Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1096 (16.2.1922)
- Date
- 1922-02-16
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Wien, Donnerstag , * Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich, tjößendref erat: ■ Die jugendgruppen wollen sich Bezüglich ihres Bedarfes an Rednern stets an das Sekretariat des [ugendreferats, II., Zirkusgasse 33, wenden sowie in Fragen der Arbeit in ihren Gruppen sich mit dem fjugendreferenten Herrn Prof. Dr. S t e i n in dessen Sprechstunde (jeden Freitag von 12 bis 1 Uhr) ins Einvernehmen: setzen oder ihn ehestens zu ihren Besprechungen in ihren Gruppen einladen. * Verschärfung der Wassernot. Da alle Mahnungen an die Bevölkerung, mit dem Wasser zu sparen, leider vollständig ergebnislos gewesen sind, wurde gestern in einer Konferenz, die unter dem Vorsitze des Stadtrates Siegel im Rathause stattfand und an der die leitenden Beamten des Wasserversorgungsamtes und die Vertreter der wasserverbrauchenden Industrien teilnahmen, die Vornahme strengster -Einschränkung d e s Wasserkonsums beraten. Es wurde festgeätellt, daß der Wasserzuflufi von den beiden Hochquellenleitungen wohl auf 258.000 Kubikmeter gestiegen ist, doch ist der Verbrauch noch immer ein derart großer, d a ß in ungefähr zehnTagen die arigesanirtielten Wassermengen in den Reservoirs aufgebräücht sein werden. Da die Industrie nur schwer auf die Belieferung mit Wasser verzichten kann . und auch durch einen solchen Verzicht unter Umständen die Stillegung von Betrieben erfolgen müßte, was Arbeitslosigkeit zur Folge hätte, wurde beschlossen, in allen Wiener Häusern eine Kundmachung anzuschlagen, in der vor allem darauf verwiesen werden soll, daß das während dies Frostwetters übliche Offentassen der Wasserleitungshähne unstatthaft ist, weil dadurch eine gegenwärtig nicht zu verantwortende Verschwendung von Wasser erfolgt Außerdem werden die Bewohner ersucht, für die Zeit der katastrophalen Wassernöt die Benützung der Bademöglichkeiten in deti Wohnungen möglichst einzuschfänken und Gebrechen an Auslaufhähnen usw. rasch beheben zu lassen. In den höhergelegenen Bezirks teil e n wird sich übrigens schön von morgen an eine V e fminderung des Wasserzüflussesln den Stöckwerksleitungen bemerkbar machen, da durch die große Wasserentnahme aus den Reservoirs der notwendige Druck nicht mehr vorhanden ist. Sollten alle diese Vorkehrungen den gewünschten Erfolg nicht zeitigen* dann muß, so schwer dies auch die Bevölkerung treffen würde, schon in den nächsten Tagen mit der Absperru ri g der Stockwerksleitungen vorgegangen werden. * Ein Betrug am JRelchswirtschaftsbuiid der Festangestellten. Der Reichswirtschaftsbund der Festangestellten benötigte für seine Mitglieder Seife und wendete sich telephonisch an mehrere hiesige Firmen, um 'die Preise und die Lieferungsbedingungen zu erfahren. Er erhielt von der Wiener Fleischhauerkömpaghie eine entsprechende Auskunft und auf Grund dieses "Bescheides fiat die Geschäftsleitung des Bundes den ihr als Vertreter der Fleischhauerkompägnie bekannten Karl