Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1097 (17.2.1922)
- Date
- 1922-02-17
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Freitag WIENER MORGENZEITONGT 17. Februar 192S Nr. 10971 Noch umständlicher und langwieriger ist der vorangehende, der ulkige Einakter. Umso bedauerlicher, als die Exposition ganz köstlich gelang und von echten Molnar-Akzenten belebt ist. Während die Bühne für „König Lear“ hergerichtet wird, stürzt Herr Banati, der den Lear spielen soll, höchst bestürzt'auf die Bretter. Ein Gatte hat ihn in flagranti erwischt und verfolgt ihn wutschnaubend. Er trifft den Mimen bereits in der ehrwürdigen Maske des König Lear und da der Gehörnte gottlob Shakespeare- Forscher und Hochschuldozent ist, wandelt sich die gefährliche Auseinandersetzung zwischen dem Schauspieler und dem Rächer seiner verletzten Gattenehre .in die eingehende Behandlung von Shakespeare- Problemen. Es geht toll zu. Ein alter Feuerwehrmann tritt zeitweise an die Rampe, salutiert dem Publikum und äußert sich recht eindeutig uyd recht despektierlich über Leben und Weben des Schauspielervölkchens. Der Ulk währt fünf Viertelstunden. Auf zwanzig Minuten reduziert, wäre er ein ingrimmiger, zwerchfellerschütternder Scherz. So aber ist das Vorspiel schwer zu ertragen. Im Burgtheater wird es überdies schwerfällig, im Schneckentempo gebracht und die Besetzung der Rollen läßt zu wünschen übrig. Ganz ausgezeichnet, voll Humor und erstaunlich aufgeräumt Herr A s f a n und . trefflich Herr T r e ß 1 e r. Den wütenden Ehegatten, gründlicher Dozent und cholerischer Lösgeher in einer Person, müßte ein überragender Komiker geben, der mit» hundert Nüäncen nachhilft. Her H ä u s s e r m a n n genügte bloß und Herr Sievert ließ die gelungene Figur des Conferenciers der Schnurre, des gemütlichöberlegenen Löschmannes, ganz fallen. Köstlich, wie immer, Herr S t r a ß n i als Bühnenfaktotum. Noch ein Wort des Unbehagens über die Mentalität des zweiten Stückes. Diese bürgerlich-verlogene Rührseligkeit, dieser Honigseim mit Sacharinzusatz einer falschen Sentimentalität, kleiner Gefühlchen, billiger „Nachdenklichkeit“, wie er im „Feldmarschall" faustdick aufgetragen ist! Dem Publikum — die Logen hatten Budapester Decqjlete angelegt — mundete diese Nahrung. Es bejubelte den „Feldmarschall“, es lehnte den Ulk ab — trotzdem er weit wertvoller, Freie jüdische VolksbAhne Gastspiel ini Lastspieltheater Framl&pa ät&.Dbf ginger fin sein Traner ää™ paar Das Theater Ist geheizt! "WH 4280 Premiere in der Freien jüdischen Volkbühne. Die Freie jüdische Volksbühne (Gastspiel im Lustspieltheater) bringt heute, Freitag, Ossip Dymows „DerSingerfia sein Trauer", Spiel in drei Akten, zur Erstaufführung. Spielleiter Dr. Siegfried Schmitz. Atts den Theaters. hn B u r g t h e a t e r geht morgen „Madame Legros" In Szene. 7 Uhr. Im 0 p e r n .t h e a t e r wird morgen ln neuer Inszenierung „Der fliegende. Holländer“ auigeführt. Senta — Fiau Barbara Kemp von der Berliner Staatsoper als Gast 7 Uhr. In der V o I k s o p e r geht heute „Die Entführung aus dem. Serail“ in Szene. Kein Kartenverkauf. %8 Uhr. — Für die morgige Äüffübrung von „Tosca“ wurden die beiden Gäste Frau Vika Engel vom Nationaltheater in Agram für die Titelrolle und Herr David Jaroslawski für die Partie des Scarpia gewonnen. Im Deutschen V o I fc s t h e a t e r beginnt die Sonntag nachmittags unter dem Ehrenschutze des Bundes- Präsidenten stattßndepde „Große Künstlerakademie“ zugunsten notleidender Kleinrentner nicht um Va3 Uhr, sondern schon um 2 Uhr. Nebst der New Yorker Primaballerine Miß Albertina Rasch wirken Herr Wilhelm Klitsch, der Flötenvirtuose Professor Arry van L e e u w e n und der Violinvlrtuos Professor Robert P o 11 a k mit. Am Klavier Otto Schulhof. — Morgen wird „Wienerinnen* gegeben. 