Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1097 (17.2.1922)
- Date
- 1922-02-17
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 wen, rreitag WIENER MÖRGENZEITUNi? 17. Februar 1923 Nr. 1097 Die Konferenz von Genua. London, 16. Februar. Das Reutersche Bureau erfährt, daß gestern vormittags in britischen amtlichen Kreisen keinerlei Anregung aus Rom eingetroffen' sei, die Genueser Konferenz zu verschieben. Die Nachrichten aus der italienischen Hauptstadt deuten im Gegenteil darauf hin, daß eine Verschiebung nicht notwendig und nicht einmal genehm sein würde. London, 16. Februar. (Wolft) Die „Times“ melden aus Konstantinopel: Infolge. des .Ausschlusses der Türkei von der Genueser Konferenz teilte Mustafa Kemal Pasoha mit, daß die Regierung Aon Angora sich weigern würde, irgendwelchen Beschlüssen, die auf dieser)Konferenz bezüglich der Türkei gefaßt werden sollten, zuzustimmen, wenn die türkische Abordnung nicht zu der Konferenz zugelassen werde. Zusammentritt der italienischen Kammer. Rom, 16. Februar. (Stefani.) Die Kammer hat Ihre Arbeiten wieder aufgenommen. Ministerpräsident ßonomi erklärte, daß sich Fas Kabinett der Kammer wieder vorstelle; um ihr Urteil zu erlangen. In Besprechung der auswärtigen Politik hob der Ministerpräsident hervor, daß Italien, das in der Gruppe der die Weltpolitik leitenden Großmächte verbleibe, zu der Versammlung der Großmächte den Geist der Mäßigung und der Versöhnung mitbringen werde, der für den Wiederaufbau Europas notwendig sei. Bezüglich der Konferenz von Genua erklärte Bonomi, daß Italien zu dem festgesetzten Zeitpunkt, der bisher keine Aenderung erfahren habe, bereit sein werde. Die Kämpfe in Belfast. Löndon, 16. Februar. (Havas.) Wie die „Morniflg Post“ meldet, sind seit vergangenem Samstag in Belfast 35 Personen getödet und 70 verwundet worden. Ein polnisch-türkischer Vertrag? - Paris, 16. Februar. (Tel. der „Wiener Morgen- Zeitung“.) Der Korrespondent der „Chicago Tribüne“ teilt mit, es verlaute in London, daß ein geheimer Vertrag z wischen Polen und den türk i- 6chen-Nationalisten bestehe. Der Vertrag soll eine Ergänzung des französisch-polnis c h e n Vertrages bilden und von Frankreich vorbereitet sein. Frankreich wolle sich Rumäniens Unterstützung und die der kleinen Entente sichern zur [Verfolgung seiner Politik in Südosteuropa. Es verlautet, der Vertrag garantiere die Unabhängigkeit der Ukraine mit dem Zweck, Rußland zu schwächen und die Türkei in die Lage, zu setzen die Kontrolle über die Meerenge und die verlorenen Gebiete wieder zu erlangen. Der Kriegsbeschädigtenvertrag mit Deutschland. Berlin, 16. Februar. (Wolff.) Der Reichstag hat neute in allen drei Lesungen den Gesetzentwurf, betreffend den Vertrag zwischen dem Deutschen Reiche und der Republik Oesterreich in Angelegenheiten Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener, angenommen. Tagesbericht. : Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich. Die Sitzung des Zionistischen Landeskomitees entfällt Montag den 20. d. M. Die nächste Sitzung wird bekanntgegeben. * Wiener Zionistisches Lokalkomitee. Aus Anlaß der Anwesenheit des Vertreters der paläi*tinischen Exekutive Herrn Selig W e i t z tn a n n, der «ich derzeit in Wien zur Organisierung der Werkzeugsammlung für Erez Isreal auf hält, findet