Rausch jun. zu sich 'Geschieden und ihm einen Scheck auf 1,590.390 Kronen, än die Kommunalsparkässe in Rudolfsheim ausgestellt, ausgefolgt, hörte aber darauf weder von ihm noch vbn der zu liefernden Ware mehr etwas. Erkundigungen bei dem Vater und seinem Bruder ei gaben, daß der Mann seit un-i gefähr 14 Tagen nicht nach Hause gekommen war und daß er überdies gar nicht die Vertretung der Fleischhäüerkompagnie habe. Es bestand demnach kein Zweifel* daß Rausch jun. den Betrag unterschlagen habe. Auf Grund der Anzeige wurden sofort Erhebungen eingeleitet und am 11. d. M. frühmorgens wurde der Defraudant, als er eben eine Bar im L Bezirke verlassen hatte, verhaftet Bei ihm wurde nur mehr ein Betrag von etwas über K 10.000 gefunden. Im Sicherheitsbureau gestand er den strafbaren Tatbestand ein und nach seiner eigenen Angabe hat er die eineinhalb Millionen innerhalb zehn Tagen in Nachtlokalen in sinnlosester Weise dürchgebracht. Nachträglich gab er zu, mit einer verheirateten Frau eine Bekanntschaft gehabt und ihr auch wertvolle Geschenke gemacht zu haben. Die Fräü, die Gattin eines Chauffeurs, gab die Geschenke, die in etwäS Schmuck, Kleider und einer Sjjielpuppe bestanden, freiwillig zurück, als sie von der verbrecherischen Herkunft des Geldes erfuhr. Hiedurch konnte ein Schadensbeträg in der Höhe von etwa einer halben Million Kronfen sichergestellt werden. Die Verhandlungen wegen vollständiger Gutrffechung des Schadens sind im Zuge. Rausch jun. wurde dem Landesgerichte eingeliefert. * Eine Dollarerbschäft. Aus N ü r n b e r g wird berichtet: Der hiesige Musiker Karl K L! nz lngef erhielt aus Amerika die amtliche Nachricht, daß ihm Von seiner dort verstorbenen Tante Miß R o s s a i 14.000 Dollar vermacht wurden. Nach dem jetzigen Kurse sind dies etwa 100 Millionen Kronen. * Ein österreichischer Hoteliertag in Wien. Der VerwaituRgsausschuß des Zentralv'erbändes der Hoteliers hat im Einvernehmen mit d&n sämtlichen StahdeSorganisationen der Hoteliers den Beschluß gefaßt, für.den 8. und 9. März einen allgemeinen österreichischen Hoteiiertag nach Wien einzuberufCh. * Wetterbericht. In den östlichen Alpenländern herrschte gestern früh wieder ziemlich strenger Frost, in den westlichen Teilen Oesterreichs hur mehr leichter Frost.. Im Laufe des heutigen Tagfes stieg die Temperatur in Wien bis knapp an null Grad, in den westlichen Teilen Oesterreichs und in Deutschland ein wenig über null Grad. Gegen Abend wurde es in Wien wieder kälter. — Voraussage: Meist bedeckt, morgens mäßiger Frost, später Temperatur nahe oder ein wenig über null Grad. 0 Eine Millionenspende Brasiliens für die Wiener Intellektuellen. Wie die „Politische Korrespondenz“ erfährt, hat der brasilianische Gesandte in Wien Oskar de Teffe dem Leiter des BuhdesmirifsteriumS für Aeußeres Dr. Hennet mitgeteilt, daß eine in Brasilien eingeleitete Sammlung für die notleidenden Intellektuellen Wiens ungefähr sechs Millionen Kronen ergeben habe. Die Verteilung wird durch die Wissenschaftliche Nothilfe, an deren Spitze Universitätsprofessor Dr. WetiStein