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Wiener Morgenzeitung · 1922-02-12 · Heft 1092 (12.2.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1092 (12.2.1922)
Date
1922-02-12
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Leite 2 _ Wien, Sonntag_ Die aufgeschobene Orientkonferenz. F. Wien, 12. Februar. ' Die Konferenz der drei Enteinieministor, welche 8m x. Februar io Paris beginn cm sollte, um das heikle Qrienfcproblem einer Lösung zu nähern, ist in letzter Stunde wieder verschoben worden. Wohl kein Kenner der Verhältnisse modh-te sich der Meinung hingegen, daß die Besprechung der drei Staatsmänner die wirkliche Lösung de« seit Jaihr und Tag so gründlich verfahrenen Problems bringen werde, und die Verschiebung ist auch nur darum notwendig geworden, weil die Differenzen zwischen der französischen und der englischen Auffassung zu groß sind, £ls daß man eine gedeihliche Auseinandersetzung erwarten könnte, bevor man noch den Versuch gemacht hat, gewisse Annäherungen im stillen Kämmerlein zu versuchen. Noch während des Krieges war es beschlossene; Sache, die Frage des »kranken Mannes« auf radikale Weise durch die Vernichtung des türkischen Staatiswesens zu lösen, aber seit dem Tage, da die zusammen gebrochene Türkei den Waffenstillstand unterzeichnet hat, ist die Verwirrung im Orient nur gewachsen und der wirkliche Friede ebenso weit entfernt wie am ersten Tage. Während Rußland schon im Jahre 1915 die Zustimmung Frankreichs auf Ber sitzergreifung Konstantinopel« -besaß und 1917 die Abmachung über die Teilung von Kleinasion zwischen Rußland, Frankreich und England erfolgte, welche im folgenden Jahre durch den Beitritt Italiens modifiziert wurde, t dem die Stadt Smyrna Zufällen sollte, änderten sich sjpäter die Dinge in unerwarteter Weise. Wehl hielt England an seinem Plane fest, daß der beste Lösungsiversuch des schwierigen türkischen Problems die Zertrümmerung des türkischen Reiches und die Uebertragung des Kalifats ütca den Türken auf die Araber wäre. Das Streben der Mächte nach der Einrichtung;Vosn Einflußsphären war mit dem Gedanken einer türkischen Souveränität kaum in Einklang zu bringen, sicher war auch die in Konstantinoipel zurückgelassene Regierung nur ein SdheingebUde, das man' brauchte, um Jemand zur Hand zu haben, der den Friedensvertrag zeichnen könnte, aber unversehens sammelten sich die zersprengten Teile des türkischen Nationalismus m Kleinasien und nützten den Umstand aus, daß unter den Westmächten keine volle Einigkeit über die Abgrenzung der Einflußsphären herrschte. Damals kannte Venizelos seine Lorbeeren ernten, dessen großgriechische Träume den beiden Hauptmächten des Westens als ein willkommenes •Mittel erschienen, um als Prellbock gegen die kemauistischen Trotz versuche verwendet zu werden. Damals wurde Italien veranlaßt, seine Ansprüche auf Smyrna gegen andere Konzessionen an der kleine asiatischen Küste einzutauschen, und mußte in den ■Pakt evnwilligen. Bald darauf erfolgte die griechische Landung in. Smyrna und einige Monate später Hegann der Krieg zwischen Griechen und Kemaliisten in aller Form, während gleichzeitig.neuerliche Bs«. spreduingen zwischen den Entente-Kabinetten eins«t«ten, denen der Frieden sverf rag von Sevress ein - Ende machte, in welchem der Entgehl*uß, die Türkei tu