Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1079 (30.1.1922)
- Date
- 1922-01-30
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Wien, Montag WIE MET? MORGEN ZEITÜ N G '30. Jänner 102? Nr. 1079 Tagesbericht. Gestempelte Krone Auszahlung Wien ln Zürich notierte: die österreichische Krone die österr. gest Krone . die tschechische Krone, die Mark .... —.08 Centimes. —.10 Centimes. Agram . Bukarest Budapest Warschau -.16 -.08 10.- 2.55 1.65 -.72'/, -.16 am 28. Jänner) am 28. Jänner) am 28. Jänner) am 28. Jänner) am 28. Jänner) am 28. Jänner) (—.72'/, am 28. Jänner) (—.16 am 28. Jänner) (-.14 (-.08 ( 9.95 ( 2.55 ( 1.G5 Eine Katastrophe in einem New Yorker Kino. Washington, 29. Jänner. (Reuter.) Gestern abends stürzte infolge des starken Schneefalles das Dach eines Lichtspieltheaters ein. 69 Personen sollen getötet und etwa 100 verletzt worden sein. Unter den Verletzten befindet sich der dritte Sekretär der italienischen Botschaft Assereto. Washington, 29. Jänner. (Reuter.) Ueber die Einsturzkatastrophe des Lichtspieltheaters werden folgende Einzelheiten gemeldet: Die Polizei und viele freiwillige Organisationen betätigten sich nach besten Kräften an dem Rettungswerke. Die Luft war erfüllt vom Geschrei der Personen, die aus dem Kino nicht hatten flüchten können. Die meisten waren mit Wunden bedeckt. Aus dem Innern hörte man das Stöhnen derjenigen, die unter den Massen von Eisenbetonblöcken und Holz lagen. Viele Personen verdanken ihre Rettung dem Umstande, daß das Dach bis zu einem gewissen Punkte von den Stühlen aufgehalten wurde, und daß die Galerien über dem Orchester nicht vollständi g heruntergerissen wurden. Eine Anzahl Zuschauer konnte sich daher in einen dreieckigen Raum flüchten, der durch die sich senkenden Galerien gebildet worden war. Die eingestürzte Decke wurde an mehreren Punkten durchbohrt und durch die so geschaffenen Oeffnungen wurde eine Anzahl von Ueberlebenden und von Leichen herausgezogen. Nach den letzten Nachrichten wird die Zahl der Toten auf 87 geschätzt Paris, 30. Jänner. (Havas.) Nach einem Washingtoner Telegramm des »Journal“ seien bisher 125 Tote und 250 Verletzte aus den Trümmern des eingestürzten Lichtspieltheaters geborgen worden. Wie der »Chicago Tribüne“ aus Washington telegraphiert wird, leitete General Pershing persönlich die Rettungsarbeiten. Tausende von Personen, darunter Mitglieder des Kongresses, diplomatische Vertreter und Delegierte bei der Konferenz, fanden sich an der Unfallstelle ein. Mehreren Verunglückten waren Arme und Beine weggerissen. Glücklicherweise befanden sich wegen des starken Schneefalls nur gegen 503 Personen in dem Kino. Einem Telegramm des »New York Herald“ zuiolge befindet sich unter den Verletzten Senator Smith. Paris, 30. Jänner. (Havas.) Nach einem Telegramm der „Chicago Tribüne“ aus Washington ist das Progr. mm der Konferenz von Genua dem Weißen Hause zugegangen. Vereinigung jüd. Forscher, Schriftsteller und Künstler „Haruach“ln Wien GROSSER KONZERTHAUSSAAL Heut e den30.Jfinnerl922,7Uhr glUllllilllllllllHilg illllllllllllllilllllli Abend Mi ptiiiiiuiiniiiuijg iiiiiiiiiniiiiiiiiii AUSFÜHRENDE: Hermine KITTEL (Staatsoper), Prof. J. WOLFSO.TN (Klavier), Prof. G. FEIST (Violine), Stephan AUßER (Cello). Das Symphonieorchester, Dirigent: Prol. S. BRASLAWSKY «8 Restliehe Karten an der Abend hasse Freie jüdische Volksbühne iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiimuiniiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiMiiiiiiimiimiiiiiiiiiiimiiiiiniiiiiiii