Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1096 (16.2.1922)
- Date
- 1922-02-16
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 Wien, Donnerstag WIENER MOP.GTTTTZETTOTTCT' 16. Februar 1922 . Eine andere Ursache kür die Unruhen ln Indien sei die allgemeine wirtschaftliche Lage der W ei t. Die indische Bevölkerung sei sehr arm, die Steuerlast eine sehr große und die Preise seien sehr hoch. Ein weiterer Grund für die Unruhen liege in den diplomatischen Beziehungen Englands zur Türkei. Die Bolschewiken hätten- Propaganda gemacht. Es müssen auch die industrielle Entwicklung und die zunehmende Zahl der in der Industrie beschäftigten Inder in Betracht gezogen werden. Der Minister schloß, er sei für alle diese Tatsachen dicht verantwortlich. Er habe lediglich die Verantwortung für die Aufrechterhaltung von Gesetz und Ordnung in Indien. Die indische Regierung stütze G h a n d i durchaus nicht, wie ihr vorgeworfen werde. Wenn seine Verhaftung für notwendig gehalten werde, würde sie bestimmt erfolgen. Das Unterhaus nahm die Adresse in Beantwortung der Thronrede an. Der Abänderungsantrag des Generals Townshand, der die britische Verwaltung für die Agitation und die Unruhen in Indien verantwortlich macht, wurde mit 248 gegen 64 Stimmen abgelehnt. Zionismus und irische Entspannung. Von Leo Hernnann. tHe Lage der Iren ist wesentlich dadurch bestimmt, (Saß sie auch. Jahrhunderte un ihrem eigenen Lande als Menschen zweiter Klasse betrachtet wurden. Die eng- Äsohen Laixübarone verwandelten die Getreideflu/ren in Weidetriften, und wo früher der irische Bauer seinen Pflug zog, weiden heute die Schafherden des englischen Lords. Die Folge war eine sehr starke Auswanderung aus Irland, a/ls deren Ergebnis heute die irische Diaspora in Nordamerika, Südafrika und Australien an Zahl dem weiterhin in der Heimat siedelnden VoFksteü überlegen ist. Aber nicht mur an Zahl, sondern auch an Wohlstand und an politischem Einfluß. Als eine weitere Folge der Unterdrückung durch die Engländer ist es anzusehen, daß die Iren ihre alte nationale Sprache und Kultur fast ganz verloren haben. Zwar lebt die irische Sprache »och heute, doch,war sie bis vor kurzem eine Sprache alter Texte, (Ke nur Forscher und Gelehrte lasen; das Volk bedient sich der englischen Sprache; selbst die. Bücher und Zeitschriften, welche die irische Unabfoängtg&eitsbewegumig und den Kampf gegen England predigen, sind englisch geschrieben, und die irische Nation hat den größten Teii ihrer besten Köpfe def englischen Kultur opfern müssen. Große Iren sind Leuchten der englischen Literatur, und wenn sie, wie gelegentlich Berhard Shaw, das irische Problem «streifen, so geschieht dies ohne die unmittelbarste Anteilnahme und mit einer gewissen Verlegenheit. Aber wem auch die irische Diaspora zahlreicher und materiell stärker fet* als der »Jischuw«, die Iren in Irland, so hat sie doch durchaus das Gefühl, daß ihre nationale Kraft in Irland ruht, und daß die Erneuerung des nationalen und kulturellen Lebens nur vorn Mutterland ausgehen kamt. Und darum die starke, Von allen Teilen def ^Gabitbc geförderte und gestützte Bewegung auf Wiedererrichtung der alten Heintat als neues nätronalcV Heim, auf Wiederbelebung der alten nationalen Sprach £ als Siprabhe der Schule, des Leben«; der Literatur. Allerdings hat diese nationale Bewegung noch nicht alle Teile des irischen Volkes daheim und im Ausland erfaßt. Die Unabhängigkeiitsbewegtwtg, die aus einem Orden Eingeweihter, aus