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Wiener Morgenzeitung · 1922-02-07 · Heft 1087 (7.2.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1087 (7.2.1922)
Date
1922-02-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Kr. 168?_Wien, Dienstag Bühne und Kunst. Wiener Stadttheater. Gastspiel Leopoldine Konstantin. Man muß sich damit aibfindein., daß die. Freude, SM . dem hinreißenden, vulkanischen Temperaimerlt der Fraiti Kon 51 a n t i y und an ihrem Geist rmr mit dem fragwürdigen Genuß unmöglicher ^Sitüdlce erkauft werden kann. Diesmal wird es einem be- «anders schwer gemacht.;>T i 11 a«, sieben S'zeinen wem Franz Herczeg, sind sieben sdhilecht drama tisierte Novellenfetze-11. Im einem .intimen- Theater5- «raum, etwa im dem Kammer spielen, dhme Atempausen und ^schwül« heruinifcergestpielt; körnte dieser lüsterne Totentanz ein^r rassigen Gräfin immerhin vom starker Wirkung sein — ‘besonders ab 10 Uhr. Aber in der schauerlichen Stimmifuhgsgmuft »Wiener St'adttheater« schmeckt Kaviar.wie fcaues Himbeerwasser und die yerrüchtesteh : Lüste' erzeugen nicht den gewissem elektrisefhan Funikenbogen zwischen Bühne und Publikum;—Frau Konstantin spielt eine Kraiu, nasemd vom LLeibesgier und von nicht gewöhnlicher Perversität. Als Setzte Sensation ersehnt sie - einem tödlichen Ualsötich von der Hand eines Starken. Sie soll ihn halbem. Scllxm in der ersten Szene liegt der Dolch bereit, in der zweiten lernt man dem künftigen Mörder kebnem. Die fünf folgenden muß miain sich gleichwdhl gefallen lassen itftjd oimm-t sie mit Vergnügen. hin, weil Leapoildine Konstantin fiebert and eifert, vom verhaltener» G tont bis in die Fingerspitzem bebt, vor Sehms-ucjit hinsti.ömt und in Schönheit stirbt. — ..Der. Sptelleifer, H^err, UoktcT' S t o 1 z e r, weiß schöne Bilder zu stellen und zeigt in .vielen Einzelheiten Kultur, ’utud-.'yei'stämd^is.; Aber wais nützt alle Regiekumist, \vehi> Fhau Konstantins IParfcner, der biedere- Herr FI o f b a ü.e r;- ‘der gackere Held mit dem- Brustton der Ueberzeugung,, jjust eiinlen wilden Erotiker Spielen muß? Da ist eine Szene: ' Er und sie sitzen tadellos nebeneinander auf Korbsesseln. Heimlich! haben sich« ihre Finger ime-imamder verSorampft. Höchstspannung 1 S:i e ist die Konstantin e r Herr Hofbätier. .Es war heiter. f — Ausgezeichnet Karl Stand in det Rolle . eines Gpiumraiuchens. Sonst raancL-.es sehr arg. — Leopoldime Konstantin wurde stürmisch -gefeiert, das Stück aber nicht ohne Widerspruch hnrfgenommem. O. A. Aus den Theatern. ' ' Volksoper. Donnerstag den 9. d. M. gastiert i» der Volksoper in Verdis „Othello“ Herr Ernst Fischer vom Operntheater, der von einem längeren Gastspielurläub zurückgekehrt ist, als Jago. — Freitag den 10. d. M. geht „La Traviata“, mit Frau Gero in der Titelrolle, in Szene, ln dieser Aufführung gastiert. der berühmte.Bariton erster russischer und polnische^ Opern Herr David jaroslawski als Germont. Im Deutschen V 0 1 k s t h e a t e r gelängt in Aenderung des Spielplanes morgen, 7 Uhr, Schnitzlers Einakterzyklus „Lebendige Stunden“- und Freitag den 10. <L M., 7 Uhr, Hermann Bahrs Lustspiel „Wienerinnen“, zur Aufführung. In den Kammerspiele h des Deutschen V 0 1 k s t h e a t e r s steht Braccos Lustspiel „Untreu“ für morgen und Freitag den 10. und Sonntag den 12. d.,M. auf dem Spielplan. Der Schwank „Der Keuschheitsapostel“ Ist für heute, ferner für Donnerstag den 9. und Samstag den 11. d. M. angesetzt. Freie jüdische Volksbühne Castspiel Im Lustspicltheater. ScmSaFwos’steHuyse .