Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1078 (29.1.1922)
- Date
- 1922-01-29
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 12 ■ Ml ..' imD^GBWZErrrmi er '^.Jänner TÜ22 Nr;i07S Wien,"Scttffftfg ihn ditw-oh Aufgebot dieser sohwadhiere-n Valuten auf den westeuropäischen Plätzen «sofort zu dirüdketn/ Die Tschecih«o-SIo\vaJcei, der es endlich gelungen ist, «die 'ti&chechii'sche Krone von d«er Ma«r.k losz«ulösen, iloann es nicht darauf a.nüoom>rnen Issisen, das Schicksal iihrer Valuta mit dem der immer mehr verfailenden Österreichisch-en Krone zu verknüpfen. Das .wäre ein verhängnisvoller Tausch«, den sie*vereiteln muß. Es ist a-kso d>ats v a 1 u t a r i s c h e Inte fesse der T«seil e c«h o-S 1 o walk e i, nidht mir, von der österreichischen Krome nicht ins Sdhlepptou genommen zu werden, sondern umgekehrt, die österreichische Krone mit sich hinauf zur eißen auf ein Niveau, bei dem sowohl das tschechische Za'h-' kungsmittel vor einer Kunsverschlechte'nmg bewahrt und der österreichischen Krone der für die tschechische Industrie gefährliche Stachel einer Steigerung der Duonipingprämie genommen würde. Mag der soeben veröffentlichte Bericht des ö s t e rreichischen Montanvereines über die Lage der Montanindustrie in der Einleitung ‘ von einer schweren Depression erzählen, wenn man die Schilderung der Situation der einzelnem, Zweige liest, stößt man bei jeder Zeile auf dem so beikammten Export infolge der Geldent wer*; t'ung. Dieser Export muß sich bei zunehmender Entwertung noch weiter steigern. Die Börse «hatte unter dem unmittelbarem Eindruck der Panikhauisse auf dem Valutenmarkt noch nicht Zeit gehabt, sich mit dem Gedanken vertraut zu. machen, daß das Sinken der Krone die Exportprämie vergrößern würde, da)ber die ruhige Lage der österreichischen Effekten in dieser Woche. Aber die Tschechoslowakei «hat im letztem Jahre genügend Erfahrungen mit der Konkurrenz der schwachen Valuta- Iänder gemacht, um nicht zu einer Valutahilfe für diese Länder die Hand zu bieten. Sie. will vor allem 'die österreichische Dumping-prämie. einschränken. Das ist der Sinn des tschechischen Kreditwillens. Hier gehen die höheren (Interessen Oe st er r e ich-s mit dem tsche- ’öhischen Interesse Hand in Hand. Die dauernden «Freundschaften zwischen den Staaten beruhen auf dem gemeinsamen Interesse. ——■ Afißerordentliche Generalversammlung der Oesterreichischen Länderbank. Gestern wurde eine außerordentliche Generalversammlung unter Vorsitz des Vizepräsidenten Otto S e y b e 1 und in Anwesenheit des Staatskommissärs Ministerialrat Dr. Johann Patzau-er abgehalten. Es waren 73 Aktionäre anwesend, welche 70.219 Aktien mit 2795 Stimmen repräsentierten. Die Tagesordnung mit den Punkten: 1. Verlegung des Sitzes der Gesellschaft nach Paris; 2. Umwandlung des derzeitigen Aktienkapitals von K 160,000.000 in französische Francs 40,000.000; 3. Erhöhung des Aktienkapitals auf französische Francs 100,000.000; 4. Abänderung der Statuten und 5. Ermächtigungy des Verwaltungsrates, Verträge jeder Art, welche mit der Sitzverlegung und der Abänderung der Statuten im Zusammenhang1 stehen, abzuschließen, wurde mit Stimmeneinhelligkeit angenommen. Nach Mitteilung von der Demission sämtlicher bisheriger Verwaltungsräte und Kenntnisnahme von dieser Demission durch die Generalversammlung erfolgte der Antrag zur Wahl eines aus 32 Mitgliedern bestehenden neuen Verw a 11 u n gs r a t e s, weichem zum überwiegenden Teil Mitgl! eder der französischen un d e n g 1 i sehen Gruppe angehören. Dieser Antrag wurde mit Stimmeneinhelligkeit angenommen. Schließlich wurde die Wahl je eines französischen und eines englischen Revisors und eines Ersatzmannes (Commissäires des comptes) vorgenommen. - Der tschechische Schiffspark. Prag, 28. .Jänner. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung“.) Der Leiter des Donauverkehrsamtes in Preßburg, Sektlopschef J i r i k, erklärte in einem Gespräch mit einem Vertreter der „Prager Presse“, der Schiffspark der Tschechoslowakei umfasse gegenwärtig 3 Personen dampfet, 11 Frachtdampfer und 121 Lastkähne. Von der Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft erhalte die Tschechoslowakei die Personendampfer „Wien“, „Wachau“ und „Aggstein“, von der Süddeutschen Dampfschiffahrts-Gesellschaft die Remorköre „Wien“, „München“, „Baiern", „Irene" und „Wittels-, dach". Die Gesamttonnage beträgt etwa 100.000 Tonnen. Die Regierung rechne für P r e ß b u r g mit einem Umschlag von 32.000 bis 35.000 Waggons ohne die fremden Gesellschaften, mit denen zusammen ein Jahresumschlag von 60.000 bis 70.000 Waggons erzielt werden wird. Steirische Wasserkraft- und Elektrizitäts-A.-G. Das große Interesse, das sich bei der Zeichnung der Aktien der Steirischen Wasserkraft- und E!ektrizitäts-A.-G( gezeigt und zu einer vielfachen Ueberzelchnung geführt hat, so daß die Gesellschaft bereits zur Sicherstellung der weiteren Baukosten eine IC a p i t a 1 s Vermehrung vornimmt, bei deren Emission den verkürzten Zeichnern der ersten Subskription ein besonderer Vorzug eingeräumt wird, hat sich auch auf die eben in Emission befindlichen Obligationen dieser Gesellschaft erstreckt; die Anleihe ist neben hoher Verzinsung mit ganz besonderer Sicherheit ausgestattet, da nicht nur das gesamte Vermögen der Steirischen Wasserkraft- und Elektrizitäts-A.-G. für sie haftet, sondern auch ihre Verzinsung und Rückzahlung vom Lande Steiermark garantiert ist, so daß sie die Bonität einer Landcsanleihe mit der einer — beim anlagesuchenden Publikum immer beliebt gewesenen — mdustrieobliaation vereinigt. Obwohl die Zeichnungsfrist erst am 31. |änner abläuft, kann die Anleihe schon heute als fast zur Gänze placiert gelten. Wirtschaftsnachrkhten aas Rumänien. Aus Bukarest wird berichtet: Um die Kontrolle der Ausfuhr ausländischer Devisen zu verstärken, hat der Finanzminister angeordnet, daß bei jedem Ansuchen um Ermächtigung zur Ausfuhr fremder Valuten Briefe oder Fakturen vorgelegt werden müssen, aus denen hervorgeht, daß die verlangte Summte tatsächlich zum Ankauf v o n Waren verwendet wird. Die Banken werden ohne besondere Ermächtigung der Kontrollkommission keine ausländischen Devi'sen mehr abgeben. Ohne Ermächtigung der Kommission zur Absendung ins Ausland bestimmte ausländische Werte werden von der Post nicht angenommen werden. * Das rumänische Finanzministerium hat verfügt, daß j das in Rumänien gewonnene Gold nicht mehr aus- 1 g e f ü h r t werden darf, sondern als Deckung der [Banknoten in der Nationalbank hinterlegt | werden muß.; Die Bundesregierung gegen den „Ausverkauf Oesterreichs“. Bemühungen einer schwedischen Versicherungsgesellschaft Das Bundesministerium für Inneres und Unterricht hatte das Ansuchen der schwedischen Versicherungsgesellschaft „Nya Försäkrings aktienbolaget Havra“ um Zulassung zum Geschäftsbetrieb in Oesterreich derzeit abgewiesen, weil die Reziprozität wohl rechtlich gegeben, aber unter den derzeitigen valutarischen Verhältnissen faktisch nicht durchführbar sei, denn bei dem Hochstand der schwedischen und dem Tiefstand der österreichischen Krone könne eine österreichische Versicherungsgesellschaft in Schweden den Geschäftsbetrieb nicht ausüben. Ueber