Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1097 (17.2.1922)
- Date
- 1922-02-17
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Tfr. 1097_Wien, Freitag Bank-Aktien, wo die Kurse nur unbedeutende Besserungen aufwiesen. Von Schiffabrtsaktien stiegen Hamburg-Amerika- und Hansa-Aktien um 30%. Von festverzinslichen Werten gab die Österreichische Goldrente erheblich nach. Prager Börse. " Prag, 16. Februar. Bei ganz unregelmäßiger Kursfoildung überwog an der heutigen Börse die Abschwächung, von der hauptsächlich lndustriepapiere berührt wurden. Die niedrigere Notierung der österreichischen Krone hatte einen ungünstigen Einfluß auf die Arbitragewerte zur Folge, die mit großer Mühe ihren gestrigen Kursstand behaupten konnten. In Anlagepapieren fanden Umsätze zu den gestrigen Notierungen statt. Staatspapiere waren gut gehalten. Von Bankaktien besserte sich ein kleiner Teil. Von ausländischen Banken gewannen jugoslawische, Angloösterreichische und Wiener Bankverein-Aktien K 2. Von Industriepapieren waren Oesterreichische Berg- und Hütten- Aktien um K 25 höher. Böhmische Zuckeraktien verloren mit Rücksicht auf die Emission allmählich K 40 und Prager Papiere aus demselben Grunde K 25. Auf dem Exotenmarkte waren die Kurse weiter abgeschwächt. Schhißtendenz geschäftslos. Westdivisen haben sich zum größten Teile befestigt, wogegen im freien Valutenhandel eine allgemeine Abschwächung zu verzeichnen war. BudapeSter Börse. Budapest, 16. Februar. Die Börse eröffnete!n zuversichtlicher Stimmung, wobei zu Beginn, namentlich im Schranken, größere Transaktionen stattfanden. Nach Er- WIENER MORGENZEITTXNG fedigung derselben wurde das Geschäft, wieder stiller und kam um die Mittagsstunde fast gänzlich zum Stocken. In der Kulisse tiberwogen die Verkäufe, wobei sämtliche Kurse, namentlich Salgo-, Rima- und Staatsbahn-Aktien, K 50 bis 100 einbüßten. Auf dem Banlcenmarkte war das Geschäft stiller. Auf dem Kohlenmarkt, war die Kursbildung nicht einheitlich. Gran-Szaszvarer waren höher gehalten, wogegen Ungarische Allgemeine und Beocziner-Aktien zur Schwäche neigten. Der Eisenmarkt lag geschäftslos. Von Spezialwerten, die im allgemeinen auf dem gestrigen Kursniveau eröffneten, standen Ungarische Zucker-Aktien im Vordergründe des Interesses* wobei dieselben in großen Posten umgesetzt wurden. Späterhin gingen dieselben auf ihren gestrigen Kursstand zurück. Holzwerte ..entbehrten bei freundlicher Grundstimmung der Lebhaftigkeit. Der Valutenmarkt war infolge der stabilen Züricher Kronen-., Notierung vollkommen geschäftslos bei kaum veränderten Kursen. Einiges Interesse zeigte sich für Sökols. Die österreichische Krone sprafch sich fest aus, wogegen Lei schwächer lagen. Der Devisenmarkt war geschäftslos. Die Devisenkurse. Zürich, 16. Februar. (Devisenkurse. — Mitgeteih von der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 2.56 (2.57), Holland 191.25 (191.75), New York 513.- (512.—), London 22.32 (22.37), Paris 44.30 (44.35). Mailand 24.87 (25.05), Brüssel 42.15 (42.35), Kopenhagen 105.25 (105.50), Stockholm 134.10 (132.50), Christiania 85.75 (85.—), Madrid 80.50 (80.50), Buenos Aires 187.50 (188.—),!7.Februaf ,S2S_SelfeTl^ ———1■ ... ■■ Prag 9.70 (9.72), Budapest -.79 (-.78). Agram 1.65 (1.70), Bukarest—.— (—.—), Warschau —.15(—.15), Wie» Geld —.17 (—.17), Wien Ware —(—.