii’ierpfli'ch'tiet, derlei Ankündigungen, soweit sie .als soliohe 'äußerlich erkenn,bair sind» auf ihre Wahnheit zu prüfen.. . Keren Kajemeth TJisrael, ff., Taborstraße 59, Telephon 40-3-16. — Spendena u s w e i s Nr. 4/9 vom 15. bis 19. d. M. K 726.744.21. Im Jahre 1922 insgesamt K 3,781.361.65. — Zentrale: Smlg. Graubart u. Hochstiram bei den Kriegsgef. in Ostsibirien f. Cheruth 227l/s jap. Yen 677.477.60. - I. Bezirk:- Ch. Wilitzker 500. — II. Bezirk: N. N. 1025, Dr. Otto Abeies 5109, Dr. Fritz Singer 1200, Oberr. S. Friedmann 855, M. Wang, W. Stern ä 500, Div. 6264.60. - IV./V. Bezirk: d. N. F. K. Helene Garfunkel: Israel Pohoryles anl. d. Pidjänhaben b. Herrn Sobu 3100, Gustav Birken a. N. s. Tochter Hedwig zum Geb. Tag 1000, Div. 400. — VI. Bezirk: d. Jv. Menorah 1521.30. - VUL Bezirk: 300. - XVUI. Bezirk: Aron Picker 3959, J. Frank 532, Div. 3262.10; Smlg. Sidi Goldenberg b. Hochzeit Anna Goidenberg 600. — XX. Bezirk: 100; Hitachduth: F. Teitelbaum 500, Jochanan Ginsburg 1000, Druckerei Union 1840, d. Drimmer v. Regina Kißmann (Graz) 1000; Ahawäth-Zion d. M. David: Markus Mautner 3000, M. Salzhauer 500, Div. 2368.44; Misrachi: Zeire Misrachi d. Benzion Tauber: Rabb. Chapira 3000, Thoraspende B. Tauber 500, Div. 350; Zion. Bankbeamte: 100; Klosterneuburg: d. Dr. Hugo Erber: Rosa Weiß 1082.85, Samuel Erber 569, Div. 1457.32; Gmunden: d. 8. Räder 1271. / ... ■-****- * Das Neueste ist... Das Neueste ist nämlich das teilweise Kaffeebaus. Es . waren beunruhigende Gerüchte verbreitet woirden, däß 1000 mehr sei als 400. Die Cafetiers, vo-n volksbev/ußten Deutschen mit Vorliebe Kaffeesieder genannt, die bei Kosten von tausend Kronen Einnahmen von vierhundert hatten, schenkten , höchst seltsamerweise diesen Gerüchten Glauben und entschlossen sich, die Pfo-rten ihres Musen-, Billard- und Tarcdcternfpels erst zura nachmittägigen Schwarzen .• autzutuu. Wer des Morgens Verlangen pach einem [Ärtkil-,.. Rörcn auch Kein 'Fett ist reiner, Keines-schmeckt feiner Als KUKEROLlf. .WkHrsHeso Ihr’Frauen, ^ich^&ijäsejja^cljt 25 >;erd«ucö' 'r‘ 2?. Keimt?.r 1932 Frühstück! verspürt, das. irgendeine, wenn auc flüchtige Beziehu-ng zur Kaffeebohne verrät, mag diew sündhafte Begehren in einem häuslichen Kaffee ei tränken. Vor zwei Uhr steht -der Bohnenkaffee in Wie jetzt nicht auf. Die Kaffeesieder zahlen ohnehin noc >d’rauf<c und oib-liegen ihrer siedenden Beschäfitigum nur aus gutem Herzen uind zur Verehrung der alte Wiener Tradition. Vormittags" ist diese Traditi-on nid zu sprechen.'Die Zich-orienipräparate aller Art sind am verkauft, weil die Pensionsmütter für die plötzlich s häuslich gewordenen Fremden den echten Wien« Kaffee1 hersteilen müssen und behauptet' wird,' da geibrannte .Gerstenkörner allein doch nicht die völ türkische Illusion gewähren. Die Dresdener wr Leipziger Gäste fühlen sich ungemein heimisch, wer das- Getränk auf den Tisch kommt, das heißt, sofei die Dresdener nicht aus Budweds sind, was auch vo kommt. Am härtesten ist die Studentenschaft durch d •Maßnahme getroffen. Daß die Hörsäle wegen Kohilei mangels geschlossen-wurden, hat nicht viel zu b sagen. Studieren gehört nur sprachlich 211m Studente PTofeSsorenweisheit, Bibl-oth-ekeu, Vorlesungen, Uebu: gen — auf all'das kann der Student verzichten, wenn sein muß. Aber das Kaffeehaus, nein, das geht 5 weit. Ist Wien noch eine Kulturstadt oder ist es keim Kater Murr. Die Zuschüsse für Arbeitnehmer. Die zur Fes setzüng der Lebensmittelzusohüsse eingesetzte Pai tätische Kommission hart in ihrer letzten Sitzung d Le'benssmdttelzusohüsse für. die Zeit vom s6. Feibru bis em-sohlieBlich r. April. 1922 neu bemessen. Der Zi schuß, welcher bisher wöchentlich K 325 (für Schwe arbeite^ K 442) befragen hat, wird für diesen Zeitrau mit wöchentlich K 490 (für Schwerarbeiter K 700) b messen. Diese Erhöhung des Zuschusses findet jedoi nach: dem Abbaugesetz keine Anwendung auf alle je-i Arbeitnehmer, die nach einem Kollektiivvertrag entlob werden. Für diese Arbeitnehmer, findet eine Erhöhui des Zuschusses nur i-n dem Maße statt, in welchem d Bundeszuschuß zum B-rot abgebaut wurde; der Z schuß für diese Arbeitnehmer wird sohin wöchentli- K 375 (für Schwerarbeiter K 629) für die Woche b tragen. Die Sonderstellung der Arbeitnehmer in eine Kollektiwertrag