Montag den 20. d. M. um 8 Uhr abends im Bureau, IL, Zirkusgasse 33, eine außerordentliche Sitzung des Lokalkomitees statt, in welcher Herr Weitzman n über die Durchführung der Werkzeugsammelaktion nähere Details bekanntgelten wird. Mit Rücksicht auf die große Wichtigkeit dieser Tagesordnung wollen die Mitglieder des Lokälkomitees.zuversichtlich pünktlich erscheinen. Die Mittwoch den 22. d. M. stattfindende ordentliche Aüsschußsitzung des Lokalkomitees bleibt aufrecht. Der Keren Kajemeth TJisrael im : Jahre 1921. . Der Jahresertrag 1921 des Keren Kajemeth {jüdischen Nationalfonds) beträgt an beim Hauptbureau im Haag eingelangten Spenden 128.900 Pfund Sterling, das sind in unserer Landeswährung zum Kurs am Jahresschlüß VJs, Milliarden Kronen. ,; Die Jahressumme setzt sich zusammen aus 126.000 Pfund Sterling eigener Sammlungen des Keren Kajemeth und aus 2000 Pfund Sterling als Anzahlung auf die 20%ige, dem Kereti Kajemeth aus den Reineinnahmen des Keren Hajessod gebührende Quote. . „ Die Jahressumme von 128.900 Pfund Sterling bedeute! gegenüber dem Ergebnis des Jahres 1920 einen Rückgang von 32.400 Pfund Sterling, das sind 20"/,. Dieser. Rückgang ist eine bedeutsame, seit 1914 nicht mehr veraeicbnete Tatsache. Als Erklärung lassen sich verschiedene Gründe anführen. Die Valutenentwertung hat in fast sämtlichen Gebieten Zentral- und Osteuropas weitere rapide Fortschrittegemacht und auch noch anderwärts gab es empfindliche .Wirtschaftskrisen. Zur Steuerung der Not des Augenblicks erwiesen sich überall grosse Sammlungen für Woiiliahrtszwecke als nötig und auch die Neuorganisation des Keren Hajessod hat, zwecks Beschaffung der Mittel für den Aufbau Erez Israels, viele Kräfte für sich beansprucht. Schließlich sind vorwiegend die großen Spenden für den Keren Kajemeth, welche mehr Zufallscharakter haben, vom Rückgang betroffen, während die regelmäßigen Beiträge der breiten Volksschichten-sich, auch bei Umrechnung in Pfund, auf ihrer Höhe behauptet haben. In den valutaschwachen Ländern ist, sogar eine ganz bedeutende Steigerung der Einnahmen, in der Landeswährung gerechnet, fast ausnahmslos zu verzeichnen. Leider wurde dieses Beispiel an Eifer und Disziplin von den Juden der valutastarken Länder meist in nicht genügendem Maße nachgeahmt. Alles ln allem ist kein Grund, zu zweifeln, daß die stetig aufs.teigende Linie, welche die Sammlungen des Keren Kajemeth kennzeichnet und selbst durch Krisen stets nur* vorübergehend gestört werden konnte, auch in Zukunft beibehalten wird. Die Organisation dps Keren Kajemeth hat sich jedenfalls auch heuer ausgebreitet und gefestigt So trugen zur Jahressumme 5 3 L ä n d e r bei, gegenüber bloß 46 im Vorjahre, und stieg die Zahl der Orts- und Bezirkskommissäre von 4000 auf 5000. Die Jahressumme von 126.900 Pfund Sterling verteilt sich, in englischen Pfund, auf folgende Länder: Vereinigte Staaten 35.010 Pfund Sterling, Mesopotamien 15.947, England 8401, Rumänien 5865, Deutschland 5465, Argentinien 4445, Polen 4303, Erez Israel 3605, Südafrika 2955, Tschecho-Slowakei 2757, Australien 2714, China 2659, Ostgalizien 2334, Oesterreich 2250, Neuseeland 2196, Jugoslawien 1957, Holland 1699, Italien 1508, Indien 1472, Straits Settl 1440, Elsaß-Lothringen 1414, Lltauen-Kowno 1390, Lettland 1302, Transsylvanien 1256, Belgien 