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Wiener Morgenzeitung · 1922-02-01 · Heft 1081 (1.2.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1081 (1.2.1922)
Date
1922-02-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Wien, Mittwoch Konfessionslose Trennungsorthodoxie. Die schlechte finanzielle Situariom, in welche die Wiener israelitische Kultuisgemeirade seil einiger Zeit geraten ist, hat die Totengräber der jüdischen Einheit ans ihren Sdfoluipfwiinkeln ans Tageslicht gelockt Während die Naiticmaljntdein in einem Augenblick, wo es ums": Ganze geht, <.b»zwar ihren 'berechtigten Forderungen die Majorität dier KujUusgemeinderöpräseratain'z bisher die Erfüllung versagt bat, ihre volle Bereitwiiliglkeit zur Mitianbeit be- - kam den, um mit vereinten Kräften der Gemeinde, der einzigem gesetzlich anerkannten Verbretiung der. {Wiener Gesamt judenheit, über die drohende Krise hinwegzinihelfen, ist eine kleine Clique von unentwegtem Assimilatiorisjuden im Verborgenen! am (Werfe, um auf den Zusammenbruch himzuabbeiten und auf den Trümmern der ailten Eimheitsgemeimde eine Separatgem ein de der »Bodenistäiradiigera« su etaiblieren. Diese Kreise erhalten nun von seiten eines Teiles der Orthodoxie, der Wiener »Agudas Jisnoel« (Schiffschul) willkommeneiri Sukkurs, sowie Äch die beiden Extreme stets noch gefunden haben, wenn es galt, gegen die Idee der jüdischen Einheit Sturm zu laufen. Das Wiener Blatt der »Agradas MroO« veröffentlicht eine arasführlicthe Zuschrift »vtcqy achtenswerter Seite«, welche sieh als Brief eines seit Gebern Jahren in Wien wohnenden Qsfajudem geriert, > der hohe Ku-ltussteuer zahlt und kein Wahlrecht bat«. Obgleich nun das Blatt die Zuschrift rauir als Symptom der in orthodoxen Kreisen herrschenden Stimmung seinen Lesern vorsetzt, ohne sich mit ihren Folgerungen zu identifizieren, hiait man es hier mit einem Baillom d'eZZay zu tun» sumM dieser »Qsßjrade« in einer slowakischen Ortihodoxengemeinde beheimatet sein dürfte. .Die Vorschiläge des anonymen Verfassers eiytlbehren auf jeden Fall nicht der Originalität. Er sucht raachzuweisen, daß die Orthodoxie von den Institutionen der Kultrasgemeinde keineilei Nutzen ziehen könne und kommt zu der Folgerung, daß die Treninrarig der Gemeinde' das Vernünftigstie wäre. Da aiber diese legislato rische Voraussetzungen habe, >d|e imm-tzM-n 'Monate dauern und vom Präsidium der KnltUs« gemeinde nach Möglichkeit hmtertriefoen werden, wird der konservativen Judeoschaft wohl oder ‘übel nachts anderes übrigbleiben, als den Gedanken zu verwirklichen, der zuerst schüchtern, seither aber immer dringender von allen konservativen Juden ausgesprochen wird, daß die wirklich konservativen Juden, denen es bei ihren Irastitutioncn nicht um eine Schaustellung, sondern um ein wahrhaft religiöses Bedürfnis geht, wie ein Mann aus der Kultusgemein de austreten mrad insolange dem Gesetze gegenüber als konfessionslose Gemeinschaft bestehen, ails niöht die Möglichkeit der Trennung von Gesetzes wegen, arasgesiprodhen wird. Vorläufig wird dringend gebeten, keine KuUu.sBt.euer zu z a h 1 en (vielleicht begreift . man jetzt die Notwendigkeit des Sichvergeben« hinter dem »raciaymen »Einsender«), damit aus diesen Geldern vorläufig »im Wege eines