Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1085 (5.2.1922)
- Date
- 1922-02-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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M. 1085 Wien,' SbiiMf WIENER MORGENZEITONQ . 5. Februar 1922 . Sette 7 j ..———— .— .i.JnuiMwm rn-fr-t-; .— — ■ ■ . '■ V ' ...— - ■— iw äa*—■ ■ > Ji Tagesbericht. I Kehraus in der Mädchen-Fortbildungsschule. ' .-iZudfetn) Ctrkreüllächsten - Bessebüngsizleich'eini gefiort die unverkennbare Tatsache, daß die Sehsnteucht tpadh der schaffenden Arbeit -bei. dem Juden »rjiijnTeir stärker einwukt, immer, weitere Kreise ^erfäBt. |Aber -während die 'Knaben , und Burschenleidenschaftlich zur Handarbeit Äüberdrängen, ist,;die weibljc&e Jugend bisher im großen undgOrizen dieser Bewegung ferng.ebliebesr^ ’Da.; herirsdht^äum Teil ailt.es Vorurteil aller Art, zum Teil : die törichte-- Ucberschätzuüg der einseitiggarstigen Arbeit. iDie Zeiten, in denen viele junge Mädchen» überhaupt keinen Beruf ergriffen», weil:. säe es*»Wfcht nötig« hatten, sind' jia wohl ' endgültig . -vösiWer. Heute ist die Arbeit der Tochter, der MaÜ^in {Mittelstands- und Arbeiterfaredsen für die Existenz der Famijie unerläßlich, .und .an» Stelle der Berufs- Ausbildung, die man der heran wachsenden J^jchter gerade Wjrc »aiaf alle Fälle« änigedeihen ließ,,,tritt Me harte,, unerbittliche Notwendigkeit der B^nWairlbeit und, entsprechender Vorbereitung dazu.' Daß 'damit die Notwendigkeit jüdischer Mädchenschulen gegeben. ist nicht mir vorn hatipnialen, sDHHm tätich vorn pädagogischen Standpunkt ohne weiters ekiizwseheni.. Es handelt sich ja nicht, wie ver?tähdnislpse Spötter wohn meinen* , (fanum, daß -die iMädohien. vpr dem Schreiben Oder ^ähen am 3MM gehütet weiten. Andeneis steht dabei auf, ' d em »Spiele. Detm wenn die Mädchen aus den strenggläubigen Familien keine jüd i sc he Schule finden, -kejntz Schule, in der <Jais Kind im fdeeu- (und Gefühls&reis des Judentums erhalten'wird, dann iwerden sie $4>en . überhaupt (keine sachliche , Ausbildung erhalten und im Beben wie im Benuf jenen festen . Halt .entbehren müssen, den zielbewußtes Lernen gewährt. Sie wenden» vor die Notwendigkeit des Verdienen© gestellt,. auf den Zufall -a-nge^, wiesen sein, ynd der ist heute ein tnsichcrer.Arbeit-* geber. Damit; wird die Zahl; der mit einem Plastischen Worte »Luftexistenzen« Genannten sich sicher lieh nddhtt unbeträchtlich vermehren, und /welche Gefahren und Schädigungen mit dieser inneren und Äußeren Haltlosigkeit gerade für die [weibliche Jugend verknüpft sind, muß wohl nicht orsitv erläutert werden;- So ' ist der Bestand der emsigen jüdischen (IMäddhen-Fiortbäldungsschule nicht nur aus nationalem, sondern auch aus soizialen Gründen hoch m [wertem, und es ist .doppelt beklagenswent, daß diese Schule vor dem Zusammenbruch steht. Den ^dLhe^^M^ttztüt^gsT-pd^ l-IX,,,-Seegässe^ a>\ ivWugit udaefet. 