Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1089 (9.2.1922)
- Date
- 1922-02-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2980129-2980169--10203-2996530- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Rr. ross Wien, Donnerstag WIENER RTORGENZEmiNa 9. Februar 192? seitrsr Tagesbericht. Die Not in Oesterreich und die Juden des Auslandes. Die Millionenspende in Amerika. Wir erhallten folgende Zuschrift: In diesen Tagen dar Ungewißheit, in denen wieder [eimnuai um. Sein oder Nichtsein dieses Krüpipelataaites [in den Siegerläudenn beraten wird, ohne daß .bis; jetzt sowie bisher — etwas Positives geschaffen'.. worden. Iwäre^tuit die Nachricht von der a meri'ka^'rs'chen Ri e s’ensp en d e dem Herzen eines jeden Oesterreichers doppelt wohl. Mit 1.6 Milliarden; wird I tauiseniden, Menschen, geistigen Arbeitern, Studenten, 'Professoren und vor allem zahllosem Kindern dlie'Mögi iichlkeit gesichert, auch nach dem Aufhören der, Ausfäpeäseaiktiori täglich ein warmes, nahrhaftesMitfcagsessen.zsi erhallten. ' In der Reihe der drei großmütigen Spender steht |auch ... das American Joint D istribnt i bn Committee, jenes Komitee, das durch seine ansgebreitete, beispielgebende Tätigkeit in Wien allein nach -dem Zusammenbruch - ungezähnte jüdische Existenzen. vor dem Untergang gerettet hat. Aber auch in dien Sammlungender beiden-anderen' I Komitees 'steckt zumeist jüdisches Geld. Der Jöiinit hat zwar in Oesterredch seine Tätigkeit eingestellt,' seine Leiter haben indes keinen Augenblick gezögert, neuerlich für «eine Hilfsaikitioij zugunsten Oesterreichs eimzu- |greifen. Freilich mußten sie dalbei vorerst ein moralisches Oipfer bringen, und die Mißstimmiuirug, das Unbehagen unterdrücken, das die amerikanischen Juden beherrscht,, wenn sie sich an die auch in Amerika sehr genau -be- | kannten . österreichischen Zustände erinnern:atu; -die schändlichen Aufwaihms-Obiikamen gegen jüdische Hochi schüler unter S c h w! n d s Rektorat, an die Radaui exzesse amitisemitiiseer Studeniten, an die Devastierung der jüdischen M e n s a, an .das brutale Treiben , deis Waber usw. . •,, Mit den au guten Tdle von jüdischem Gelds an geschafften Leber.ismtyteiL'11 sollen aliso die Prq.fessor'enttsche der Wiener, Grazer, und Lecbener Hochschulen' alimentiert werden, an denen man für. dias Hakenkreuz :und für Ariernaragraphcn: schwärmt. < . Es> Ijiegt jedem Juden vollständig ferne, all diesen [Institutionen, die, wie gesagt, in der Schürung des i Judenhasses bisher nicht genug au tun meinten, den Teller warmer Suppe zu neide». Das müssen doch selbst die rückständigstem Gegner [ider Juden zugeben, daß die aufopfernde Hilfsbereitschaft den Juden im Pinte.liegt. Man sehe sich demi gegenüber zum Beispiel die Listen für die Universitäts-! spenden - an,, und man wird zahlreiche, woäulbegüterte Christen aller Berufs- und GesefeclhaftsMiassen.—. vergeblich dort suchen. . - , . Zweifellos wird man von der, amerikanischen Spende auch den jüdischen Institute« .einen Anteil•• zukommen lassen. Es muß nochmals betont werden, daß dae Juden Amerikas durch ihre munifi/zenite Beteiligung am dieser Aktion dokumentiert halben, wie sehr ihnen die Hilfe für• Oesterrdicb am Herzen liegt, und daß sie trotz aller trüben Vorkommnisse an die Wiederäufbaumöglichkeii dieses Staates glauben. Die amerikanischen Juden dürfen daher auch mit Recht fordern, .daß man in Oesterreich .endlich-mit der bisherigen Praxis brache. Die Arbeitsbereits^häft der jüdischen Mitbürger muß gewürdigt wenden. Man darf arme Mens dien, die sich redlich ihr Stück Broterwerben wollen, nicht mehr drangsalieren. . -. . Vor aht-iii müssen. jedoch die Sünden des Waber sehen Regimes schleunigst gutgemacht und künftig dafür gesorgt werden, daß solche Bestrebuuen. restlos und raschesten« das verdiente Schicksal ereilt. II. H. Zu dieser Zuschrift haben; wiir unsererseits;auf die Tatsache hinizu weisem, daß die ' letzte amerikanische Riesenapende vollständig jüdischer Initiativ e ,i h r e Ent s t eh;,u m g v e r d a n'h t. Der, ehrenamtliche Generailidiireiktor für Europa des jüdischen American Joint Distribution Committees, Herr' James R o s e n b er g, der bei seinen wiederholten Aufenthalten im Wien Gelgeniheiit hatte, die Not gewisser'Klassen (keinmcnzuCernen, und auf den namentlich die Notlage, der geistigen Arbeiter einen starken Eindruck machte, kam vor einiger Zeit mach Wien, um einen genauen Einblick im die gegenwärtigen Verhältnisse zu gewinnen,‘und haitite eine'Bestnirechuting mit dem Präsidium der Israelitischem KuCttmgeinerjnde und den Vertretern des Jüdischen Natdomalrats, welche ilhmi nähere Informationen gaben.. Herr Rosem borg erklärte sich bereit, die Aufmerksamkeit Amerikas. neuerdings aiuf die Not m" Wien zu lenken, und begab sich, im Besitz verschieden,er statistischer Daten, ins Ausland, um mit den europäischen Vertreterin des' amerikanischem Hilfewenks zu beraten/ ■Mr. Rosemberg ist es gelungen, die >Ara«, dasamerilkamische Reiliefkomitee zu der großen Spende zrr veranlassen, welche zusammen mit dem Anteil d e s,2>J o i n t« die Höhe von 200.000 Dollar.beträgt. So fällt das Verdienst, diese neuerliche, große Leistung des Auslandes veranlaßt zu halben,, dem .Repräsentanten des größenvjüdischen. Hilfskomaiteeszuf der sich vorher mit'den Vertretern der-Wiener Judenisdhaft beraten hat. Zu den vor einigen Taigen in der. Presse verlautba/rten Mitteilungen ist. noch nachiziubragem, daß dem Komitee, an v dessen Spitze Präsident H a i hi s c h steht, von jüdischer Seite der Präsident der israelitischen Külibusgameimde Professor Pick vowie Fraiu Euigenie Sc.hwa.rzwald aingehören. .. Das' >Ämerican Jen,nt Distribution Committee« hat außerdemschon vor einigen Wochen für die notßieildende Wiener Bevölkerung 4000 Kisten Ko ndens milch zu Händen des Bundeskanzlers Schober zuir Verfügung gisteilt. Auch die Israelitische JKuiltusgomeimde hat dem allgemeinen amerikanischen Hiilfewar»k in Wien, »Ara«, aus ihren aus. Amerika erhaltenen Spenden Kleidungsstücke im Werte von 5000 D bll.a t, welche an Mittelständller' venteiflt werden sollen, überwiesen^ Die restlichen Bestände an Kleidungsstücken und, Nähmaschinen samt Arbeitsmaterial, aus dem reichen Lager, welches das amerikanische.Joimt-Komiitee• iof Wien hielt, hat dieses einem; Komitee übergeben, das aus dem Präsidenten und dem ersten Vizpräsidewten der Israelitischen Külbnsgemeiride sowie, zwei Vertretern des Jüdischen Natiomalrats besteht. Das vorhandene Material bstehit aus 235 Nähmaschinen und Kleidungsstücken,, welche im amerikanischen Einkaufswert zirka 30.000 bis 35.000 Dollar betragen. Die näheren Modalitäten der Verteilung werden zur geeigneten Zeit verlautbart, werden. _ Schließung der Universität. . Der Rektor der Universität hat gestern folgende Kundmachung erlassen, die durch Anschlag in der Aula ersichlich gemacht wurde: „Mit Rücksicht stuf den infolge der Streikbewegung in den verschiedenen Kohlengebieten eingetretenen* Kohlenmangel müssen die Vorlesungen und Hebungen im Hauptgebäude der Universität ab Montag den 13. d. M. bis auf weiteres eingestellt werden.