Vereines« alle von den Orthodoxen benötigten Institutionen erhalten werden können. Und was die 'Regierung an langt, so werde sie es »'bei entsprechender Aufklärung« gewiß zugeben,- daß man sich weder mit der Farce des AssimiIatioraajudentums noch mit. der Vcilksgemeinde der Nationalem abfinden könne. * Den Schiffstöhral-Juden ist zu ihrer neuesten Er- ’finidhrrag enitsohieden zu gratulieren und die Regierung wind gegen eine Patentierung derselben, wenn sie ewbgpneabend aufgeklärt wind, gewiß niölits einzinvenden haben. Nur hegen wir billige Zweifel, ob die strenggläubigen Schicfhten Wiens Lust haben werden, sich konfessionslos zu erklären und dem , »Verein der Konfessionslosen jüdi'&oh-orthodoxer Richtung« beiizutrete«. Für diesen Versuch ist auch die Schiffsdhnl-Demagogie nicht stark genug l # »Zuerst schüchtern, seither immer dringender« ’lrbeiton die Wiener »Agradisten, wie das Bdkemntnis der «ebenen agudistiwhen »ostjüdischen« S^elc verrät, an der Zertrümmerung der einheitlichen Juidengemeind'e in Wien und in Oesterreich. In der Praxis tun sie das auf die Weise, daß ' sie zuerst schüchtern und hinterrücks Anklagen und Verleumdungen gegen das Wiener Rabbinat erhoben und ihm verwarfen, daß es seiner Pflicht der rituellen Beaufsichtigung der Institutionen der Gemeinde nicht mit genügendem Ernste raatohkmnme. Allerdings zeigte sich schon hier der agu-di striche Trennungapferdefuß, indem sie in ihren Eingaben rrcht etwa die Verbesserung der angeblich schlechten Zustände, sondern das Recht für «ich beanspruchen, ein eigenes Rabinatakollegium zu etablieren und dobei dem Vorstand zum Uten, ihnen biefür die legale Basis zu schaffen. Das ist der sogenannte schüchterne Versuch, dlie Zertrümmerung der Gemeinde auf Umwegen zu erlangen. Wie ist es aber in Wirklichkeit mit dem Ernst dieser Leute und mit ihrer Sorge um die rituelle Genauigkeit bestellt? Hierüber gibt eine Zuschrift an die Redaktion unseres Blattes lehrreichen Aufschluß. Dem Schreiben sind protokollarische Aussagen einwandfreier Personen der orthodoxen Richtung beigeschlossen, in denen festgeBtellt wird, daß in einzelnen unter der alleinseligmachenden Aufsicht der Schiff schul stehenden Fleischbänken, rituell verbotenes Fleisch ol-s WIENER MÖRGENZEITUNC* 1. Februar 1922? Nr. IÖÖf Für die wissenschaftlichen Forschungs Institute in Palästina. Die Wiener jüdischen Universitätsprofessoren bilden ein Komitee. Udber Initiative des Oberrabbiners Ghajes fand •vor einigen Tagen dje konstituierende Sit-zuing des > Komtess zur Förderung d«r wissenschaftlichen Forschnimg'sinstitute in PalMtiraa«: lim Marale des i^t^eliBschen II UMahitätsvertzl'N'5 »B’nei Iwrith« statt, an welcher Lalhl- •rei’dhe'prominente Vertreter-der jüdischen wisjorai'Cihiaftlidhen Welt Wiens ‘teilnaihimon.' Professor E h r t.i an n pröftoete dis Hjtzu-Ng Mt-d erteilte nach der Begrüßung^ der Erschienenen Olbarraiblbiiner Dr. Cha jes das Wort. Einleitend wies der Redner auf die wundo-baspe Erscheinung der Wiederbelebung der hebräischen Sprache hin. Hebrältsch werde heute von 'mehr Menschen gesprochen als zur Zeit des z Weit e n jüdischen Staatswesens. Dadurch bdkuichtet mmd wieder selbst stark befruchtend wirkt das hebräische Schulwerk. Wir haben heute in Palästina