'meftf : Uber: die ' notwendigen (seine Schulen fotrtzufdhren. , ' Nach - 55'jSrager Tätigkeit sieht er sich genötigt, nacht nur das Schone und ganz besonders zweckmäßig gebaute (Hau® zu verkaufen, sondern obendrein auch, noch!die Umterrichtskurse auf zu lass ein., die vielen Töchtern unbemittelter jüdischer Eltern Gelegenheit zur Ausbildung geboten haben. Dias ist vielleicht im Hinblick auf den Handelskurs' «kein' allzu' empfindlicher Schaden. Die Zahl jener zu -vermehren* die in einor'oder anderen Weise ihre Kräfte dem Moloch Handel Weihen, ist gewiß nicht in der Richtlinie modernen jüdischen Denkens gelegen», und da der Zeitpunkt gewiß nicht allzu ferne ist, , in dem das t»Bureaiu/f»räu!ein«, die »Comptoiri-stin« ihres augenblicklichen Strahlenglanzes entkleidet wird.?:- und unter den härtesten Konkurrenizlbedingungen arbeiten muß, kann man diesen^bschiluß nicht allzufcehr bedauern». Ganz andlens liegt die Sache bei der Frauengewenbeschule. In; diesen zweijährigen Kursen sind seit Bestand ' d^s Vereines etwa 15000 jüdische Mädchen zu Schneiderinnen,. Weißnäherinnen . ausgebildet, beziehungsweise - für andere Nadelgewerbe vorbe reitet ' woirderi, haben Tausend« (von Judienmädchen den Segen / der sdhaffefuden Arbeit keninengelemt. Diese Schulen sollen - jetzt geschlossen werden. Die jüdische ^lgemeinheit sieht gleichgültig an dieser Tasache vorbei — was kümmert?® ups?. : - V.i In Fernen Schufen waltet; nicht nur straffe (Disziplin und Ordnung, sondeny. Lniau ist audh,,»bestrebt, den jtungen Geschöpf e^-ajuf. jpde Weisp; das Verständnis für die Würde der Arbeit zu vermittelu, Nicht als >Zurücksetzung« «ollen .sie es empfinden» daß sie -bestimmt sind, Handarbeit zu leisten, als Auserwählte sollen sie sich betrachten lernen, als Bahnbrecher einer neuen, einer glücklicheren Zeit in der Geschichte des Judentums. Daß für diese ■ Gedanken langsam Verständnis gedeckt wird, beweist der stetig wachsende Zuidrang zu »den Frauen-Gew6rbeschulen. Heuer werden die beiden Kurse von 63 Spulerinnen besucht, die, alle Kinder mititelloser Familien (»vielfach Waisen), zu tüchtigen Arbeiterinnen herangebildet werden und, (wie alle früheren Schülerinnen der Anstalt, nach Beendigung ihres Lehrganges sicherlich sogleich ausreichenden Verdienst finden' werden.-'-"'“''Mäh'- nimmt die Absolventinnen» der Frauen-Gewöibfe- Isiohule in der Seegasse gerne in den Werkstätten, weiß man doch, daß säe die ganze zweijährige Lehrzeit wirklich alufs Lernen, nicht aber '- auf Botengänge, Handlangerarbeit usw. verwendet haben, wie da® leider »bei der ^Lehrstelle« heute, wenigstens in einem großen Teil der Lehrzeit, mach immer üblich ist. Eine andere Schule zu besuchen, wird aber für die Mehrzahl der Unbemittelten unmöglich sein, da das Schulgeld in anderen.1 Anstalten, in denen man- »sich selbstverständlich hiebt auf Einhebuing eine® kleinen Regie- - Ibeitnages beschranken kann, die Mittel der meisten; bei weitem übersteigt. . Und diaß dabei auch der Vladchen-Unterstuzuinigsverein, selbst wenn der Er*;; ös seines Hauses sehr, »an,sehnlich sein »sollte; nicht Abhilfe schaffen kann, ist offenkundig. Uebprdies - ist die >Unierj?tützpng« einzelner vom /isioiziiajlen und Gefühissbähdipunkt sichieiriich"' ' immer ' eine F»oum, { neben 'der einer' Organisation der; Hilfe ent> i Schieden' der';.Vioirz-ug, gebÄM.- ... <° •Man spricht jetzt viel SKotn der,'s'ÖÄaleh'. Um- ■ Schichtung der 'Jndeiuschiatft, von' i^tea:', Brzieihiung 1 zur produktiven, Arbeit! Alle W^kk.Lbüligt ".dias | Streben, alle Welt rühmt es. liier kanin/eMe gesunde, | morn sozialen wie vorn uätjopaleb,. vom Mn meniscb-1 Gehen 'wie vchm jü»discben' 8täVdp^M^MorksM«M- \ werte Sa»che gefördert; werden, .ist eüne Tür ' offen zu .'halten,... die „für di« Jüdin W® der Enge : hinus. ins Freie führt, in die reine Luift . frcfiier Arbeit . Die .versitehen, daß es hier tum. 