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Wiener Morgenzeitung · 1922-02-07 · Heft 1087 (7.2.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1087 (7.2.1922)
Date
1922-02-07
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. ,087 Wien, Dienstag WIENER MORGENZEmTNÖ Y. Februar 192 f' ianr Sonder dampf er des Lloyd Trlestlno nach Odessa. Wie wir vom Lloyd Triestino verständigt werden, beabsichtigt diese Gesellschaft, diesen Monat einen Sonderdampfer mit Frachten von Triest nach Odessa abgehen zu lassen. Wiener Börse. An der gestrigen Börse zeigte sich die Spekulation sehr zurückhaltend. Die Tendenz des Marktes war schwach, ausgehend vom Valutenmarkt, auf dem im Hinblick auf die bevorstehenden Kredite niedrigere Kurse zu verzeichnen waren. Zur Zurückhaltung und schwächeren Tendenz trugen das Fehlen von Orders seitens des Privatpublikums wie aurb die heute stattfindende Versorgung, bei welcher man wieder Geldknappheit befürchtet, vielfach bei. Die Umsätze waren auf fast sämtlichen Gebieten eng begrenzt Anglobank verloren K 550, ungarische Kredit K 300, Unionbank K200, wogegen österreichische Kredit K 300, Länderbank K350 und Zivnostenska K 1000 höher bewertet wurden. Staatsbahn gaben K 800 im Kurs ab, dagegen gewannen die Genußscheine derselben K 500. Lombarden ermäßigten sich um K 400, Siemens um K 700, Alpine um K 2800, Rima um K 950, Krupp um K 1400, Skoda um K 400 und Ruston um K 300. Im Schranken tiberwog ebenfalls die mattere Haltung. Dort büßten die Aktien der Oesterreich-ungarischen Bank K 2100, Aussig-Teplitzer K 12.000, Buschtehrader Bt. A K 4000, Nt. B K 2850, Nordbahn K 25.000, Graz- Köflacber K 1500, Navlgazione K 10.000, Perlmooser Zement K 2500, Gößer Brau K 3000, Berg und Hütten K 7800, Felten & Guilleaume K 2000, die Aktien der Ungarischen allgemeinen Kohlen K 3000, Karpathen-Petroleum K 10.000, Cosmanos K 3800, Tarbouches und Schönpriesener je K 4000 und österreichische Eisenbahnverkehr K 2000 ein. Lediglich Adria gewannen K 1800, Dampfschiff K 3500, Brosche Spiritus K 21.000, Greinitz K 1709, Westböhmen K 5000, Neusiedler K 2000 und Schoeller K 1500. Das Geschäft konnte sich bis zum Schlüsse nicht beleben und das Endergebnis blieb negativ. Renten lagen ruhig und teilweise besser. Ungarische Kronenrente profitierte 100 Punkte. Wiener Schuh- und Lederbörse. (Originalbericht der »Wiener Morgepzcitung“.) An der gestrigen Schuhbörse sprach sich die Tendenz äußerst fest aus, herbeigeführt durch die erhöhten Lohnforderungen sowie durch die erhöhten Einfuhrspesen des auswärtigen Materials, namentlich aus Deutschland. Interessenten sah man aus den Nationalstaaten sowie aus westlichen Ländern. Es notierten:. Herrenstiefel •Mackay und genagelt Boxcalf und Chevfeau schwarz K 15,400, Rindsbox schwarz K 15.000, Naturleder und schwarzes Kuhleder K 15.400, Braunleder K 19.000, Goodyear-Welt und handrahmengenäht Braunleder K 26.000 bis K 27.000, Dame ngtief el Mackay und genagelt Boxcalf t>nd Chevreau schwarz K 15.200, Rindsbox schwarz K 14.400, Goodyear-Welt Boxcalf K 19.000 bis 20.000, Braunleder K 26.000 bis 27.000, Damen halbschuhe Mackay und genagelt Boxcalf K 12.800, Rindsbox schwarz K 21.800, Qoodyear-Welt Boxcalf K 17,500, Braunleder K 19.500 bis 21.500, Knabenschuhe RÜidsbox schwarz sowie Naturleder und schwarzes Kuhleder je K 10.000 bis 11.000, Kinderschuhe Mackay Rindsbox K 6009 bis 