Gastspiel Im Lustspieltheater. — Heute T7A» «am fkf S» A Drama In 8 Akten y Wi, W S vonPerezHIrschbcln (Oer HandschEag) WT Das Theater Ist geheizt! T8I 4230 7 Uhr abends: Ein Blatt der Arbeiterorganisation in Palästina. Die Histadrut Hauwdin Hak alit, die vor einem Jahre in Haifa begründet wurde, gibt nunmehr ein eigenes Nachrichtenblatt unter den Tite. „Pinkas“ heraus. (J. C. B.) Eine neue jüdische Siedlung bei Jerusalem. Die am Rande Jerusalems auf der Straße nach Jaffa liegende Siedlung GiwatSchaul, welche Infolge des Krieges verlassen war, ist durch eine aus England eingewanderte Familie durch Neubauten vergrößert worden, so daß dort neues Leben eingezogen ist. Gegenwärtig wird die Errichtung einer Molkerei vorbereitet. Eine Gruppe von 70 Arbeitern des G’dud Haawodah (Arbeitsarmee), welche am Rande von Jerusalem in einem Steinbruch beschäftigt ist, hat sich in Giwat Schaul eingemietet und ermöglicht dadurch die raschere Vollendung seiner Bauten. * Keren Hajessod in Danzig. Gelegentlich des Besuches Kurt Blumenfeids wurde für den Keren lia/essod eine Million Mark gezeichnet, wovon ein Viertel bar eingezahlt wurde. Auch im vorigen Jahre führte die Danziger Judenheit eine Million Mark für den Keren Hajessod ab. * Adoptierung ostjüdischer Pogromwaisen durch Italienische Juden. Das Warschauer Rabbinat erhielt von der Vereinigung der italienischen Juden in Rom ein Schreiben, wonach diese bereit ist, sich am HiTfswerk für die Pogromopfer zu beteiligen und ferner eine Anzahl jüdischer Waisenk'nder aus den Pogromgebieten zu adoptieren. (J. C. B.) * 60 bis 120 Kronen für eine Straßenbahnfahrt. Der „Morgen“ meldet: Am 18. Jänner, also vorknapp vierzehn Tagen, haben die Straßenbahnpreise die gewaltige Erhöhung von 1006/0, von K 30 auf 60, erfahren. Und heute wird eine neuer licheErhöhung angekündigt, ein Zonentarif, bei dem die minimalste Strecke, etwa vom Schottentor bis zur Volksoper K 60, jede weitere Zone K 40, also eine Fahrt über den Ring zum Währinger Rathaus sage und schreibe K 123 kosten soll. Gegen d'ese ungeheuerliche Verteuerung des lebenswichtigen Straßenbahntarifs muß auf das schärfste Protest eingelegt werden. * Tschalkowsky-Absnd. Heute um 7 Uhr abends findet!m Großen Konzerthaussaal der von der Vereinigung jüdischer Forscher, Schriftsteller und Künstler Haru ch in Wien veranstaltete Tschaikowsky-Abend statt. Näheres über das Programm im heutigen Inserat Stehplätze und restliche Karten an der Abendkasse. Der Beitrag Jugoslawiens für Exkaiser Karl. Die „Tagespost“ meldet aus Belgrad: Der gestrige Ministerrat hat auf Antrag des Ministers des Aeußern Dr. Nincic den Jahresbeitrag Jugoslawiens für den Exkaiser Karl mit zwei Millionen Franken festgesetzt. Der Beschluß wird der Botschafterkonferea* bekanntgegeben werden. ßisenbahnunfall bei Drösing. In der Nordbahnctation Drösing ist am 28. d. M. abends der von Zistersdorf kommende Zug Nr. 1356 durch ein Versehen auf das Geleise 7, das verstellt war, eingefahren. Infolge des Zusammenstoßes wurden 21 Persdnenlelchtverletzt. Sie sollten sich durchwegs im Wiener Nordbahnhof ärztlich untersuchen lassen, doch sind im Nordbahnhof nur fünf Personen, fast durchwegs Frauen, die um Lebensmittel gefahren waren, erschienen. Die anderen haben sieh teils selbst nach Hause begeben, oder Bind schon in Floridsdorf ausges liegen. Am schwersten betroffen wurde eine Frau, der