einem Verein zu einer Organs-; sation, aus einer Organisation zu einet Partei, aus def Partei zur elementaren Volksbewegung geworden ist, hot zu dem großen Feinde draußen auch zahlreiche' Gegner im Innern, Leute,die sich auch ohne die nationale Selbständigkeit unter der müden englischen Herrschaft wohl fühlen,^ die mit der englischen Sprache und Kultur bereit« Mmlöslich verknüpfte sind, und die darum den Kampf verabscheuen. Aber auch innerhalb des Lagers der irischen Nationalisten gibt es zwei Gruppen, eine tntfammgenfe und eine reä[politische. Die Gruppen sind bezeichnet durch die Namen ihrer Führer de V alera und Griffith. De Valera ist der Mann, der keinen Pakt mit England schließen will, außer auf Grund der restlosen Anerkennung des selbständigen irischen Staates mit dem Rechte, morgen ein Bündnis gegen, England »ü -schließen. Er weiß, die Forderung ist mehr prinzipieller als realer Art, aber er hat dns Wort gesprochen, daß er auch um eines Schattens .willen bereit wäre, Ströme von Blut zu vergießen. Griffith auf der anderen Seite glaubt, mit den Engländern seinen Frieden machen zu dürfen, wenn sie ihm die vernünftige Bas« geben, die Möglichkeit, die irische Selbständigkeit in politischer und kultureller Beziehung durch eigene Anstrengung des irischen Volkes zu erbauen. Die Iren haben dem Syn th-etiker Recht gegeben gegenüber dem «unentwegten Politiker. Diese ganze Bewegung, die soviel Aehnlichkeit rillt' der un»rigen aufweist, wirkt auch mannigfaltig auf uns ein. Es ist klar, daß England um so freier, mit um so größeren Kampfmitteln* und mit umsomehr Muse sich den Fragen des nahen Orients widmen kann, je sicherer es auf den anderen Gebieten ist. Jede Festigung der., politischen Position Englands, sei es in Washington oder Cannes, ln Aegypten oder Indien, oder schließlich .ip " Irland, bedeutet eine Stärkung der 'prodonistiseben Politik in Palästina. Und unter diesem Gesichtspunkt müssen wir 66e Erledigung des irischen Streites mit leb-’ hafter Genugtuung begrüßen, ganz abgesehen von dem Verständnis, da« wir für eine um die Neubelebung kämpfende Nation haben. Und dieses Verständnis findet Erwiderung. Die Iren begreifen uneem Kampf und sie fördern uns, wenn sie es können. Als im Frühjahr tgzf Unruhen, im. Palästma ausbrachon, standen in Jerusalem englisch-indiieche Truppen, in Jaffa ein irisc es; Regiment. In Jerusalem katn es zu blutigen Vor* fällen; in Jaffa aber traten irische Offiziere dem Mob entgegen, der Lust zu einem kleinen Pogrom zeigte, urid verstanden es, die Unruhe zu ersticken, noch, bevor sie aufgeflammt war. Und noch früher, während des Weltkrieges, trat ein Ire. ein Mann von märchenhafter Tapferkeit und Abenteuerlust, in die jüdische Legion und brachte es hier bis zum Rang eines Obersten: Patterson. Er verwuchs völlig mit der Mischen Sache' und hat sich erst jetzt wieder, auf friedlichem Felde, dem Zionismus mit seiner gawzen Persönflkbkeit zm Verfügung gestellt. Er ist ein Mitglied der zionistischen Delegation, d&e in. Nordamerika für den Keren Hajessod wirkt. Die Iren haben unter denselben Schwierigkeiten, zu leiden wie wir. Ihr Präsident, de Valera, war genötigt, nach Amerika zu gehen, und einen völligen Bruch mit den dortigen .Führern der irischen Bewegung herbeitzuführen. Als G rif fith von England einen ehrenvollen Frieden.Angeboten erhielt, wurde im irischen Parlament, dem DÖÜ Eircam/iuf da» aus einem bloßen Parteikongreß entstanden ist Zunächst sehr viel