6500, Goodyear K 8000, Mädchenschuhe Mackay Rindsbox K 7500 bis 8500, Goodyear K 9500. — Die Lederbörse war schwach besucht, bei fester Grundtendenz blieben letzte Preise in Geltung. Wiener Warenbörse. (Originalbericht der „Wiener Morgenzeitung*.) . Zum öffentlichenVerkauf gelangt heute um %1 Uhr ein Waggon Schwefelnatrium 30/32. Vadium von K 600.000 erforderlich. ' Viehmärkte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung*.) Der gestrige Auftrieb belief sich auf 544 Stück inländisches, 2599 Stück ungarisches und 251 Stück rumänisches, zusammen 3394 Stück Schlachtvieh, worunter sich 2332 Stück Mast- und 1062 Stück Beinlvieh bestanden. Der Gattung nach waren 2318 Ochsen, 218 Stiere, 548 Kühe und 10 Büffel. Außer Markt wurden 1199 Stück bezogen. Gegen die Vorwoche wurde der Markt um zirka 800 Stück stärker beschickt. Die direkten Bezüge wiesen gleichfalls eine Zunahme von 800 Stück auf. Bei reservierter Kauflust konnten Primasorten vorwöchige Preise erzielen. Hingegen erlitten Mittelqualitäten einen Rückgang von K 30 bis 40 und mindere Kategorien von K 60 bis 80 und in einzelnen Fällen bis K 100 per Kilogramm. Es notierten Ochsen Prima K 900 bis 1100, schwere K 1150 bis 1220, Sekunda1 K 670 b’s 880, Tertia 520 bis 650. Stiere und Kühe K 520 bis 820 (bis K 920). Beinlvieh K 260 bis 490 und Büffel K 600 bis 700 per Kilogramm Lebendgewicht. — Borstenvieh markt. Nach den bisher vorliegenden Ausladungen und Anmeldungen^ dürfte sich der Auftrieb auf zirka 800 bis 900 Schweine belaufen. Berliner Börse. Berlin, 6. Februar. An der Börse beschränkte sich das Geschäft in der Hauptsache auf Umsätze der berufsmäßigen Spekulanten. Das Privatpublikum hatte zwar einige Kaufaufträge hergelegt, doch war sonst dessen Beteiligung unbedeutend, was auch mit der aus Gründen der Stromersparnis verfügten Sperre des Privattelephonverkehrs im Berliner Stadtnetz zusammenhängt. Die Stimmung war bei Kurssteigerungen bis zu 30% und darüber durchwegs fest. Am Montanmarkte war für westdeutsche Werte Interesse, namentlich für Mannesmann-Aktien, die um 90°/o stiegen. Hingegen verloren Phönix-Aktien 48°/<>. Oberschlesische Werte hatten nach den Steigerungen der letzten Tage unter Realisationen, zu leiden. Als besonders fest sind noch hervorzuheben Felten «5 Guilleaume- und Stettiner Vulkan-Aktien, dagegen verloren Charlottenburger Wasserwerk - Aktien 90%, Westeregl. Alkali - Aktien 125%. Später entwickelte sich in deutschen Alkali-Aktien sowie .im freien Verkehr in Krüger-Aktien ein lebhaftes Geschäft zu steigenden Kursen. Heimische Renten waren zumeist unverändert Von ausländischen Renten waren ungarische Renten etwas höher. Die Devisenpreise zogen bei schwächerem Geschäft mäßig an. Prager Börse. Prag, 6. Februar. Mit Rücksicht auf die Ungewißheit, welchen Einfluß die tschechische Anleihe auf die Wiener Börse haben wird, eröffnete. der Verkehr in zurückhaltender Stimmung,, die namentlich in Arbitragewerten, die ^sich insgesamt ermäßigten, zum Ausdruck kam. Nicht einmal für heimische Papiere fand sich Anregung, die Kauflust hätte erwecken können. Da sich die Notierung der Wiener Devise nur geringfügig besserte und Nachrichten über einen schwachen Verlauf der dortigen Börse einliefen, ermäßigten sich gegen Schluß einige Papiere noch weiter. Die Stimmung für Staatspapiere war zuversichtlich und die Abschlüsse erfolgten nur bei teilweiser