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Wiener Morgenzeitung · 1922-02-07 · Heft 1087 (7.2.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1087 (7.2.1922)
Date
1922-02-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wien, Dienstag" WTENE^OTÜRGETTZErrUTSTS" * V. FeDruar 1922 Seile’6 Republik, Dr. R a 9 c!h i o s, hervorgeiruifen. halben. Heute erweist es sich, daß Raischin das Ridhitige getroffau haitte. Seine radikalem Maßnahmen, die [Abstempelung der Ranlkmotem der Oestenrekhischwngarischem Bank, die Zerreißung der alten iWährumgseinlheit, die sftrenge Kontoumd Girenizsipenre waren bedenklicher Natur, und es hätte leidtot kommen können, daß . die V-alikswirtsdhiaift des Staates durch diese Vorikehnmgon zu großem Schaden g-etornnjen wäre. Die Um in formt erthei t des Auslandes über die Verhältnisse im Staate, "vielfach auch die tendenziöse Propaganda gegen die Tsdhecho-Slowaikei, das allgemeine Wimtis'cihaftscliaos, das sich nach dem Umsturz über Mittel* eumoipa verbreitet hatte, dazu die großem Anforderungen, die an dem Staat durch die Lebensmittel« aiushilfem und die Kreditgewährung an die ItndUisteüe' zur Beschaffung der Rohstoffe gestellt wunden, •waren Momente, die die obenerwähnten Reformern ihrer Wirksamkeit hätten (berauben können.' Die Teuerung stieg 'immer mehr an, es mußten die Löhne und Gehalte erhöht werden und auch hier nahm die Entwicklung der Wirtschaft den Gang wie in allen anderen Staaten, Die erhöhten Ein« {kommen setzten die Bevölkerung in den Besitz großer Summen, sie erzeugten große Kauflust und verursachten einen kolossalen Absatz, der Waren- Die große Nachfrage erzeugte eine neue Teuerung, die Teuerung brachte che Flucht vor der Krone nuit sich, kurz, es »setzte auch in der Tsehecho-Stowakei deh wohlbekannte Kreislauf ein, der mit der Teuerung beginnt und über Erhöhung der Löhne, iGehalte, Steuern, Produktionskostenmdt einer neuen Teuerung endet. Hier kam hoch eines diaizw: der große Geldmangel. Der Staat vermied es mit allen Mitteln, ungedeckte Banknoten auszugeben, auch auf die Gefahr hin, den Markt durch die Knappheit an Geld zu erdrosseln-. Diese Gefahr rwar umso größer, als es kein Kreditgeschäft gab. Aber er hielt an diesem Prinzip fest und druckte nur daun Banknoten, wenn sie gedeckt waren. Die Deckung mußten meist Anleihen besorgen. Trotz der immer größer werdenden Steuerlasten, die der Staat zur Bedeckung seiner durch die. Teuerung ungeheuer gestiegenen Auslagen einheben mußte, warf er ani-ch Anleihen auf den wenig aufnahmsfähigen einheimischen Markt und bemühte sich, auch im Ausland Anleihen zu erreichen. Die Folge davon war ein Steigen des Zinsfußes, dadurch wurde der Kredit immer teurer und war -schließlich nicht mehr erhältlich. So war die Situation im Herbst. Als - dann die Mobilisierung kam» geschah das Ueb'erraschende. Allgemein wurde ein weiterer Niedergang erwartet, die Mark sank, die. wirtschaftlichen Zusammen-, hänge mit dem Deutschen Reich waren ao eng, daß man sicher damit rechnete, daß die tschechische Krone unter 5 Centimes sinken werde. Statt dessen kam der Aufstieg. Anfangs glaubte man, es nur mit einer Laune des Geldmarktes zu tun zu haben, aber als