1156, Bulgarien 1113, Bukowina 1011, Kanada 935, Beßarabien 935, Schweiz 899, Finnland 711, Westgalizlen 689, Ungarn 674, Schweden 635, Esthland 549, Ostsibirien 542, Aegypten 532, Griechenland 516, Frankreich 285, Brasilien .279,, Smyrna 225, Dänemark 205, Holländisch- Indien 199, Litauen-Wilna 173, Türkei 155, Norwegen 118, Chile 100, Japan 59, Tunis 56, Fiume 15, Portugal IQ, Philippinen 7, Jamaika 1. Summe 125.899 Pfund Sterling. Oesterreich steht demnach an 14. Stelle mit einem Betrag, weicher den Gegenwert der Sammlungen in Landeswährung per K 7,553.800 darstellt. Das Berichtsjahr leitet in der Geschichte , des Keren Kajemeth eine, neue A.e r a ein; denn es gelang ihm, seinen B ,o d e n b e s i t z i n Erez Israel durch großzügige Käufe von 22.500 auf 75.000 Dunam zu vermehren. Durch diese entschlossene Tat ist unser Volksschatz als Träger der jüdischen Bodenpolitik in Erez Israel seinem £iel um ein Stück näher gerückt. Die hohe Bedeutung weiterer Bodenkäufe, welche durch die starke Einwanderung notwendig Verden, war erst kürzlich in dem Aufruf Hervorgehoben, den die Exekutive der zionistischen Organisation' tind das Direktorium des Keren Kajemeth zu, »dessen z w a n zig j ä h r f g e m B es t a n d s j u b i I ä u m an die Juden aller Lärider erlassen r hat Das Jubiläums; ahr muß auch ein Jahr vermehrter Einnahmen und .vermehrter Arbeit unseres Volksschatzes werden. , Erhöhung des Schulgeldes an den Mittelschulen. Eine Verordnung des Bundesministeriums für Inneres und Unterricht, die gestern in der „Wiener Zeitung“ veröffentlicht.wurde, brachte die seit längerer Zeit schon voräusgesehene Erhöhung des Schulgeldes an den Bundesmittelschulen. Die vorgenommene Steigerung bleibt hinter den seit der letzten Festsetzung des Schulgeldes (Sommer 1921) eingetretenen allgemeinen Einkommenerhöhungen beträchtlich zurück, da sie nur das Vierfache des bisherigen Betrages vorsieht, also K 4000 für das Halbjahr. Die Bestimmung, daß Ausländer grundsätzlich das fünffache Schulgeld zu entrichten haben, bleibt aufrecht, doch können die Lehrkörper . ausländische Mittelschüler in berücksichtigungswürdigen Fällen den inländischen Schülern gleichstellen. Ein gleichzeitig ergehender Durchführungserlaß gibt den Lehrkörpern Richtlinien für die Zuerkennung von Schulgeldermäßigungen und Schulgeldbefreiungen und empfiehlt insbesondere auch eine liberale Behandlung der Angestellten des öffentlichen Dienstes. Auch hinsichtlich der formalen Behandlung der Gesuche werden Weisungen erteilt, durch die den vielfachen Wünschen, cie seit langem aus den Kreisen der Elternschaft immer wieder laut geworden sind, Rechnung getragen wird. Ein „Bombengeschäft". Nun sage man noch, daß reine Ästhetik heutzutage keinen Anwert finde 1, Was die größten Parlamentarier aller anderen Zeiten mit allem Aufgebot von erhabenem Pathos und feingeschliffenem Witze nicht erreicht hüben, das ist dem biederen Doktor Baeran mit einem „Wurf geglückt: Er wurde zum Lohn dafür, daß er in eine Debatte im Prager Parlament mit einer Stinkbombe „erfrischend“ eingriff, zum Universalerben eines Millionärs in tschecho-slowakischen Kronen eingesetzt. Dabei wird behauptet, daß der Erblasser „stark tschechisch angehaucht* war, so daß diesem also die Tat des Germanen keineswegs vom politischen, ändern ausschließlich vom ästhetischen Standpunkt aus so gewaltig imponiert Haben muß. Doktor Baeran kann also der Wut jener, deren Geruchsorgane er beleidigt hat, spotten und die Erbschaft mit dem beruhigenden Gefühle an treten: „Non o.let!