7 Uhr. An der Neuen Wiener Bühne gelangt wegen anderweitiger Verpflichtungen der Gäste Beregi und Sagan „Tagarin“ nur noch bis Montag den 20L d. M. zur Aufführung. —, Am 21.. 22. und 23. Februar wird Strindbergs „Totentanz“ wiederholt. — Freitag den 24. d. M. gelangt „General Goldschein“, Lustspiel m drei Akten von Armin Friedmann und Gustav Beer, der erfolgreichen Autoren von „Onkel Bernhard“ und „Doktor Stieglitz“, zur Uraufführung. echter ist, als das elegische Salonstück mit der Schießerei. Franz Molnar wurde oft. gerufen. Otto A b e 1 e s. Votksoper. (Zum ersten Male: ,D i e L i e b e dreierKonige“, tragische Dichtung in drei Aufzügen von Sem B e n e 11 i, Musik von Italo MoatemezzL) „Die Liebe dreier Könige“ ist keine Operette, wie man nach dem Titel glauben könnte, auch kein heiteres Singspiel, sondern eine Oper mit tragischem Ende. Im fernen Mittelalter, da die nordischen Volksstämme nach dem sonnigen Italien wanderten, zog auch Archibald nach dem Süden und begründete dort ein Reich. Vierzig Jahre sind seitdem dahingegangen, er ist erblindet und sein Sohn Manfred herrscht über das Land. Meist liegt er draußen Im Kampf und daheim tröstet sich sein junges Weib Flora, die gleich Isolden dem Feinde abgerungen wurde und nun eine Fremde im fremden Lande ist, in den Armen ihres Landsmannes, des Fürsten Avito. Auch der alte König, der Ihr Tun argwöhnisch verfolgt, verzehrt sich in Sorge, um sie. So geht ein wunderbarer Glanz von dieser „Liebe dreier Könige“ aus, die schließlich, im Kampfe zwischen. ^Pflicht gegen den Gatten und Neigung für den Liebhaber, neuerlich dessen Werbung Gehör schenkt, vom eifersüchtigen alten König dabei ertappt und nach kurzem Kampfe erwürgt wird. Auf ihre Lippen träufelt er tödliches Gift, um so dem unbekannten Liebhaber, wenn er die Tote mit den Lippen berührt, den Garaus zu machen. Auch der Gatte naht der Aufgebahrten zum letzten Lebewohl und so erliegen beide dem unheilvollen Gifte und Archibald bleibt gleich König Marke vereinsamt bei den Leichen zurück. Auch sonst gemahnt das Werk an „Tristan und Isolde“. Die Leuchte wird gelöscht, von der Höhe der Burg weht Flora mit dem Schleier ins Tal und Avito möchte auf Fioras Lippen den Liebestod Süden. Auch Motive aus „Romeo und Julia* spielen herein, dazu wird eine dunktie Mystik mit wunderbaren Farben angestrebt, welche die Musik durchaus nicht zu gestalten vermag. Montemezzi, der bald 50 Jahre alt wird, hat nebst einem Chorwerk bereits drei Opern geschaffen und seine „Amore de! tre rö* wurde in Mailand und Prag mit Erfolg aufgeführt. Man erkennt sogleich die Routine des tüchtigen Musikers und schätzt die sympathische Ehrlichkeit und Anspruchslosigkeit der Instrumentation. Freilich geht die Dürftigkeit der Harmonie und Modulation zu weit, auch die Erfindung ist weder überreich noch 'sonderlich gewählt Sprechgesang wechselt mit kürztet Raimund-Theater wird morgen zum ersten Male „Die Schauspieler“ gegeben. Gastspiel Leopold Kramer. 