geredet; an hundert Reden wurden gehalten und nur mit feraalpiper Mehrheit wurde die Einigung votiert. Angesehenste - Führer, .darunter de Valera, waren in schärfster Opposition. Und doch ist das Werk gelungen, zum Segen, wie wir hoffen, der Iren, des englischen Reiches, des Weltfriedens und such der zionistischen Arbeit. Wir können darin ein gutes Vorzeichen sehest Finanzminister Dr. Gürtler über die Kreditaktion. »Die Börse« veröffenittiahit eine Unterredung mkt dem Fiimäto-zmiiinäster Dr. Gürtler über dii-e Kredtektian. Der Fin&uzimiinii'S'ter sagte «unter anderem: ln meiner ersten mohrstündiigein Umtanredhmg mit dem tischecho-s 1 owa»k»schen Maraisterpräsiidtenten Dr. ß eu e sch erklärte ich, daß nur eine Tat eine große Lkhtsfpdr hinterias'sien könnte. Wenn dla« Ausland -bemerkt, daß Dr. BCnes-ch, der a/ls einer dier -besten Kenn,er - mittsleuncpäischier Fragen, ja geradezu ahs der Ex-perte der Entente für Mitteleuropa gilt, zu Oe^iDenrea-dl# ‘ Vertrauen gefaßt hat und. diesem Vertrauen durch eanen Kredit Ausdruck verleiht, dlann. wind auch seine liartioh-te Hdilfsbereksrihaft plötzlkh zu . neuem Leiben erwachen. Ich muß anerkennen, daß die bsdreoho-isJov^a- - kisohe. Regierung tun,seren Wünsohen vielfach entgegengekormnen kt und daß sie die freunidischaftr li-chen* Akkorde bis zum Sohiliusse festgehtiVten hiait. Wenn man denn von mir gefertigten Kreditabkommen in böswilliger Weise on-tgegcnhällt, .d-äß es auch diie Refuntdli-ommg der Balhmschiuflideiri im Umfang. von 169 MiHiipuen üscheahtisdhen Kronen; beinhaltet, so muß ich demgegenüber rrvit aller Bc-; stimnvtheit erklären, daß wir ja d!ie Lchiuldenunserer Bahn Verwaltung bezahlen müssen, ja mit den Zahlungen bereits begonnen halben. Werden uns Beträge von 169 Millionen tschechischen Kronen gestundet, dann wiird der Devisenmarkt durch staot- Hclhe Devisenk^ufe entlastet, und es. steht dem. Angebot in tschechischen, Kroneh eine durch den Wegfall der staatlichen: Bedürfnissej verringerte Nachfrage gegenüber; Welche Bedieurjung eine Kaiufen»thaltsamikeit des Staates'für (Üe Entwicklung der Devisenkuri e besitz-t^bewei^t dKe seit meiner Rückkehr ' •' P!uag..? ejüttglebrsiM«;. un^ufhalttsame Rück- -blföduhg ^r;;Dcviiefiküirsdip"*:' . Was die Kredk-veriiian-dÜiungen in Prag besonders chiärakterkflert ud was sie aus dem. engen Kreis rein f immiejl er, Abmachungen; heuausiheibt, ist meines Erachtens ihre große politische Bedeutung. Zum ersten Male halben zwei Nachfolgestaaten ohne Vermatttlung einer dritten Iru-tmz sich über bedeutsame wirvsch.2>ft!ich« I^eibemsfragen un-miiöteKbair verständigt* Das Ranken w erk non M-ißvor-titän dniiissen, Eifersüchteleien, und schmerzlichen Erinnerungen das bk her das Nebeneinander der Nachfolgestaaten umgalb, wunde durch kuodtige Hände beseitigt und die Erkenntnis von der .Notwendigkeit die Formen des vielgestaltigen Wirtßchaftialeibenis eiirrverstänidlich zu regeln, gewinnt immer mehr an Boden. Wenn d:e Nachfolgestaaten da-s Gemeinatme ihrer Wirt* sohaftisiinitere.sscn aus der geiwrig-en LiqiuiHationsmasse des alten Osst-erreich heraus-heben und wenn sie dein pok tischen 5«ahiüitat8grad .für fest genug hallten, um ihn nrebt mehr in Abneigung oder gar Haß verankern zu tnü sm, dann wind diais mitteleuropäische Problem auif weit größeres Verstand niia . des internationalen Fiinamzikcpcitials stoßen, ails dies bisher der Fall war. Dann wird auch d&e Legend«» vom der Hinfälligkeit Oestenreicbs langsam -diaihin- ..welken. Gewiß, Oesterreich ist aillein -nicht lebensfähig, weil eben kein einziger Staat allein auf sich selbst gestellt lebensfähig ist. Darum liegt meiner Meinung nach der Haufkmaüh druck dieser Schicksals-, frage weniger ^uf dem »lebensfähig« — als auf dem »Alleinsein«!