zertrümmern, zum sichtbaren Ausdruck kam. Aber dieser Vertrag ist bis zum heutigen Tage ein Stunk Papier geblieben. Die Kcmallsten wurden immer kühner, machten ihre eigene Politik und.fanden hei den Bolschewiken Vertraute und Genossen,: ip Griechenland kam der Wechsel, der Konstantin' den Thron, Venizelos die Verbannung und dem Laude den Verlust der .bisherigen französischen Sympathien brachte. Die Londoner Konferenz zu- Degimi tyrr. welche einen Frieden zwischen Griechen und Türken bringen sollte, soheiterte, die Regierung Konstantins fühlte sich stark genug, um den Krieg allein fortzusetzen, und stützte sich auf die wohlwollende Neutralität Englands, bis die Erfolge der Kern2listen den griechischen Hoffnungen , einen starken Dämpfer auf setzten. Inzwischen aber war man in Paris nicht ohne, ferfolg ‘bemüht, srine eigenen Wege zu gehen und idiie Vcoiracbt'Stell»rmg in Kleintasien-, welche schon das syrische Mandat gewährleistete, m einem System auszubatuen, dessen Spitze sich deutlich gegen [England keihrte. Mit dem mit den Kemaltei in» Oktober geschlossenen Abkommen, das zuerst ge-/ heim bleiben sollte, fand diese- Politik ihnen Höhe*/ (prunkt, stieß aber auch auf den entschlossenen Wider- fepnuich Englands, dessen öffentlich« Meinung Ihre 'Nerveßität über das Vorgehen Frankere!oh«, däi, offenkundig von dem Prinzip der gern eins amen Aktion sbgewichsn wsir. keineswegs vertag. Von diesem Augenblick beginnt der Notenwechsel zwischen Paris und Lcnvdion und dar Kampf um die Frage dar Anerkennung von /Angoria, der auf der Orientkonferen« bereinigt werden soll. Die Uneinigkeit der Alliierten und «das durch Framfklim- Bmni'll on abgeschlossene f rarnzö sisch e Abkommen, mit Angora haben den Mut dar Kemaliaten stark gehoben. Sie haben Ziliziern tn die Hand bekommen, dessen christliche Bevölkerung ihnen Frankreich, l®ar traditionelle Protektor der Christen im Orient, ausgeliefert hat, sie sind von den Pariser Freunden mit Waffen und Kriegsmaterial versehen worden und haben bereits gegen ihre Nichteinlaidiumg nach Genua protestiert, was auch in Paria überrascht hat, wo man an der These fe-sthält, daß Angora trat* de« Abkommens nicht als Regierung .anerkannt sei, was natürlich die Kemalisten nidit gehindert hat, m Paris und Rom eigene Vertreter au halten, mit Moskau m einer Art von Bündiniswarhäl-tinis zu WIENER MORGENZEITUNG 12. Februar 1922 t;i j Agent. Mißerfolg seiner Amerika-Reise. (Von unserem Budapester Korrespondenten.) derte und höchstens zugalb, daß die tiinga! d e nten Not leiden und wesen gewisser Umstände KW Sl jätf Fast zur selben Zeit wie Pater B a n g h a ist der Führer der Delegation der Budapester jüdischen Gemeinde, Hofrait Franz S z e k e 1 y, von Seinem amerilkar nisdhen Bittgang heimgetkehrt. Schon die Tatsache allein* daß seine beiden Reisekollegen, Rabbiner Dt. Adler und Dr. Zahler, noch in Amerika blieben, um, wie es heißt, die einzelnen Städte zu bereisen, beweist; daß die Missi-on Szeikelys mit einem F i a s k o geendet hat. In deity. verschiedenem Interviews, die er sich bei seiner Ankunft bestellte, und bei den Festbanketten, die ihm zu Ehren Jetat veranstaltet werden, drückt ' sich Hofrat Szekcly um den Kern der Sach«, das materiell« und moralische Ergebnis seiner Reise, mit unklaren Andeutungen herum, die darin gipfeln, daß er