Zuteilung, per Bänkenmarkt hat sich zum größten Teil abgeschwächt. Von Wiener Bankwerten verloren Anglobank- 6, Kredit- 4 und Bankvereins-Aktien 1 Punkt. Türkenlose gewannen K 10. Auf dem Industrieaktienmarkte waren Zucker- und Maschinenfabriks-Aktien sowie Eisenwerte schwächer. Von Kohlenwerten ermäßigten sich die Aktien der Böhmischen Handelsgesellschaft um 15, west-? böhmische Kohlen-Aktien um K 180. In Wiener Berg- und! Hütten-Aktien war nur Ware vorhanden. Böhmisch«! mährische Maschinen-Aktien befestigten sich um K 25$ Auf dem Exotenmarkt kamen gleichfalls niedrigere Kurse zur Geltung. Die Schlußtendenz war reserviert. 1 Die westlichen Devisen haben sich in der Mehrzahl; befestigt Im freien Verkehr erhöhten sich Budapest und Wien. ■ l Budapester Börse. Budapest, 6. Februar. Die heutige Börse zeigte bei Sauer Haltung große Zurückhaltung. Schon zu Beging schwächten sich die Kurse ab und die rückläufige Kurs-4 bewegung machte im weiteren Verlauf Fortschritte. Die Geschäftslosigkeit wird auf den allgemeinen Geldmangel und auf die ungünstigen Nachrichten von den ausländischem Börsen zurückgetührt. Bemerkenswert war die Kursbildun« auf dem Montanmarkt, wo die Kursgewinne 50 bis 15u Punkte erreichten. Dies war der einzige Markt mit feste« Tendenz, während die übrigen Märkte schwach bliebenj In der Kulisse griff gegen Schluß im Einklänge mit Wie» eine günstigere Stimmung Platz, Die übrigen Märkte! wurden aber hievon nicht betroffen. — Auf dem ValutenH markte war die Haltung infolge der behaupteten Züricheß Kronennotierung reserviert. Westvaluten bröckelten abJ Dollar hatten sich gegen Schluß etwas gebessert, während Mark einige Punkte verloren. Tschechische Kronen wurden zu behaupteten Kursen gekauft. Auf dem Devisenmarkt* war die Devise Mailand auffallend gesucht. Lebhafter1 Verkehr entwickelte sich in Auszahlung Wien, Die Devisenkurse» Zürich, 6. Februar. (Devisenkurse. ■— Mitgeteilt von der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 2.51 (2.52%), Holland 190.- (190.—), New York 510.— (512.-), London 22.08 (22.05), Paris 42.95 (42.87 %H Mailand 23.80 (23.80), Brüssel 40.90 (40.90), Kopenhagen 104.— (104.—), Stockholm 131.— (131.—), Christiania 82.-^ (81.80), Madrid 78.50 (78.25), Buenos Aires 185.- (182.50)J Prag 9.85 (9.90), Budapest -.77% (-.77%), Agram 1.70(1.65), Bukarest—.— Warschau —.15(—.16), Wien Geld —.17 (—.17), Wien Ware —(-.-»-), Gestern gest^ Kronen Geld —.08 (—.08), Gestern gest Kronen War« Amsterdam, 6. Februar. (Devisenkurse.) ' London 11.62% (11.62), Berlin 1.32 (1.33), Paris 22.5» (22.60), Schweiz 52.75 (52.74), Wien -.09 (-.09)*' Kopenhagen 54.70 (54.85), Stockholm 68.90 (69.—), Christiania^ 43.— (43.20), New York 268.25 (268.50), Brüssel 21.55? (21.57%), Madrid 41.20 (-.-), Italien 12.55 (-<—V Budapest —.40 (—.—). Berlin, 6. Februar. (Devisenkurse.) Wien altes —(—.—), Wien abgestempelt 6M (6.63), Prag 390.10 (389.60), Budapest 31.16 (30.96). : Berlin, 6. Februar. (Kurse der Devisenzentrale.^ Noten: Dollar 201.25 (200.-), Pfund 879.— (870.-$ Italienische 948.— (942.—), Polnische 6.05 (6.07w Tschecho-slowakische 387.— (388.50), Alte österreichische (—.—), Gestern gestempelte 2.92% (2.87%). Prag, 6. Februar. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom( Bankamte des tschecho-slowakischen Finanzministeriums.)! Berlin 26.22% (25.47%). Zürich 1028.- (1028.—), Belgrad 68.25 (57.62), Bukarest (—.