'Großes geht,; die.können', wie immer, nicht helfen. Und die: anderen -— das sagen wir mit tiefer Beschämung -- die anderen wollep nichj: helfen-. . . .' -KLara. M-au tn en. Das jüdische Hilfswert: in Europa. In der Lage -der , jüdischen Heimlosen am; DnHestr. «fceht. eine. Wendung »zunh Besseren (bevor. ’ Die. diesibezügitiidhien1: yerha-nidlungeni. zwischen dter ' Exekutive der jüdischen WeltÜiilfnkonfereniz in Paris i un»d der rumänisch-M. .Regierung habene'in»en. befriedigenden Alb&dhltuß gefunden1, da such.das »Vidkskommi-s-sariat ■ für' Handel! mit dönj : Ausland«? in der; Ukraine der jüdischen Wd'tihilifslläcmfer.eniz die Er- ' laübnis, zur Einfuhr von Hilfsmitteln ünid» zuderen - Verteilung bereits erteilt hat Der; erste oiu»s. Kleiidun'gss.tücken »und Lebenismiifctilen. beäiföhenuie Hilfst-ranSport wird1, au® Berlin dieser, Tiage." oa-di - »dar Ukraine abgehieh,' . V. ... ® .Die »Föderätionf. der Ukrainischen: Judien«. in E n -g 1 a n d - ässignierte au»f ein er. ihrer, : letzten 5 itzungen den Betrag von. 3000 Pfund Sterling für das jüdische Hilfsiwerk -in Ositieuroipa. Dieser Betrag soll wie folgt verteilt werden: i-oöö Ptfuinid1 -zu- Han-Äen des jüdis-dhen .Nationalirates in Kow n- 0 für rasche Hälfe an die Obdachlosen; 500 Pfund Sterling »zu Horden des. PalästinoHÄmtfces in. Wla^r ä c hau zugunsten der Chaltunzi m; .500 Pfpind Sterling zu HanÜ'pn des jüdischen;lNaHonalra'te's-'in:,W arsch.au für ’ E m i g r a n <t e n »h i.l f e; 500. Pfuind .Stierli-nig zu ■ Händen des ukrainischen Zentralkomitees in Warschau für. sanitäres und medizinäsiohesHÄfswerk zu» g-unsten der jüdischen Heiimlosen in den polnischen Randgebiten und schließlich 300 .Pfünd Sterling zu , HandcD.der A»rganä.satMi »T a r bu t h« iür d*a® jüdliso|ie So huil w'er k in Bialystck, wo -sitoh-' .zaihdheitdhe Kinder jüdischer Heimloser befinden!, »die in den Schulen auch dusgespeitst und bekleMiett werden.?.^ (j.cb.) Wer sind die wahrhaft staatserhaltenden Elemente? : ,, Darauf gilbt , ein Statistiker, . der sich das , Wiener Te 1 e>p hon.b uch zum -Studieniobjelkt erkoren hat; in einem-Wiener Blatte 'folgende intetressainte Antwort: Er zählt 6r Rabinpwi'bz, ebenispväele Siiujiai, beziehungsweise Smadberger, 9 Biadhl, 12 Bing, 27 Morgensterne, 62 Beer, 86 Pick, 2ii Kolm und 329 Löw, Löwy und Zusammensetzungen davon. Die Singer, füllen ganze Seiten, ebenso die Gold- und Silbersteine. Der fleißige .Statistiker schließt darausmit Recht auf den •regen Antei 1 des.Wiener Judentum® am hei - m i ® c h e n ' G e s c h ä f t s 1 e b e ni Es ist giaimz l der Ordnung, daß die Oeffemtli-chkeit darüber aufgeklärt wird, welche Bevölkerungsschichte eigentlich das Hauptkontingent der S t e u erzähl e r und Werte umsetzanden Erwerbstätigenstellt Wenn die nicht jüdischen .Namen, wie der zitierte, Statistiker mit Bedauern feststellt, im Telephonbuch in viel bescheidenerem Maße vertreten sind . (sogar der Name Huber kommt nur 27mal vor) so hat i das seinen Gnuntd eben in der geringeren