^. Wenn die Staatsmauenri nichts wirtschaftlich Trennendes mehr dar«teilen, sondern eher Anlchhungspipglichikeken von beiden Seiten, dann schwindet da>s Eijnsamkeitsgefühl und damit auch; die wichtigste Quelle des Pessimismus. Ob Oester-, reich hernach lebensfähig ist, das hängt viel weniger vom. freien Spiel der Ziffern ak von der vollen Entfaltung der lebendigen Kräfte ab. Die finanzielle Lebem-sifähigkeit Oesterreichs als Staat Ist übrigens in erster Reihe ein valutiarisches Problem. Man kann -heute, wo die Selibsthilfemaßn ah men weit vorgeschritten sind, beinahe Zifferngemäß ausrechnen, bei welchen Valutenständen das Gleichgewicht im Staatshaushalt wieder hergestellt werden kann:. Diese Valiitenistände liegen abso-l-ut nicht außfghalb des Bereiche« der Möglichkeit, sind such nicht so absurd^ daß sie sich, zu Prügeln1 der Expansionsfähigkeit unserer Industrie verdichten müßten. E« muß natürlich »da« Bestreben der Finanzverwaltung sein, zu einer derartigen Werteinstellung der Krone zu gelangen, durch die das Budget vom Seinen stärksten Schönheitsfehlern gereinigt, werden kann. Die därätlf himzlelendeii Selbsthilffernäßn'ahmen müssen sich nicht nur auf die Steigerung der Einnaihmenseite, sondern auch auf die Verminderung der Ausgabenseite erstrecken. Der Beamtenabbau läßt sich nur regeln, wenn «ich die Krone stabilisiert^ d. i. wenn ich fixen Zahlen gegenübenstehe, diel sich durch das Verharren der Krone -bei einem be«< stimmten Stande dauernd! vermehren oder vermin* dern lassen, Die Staibilisienung der Krone ist das Ziel, dem mit aller Hingabe zugestreibt werden muß. Wird der, Lebon«mittelaibbau via facti schon vor Ende April zur Tatsache, dann muß der staatliche Devisenbedarf am sich zusammen schrumpfen und dann kann die Getreidebewirtschaftu-ng ebeuso privaten Organisa* tionen übenlassem werden-, wie sie in der allerletztem Zeit für die Zud<ervens»orgLvng entstanden ist. Die Irmmispmchnahme des Devisenmärkte« für staatliche Zwecke auf das denkbar niedrigste Maß hinabzu*; schrauben ist meine unveränderliche Absicht. Daß England gewissermaßen einem finanzaellea* Gesandten bei uns akkrediert, darf absolut nicht als , Finanzkontrolle der Regierung betrachtet werden, doren Sanierungsvorschläge und Sanierungsmaß-! nahmen die vollste Billigung seitens der Gläubiger* Staaten gefunden haben. England will die maß« gebenden Regierungskreise Oesterreich« sicherlich nicht auf neue Pfad« locken» sondern sich nur vergewissern, daß auf den bisherigen Pfaden verharrt wird. Schön die Tatsache, daß -sich England mit dem Gobelins als Garantieobjekt begnügen dürfte, spricht dafür, daß der Kredit von zwei Millionen Pfund keine Verkümmcrumg der Souveränitätsrechte de$ Staate« mach sich ziehen wird. Im übrigem dürfte es mit den bisherigem Krediten nicht sein Bewenden haben. Hierüber sowie über die für dein französische** Kredit noch zu -leistenden Unterlagen werden die Verhandlungen im nächster Zeit eröffnet werden. Der Vertraiuemsbeweis des Auslandes, der in deH . Kreditgewährung an Oesterreich liegt, soll auch im Inland ein 'kräftiges Echo erwecken. Nunmehr muß : der Besitz aller Grade seine Reifeprüfung ablegem# nunmehr muß erzeigen, daß er auf