das fmantzielle Ergebnis wicht bekommt geben könne, daß er aber immerhin die beruhigend« Mitteilung machen könne, daß der J 0 i n t die notleidenden jüdischen Institutionen in Budapest fördern wolle. Diese Absicht des Joint bestand schon früher und es wäre, wenn 'kein anderes Resultat zu erzielen war, füglich besser gewesein, die Millionen, welche die kostspielige Reise /verschlang, den. unterstützungsbedürftigen jüdischen Anstalten zu zuwenden, als sich eine Antwort zu holen», die auch durch einen einfachen Brief zu erreichen gewesen wäre. Destomehr spricht Hof rat Szekely von dem magyarischen Gefühl der ln Amerika lebenden .ungarischen Juden und dazwischen dringt ein,'Stoßseufzer durch, daß seine Tätigkeit in Amerika dadurch erschwert worden sei, daß von W i en und den »besetztem Gebieten«, wie er die von Ungarn ' losgetrennten Teile der Nachfolgestaaten nennt, Berichte eingelangt waren, daß Szekely und seine Kollegen im Grunde genommen nur H o r t h y gute Dienste leisten.- Natürlich «Iweiß- Szekcly auch von entohusiastischen Empfangen und von großen Ehrunigen zu erzählen, die ihnen in New York zuteil geworden seien. Leider bat auch diese Lüge kurze Beine, denn zwei Tage nach seiner Ankunft und nachdem er sich seiner , Erfolge in den Blättern gerühmt hatte,, langten die amerikanischen Blätter ein, die vom Gegenteil zu berichten wußten. Nach diesen Meldungen hatten Szekely und Genossen ein förmliches Spießrutenlaufen zu bestehen, das in. manchen Fällen einem Hinaniswürf aufs Haar ähnlich sah. So erzählt daß in Amerika erscheinende ungarische ‘Blatt »Der Arbeiter« vom Verlauf einer solchen Propagandaversammlung des. ersten ungarischen Foirthildungsvereins in New York, in welcher Hofrat Szekely die Lage in Ungarn möglichst harmlos schilstehem und zuletzt mit der Sowjet«kmaiiue urtd Afghanistan regelrechte Verträge ateuischließan. Es ist sdhiließllch auch nicht verwunderlich, diaß die Kcmaijsten nicht nur Smyrna begehiren, in dessen Verzicht das allei-ngeliatsseme Griechenland' bereits gewilligt' halben soll, sondern auch die Nachibargebiete von Kor.stau tin'opd und nunmehr, wie vermutet, such das griechisch gewordene Adtrianapei wieder für sich haben wollen-. Bei dieser' Läge der Dinge ist eine Lösung der Orienrirage keineswegs leicht. Zwischen drd Groß-, mächten, vomdenen dk« mit seinen Ansprüchen in ..den Hintergrund: god'jängte Italien sich anscheinend » Immer mehr auf Englands Seite stellt, zwei türki* sphen Regierungen und Griechenland.gilt es zu ent-, :sohe/dyn- A«. dyr. Frage Thrafzieirs ist Bulgarien. miterssTjert. tmid .wenn es wshr ist, daß .«ich die Kleine Enitenie um die .Aufnahme Griechenlands müht, so wird auchsie m der Frage mit reden wollen. Im Hintergrund aber steht Rußland, müt d(e-sen zukünftiger EmtwiiekUmg: man rechnen muß, wenn über die Meerengen meid.Kmstramrinopel eine Entscheidung fällen soll und endlich die ganze Welt des Islam, durch welche ein« nicht zu erkenn an de Gärung geht, trief der Emjrtend in erster Reihe rech, nem muß, Die Schmälerung des- Ansebents des Kalifen »wair eines der wiirksami.