—), Wien 0.58% (0.56)1 Warschau 1.32% (1.35), Agram - (—.—), Budapest 7.70 (7.65), Jugoslawische Noten.65.25 (64.62), Oesterrj gestemp. Kronen 0.58% (0.56), Polia. Noten 1.12% (1.15)? Ungar. Noten 7.70 (7.65). 'VWWVS' ’>lc Was Dionys SchOnecker erzählt. Herr Schönecker, der Sektionsleiter von Rapid, der bekanntlich die Fahrt seiner Mannschaft nach Spanien mitgemacht hat, war so liebenswürdig, einem unserer Mitarbeiter einiges von seinen Eindrücken zu erzählen. Im folgenden geben wir Herrn Schönecker selbst das Wort: „Als wir am Mittwoch den 25. Jänner die Reise antraten, konnten wir uns eines Gefühls der Sorge nicht erwehren. Mit den Schweizern waren die Spiele noch nicht fest abgeschlossen, so daß die Entschädigungssumme, die uns die Spanier zugesichert hatten, nur knapp genügte, um wieder nach Wien zurückzukommen. Weiters führte uns dje Reise doch durch Frankreich, wobei wir in Paris mehrstündigen Aufenthalt nehmen mußten. Allgemein war bei uns die Ansicht verbreitet, daß uns die Franzosen, falls sie uns als Deutsche erkennen, mit Haut und Haaren verschlingen würden. Nicht zuletzt beunruhigten uns die Nachrichten,. die die Spärta über die Spielweise der Spanier und über das Verhalten ihres Publikums publizierte. Im Verlauf der Sportreise erwiesen sich dann alle angeführten Bedenken als vollkommen unbegründet In Luzern trafen wir alte Bekannte, die uns sehr herzlich aufnahmen. Leider konnten wir mit den Schweizern nicht handelseinig werden, da sie für zwei Spiele in Zürich und in Luzern nur 18.000 Francs bezahlen wollten. Da wir gezwungen gewesen wären, bei der Rückfahrt, die wir aus valutarischen Gründen über Italien hätten antreten müssen, von Mailand nach Luzern und Zürich und von letzterer Stadt wieder bis Buchs zu fahren, wobei die Reisespesen eine kolossale Summe verschlungen hätten, so mußten wir auf die Spiele in der Schweiz verzichten. Am Freitag, 9 Uhr vormittags, kamen wir in Paris an, wo wir bis um 5 Uhr nachmittags verblieben. Schon während der Fahrt waren wir darüber erstaunt, welche Wirkung das Wort „Fußballer“ auf Grenzbehörden, Eisenbahnbedienstete und .Finanzbeamte ausübte. Ueberall, sei es in der Schweiz, in Frankreich, in Spanien, in Italien oder in Oesterreich, kam man uns mit einer Liebenswürdigkeit und Zuvorkommenheit entgegen* die uns förmlich überraschte» In Paris mieteten wir einen Reiseführerwagen, um die Stadt zu besichtigen. Anfangs waren wir schüchtern und zurückhaltend und keiner wagte es, sich laut in seiner Muttersprache zu verständigen. Als wir aber bemerkten, daß die Franzosen ganz harmlose Menschen sind, wurden unsere Spieler zusehends kühner. Unter der Führung eines Herrn von San Sebastian, der uns bis Paris entgegengereist war, besichtigten wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Auf dem Eiffelturm hatten wir bereits Bekanntschaft mit zahlreichen französischen Gesellschaften geschlossen, mit denen wir uns halb Französisch, * halb Deutsch unterhielten. Wir speisten in einem großen Restaurant, wo es, durch unsere tatkräftige Mit-. Wirkung, sehr laut zuging. Niemand nahm Anstoß an unserem Deutschtum. Ganz im Gegenteil! Die Franzosen unterhielten sich mit uns ganz ausgezeichnet. Um 5 Uhr nachmittags verließen wir Paris und kamen am Samstag vormittags in San Sebastian an. Der Empfang war sehr herzlich, wir wurden in einem sehr eleganten Hotel