steht, und durch den Zentralrat geistiger Arbeiter, Leitung Universitätsprofessor Dr. Sperl, vorgenommen werden. BundesmiillSt'ef Dr. Hennet hat dem brasilianischen Gesandten dCü wärmsten Dank der österreichischen Regierung übermittelt. * Der Kampf um die Wohnung. Aus Innsbruck wird gemeldet: Wie die Blätter meiden, gab gestern der aus Wien hieher versetzte Gewerbeschulpröfessor und Bildhauer Josef Manfreda auf Beamte des städtischen Wohnungsamtes* die ihn zur Räumung seiner Wohnung zwingen wollten, durch die Türe Revolverschüsse ab, die jedoch niemanden verletzten. * Erschießung eines Generals. Aus Mexiko wird gemeldet: Der ehemalige Kommandant der Bundestruppen des Staates Chihuahua General Antonio P r ud e n a, der des Aufruhrs beschuldigt war, ist gestern erschossen worden». WTEraR“MÖ^GENZEITUWer * Unruhen in Fiume. Nach Meldungen aus Fiume kam es" dort gestern zü heuen Unruhen» Faszisten überfielen mit Bomben und Gewehrfeuer das Pollzeiamt. Es entwickelte sich ein blutiger Kampf, Ih dem es auf beiden Seiten mehrere Tote und Verwundete gab. Die Bevölkerung befindet sich in großer Unruhe. * Seuchenfreie Woche. In der Woche vom 29. v. M. bis 4. d. M. wurde im Volksgesundheitsamt im Bundesministerium für soziale Verwaltung weder eine Neuerkrankung an Blattern noch an Cholera qder Flecktyphus angemeldet. ..* Pelzbiebe. Aus dem Vorzimmer des Julius N eumann, L, Johannesgasse 22, wurde am 14. d. M. ein kurzer Damenpelz aus grüngrauem Stoff mit schwarzem Käfzenffeilfutter, eine halbe Million Kronen wert, gestohlen. Deck Herraänb JKJ1 ä m e.^,. Kleine Stadtgutgassi, 6* wurde ein Schwärzer Städtpelz, K 300.000 wert, gestohlen. * Gastwirte. Achtung I. Es gelangen zu sehr billigen Preisen zum Verkaufe: Tischtücher, Servietten, Hangerin* Geschirrtücher und .Handtücher im Warenhaus Emanuel Rotholz, V1L, Westbahnstraße 15* Ecke Zieglergasse. Vereine, Vorträge und Versammlungen. . Verein jüdischer Hörer a.n d e r Hoc n.S bJLl» 1 h f ü r B Q d ö ri k U l.t Ji r. Heute* zu Eliten dßs KöllWh Ingenieur MäiiHhelih, rieitnäbind mit gewähltem Programm, von Mitgliedern eingeführte Gäste willkommen. Gtt: Cafe Stadt Weimar (IX,* Währingerstraße 68). Beginn V37 abends. ~ JüdiächeTischgeseilschäft Landstraße. Heute abends 8 Uhr, Zusammenkunft im CM Gartenbau, Souterrainlokal* Diskusslonsäbend. Vörtfägsiheniä vÖrBehälteri. Gäste willkommen. — jüdischer Hochschul a.u ss c h riß, W i e ri. Heute wird ein beheiztes Stüdieflokäl des. Jüdischen HoChschulausschusses im Souterrainlokal des Cafö Kl'juk, IX„ Lazaretgasse 1, eröffnet Das Lokal stellt den Kollegen täglich in der Zeit von 8 Uhr 30 Mim bis 5 Uhr 45 Min. zül Vertilgung. ~ B u k0;ifii i ri er Z e ri t r ä 1te r b a n d Wien* II.