der Aufstieg andauerte, suchte man die Erklärungen, dafür. Und diese sind vefsthiedener Natur. Nachdem der ' Inlalnds bedarf an Wqr'eij Und Lndustrieerzeugnissen gedeckt war, produzierte die Industrie zum größten Teil für den Export. Die Ankäufe von Rohstoffen und Getreide aus dem Ausland wurden im Vergleiche zum Export immer kleiner, und jetzt hat die Tscheche-Slowakei eine aktive H a 11 d e 1 s b i 1 a n z. Der zweite Grund is-t der, daß das Bank amt die Inflation ungedeckter tBankniotea (verhindern konnte, ohne dem Markte zu schaden. Der geringe Bariknotenumlaiuf und auch der geringe ausländische Besitz an tsdhedhio- 'slowakiscben Krcnenguthalben, der aiuis der aktiven ’Ha-ndelrsibilau'z und aus dem geringen Notenumlauf erklärlich ist, hat es bewirkt, daß die tschechische [Währung nicht von der Reichsmark mitgerissen wurde. Die Festigkeit der Krone veranilaßte ausländische Kreise, die mittlerweile die Verhältnisse der Republik besser kennengelennt hatten, an Stelle der Mark die Krone zu einem' internationalen Arbitragewert zu> machen«. Es entstand auf den Weltmärkten Nachfrage nach tschechischen Kronen, die nur in geringer Zahl vorhanden waren, und nun setzte der fast sprunghafte Aufstieg dier Krane ein. Sie stieg binnen weniger Tage auf 10 «und traf alle Anstalten-, auch noch weiter in die Höhe zu kiett-enn. Das wäre aber kein Vorteil für den Staat mehr gewesen* und deshalb griff er ein. . Er versuchte, die Kncme auf 10 zu stabilisieren, uind es scheint ihm gelungen zu sein«. Die Folgen der Werfcsteigeruing der Krone sind vorläufig nicht durchweg® günstig. Vor .ajlem bäklagt sich die Industrie über die durch die Werterhöhung der Krone hervtopgenufeinie Verminderung ihrer Konkurrenzfähigkeit airxf d)em Weltmarkt. Die Klagen sind nicht unberechtigt, denn die Stagnation dauert schon einige Monate an und 'halt bereits zu Atbeit-sein'schrankungan, PlradulktioMvorlusten und Arbeitslosigkeit geführt. Viele Fabriken arbeiten nutr zwei bis. drei Tage in der Woche, Sie dürfen ihre Arbeiter wegen der bestehenden Gesetze nicht entlassen, die Produktionis* kosten haben sich also bedeutend erhöht. Die. großen Steuern, die großen Vorräte, die vorläufig unabsetzbar sind, machen die Klagen der Industriellen« begreiflich. Auch die Staatsverwaltung verschließt sich diesen Beschwerden nicht. Aber sie ist auch in diesem Falle zäh. Die Regierung verfolgt ein festes Programm und läßt sich davon nicht abbringen. Sie wi'll die Krone, nachdem sie eine gewisse Höhe erreicht hat, auf die Zeit von mindestens drei Monaten sfcalbdlüsderen-. Dann will sie an den Abbau der sogenannten Binkommeoinflatioin, die durch1 die obengeschilderte Erhöhung der Einkommen entstanden ist, schreiten, allmählich den Steuerdruck nadhliassen und so die Rroduktioiiskasten vermindern.. Dadurch, daß es möglich ist, Rohstoffe zu billigeren Preisen ine Inland m bringen und die 'Produktion, rationeller zu gestalten,. glautbt die Staatsverwaltung, daß es möglich sein wird, die Preise unserer ludustrieartjkel eo tief zu drücken», ' daß die Tschechoslowakei trotz ihrer hohen Valuta auf allen Märkten erfolgreich konkurrieren wird können. Das Ziel ist erstrebenswert uind macht die Energie der Regierung verständlich, aber vorher wird ein wirtschaftlicher Krieg zu führen, wird eine ungeheure Krise au überwinden sein, die viele uind schwere Opfer fordern werden. Nicht umsonst appellieren die Führer an die Bevölkerung, aiuisziubarrem, wicht umsonst schildert morn die Zukunft rosig. Die ausgegebene Devise lalutet: »Ausharren, geduldig -sein und keine Dummheiten machen.