Rührig-. keit und Unternehmungslust der ' bodeiniständigen Arier, die hierzulande von jeher eiijevweniger einträgliche, aber sich ere Versorgung üti . Staatsdienst dem mühevollen und -riskamtm BexÜH^des Kaufmannes vonzogen, der nicht nur für..sM und die 'Seinen., sondern auch für’den Staat »und dyssen 'Kostgänger den. Unterhalt herbeizus'Chäffenhalt , , , Der schlimme Rathenau und der brave Baeran. Die Verdienste der >DeutschÖsterireiidiisdien Tageszeitung« um die Erheiterung . der!' Menschheit in ernster Zeit wachsen von Tag zu Tag;. Das großdeutsche Organ bringt das Oo»vnn-K'uhststüok zusammen, in einer- und derselbenEtzMüier einen ganzen Kübel von Unflat über Dr. JRjift h en au zu gießen, der dem deutschen. Volksstaat ...von dessen;Oibersiten Machenn ^ls- Leiter seinM^Mswä-rtigen 'Politik »auifgedrängt« (l) wird, un:dn^ dein Doktor;B a er an, den Stink'bombenteutdneii-'.' aus dem »Prager Parlament, reinzuwaschen. ' Dabei ist das Köstlichste dje Anmerkung der Sdthiftleitung, düß man, um sich ein u»n p ar t e i i»& c h^e s XJr t e i 1 bilden zu können,, auüh die andere Se-iteshören muß. Wird allso das Antisemitenb'liätt fn Hiükunft auch den von ihm verleumdeten Juden -zur Verteidigung seine Spalten zur Verfügung stellen? Wir bezweifeln, das. und zwar auis dem Gründe, weil den Ausbau eieg. Wohnungen HAIASI * €0.- Wien, I., Seilerstätte Nr. 3 (Palais Col? Antik© und modern ipmfess)n»n»smäßigen Judenhetzenn natiuirgemäß' gaw nichts fernea* liegt als das Bestreben., ihren Leser« zu einem n n.p a r t e i i s c h e n Urteil über die Juden zu••.vephdfen . . . Dagegen wird dieseö Lesend allen Ernstes zugemutet, den praigetr Stankböm'ben^ schleuderer als einen edlen» D-uilder dos- Doutschitums hinzustellen: rHätte ich . , . v Bombe hin warfen sollen?' S q etwa® -tue i c h n i c h t!« . Hut ab vor dem: Wackeren,, der als Pädaimenitaner durchaus nicht . mit wirklt^heni Böraben herum werfen will., sondern ntir > harmlose« Stinkbomben suUeudent! »Kein1 Bübe-n^ •stück war’s!« meint Herr Baer-am. - Und er hat recht. Denn die Buben, die ihr Mütchenagi Kurt E i s »n, e r, .E r z b e r g e r und Auer gekühlt haben und mit deren »natunuotwenidigen Reaktion«' Me ■ »Deu-tsdiösteureidHiscbe Tageszeitiung« ' jetzt! gauz auvorhobten auch dem l)r, R ath/^ n-au dpoht, haben keine Stinkbomben geschleudert;'.sondern sich »tödlicher Waffen »bediiont; AH^dingsi zeigt sichdie' deutsche Jmisitiz solOhea ^Büben« ^tü-üken« 'ge,g»cnüber von - erstaunlicher. Müd^ während die Tschechen offenbar-weniger Spaß-'verstehen. ^Nirgends in der Welt gibt ’es;;einein sulchen Tsmyrischys wie dsu m Prag,« Dir, Baeran- und sucht es zu' bswÄsex^.' MW i?/ jhm aber einkleines Muliheur »passiert'.- E'r mairkt nämlich die' Tätigkeit "de® 'HrAg«r -PM^ryMtz! fO'lgen»dje»rmLßen : »Gese>tze - : vöni der;'w £ i t« - t r:a g p p» d s t; e ai (das Deutsch eines Deutsdhrsdi-» keieh!) Bedeutung werdenin da®- HäiwsÜliiieinge^ wörfoni, main hat axicht Zeit zum ' S-tu« äi'er en.Sie w er de tu'' dm r te'h g e». ,pe itsetot'* . .« Uws will beüünkein,.' Mß' wid Solchem D Terror Ismus« auch schon audfepswtsl begegnet-.sind, mir hieß e® dort nicht Terroräsmus,; sondern »Arbeitseifer« einer g r o ß d e u t s c ti* chdstlidbsozialen Regierungsko<ailiti>on, . . . Pathe« fisch versichert Dr. Baeran-: >Ieh wollte 'nicht# anderes tun, als die Aufmerksamkeit der Welt auf; Brag »leniken..