Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1099 (19.2.1922)
- Date
- 1922-02-19
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1099 Wien, Sonntag 10. Fc6ruar 1022 Weder Arbcitercndassun^en oder den Kampf um den I Abba« der Löhime ziur Foil-ge teben wird. Beides muß im Interesse der Saneernmg, d&e mir in friedlicher Atmosphäre gedieifhen kann, vermiieden werden. Der Züricher P I at z bleibt hartnäckig bei seinen med'rigen KronanimDtienuingen, ein Beweis, dttß meehiainiiscbe Stützunngssfkt'ionen weder :itiaitt'fm'den noefh aiivcih erwartet werden.; Ums-o erfreutödher müßt? unter soidhen . Umständen .der.. Kurssturz auf diem. Maatkit der fremiddn Z^luliungsmtittel in Wien ensoheinen; er kann uns eine wesent- Ä'dhie Erleichterung' -unserer Lebemishailttiumg bringen, jia, .-«-e ist wohl schon dfadiuirah geg>e(benv daß diie Valuitenistteigerung nidhit »um Anüiaß oder Vwwänid für neue PreissteigeiTuingen genommen werden kann. Ob aber miit dem Valuten stimm alles, .was .nottut, schon erreicht ist, dös iist freilli-dh eine andere Frage. Es darf nricht vergessen werden, daß jede VearbtlUgtung der fremden Zahilnngtsrnititel, wenn ähr nicht eine Senkung der Warempireitse folgt, midhrt von Dauer «ein kann. Der Alhlteu der Vaöultjeuipneiise altlein bedeutet ein« gleichzeitige Verteuerung unserer Exportartikel für. das Ausknid, das. für die gleichen Geldmengen .niummdhir iiiur geringere . Waiermrengen edhält und dalhkr geheltögt ist, ««ich nach billigeren Bezugsquellen uimmnseh-en. Ohne di.e Ermäßigung der Warenpreis« leistet der Valuten«.tiuirz nur der «uisläntcÜriscihvn — um es deutlicher zu sagen, der deutschen und der Uschedhiinahcn Kan-kutnreimz — Vor&dhdb, un»d zwar niidhit pur auf dien auswärtigen Absatzmärkten, sondern, atrdh auf ifrem ilnlamdsmenkt.. Und daher kommt e-s, ,daß es eritdh in Oesterreich bereits ziy lehnen b-eginint, deutsches Eisen ziu bez-iehien» daß es rmir noch eioer kleinen Ermäßigung der t-sdheahiisdhion Kiranie bedarf. um dien flotten Absattz dter heimiischien Btnaunkofhile im Inland wiederum zum Atociken zu bringen., da der. Bezug der tedhedhfedhjein. Steanlkolhöe sddi rentabler stellen würde. . Das stand Wamungsizaidhen,. die trasere In- Äu«tirie- und Hantdcl's weit wohö beachten muß, und.der Unnstanid, daß di« metailUrverarbeiteinden Industrien die Vertreter der Metalßarbeiterschaft zu Verhandlungen über die Intenpnetetion der gleitenden Skala eingeladen hiaiben* beweist, daß sie jene Zeichen wohl z*u deuten vonstehen. Eine andere Frage »5it, clb die. Zeit gekommen ist, um dne Senkung der Preise schon jetzt auf-Kosten der Arbeittiiefhmer airiizustre-ben. Das i bleibt schließlich doch nur ein« M & c h t f r a g e, sie iisit aber umso schweiier zugunsten der Eroduizenten zu entscheiden, Ms vorläufig' von einer Hebung der inneren Kaufkraft der Krone noch kaumetwas ziu merken ist. Vielleicht aber ist dlas Pudhlcm der Wareu-verb i VI ig u n g .niidhit so .schwer; zu losen, a»k es den tAinischein - Mt, Oesterreich .iisch - wob 1 «in $t*iait, der vor .