Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1095 (15.2.1922)
- Date
- 1922-02-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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WIENER MORGENZETTUNÖ Seite 4 Wien, Mittwoch fcomdem Unduldsamkeit gegen die Kultuir der anderen: Es sind die tschechischen Bildimgislbesfcre- /bimgen, deren im Sinne des Friedensvertrages for.-. taillierte Forderungen' den genannten Repräsentanten 'der deutschem Wissenschaft so in Harnisch bringen. iOor Herr Prorektor ist sich dabei nicht im .Unklaren, Sih welche Gesellschaft er sich mit seiner Fehde- Wsage begibt. Er rühmt sich der- Solidarität der Mittel- und Volksschulen und «ogar des.Kinder-: gartesns! Alte, diese Pflegestätten, der. deutschen Bil- ’diuhg zählt der Hochschullehrer mit Stolz zu seknefn Gefolge in dem edlen Streite! Und er zeigt sich ihrer Jwürdig. Seine Losung des tschechischen Lehrkanzel-' Problems bedeutet den wirklichen. Anschluß an d&n Kindergarten. Nicht an die Mittel- und Hochschüler, tfenen ije.de neue Lehrkanzel von . Haus an®, ein Greuel ist.. Nein, soweit geht der-Herr ProreiktOf denn doch nicht. Er gibt die 'Existenzberechtigung, einer tschechischen Lehrkanzel Zu. Nur will er sie; beileibe nicht mit einem Tschechen (besetzt wissen, Sondern mit einem — Reichsdeutschen. Das ist pvabrhaiftig die Argumentitk des Kindergartens! Ertwachsenc Menschen pflegen Lehrkanzeln solchen ^Lehrkräften vorzubehalten, die ihr. Fach am .besieh beherrschen!. Wer wäre nun zutr-Erteilung tschechb ischon Unterrichts geeigneter als ein Tscheche? In «zweiter Linie kämen etwa tuoch die deutschen Staö&spürger der Tschecho-Slo-wakei in Betracht, denen Vhe Beherrschung ihrer zweiten Landessprache doch hoch näher liegt afe den Reidh'sdöütsdh'en. Afocr die Sudek-rdeutschen, die Kfepek, Gzech, Baerain htäßeh, bind dem gelehrten Teutonen offenbar, ebenso ver-, jdächtig, wie die österreichischen Großdeutschen, die sich Prohaska imd Sedlacek nennen..» 6rün6un§ 668 pralersprenZels 6er zionistischen Bezirkssektion Leopol6sta6t. In einer Sonntag, den 12. d. M. im Lokale des, [Vereitte Esra stattgefimdenen, äußerst, zahlreich bcisuch'ien. Versammlung schilderte Abgeordneter Stricker in einer emdrucksyollen- Rede die drohende Gefahr der in der M ieterschntzfrage vwgenonMnened KomipTbrnißverhandlungen zwischen den rechten' und föniken Parteien und wies -darauf ,hin;- daß es sichhier pwieder einmal um einen Kanupf .handelt, dör von dea drei großen Parteien de®. Parlaments auf dem Rücken jäer Juden amsgetragen werden, soll. . .Wiederum würde Lieh hier die. altbewährte TaktN: zeigey, daß die ganze (Wucht des offenen und versteckten Antisemitismus siejj gegen die Aermsten unter den Juden wenden werde. Dr konnte aber auch unter dem stürmkehen Beifall der [Versammlung darauf hinweisen, daß auch ,diesmal dich Herren aiuf den irartnäddgsten, Widerstand stoßen jwerden. Der zweite Redner; Herr, Ör 15 w e.n her z iwies auf die Notwendigkeit hin> angesichts,, der drohen^ Jden Gefahr die bestehende.Organisation ta^kräftigst aus-! feubaueosdiebcr-eits . zio-iBSti-sch orjenttiertenjuden strarpyi asusam-metifzuiiassen.' und unsere Idee auch - in . 