7 Uhr. In der heutigen Vorstellung „Figaros Hochzeit im Redoutensaale singt Herr Kammersänger Weil die Partie des Grafen, Frau Mibaczek zum ersten male die Partie der Gräfin, Frau Schumann die Partie der Susanne. Hebräische Akademie. Für diese' Sonntag den 19. d. M. im Mittleren Konzerthaussaal stattfindende hebräische Veranstaltung gibt sich außerordentliches Interesse kund. Mitwirkend; Oberkantor Mar g.u 1 i e s, Sabine Lauter, Channa Schwarz und Dr. T a r t ak o w e r. Zürn ersten Male wird Gelegenheit geboten, das hebräische Lied in einem großen Rahmen, aulgetührt von erstklassigen Künstlern, zu hören. Restliche Karten: „Morgenzeitung“, Löwit, Aida und Hatechlja. Liedermatinee des Vereines Freie jüdische Volksbühne. Die I. Volksmatinee (Goldfaden-Wafschawskl- Lieder) wird Sonntag den 19. d. M., 3 Uhr nachmittags, im Ltistspieltheater wiederholt Für Vereinsmitglieder Regiepreise (K 50,100,200). Regiekarten sind im Sekretariat erhältlich. Urania. Dienstag den 21. d. M., */08 Uhr, gibt Kammersängerin Elise E1 i z z a im Großen Saale der Urania, einen Arien- und Liederabend (Weber, Schubert, Brahms, Verdi, Josef Strauß). Am Klavier: Kapellmeister Franz S c h ö n b a u m s f e 1 d. Volkswirt. Gestempelte Krone « Auszahlung Wien * In Zürich notierte: die österreichische Krone —.17 die österr. gest Krone . . —.09 die tschechische Krone. 9.70 die Mark.* 2.56 Agram . ..1.65 Bukarest ...... — Budapest . . . . , . —.79 Warschau» —.15 —.09 Centimes. —.17 Centimes. (-.17 am lß. Ffebruar) (—.09 am 15. Februär) ( 9.72 am 15. Februar) ( 2.57 am Iß. Februar) ( t,.7Ö am 13. Februar) (—.— am 15. Februar) (-.78 am 15. Februar) (—.15 am 15. Februar) Wien in Zürich. Die Nötterufig der gestempelten Krone in Zürich blieb gestern unverändert auf 0*09, ebenso die der Auszahlung Wien auf 0*17. * atmigen Melodien, Wagnersches .Heldenpathos mit Puccini-Melismen. Die Themen sind nicht prägnant, der Kontrast gering, die Zeichnung der Charaktere unscharf. Die musikalische Entwicklung will nicht recht in Fluß kommen, an den Höhepunkten versagt die musikalische Kraft und wo die Musik wie im zweiten Akte Tristan-Höhen zustrebt, erlahmt sie vorzeitig in konventioneller Sentimentalität Mitunter schlagen Stichflammen empor, aber kein dramatisches Feuer leuchtet auf, das mit elemantarer Gewalt von Herzen zu Herzen geht. — Nichtsdestoweniger sparte die Vblksoper keine Mühe, dem Werke zu einem freundlichen Erfolg zu verhelfen. Die Inszenierung,, die namentlich im zweiten Akt mit seiner Burghöhe nach Steinbaukastenart unter der Enge der Bühne litt, blieb stets geschmackvoll und mit Öberregisseur Markowsky und Kapellmeister Doktor W e i r i c h konnten die gewandten Sänger für den herzlichen Beifall danken. Herr Bau mann war trotz heftiger Indisposition ein ausdrucksvoller Archibald, Herr Hagen ein gütiger Manfred, Herr Lußmann als Avito mehr kraftvoller Tenor als feuriger Liebhaber. Fräulein Rantzau, der Liebling der Volksoper, bestrickte durch Ihre strahlende Höhe wir durch die Anmut ihrer Erscheinung, Ua, Ueber die Erklärungen des Finanzfftlnisters Dr. Gürtler über den englischen Kreditvorschuß berichten wir an anderer Stelle« Der Notenumlauf um 11 “48 Milliarden gestiegen. Zufolge dem Ausweis der Oesterreichisch-ungärischea Bank vom 11. d. M. ist der Notenumlauf nach dem Stande vom 15. Jänner um 11 48 auf 193*75 Milliarden Kronen gestiegen. Die Schatzscheine erhöhten sich um 6*39 Milliarden. Wirtschaftsnachrichten aus Palästina. Inder letzten Sitzung der Jerusalemer