—), Oesterr. gestf Kronen Geld —.09 (—.09), Oesterr. gesL Kronen War« Amsterdam, 16. Februar. (Devisenkurse.) London 11.63% (11.68%), Berlin 1.33% (1.33%), Parft* 23.17% (23.22%), Schweiz 52.25 (52.25), Wien -.09 (-.09). Kopenhagen 55.35 (55.10), Stockholm 70.10(70.10), ChristianiaÜ 44.75 (44.60), New York 267.50 (267.37), Brüssel 22.1« (22.17%), Madrid 42.10 (42.17'/«), Italien 13.10 (13.12),; Budapest —.41 (—.—). Berlin, 16. Februar. (Devisenkurse.) Wien altes —(—.—), Wien abgestempelt 5.7Ä (6.43), Prag 378.60 (378.10), Budapest 30.76 (30.86). Berlin, 16. Februar. (Kurse der Devisenzenfrale.V Noten: Dollar 199.55 (198.90), Pfund 875 - <874.—>J Italienische 969.- (975.-), Polnische 5.70 (5.57»/,>3 Tschecho-slowakische 376.50 (377.50). Alte österreichisch« (—.—), Oesterr. gestempelte 3.20 (3.22%). Prag, 16. Februar. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-slowakischen Finanzministeriums.) Berlin 26.05 (26:22%), Zürich 1028.— (1028.-), Belgrad 68.— (68.25), Bukarest —.— (—.—), Wien 0.71%. (0.76),» Warschau 1.20 (1.23l/s), Agram (—.—), Budapest 7.87% (7*90), Jugoslawische Noten 65.— (65.25), OesterrJ gestemp. Kronen 0.71% (0.76), Polu. Noten 1.20 (l£3%)j Ungar. Noten 7.87% (7.M). -« '■tf Sportblatt der Wiener Nor&enzeitund ( , Fußball. Unsere Ländermannschaft. Zum Spiel gegen Sfiddeutschland. Der Verbandskapitän hat diejenigen Spieler namhaft gemacht, die für die Vertretung unserer Farben am 26. d. M. in Nürnberg in Betracht kommen. Der Vorstand des Niederösterreichischen Fußball-Verbandes richtete nun an die Vereine Hakoah, Sportklub, Rudolfshügel, W. A. F., Vienna, Rapid, Wacker und Amateure nachstehendes Schreiben: «im Hinblick auf die Wichtigkeit dieses Wettkampfes zwischen Wien und Süddeutschland bitten wir Sie, entweder den in Aussicht genommenen Spieler zu veranlassen oder gütigst selbst entsprechende Maßnahmen zu treffen, damit der genannte Herr im Falle der definitiven Wahl keinen Schwierigkeiten, wie Urlaub, Paßbeschaffung und sonstigen zur Auslandsreise notwendigen Formalitäten, begegnet. im Interesse des Ansehens unserer Klasse erscheint es sehr empfehlenswert, wenn der genannte Herr die noch bestehende kurze Frist zum intensiven körperlichen Training ausnützt und sonst auch seine Lebensweise so einrichtet, daß er in bester körperlicher Verfassung .die Farben Niederösterreichs würdig vertreten kann. ~ Allenfalls bitten wir um gefällige sofortige Uebermittlung des Passes. Der genannte Herr wird ersucht, sich zur Abreise bereitzuhalten.“ Unter den in Aussicht genommenen Spielern haben fast alle in der letzten Zeit weite Reisön unternommen. Der Sportklub war in Italien, sein Verteidiger Beer sogar zweimal, Rapid hat eine Fahrt nach Spanien hinter sich, vier von den fünf gewählten Amateur- Spielern waren, ebenso wie Blum (Vienna), Fischera (W. A. F.) und Resch (Wacker), beim Länderspiel in Mailand, die Hakoah weilte vor einigen Wochen in Sachsen und^ in der Schweiz. Es ist also sehr fraglich, ob nur ein Teil der Auserkorenen Urlaub bekommt. Die süddeutsche ♦•Auswahlmannschaft ist schon seit langer Zeit nominiert. Sie enthält fast ausschließlich auch bei uns bekannte Namen: Lohrmann (8. V. Fürth), Müller (8. V. Fürth), WelltAfer (3. V, Fürth); Hagen (S. V. Fürth), Kalb (I. F. C. Nürnberg), Riegel (I. F. C. Nürnberg); Strobel (Karlsruher F. V.), Franz (S. V. Fürth), Seiderer (8. V. Fürth), Träg (I. F. C. Nürnberg), Sutor (I. F. C. Nürnberg). Nicht weniger* als sechs Spieler gehören der Spiel Vereinigung Fürth an. Diese auffallende Bevorzugung ist berechtigt, wenn man berücksichtigt, daß es der