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Wiener Morgenzeitung · 1922-02-04 · Heft 1084 (4.2.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1084 (4.2.1922)
Date
1922-02-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Wr. 1084 Wien, Sams tag WIENER MORGENZEITUNO 4. Februar 1922 Seite geneigt sein, sogar die weitgehendsten Konsequenzen zu ziehen. Wilna, 1. Februar. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung*. Das hiesige litauische Komittee hat gegen die unbegründete Massenverhaftung von litauischen und weißrussischen Politikern öffentlich Protest ererhoben. __ Tagesbericht. Eine stürmische Sitzung des Wiener Gemeinderats. Der Gcnwi'n'dTOt beschloß gestora die Betcijigumg der Gemeinde Wien an der AflikerlbirofcfaWks- A.-G. Dtajnoiaidh uberainiinvt die Gemeinde Wien 30,000 Stüde Aktien ®u,m Oriiginad-Eanisisicmisikiiirisie. ,v,on 200 ICnoneai' ipno Stück 'umter den vom 18. Jänner 11922 koschgesotivtsn BödiiingU'jti'g^xi'. Dar (hiiiefiir «rforderl'idhe SaJcfhtered'it von- 6,000.000 Kirwen, venm'elhirt iura ovEtmÄle Speisen mud Sitück«inisien. AjuicÜv dier [Amürag, betreffend die Beteiligung «der Gemeinde LWien an der Allgemeinen estenreidhiisduen Baiugeiselliscliiaft anläßlich diesr Ehhehuimg des Stammkapitals ivon lg auf 30 Millionen .Kronen durch Udbemiahme prcwi 12.000 Stück neuen Aktien znim sntiftlidh feste gesteiztm Encissiomslkiuirse von 3700 Kronen pro Stüde und1 unter Einräumung eines Rüdkfkiaiufreohites ■an die Allgemeine östenreidiiiistchen Biotdienlbredliitansbailt wunde angenommen. Die OhdiÄcksoiriailetn, weliche gegen das Rüdckiaiuforediit an die Boideu- Üflredibanstail't stimmten, im übrigen aber dem Antrag znistimimtent, bH'elbetn. in dler Miinioniität, Tumultszeuen. — Ein Handgemenge. Es gelaugte uün das Referat über die Kanaltäumergebühiren 2öu.r Beratung. Schon zu Beginn der Sitzung konnte man aine gewisse Spannung boohadiben, die sich bei den Gemeiindierätem besonders aiuf cbristiohß'oszialer Seite, zeigte. Geiiidite von einer chrisitilichisoiziailen Obstruktion schwirrten durch den Saa'l, welche als Auftakt zu der in der nächsten [Woche statitfindlenden W o b n b aus t e u er- Debatte diemen sollte. Aber ein Referat nach dem anderen wurde erledigt, ohne daß es zu einer Ermuplüi'on llsaan. Da ergriff bei dem Referat über die Erhöhung der Kanailräumergebühren GR. Ku nschak das Wort. Er erklärte unter lautem Beifall und) isitürmisdien. Entriistungsnufen seindr Jarteigemossen, daß die Behandlung des Geschäftsstüdkes ein Bruch der G e s ch ä f ts or d n nn g und eine Verletzung der Gemekide.verfaistsung sei', weil das Referat in keinem Ausschuß zur Behiaindiung stand. Auidh' der Mottiiveniberidhit fehle. Entrüstungsnufe: Ein Skandal1! -.Das ist unerhört! ■ ■ - " GR. Kumachak ©teilt deshalb den: Amitiriaig auf Rüdkverweisung dies Referats. (Leibhafter Beifall bei den Ohirt-siblüiahsazialen.) Da der Referent .sudri» gegen den Rückvcrweisiungsanitrag aiuisistprichlt, boicht bei den Ohiristlidi- ©ozialiem ein tosender Lärm auis. Die Erregung wind iso ginoß,- daß ©chlließllich auch diie Sozialdemokratenvon ihr ergriffen' wendeni oted aiuif die ungeliotmen, tumiuilituosen Szenen zu-reagieren beginnen. Einige Mitglieder der Majicxriität begeben sliich zu den Bänken der Chrtotflicbaozliiailen, -um aiuf die Zwischenrufe «u antworten.. Unter diesen befianid ©ich auch. GR. Kohl, welchem GR. Rotiber ('chnitstliohisiozial) zur-ief: »Zutagraister Böhm!