^iftr.bMd8iyeb@rsm@2^ssiiv„r:T.QoVdi» HT Das Theater Ist geheizt! T3M 4230 Konzerte des Operntheaters im Redoutensaäl. Das Operntheater beabsichtigt, noch in. der laufenden Saison im Redoutensaal eine kleine Anzahl ganz besonderer Konzerte zu veranstalten. Zunächst wird Ende Februar ein Richard - Strauß-Abend stattfinden, dessen Programm von Elisabeth Schuhmamn, mit Doktor Richard S t r a u ß am Klavier, bestritten wird. Freier Besuch privater Kunstsammlungen. Das Bundesdenkmalamt gibt bekannt, daß die fügenden privaten Kunstsammlungen Kunsthistorikern, Künstlern und Kunstfreunden ausschließlich zu Studienzwecken zugänglich sind : Stephan A u s p i t z, Otto Beck, Dr. Jean ' B i 11 i t z e r, Willibald Duschnitz, Hans G ü tm a n n, Karl Holscheck, Aired J u r i t z k y, August Lederer, Dr. Leon Lilienfeld, Franz Xaver Mayer, Robert Metzger, Dr. Richard K e u m a n n, Friederike Reumann, Robert Pol 1 a k, Alfred Q u i 11 n e r, Dr. Heinrich R leg e r und Dr. Wolfgang Wurzbach. Der Besuch kann pur mit einer vom Bundeskanzleramt auf Namen und für einen bestimmten Tag ausgestellten Legitimation erfolgen. .Diese Legitimationen werden gegen eine schriftliche Empfehlung ausgegeben, zu deren Ausstellung das Rektorat der bildenden Künste, die Dekanate der philosophischen Fakultät der Universität und der Architekturschule der Technischen Hochschule und die Vorstände aller Öffentlichen Kunstsammlungen berechtigt sind. Preisausschreibung für ein Perez-Grabmal. Das Perez-Komitee in Warschau hat in seiner am 18. Jänner stattgehabten Sitzung die Ausschreibung einer Konkurrenz für den-Entwurf eines Grabmals für den verstorbenen Dichter J. L. P e r e z beschlossen. Es wurden folgende Konkurrenzbedingungen angenommen : 1. Der Ort ist auf ein Grab (200/115 cm) beschränkt. 2. Der Entwurf muß sich an das Format von 50 bis 70 cm Höhe usw. ent- WlE'UER MöiföEUmTUfta .... — —.... ■ ..->..»«. sprechend den angeführten Proportionen halten. 3. Der Entwurf muß ln plastischer Ausführung überreicht werden. Das Material ist dem Gutdünken und dem Ermessen des Konkurrenten Überlassen. In Ausnahmsfällen, wie zum Beispiel bei Uebersendung aus dem Ausland, werden auch Zeichnungen angenommhn, doch müssen diese mit den nötigen Erläuterungen versehen sein. 4. Bei jedem Entwurf muß das als entsprechend Gezeichnete Ausführungsmaterial angegeben werden. 5. Es wurden drei Preise bestimmt: Erster Preis 150.000 Mark, zweiter Preis 100.000 Mark, dritter Preis 50.000 Mark. 6, Die drei preisgekrönten Entwürfe bleiben Eigentum des Perez-Komitees. 7, Findet das Preisrichterkollegium keinen der eingeengten Entwürfe ausführbar, so entfällt der erste Preis, während die zwei anderen Preise nach Gutdünken des Preisrichteikoilegiums zur-Verteilung gelangen. 