Spielvereinigung gelungen ist, so gewichtige Gegner wie M. T. K - Budapest, Siavia-Prag und L F. C. Nürnberg aus dem Felde zu schlagen. Die Verteidigung hat erst am vergangenen Sonntag im Spiel gegen die Nürnberger Stürmer hervorragendes Können gezeigt. In der Deckung stehen drei Spieler, die sich in vielen heißen Schlachten bewährt haben. Der Mittelläufer Kalb zählt überdies zur europäischen ExtraklasSe, Der Angriff hat Vertreter zweier verschiedener Spielmethoden, da die rechte Seite mit Seiderer in der Mitte das flache Kombinationsspiel pflegen, die Stürmer der linken Seite hingegen den Erfolg durch Schnelligkeit, Kraft und Schußgewalt anstrebten. Die Mannschaft, als Einheit gewertet, ist schnell, schwer und schußkräftig. Es wäre aber Selbsttäuschung, wenn man annehmen würde, daß die Süddeutschen uns technisch oder taktisch unterlegen sind. Die gegnerische Elf repräsentiert allererste Klasse und unsere Vertreter werden Mühe haben, in Ehren zu bestehen. Die vom Verbandskapitän namhaft gemachten Spieler stellen so ziemlich das Beste dar, das wir besitzen. Wem soll man aber von diesen unsere Vertretung artvertrauen? Diese Frage zu beantworten, erscheint zumindest als sehr gewagt Unter den Tormännern vermißt man die Namen Ostricek (Hertha) und Halpern (Hakoah). Wir hätten einem von diesen beiden vor allen drei Erwählten den Vorzug gegeben. Edi Kannhäuser (Sporklub) und Janczik (W. A. F.) sind Blender, gleich dem derzeit besten Wiener Torwächter Jokl (Amateure). Ihre 'Form ist aber nicht gleichmäßig, so daß man nie mit Sicherheit auf diese befdert ausgezeichnet veranlagten Spieler rechnen kann. Mehr Vertrauen b .igen wir dem Rudolfshügler Brazda entgegen. Der Favoritner ist ein Pechvogel, da er sicherlich schon des öfteren international gespielt hätte, wenn er nicht fast ständig , zu den Verletzten zu zählen wäre. Brazda ist intelligent, kaltblütig, mutig und sehr behend. Ueberdies versteht ■ er es, sich gut zu placieren. Falls die Wahl auf ihn jfiele, würde unser Heiligtum von einem Berufenen verteidigt werden. An guten Verteidigern haben wir wenig Auswahl. Die Heranziehung Blums (Vienna) steht fest, doch verursacht die Namhaftmachung seines Partners einiges f Kopfzerbrechen, Es überrascht einigermaßen, daß i Popovich (Amateure) nicht berücksichtigt wurde. .Der «Fachpresse“ hat es gefallen, ihn zum alten Eisen zu werfen, trotzdem dieser Spieler auch heute noch unser bewährtester internationale Verteidiger ist Popovich trainiert fleißig beim W. A. C. und dürfte sich demgemäß körperlich bereits auf der Höhe befinden. Nach ihm .erscheint Beer (Sportklub) als der Würdigste,-umsomehr, als er sich beim vorletzten Länderkampf, der in München stattfand und 1:1 endete, sehr wacker gehalten hat.' Seine Größe und Kraft dürften ihm im Kampf gegen den robusten Träg sehr zustatten kommen. Die Flügelläuferposten erscheinen mit den Amateur-Spielern Geyer und Kurz am besten besetzt. Von den nominierten Mittelläufern geben wir dem alten Haudegen Brändstädter (Rapid) den Vorzug. Der Angriff, einst der Stolz der österreichischen Auswahlmannschaften, hat viel an Können eingebüßt Das Innentrio Uridil, Kuthän und Fischera würde den Gegnern viel zu schaffen machen,. die Flügelstürmer hingegen sind entschieden schwächer. Köck ist lange nicht so gut als Wondrak. Technisch dürfte ersterem, auch Seidl überlegen sein. Da der Amateur-Mann der einzige vom Verbandskapitän nominierte rechte Flügelstürmer ist, dürfte er kaum von seinem Platz verdrängt v werden. Von den linken Flügelstürmern Katz (Hakoah), Cutti (Amateure), Vecera (Amateure) ist letzterer der technisch beste. Seine beiden Konkurrenten sind, hingegen weitaus schneidiger, demgemäß wird auch unter ihnen die Wahl zp treffen sein. Wem man den Vorzug gibt, ist reine Geschmacksache. Bisher sind im Fußball-Verband wohl noch keine Absagen eingetroffen, aber auch die Zusagen sind bisher sehr spärlich. Nur die beiden W. A. F.