zahlreich« .Kindergärten, eine gamtze Reihe von Volksschulen, rwej Gymnasien, eine Realschule, Handhlssehn len, mehrere Lehrerseminare, Ackorbausehulen, die Kunstgewerbeschiuflie Bezalel, dazu kommt dlais Technikum, das im nächsten Schuljahre seine Tätigkeit eröffnen wird. Es lag aun der Gedanke nahe, das Sohuflwerk durch die- Errichtung, einer Universität zu krönan. Im Jahre 1914 wurde zu diesem Zwecke am Sikopuisberg ln Jerusalem ein Palais mit großem Park, der Platz für eine ganze Univarsitätsista'dt 'bietet, erworben, Doch nach reiflicher Ueberlegunig wurde der Han zur 'sofortigen Erriohtuinig einer Universität vorläufig zUrüdkgesiellit und über Professor Einsteins Vorschlag beschlossen, Forschungsinstitute vorerst medizrin-ilsch-c'hemischsr Richtung?>u errichten. Durch die Bemühungen Professor Einst eins, der zu diesem Zwecke gemeimisam mit Professor W eitiraann Weh einige Monat« k Amerika we#te, ist es daiscibst gelungen, zur Förderung dieser Aktion eine Organisation von ÖOOO Aerzten zu sehaffen: Um das Projekt zu studieren, wurde eine KornrnGrion eingesetzt, die einige •Mitglieder n-agh Palästina sandte, welche an Ort und Stelle Vorstudien arastelSiten. Ein großer Teil des Goldes ist bereits aufgebracht. Baron Edmand Rothschild stellte für das zunächst zu eröffnende Ohe mische Institut Jo-OQO Pfund zur Verfügung, der notwendige Restbetrag wurde von einigen Juden‘aus Shanghai aufgebracht. Für diesen Zweck Stellte auch Herr Professor Weit? manu sein eigenes chemisches Laboratorium zur Verfügung. Nach diesen Arbeiten im Ausland erwächst auch für die jüdische Intelligenz in Wien die Venpfliohturag, an diesem Werke mitzu arbeiten. Von ihr fordert rnärch in P r a 1 i s c h e und materielle J 1 r e r s t!* c—?U<ng rand bei einer Tätigkeit in der großen 'Qeffontliohkeit wolle man diese Unterstützung nicht müsem Die Wiener Gelehrten, mögen durch Widmung ihrer eigenen wissenschaftlichen Werke, der Douhdetteh ihrer* Bibliothek, durch Scih'Onlkiuinig vom Instrumenten, wisite^schaftH'Chen Präparaten und morastigem Hilfsmittel mitxvifkem. Außerdem wird sicm für sie ein Tätigkeits-- gChiet darin eröffnen, hei der Verwendung des im Auisiand gesammeltem Geldes, bei der Einrichtung der Im- (stitutte umi beim Einkauf im Oesterreich mit Rat zmihiilfe au 'sein. Mit einem A/pipell, sich dieser Arbeit zu uirater- •ziehen, schloß der Redner seine Ausführungen. Im Verlauf der Debatte 'hatte Oberralbbiiraeir Doktor' Chajes' Gelegenheit, äuiseintahderzusetzen, daß id Palästina bereits eine Akademie für Sprachforschung, eine Archäologische Gesellschaft, die Ausgrahumgen 'vora nietet, ein Mus um und die Hadassa-Spitäler bestehe^ und daß demnächst -das Ohemische Inisitiiv t eröffnet; wiifd. Nach Angaben des Dr. H i l ik o w i t 5> c h sei dje £rrichtumg eines medliizinisch-biologischem Irastiitrate gesichert. Vorläufig werde nicht an di« Errichtung einer, Gesanitiiuiversität, sondern nur an 'die Gründung WN-< meiner, wissenisdhaftliqher Forschu/ngsiß§tiitU'te gedaeht- Nach einer lebhaften Debatte, ln.welcher die Be-> i-eitwilligkeit der Anwesenden, sich ain dem Werke der! Schaffung wissenschaftlicher Lehrstättem im Palästina aki'i'v zu beteiligen, zuth vollen Auisdirudk kam, wurde .beschlossen, ein