« Dies Lest 'Stürmischen Widerspruch bei der Majorität aus, welche gegen derartige Zwischenrufe auf das lebhafteste protestierte. Mitten in dom Lärtm ruft GR. Kohl dieim GR. Grünbeck .(christlU'chtsozM), dessen' Zwischenruf in dem Lärm uinivarständlliiiah war, asm: »Sie ©an* reich word’n vom Weitrp an t scheu!« Kaum waren diese Worte gefallen, da sieht man, wie GR. Grürnib eck ein vor ihm liegendes, 'gebundenes, dickes Protokoll der Sitzungen über die Kopfe der vor ihm sitzenden Parteigenossen schleudert, dlas dien Stadlbrait S p e i i& c r streift und vor dem Referniitenfiisich niedersausit. Das ist das Signal zu. einem Tumult, dler salbst in diesem Saale ungewöhnlich erisaheintt. Man ©Leiht Mitglieder beider Parteien autfeimainder lio©stürzen, ein dichter Knäuel entsteht, Fäuste wenden geschwungen, und man ©ieht, wie die‘Gegner auifeinadler loisgöhen- und handgreiflich zu werden/ beginnen,. Und während ' auf die Puiltdedkel geschlagen wird, und der Sturm immer rasender wird, gelingt es besonnenen Elementen, auf beiden Seiten, die Gegner <zu trennen1, so dlaß der Bürgermeister die Sitzung unterbrechen und ©einen Sitz verilaissen kann. •Nach kunzer Zeit liegt sich die Erregung und der Bürgermeister kann die Sitzung wieder eröffnen. E erklärt: Es ist mir miitgoteiflt wordien, daß auch die Gebühren in der betreffenideir Ausschiußisitbzumig in der Tat -zur Verhandlung gelangten. GR. Angel! (ehristlichsozial): Dos ist nicht Währ, es ist nur gesagt worden, daß die Ansätze erhöht worden, Feh war selbst in dem AuiPchuß. iWer hat da den Mut zu sagen', daß uns die Gebühren vorgelegt worden sind. Referent GR. Schneider: Es isti von niemand venliangt worden. GR. Kunschak )c[hiri'sthiohsiC!zidl): Da© P110tokoll d'er Sitzung her! Der Bürgermeister läßt nunmehr über den R üicikver w e isiungsa n trag a!b©timmen, der abgelehnt wird. Dies lost einten neuerlichen1 stürmischen Piroltest der Minorität aus. Neuerliche Zwischenrufe: Pfui Teufel! Unerhört! . Ein solcher SkandalI usw. werden hörbar. Gemeainderät Ernitn er (deuitschnationol): Auch Gemeind erat Prohaska war im Ausschuß und weiß nichts von den Gebühren. Unter . andauernden Zwischenrufen erklärt schließlich der Bürgermeister: Ich stelle dieses Geschäftsstüol: z-ur Klärung der Sachlage zurück. Zuistimmungsrufe bei den Cbristlichsoizialon. schlossen* , . 1 An die Juden der Leopoldstadt! Die Sektion des Wiener Judenbezirkes ist mit ihrer zionistischen Tätigkeit hinter anderen Sektionen zurückgeblieben, Öas darf nicht sein. Unsere Sektion muß entsprechend der Zahl.dsr jüdischen Bevölkerung unseres Bezirkes -und ihrem pulsierenden jüdischen Leben eine Mustersektion werden. Die Aufgaben, die unser harren, sind gewaltig und nur volle Hingebung jedes Zionisten und ein enges Zusammenarbeiten Aller kann uns dem erlösendem Ziele, der