« Ausgabe neuer Schatzscheine 1922. Mit dem 1. d. M. erfolgte die Ausgabe neuer 6%iger österreichischer. Staatsschatzscheine. Die bisherige Begebung der Schatzscheine vom Jahre 1920/21 hat, wie bereits ausgewiesen wurde, nahezu 12 Milliarden Kronen ergeben, wovon ein großer Teil im Ausland zur Aufnahme gelangte. Die neuen Schatzscheine vom Jahre 1922 gelangen, wie die bisher ausgegebenen, zum Nennwert zur Ausgabe, jedoch ändert sich bei der Verzinsung die Rentabilität insofern, als der Erwerber, der die Schatzscheine ein Jahr lang behält, nicht, wie bisher, bloß 6’4% an Zinsen, sondern 7*4®/0 dafür erhalten wird. Die gleiche Begünstigung wird dem Inhaber der Schatzscheine der bisherigen Serien 1920, 1921/1 und 1921/11 zugebilligt, wenn er seinen Schatzschein nicht vor dem 1. Oktober 1922 kündigt, so daß die Schatzscheine gleichmäßig, wie bei den Schatzscheinen der neuen Serie 1922/1, frühestens erst am 1. Februar 1923 zur Rückzahlung gelangen. Hiedurch erhöht sich das Erträgnis der Schatzscheine der alten Serien auf 7*4 °/#» wie dies bei den neuen Schatzscheinen der Fall ist Mit Rücksicht auf die vorteilhafte Verzinsung und die sonstigen Vorteile, die die Schatzscheine bieten, ist nicht zu zweifeln, daß auch die Neuausgabe dieser Staatspapiere die gleiche Würdigung bei der Bevölkerung finden werde wie bisher. Schlußkurse der Wiener Börse, Banken 1.11. Anglobank . . . 17700 Oe3t.-bosn. Barak — Bankverein , . . 7220 Bodenkredit . . 10150 Brit,-ung. Bank . 7990 Ocsterr. Kredit . 8000 Ungar. Kredit . . 20200 Depositenbank. . 3030 Währ. Eskompteb. — N.-Oest. Escompte 9000 Ung.Hypothekenb. 3300 Länderbank . . . 23990 Bosn. Landesbank 6250 Lomb. u. Esc.-Bk. 2300 Mercur .... 4600 Oest.-ung. Bank . 25500 Unionbank . . . 6150 Verkehrsbank . . 3025 Wr. Kommerzialb. 2440 ^iynostenskd . . 0K3C0 3.11. 18250 7500 7250 10400 8010 T/00 20500 3205 10000 3345 23600 7000 2440 4800 27600 6350 3075 2510 60000 Transportwerte Adria. 75600 Aussig-Teplltzer . 93060 Buschtehrader lit.A. 90060 BuschtehraderllLB. 43150 Donaudampfsch. . 170000 Nordfcühn . . . 300000 <3raz-Köflacher . 22300 Kascha«-Oderbgr, 24500 Lemberg-Czernow, 24300 kloyd. Navigazione » . 165000 Staatsbahn . . . 48000 Staatsb. Genußsch. 24300 Lombarden . . . 17100 S/idb.-Priorltäten 19250 74000 105000 94000 46000 166500 325000 24000 24600 24000 175000 49400 23800» 17500 19500 Sau werte Aüg.Baugesellsch Union Bauges. Wiener Bauges. Oollcsehauer , lyinlgshofer, , 6800 7200 7750 7200 9300 C5G»J 37200 1.11. 3.11. Perlmooser . . . 23000 25500 Wienerberg,Ziegel 35500 34100 Brauereien Brunner Brauerei 10300 Gößer Brauerei . «142000 145000 Llesinger Brauerei ®27G00 27000 Sarajevo .... — — Chemische Aussig eben,. . Brosche . . . Carborunduni » Clotilde . . . Dynamit Nobel Iungbunziauer . ’oliner . . . Stickstoff werke Teerag-A.