Zentralkomitee zu Wählern, das sich in PaChgmvpipen gliedern Und!m Eimivenraehmon mi>t dem Berliner Komitee dich Arbeit führen soll. In da« ZerntraL ,Komitee wurden gewählt« Q'berralbfblraetr 0ha j es, Hof» rat Frankfurte7, d|g Professoren Fick, Ehr-! ijiSnn, Go mp er?, Braun, Neu mann, Wein* b pr ger, Dozent Deut s ch und Dr. Anton Lieben sowie Dozent Pr. Nathan -Korn, welcher dad Sekretariat übernommen hat. (Alle Zuschriften sind ay Df. N. Ko'iin, TIL, Dapomtegasse 2, zu richten.) Der Palästina-Gedanke hat stieb auch in Wfen ät« geeignet erwiesen, die gemeinsame Plattform zu bWs>H, auf der sich die verschiedenen Richtungen Ln ipotitlv«?!. Afbeiit vereinigen 'können, Deir erste Versuch in Wj@a, eip neutrales Komitee znr Förderung des Aufbaiuii eines’ ■jü(löschen Paläsitiraa zu schaffen, ist wohl gelurngsn und es ist zu hoffen, daß dje Interessen ab me der Wiener jüdischem Gelehntem weit für Erez Israel geeignet sein! wi/rd, die weitesten jüdischen Kreise für die Palästina« Arbeit zu iintcressierem. koscher verkauft wird. Eine andere Beschwerde stellt fest, daß im der Küche der »Einheit«, deren Leiter sich auf sein« Orthodoxie ganz besonders viel zugute trat, rarad für diese Orthodoxie auch bei Weht-, drthod'oxep . Juden Uniterstützrangenv sammelt, aim Samstag ümd 'an jüdischen Feiertagen. S p e i s em ar k era ve rk au ft werden, wie etwa in einer vom. ihnen, so seh'r verpönten foirtsührittlichen VoltksküohH. Vyin der Echtheit dieser Prot-rikolle haben wir raras über.zeWt. Bo führen diese Leute die 'gläubigen Seelenrirre. Diese Merasaheti halben <üh Kühtihait, das Raibbinat araz-ugreifen» während sie selbst in ihren eigenen Anstalten tmid Fleisohlbanlken, wie. mun nach,gewiesen ist, den größten Unfug dulden. Oesterreich. Die Kreditaktion. Nach einer Londoner. Meldung halt der Staatssekretär des Aeußem Lord Curzom am Montag nachmittags den österreichischen Gesandten Franekerastein im Außen amt emipfamgen. Die Nachrichten über die Kneditaktion lautem nach wie vor günstig, olwie aber einen positiven Kenn zu enthalten. 'Sie halben a/ber jedenfalls die gute Wirkung gezeitigt, daß die fremden Währungen in Wien den Höchstkurs verlassen halben und daß sich in Zürich und N York ein Anziehen d e r Wiener Devise zeigt. . Die Kreditvorhandlungen mit der Tschechoslowakei dürften, wie an den hiesigen zuständigen Stellen angenommen wird, noch im Laufe dieser Woche endgültig abgeschlossen werden.' Gestern sind unsere bisherigen Unterhändler aus Prag hier eingetroffen. Ihre Rüdckehr hangt mit rein formalen Gründen zusammen. Finanzminister Dr. G ü r 11 e r begibt sich, wie bereits heute feststeht, noch im Laufe dieser Woche nach Prag,' um dort das Kreditabkommen zu unterfertigen. Es ging bei den letzten Verhandlungen vornehmlich «um die Frage der Sicherstellung, die von der tschechischen Regierung ursprünglich, verlangte Bürgschaft der Wiener Banken, soll infolge der Weigerung der Banken, diese'Bürgschaft zu übernehmen, fallengelassen sein. Abgeordneter Dr. Seipel gegen die Großdeutschen. In einer Wählerversammlung in der Leopoldstadt sprach vorgestern Abgeordneter Dr. Seipel über die politische Lage. Er erklärte unter anderem: Man hätte glauben sollen, daß in einer wirtschaftlich so schwierigen Zeit