Wiedererrichtung unserer Heimat Zion, näher bringen. Gleichgültigkeit ist in dieser ernsten und erhabenen Stunde . des Volkserwachens ein schweres Vergehen, unangebrachte Bescheidenheit eine Selbstüberschätzung. Das Arbeitsfeld ist groß, die Arbeiten mannigfach und jeder Mitarbeiter ist wertvoll. Die grundlegende Vorbedingung einer ersprießlichen Arbeit ist die straffe Organisation. Der Ausschuß, der die Reorganisation und Reaktivierung energisch in Angriff genommen hat, beschloß daher die Schaffung eines Sekretariats und betraute , unterfertigten Sekretär mit dessen Leitung. Als erste Arbeit ist die Organisierung der einzelnen Sprengel als Untersektionen ins Auge gefaßt. Es ergeht nun unser Ruf an alle bereits organisierten oder noch Nichtorganisierten Juden, uns ihre Adressen ehestens mittels Karte bekanntzugeben; alle die an der grundlegenden Organisationsarbeit mithelfen wollen, mögen sich im Sekretariat. melden. (Taborstraße 20a, täglich exklusive Freitag von 4 bis 7 Uhr.) 1 Für den Ausschuß der zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt: Z. Lewanon, Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes Sekretär. _____ Obmann. I Keren Kajemeth TJisrael, II., Taborstraße 59, Telephon 40-3-16. — Spendena u s w e i s Nr. 4/2 vom 2. d. M.: K 118.658.60. Im Jahre 1922 insgesamt K 2,371.742.03. Zentrale: Jahrzeiibäume a. N. Akad. Richard Rosenberg 3. Schebath, Taube b. Jakob Horowitz Halewi 16. Schebath, Chane b. Taube Horowitz Halewi 20. Schebath ä 1000; Smlg, Benj. Knopper b. Verlag. . Josef Freyer-Malwine biederer 4420; I. Bezirk: Smlg. Katz-Vogel d. Beamten ,d. Fa. Friedenstein & Co.. 3700; II. Bezirk: Viktor Klüger 1600, J. Kaufmann 1000, D. Landmann 500, J. Sucher 520, G. Gulberg 1282, Ch. Silber ' 710, L. Sandler 800, J. O. Spitz 530, Div. 6646; Div. 100*90; IV/V. Bezirk: Herrn. Engler 1100, Heinrich Offenberger 2410, A.Bernfeld 520.10, Div.3358.60; IX. Bezirk d. Makkabi IX: Efroim Josef Kleine 4500, P. Hirsch 500; Smlg. Frl. Grete Schlesinger u. ]. U. C. lizehak Mannheim b. Hochzeit M. U. C. Lucie Frey-M. U. Dr. Salo Mannheim 22; Tebeth 9000, Garten Rachel Lea Sokol s. t gestiftet von deren Erben 50.000: XVIII. Bezirk: 200; Baden: 100; Linz: Ausw. Nr. 2: Smlg. Fritz Pisinger 20.000, Ing. Abelis 1000, Div. 661, N. N. a. N. Marianne P. zum Geburtstage 500. _ Der geheimnisvolle Coupediebstahl. Antiquitäten um drei Millionen gestohlen. — Der Bestohlene betäubt. Auf ' fast unerklärliche Weise ist der Antiquitätenhändler Fritz S z a,ra e k, IU., Seidlgasse 22 wohnhaft, auf der Reise von Graz nach Wien bestohlen worden. Herr Szamek, der sein Geschäft auf der Praterstraße hat, hat in der Vorwoche bei dem Grazer Antiquitätenhändler Eugen Wagner, zwei Miniaturen, ein Aquarell und zwei goldene Schmuckstücke im Werte von drei Millionen Kronen gekauft und ist am 31. Jänner nach Graz gefahren, um die Sachen abzuholen. Er stiegim Hotel ab,holtebei Wagner die Kostbarkeiten, verwahrte sie in einer braunen ledernen Aktentasche und fuhr noch am selben Abend um 10 Uhr 10 Minuten von Graz «ach Wien zurück. Mit Rücksicht auf sein kostbares Gepäck hätte er sich ein Halbcoupü erster Klasse