-ton Prapagaudtaimittel in den islamitischen Ländern von Asien und Afrika und die Sowjetagentem haben 'bewiesen, dtetß sc« in der Propaganda im fernen Osten ganze Arbeit zu machen verstehen. Wenn die Erledigung dieser Angelegenheiten lange hluwsgazcgen wird, wind der Frühling in Kleinten neues Blutvergießen, rume Kämpfe zwischen Kern allsten und Griechen sehen und in die orientali-chen Zonen wind neue Unruhe getragen werden.! - Die Qsricntal'isdhe Frage {ist ein Problem von größten Wichtigkeit für die Wclbpoliitilk. Die-Zeit des »europäischen»« Denken« ist heute gründlich vorbei und die Gesundung Europas und der Welt, die innere Paizifi-zierung und die Belebung von Hand«! und WeRwkehr isit ln hohem Maße am die Erledigung-der Frage geknüpft, d-i« schon dtuiroh Jahrzehnte in immer neuen Gestalten aiuf dem Tapet erscheint, ahne endgültig gfeoipdinie-t werden zukönnen». D«r gewährte Orient, Indien und die Araber, Aegypten und Kleihäsien sind hier moraiHsch oder materiell interessiert, und nicht zuletzt da», jüdisch« Volk» weil die Ordnung der Dinge in Palästina in -hohem Maße von dw Beharadlmg der islamischem Völker dutreh die Mächte Euncpas atb* bängt. Palästina war niemals ein Zentrum des Araiberfctum« und die sntijüdische Bewegung der letzten Zeiten läßt »sich wohl nicht anders deuten, als Widerstand gegen das vordrtngemde Europa, dem die nicht befriedigten» Aspirationen des Führer der islamitischen Welt steb? »neu« Impulse geben. Der Friede ven Sevre-s ist nicht ratifiziert und noch vor seiner Ratifizierung durch die Tatsachen durchlöchert und von Frankreich selbst trotz allen Leugnens diurrcJhhrochen worden». Wer auf die Revision der ouirogezwuittgen seien, ihre Studien, im Ausfland fortousvtoes, Diere Unaufrichtigkeit erzeugte -bei den Anwesenden! tiefste - Empörung, der das.» Mitglied Bugen Neu wald in recht scharfer Weise Äußdiruok galb. Er lenkte dich Aufmerksamkeit des anwesenden Rabbiners Dr. Adler,1 der,, wie er sagte, diuirch»klangvolle ^.eden zu wirken[ versuche, auf jenen Teil der Bibel, der von den MakfcaW bäem liandelit, diebeHdunntHoh iwoht nur zu reden^ so-ndern au oh zu »kämpfen verstanden. »Ich meinerseits«^ fu-hr Nemvaild fort, »hätte mich sehr gefreut, wenn tni Dr. Adlers Adern wenigstens ein Tropfen Makkabäer-: -bl-utes fließen, würde, und er den Mut besäße, offen zu sagen, wes halb in Ungarn heute -diie Lage »besondewl der Juden und der Arbeiter so dend ist. Ich und mit mir die meisten von uüBär hätten es mit Befriedtigtmg gesehen, wenn Dr. Adder sich Rabbiner ehrlich und offen erklärt hätte, daß die unga^ risoh’en Zustände ihren Grund darin haben, daß an deti Splitze Un»ganns * jefzt, „eine, ver.woirfen-c Räuber- und Mörderbande -steht, die das ungarische Volk seit Jahreaj m a r t eit, die den R au»b, den Mord un»di olle. Niedrigkeiten zum System erhoben bat. Dies alles zui sagen, hak Dr. Adler unterlassen. Von ' uns werden, wie Hofrat’ Szekely alis Finamizgenie erklärte, nur fünf Dollar per Kcxpf verlangt. Sie selbst aber leben in den femßtfceni Hotels, anstatt, den Hungernden daheim durch 'besehe*- diene Lebensweise als Beispiel voraniz-ugehen. Unser Verein wird, laut einem vor dem Erscheinen diese«! Herren gefaßten/Besdhlusse, nicht edmen Heller hergeben. Im übrigen haben wot ,dlie ,Herren nicht gerufen.