-G. , Vereinigte Droge . 114600 115000 . 128009 107000 . 49000 47500 . 34200 34000 , 140000 149000 . 231X0 232000 1 21500 20800 . 34000 3800. l 5330 5200 Elektrizitätswerke A. E. O. Union . . 8600 8750 Brown Boveri . . 7000 8000 Vereinigte Elektr. 14599 15000 Ges. f. elektr. Ind. 14000 14400 Siemens .... 10400 11100 Eisen «.Metalle Alpine ..... 47200 5006)0 Austria .... 19000 20000 Berg und Hatten. 122000 129800 Egydyer .... Ensesfe der . . . 15500 15800 Felten&Gullleaume 28000 30000 Greinltz .... 18000 16300 Hutter & Schrantz 15700 16000 Kabel. 30800 34300 Knipp ..... 36900 37906 Poidmütt« > . . 59900 60000 Prager Elsen » . 150000 150000 P.ima » » » , . 22150 23100 J. II. 3.11. Skodä » » » # | 01900 62300 Waagner .... 18500 20400 Waffen. .... 5900 64Q0 Kohlen- und Bergwerke Brüser Kohlen. » Gran Szaszvarer . Nordung. Kohlen. Oberung. Hütten. Rossitzer.... Salgo» Kohlen . . Trifailer Kohlen . Ung. allg. Kohlen Urlkany .... Veitscher Magnesit Westböhmische . Wolfsegg-Trauent. - 74000 55500 58000 29500 30100 59000 58500 23000 23500 120000 123000 66000 73000 260000 - 45000 46000 7500 8400 Maschinen und Waggons Astra ..... Danek ..... Brünner Muschln. Daimler Motoren. Flat ...... Held Maschinen . Hofherr österr. . „ Ungar. . , Sigl Lokomotiv , Ruston .... Simraeringcr . . 29800 28500 47000 47000 59900 60300 5050 4920 4600 4950 6850 7050 16400 15800 26500 23800 37000 40000 12500 13100 Papier Elbemühl. . . . 11000 11904 Leykam-Josefsth,. 25000 26000 Neusiedler . . . 167000 163000 Steyrermühl . . 36000 36500 Petroleum Apollo.34000 33150 Fants Geui . , . 84800 85000 Karpathen . . . 105000 115000 G&lizfe » 9 l.U. 3. n. Scbodnica . , . — 74000 Textil •Cosmanos . . 90000 913800 Landeis . . . 4250 4700 Rothkosteletzer 45000 45000 Tarbouches . , 111000 115000 Teppich Haas . * 11000 12300 Zucker Schneller. . , 137000 135500 Schönprlcsner, » 71000 75000 Diverse Eiscnbahnv. Ost. 44000 46000 » uns. 21800 21800 Wr.Waggonlelh. Gerngroß. , . 24700 25000 4310 , 4200 Oesterr. Gummi 23850 25210 Titnber . . . 46900 Vereinigte Holz 4230 4750 Türkenlose . , 33000 33000 Renten Malrente. . . 120.- 118— Februarrente . 122.- 125— Oest. Goldrente . Kronenrente 122— 117— Ung. Goldrente » Kronenrente 2500.— 2400— Kriegsanleihen 2.. 89.50 88.75 87.10 87.10 4.. 86.50 86.50 4. Schatz» , » 89— 89— 5.. 86.- 80— ö» Schatz 191 96— 6. . . . I . 86— 86— 6. Schatz . , . 87.50 87.50 7. 86— 86— 7. Schatz , . , 88— 88— s. ..... 86— 86— 8, Schatz » , . » 89.50 89.50 fCTff87i Geld 291.950 2523.— 10.090 3347— 62.730 1213.50 Kurs v. 3. Ware Geld 292.050 2527— 10.110 3853.- 62.770 1216.90 301.950 2613— 10.450 3984.50 63.980 1128.50 12L975 161.975 34,790 FebruÄö Waro 302.05a 2617.— 10.470 3990.50 64.020 1231.30 ä: 162,025, 24.810 377380' 8127 68.020 15,603' 5455.- 205.630 286— 159,025 Valutenkurse. Im gestrigen Verkehr waren fremde Zahlungsmittel billiger erhältlich. Das Geschäft bewegte sich in den engsten Grenzen. Nachstehend die offiziellen Schlußkurse«: Veröffentlichung der Devssensentrale vom 6. 1 e mar 1922. Devisen (Schecks und Aus- 7,,1C zahlungen) fuß Amsterdam f. 100 holl. Gulden . 41/, Agram lOO jug. Kronen .... 