-'allem- 'auf den - Expert angewiesen ist, aiber als Exporteur von Hailib- und: Gaihizfaibrikiaiten.. muß er Seine meisten ■ Rohstoffe’': impbntiieT.ein. Der letzte lAutsweis der Hirrndieliststiatii'tilk für dde e-rstein . neun jNfon>aite; desrorfkossenein .J-ahres -• zeigt, daß die ' fTönnenmengen deir Ein- und > Ausfuhr im Verihält- »Ls von 6 : i stöbern«. Der Aiblbau der V-aktemlkurse erleiöhlteirt alliso-olhne Zweifel dein Bezug der fremden Rohstoffe in bedeuteodiem Maße. Der Export dürfte;«einte Heraibsctroung der Gewinnmarge dem mach wohl vertragen, ja sie muß heraibgesehzt Werden, wenn wir unsere Absatzmärkte nicht . nach und nach verlieren sollten. WM man sritch nucfrJt auf soziale Kämpfe ein lassen, ' dl« dien Erfolg dier so mühsam ein geleiteten Krediirthilfe gefährden würden, so wird dieser Weg besehritten werden müssen. Denn ea geht nicht an, den Valuten,sOurz letdiiglii-dh vom Gesiiohtpimlkt des Importts au betiradhten; und es bei jenem allein -bewenden zu lassen:'. Folgt, nicht-eine Ermäßigung der Preise und wollen. wir trotzdem nicht unsere . Ausl aindi«m artete verlieren., so wird der Abbau der Vnlute-nlkum.e midhtt von Dauer sein. Eine richtige Preispolitik ist dringend notwendig und «st mit dem Problem der Stabilisierung der Krone eng verknüpft. —-N. Fristverlängerung für die Verwahrung gegen die wOe"-Abstempelung altösterreichischer Vorkriegsschuldverschreibungen. Das den ausländischen Besitzern von altösterreichischen forkriegsschuldtitres eingeräumte Recht, gegen die definitive „Oe*-Abstempelung unter bestimmten Voraussetzungen Verwahrung einzulegen, ist mit 31. Jänner 1922 abgelaufen. Um aber in allen jenen Fällen, wo entschuldbare Gründe vorliegen, welche die Öeltendmachung dieses Rechtes innerhalb der Frist verhindert haben, der tatsächlichen Sachlage Rechnung tragen zu können, wird, eine Nachfrist bis 28. d. M. zur Einbringung von Verwahrungen. gegen die definitive „Oe*-Abstempeiung von abstempelungspfllchtlgen, Im Ihlande erliegenden Schuldverschreibungen der altösterreichischen Vorkriegsschulden eingeräumt. Die säumigen Titresinhaber, welche von ihrem behaupteten Protestrechte noch Gebrauch macheu wollen, haben daher noch die Möglichkeit, durch ein nachgewiesenermaßen spätestens am 28. d. M. zur Post gegebenes Ansuchen, in dem die Entschuldbarkeit, der Gründe für dis Verspätung glaubhaft zu machen und die Belege für die Begründung des Verwahrungsrechtes anzuschließen sind, gegen die definitive Abstempelung Verwahrung einzulegen. Ausgeschlossen vom nachträglichen Ansuchen bleiben Jedoch jene ausländischen Titresinhaber, welche bereits in einem früheren Zeitpunkt um Freigabe ihrer Schuldtitel eingeschritten sind und diese nach Kennzeichnung mit dem Buchstaben .Oe* zur Verfügung gestellt erhalten haben. WIENER vropr rZEITUNG Wirtschaftsnachnc; ten aus Polen. Aus Warschau wird uns berichtet: A\uf telegraphische Weisung des Finanzministers Dr. Miehalskl wurde die U n t e r f e r t i g u n g der o b e r schlesischen V a I u t a k o n v e n t i o n mit Deutschland bis zum Einlangen neuer Instruktionen von den polnischen Delegierten verschoben. Der Auftrag an die Delegierten wurde unmittelbar nach einer Sitzung des politischen Komitees des Ministerrates erteilt. Aus Krakau wird uns gemeldet: Die Krakauer Handelskammer hat dem polnischen Handelsministerium einen ausführlichen Bericht Uber