« Das ist ihm wohl mi'dhit geglückt, inwelchem Sinne -— das wird Dr. Käthens ui : als / Vertreter der deutschen .Interessen der .Eütenit»' gegenüber oliue Zweifel zu spüren (bekommen. Ab»eÄ i was Huts? Der Ratfhen.au wird es schon wieder gut* machen. Dazu ist nämlich der Jude gut genug! Die Einsteinsche Relativitätstheorie. Eine U eberprüfuügsexpedition. - r Die britische Sonnenfinisitemis-Expedttäon'juaciH der W e ihn ach, t.s in s e l ixn Iudiscfhen' Ozean, Me im September E i n ® t e i n» s Re 1 a ch i y i tä t s* ♦öth e o r i e naahiprüfen soll, hat. soeben .En'gäand1 verlassen, u-m ihre Vorbereitungen auf - der Iusefl zU;. treffen. -Der Leiter dies- Unternehmens» H. Spen-cep Jones vom Obsenvatsoriium in-. Greenwich, hat sich! . vbühvrüber.' dde-'-Absiditeai : und Aussichten,-..dost Unitiemiehmens - geäußert; .Er erinnerte dianan, .d^-. eine d'er Vorhersagen .. der - Eiusteinischen :TheopTet? darin besiteht, daß ei« Lidhitstrahd,. wenn er: in den i Nabe einer Materie vorüberg^t,'von-seiner,; Riich-:; feü-ng abgelenkt wind. Der Grad dieser Ablenkung!; ist. iso gering, daß der -einzige Körper,.- -mit dessen,' - Hilfe diese Annahme bewiesen wenden kann, <üiö - S ou n e' ist. Ein- Lidhitstrahtli von einem Sterna*-, de?} \ in der Nähe der Sonne vonbeigehifc, wind' abgelenkt*; u»n>d diese Ablen'kung snithüM sich'»uns du»nch'- eine.; Sichtbare Veränderung der Stellung des Sternss deat 1 Sonne gegenüber. Aber das. Licht der Steme m deflj Nähe der Sonne zu photographieren» ist nur - mög^ 11-i'dh, wenn die Sonne während einer SonnenliUstfcer-1 j nis »voim Mond venduinkelt ist. Die Becbachtiugen* did i bei der Sonnenfinstemiis von 1919 gemacht wurden^ \ bestätigen die Vorhersagen Einsteins. Aber die Ern 1 geibnis'se waren noch nicht so exakt, »daß sie alle | Zweifel hätten verbannen können: .; k :: »Die kommende . Sonnenfinsternis,«:-;;erkilW,;■ Spencer Jonas, »isit für diesen.. Zweck nichL-so güu- \ stig, wie es die von 1919 war. Da wir un® a^er. jietzt - die in - Brasilien gewonnenen Erfahnnngeh , zunutze ( machen. können und ein größeres Instrumentyer- ’» wenden, so ist au hoffen, daß diesmal .»viel genau erd Ergebnisse erlan'gt werden. Das wäre auch sehr zu (Wünschen, denn viele Jahre hinduridli wird .kcinö! Sdnnenfinst-emis für diesen Zweck mehr so. günstig i sein,.'wie die vom 21. September. Es muß jedoch. be-< ■ achtet werden, daß der. zu messende Effekt außef- : ordentlich geringfügig'ist. Die Veränd-eru-üg M..deh; Lage der Sternbilder wird f-estgestellt durch, den! ..Vergleich »der während' -der Sonn^i,finstefni8-''-Wf'g.e^; nbrnmenen Pöioitograipihien mit anderen' PhoitCH. graphien, die »drei oder -vier Monate früdier deä , Niaclhits von demselben Hiimim-elsgebiet aufgehommienl ' wurden. Die Bilder der Sterne -in. der Nähe deH Sonne in den Son'n,enfi-n,9ternis-Photograiphien; weri den"um den etwa 2weitausendsten Teil ein»es - ZoileÄ in^ -ihrer - Lage -verändert - sein. Mit der -Me-s'sülhg sq. :i winziger Veränderungen stehlt und fällt die -Einstein^ : sohe Theorie. Aber die Methoden dier modernem :ais»tronomis»chen M essimiPisktunst sind dieser-Aufgabe . gewachsen.#