6 Belgrad 100 Dinar..6 Berlin 100 deutsche Reichsmark . ö Brüssel 100 belgische Francs . .5 Budapest 100 ungarische Kronen. 6 Bukarest 100 Lei . . . . . . . G __ Christlanla 100 norweg. Kronor . 6 121.975 122.025 Kopenhagen 100 dänische Kronor 5V, 158.975 159,025 London 1 Pfund Sterling ... 5 34.040 34.060 Madrid 100 Pesetas. 6 115.460 115.540 Mailand 100 Lire....... 6 36.390 36.410 37.340 New York 1 Dollar . . . , , . 4V. 7348.— 7852.- 8123 Paris 100 Francs.5V, 05.730 65,770 67.980 Prag 100 tschecho-slow. Kronen . 5>A 15.047 15.053 15,597 Sofia 100 Lewa . , ... , .6% 5245.— 5255— 5445— Stockholm 100schwedische Kronor 5'A 194,970 195.030 204.970 Warschau 100 polnische Mark. . 7 242.50 244.50 254— Zllrlch 100 schweizerische Francs 4 153.475 153.525 158.975 Noten Anjerikan, Noten v. § Dollar aufw . » kleinere . , Belgische Noten 100 Francs . Bulgarische Noten zu 1000 Leva » » 100 , u kleinere« » Dänische Noten J00 Kroner . Deutsche Noten zu 1000 Merk. i, n kleinere, . . Epgl, Noten von 5 Livresi. aufw » „ kleinere .... Französische Noten 100 Francs Holländische Noten 100 Gulden Italienische Noten v. 100 Lire aufw;. , „ kleinere . . . lugosL Noten ungest. zu 1000 Dinar » ■ » » 100 » , » „ kleinere . . Norv/cglsche Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. , »,' kleinere. . . . Rumänische Noten zu 11X10». 500 Lei „ » kleinere ... Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » » a, fi 100 , > » » kleinere . » Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas . «. Tschecho-slow. Not. v. lOOOaufw. » » kleinere . . Ungar. Notep (neue Ein.) zu 1000 Kr, , »zu 10.000 Kr. ... » . kleinere ..... 7723— 7727— 7998— 8002.— 6L3N 62.420 63.480 5195— 63lsÄ 5205,— 15^475 I55I5Ü ISSIOTS 3994.50 mJS' 4000.®» 33/790 33L10 34lAÖ 344S bU3SÖ 238.930 36.290 65.420 289.050 36.310 6L48Ö 298.950 36.840 67.520 299.050' 3ß.86q. 10.040 10.060 1Ö1390 1Ö1410 118.975 238— nÖ1o25. 240— 250i50 6095— 6105— "6445 645S —1— ' -z:z .191.970. 150.975 192.030 151.025 20L970 156.475 . 202ioü, 156.525 15.022 isIvW 151572 1^578 1228150 123ll50 1238150 12411® —1— —1- —1— —1— Der Güterverkehr von Oesterreich nach Deutschland eingestellt. Infolge des Eisenbahnerstreiks in Deutschland hat das Bundesministerium für Verkehrswesen die Einstellung des gesamten Güterverkehrs hach und über Deutschland verfügt Zu.gelassen sind nur. Sendungen nach den süddeutschen Eisenbahndirektionsbezirken Karlsruhe, Stuttgart, Ludwigshafen, Augsburg, München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg. Geber Passau ist nur Lebendvieh in Wagenladungen zugelassen, die in direkten Frachtbriefen nach bayrischen Stationen abgefertigt werden. Bereits rollende nichtzugelassene Sendungen sind anzuhalten und den Absendern zur Verfügung zu stellen. 