die Fingerspitze ln der Waggontüre eingeklemmt wurde, da sie mit. der Hand zwischen Wand und Türe geriet. * Ein falscher Seefähnrich. In Wien fst ein Schwindler aufgetaucht, der als Fähnrich zur See der deutschen Kriegsmarine, Giselher Osten-Mumm, auftritt. Er spricht bei bekannten Wohltätern vor und erzählt eine rührselige Geschichte, daß er einer Selbstschtitzabteilung angehört hat, die in Oberschlesien Dienst getan, daß die Abteilung versprengt wurde und er nun aut der Heimreise nach München und ohne alle Mittel für die Fahrt sei; dadurch entlockt er den Leuten eine ReiseunterstUtzüng. Der Hochstabler ist 22 bis 25 Jahre alt, sehr groß und stark, hat voles Gesicht und trägt die feldgraue Uniform der deutschen Reichswehr. * Zwei Realschüler als Juwelendiebe. Am25. ,d. M. zeigte die Private Anna Gottesmann, UL, Löwengasse 38 wohnhaft, dem Polizeikommissariat Landstraße an, daß sie an diesem Tage den Abgang von Juwelen im Werte von 3 Millionen Kronen: Brillantringe, goldene Uhren mit goldenen Ketten, goldene Tabatiären, goldene Armbanduhr, goldene Halskette, festgestellt habe. Nach ihrer Angabe hat sie die Juwelen in einer Schachtel im versperrten Kasten verwahrt. Noch vor Monatsfrist hatte sie sich davon überzeugt, daß der Schmuck vorhanden war. Seit dieser Ze‘t hatte sie bis zum 26. d. M. nicht mehr nachgesehen. Deshalb konnte sie auch über den genauen Zeitpunkt des Diebstahles nichts aussagen. Durch die Erhebungen des Polizeikommissariats Landstraße, wurde festgestellt, daß im Hause der Frau Gottesmann zwei Realschüler, ein junger Mann von 15 Jahren und einer von 15 Jahren, verkehrten; gegen, sie richtete sich . der dringendste Verdacht. Sie waren wiederholt allein rm Z'mmer, in dem der Schmuck verwahrt war. Einvernommen, leugneten sie hartnäckig, bis sie schließlich sich entschließen mußten, durch die Verdachtsmomente in die Enge getrieben, den Diebstahl einzugestehen. Die Juwelen, die schon durch mehrere Hände gegang n waren, konnten bisher nicht zustandegebracht werden. Die Familien der beiden jungen Leute haben sich zur Gutmachung des Schadens verpflichtet. Die beiden Schüler wurden in Haft behalten und dem Landesgerichte eingeliefert. Steuerfragekasten. Ernst F. Die erste Erwerbsteuerrate war schon am 1. Jänner fähig. Sie beträgt ein Viertel des für 1920 vorgeschriebenen Betrages. Wenn Sie einen Zahlungsauftrag für 1920 noch acht erhalten haben, so ist die Voreinzahlung nach der Vorschreibung von . 1919, jedoch mit lOD’/oigem Aufschlag, zu leisten. Am einfachsten ist es; Sie erkundigen sich unter Vorweisung des letzten Zahlungsauftrages im Steueramt nach Ihrem Rückstand. — Renta. Die Vermögensabgabe kann keineswegs exekutiv emgetrieben werden, we'l sie bis 15. Februar nicht gezahlt wird. Es sind nur c’ie späleie.i Zahlungen mit e:hem 190/oige:i Aufschlag zu leisten. Aber auch dieser entfällt, wenn Ihr Vermögen ganz aus illiquiden Forderungen in österreichischer Währung besteht. — Beamter. Es handelt sich leider nur uni einen Geset Entwurf, der noch nicht erledigt ist. Vorläufig besteht immer noch die Möglichkeit, daß ein Angestellter wegdn eines geringen ’ Nebeneinkommens aus Kapital und dergleichen schlechter gestellt ist, als wenn er dieses Einkommen nicht hätte, da er hiedurch den 25°/ igeri Pauschaiabsch.’ag verliert. — Unternohmergev/inn. ln Kleingewerbe- und Kieinhandelsbetrleben kann für die mitarbeitenden Unternehmer .ein Ihrer Tätigkeit entsprechender Betrag als Gehalt vom Reingewinn abgezogen werden. — K. VV. Gegen den Sicherstellungsauftrag können Sie Rekurs erheben. Wie lange die Entscheidung dauert, läßt sich nicht Voraussagen, da der Behörde keine Frist gesetzt. — Abonnent 7. Die Zuschläge zur Erwerbsteuer für 1922 sind noch nicht neu festgesetzt Vorläufig gelten daher die gleichen Prozentsätze wie im vorigen Jahre. Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Sanel Beer’ Die Zeichen der Gravidität. Das gewaltigste Ereignis im Leben der Frau isit zweifoMos der Eintritt de>r Bcfmuabtumg. Je niachdem, ob sie den Zustand berbetiisehnt oder ihm fürchtet, mit Bangen sieht sie der nä-absten Mensit'PUßiti'On (monatlichen Blutung) entgegen. Je mehr die Frau an das Ereignis den Jot und je beeinflußbarer sie ist, tim-so. mehr Ercächeiniuingen entdeckt sie an sich, die für eine eingetretene Schwangerschaft sprechen. Dce heiße Verlangen, ein Kind zu bekommen, kann bei nervösen Frauen* zu verschiedenen Empfindungen und Gefühlen, jia krankhaften Symptomen führen, wie sie während einer Gravidität beobachtet werden. Solch« Frauen glauben durch Autosuggestion selbst Kindsbewegungen' zu spüren und die Anschwellung des Unterleibes zu merken; nur schwer gelingt es einer ärztlichen Unters-uc’mmg, den Waf n der Gircvidi'.ät zu zerstören. Sulche eingebildete Schwangcrsc’ aften entwickeln sich oft im Anschluß an einen Fehltritt, so daß eine vorgetäuschte Operation erst die Sünderin vom krank« haften Seelen-zuistamde zu befreien vermag. Auch der Anzt ist in den ersten Wochen den Schwangerschaft meist nicht in der Lage, mit Sicherheit den Zustand festzustellen. Und 'kein Irrtum axi der Diagnose rächt sich so sicher und so schwer ait dem ärztlichen Ansehen, wie eine falsch diagnostizierte Gravidität. In diesem Falle kann die Patient inj selbst den Arzt (kontrollieren. So ist denn •begreiflich, daß ein vorsichtiger Arzt wohl die subjektiven An« gaben und Zeichen der Frau würdigen, jedooH keineswegs sie überschätzen wird, und daß er mwl dem wiederholt au {genommenen ärztlichen Befund^ besondere Bedeutung beimes©en wird. Bei einer großen Anzahl von Frauen kommt e6 schon in den ersten Wochen zu Veränderungen int dem Ernährungsau/stam:de und zuim Stimmungswechsel. Es tritt Verlangen nach bevorzugten ■Speisen.,' Abneigung gegen gewisse Gerüche ein* häufiges Dabeisein, ja. bisweilen Erbrechen stellen sich ein, die eine stänke Unterernährung 'herbei« führen können. Für die Frauen ist das Ausbleiben der menstruell en Blutung das Entscheidende. Der Arzt kann darin nur ein Wahnschein 1 ichkeitiszeicben sehen, '.denn ängstliches Warten auf;die Blutung, starke Gemütsenregumgeji, Ortswechsel und besonders gewisse Krar.ikbeitszustände, wie Blutarmut, Tuber* kulose, können eine Verzögerung oder, ein mehr«! momatiges Ausbleiben der Menstruation bedingen. Für den Bestand einer Schwangerschaft; sprechen mit Sicherheit eigentlich nur die von den Frucht autsgehenden Zeichen, die sich erst um di« 20. Woche einstellen und sich im Fühlen des Fruiobtikönpers, im Hören der kindlichen. Herztöne oder in den Kindeabewegungen kund'geben. Alle itü den ersten Wochen auftretenden Erscheinungen können nur den Anspruch auf Wcibrsohein 1 ich!kelt "i-heben und können nw im Zusammenhänge die Entscheidung des Arztes, beeinflussen. Die Seihwangerscluaftsveränderungen treten itl erster Linie am Organ auf, das das befruchtete Ei auf genommen und zur Reifung zu bringen hat. Tatsächlich .wächst die Gebärmutter zusehends, das früher kaum 50 Gramm schwere Organ wiegt durch Weiterung der Schleimhaut und Zunahme der Muskulatur,am Ende der Gravidität 1 Kilogramm. Die früher bimförmige Gebärmutter reicht schließlidh bis zum Brustbein hinauf und beeinflußt durch die Lage Veränderung der benachbarten Organe Atmung, Verdäuung, Blasen- und Darmfunktion. Die auf diese Weise dem Körper auf gezwungene vermehrte Arbeitsleistung wird von der gestunden Frau. Qhnew,eiters vertragen. Neben der allmählichem Vergrößerung der Gebärmutter und,der entsprechenden Anschwel'hitng des Leibes achtet der Arzt auf die veränderte Färbung d er , Kch e! den sch! eimhaiut «md aufdie Sekretbil'dumg in den Brüsten. Zu den oben bezeichhetetn, von der Frucht ausgehenden Zeichen der späteren Gravidität gesellen sich die am der Bauchhaut auf treten dem Nambem; ( Trotz asl-ler gen.ann.ten Symptome wird dfe Feststellung der Gravidität mam.ahma’1 sehtr schwierig,, besonders wenn Erkrankungen an dem Qesohlechitsapparate vcrliegem oder eine abnormale Entwicklung der Frucht erfolgt. So sind Fehldiagnosen begreiflich und manche Geschwulst ist schon von den besten Praktikern für Schwangerschaft gehalten worden, die nie zu Ende gehen woHte;. Auch' die Berechnung der SChwangemsctaafts* dauer i.st ziemlich umsicher, Ma'%rechnet vom ersten Tage der letzten Menstruation bi« zum Eintritt dev Geburt 2F0 Tage oder wählt zur Bestimmung des Endtermins die ersten Kinriesbeweguingen, die um d.'-e 20. Woche ein treten. Schwankungen von eine halbe bis eine ganze Woche sind von verschiedenen Zufällen abhängig. , , Aängstliche Frauen' verlangen vom Arzte auch nie Auskunft über Lage und Lebern der Frucht. Erstere i'&t während der ganzen Dauer der Schwangerschaft sehr wechselnd und gewinnt erst im letzten Monat an eBdeutumg. Ob die uFrucht lebt, läßt sich ernst au« den Herztönen und Bewegungen der Frucht vermuten; Doch kommt es ‘häufig genug vor,Maß Herztöne auch 6 und 7 Monate nicht gehört oder Bewegungen von der Mutter nicht gefühlt weiden. Das spricht keineswegs 'für den Tod der Frucht. f StMltrtand der Schwangerschaft bedeutet Kleinblieibem der Gebärmutter oder Verschwinden der Herztöne., h . Bei Kenntnis all der Schwierigkeiten in der Erkennung der Schwangerschaft wind die Frau, nichts Unmögliches vom Arzte verlangen, während dieser, der schweren Verantwortung Wohl bewußt, erst alle Hilfsmittel seiner Kunst erschöpfen wird, bevor er die sichere Diagnose stellt. , Denn sein Ausspruch kahm für die Frau Glück oder Unglück bedeuten. AerztHcher Fragekasten. Kröpf. Au3 Amerika und aus der Schweiz wurde» Uber Versuche zur Bekämpfung des endemischen Kropfes durch Verabreichung von Ivettabletten berichtet. Die Resultate sollen günstig sein. — Myom. Diese Geschwülste verkleinern sich oft nach Aüfhören der Menstruation. Wenn also die Blutungen nicht sehr stark und die Beschwerden gering sind, kann zugewartet werden. — Epilepsie. Da hilft nur die salzarme Diät und Brom. — Sterilität. Ausführlicher Artikel darüber im Montagsblatte vom 16. d. M. — Jungwirth. Die Tuberkulose der filteren Leute hat In den letzten Jahren, wohl infolge der Unterernährung; zugenommen. — Berta. Die Drüsen am Nacken sind eine Folge des unreinen Kopfes. Entfernen sie die Nisse durch Petroleum und Auskämmen. — Ekzem. Versuchen Sie es noch mit der künstlichen Höhensonne. Waschen mit Wasser verboten. Verwenden Sie Franzbranntwein oder Eau de Colaan*.