die dagegen von der schwedischen Gesellschaft durch Dr. Edmund Mendelsohn eingebrachte Beschwerde fand heute vor dem Verwaltungsgerichtshof unter Vorsitz des Senatspräsidenten Dr. Jenny die Verhandlung statt. Der Beschwerdevertreter verwies darauf, daß nach dem Gesetz das Vorhandensein der Reziprozität zur Zulassung einer ausländischen Gesellschaft in Oesterreich genügt, daß die Reziprozität von Oesterreichern derzeit nicht ausgenützt werden könne, ändere nichts an der gesetzlichen Bestimmung. Jedenfalls sei es besser, wenn ausländische Gesellschaften in Oesterreich offene und angemeldete Geschäfte machen, als wenn sie dies im geheimen und unangemeldet tun, wie dies zum Schaden Oesterreichs vielfach der Fall sei. Der Regierungsvertreter, Ministerialrat Professor Dr. Ehrenzweig, erwiderte, diese Art des A usverkauf.es Oesterreichs wie auch der immer mehr um sich greifende Schmuggel sei der Regierung bekannt Es sei schwer, in jedem Fall mit der Sicherheitswache hinterher zu sein, aber Maßnahmen dagegen seien ergriffen worden und werden weiter fortgeführt, denn dieser Ausverkauf und dieser Schmuggel fange an, gefährlich zu werden. Was nun den vorliegenden Fall betreffe, so könnte eine schwedische Versicherungsgesellschaft mit der überlegenen schwedischen Valuta den ohnehin einen schweren Existenzkampf führenden .österreichischen Versicherungsgesellschaften eine schwere Konkurrenz bereiten, sie könnten nach, der schwedischen Valuta mit geringen Mitteln das leisten, was österreichische Gesellschaften nur mit Riesensummen leisten könnten und sich daher versagen müssen. Es seien also vor allem sozialpolitische Gründe für die’derzeitige Nichtzulassung der ausländischen Gesellschaft maßgebend. Der Verwaltungsgerichtshof gab der B^chwerde Folg e, hob die angefochtcne Entscheidung als ungesetzlich auf und sprach damit die Zulassung der schwedischen Gesellschaft in Öesteireich aus. In 4er Begründung wird hervorgehoben, daß für die Z u 1 a s s u n g einer ausländischen Gesellschaft schon die r e c h t i i c h e Reziprozität genüge, gleichgültig, ob sie von Oesterreichern ausgehlitzt werden könne oder nicht Börse für landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzcitung“.) Die Frequenz der Wochenbörse war eine sehr günstige, dennoch trug das Geschäft ein ruhiges Gepräge, nachdem Interessenten aus dem Auslande, hauptsächlich solche aus Tschechien, fehlten. Im Transltohandel kam es nur vereinzeit zu kleineren Abschlüssen zu irregulären Preisen, die für die Beurteilung der Marktlage nicht maßgebend sind, , aber auch der Lokalkonsum beschränkte sich in den meisten Fällen nur auf Deckung des dringendsten Tagesbedarfes, da ihan allgemein auf eine Besserung des Kronenkurses und damit aut eine Verwöhlfeilung der Zerealien hofft. Im Vordergründe des Interesses stand inländisches Korn, das zü.‘K 250 bis 260 leichtest Unterkunft fand, wogegen W e i z e n zu K 300 und H a f e r zu K 300 bis 305 nur schleppend Unterkunft fanden. In Hafer ist genügend Material im. Markt, allein für diesen Artikel macht sich nur Interesse zu Lieferungs- Zwecken bemerkbar, während eine Kohsumfrage fehlt. Bj* ä u g e r s t e, heimischer Herkunft wurde zu K 300 umgesetzt, rumänische Gerste exekutiv zu tschechischen K 1.61 Oderberg verkauft. Bohnen, die im Wöchenlauf besserer Auslandsfrage begegneten, waren mit Rücksicht auf die rückgängigen Westdevisen vernachlässigt. Die Forderungen für jugoslawische Ware waren unverändert. Durch die niedrige Bewertung der Mark in Zürich haben die Reispreise in Hamburg automatisch angezogen. Burma II wurde zu 