8. Als letzter Einreichungstermin ist der 1. April 1922 festgesetzt. 9. Die Zusammensetzung des Preisrichterkollegiums < wird in den nächsten Tagen verlautbart werden. 10. Jede Konkurrehzarbeii muß mit einem Zeichen oder Pseudonym des Verfassers versehen sein, welches auch auf dem geschlossenen Briefumschlag, der den Namen des Verfassers enthält, sichtbar sein muß. 11. Die Preissrbeiten sind zu adressieren an Nechemja Fink! eis t e! n, Warszawa, Chlodna 8. Hebräische Matinee. Dr. Cliaim Tartakower wird bei der am 19. d. M. um 4 Uhr nachmittags im Mittleren Konzerthaussaal stattfradenden hebräischen Akademie der Hitachduth die Eröffnungsrede halten. Mitwirken werden: Oberkantor Gerson M a r g u 1 i e s, Hebräische Liederarien. Klaviervirtuosin Sabine Laube und Hanni Schwarz, hebräische Liedersängerin. Für diese durchwegs hebräische Veranstaltung sind Karten ab Mittwoch erhältlich: Bei den Mitgliedern der Hitachduth, Hatechfa, II., Czernlngasse 19, „Wiener Morgenzeitung“, Löwit, Aida und im Hebräischen Klub, EL, Taborstraße 20a. > Hagenbund. In der Jahresversammlung des Künstlerbundes Hagen wurden folgende Herren in die Leitung berufen : Präsident Bildhauer Karl Stern 6,1 a k, Vizepräsident Maler Ludwig Ferdinand Graf, Schriftführer Architekt Hans H o u c a 1, zu , Bundesleitungsmitgliedern die Herren Maler Peter B. r e i t h u t, Robert P h i 11 p pi, Maxim''lian R e i n i t z, August R o t h, Fritz Schwarz- W a 1 d e g g, Professor Alois S e i b o 1 d, Viktor Tischler, Sekretär Josef.K r zi zek. „Schluck und Jauc* Im Raimund-Theater ist die Donnerstag den 9. d. M. stattfindende Erstaufführung des Possenspiels „Schluck und lau“ von Gerhart Hauptmann folgendermaßen besetzt: Jau—Hans Marr,'Schluck- Ludwig Stärk, Jon Rand-Rudolf Zeisei, Karl—Alfred -Neugebauer, Sidselili—Anna Röttgen, Frau , Adelus—Emmy ‘Förster, Malmstein—Kurt Hallenstein. Die Inszenierung leitet Hans Marr. Die dekorative Ausstattung besorgt der akademische Maler Alfred Kunz. — Dieses Werk wurde in Wien bisher noch nie aufgeführt. Gerichtssaal. Die Rechtspraktikanten — geduldete Volontäre. Ueber die rechtliche Stellung der Rechtspraktikanten, die gerade jetzt wieder unter Stellung eines befristeten Ultimatums den Streik in Aussicht gestellt haben, hat der Verwaltungsgerichtshof eine bemerkenswerte Entscheidung gefällt. Der Rechtpraktikant Dr. Emanuel L e i s t i n a, der sich dem Anwaltsberuf widmen wollte und der nach der Rückkehr aus dem Felde mit 45*/« als invalid erklärt worden war, beanspruchte auf Grund des Bundesgesetzes vom Jahre 1921 über die Verwendung von invaliden Bundesangestellten seine Uebernahme in den richterlichen Vorbereitungsdienst. Dieses Ansuchen wurde jedoch vom Bundesministerium für Justiz abgelehnt, weil die Rechtspraktikanten, welche die Rechtspraxis zur Vorbereitung für den Anwaltsberuf angetreten haben, nicht im Dienst-, sondern in einem Lohn verhältnisse, in einem Volontariat stehen. Gegen diese Entscheidung brachte Dr. Leistina die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof ein. Der Verwaltungsgerichtshof (Vorsitzender Präsident Dr. S c h u s t e