sämtlichen Parteien nur auf die Rettung des Staates bedacht gewesen wären. Leider konnten sich aber die Großdeutschen von ihrer traditionellen G e f ü h l 8 p 0 1 i t i k nicht 1 0 s m a c h e n. Sie begnügten sich nicht, wie es die Christlichsozialen ja auch getan hatten, ihre Bedenken gegen den Vertrag von Prag vorzubringen. sondern sie verlangten seine unbedingte Verwerfung ohne parlamentarische Behandlung und gingen zugleich in überaus scharfer Weise gegen den Bundeskanzler und Minister des Aeußern vor. Die Christlichsoziaie.n konnten eine solche Politik nicht niitmachen. Sie wußten, daß der Vertrag von Prag ohne schwere Schädigung unseres Staates und unserer Volkswirtschaft nicht verworfen werden konnte und gingen daher ausschließlich darauf, aus, den einzelnen Vertragsbestimmungen jede Möglichkeit einer. Ausdeutung zu unseren Ungunsten zu Wehmen, Als dies durch die Mitwirkung des Bundeskanzlers gelungen war, bestand natürlich kein Grund mehr, diesen ausgezeichneten Staatsmann und Beamten, der im In- und Ausland das größte Vertrauen genießt, fallen zu lassen. Daß die Großdeutschen sich auf die Gegenseite schlugen, ist bedauerlich, weil dadurch die antisozialistische Einheitsfront zerbrochen ist. Aber auch an ein engeres Zusarnm e n a r b e i t e n mit den Sozialdemokraten war nicht zu denken. Zum Schlüsse besprach der Redner auch die wirtschaftliche Lage. Er stellte fest, daß nach dem Urteile, der Regierung die jüngsten K r e d i t v erhäng 1 u n 8 e n sowohl mit England und Frankreich ‘als auch mit der Tschecho-Slowakel gut stehen und ernst , zu nehmen sind. Der Finanzminister wird sich schön in wenigen Tagen nach Prag begeben, um aüf den Abschluß der Verhandlungen persönlich Einfluß nehmen zu können. Landtag von Niederösterreich. Präsident Juki eröffnet ehe Sitzung mit einem Nachruf auf den verstorbenen Papst, der von den Abgeordneten — die Sozialdemokraten sind nicht im Saale — stehend angehört und im Sitzungsprotokoll feßtgehalten wird. Nach mannigfachen Anfragen und Anträgen wird zur Tagesordnung übergegangen, deren wichtigster Punkt ein Antrag der Landesregierung ist, betreffend die Bewilligung von Mitteln zur Weiterführung der amerikanischen Kinderhilfsaktion. Abgeordneter Dr. B ej w e r stellt den Antrag, einen Betrag von K 6,396.984 an die American Relief Administration European Childreris Fund für die Fortführung der amerikanischen Kinderhilfsaktion im Lande Niederööterreich für die Zeit vom L Juni 1921 bis 3t, August 1921 auszuzahlen/ ferner für die Weiterführung der amerikanischen Kinderhilfsaktion auf dem flachen Lande Niederösterreich vom 1. September 1921 bis 31; Mai 1922 einen weiteren Betrag von 13 Millionen zu bewilligen. Der Antrag wird angenommen und ein sozialdemokratischer Zusatzantrag zwecks Förderung der öffentlichen Schulausspeisüngen dem Ausschuß zugewiesen. , Sodann werden einige Anträge, betreffend Verbesserung der rechtlichen und materiellen Lage der Lehrer angenommen. — Die nächste Sitzung wurde für Mittwoch den 8. d. M. anberaumt Abgeordneter Baeran in Wien. Abgeordneter Baeran ist in Wien eingetroffert ufid teilt mit, es sei unrichtig, daß er sei«e Resifination auf das Abgeordnetenmandat anboW

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