«: Dr.:Ad l e r und ,S z ek e»l y versuchten nun, einige Worte der Entschuldigung' zu stammeln, und schließelieh. mußte .die Budapester Delegation unverrichtetes Dmge abziehen. '■ So erging es Szekely und seinen Freunden aisph «k allen anderen Versaim.milain»gen. Jetot versucht Szekely! in den' Kreisen der ungarischen Judmschaft seimep Mißerfolg auch ' mit einer Intrige Polnays ziZ begründen und man kann sich für die nächste ZMcunft auf einen durchaus nicht erbaulichen Federkampf zwischen der Grir|iipe Szckeiy-Szaboicei eineri seits und dem Anhänge Polnays andererseits gefaßt machen. patschen Verträge hofft, mag, in der Forderung Q>a68 Aendemung dieser Abmachung, die von einer de? Westmächte selbst erhoben wird, ein bedeutsames Präjudiz erblicken, von realerer Wichtigkeit für dich nächste Zukunft ist eine wirkliche internationale! Ordnung der 6rientaiischon Dinge, die sich nochitg völlig chÄO'tis.ch«m Züstand befinden. - Di« Oricnriiloinfereniz war auf den 1. d. fos^ gesetzt,- sie ist auf eine Woche versehest)en worden u>nd"ha»jt fbis .hieute. -njolit ibpgomnen. Aber rie vviipd »statt-? finden müssen, »schon darum, weil sie eine Voribe*' dinguhg für das Gelingen der; Konferenz ‘ von Genua bildet,: Die Orientfrage ‘kamt w Mtymrtti'ynÄ es« regelt werden, das ist eine Tatsache, an der auch die fr.an-zpsischen Extc^teuren auf die Dauer nichts än-denn werden. » » Minderheitsschütz in Estland. Riga, 7. Fc/Unuiar. (J. C. B.) Die in Esttau« lebontden uiaitkiinafleh Mitvctität-cn hefoen im ZiZsAm» 'menhaipg mit d-er Aufforderung des VölkcTbundea ah di« 'baltischem Stajatcm, ein Gesetz zur Gewährt leistuirig der mtiopäßen Mimderhcit®rech*te im ihrem Ländern auwzuarbeiten, der estländisd^iein. Regionumg eine diesbezügliche P e H t l oh üiberreichi, di« von den B äl t e n, Sc h vveden, Ru s se n und Ju de » uimerze.ichinet ist. In dieser Petition fordern die 'nationalen Minderheiten die Beiziehung ihrer Vertreter zu.r AusärbcJturig der diestazüglichen Gesetze sowie die Aufnahme ihm^r Vertreter ln die estländische Delega)ric«n, die berufen ist, diese Gesetze der V ö 1 k e »r b u-»n d v «»r s a m m l um g m Genf ztf untenbreiten. Wiederaufnahme der Arbeiten für deö amerikanisch-jüdischen Kongreß. New York, 1. Februar. (Bericht der »Wiener Morgenzeitung“.) Die , Anwesenheit der z 10 111 81 b s c h e n Delegat i o n in Amerika und ganz besonders die Zusammenkunft der Zionisten und anderer jüdischen Repräsentanten mit Mr. ,B a 1 f 0 u r in Washington, bei welcher das Exekutivkomitee dys ämeriicänisch-jüdischen Kongresses durch seinen Ehrenpräsidenten Nathan 8 t r a u ß vertreten war, haben de! Frage des amerikanisch-jüdischen Kongresses neue Impulse gegeben. In allen jüdischen Kreisen wird mehl denn je die Bedeutung und die Wichtigkeit des Kongresses, sowohl irp Zusammenhänge mit dem Zionismus als aüch mit den FMgen der Rechte der Juden im allgemeinen erkannt uftd die Notwendigkeit, den Kongreß ins Leben zu - rufen, festgestellt, In mehreren großen Städten, so hauptsächlich in Philadelphia,, wo zu Ehren der zionistischen Delegätlön ein Bankett stättTand, wurde diese' Frage eingehend erörtert Besonderen Eindruck machte die Erklärung S 0 k 0 1 0 w s, daß die Vertreter des Kongresses bei der Friedenskonferenz in Paris eine bedeutende Rolle spielten und sein Appell, den Kongreß auf leben zu lassen und dauernd zu erhalten. Nun hat Dr. Stephen 8. W I s e die Aktion zugunsten der Reorganisation des Kongresses in die Hand fienorameiu

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