'jehö Kreise zu .tragen, bei denen es erst der. Gefährdung'der! jeigenen Existenz bedarf, um sie zum Bewußtsein ihrer «Pflichten als Juden zu bringen. Unter dem Eindiru-dk der beiden wiederholt vom stürmischen' Beifall unter-, brochenen Reden -wurde sofort ein Organisations-, komitee gegründet, das die Organisation des Prater-; aprengels in raschester Zeit durchzuführen hätte. Für< den Organisation-sfonds wurde noch in der Versammlung sellbst eine erhebliche Summe gezeichnet. . Eine folgenschwere Explosiön in einem Gasthause.; In einem Gasthaus in der Josefstadt hat -sich gestern- Nachmittags eine Gasexplosion ereignet, bei der drei Menschenleben in höchstem Grade gefährdet wurden.; Gegen 4 Ü5ir nachmittags wollte der 45jährige .Elektro-- tedmiiker Weiß, VIII., Pfeilgasse 32, in dom Gasthofe' des Gastwirtes Karl Wein li c h, VIII., Josefistädtersfcraße 79, statt eines Gastlusters einen Luster Kür elektrische Beleuchtung befestigen. Vormittags war' Vier- Gasluster abmomitiert. und. die Qeffnamg des Gas-, rphires durch einen Holzstöp-sel verschlossen, worden.; Dieser Holzsto(psel scheint jedodh nicht'genügend ge-1,, dichtet zu halben, und es konnte Gas in den Raum ent'-, strömen. Ais nun der Elektrotechniker auf einer zirü^a lünf Meter hohen Leiter stand- und an der Decke ein! Zündholz antbrannte, erfolgte plötzlich eine heftige Explosion des im Zimmer angesammelten Gases. Weiß {wurde von der Leiter geschleudert und auf den Boden; «geworfen. Gleichzeitig stürzte die Decke in einem Um-; dang von fünf Meter Länge und einen Meter Breite ein itmd die Trümmer der. Ziegel stürzten auf den am Bodeji Siegenden Etektrotechniker. Auch der im Zimmer i perlende Besitzer des Gasthofes, Hari Weinäich und der! ',14jährige KeHn-erlehfrimg Johann Jakobi wurden voh v «den Splittern getroffen. Weiß erlitt einen offenen Bruch : jdes Stirnbeines und des Mmken; Scheitelbeines, und' {wurde von der Rettungsgesellschaft in sterbendem Zu- : »tand in diie II. Unfallstation gebracht. Auch Jakobi jtnußte von der Rettungsgesellschaft mit einem Bruch ■ des linken Scheitelbeines in die Unfallstation gebraclvt iwerden. Der Gastwirt Weinlioh erlitt eine Quetschung der linken Schulter und eine Gehirnerschütterung. Die , Untersuchung über die Ursache des Unfalles ist eitv- 'gelcitet. Arbeitslosenversammlung. Für gestern vormittags war ’ vom »Zeirhral- •fcomitee der Arbeitslosen« in der Volkshalle defe Rathauses eine Versammlung der Arbeitslosen ’einiberufen. Der Zuzug erfolgte zwischen halb 10 und ßo Uhr.vormittags, und zwar bezirksweise. Bei Beginn. der Versammlung dürften 2000 Personen versammelt gewesen sein. Starke Ordn^rketten haben Mie Bozirkszüge begleitet und auch vor der Volksjhalle des Rathauses Posto gefaßt. Die Ordner sorg- (tern dafür, daß keine Ansammlung im Freien er» folge. . X« der Versammlung sprachen mehrere Re- JfacßOtejn> die «M&sftihnten» welche Vorschläge die Regierung mache, um die Arbeitsilcusenfrage au regeln und den Wünschen der Arfbeitstecsen zu entsprechen. Ein Redner führte aus, daß die Versammlung eine f ri e d l ic h e Kiundgebujig darstelle «und daß sich, die