“ . ■ . , Erhöhung der Tabakpreise. Die Korrespondenz Herzog meldet, daß eine 100 bis 200o/oige Erhöhung der Tabakpreise geplant ist. An eine Auflassung der Raucherkarte wird dagegen nicht gedacht. Man faßte diese im Vormonat ins Auge, als aus mannigfachen Ursachen der Konsum an Rauchmaterial etwas zurückging. In diesem,Monat ist dieser Konsum aber wieder auf der normalen Höhe angelangt, so daß zur Auflassung der Raucherkarte kein Anlaß vorliegt. ___ Berufsunlust. Es ist noch nicht allzulange her, noch unmittelbar vor dem Kriege, da hatten die jungen Mädchen der oberen Schichten, zu denen seltsamerweise damals auch die geistigen Arbeiter gehörten, nur eine Sehnsucht: einen Beruf ausfüilen zu dürfen. Mit allen Gründen und Scheingründen der Frauenbewegung war dieser Wunsch in sie, hineingehämmert worden, die Tätigkeit der Frau im Berufsleben, die Arbeit für die Allgemeinheit, sie galt als Credo, gegen das kein Widerspruch zulässig war. Die Sanierung des Familienlebens, das Aufblühen der geistigen Kräfte und Talente in der Frauenwelt, die Erstarkung des weiblichen Sittlichkeitsempfindens, die Entwicklung der * weiblichen Persönlichkeit — alles hat man uns versprochen. An alle Pforten des Geisteslebens klopften Frauenhände, alle Studienwege, alle Berufsarten sollten sich erschließen. Selbstverständlich hatte mau es immer nur auf die fesselnden und interessanten Berufszweige abgesehen. Die Mädchen wollten Architekten und Aerzte, Chemiker und Juristen, Mathematiker und San|kritforscher werden und namentlich in jeder „besseren“ jüdischen Familie gab es zumindest eine hoffnungsvolle Malerin, Bildhauerin, Komponistin oder Gelehrte, die nicht nur „auf alle Fälle“ lernte, sondern in der festen Absicht, unter allen Umständen in ihrem Berufe zu wirken. Sie hat diese Absicht in den meisten Fällen allen Hindernissen zum Trotz auch durchgeführt und die letzten drei Jahrfünfte haben uns in der Ausdehnung und Intensität der Frauenarbeit ein gutes Stück vorwärtsgebracht, Tafeln von Aerztinnen hängen an. jeder Straßenecke, es wimmelt in höheren Mädchenschulen von Doktorinnen der Philosophie and man kann kaum eine wissenschaftliche Zeitschrift in die Hand nehmen, ohne dort Frauennamen zu begegnen. Ueberflüssig, darauf hinzuweisen, daß das Heer der Lehrerinnen aller Art, Buchhalterinnen, Handelsangestellten usw. alle Dämme überflutet und jeden Tag mehr auschwilit. Es ist selbstverständlich' geworden, daß die Tochter ebenso wie der Sohn des Hauses zu einem Berufe ausgebildet wird und die Fälle, in denen die Mittelstandsfamilie sich den Luxus nicht erwerbender weiblicher Mitglieder erlauben kan«, zählen zu den seltenen Ausnahmsfällen. Die. berufliche Frauenarbeit dauert also schon lange genug und ist ausgedehnt genug, um ein Urteil über die seelische Wirkung dieser Berufstätigkeit zu erlauben. Diese Wirkung tritt vor allem in einem Sympton in Erscheinung: allen heranwachsenden jungen Mädchen erscheint nichts begehrenswerter als die Berufslosigkeit, sie beneiden die Gefährtinnen, die das Arbeiten und Geldverdienen nicht nötig haben, aufs