untergebracht, wo wir uns sehr wohl fühlten. Am Sonntag traten wir gegen den S. C. San Sebastian zum Wettspiel an. Der Sportplatz ist sehr schön und das Spielfeld entsprach, was die Maße anbetrifft, allen Anforderungen. Der Boden war graslos, doch machte ihn eine Art feiner Dünensand ziemlich elastisch. Ich glaube, daß bei trockenem Wetter ein derartiger Boden für jede Gastmannschaft ein großes Handikap bedeutet, da er dann steinhart sein dürfte. Es regnete aber in Strömen, so daß unsere Spieler sich mit dem Terrain bald befreundetem Meine Mannschaft hatte einen sehr guten Tag. Bis zur Pause konnte Uridil zwei Treffer erzielen, diedas Produkt gut durchgeführter Angriffe waren. Nach Seitenwechsel holten die Spanier wohl ein Tor auf, doch gelang es ihnen nicht, uns den Sieg streitig * zu machen. Das Spiel war mustergültig fair. Ich glaube nicht, daß während der zweimal 45 Minuten drei Freistöße wegen Fe il .e-hängt wurden. Die Spanier stellten eine auch nach unseren Begriffen sehr gute Mann- Schaft irv? Feld. Ihre Hauptvorzüge waren unheimliche Schnelligkeit und Beweglichkeit Ihr linker Verteidiger^ der ständig in der Auswahlmannschaft tätig ist, kan», als Hüne bezeichnet werden. Trotz des bedeutenden/ Gewichtes ist dieser Spieler absolut fair. Di« sechstausendköpfige Zuschauermenge zeichnete uns durchs reichlichen Beifall aus und wir konnten un« über fanatischen - Lokalpatriotismus wahrlich nichtz beklagen. Der einheimische Schiedsrichter war ganz? ausgezeichnet. ' Seine raschen und genauen Ent«! Scheidungen machten auf uns einen sehr günstigem Eindruck. Ganz hervorragend war der Tormann, derj die unglaublichsten Bälle meisterte. Wir siegten ver-> dient, als die bessere Mannschaft. Am Abenckwurde uns ein Bankett gegeben, das, internationalen Charakter trug. Herr Meier sprach! englisch, ein Vertreter des 8. C. San Sebastian franzö-j sisch, Herr Weiß aus Agram italienisch, der Obmannf von San Sebastian spanisch und ich deutschJ Sämtliche einheimischen Redner würdigten unsere Leistungen mit schmeichelhaften Worten. Auch dies spanischen Zeitungen berichteten, daß Rapid die technisch beste Mannschaft sei, die jemals in Sara Sebastian gespielt hätte. Die herrliche Lage der Stada und die überaus gastfreundliche Aufnahme ließen in uns den Wunsch rege werden, in San Sebastian längen zu bleiben, als wir es vorgesehen hatten. Damit dis Spieler sich in Barcelona vor dem Kampf ausruhenj können, veranlaßte Ich, die vorgesehene Abfahrtszeit! einzuhalten. Wir konnten vom Glück reden, daß wir nichts den Zug am nächsten Tage benützten, da dieser ent-j gleiste und eine fünf Meter hohe Wand hinunter*! stürzte. Wir wären wahrscheinlich kaum so zufrieden zurückgekehrt, wenn wir die Gastfreundschaft in San? Sebastian um einen Tag länger genossen hätten. Am Dienstag früh kamen wir in Barcelona an* wo wir ebenfalls sehr gut aufgenommen wurden. Wie hoch entwickelt der Sport in der Hauptstadt Kataloniens ist, konnten wir am besten nach dem Besucht des Klubhauses des Ruderklubs Barcelona ermessen« Am Mittwoch trugen wir unser Wettspiel gegen de» spanischen Meister aus. Das Spielfeld war sehr kleiiti wodurch wir unser genaues Kombinationsspiel nicht zur Geltung bringen konnten. Unsere Stürmer konnte» sich nie gegenseitig freispielen, da die flinken Spanier! auf dem engen Raum immer Olcsenhel^ t

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