Teilnehmer nach Schluß der Versammlnitog zu zerstreuen und steh von jedweden etwa «provozierten Ausschreitungen fernzuhalten, hätten. Die Ordner müßten selbst dafür sorgen, daß sich keinerlei Störung ereignet. Die VörsaTnmfcmg dauerte bis wach ^2 Uhfr. Omdtnierketteo. sperrten die Zugänge . -zur . Inneren Stadt und wiesen;die afoz-tehendtefi Tedltweihimter gegen die Belltaim hin und über die Daistetrasbraße wadi den Bezinkm Der Abbau des Gaspreises. Endgültige Festsetzung mit 130 Kronen. Der Stadtsenat hat gestern über Antrag des Vizebürgermeisters Emmerling den vom Gemeinderatsausschuß für die städtischen Unternehmungen gefaßten Beschluß, den G a s p r e i s für den Monat Februar mit 160 Kronen per Kubikmeter , festzusetzen, dahin a b g e ä n d e r t, daß er auf 130 Kronen herabgesetzt wird. Der Beschluß des Ausschusses war’ auf jenen tatsächlichen Gestehungskosten der Kohle äufgebaut, wie sie sich aus jener Periode ergeben haben, während welcher der Einkauf der Kohle erfolgt ist Dieser Durchschnittspreis betrug 151. Der Rückgang der tschechischen Krone hat eine neue Lage ergeben, welcher der Stadtsenat Rechnung getragen hat. Vizebürgermeister Emmerling führte nach Anhörung des Direktors Menzel aus, daß die Gemeindeverwaltung Wert darauf legen müsse, gerade unter den gegenwärtigen Verhältnissen das Vertrauen zur Stabil isi.e'r u n g des K r 0 n e nkurses öffentlich und. in deutlicher Weise kundzugeben. Deshalb wurden gestern früh' neuerliche Rechnungen angestellt, wie sich der . Gaspreis unter Zugrundelegung des gegenwärtigen Kurses der tschechischen Krone von 120 stellen-würde; Man ließ hiebei nicht außer Betracht; daß ganz automatisch .mit dem Rückgang der fremden . Valuten sich natürlich auch die Preise der Nebenprodukte, ermäßigen, müssen, da. insbesondere Koks einer unausgesetzten Könkurrenzierung durch die tschechischen und deutschen Angebote ausgesetzt sei. Vizebürgermeister Emmerling sowie Direktor Menzel betonten riachdrücklichst, daß gegenwärtig das D et! z i t der G a s w e r k e a u s d e n bei d e ji ers t e n V e r r e c h nun g sp e r i 0 den nahezu .eine Milliarde Krönen ausmacht Mit diesem Abgang tritt das Gaswerk in die kommende : Verrechnungsperiode, ein Wagnis, das zur Voraus- Setzung eine vollkommene Stabilisierung hat, wenn ' der Fehlbetrag ini Läufe - 'mehrerer Monate . getilgt!werden;s6H.‘ v. ’y'; Es ist selbstverständlich, daß der Beschluß des ' StadtsehätS noch lange.kein hinlänglicher Grund für die Bevölkerung ist; - sich überschwenglichen Hoffnungen ■ hinzugeben, - wohl aber dürfen wir erwarten, daß die ' Herren im Rathaüse ihr ^yertrauen hi die Stabilisierung des Kronenkurses“ dadurch rechtfertigen, daß sie nicht selbst durch plötzliche sprunghafte Tariferhöhungen die Bevölkerung, welche ihnen, ja gerne auf diesem Wege folgen, würde, 'vor den Kopf stoßen. . Die Gemeinde Wien hat seit dem Jahre 1914 di e er sie Preise r m ä ß i.g .u n g eintreten lassen, indem sie den Gaspreis ermäßigt Es ist. ein. kleiner Anfang, der aber anzuerkennen Ist. Wir. wissen sehr wohl, daß trotzdem ’ in der nächsten Zeit rechnungsmäßig Preiserhöhungen vielleicht als