glühendste und finden ihre Tätigkeit so abscheulich wie möglich. Den armen Frauen ist es ja so ergangen wie dem jungen Lassen in Karlweis' Komödie — das grobe Hemd, mit dem sie gespielt haben, ist ihnen unversehens über die Ohren gezogen worden. Nur ist es nicht lehrreiche Täuschung, sondern bittere, bleibende Wahrheit Wir haben im Krieg nur allzusehr zu allen Aemter-n und Arbeiten Zutritt erhalten, durften Schmiede und Munitionsarbeiter werden, Straßenbahnschaffner und Staatsbeamte. Eine ungeheure Enttäuschung, ein Ueberdruß und Widerwillen gegen alle Berufsarbeit, der weite Kreise erfüllt, ist die Folge. Es läßt sich schwer sagen, ob der Grund zu dieser Erscheinung in den augenblicklichen Verhältnissen gelegen ist oder ob es die Wirkung einer inneren Wandlung ist. Manche wollen den Bankrott der Frauenbewegung darin erblicken.' Das scheint zu viel gesagt. Die Frauenbewegung hat gesunde Wurzeln in der allgemeinen Entwicklung der Gesellschaft, in den richtigen und guten Instinkten der modernen Frau. Aber vielleicht bedeutet diese Abkehr vom Beruf, die in der weiblichen Jugend des Mittelstandes unverkennbar ist, die Vorbereitung reiferen Wollens, besserer Erkenntnis vom wahren Weserf der Frau. Es kann eine Laune, eine Torheit sein, die die andere abiöst, die Berufsarbeit um keinen Preis nach der Berufsarbeit um jeden Preis. Aber es kann auch die Morgenröte eines besseren Wollens sein, das, Aeußerlichkeiten beiseite schiebend, einem Ziele zustrebt: den Platz, auf dem man steht, voll und ganz auszufüllen. Nicht Arbeit leisten zu wollen, die man im allerbesten Falle „wie eilt Mann“ bewältigt, in der man nachahmen und sklavisch dem , Vorbild nachstreben muß, sondern Arbeitv zu wählen, die Männern unzugänglich ist und in der die besondere Eigenart und Begabung des Weibes erst zu ihrem vollen Recht* kommt. ■ ■ K. M. Die „landfremden“ Juden in Deutschland. Bekönintlich bedient sich die deutsche aaKlasÄmitische Hetze mit Vorliebe deis Arguments, daß sie! die Juden als landfremde Einwanderer der 'bodenn ständigem Bevölkerung gegenüberstellt. Demgegenüber erscheint es interessant!, aruf die Tatsache himzuweisen, daß sehen in, den ernstem Jaöirhumtdarten nach Christuii in Deutschland jüdische Gemeinden! .zu finden sind. Eine Verordnung des a*ömiscihiert Kaisens Konistaaiitdin vom Jahre 321 über die Kölner Gemeinde liefert dein umkumdlichen Nachweis, daß! zu dieser Zeit im Köln schon seit langem Juden! ansässig waren. Die Juden in Köln waren durchs einen früheren —- nicht mehr erhaltenen — Erlaß des Kaisers v-cin der Benuifumg indie Kudern 'befreit worden, solUten aber durah dem neuen Erlaß auch! hierin den römischen Bürgern gleich* g e s t e 1 It sein. Darnach muß a.ls festgestellt er* aicl.ltet werden, daß es sdhiqin vor der Völker* Wanderung, ateo seit mehr als. 1600 Jclhiran, ansässige Juden am Rheim gegeben bat. Die Rechts* Bücher der nach der Völkerwanderung gegründetem germanischen Reiche weisen bereits zahlreiche Belege für das Vorbhindemseim van Juden auf. 8q verbot z. B. König Gundobad um 500 Ehen! zwischen Juden und Christen. Die häufige Wieder* holuing diesefc Verbots in kurzem Abständen zeigt, daß dieses Verbot wenig beachtet worden, ist und! daß im allgemeinen das Verhältnis zwischen Juden ujnd Christen ein gutes gewesen sein muß. j Uelberhatuipt. war die . Stellung der . rheinischem! Juden im frühen Mittelalter