genommen, esselbst abgesperrt und die Tasche neben sich gelegt, ohne sie die ganze Zeit aus den Augen zu lassen. Im Coupü saß er allein und nach ungefähr elnstündiger Fahrt fühlte er, obwohl er kein Schlafbedürfnis spürte, wie ihm das Bewußtsein plötzlich schwand. Er kam erst vor Krieglach zu sich und stellte zu seinem Schrecken sofort den Abgang der Tasche fest. ' Die gestohlene Tasche hat die Maße 35X50 ist aus dunkelbraunem Rindsleder verfertigt; besteht aus zwei Sesselüberzügen, weshalb noch quadratische Einkerbungen sichtbar sind. Sie enthält: In einem mit blauen Samt gefütterten Etui, das auf Elfenbein gemalte Miniaturbildnis einer jungen Dame (12X16), signiert „Peter 1811“, als Fendaiit hiezu in einem Etui aus dunkelbraunem Leder das Miniaturbild eines SEIDENRESTE CREPE DE CHINE - infolge kleiner Regien am billigsten bei KANN & FRIED, Ul.. Linke Uftaeiie 40, im Hofe jungen Herren auf Elfenbein, signiert „Peter 1811*. Beide sind unter Glas in feuervergoldetem Bronzerahmen, dann ein Aquarellbild (1.8X24), eine Gruppe spielender Kinder darstellend. „Dondi“' gezeichnet, in neuer vierteilig zusammenlegbarer Mappe aus braunem Juchtenleder, eia kleines Kreuz aus Gold und Email, 6 cm hoch, mit An*, hänger in braunem weißgefüttertem Etui. Es hat aus/ der Vorderseite in Email Christus am Kreuze und hinten; eine Emailarbeit mit Rubinen, schließlich ein Anhänger mit grünen Halbedelsteinen und Filigranarbeit Gold undiy Tharsia. Der Anhänger ist oval und hat die Höhe eines kleinen Ei, ruht in einem blauem, weiß gefüttertem Etui; Auf welche Weise der Diebstahl verübt werden konnte, ist bis jetzt nicht aufgeklärt. Auf die Wiedererlangung der Schmuckstücke ist eine Belohnung von 100.000 Kronen und bis zu 10% des Zustandegebrachten Gutes ausgesetzt , Jacob Levy—Caro Bajazet. I11 Bukarester literarischen Kreisen bildet, wie „UJ Kelet“ berichtet, gegenwärtig ein sehr bezeichnender Vorfall den Gesprächstoff. Vor einigen Wochen überbrächta ein Dienstmann dem Chefredakteur einer vornehmen Bukarester Revue ein Kuvert, in welchem sich mehrere Dichtungen befanden. Die Gedichte fanden den Beifall des Chefredakteurs in solchem Maße, daß er seine Mitarbeiter; zusammenrief, ihnen die Gedichte vorlas und die gesamte Redaktion stimmte darin überein, daß mani es hier mit einem neuen, bisher unbekannten großen Talent zu tun habe. Die Gedichte wurden in der nächsten Nummer der Zeitschrift veröffentlicht una trugen den Namen des Einsenders als Autor: Caro Bajazed Der Redakteur vermutete sofort,, daß dieser Name ein, Pseudonym ist, weshalb er, als nach einigen Tagen Öer*^ selbe Dienstmann mit einer neuen, die erste weit übert treffenden Gedichtsendung erschien, ihm. einen lange« überschwenglichen Brief mitgab, in dem er dem Autor de Gedichte eine glänzende Kariere prophezeite und ihn bat; sein Inkognito zu lüften und in der Redaktion zu er scheinen. Letzten Dienstag nun, als in der Redaktion d bezeichnetenRevue alles mittendrin in der Arbeit war,erschie: ein unansehnlicher, magerer, junger Mensch in der Redaktion^ stellte sich als Jakob Levi vor und ersuchte um die Herausgäbe einiger Gedichte, die er vor