-Spieler Janczik und Fischera haben, ihre Bereitwilligkeit zur Fahrt .bQkanntgegeben, Förth—Nürnberg. Eine deutsche Pressestimme. Die Begegnungen der beiden besteh deutschen Mannschaften erwecken weit über die Grenzen des Deutschen Reiches größtes Interesse. Im ersten großen Kampf, der am vergangenen Sonntag in Fürth stattfand, blieben die Einheimischen, wie wir bereits berichteten, mit 3 : 2 Toren siegreich. Das Spiel war ausgesprochen derb und Schiedsrichter Niederberger (Stuttgart) hatte große Mühe,, den Kampf zu Ende zu leiten, umsomehr, als sich einige Spieler der Nürnberger sehr unbotmäßig benahmen. Unter den 20.000 Zuschauerin befand sich ein Vertreter eines Mailänder Sportblattes. Das «Nürnberg-Ftirther Montagbtatt“ schreibt über das Spiel: «Fürth ist und bleibt die elegante, ruhige, überlegte, technisch hochentwickelte, für Propagandaspiele sehr geeignete Mannschaft, eine Kampfmannschaft aber haben die FUrther nicht. Eine Kampfmannschaft im wahrsten Sinne des Wortes aber hat der Klub. Die Energie dieser Mannschaft, die es dabei auch versteht, fein zu kombinieren, setzte gestern wieder alles in Staunen ... Das Spiel wurde hauptsächlich durch die bessere Läuferreihe der Fürther entschieden.“ Zum Schluß sagt das Blatt wörtlich: «Leider können wir nicht umhin, den großen Kampf neben der spieltechnischen auch von der moralischen Seite aus zu beleuchten. Daß das Urteil hiebei für Nürnberg ungünstig ausfäilt, das bedauern wir, die Objektivität verlangt es aber, in diesem Punkte nicht zu schweigen. Dem 1. F. C. Nürnberg muß der Rat erteilt werden, auch große Spiele ruhig und vornehm durchzuführen. Das ewige Bemängeln der Anordnungen des Unparteiischen muß ebenso Unterbleiben wie das Hineintragen einer zu scharfen Note in das Spiel, ln beiden Beziehungen jchneiden die FUrther erheblich besser ab, die Mannschaft des Altmeisters arbeitete weit ruhiger und beherrschte sich weit mehr als die des GegnersJ bei dem einzelne Leute die Grenze des Zulässigen mip unter in erstaunlichem Maße überschritten. Tschechischer Fußball in Prag. < Die Meisterschaft. Am vergangenen Montag wurde die Auslosung def) Meisterschaftsspiele der 1. Klasse vorgenommen, ln defl I. Klasse spielen in diesem Jahre folgende Vereines Sparta, Siavia, Union, Viktoria, Vrsovice, Sparta^ Kladno 8. C. Kladno, Meteor-Weinberge, Meteor VllLj 8. C. Krocehlavy-Kladpo, Nuselsky 8. 0., Cechie* Karolinenthal. Es wurden 11 Spielsonntage fest-j gesetzt, der letzte hievon am 8. Oktober. Vo« interessanteren Meisterschaftstreffen wurden bestimmt aj Siavia,—Sparta 26. März am Slavia-Platz, Sparta—Union; 17. September am Union-Platz, Sparta—Viktoria 24. Sep-i tember am Viktoria-Platz, Siavia—Union 7. Mai am Slavia-| Platz, Siavia—Viktoria 20. August am Viktoria-Platz^ Union—Viktoria, 2. April am Union-Platz. In der Meister-] schaft spielen diesmal drei Kladnoer Mannschaften; Sparta hat sämtliche drei Spiele gegen die Kladnoer in Prag, Siavia alle drei in Kladno auszutragen, Die obenerwähnten