die wirtschaftliche Situation in dem Tätigkeitsbereich der .Kammer im Monat Jänner 1922 vorgelegt. Dem Bericht sind folgende Einzelheiten" zu entnehmen : Im allgemeinen hat sich die . wirtschaftliche Situation im Gebiet des Krakauer Beckens im Monat Jänner gebessert. Der günstige Umschwung ist zurückzuführen auf die Kredithilfe der .Regierung, auf die Geld- Qüssigkdit ln den Banken und auf die Belebung des inneren Marktes infolge bedeutender Einkäufe für den Osten. Die inländischesHeizmaterial verbrauchenden Industrien haben einen; günstigeren Geschäftsgang zu verzeichnen als die kohlen-; verarbeitenden Unternehmungen. Letztere haben nach wie vor mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Investitionstätigkeit der Industrien leide T-empfindli c Ju unter den hohen Zöllen der technischen Artikel, Motor«, Hilfsmaschinen usw., weshalb eine namhafte Herabsetzung der Zölle für die genannten Artikel gefordert wird. Die Arbeitsverhältnisse haben sich im großen und ganzen: nicht wesentlich geändert. In den meisten Industrien werden.. noch die Novemberlöhne ausgezahlt.. Eine erheblichere Belebung der Produktion weisen folgende Industrien auf: Die Approvisionierungs-, die chemische, die Textil- und die Grubenindustrie. In der Hütten-, Maschinen-, Holz- und Spiritusindustrie ist eine Stagnation zu verzeichnen. Versteigerung von Fabriken und Ländereien Deuts ehr Kameruns. London, iß Februar. (Wolff). Nach einer Mitteilung; der „Westminster Gazette“ findet im Laufe des Sommers in London die Versteigerung von Pflanzungen, Konzessionen, Fabriken und sonstigem Besitz aus jene» Teilen Deutsch- Kameruns statt, die Großbritannien übergeben wurden. Darunter befinden sich einige der höchstentwickelten und fruchtbarsten Pflanzungen der afrikanischen Kolonien. Es handelt sich hauptsächlich um Kautschuk-, Kafiee-, Kakao- und Bananenpflanzungen. Öberösterreichische Wasserkraft- und Elektrizitäts- Akt-Oes. Der am 1. d. M. in Linz unter dem Versitze des Herrn Landeshauptmannes' . Hauser abgehaltenen II. ordentlichen Generalversammlung der Öberösterreichischen Wasserk r a f tu n d E I e-k. t r.iz i t ä t s-- A k 11 e n- - G e- - seflschaft lagen der. Rechenschaftsbericht und der Rechnungsabschluß des Geschäftsjahres 1921 zur Beschlußfassung vor. Die Gesellschaft hat aus bereits in Betrieb gesetzten .Teilanlagen einen Gewi n n von rund 7 Millionen Kronen erzielt. Die Aktionäre erhalten, wie im Vorjahre, 4% auf das Aktiennominale. Der Verwaltungsrat berichtete über den außerordenllichen Erfolg der im Monate Jänner 19221 zum Zwecke der Vermehrung des Aktienkapitals auf 300 Millionen Kronen im Wege öffentlicher Zeichnung durchgeführten Aktienemission, die mehrfach überzeichnet wurde. Die Generalversammlung ermächtigte den Verwaltungsrat einstimmig, eine weitere Vermehrung des Aktienkapitals bis zu 800 Millionen Kronen im Wege öffentlicher Zeichnung in die Wege zu leiten und gegebenenfalls ein Prloritätsanlehen von 600 Millionen Kronen aufzunehmen. Die anläßlich der ersten Kapitalsvermehrung nicht voll befriedigten Zeichner von. Aktien sollen bei dieser zweiten Emission, welche sowohl hinsichtlich des Begebungskurses als auch hinsichtlich der D i v i d e n d e n