der Höhe den} Situation steht und vom dieser nicht niedergebeugt; wird; Unsere Volkswirtschaft kanin nur dann genesen. Wenn alle rastenden Kapitalien in ihren Dienisß gestellt werden, das heißt, wenn die Anlagen im Oesterreich, in österreichischen Industrie-, Handels¬ und landwirtschaftlichem Unternehmungen allem übrigen Betätigungsformen des Kapital« vorgezogen werden. Es ist Aufgabe der Fin-anzverwaltimg, das; Kapital wie den verlorenen Sohn in das Vaterhaus wieder zurückzuführen. Es ist aber audh gleichzeitig die heiligste Pflicht des Besitzes, durch Umschaltung seiner Wümsche, Gesinnungen und scinetf Energie das Arbeitsfeld unserer Gesamtprodukti-ffl! zu erweitern und fruchtbar zu gestalten. Da« österreichliche Kapital für Oesterreich, die österreichische Arbeit in Oesterreich muß die Losung des. tridrgigen Tage« sein, dessen größere Helligkeit' ausländische .Kredit erwirkte. ... Oesterreich. Der englische Kredit» Wie wir erfahren, wind der en-gtl sefiref K f e di t in der Höhe von zwei MilUcwran Pfund gegen eine V enzimsaang von sechs Prozent auf ein Jahr gewährt, wobei die Prolongation auf erim weiteres. Jalhr in Aus^dcht genommen ist. Der Krodiit wind, sobald eine Eimiigung über di!« nähören Einzelbediingumgem enzn'ieilt ist, sofort flüssig gemacht werden., und zwar auf einmal und macht1 in Räten. Es wurdie bereit« bciridhitet, daß die Verwendung des Kredrits vom 'Mr. Young al- Vertreter den fvrcd'itgühers t*rh FimA-cmebfnTein mit der Österreich!* s-rh h Regierung bestimimt wenden wind Wie nun, dn.v * Abend« rrvittcild. hnit Herr Young 9©in Bureau im Gebäude der Arngfahank eingeriahtet Wid pol»! a-lts \ ertiräaientmann dfcr englischen Tcilbaber def Anglohanlk zum Genictralinart dieses Unitomtihmems gewählt werden. Der Am'glabafilk sei übrigeres auch düe Einrichfung der meu-ön Notcnb/ink für Oesterreich vwbeihalten. Soweit hätten es alis"> diie Patrilamenteparfeieih mit thiföf Utifähigkek und mit ihrem PärteiegcMsrnus gebradht, daß düe Vormund,- sdheft dfuirch dH« Bank außgeübt winds diiie sich1 expatriiert .halt und deren Leiter von dien Vereinigtem Antisemiten, nachdem er den Kredit ven-chnifft hat, hiinöiuisgeekelt wund«! Ein beschämenderes Armutfszeugnis dtr Waiberei kaum mtin sacb gßff fltttht voaf* stellen! Im Zuis-ammieuthanig mirt de.r V-erwenidung dsr Krediite arbeitet diais Fin^nizministeriium eine» F'!hia,n,/plsn dien in der nädrisitien Zeit die Oeffent* Viehkeit stark -beschäftigen tvihd. Unter Vorsitz Dt. (j ü r 11 e r s hat ge-stsm ein« 'feeuaitumtg säTnffr. Itich-eir 1-eiteniden Beamten des Fiimanizmiinsteriui'jaa stiattgefunden, dfie deif Aufste Iking des neueri Anb^itspliaimes galt. Dem Vernehmen.Mich.handelte es si'dh um ein« netierliicih« Erhöhung der itiditektxüi Baeuism; {.rti-teoindiene, soll dem A l -k oh ö t u re fu g, der bereits die' Atisgalb-enihöhe von 2 3 0 MU ltÄ bd e ti K rd'flc n i m J a h t erreicht (hat, didroh eine hrihe 'Steuer emtgegengearbeiitet werden. Audh eine Eirhöihung der Tabakiprci« ebeiiiso Wie diiie Auflegung einer i n n e rie n Anleihe, bei der jeden Zwani/g veim.ieden werden soll, wurden besiprochefr. Di« poirliamemtariisdh« ' Behandfliitlng dies französischen Kredit« sttdht für dü« näahßit« Woch« bevor. Man. darf m.jt ihrer günstigen Erledigung rechnen, naicivdem auch der tschiedhii-^dh'ö MiuSteripräsidieht Dr. B‘e n e s c Ih in Paris neuerd'rngs auf diie Notivenidiigkeiit der ha-schien Diuirdhfühtrunir d)f - Hilfsaktion hiiiniofewi-eseu hat.