* Rembrandtstraße 1* Fernsprecher 45.248, allwöchentlich, und zwar, jeden, Sonntag, ab , 19. d. M, Punkt 10 Ühr, im Bukowinaer-CafZ (Cafe Stadtgut), II., Große Stadtgutgasse 27* Verbandsdiskussionen in wirtschaftlichen Angelegenheiten. Urania. Heute* Donnerstag* 5 Uhf (Großer Saal) Das Mittelmeer. — ^6 Uhr (Großer Saal) Dr, Ferdinand B or ü tä: Deutsche Sittenbilder aus dem. 17. und 18. Jährr hundert. Nur für Erwachsene, I. p *}& Unr (Kutssaal) Dr. Paul Frösche!: Unser WiSseri Vom' Lebendigen, III. — Vsß Uhr (Klubsaal) Margarete.A l t: Die Ausbildung des musikalischen.Gehörs. Vj. — Ühr (Großer Saal) Das Wunder des Schneeschuhs. — V38 Ühr (Kleiner Saal) Höchschiilassisteht Dr. Rudolf Sch.mjd: Die Regenbogenfarben dfeS LicHteS.- — Uhr (Kütesaal) Hochschulprofessor DÜ Alfred L e c h n e r:, Grundlagen der Mechanik, VIEL -rl/28 Uhr (Klubsaal) Dichter der Neuzeit, Ü. — Dr. Erich Fortner: Richard Scfiäükal. D e,r .Fe § t ab ead der KVM f n e r v, a, des unter der Leitung des Öbmannes Max Natt und Gemahlin und des HeftenkömiteeS, Df.E 11 i h g e r, Dr. S c h ä 11 e r, RechriuiigSrat. S ti c h y, Spitz und I m m e r g u t; stehenden großzügigen ÜnterStützungsvereins (XX; Bezirk)* erzielte bei vollem pristl.erischen Gelingen ein Reinertfägriis vom nahözn K 400.000 zugunsten ihte's- Ü n t e rstützürigsforids. Ernährung, Der Marktbericht. Schweinefleisch und Fett billiger. bri Einklang mit den Preisrückgängen auf dem Böfstenviebmarkt in SL Marx sind auch heute in der Großraarkthalle. die Preise für Schweinefleisch und Fett zurückgegangen. Die Verbilligung ist teils auf das Sinken der fremden Zahlungsmittel, teils auf die anhaltend gute Beschickung zurückzuführen. Heute sind steuerlich von auswärts elf Waggons, die hauptsächlich Schweine und Schweinefleisch enthielten, dem Markte zugetührt worden. Die Preisnachlässe betrugen im Groß- und fc 1 e 1 h H ä B d e 1 bei Schweinefleisch minderer Sorte bis zu K 200* bei Primasorten ungefähr K 1ÖÖ per Kilogramm. Dementsprechend wurden auch die Preise für Speck Und Filz um K 100 beim Kilogramm herabgesetzt. RettScbweine wurden um K 50, Fleischschweine um K 40 her Kilogramm billiger. Die Zufuhren von Rindfleisch sind etwas weniger günstig, weshalb sich Prima-Rindfleisch um K 50 per Kilogramm verteuerte. Üer Verkehr in der Großmarkte halle gestaltete sich ziemlich lebhaft Im Detaiivefkaüf galten gestern folgende Preise für ein kilögratrim: Vorderes Rindfleisch K 800 bis 1500, hinteres K 950 bis 1600, Bratendeisch K 1600 bis 1800* Kalbfleisch k 1506 bis 1906, Schweinefleisch K 155Ö bis 2ÖÖ0, Speck k 1666 bis 2200, Filz bis K 2400. Die GrünwafehinRrkte boten ein troSiioSes Bild. Auf dem Näscfiinärkt Sind 'die meisten Stände infolge der zu-, meist ausgeblieberien Zuführen geschlossen. Infolge del* mangelhaften Beschlciciihg haben die Preise für einzelne Gemüsesorten WSiteir allgezogen. So verteuerten sich heute Kohlrabi* röte Rüben, Rarotien und Köhl. Besonders unangenehm macht sich das Fehlen der kartödein bemerkbar* die infolge des FröstwetterS dicht zugeführt werden kßnBefl* da die Rähdlör nicht HaS Risiko des Transports trägen können. Auch Eier fehlen auf den Märkten vollständig. Dife Zebsiir iti England. Öetr Hfedziög' Wöirt holI. Tjöipdrlididlikommissär der Kimche votri Sdiidttliainid, feiganitümer vtökt 200.000 Ntoiqgan Laind «tumd. Itiliallier H-Ü-Zr.irällich tute bewaffneten Heeresmaciit