r) erkannte auf Abweisung der Beschwerde und hob in der Begründung hervor, das Gesetz über die Kriegsbeschädigten Bundesangestellten ' beziehe sich» wie schon die Ueberschrift besagt, auf Bundesangestcllte. Ais solche können aber Rechtspraktikanten, die sich für den Anwaltsberuf ausbilden, nicht angesehen werden. Jis handelt sich um ihre Ausbildung zum Anwaltsberuf und um diese zu fördern, habe man sie als V o 1 o n t ä r e, als geduldete Praktikanten, zur Rechtspraxis bei den Gerichten zugelässen. Zu Bundesangestellten werden sie dadurch auf keine Weise, wenn sie auch zu dienstlichen Obliegenheiten herangezogen und wenn sie auch entlohnt werden. Die Unordnung in der Verwaltung. Der Wehrmann Franz Bösendörfer hatte sich Samstag den 4» d. M. vor dem Strafbezirksgerichte Favoriten (Bezirksrichter Dr. Donau) zu verantworten, weil er, entgegen den Bestimmungen des Heeresgebührengesetzes, die Teuerungs- und die gleitenden Zulagen für seine Gattin und für sein Kind bezogen hatte,; trotzdem erstere im staatlichen Postdienste als Beamtin in Verwendung steht und sein eheliches Kind im Jahre 1921 gestorben ist. Für die Gattin durfte er überhaupt die Zulagen nicht in Anspruch nehmen und den Tod des Kindes hätte er zur Anzeige bringen müssen. Der Angeklagte verantwortete sich dahin, daß er selbst den Anspruch für die Gattin niemals erhoben habe. In dem Trainings Zeugnisse, das er pflichtgemäß der kompetenten Stelle des Infanterieregiments Nr. 3 vorgelegt habe, stehe ausdrücklich, daß sie P o s t- TTDT7! 7. Februar 1922 Seite 5 bearatin sei. Auch habe er den Tod des Kindes zur Anzeige gebracht. Wenn man ihm trotzdem die Gebühren für Frau und Kind ausbczahlt habe, so sei dies nicht seine Schuld. Sein Verteidiger bemerkte, es herrsche in der Bezahlung der Zuschüsse eine gewisse U n- Ordnung und ein solcher W e c h s e 1 -in der Höhe derBezüge, insbesondere auch R ü c fest ä n d e in der Bezahlung, daß einem gewöhnlichen Manne die Kontrolle hierüber gänzlich fehlte. Der Angeklagte habe auch sofort nach Aufkommen des Irrtums die ihm zu unrecht ausbezahlten Beträge zurückerstattet. Der Abgesandte der Zahlstelle bemerkt, der Hauptfehler Hege darin, daß sich der Angeklagte an einen subalternen Barnten gewendet habe anstatt an den rechten Mann. Der.Richter sprach den Angeklagten frei. _ Ein durch den Obersten Gerichtshof aufgehobenes Urteil. Der Oberste Gerichtshof hatte in den letzten Tagen ein Urteil des Wiener Landesgerichtes zu überprüfen, mit welchem der ehemalige Inhaber einer elektromechanischen Werkstätte, Edmund Zcraasek, wegen betrügerischer und fahrlässiger Krida und wegen ‘V. e rlirecheas des Betruges und der Veruntreuung ztt zwei Jahren schweren Korke r s verurteilt worden war. Es war dem Angeklagten insbesondere zur Last gelegt worden, er hätte Bestellungen angenommen, ohne sie auszuführen, ferner» das er Elektromäterial, für Reparaturen bestimmt, veräußert habe. Der Verteidiger, des "Angeklagten, Rechtsanwalt Dr. Heinrich O r n stein, hat gegen das Urteil die Nichtigkeitsbeschwerde erhoben. Der Oberste Gerichtshof (Vorsitzender Senatspräsident Dr. S p ä t h) hat der Nichtigkeitsbeschwerde