notwendig sich erweisen werden, aber sie. müssen kaufinännisch und nicht uferlos durchgeführt werden; dann wird auch das Vertrauen der Bevölkerung in die Stabiliserung der Krone sich befestigen. ..... . * Chamischa-Assar-Kinderfeief. Die soziale Hilfs- : Gemeinschaft Anitta Müller veranstaltete für die Kinder der Leopoldstadt eine Feier des Chamischa-Assäf.. Zwei Heimstätten des Vereines Jüdische Kinderfreüude und die , Pogromwaisen waren die Gäste. Das Fest hot reizende Darbietungen der Heinistättenkinder in deutscher und hebräischer . Spräche und brachte den Kleinen manch frohe Ueberraschung. Keine Erhöhung der TelephongebOhren vor April. Der Leiter der Telegraphendirektion Sektionschef Stachel teilte einer Deputation des Vereines für Post-, Telephon- und Telegrapheninteressen mit, daß eine Erhöhung der Telephongebühren nicht vor April eintreten werde. e Begräbnisse am heutigen Tage. A 11 e r F r 1 e dh 0 f: 9 Uhr 30 Min. Jelletz Therese, 10 Uhr Lackenbacher Moritz, 10 Uhr 30 Min. Engel Markus, 11 Uhr Berger, Eduard, U Uhr 30 Min. Rosenfeld Hans, 12 Uhr Doktor Herz er Rubin. — Neuer Friedhof: 9 Uhr Rosenfeld Gisela, 9 Uhr Alasdraky David, 10 Uhr Weintraub Marie, 10 Uhr 40 Min. Kurz Sofie, 11 Uhr Heller Klara. Sterbefall. Frau Johanna König geborene Morgenstern ist gestern im 77. Lebensjahr gestorben. Die Beerdigung findet Donnerstag um U Uhr vormittags auf dem Zentralfriedhof statt Internationale Eisenbahnkonferenz, ln Laufe der nächsten Woche wird in Meran unter Vorsitz des italienischen Staatsbahndirektors eine internationale Eisenbahnkonferenz beginnen, an der Delegierte Oesterreichs, der Schweiz und Deutschlands teilnehmen werden. Der Zweck der Zusammenkunft wird die Prüfung der internationalen Fahrpläne und. Tarife sein. Eine Hochzeitsgesellschaft ertrunken. Wie aus Szeged gemeldet wird, brach eine Hochzeitsgesellschaft, die bei Csonerad die zugefrorene Theiß in Wagen übersetzen wollte, ein und geriet unter das Eis. Es sollen 26 Personen ums Leben gekommen sein. Einstellung der Schnellzüge Klagenfurt—Aßling- Triest. Aus Ersparungsrücksichten wird im Einvernehmen mit der beteiligten jugoslawischen und italienischen Bahnverwaltung ab Samstag. den 18. d. M. in der Strecke Kfagenftirt-Aßling—Görz—Triest-^t. Andräa der Verkehr der seit längerer Zeit sehr schwach benützten«, an die 15. Febraar 1923 te. 1095 Tagesschnellzüge Wien-Südbahnhof—Villach anschließendes Schnellzüge (Klagehturt-Hauptbahnhof ab 17 Uhr 55 Min, Triest-St. Andräa an 0 Uhr 30 Min.; zurück: Triest- St. Andräa ab 5 Uhr 25 Min., Klägenfiirt-Hauptbahiihof an 12 Uhr 10 Min;) vorübergehend eingestellt. . Wetterbericht. In den westlichen. Alpettländem ist die Temperatur nach stärkerem Morgenfrost mittags bereits über bjull. Grad gestiegen. Am Ostrand der Alpen hielt der Frost auch tagsüber an. In Wien hindert eine Hochnebeldecke die Wirkung des Sonnenstrahls. Die Temperatur blieb, um zwei urad niedriger, als vorgestern, morgens —12 Oräd, mittags —7 Grad. Durch weiteres Verflachen der Druckgegensätze’ haben sich die Aussichten auf Milde« rang des Frostes noch verstärkt; doch ist es möglich, daß stärkere Nebelbildung die