Termine^ insbesondere jene der Frühjahijssaisdn, werden zumeist eine Verschiebung ertahren. Die Meisterschaftsspiele be-j gintien am 19. März, doch steht es den Vereinen freiJ bereits am 12. März nach Uebeinkommen MeisterschafUk matches auszutragen. - , * - Jüdischer Sport in Belgien» Die jüdische Sportbewegung in Belgien, die äuö» schließlich durch den Sportklub. Maikikabi in Antwerpen* vertreten ist, konnte bis vor kurzer Zeit schwer Fußj fassen, da die hier in Massen wohnenden Oiat- und hoW ländischen Juden dem Gedanken der körperlichen Re*4 generatiom des jüdischen Volkes uninteressiert odetf feindlich gegenübeirßtehen. Schon vor zwei Jahren, bald wach Rückkehr der ausländischen Juden nach Antwer* pen, gründeten einige Leute den Sportklub Makkab^l ■der vorerst eine Schwimm- und Tennissektion ent-j hielt. Da diese Sportzweige hder nicht als Massensport!) in Betracht kamen, gingen die Sektionen im Laufe dec Zeit wieder ein. Sie wurden durch die Tumaibteihangfr ersetzt, die nach monatelangem Suchen nach einend Turnsaal endlich im November 1920 erstand und »UH Haiuiptsektiion des Vereins sieh entwickelte. Nach der] Umgestaltung der Klubleitutng, die jetzt von einigen! energischen jungen Leuten, wie Markiger, Grün'blattj dem, Vorsitzenden Swalf und anderen, gebildet wird]* entwickelte sich der Verein, der schon heute 400 MiiW glieder zählt, zusehends. Außer; der obgenannten Sektion, in der im Sommeft auch Leichtathletik gepflegt wird, besitzt der Verein eins gute Korfballsektion, die drei Mannschaften ins Feld stellt und welche hier unter den in der Meisterschaft]' führenden Vereinen .keine schlechte Rolle spielt. Außer-,« dem besitzt Miakkabi eine Fußballaibtei'Lung, die bis jetzt nur auf dem Papi:er ‘bestand, da es der Leitung; erstN in den letzten Tagen gelang, ein Fußba'llterraii» zu mieten. Wir hoffen, noch dieses Jahr eine gutei! Mannschaft auifstellen zu können. Kürzlich wurde# auch eine Box- und Ringenabtei'lung und eine vielver* sprechende Sohachtseiktiion ins Leben gerufen, AnJäß-i lieh des Festes unseres zweijährigen Bestands verainrtaL teten wir im: Frühling ein großes Turnfest wie aiuchi: ein internationales Korfballmatoh. Mit dem jüdische» Spotrtverbamd ans Holland würde vereinbart, einmal] jährlich abwechselnd hier und in-Holland ein Korfbal'ty spiel der Auswahlmannschaften der jüdischen Vereineij Hollands gegen solche Belgiens zu veranstalten und W Kürze soll die erste Begegnung in Antwerpen statt«*' finden. Die Arbeiten, die die Klubleitung geleistet halU sind umso höher einzusohätzen, da sie ausschließlich! von jungen Leuten geleistet wurden. Sowohl die älteren]! und einflußreichen Juden als auch die zionistische Fe-j deraition haben die Bedeutung des Sports nicht erfaßt! und unterstützen uns in keiner Weis,e. Mwkkaibi-Ant«* werpen hat demgemäß immer mit bedeutenden finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Trotzdem arbeiten! seine Mitglieder unentmutigt weiter, um Schulter a» Schulter mit dien Brüdern in Oesterreich dem Ziele* dey' Regeneration des jüdischen Volkes, zuzustreben. Dem Korfiballspiel sollen noch einige erklärend# Worte beigefügt werden. Diese Sportart hat viel Aehti-j lichkeit mit dem in Deutschland und in der Tschechow Slowakei gepflegten Handballspiel. Jeder Partei ge*1 hören -sechs Herren und sechs Damen an. Das Korf* ball spiel ist in Holland sehr verbreitet und wurde nadj dem Kriege in Belgien eingeführt. & a de 10 w e r-Antw«rjß«®j;