13.25 Mark, Saigoon I zu 12.75 Mark, und Siam garden unglaciert zu 13 Mark waggonfrei Mamburg vergeblich offeriert. In K a r t o f f e 1 n und R a u h f u 11 e r fehlen entsprechende Zuzüge, weshalb von einem Normalverkehr nicht berichtet werden kann. Die Preise sind anziehend. Mehl verzeichnete lebhaftes Konsumgeschäft, aber auch für Rechnung Tschechiens konnten im Wocheniaufe beträchtliche Mengen abgeschlossen werden, zumal hier Budapester Nuller weit unter Budapester Parität erhältlich ist. Die für Budapester Nuller erzielten Preise steilen s'ch auf K 570. Die landwirtschaftliche Lage findet eine günstige Beurteilung; Die Felder haben genügenden Schneeschutz und da die Anbaufläche normalen Umfang aufv/eist, sind die ersten Vorbedingungen für einen günstigen Ertrag ln diesem Jahre gegeben. Börsen-Kommlsslonsgescfoälft und 1 Wechselstube NAQIO & €®. 1 Wien» I.» Hohenstaufengasse 131 4027 j Die Lodzer Großindustrie, welche aus 76 großen Fabriken besteht und üblr 45.000 Arbeiter beschäftigt, arbeitete die ganze Woche vor den Feiertagen. In den übrigen 76 Fabriken wurden von den bisher beschäftigten Arbeitern 4 bis 5 Prozent entlassen. Die polnische Darlehenskasse hat es den größeren Firmen ermöglicht, durch die erteilten langfristigen Kredite ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen und die Zahl der Arbeitstage zu vermehren; So sind zum Beispiel in mehreren Wirkwarenfabriken in der letzten Zeit 3000 Arbeiter angestellt worden. In der Trikotagenbranche herrscht trotzdem andauernder Stillstand^ man hofft, einen Teil der lagernden Ware auswärts zu verkaufen, was die Lage wesentlich bessern würde. In den naheliegenden Städten Tomaschow und Zgierz ist ebenfalls eine Besserung fühlbar. Allgemeine österreichische Baugesellschaft. In Ausführung der in der außerordentlichen Generalversammlung vom 16. d. M. gefaßten Beschlüsse wird das Aktienkapital von 15 Millionen auf 30 Millionen erhöht. Von den neuen Aktien ä Nom. K 200 mit Dividenden-' berechtigung ab 1. d. M. werden 30.000 Stück zum Preise von K 3700 tel quel pro Aktie den bisherigen Aktionären, in der Zeit vom 30. d. M. bis 9. Februar 1922 in der Weise zum Bezüge angeboten, daß auf je fünf alte Aktien zwei neue entfallen. Die restlichen neuen Aktien wurden zu einem Teil von der Gemeinde Wien angefordert, zum anderen Teil zu einem höheren Kurs von einem Sperrsyndikat erworben. Kux, Bloch & Co., Wien. Wie wir hören, ist nunmehr die handelsgerichtliche Eintragung der unter komman« ditarischer Beteiligung der Bankhäuser Mendelssohn & Co., Berlin, Mendelssohn <L Co., Amsterdam, und Kleinwört, Sons <& Co. London, sowie der Maatschappij voor banken handelsondernemingen, Amsterdam, errichteten Wiener Bankfirma Kux, Bloch <L Co. erfolgt. Persönlich haftende Gesellschafter sind die Herren Emil Kux, bisher Direktor der Ejöh mischen Union-Bank, Prag, Dr. Viktor Bloch, bisher Direktor der Allgemeinen Verkehrsbank, Wien. Alfred Manovill, Einzelprokurist im Bankhaüse Mendelssohn & Co., Berlin. Herrn Emil Kraus, bisherigem Direktor der Bank- & Wechselstuben-Actien-Gesellschaft „Mercur“, Wien, ist Einzelprokura erteilt worden. Zur Sanierung der Banque industrielle de ChinL. Aus Paris wird berichtet: Die Kammer hat den Gesetzentwurf angenommen, womit die Regierung ermächtigt wird; mit China über einen Vertrag zu verhandeln, wonach die von China an Frankreich geschuldeten Annuitäten für eine Kreditoperation verwendet werden sollen, die den Zweck hat, die materiellen und moralischen Interessen Frankreichs im äußersten Osten zu schützen. Bekanntlich handelt es sich bei diesem