viöiri 360 Mamin, die seine privaten Faidben trägt, hat m seinm übrigen 19 Titeln den eines Lordkammerers des Köinigis vlom Gitoßbritatinjem uind Iriand erhafllten, Dais brätschte nu«n die Weit aoißenlhiailb der engsten' aristoknaitischen Zirkel Englands niicht zu interessieren, wemn die Fiurlktionen des Loirdlkämmerens si'clh auf die Ueberwachumg öfer Htofliefefäihteh, der Ruahführuhg des konigiicben HauiSnäiities und der Zere-mionieh beschränken würden, die freilich bei einer Ftirörnuirigsfeier die Arbeit eines höhen Herrn vollauf ki Anspruch ncihimen. Vielleicht Ihäheit cts damit zusamnieh. iW. Februar 1922 M. 1099 "S Freie jü dis che V 0lksbühne Gastspiel lm Lnstspleltheater VjS Uhr abends: Sondertropstelluntt, 1 Drama in 4 Akten von M. Richter Morgen Freitag den 17..Februar: Premiere Der Singer fln sein Trauer Ein Spid Von Osslp Dymöw. 43Bf '■0Or Da» Thea t e r ist geheizt! T99 daß der Loindkämmörer äiuicli triit der Erä vebtiW zensur alier B ti hmeiawerke betmaiuit istt, d!K im England und Schottland äufgeführt werden siollehj Shaw glaubt freilieh,;diese eigenäntiige Häüfumgj v»Oin Kompetenzen! auf die Zeiten iieinridhis VHIIj suirückfühireh-v zju komm, ■ der eilte besomderü Ueberwachung vtoth Bäremfäbjrenn' önntd Pos-senreißeina, für hotig hielt. , Jedenfail's ist es diese Funktiioini, {ite ‘VpttU Zeit M Zeit dde Persönlichkeit des IxrOpiimimeireris den Oeffentlichkeit 'inteiressamt öjacht. Die Ertahnuingsni des Krieges bähen überall gezeigt, daß es genügt» den gescheitesten, Memsdhieii zum Zernsor zu maichem^ iuim einem, guten Teil seines Verstandes >zai lahmen/^ Für die Brüfong vvrn Dramen uind .'Komödim simd alber die großen Herren des engiisdlneii Adels mcht irrt mindestem vorbereitet. Der neue Lordlkammareb wiindysich wohl wie seine Vcirgänger auf das Uoribeil irgendeines Aissisteniteä vediasseii, der unfehlbare- <un4 unanfechtbare Emtscheidungen trifft; Das hat. njutni seine Folgen, die über England hinauis widcen> Maini .muß zürn Beispiel wissen, daß Shaw® Stück »Frau Wanrenis Gewerbe«, Üas längst über alle ktomitmeni-. taden Bühnen gegangen ist, in Engüand immer nioch’ venhioiten bleibt. Andere Woiikie des irdsuSHeii' Dichters sind madh einigen Jalhiren. Bedeinikizeit frejgegelben worden».. Tolstois »Macht der Finsternis« isiÜ ebenfalls verbotent; Lord Srp eme er, der dafür iveranitwortlich war, hat sich die Unsterblichkeit duirdh seine verblüffende Frage: »W er i st'To 1 s t o i?«: gesichert,. mit der er die ihm uinfbegreiflidh'e Kritik; der Presse äin seiner Entscheidung äufnäHm. In diesem Zenisiurieren eaintheimiisclher und frem« dec* Weifcfe liegt aber* wie Shaw sehr treffend aiuisfübiit, das* geringere Üebel der gahizen. InsMütiorn; ihr ärgster Nachteil ist der, daß sie das Aufkommen! einer wirklich öriginielilen und lebeniskiräfitiigen drainä* tiäehen Literatur in England einfach vefhiddiert. Niemand schreibt ein Theaterstüdk, das datese Eigen- Schäften hat* wenn er im voraus weiß* daß es verboten wird. Dabei handelt es Mb dürchaius nichij etwa um 'sunisiftliche« Werike. »Ich