Sonnenwirkung wieder schwächt Vorhersage: Meist heiter und trocken, stärkere Neigung zu Nebelbildung, morgens strenger Frost, tagsüber gemildert '; . * Drohender Streife in den Buchhandlungen. In des Wiener Buch-, Kunst- und Musikalienhandlungen droht neuerlich ein Streik der Angestellten. Nach der -letzten Lohnerhöhung irp Vormonat hätte die Besserang der Bezüge in diesem Monat nach: der Indexziffer erfolgen sollen. Die Arbeitnehmer erklären jedoch, daß die enorme Teuerung der Lebenshaltung ihnen eine Steigerung der Bezüge nach dem Index unannehmbar erscheinen lasse und sie höhere Förderungen stellen müßten. Die Gehilfenschaft droht, bei Nichterfüllung seitens der Arbeitsgeber in den Streik zu treten. * Streik im Dianabad. Seit einigen Tagen befinden sich'die Bediensteten des Dianabad es wegen Lohnforderungen im Ausstand. Gestern vormittags, 10 Uhr, bewegte sich «ein Zug streikender Badebediensteter, etwa 120 Personen,'Männer, Frauen und junge Mädchen, durch die Innere Stadt. Dem Zuge wurde eine Tafel mit der Angabe der Löhne in den Badeanstalten vorangetragen. ’ -Einbrecher bei Friedrich Häbsburg; Die Polizei« behördö hat in den letzten Tagen eine weitverzweigte Bande i von Einbrechern verhaftet, die ohne besondere Mühe ^wiederholt den ersten. Ort ihrer Tätigkeit aufsüchett .utid dort stets neue'Beute finden konnten. So oft sie, auf großem Fuße lebend uiid Zehntausender für Zechgelage verausgabend, auf dem Trockenen waren, hieß es bei ihnen „Geh’.n wir auf die Wieden l“ Dann suchten sie die Magazine des Erzherzogs Friedrich und der Speditionsfirma Salzer, die mehrere Stockwerke einnehmen, auf und ließen sich an Stricken von dem oberen , in das untere Stockwerk hinab. Als sie bei dem zweiten Einbrüche wieder die Magazine absuchten, fanden sie noch ihren eigenen beim frühe* en Besuch verwendeten Strick gebrauchsbereit hängend auf. Die . Kriminalinspektoren Winiwarter, Günake, Hein,, Hirikshammer, Pünkenhofer und Kramer haben nach langen und mühevollen Erhebungen nicht nur die Täter selbst,: sondern auch die . noch verdammenswerteren , Hehler ausgeforscht. Als das Haupt der Bande eruierten sie den 24jährigen Kutscher Rudolf D e n k,' der beim Kreisgericht Korneuburg eine viermonatige schwere . Kerkerstrafe, zu verbüßen hatte, aber im Oktober ,1921 entsprangen ist Er hat mit anderen Gleichgesinnten in der Nacht zum 18. Jänner den ersten Einbruch . . in den Magazinen, ‘des Friedrich Habsburg, Rechte Bahngasse -30, ausgeführt und unter anderen 22 Tischtücher für je 16 Persbnen und 66 Leintücher, zusammen mehr als zwei Millionen Kronen wert, erbeutet Die Täter, selbst würden ■ dem Landesgericht eingeliefert, gegen die Hehler wurde die'Anzeige an die Staatsanwaltschaft erstattet * Wieder eine, Bombe gelegt., Am & d. M ist vor der feanzlei des Großindustriellen August L e d e rer in der Bartensteingasse 8 eimGranatenzünder explodiert, der; großen baulichen Schaden angerichtet hat Nun erstattete der Pferdehändler G l a s e r, der vor. kurzem das Szemszö- SchlÖssl in der Czerningüsse gekauft' hat, die Anzeige» daß bei ihm eiii Paket abgegeben wurde. Der Üebfefbringer . legte; ^ine brennende