“ („D a s G e 1 d s t i n k t n i c h t!“) Natürlich erweckt dieser „Bombenerfolg“ den gelben Neid der Stinkbombenwerfer aller übrigen Länder. Besonders die kunstsinnigen Störer der Berliner und Wiener „Relgen“-Aufführungen, die bekanntlich im Theater dieselben ästhetischen „Argumente“ ins Treffen geführt haben, wie der glückliche Doktor Baeran im Prager Parlament, werden Süden* daß die um so viel geringere Einschätzung ihrer Heldentat eine Ungerechtigkeit bedeute, die zum Himmel stinkt. Aber auch jene antisemitischen Politiker, die das Stinkbpnibenwerlen nur symbolisch, dafür allerdings umso eifriger betreiben, werden beim Vergleich des „Martyriums®,* das dem Dr. Baeran die tschechische Justiz bereitete, und \ seiner klingenden Entschädigung neidvoll ausrufeni „Schlecht ge roch e n, aber gut gerächt!“ 265 Wohnungen demnächst fertig* gestellt. In der letzten Sitzung des Kuratoriums deä WaHh-’und Siedlungsfonds der Gemeinde Wien gelangte, ein Antrag des'Wohnungsamtes zuir Annahme., der die Fertigstellung des im Jahre 1919 begonnenen Baues der Firma Stigler und Rons in der. Lähgenfeldgasse!m XU. Bezirk vorsieht. Es wurde 'beschlössen, das Bauwerk samt den Gerüsten und sonstigen Materialien von der Gemeinde anzukaufen- Das Kuratorium genehmigte einen Uebemaihmspreiä von 25’Millionen Kronen. Der Bau ist fast vollständig bis zum ersten Stockwerk gediehen. Die Adlige; durch deren Fertigstellung 140 W o b n u n-, gern geschaffen werden; ist durch diesen ‘ Be-. Schluß Eigentum der Gemeinde Wien geworden. In 'der gleichen Sitzung des Kuratoriums wurdö für''die in wenigen Wochen beziehbare Wohnung«* aniagei auf der Schmelz ein Bau Vorschuß vört 19b Millionen Kronen bewilligt. Dies© Anlage, die bereits -113 Wohnungen umfaßt, wird noch um 125. W o h n u n ge n er w e 11 e r t; Die 13 neuen Objekte werden voraussichtlich in den nächsten. Wochen vollständig, fertiggestellt: sein tind ’die aus mindesten« zwei Wohnräumen bestehenden Wohnungen. >durch das W ohn u n g s» arh t zur Vermietung »kommen. Der voraussichtliche Gesamtkostenbetrag der 125. Wohnungen stellt :sfch’ auf* 353 Millionen Kranen; so daß eine Wohnung auf rund 2.8 Millionen Kronen zu stehen kommt. * Die Tätigkeit des Jüdischen Schulvereins, fal Rahmen der Propagandaiversanimlungen für das jüdische Schul werk Sprach Mittwoch den 15. d. M. in der zionistischen Bezirks^^^ IV/V der Sekretär, des Jüdischen Schplvereins, Herr M. Gr o ß, über die Organisierung der--jüdischen Külturab.eit in Wien. - In eindringlicher Weise‘kritisierte er .die Gleichgültigkeit der jüdischen Küjtürtätigkeit in Wien, und wies dann in einem knapp zusämmengefaßten Tätigkeitsbericht des Jüdischen SchdjVereins auf die Bedeutung der einzelnen, vom Jirdischen Schulverein .errichteten Erziehungs-. und Unterridutsatistalten und auf ihre großen Entwioklungsmpghchkeiten hin,.deren Realisierung .allerdings von der tatkräftigen Unterstützung, seiteirs. .der^gesämten . jüdischen''Bevölkerung 'Wiens wesentlich abhängt. . Unter der Wirkung dieses Referats beschloß die Plenarversammlung der zionistischen Bezinkssetkfcion IV/V)-; io der Demädhsteir. Zeit, einen . 