1 ' Die Betriebs direktion der Südbahn hat angeordnet, daß der Weg über Kufstein wegen Ueberfüllung der bayrischen Bahnhöfe vollständig gesperrt wird. Kompensationshandel mit Lederwaren zwischeft Rußland und der Tschecho-Slowakei. Die Vertreter der' tschecho-slowakischen Lederindustrie haben das Außenhandelsamt ersucht, in Moskau offiziell anzufragen, ob in Rußland Interesse für Kompensationsgeschäfte bestehe, in deren Rahmen die Tschecho-Slowakei Leder und Schuhe, Rußland Rohhäute liefern würde. Dem „Cas* zufolge ist aus Moskau eine günstige Antwort eingelaufen» so daß die Lederwie auch die Schuhwarenindustrie ihre Vertreter nach Moskau entsenden, damit sie sich über die Bedingungen und Liefermöglichkeiten unterrichten können. „Friedensrecht“. Die vor kurzem erschienene Nummer 7 dieser im Verjage des Verbandes österreichischer Banken und Bankiers,' Wien, 1., Rockhgasse 4, herausgegebenen Zeitschrift enthält unter anderem eine ausführliche Be-. sprechung des englischen Kommentars von Simonson über die wirtschaftlichen Bestimmungen des Friedensvertrages sowie eine Besprechung über zivilprozessuale Fragen der! Gemischten Schiedsgerichtshöfe durch Hofrat Wehii. Das Ergebnis der Verhandlungen des Abrechnungsamtes mit dem British Clearing Office über die Behandlung von Ansprüchen im Clearing in Großbritannien sowie Einzelheiten über die Behandlung österreichischer Vermögen in den ehemals feindlichen Staaten werden wiedergegeben. Im amtlichen Teile ist unter anderem auch die Verordnung über die Erfüllung der Geldverbindiichkeiten in alten Kronen im Verhältnis zur tchecho-slowakischen Republik sowie Bestimmungen Über die Gemischten Schiedsgerichtshöfe enthalten, Efn systematisch nach Schlagworten geordnetes Inhaltsverzeichnis über die in den Heften 1 bis 7 enthaltenen Aufsätze und Artikel sowie über die bisher veröffentlichten Urteile der Gemischten Schiedsgerichtshöfe liegt bei, wodurch die Brauchbarkeit bedeutend erhöht wird, Mitteilungen des Creditoren-Vereines von 1870« Das gerichtliche Au sglenchsverfahr e n . wurde eingeleitet: Konicek Rudolf, Kaufmann, , Zuckmantel. Diamant 8., Lederhändler, Novemesto, Popper G. <£ Co., Großhandel, Wien, II., Konradgasse 3. Schall Josef, Schlosserei, Brünn, Inhaber Jacques Schall. Svobodo : Johann, Fahrradhändler,. Brünn, Kounlcova 14. Nödl Wit- . heim, Kaufmann,. Brüx. Mayer Karl, Hofbesitzer, und . Industrieller, Grünlas. Grätzer B. und 3. Grätzer, Inhaber Richard und Walter Grätzer, Olmütz. Medricky & Cie., ' Prag. Badura Franz, Gemischtwarenhandlung, Proßnitz. Vyrobni a prodejni druzstvo odevni a obuvnicke csl. valecnych pozkozencu zaps. spol. s. o., Schlesisch-Ostrau. > Adamec & Pokörny, Ges. in. b. H., Seifenfabrik und chemisch-technische Artikel, Zabreh a. O. Müller Emil, Schuhwarenerzeugung, Zuckmantel. Gedeon Gebrüder,; Kappenfabrik, Kaschau. Racz Paul, Kaufmann, Kiskun- . felegyhaza. Mannheim Mano, Stuhlweißenburg. — Der Konkurs wurde verhängt: Tephtzer Metall-, Stanz- und Emaillierwerke, Ges. tu. b. H., Teplitz-Turn, PaHzek Gottlieb, Kaufmann, Ung.-Brod (Verl.), IConsum- und Sparverein in Planiam reg. Gen. m. b. in Planian. , Kovar Bernhard, Stadt Saar. Lukes Prokop, Hotelpächter, Karlsbad, Hotel Astoria. Borsanyi Bela, Kaufmann, Janoshida. Wiesner S., Kaufmann, Esseg. — Außerdem meldet der Verband der GläubigerscutzverelneOesterreich ^Zahlungseinstellungen: Ing. R. Rio, Zementfabrik, Bologna. Farioli <5 Mantanari, Textilwaren, Mailand. — Konkurse: Westdeutscher Eisen- und Stahlhandel Robert Senkspi^l, Duisburg. Adolf Kohn, Altpapier- und Lumpengroßhandlung. München.

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