Handelskammer erklärte der Gouverneur vön Jerusalem: Die Kammer habe seit ihrem Bestehen so gute Erfolge gezeitigt, daß die Regierung entschlossen sei, dieser Instutlon einen selbständigen Charakter zu verleihen. Er persönlich lege deshalb das Amt des Vorsitzenden nieder und schlage der Versammlung vor) Ihren Vorstand nach eigenem Ermessen zu wählen. Im weiteren Verlauf seiner Ansprache betonte der Gouverneur, daß die allgemeine Ökonomische Krise Jerusalem fast gar nicht berührt habe. Im Gegensatz zu den meisten . ägyptische# Städten sei in Jerusalem kein einziger Bankrottfall verzeichnet worden. Die lokale Indusrie entwickle sich außerordentlich günstig und die b evorstehende Touristensaison verspreche einen besonders günstigen Ges c h ä f t s-| gang, ln Ihrer nächsten Sitzung wird die Handelskammer drei Vorsitzende wählen, die den drei in Jerusalem vertretenen Religionen angehören und einander regelmäßig ab-: lösen sollen. - In der letzten Genera!Versammlung der „AngYö* ßgyptian Bank“ lenkte der Vorsitzende die Auf-! merksamkeit auf die palästinensische Wirtschaftsentwicklung, Im Laufe der Tagung wurde beschlossen, in Palästina mehrere Filialen der Bank einzurichten. Ein neuer Verkehrsweg für den polnischen Kohlentransport. Warschau, 16. Februar. Die industriellen und die Finanzkreise sind mit der Ausarbeitung des Projekts einer Wasserstraße beschäftigt, die für den Transport von Kohle aus O b e r s c h 1 e s i e n nach Danzig bestimmt ist Die Wasserstraße soll von der Schwarzen Przemsa bei Myslowitz beginnen und über Kattowitz, Herby, Czenstöchau und Lodz nach Danzig gehen. Die Regulierung der Weichsel zwischen Thora und- Danzig wird den Kohlentransport auf Schiffen von 10ÖÖ Tonnen Gehalt gestatten. Per Bau ist für acht Jahre berechnet Die Kosten werden. 230 Millionen Goldmark be*; tragen. Bei der großen Bedeutung des Unternehmens wird erwartet, daß sich das ausländische Kapital lebhaft dafür interessieren wird. - j Oesterrelchische Wäffenfabrlks-Gesellsclfaft, In def am 15. d. M. abgehaltenen Sitzung des Verwaltungsrätes wurde der- Beschluß gefaßt, einer für den 6. März d. fe einzuberufenden außerordentlichen Generalversammlung den Antrag auf Erhöhung des Aktienkapitals von K 189,000.000 bis zum Betrage von K 378,000.000 zu stellen.. Zinsfußermäßigung der Bank von England. Die» Bank von England ermäßigte den. Diskont von 5 auf 4%%. Südafrikanische Baugesellschaft für Palästina« Unter der Firma „Südafrikanische Baugesellschaft für Palästina“ wurde in Johannesburg von etwa 20 prominenten Juden ein Aktienunternehmen ins Leben gerufen, welches; in Palästina Arbeiterhäuser, Fabriksgebäude und Unterkunftsräume für öffentliche Institutionen errichten soll. Die Idee einer solchen Gesellschaft begegnete in den Kreisen der südafrikanischen Juden lebhafter Zustimmung, so daß mit einer schnellen Aufbringung des auf 100,000 Pfund Sterling festgesetzten Grundkapitals zu rechnen ist. Ein ansehnlicher Teil dieser Summe ist bereits gesichert Freigabe der Ausfuhr von Qelkuchen In Rumänien. Wie das Handelsmuseum mitteilt, werden in Rumänien allgemein Ausfuhrbewilligungen für Oelkuchen aller Art gegen Zahlung der Ausmhrgebühr erteilt, falls vorher 20% der angesuchten Menge der Zentral Vereinigung der Äckerbausyndikate zur Verfügung gestellt wurden. Nähere Auskünfte erteilt die Zollabteilung des HandelsmuseuniSi Wien, IX* Berggasse 16, Zimmer 52. ’ . Neue