stattgegeben, das Urteil aufgehoben und die Sache zurückverwiesen. Gleichzeitig wurde auch die sofortige Enthaft un g des Angeklagten verfügt. Die Plünderungen am 1. Dezember. Vor dem Einzelrichter Oberlandesgerichtsrat Dr. Hottet hatten sich heute der Schlossergehilfe Josef T 1:1 Fm a n n, der Elektrotechniker Franz W i n k 1 e r, der Schlossergehilfe Karl B i 11 n e r, der Hilfsarbeiter Stephan Wido, der Schlossergehilfe Franz H a j e k, der Hilfsarbeiter Josef K u b i c e k, der Maurerlehrling Franz ScHe-divy, der Hilfsarbeiter Leopold I di n ger, der Hilfsarbeiter Alois D e u t s c h und der Geschäftsdiener Wilhelm Schoßwald wegen Teilnahme an den Plünderungen am 1. Dezember 1921 zu verantworten. Allen Angeklagten lag zur Last, daß sie an dem genannten Tage in das Militärkäsina eidgedrungen sind und sich daselbst verschiedene Gegenstände angeeignet haben. Die Angeklagten bestritten, geplündert zu haben, gaben aber zum Teile zu, sich verschiedene Gegenstände, die vor, beziehungsweise im Militärkasino herumlageu, aufgehoben und eingesteckt zu haben. Dej’ Richter verurteilte Til.lmann zu drei Monaten, W i n k 1 e r zu vier Monaten einfachen Kerkers, B i 11 n e r bedingt zu drei Monaten strengen Arrests# Wido zu sechs Wochen einfachen Kerkers, H a j e k zu einem Monat einfachen Kerkers, I d i n g e r zu drei Monaten strengen Arrests. Auch dieses Urteil wurde als ein bedingtes erklärt. Die Angeklagten Schedivy, Deutsch und Schoßwald wurden freigesprochen. Volkswirt. Gestempelte Krone « —.08 Centimes* Auszahlung Wien --- —.17 Centimes. In Zürich notierte: die österreichische Krone —.17 die österr. gest Krone . . —.08 die tschechische Krone. . 9.85 die Mark ....... 2.51 Agram ....... 1.70 Bukarest ...... —.— Budapest ....... —.77Vg Warschau.—.15 (—.17 am 4. Februar) (—.08 am 4. Februar) ( 9.90 am 4. Februar) ( 2.52 V3 am 4. Februar) ( 1.65 am 4. Februar) (—.— am 4. Februar) (—.77‘/s am 4. Februar) (—.16 am 4. Februar) Per Aufstieg der tschecho-slowakischen Krone. —r. Prag, 4. Februar. 1 Im .Slpäth erbst des 'vorigen Jahres ßegamn sicti der Kurs der tscihecho-slowaikischen Krone von dem Sd-.idosal der Reichsmark loszulösen.. Enst langsam und Huncicher und dann mit ungewolMer' Sdhmelligkeit stieg die Krone von 5,30 Centimes für 100 tschechische Kronen amf 10,—. Seit einigem Tagen bewahrt der Kurs seine Stabilität um io»—. Die Ursachen ' dieser Weribsteigerung wurden! anfangs vielfach auf ein kümsitlLehes Eingreifen des Staates in Zürich zurückgefübrt, doch hat .es, sich! gezeigt, daß diese Meinungen unrichtig , waren. E$ unterliegt keinem Zweifel, * daß der Staat auf die Kursbewegung Einfluß genommen hat. Aber dieser Einfluß hat sich weniger Ln künstlichen Eingriffen ausgedrückt ail-s in der Fi.maimzipO'litilk;, die der tschecho-s'iOwaikisdhe Staat seit seinem Bestehen mit unerhörter Zähigkeit und trotz anfänglicher. Mißerfolge dund’. geführt hat. Main erinnert sich des Aufsehens und der ungünstigen Prognosen, die die Maßnahmen des! ersten Finamzministers der , tschecho-slowakischen; IVA |WEIHBURGGA«5‘1 LL-Ä

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