Gesetzentwurf um die Sanierung der Banque Industrielle de Chine. Die Notlage der slowakischen Industrie. Aust Bratislava wird' uns gemeldet: Die andauernde Bedrängnis der slowakischen Glasfabriken gab dem tschechischen Ministerium für soziale Fürsorge Anlaß, einer interministeriellen Kommission den Auftrag zü! geben,' Sich mit der Situation dieses Industriezweiges zU befassen;'Verschiedene Unternehmungen befassen sich nämlich, wite verlautet, mit dem Plane, ihre Betriebe nach Rumänien zu verlegen. Die Lage der slowakischen; Kohlen-» gruben ist auch unerfreulich und es wird wahrscheinlich zu einer großen Arbeiterentlassung kommen müssen. Infolge Absatzmangels sehen sich die Koburg-Werke in Trnawa veranlaßt, ihren M a s c h i ii e n f a b r i 1c s b e t r i e b auf-, zulassen.? Ursprungszeugnisse für 8. H. 8. Laut Rundschreiben der serbischen Finanzbehörde an die, Zollämter in S. H. S; sind Ursprungszeugnisse für Warensendungen in Postpaketen nach 8. H. 8. nicht mehr erforderlich; es genügt die der Postsendung beigeschlossene Post-Zolldeklaration. * Beibringung von Fakturen für Sendungen nach Polen. Die Handelskammer teilt mit, daß auf Grund einer Verordnung des polnischen Finanzministeriums j e d e r Se n düng, selbst auch dann, wenn Waren persönlich nach Polen mitgeführt werden, zu zollstatistischen Zwecken Fakturen, Schlußbriefe oder sonstige Belege beizuschließen sind, aus denen der Wert der Waren hervorgeht. Falls solche Belege nicht beigebracht oder dieselben als nicht genügend erachtet werden, werden die versendeten, beziehungsweise mitgeführten Waren mit einem Sonderzollaufschlag von 10% belegt. Verzollung österreichischer Waren nach den Maximalzollsätzen. Die Wiener Handelskammer teilt mit, daß im Hinblick auf mehrere Beschwerden, die dem Handelsamte in den ersten Tagen des Monats Jänner über die Verzollung österreichischer Waren in Jugoslawien nach den’dortigen Maximalzollsätzen zukamen, der jugoslawische Finanzminister die Zollämter angewiesen habe, den Importeuren über deren Ansuchen die Differenz zwischen dem Maximal- und Minimalzoll, welche sie bei der Einfuhr von Waren österreichischen Ursprungs ■— beginnend mit dem 1. Jänner bis zu dem Tage, an welchem die Zollämter die Verordnung über die Verlängerung des Handelsvertrages erhalten haben — eingehoben haben, z u r üc kz uzahle n. Dies hat ohne Rücksicht auf die Höhe der Summe, die zurückzuzahlen ist, und ohne besondere Bewilligung seitens der Generalzolldirektion zu geschehen. , ■ . Die Devisenkurse. Zürich, 28. Jänner. (Devisenkurse. — Mitgeteilt von der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 2.55 (2.52%), Holland 188.25 (189.-), New York 513.- (514.-), London 21.76 (21.73). Paris 42.05 (41.75). Mailand 22.75 (22.65), Brüssel 40.25 (40.-), Kopenhagen 102.25 (103.-), Stockholm 129.— (128.25), Christiania 8Ö.75 (80.50), Madrid 77.25 (77.10), Buenos Aires 182.50 (177.50), Prag 9.95 (9.95), Budapest -.72'/, (-.70), Agram 1.65 (1.65), Bukarest—.— (—.—), Warschau —.16(—.15), Wien Geld —.14 (—.14), Wien Ware —(—), Oesterr. gest. Kronen Geld —.08 (—.08), Oesterr. gest. Kronen Ware Amsterdam, 23. Jänner. (Devisenkurse.) London 11.56(11.56%), Berlin l.36%(1.35%),Paris 22.371/, (22.27V»), Schweiz 53.27 V» (53.50), Wien -.08V, (-.08%), Kopenhagen 54.45 (54.70), Stockholm 68.40 (68.45), Christiania 43.80 (42.85), New York 272.50 (273.50), Brüssel 21.35 (21.32V»), Madrid (41.05), Italien (12.07%), Budapest —(—.—). ‘Berlin, 28. Jänner. (Devlsenlcurse.) Wien altes —(—.—). Wien abgestcmpelt 5.78 , (5.78), Prag 390.10 (391.60), Budapest 29.27 (28.72)»