Ausfuhrzölle in Rumänien. Wie das Handels-' museum mitteilt, werden bei der Ausfuhr nachgenannter Waren aus Rumänien, folgende Zölle erhoben : für frisches oder konserviertes Fleisch 500 Lei, für Erdkohle (Lignit und Glanzkohle) 100 Lei, für aus Korkruten gearbeitete', Gegenstände, wie Körbe usw.. 100 Lei per Waggon; für Resonanzholz wurde der Ausfuhrzoll auf 150 Lei per Kubikmeter herabgesetzt. Die italienische Reisausfuhr frelgegebeti. Aus Rom wird berichtet: Die italienische Regierung hat die Ausfuhr Von Reis freigegeben. Der italienische Reisbau macht gegenwärtig eine schwere Krise durch, da die ausländischen Märkte als Absatzgebiet verlorengegangen sind. Die raitteiitalienischen Reisschälereien haben infolgedessen den Betrieb teils eingestellt, teils stark reduziert. Eine neue Eisenbahn fm Kongo. Aus Paris wird gemeldet : Die Regierung des Kongostaates hat beschlossen, eine Eisenbahn zu erbauen, die den unteren Kongo, mit der Kongomündung verbinden soll Viehmärkte in 8t. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung*.) ' Rindermarkt. Der Auftrieb belief sieh auf 118 Stück inländisches und 809 Stück ungarisches, zusammen 927 Stück Schlachtvieh, worunter sich 743 Stück Mast-und 184 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung, nach waren 135 Ochsen, 107 Stiere, 150 Kühe und 5 Büffel. Angesichts des stockenden Primafleischabsatzes infolge der blülgen Schweinefleischpreise war die Tendenz 4 flauer als am Montag. Die Preise stellten sich um K 50 bis 100 per Kilogramm billiger. Es, notierten: Ochsen je nach Qualität IC 630 bis 1200, Stiere und Kühe K 620 bis 900 und Beinlvieh K 380 bis 620 per Kilogramm,: Lebendgewicht. — Schweine ni a r k t. Aufgetrieben wurden 1353 Stück Fettschweine. Bei lebhaftem Verkehr. haben die Preise gegen Dienstag um K 100 per Kilogramm, angezogen. Es notierten: Fettschweine K l 180. bis 1400 per Kilogramm Lebendgewicht., — Stechviehma r k t. Die Gesamtzufuhr belief sich auf 2024 Kälber, 1598 Weidnerschweine, 63 Weidnerschafe und 115 Ziegen. Kälber tendierten flauer. Primasorten haben bis K100, alle anderen Qualitäten K 150 per Kilogramm eingebüßt. Weidnerfleischschweine stellten sich um K 200 bis 25Ö und' Fettschweine um K 500 per Kilogramm billiger im Preise, Es notierten: Kälber, Prima K 1500 bis 1600, Sekunda K 1300 bis 1450, leichte K 1050 bis 1270, Fleischschweine K 1300 bis 1900, Fettschweine K 1500 bis 1600, Weidnerschafe K 700 bis 1050 und Ziegen K 4Ö0 bis 900 per Kilogramm. Berliner Börse. Berlin, 16. Februar. Den Mittelpunkt des heutige« Börsenverkehrs bildete wiederum der Montan-Aktienmarkt und er übte auch den beherrschenden Einfluß aus. .Laurahütte-Aktien, die gegen den gestrigen aachbörsliohen Kurs niedriger einsetzten, konnten sich heute wieder im Kurse erholen. Mehr als 100% Besserungen erfuhren namentlich Kattowitzer und Hohenlohe-Aktien. Diese Bewegung gab. die Anregung zur Abwärtsbewegung anderer gleichartiger Papiere, wie Harpener, die 200, Hösch-, die 150, und Manflesmahn-Aktien, die 115% gewannen. Auch Bochumer« Gußstahl- und Rheinische Braunkohlenwerte zogen weiter im Kurse an. Auf den übrigen Märkten war das Geschäft ruhig. Feste Stimmung bekundeten besonders chemische Werte, die durchweg* Steigerungen von 10 bis 20% erzielten. Aber auch sonst überwogen die Kursbesserungen, da das gestrige Abstimmungsergebnis im Reichstage die Ünternehmunfirslust ermutigt hatte. Vernachlässigt waren