gilt auch für die Zuschüsse, die er f seine Frau (Lebensgefährtin, Wirtschatfäsführrin), : bekommen hat; die Kinderzuschüsse hingegen, welo einen •gemeinsamen, . durch -Beiträge der Arbeitgeb gebildeten Fonds belastn, werden ausnahmslos K 4 pro Woche betragen. Die Höhe des Zus-chusss für ein Tag wird derart ermittelt, daß der Woohenzuschuß 1 Arbeitnehmern^ die in einem Wochen-, Tagesod Stu-nden-lobn stehen, durch 6, bei den übrigen Zuscbu empfängern durch 7 geteilt wird. Für Personen in ein« Fürsorgeverhältnis (Kranke, Unfallsrentner,' Pensior rentner, Arbeitslose u. dgl.) umid für bedürftige Pe «onen beträgt der Wochenzuschuß, wie für den N'c malarbeiter ohne Kol'lektivvertrag, K 490 (für den T K >°)* Die Bekämpfung der Wohnungsnot. In der vc deutschösterreichischen Städtebund nach Graz einberufen Tagung zur Beratung über Mittel und Wege zwecks Ei däminung der Wohnungsnot, wurde ein Antrag Dok Dannebergs, der sich entschieden gegen, d i e A u h e bun g de s Miete r'schutzgesetzes ai sprach'und die Einführung einer Wo h bä a s t euer forderte, die den laufenden Zins sa aüen Nebengebühren als Grundlage haben soll, s genommen. Mehrere Zusatzanträge wurden der Geschäf führung des Städtebundes zur geschäftsordnungsmäßig Behandlung übertragen. Hierauf hielt Dr. Dannebei einen Vortrag über deü Entwurf eines Bundesfinanzgesetz der wahrscheinlich schon in wenigen Tagen den Nation rat beschäftigen wird. * Begräbnisse.am heutigen Tage. Alter F r 1 e h 0 f: 9 Uhr 30 Min. Pines Ernestine, 10 Uhr -Feigenbai Marie, 11 Uhr Hüsserl Jeannette, 11 Uhr 30 Min. Brc Marie, .12 Uhr Hoffmänn Josef. — Neuer F r i e d h e 9 Uhr Schwarzbach Mendel, 9 Uhr 20 Min. Ehrenfest Jos 9 Uhr 40 Min. Meiseis Israel, . 10 Uhr Fischer Leopc 10 Uhr .20 Min. Schächter Amalia, 10 Uhr 40 Min. Pari Helene. Die Jüdischen Schulkinder in Amsterdam. / Amsterdam wird uns berichtet: Nach langwierigen V Handlungen zwischen dem hiesigen Stadtrat und der jü sehen Gemeinde wurde beschlossen, diejenigen Schulen, denen die jüdischen Kinder eine überwiegende M a j d r i t bilden, außer Sonntags auch am S a b b a t geschlossen haltern Wohl war der Schulbesuch ' am Samstag für jüdischen Kinder auch bisher nicht verpflichtend, doch wai die jüdischen Schüler, da die Schulen am Sams regelmäßigen Unterricht hatten, um im Unterrichte nie zu versäumen, gezwungen, die Schulen auch am Sams zu besuchen. Durch die neue Verordnung wer« ungefähr 20 Schulen betroffen und der Entfall des Samsti Unterrichts wird auf die Weise hereingebracht, daß in < Schulen an den übrigen Schultagen der Unterricht um 30 Minuten verlängert wird. Die Not der ukrainisch-jüdischen Heimlos Die in G a I a t z untergebrachten 1500 jüdischen Hei losen-aus der Ukraine befinden sich in g r ö ß i e r N < Sämtliche Hilfsmittel des Hilfskomitees sind bereits tc erschöpft, das Komitee ist sogar bei verschiedei Lieferanten verschuldet Unter den Flüchtlingen befin« sich 400 Greise, Waisenkinder und Arbeitslose, die ol jegliche Unterstützung dastehen und dem H u n g preisgegeben sind. (J. C. B.) Wetterbericht. In Oesterreich ist das Wetter v wiegend heiter, bei schwachen ‘ Winden verschiede Richtungen, gegen Westen nimmt die Bewölkung zu. Innsbruck weht Föhn; Die Temperatur Ist allgemein; stiegen. Das Gebiet heiteren Himmels erstreckt sich v Ostrande der Alpen bis zur Ostsee und Polen. Ueber We euröpa liegt eine geschlossene Wolkendecke. — V0r at sage: Wechselnde, allmählich zunehmende Bewölku ohne wesentliche Niederschläge, mild. Der Samstag-Schuldispens im Züricher Kantoi rat. Wie seinerzeit berichtet, beschäftigt che Frage samstägigen Schuldispens für jüdische Schüler in Zür seit längerer . Zeit die dortigen Behörden. Der Bericht 1 Regierungsrates Zürich stand in einer der letzten Sitzunj des Kantonsrates zur Verhandlung. Aus dem Berichte Referenten ging hervor, daß sich die ,Zahl der jiidiscl Schüler von Zürich seit 1914 von 726 auf 1008 1 h ö h t h a t, während die Zahl der am Sams dispensierten von 219 auf 489 gestiegen ist. Es stam sich verschiedene Anträge gegenüber. Endlich wurde schlossen, die Ordnung der Frage den Qrtsschulbehöri zu überlassen, welche einzuladen seien, von der E pensation vom Unterricht nur dann abzusehen, wenn Schulordnung und Sdwlfiihrung beeinträchtigt werde«.