b e r e c h t i g u n g von der vorhergehenden Emission nicht abweichen wird, vorzugsweise Berücksichtigung finden. Die Generalversammlung hat weiters Herrn Direktor Josef S p 1 e c h t n a der Bank für Oberösterreich und Salzburg in den Verwaitungsrat der Gesellschaft gewählt Die Arrangement-Einteilung an der Wiener Börse für die Monate März und April wird in folgender Weise festgesetzt: M ä r z: 6. K a s s a und A u 1g a b e, 8. Meldungen, 9. Effekten-Einreichung, 13. Kassa u n d A u f g a b e, 15. Meldungen, 16. Effekten-Einreichung, 20. Kassa und Aufgabe, 22. Meldungen. 23. Effekten- Einreichung, 27. Kassa und Aufgabe, 30. Meldungen, 31. Effekten-Einreichung. A p r i 1: 4. K a s s a und Aufgab e, 6. Meldungen, 7. Effekten-Einreichung, U. Kassa und Aufgabe, 13. Meldungen, 18. Effekten-Einreichung, 21. Kassa und Aufgabe, 24. Meldungen, 25. Effekten- Einreichung, 28. Kassa undAufgabe. Mai: 3. Meldungen, 4. Effekten-Einreichung, 8. Kassa und Aufgabe. Allgemeine österreichische Bodeh-Credit-Anstalt. Das anläßlich der letzten Kapitalserhöhung der Boden- Credit-Anstalt von 210 auf 336 Millionen Kronen gebildete Garantiesyndikat für 420.000 Stück neue Aktien wurde nach Beendigung seiner Operationen aufgelöst Oestörrcichlsche Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe. Die D i r e k t i ö n der Credit-Anstalt bezieht morgen ihre Bureaus in dem neuerbauten Palais, I.. Renngasse 2. ln den Parterreräumen des neuen Haukes befindet sich bereits das B a n ku n d Wechselhaus der Anstalt welches die Agenden des früheren Parteienbureaüs übernommen hat und für den gesamten Verkehr . mit der Privatklientel des Wiener Platzes ausgestaltet worden ist. In dein großen Kassensaale sind auch die Schalter für die Einlösung von Schecks und für den Einiagebücherverkehr eröffnet worden. Anschließend sind die Fremdenbureaus für den Akkreditiv- und Kreditbriefverkehr untergebracht Ocsterreichi8che Zuckerhandeis-Aktfehgesellschaft. Wir werden ersucht, festzustellen, daß zu den Gründern der Oesterreichlscheh Zuckerhandels - Aktiengesellschaft auch der Erste Wiener Konsumverein gehört. Der Lirakurs In Innsbruck. Wie die gestrigen „Innsbrucker Nachrichten* schreiben, hatte die Meldung von der Gewährung eines Italienischen Kredits die Wirkung, daß den hiesigen Banken eine unverhältnismäßig große Zahl von Lire zum Ankauf angeboten wurde, so daß diese zu bedeutend herabgesetztem Wert verkauft wurden, ln den ersten Vormittagsstunden wurden für Lire noch durchschnittlich K 280 bezahlt, gegen Mittag mir mehr K^IO. Auf den aus Wien eingeengten Tenden?berlclif, wonach die Lira sich auf dem Wiener Platz behauptet, wurde keine Rücksicht genommen. Die .Mark sank vov 31 B’ii 27» Seite 9 -uä:.. Zellulose- und Papierfabriken Brigl Ä Berg*! meister A.