einigen Monaten ein-] gesandt hatte, ohne daß sie bisher erschienen waren Einer der Mitarbeiter suchte die Manuskripte heraus, d merkte jedoch nach flüchtiger Durchsicht: „Mei Herr, diese Gedichte sind ja bei uns bereits erschienen! „Jawohl“, antwortete der junge Mann, „weil ich sie eil zweites Mal einsandte und diesmal mit Caro Bajazet unter schrieb. Mein wirklicher Name ist jedoch Jakob LevL Un< als ich meine Dichtungen zum ersten Mal vorlegte, unter schrieb ich sie noch mit meinen richtigen Namen . .. Augenzeugen dieser Szene versichern, daß de Herren Redakteuren der vornehmen rumänischen Revu die ganze Geschichte sehr peinlich war. Nichtsdestoweniger unterhielten sie sich noch mehrere Stunden mit dem neu*j entdeckten Dichter und gaben ihm ohneweiters zu, day sie in ihm jetzt nicht nur einen hervorragenden Dichtes mit großer Zukunft, sondern auch einen klugen Menschen kennen gelernt haben. Denn sie gestanden unumwunden, daß seine Gedichte, wenn er diese Finte nicht gebraucht’ hätte, als Produkte des Jacob Levi vielleicht niemalsernstlich beachtet worden wären. Ein deutscher Staatssekretär als Radauantisemit. . Daio »Berliner TagÖMa'ttc vetöffenjtlich't einen' iHrnl <zm* Verfügung gestellten Briefwechsel, den der ürfühtarö deutsche Reidisjustizminister Dr. Bloimcik milt dei« Reidlispostminister G i e «<b e -r t s gepflogen (hat. Doktor! II111 n c k teilt dem Reiiclhtsminislbeir am 7. September lysr den folgenden Vorfall mit: Am Doininerstag (den 6. Juli 11921 ist der4 M Rerdispoistmindisiterium tätige Slteia'l&seikiretär B . . '§ zu dem mittags 12 Uhr 30 Min. von Berliin nadlül Hambuirg fahrenden D-Zug auf dföm Perrondech Lehrter Bahnihofes erschienen, um mehrere. Per« sonan, zwei Damen und einen Jungem vom etwa! zdhn Jalhren und ein Mädtohen von vielleicht seclhd Jalhirem, anscheinend seine Familie, iin den Zuig zri geleiten, wo sie einige Plätze in einem Abteil zweilte» Klasse einnaHimen. , . i Wenige Minuten'vor der Abfahrt betrat Hei# Alfred P e r e l e s, ein Hamburger Kaufmann umd! . Klient von mir, der Jude ist, das Abteil, um dort seinen Platz einzunehmen. ... Fast, in .dem'seHben Augenblick äußerte der HenfJ Staatssekretär mit lauter Stamme zu dem J'Ungen>:j »Höre, mein Junge, wenn ihr angekommen seid', 1ka1uf.it du .dir am Strand sofort eine große' s c ih w a r z - w e i ß - r o t e Fahne mit einem' Hakenkreuz und schlägst a'lle Ttvdeul tot.« Herr Pereies, auf den die ganze Aeußeming gemünzt war, rief dem Herrn Staatssekretär-darauf au: »Es kt traurig, daß eiin Staatssekretär in einer Republik die Frechheit besitzt, eine derartige Aeußermng zu machen.« Der Herr Staatssekretär erwiderte daran! nichts direkt, sondern äußerte nur zu dem in seiner Begleitung' 'befindUchen beiden Herren: »Sehen! S ie, der s ch i mp f t s c'h 0n,< — was ateo ein! klarer Beweis dafür war, daß der Herr Staatssekretär die ganze Aeußerung von vornherein auf Hcinim[ Pereies gemünzt hatte. Regenmäntel Texiiluntf Stückwaren alles erstklassig und billigst im Warenhaus Schiffmann Wien,!!., TaborstraSe 48 Telephon 47-1-70 En gros 1074 En dotbU

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