'jü.dispHjen;Geselligkeiit&* albend zugunsten. des Jüdischen" $ch;ulwerkes zu veranstalten. Es wäre seht wünschenswert, daß auch die anderen zionistischen BeziUkssektionen in .dieser 'Weise die großzügige Kulturarbeit des Jüdischen Sdvulvereins finanziell unterstützen. - Benedikt weint. Üeber die Gobelins in def gestrigen > Neuen Freien. Presse«: 3Wer: durch die Marmor hallen der Hofmuseen geht, wer den Glänz der Rüstungen, die Wunder der kunstgewerblichen Sammlungen, ,,*die grandiose Fülle von Statuen und Bilder» sieht, :4 e m rin n.t e $ e i s'-k alt über d e n R ü ck e n bei dem Gedanken, daß irgendein barbarischer Philister einmal behaupten konnte, daß all diese Herrlichkeiten gar nicht mehr zu unserer Lage passen, daß. wir viel zu arm -und viel?u bedürftig sind, um sie für uns zu behalten, und daß wir nichts besseres zu tun haben, als sie an den Meistbietenden so rasch als möglich zu verschleißen; als wäre ein Staat.wie Oesterreich gleich zu achten einer Familie des Mittelstandes, die ihren Salon veräußert, um essen zu können: als hätten wir nicht die ernsteste Verpflichtung gegenüber unseren Kindern und Kindeskihdern, als wäre nicht die künstlerische Schönheit ein Grundstock unserer Existenz, die auch'auf der Tatsache beruht, daß wir Frepide anlocken und ein Zentrum der Lebensfreude bleiben, damit .wir, nicht, in gänzlicher Einsamkeit verrecken müssen und jeden Aiiwert bei . jenen verlieren, die m tmä die Nachkommen von Mozart und Beethoven, von Schubert und Johann Strauß erblicken.« Hilfe j Rettungsgesellschaft! ’ '** ■ Maturitätsprüfungen für ukrainische Staatsangehörige. Das Staatssekretariat für Unterricht der ukrainischen Volksrepublik, gibt bekannt, daß die Reifeprüfungen für ukrainische Staatsbürger wie folgt stattfindgn : Vonprüfungen am .24. und 2Z. d. M., schriftliche Matura vom 27. d. M. bis 3. März und mündliche Prüfung am 6., 7. und. 8. März. Gesuche um Zulassung zur Prüfung sind an das genannte Staatssekiretariati VIII., Strozzigasse 32, zu richten. Auskünfte werden dortsejbst erteilt, * Pie Paßschikanen zwischen Oesterreich und Deutschland. Aus B e r 1 i n wird gemeldet; Der österreichisch-deutsche Volksbutid hielt gestern unter dem Voi«-idr des Reichj:ag&präsidenteu L o b e seine Generalversammlung ab. Referent war Dr. Stolper (Wien)* der über das Thema ^Deutschland' und da* Schicksal Oesteireich« sprach. Hierauf ergriff RetefosratsabgeorcL neter Heile das Wort. Er kritisierte das bestehende System und forderte die vollständige B es e i t i g u n g dieser- Maßnahme. Er sei für die Wiederherstellung normal er Verkehrs'verhaltoisse. zwischen den Ländern; vor allem aber müßten zwischen Oesterreich Und Deutschland, alle Schranken .fallen. Doktor M i s e hl er protestierte gegen das Fortbestehen der Arbeiter! egitimationiskarte für Oesterreichet. Im Sinne der- Ausführungen Heiles und Dr. Mtschlets wurden einstimmig Resolutionen über die, A.u fhebungdes Paßzwanges und der Arbeit crl egi t-i» mationen gefaßt. * Flugpostverkehr Wien-Prag. Wie die „Tribuna* erfährt, sollen irti März zwischen Oesterreich und der Tscheche - Slowakei Verhandlungen, betreffend die Einrichtung eines regelmäßigen FlugpostverkehresWien—Prag, gepflogen werdetu;