-G. Die ln der außerordentlichen Generalver-i Sammlung der Aktionäre vom 31. Oktober 1921 beschlossen« Erhöhung des Aktienkapitals von Nominale K 8,000.000 auf Nominale K 24,000.000 durch -Aufstempel u n g des Nomina lessämtlicher 40.000 Aktien von K 200 auf K 600 p e r A k t f e wurde von der! Regierung genehmigt und gelangt sohin zur sofortige« Durchführung. Salzgewinnung fn Palästina. Eine Gruppe russischer' Juden hat mit der Gewinnung von Salz aus dem Salzwasserj begönnen. Gegenwärtig erhält man in Palästina Salz aus anderen Ländern, besonders aus Aegypten, wo die Salzet gewinnung sehr entwickelt. ist. Palästina besitzt-zwar] eigene Salzlager ln der Nähe des Toten Meeres, die Nutzbarmachung dieses Salzes ist aber noch' mit große« Schwierigkeiten verbunden. Besonders macht sich hier der! Mangel an guten Verkehrsmitteln zwischen dem Toteaj Meer und dei) palästinensischen Handelszentren bemerkbar^ Der Transport von Salz auf Eseln und Kamelen stellt sich so teuer, daß das eingeführte Salz viel billiger ist. Laut[ statistischen Angaben werden jährlich zirka 8000 t Sala! nach Palästina eingeführt. Sir Herbert Samuel hat de«’ jüdischen Unternehmern die Betriebserlaubnis ^egebenl und auch die erforderliche Einwilligung der britischen! Marineverwaltung für sie erwirkt.- Gleichzeitig hat er ihnen den Boden auf 99 Jahre zum Mindestpreis überlassen. Der Londoner Economic Council will die Arbeit mit! 45.000PfundSterlingfinancieren. Zunächst solß das Unternehmen in kleinerem Maßstabe betrieben werden.! Mit den 15.000 Tonnen, die man im ersten Jahre ge»? wtnnen will, wird nicht nur der palästinensische Intands-l bedarf gedeckt, sondern auch ein ertragreicher S a.l zd e x p o r t eingeleitet werden können. Eine slawisch - bulgarische Zollvereinlgung. Ztf dieser Frage bringt die letzterschienene Nummer des „Han-! delsmuseum“ einen Artikel vom Privatdozenten Dr. Schi!-' der. Es ist dies, wie der Artikel ausführt, eine halft handeis-, halb weltpolitische Angelegenheit, die trotz ieb-j hafter Förderung durch den gegenwärtigen Ministerpräsi-, deuten Stambuliski scheinbar unter dem Gerölle der seit neun Jahren zu verzeichnenden andauernden bulgarisch-; serbischen Feindseligkeiten verschüttet ist, andererseitsaber durch kräftige Antriebe vorwärtsgebracht wird, diel nicht bloß wirtschaftspolitischer Art sind, sondern auch mit der nicht ganz zweifelsfreien weltpolitischen Lage Süd-j slawiens Zusammenhängen. Die gleiche Nummer enthält ausführliche Darlegungen über die Zoll- und Handelspolitik Oesterreich-Ungarns sowie eine von Konsulent Ernst Joh« verfaßte Darstellung der bedeutsamen Möglichkeiten de« brasilianischen Absatzgebietes mit einem Hinweis auf di« Jahrhundertausstellung in Rio de Janeiro. Neue Schweizer Einfuhrbestimmungen. Wfe de« Handelsmuseutn berichtet wird, hat der Schweizer Bundes«! rat für folgende Artikel Einfuhrbeschränkungen beschlossen» Holzspulen, Leisten, Rahmen, Bürstenhölzer, Drahtbürsten,] Tabakpfeifen aus Holz, Hemden gewirkt mit Brusteinsat« aus Geweben, Hohlglas und Glaswaren aus farblosen»] Glas, Spiegelglas mit bearbeiteten Kanten, grobe roh« Siebmacherwaren, Geflecht aus Eisendraht', neue Buch-j druckerlettern, Fahrradhilfsmotoren, Boote, fertige SpiegeL' Durch eine Verfügung des eidgenössischen Volkswirtschafts-j departements wurde die bisher bei der Einfuhr von flüssige^ oder fester kaustischer Soda (Aetznatron ex Z. T. Nr. 1(XD Natronlauge ex Z. T. Nr. 1001) erhobene Gebühr mit! Wirkung ab 15. d. M. aufgehoben. Von diesem Zeitpunkt«! an ist eine Einreichung von Einfuhrgesuchen für die ge-j nannten Produkte nicht mehr notwendig, Das Einfuhrverbot; für