durchaus geachtet^ mehrfach werden Juden als Seefahrer g&i sianmt, sogar unter dem mittelalterlichen Minme-I sängern finden sich'Juden. Als , diamm. iim 13. und! 14. Jahrhundert unter der fainntisderenden Wirkung der Kreuzzüge die Juden vom Rhein vertrieben! wurden, nahmen sie Ihre mittelhochdeuthsobel Sprache in alle We'lt mit, aus welcher sich 'Späte* das »Jüdische« entwickelt halt, welches noch hejuW von der Mehrzahl aller Juden gesprochen wind Der letzte Brief. Wie uns aus Paris berichtet wird, erschien dorf vor kurzem unter dem Titel >Der letzte Briefe ein Buch, das den Schriftsteller Bin e t - V o l men zum Verfasser hat. Das Buch ist eine Sammlung deq letzten Briefe von auf dem Schfaehitfeld gefallenen' Soldaten. Fast bei jedem Gefallenen wurde eim Brief, wohl der letzte, vorgefumdan. Säe waren iin der Regel am -diej Eltern, an' die Gattin, däe Geliebte - oder ,am einen} Freund gerichtet. Aus vieüen dieser Briefe geht hervor^ daß der Schreiber geahnt hatte, dlaß es der letzte Brief! war. Man kann' sich tkaum eine erschütterndere Lektüre denken. So schreibt jum Beispiel edm Findlingf unmittelbar vor dem Sturmangriff, in diem er gefiaUeti ist, folgende Zeilen auf ein Stüdk Papier:- >Ioh bittq Herrn Mesureur (den Direktor des Fiindel'haufses) zit verständigen, daß ich bei Verdun gefallen bin. Idh btnj auf einem sehr, sehr großen SchÖadhtfeld zugrunde gegangen, ebenso unbekannt, wie ich an einem Tage vorn 22 Jahren in einer wenig frequentierten Straße von! Par!« unter einem Tore ahs Unbekannter vom einem! Polizei mann aufgefunden wurde. Adieu! . « * Leutnant Marcel Eleve schreibt seäher Mütter ff >Heute abends habe ich »König Lear« gelescmü Dais hat mich ein wenig zerstreut. Ich fiihUte mich in jene schöne'Zeit zurückversetzt, da ich abends Im Theater! saß und mich dem Kunstgenuß hilngab. Nachher ciafhmi ich den Jasmin zur Hand, den Du, meine teure Mutter/ mir schenktest. Hier in dieser Gegend ist nirgends eine! Blume zu sehen, überall um mich ist alles kahl und c de. Ich werde Dich noch Wiedersehen, mein süßes Mütterchen! Ich werde n-och Deine Hand küssen und Du wirst Deinen Sohn mit einem Kuß beglücken. Aul Wiedersehen, Mütterchen .. .« Tags darauf hat 2hm ei<nj Bajomettst'oß das Hera durchbohrt. Paul B ri ot e, ein Gatte von 26 Jahren, 'hat sei«.ent Tod voraungeahnt. Unmittelbar vor dem Sturm schrieb er: »Ich verzeihe jedem, der gegen mich gesündigt hat und danke für aOles Gute, das man mir erwiesen. Habe ich jemanden verletzt, sq bitte ich ihn. mir ru verzeihen. Ich wünsche, daß mein Tod meiner Ga'bliii keime Trauer bedeute. Möge -sie nur .sobald als möglich wieder einen ebenso anständigen und ehrlichen Menschen heiraten, wie ich einer war: Sollte sie jedoch! die Witwenschaft vorziehen, so bitte ich sie, meinen* teuren Vater zu betreuen. Sollte mein Leichnam gefunden werden, so bringe man ihn nach Hause und begrabe ihn unter dem Apfelbaum des Friedhofs. Ich halte es, allerdings für wahirsöheiniEahor, daß Ratte n und Raben sich an mir auf dem Schlachtfeld guthcfl* tun.werden. leih wünschte, daß man ab und zu meiner gedenke, der ich ein guter Mensah war und diesen' niederträchtigen Krieg verfluche, dein mein junges Lebenvorzeitig uiedermähte.« So und ähnlich lauten die letzten Briefe dos Buches von Einet- Volmer. iMUlMtl msäi An Qualität das BestetTOF FFN AnDvAi#An #4atf RSBIiMrtA1 Äl l! Eili An Preisen das Billigste