Zigarette auf das Paket und entfernte'sich eiligst, in diesem Paket befand sich eine ähnliche Bombe wie jene, die in der Bartensteingasse zur Explosion gebracht wurde. Die Namen Lederer und Szeraszö wurden vor einigen Monaten in einer Gerichtsverhandlung genannt. Die Polizei fandet nun eifrig nach dem Bombenleger. * Streifung in der Leopoldstadt. Das polizeiliche Siitenamt nahm gestern in der Leopoldstadt eine Streifung vor, griff elf Mädchen auf, von denen fünf als geschlechtskrank dem Frauenspital übergeben werden, mußten, Verhaftung italienischer Bankdirefetoren. Dre! Direktoren der B a h c a 11 a .l o - R o m e n a in M a Li a n d, die einige Tage nach dem; Moratorium der Ban'c-o Italiana ‘di Scon t o fallft wurden; Mario G r u nt b e r g, ein Bulgare, Enrico Kirschen, ein Rumäne und Iglnio G r i U i, ein Italiener, wurden verhaftet,. Die Untersuchung über den Status der Bank ergab schwere Unregelmäßigkeiten, die sich die Genannten z u 8 c h'u Iden kommen ließen. * Per80Tiälnachricht; In „tiefer Trauer geben wtf allep: Bekannten-Nachritht 'vom Ableben unserer teuren Muttst, der Frau Klara . H e H e r, welche Samstag den 10. Februar 1. J. verschied. Das Leichenbegängnis findet heute; 11 Uhr vormittags, vom Zentralfriedhof, 3. Tor, aus statt. - "" Familie Hell.et, * Tapezierer und Händler Achtung! Matratzengradel, 120 cch breit,, böhmische Ware, K 3250 per Meter, Strohsackleinen, * 115 cm breit, K 725 per Meter, fertige Leinenstrohsäcke K 2450, nur so. lange der Vorrat reicht, im Warenhaus Emanuel R 6 t h o l z, VII.» Westbahnstraße 15, Ecke Zieglergasse. \; " * Die jüdische Vöifesblbliotbcfe „Zion*, v., Glocken« gasse v 30, veranstaltet; heule ’im Frachtsaal des Hotel Bayrischer Hof eine ^hämisch a h-A ss a r-b’S c h w a t- M a s k e.n 7 R e d ö u t e. Für verschiedene Unterhaltungen ist bestens gesorgt.. Restliche Karten an der Abendkasse. ’■ ‘, ~ Vereine, Vorträge und Versammlungen. Z i o n i s t i s c h e S e k t i b n W i e de n - March gar ete n. Heute, 8 Uhr abends, Cafe Margareten, V* Wiedner Hauptstraße 87, dringende Plenarversammlung. Tagesordnung: 1. Kulturreferat, Dr. Margulies. 2. Bericht des Lokaikomitees. 3. Inkasso der Mitgliedsbeiträge. — B u k 0 w i n a e r Zentral verband, 1L, Rem« brandtstraße 1/5, Fernsprecher 45.248. Jeden Samstag* Punkt 10 Uhr, im Bukowinaer Gate (Gate Stadtgut), IL, Größe Stadtgutgasse 27, Verbandsdiskussionen in wirtschaftlichen Angelegenheiten. Dortselbst Aufnahme von neuen Mitgliedern. Vörstandssitzungen jeden Donnerstag ab V*7 Uhr abends im obgenannten Kaffeehause, zu welchen die Mitglieder Zutritt haben. — Verband deirMes neun d E xportvertreter, Kommissonäre und reisenden K;a u f l e u t e. Jeden Samstag von 3 bis 5 Uhr nachmittags für die Verbandsmitglieder der im großen Saal des Gremiums der Wiener Kanfmannschaft, IV„ Schwarzenbergplatz 16, Trefftag. Neuaufnahmen jeden Freitag vor 3 bis 5 Uhr,!.» Rudolfsplatz 5 (Verband der Textilvertreter). Bedingungen der Aufnahme: Vorlage des Gewerbescheines upd Nachweis der bisherigen kaufmännischen Tätigkeit — J u g e n d v e r e i n Ahawath« «.« voytyg« Gebhard über die Ge? Zion, Heute, JZ*8