fordere jeden' g'eistig gesithden Söhriltsteljef h&älüs«; sagt Shaw, d'essen Zeugnis tnan .hier wieder änrutfen muiß,_ »eihi irtiänötahdigeres StudK hervoinzulbrijigein als mehrere von denen* die Of-ftne Zögern, genehmigt Worden ®md. Ein Loncikammerei:, kann. Ihsyn^ oder .TUschoi^hhd die mindeste Gelahr y üniterdrücken; aber -seilte ,ey sich einmal in , die Wirüetraig des Theaters .als eiäi Aiphrodisialloum eiinmitsdhen wollen, so Würde die Entrüstung därüher den Thron selber erschüDein.^ Billigerweise muß man freilich hinzufügen* daß dis Zmsvit auich ihre Lichtseite hat* wenigstens für die Theatetdirektaren. Sie schickem dem Lordkammerep ein Manai'skri’pit zur Begüitadhitiühg mit. einer GebühH von 42 Schilling ein und erhalten es im 99 "von ipäf Fäiietn mit der offiziellen Genehmigung zurück, paimit sind sie vor allen polizeilichen Schiliräinenj (»Verfolgungen wegen . Ob.sizöni'tät, Aufreizung Gotteslästerung und alle Antenvon Terror«^ sage Shaw) gesdhützit, die ihmein sonist sicherlich daäi Leben schwer madlien würden. Ein Zentifiikiät dstz Zensur äh er sichert vor jeder Belästigung. Die Verstaatlichung des Mozarteums» In der gestrigen Sitzung deä . Ausschusses für Er* Mliüng iifld Unterricht wurde der Antrag der Abgeordneten W i 11. ü r n I g g, Ü1 M c h und Genossen* betreffend die Verstaatlichung des Konser« vätöriunis „MOzärtetnu* in Saizbu r g iS Berätuhg gezogen. Nach detfi Berichte des Abgeotd-. rieten W l.ttfernigg wurde eiristinithig folgender Beschluß Jefäßt: ^Die Öiihdesregicruhg wird aufgefördert, alles Not»; wendige für deti Fortbestand des Konservatoriums Mözärteiim^ in Salzburg VortiikehrOhj eventuell die USbertiattrite durch den Burid in die WOgft zü leiten;* .> Zürn Berichterstatter für das HätiS Wurde Abgebrdriitier W i H S r tii gtz bestellt: Aus den f lieätW. Im ’fiju ± g t. Le ater geht morgen h e a t ei^ in Stenev Beginn .7 Ühr. , . .. , , ,, ..lin Ö p e r h t h e ä f e r wird ,*M a d ä m e B d 11Ö M i i äüfgefüfirt. Begintt 7 Uhr. , ,. In def V Ö1 k s 0 p e f gelähgt heute MÖntemezW **b 1 e L i e b e d f e i e r K ö n i g e“ („V Anibre dei tre. rS“) zur Erstaufführung. Die Besatzung ist folgende:. Archibald.,— Herr Bauraänn, Manfred, — Herr Hagen* Avlto Herr Lußmänn, ..Flamlnid.—. Herr Fälbl, Ftorä p Frätiieih Räntzäu, eilte Magd — Frau weil, eine jungfran ~ Fräütein Huber* eine Alte Frau Bieckniann; Musikali* sehe Leitung Herr Dr. Weirich, Inszenierung Herr Oberregisseur Markowsky. Beginn ’/s^ Uhr. im D e u t s c h e n V 0 l k s t h e ater wird Samsn tag den 18. d. M. um 7 Ühr Hermann Bähte. Lustspiel „Wienerinnen* und Sonntag den 20. d. M., 7 Uhr,- Artur Schnitzlers Einakter - Zyklus *,Lebcndigö Stunden“ wiederholt. In den Kämmerspi.eled findet Sonnteg dön 19. d. M. uni 10 Uhr dib 75, Aufführung des Notturno M o r p h i u ni* von Ludtvig Hetzer Statt; Im R ä i ni u ri d - T h e a t e r wird der Samstag den 18. d. M. Stattfiiidcndfen Erstaufführung des Lustspiels „DieSchauspleler“ mit Leopold Kramer als Gas) der Dichter Wilhelm Schmidtbori.u beiwohnen»