kalzinierte Soda (Z. T. Nr. 1039 und 1040) bleibt oaeft' wie vor in Kraft. _, Börse für landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung*.) V Das Geschäft an der gestrigen Hauptbörse zeigte ge-, ringeren Umfang als im Wochenlaufe, nachdem die Nach-] frage im allgemeinen stürmischer hervortrat. Die Grund-j tendenz des Marktes ist als gut behauptet zu bezeichnen,] wenn auch der Preisgang ziemlich irregulär war. Die fest« Tendenz, die den Weltmarkt seit Wochen beherrscht, traf auch hier in Erscheinung und wurde überseeischer hier! lagernder Mals zu K 280 Wien verkauft. Die Anliefe-] rungen an heimischem Getreide waren diesmal ziemlich klein, die Preise für Weizen stellen sich auf K 340, fürt Roggen auf K 260 bis 270 ab Station. Seitens des' Handels wurden kleinere Mengen Braugerste ztij K 280 ab Station erstanden. Hafer lag ruhig] und erzelte mühsam unveränderte Preise. In R ei sf Ist der Absatz schleppend, auch die Nach*; frage der Sukzessionsstaaten hat infolge der in Hamburg erhöhten Forderungen nachgelassen. Bohnen habe« günstigen Exportansatz nach Deutschland zu 9 Mark für: alte und 8 Mark für Weiß höhnen jugoslawischer; Fechsung. In Kartoffeln und Zwiebeln, ebenso in Rauhfutter treffen vollkommen unzureichende Zuschüb« ein, die Preistendenz ist sehr fest. Die Vorräte der zweite« Hand in'Mehl beginnen sich allmählich zu lichten, die' Nachfrage ist günstig sowohl für den heimischen Konsum,1 der sich im Wege des freien Handels billiger zu versorge« in der Lage ist, als durch Neukäufe in Budapest, als auch durch Anlieferungen der Getreideanstalt, jugoslawisches Nuller erzielte heute jugosl. K 25, ungarisches ung. K 54 bis K55Wien. Exekutiv wurden gekauft: Strohbohnea zu K 230 ab Klagenfurt und Hafer zu K 298 ab Himberg.! Börsen-Kommjsslonsgeschaft und Wechselstube MAG ID & Co. Wien, I., Hohenstaufengasse 11 4027 Die Devisenkurse. Zürich, 18. Februar. (Devisenkurse. — Mitgeteilt von der Schweizerischen Kreditanstalt.) 'Berlin 2.47‘L (2.55), Holland 193.25 (191.25), New York 513.- (513.-), London. 22.38 (22.32), Paris 45.25 (44.47'/*)* Mailand 25 - (24.47'/,). Brüssel 42.70 (42.25), Kopenhagen 106.25 (106.10), Stockholm 135.75 (134.35), Clirlstiania 87.80 (86.60), Madrid 81.— (80.75), Buenos Aires 188.- (187.50). Prag 9.65 (9.67'/,), Budapest —.77V, (—.79), Agram 1.63 (1.63), Bukarest (-.-). Warschau -.15 (-.15), Wie« Geld —.15 (—.14), Wien Ware —(—.—), Oesterr. gest. Kronen Geld —.08 (—.08), Oesterr. gest Kronen War« Amsterdam, 18. Februar. (Devisenkurse.) London 11.57*/, (11.61), Berlin 1.26'/, (1.30), Paris 23.45 (23.25), Schweiz. 51.90 (52.25), Wien -.07'/, (-.07*/«), Kopenhagen 55.30 (55.59), Stockholm 70.35 (70.30), Christianla 45.35 (45.59), New York 255.87 (266.50), Brüssel 22.32'/, (22.15), Madrid . (42.07*/,). Italien (12.97*/,), Budapest —(—.—). Berlin, 18. Februar. (Devisenkurse.) Wien altes —(—.—), Wien abgestempelt 5.4? (5.58), Prag 393.60 (382.60). Budapest 32.56 (31.16). Berlin, 18. Februar. (Kurse der Devisenzentrale.) Noten: Dollar 208.25 (203.05), Pfund 910.- (885.50), Italienische 1026.75 (991.50), Polnische 5.80 (5.80), Tschecho-slowaVisclic 395.— (382.— ), Ahe österreichisch« < —.—X. Oe. teu. o-este^ioelte 3A5 13.35k