Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1077 (28.1.1922)
- Date
- 1922-01-28
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2980129-2980157--10084-2996399- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Zelte 6 Men, Samstag* _ Fertige Anzüge Ueberröcke und Mäntel zu Eröffnungspreisen Naschsnarkt-Warenhaus, I. Linke Steil 44 putzem, wamn’s z’Haus hatschen,« Besondere ,beärog®tig-emd wirkt die Drohung des flcriegstüchitigen tta-uisbesorgers, das Haus fürdenhiin nicht zu bewachen. Wus soll nur aivä uns werden, wenn die Rnau HauiShe-or^ gerin in Zukunft nkhit mehr von acht bis zehn »grad nur ein'kau'fenc, wn zehn 'bis eins »in der Bedienung«, ,von eins bis drei bei einer »Leich’«, Von drei bis Sechs aber auf Besuch ist? Wer soii künftig unsere Kkinen lehren, Schuhe putzen und die Räuberbanden abweihron, die beständig das Haus umlauern? Wehe dir, Wien! Deine Hausbesorger wachten mit dem Degen im der Hand, sie wachten Tag und Nacht, bereit, jeden Einbrecher, der sich freiwillig bei ihnen stellte, mit dehi Kehrbesen ndederzuschiießen. Nun ist’s vorbei. Seit der Einführung des Haustorscihlit£‘sels ist die Welt ent*- göttert. Die Hausbesorger streiken und niemand Weiß es. Man fällt seither nicht einmal seltener auf dem ÖlatL eis. Uöbrigens werden die Forderungen der Hauswarte schon z-nrfr Teile anerkannt. Die Parteien sind mit Bestellung der Grafewohiming und Beleuchtung einvecstaimden, die Hausherren bewilligen dis zweithunideirtprozentige Erhöhung des ReinigungsgeldsZ. Trotzderh naht eine schwere Krise heran. Haus meist erlös starrt der wohl.gezogene Mieter ins schwarze Nichts der Verzweiflung. Ein Trost erblüht iihm. Der Hausbesorger streikt, aber sein wackeres Weib hat sich nur zu einem Teüfstreik verstanden: Die Stiegen kehrt Sie zwar nicht, aber treu und pflichtbewußt schimpft sie hinter jeden Treppen Steiger drein. Wenn alle untreu Wenden . . . Kater Mu-rr. * Die Notlage des Rekotivaleszentenheims »Philanthropia::. Man schreibt uns: Das Rekonvaleszemten- und Erholungsheim »BhiHamthiroipia« in Wien XIII., Laiiuzerstraße 172, steht InfcCge der enormem Verteuerung des Betriebes vor der Gefahr gänzlicher Schifessung. Nur eine großzügige Hilfe von außen Vermag dieses jüdische, zweckmäßig eingerichtete Rekomwaileszenienheim vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Der gerühmte Sinn Unseres Volkes für Hif.feCei'stung in der Not soll sich auch diesmal bewähren. Darum gebe jeder rasch und reichlich und trete auch dem gleichnamigen Verein mit einem zeitgemäßen Jaihres’bei'trag dauernd als Mitglied bei. Insbesondere an die Frauen ergeht def Ruf, einander zu übertreffen an Oipfersinin und Nächstenliebe, um das einzige österreichische Erihplungsihelm für arme jüdische Frauen und Mädchen zü retten. Spenden sowie Naturalien und MitgMetdtean'mdldinngeii können dehi Rekon^alsKzeMsnheiin direkt übermittelt werden. * Hans Wißckek gestorben, Gestern Ist in Wien 'der Gründer, der Freiwilligen Rettungsgesellschaft HättS W i! c z e k im 84. Lebensjahre gestorben; Er ist ln deö wissenschaftlichen Kreisen als einer der Förderer der Nordpolexpedition Payer -Weiyprecht bekärifltgeworden. Et war ein Menschenfreund, der in seiner öffentlichen Wirksamkeit keine Schranken nach dehi Bekenntnis kannte. Das geistige Wien verliert in ihm einen noblen, allen Aeußerlichkeiten abholden Marin» * Vereinheitlichung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Mit der Xlll. Durchführungsverordnung zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, die im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wird, werden die gesetzlichen Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, die durch die Krankenkassen zugleich mit den Beiträgen zur Krankenversicherung eingehoben werden, vom 30. d. M. an allgemein mit 15°/0 der Krankenversicherungsbeiträge festgesetzt,* hiedurch ist die Einteilung der Betriebe in Gefahrenklassen der Arbeitslosigkeit, welche bisher für die Bemessung der Beiträge maßgebend waren, aufgehoben. Nunmehr gilt ein einheitlicher "Prozentsatz für alle Betriebe. Von den Beiträgen belastet die Hälfte den Arbeitgeber, der berechtigt ist, die andere Hälfte dem Arbeitnehmer vom Lohn oder Gehalt abzuziehen. * Streik der Glasarbeiter im Isefgebiet. Aus Prag wird gemeldet: Die Glasarbeiter im Isergebiet sind, wie die Blätter melden, infolge Ablehnung der Forderung nach einer Teuerungszulage gestern in den Streik getreten. Seitens der Arbeitgeber wird als Vorbedingung für Verhandlungen die Wiederaufnehme der Arbeit gefordert * Wetterbericht. In ^Mitteleuropa ist das Wetter bei schwacher östlicher Luftbewegung klar und sehr kalt. Nur am Südostrand der Alpen ist es bei leichtem Schneefall trüb. In Oesterreich nimmt der Frost Vom Osten gegen Westen ab. Wien hatte mofgehs —*13, mittags -—6 Grad, Innsbruck morgens — 5, mittags plus 1 Grad; Am kältesten Et es in Galizien mit Mlttagstemperaturen von — 17 Grad. — Vorhersage: Morgens durch starke nächtliche Ausstrahlung sehr kalt, tagsüber geringe Milderung des Frostwetters. * Preise in Kiew. Der ukrainische Pressedienst meldet aus Lemberg: Am I. Jänner 1. J. stellten sich die Preise in Kiew foigendermassen : 1 Pfund Brot 7000 Rubel, 1 Pfund Speck 60.000 Rubel, 1 Pfund Butter 70.000 Rubel, 1 Pfund Fleisch Fleisch 18.000 Rubel, ein Häuptel Kraut 30.000 Rubel. * Mitteleuropäische Zeit in Polen. Aus Warschau wird gemeldet: Die Verwaltüngskommissioh des Landtages hat sich für die Einführung der mitteleuropäischen Zeit In Polen vom 1. Juli 1922 an erklärt. Der Landmarschail wurde aufgefordert, einen diesbezüglichen Gesetzentwurf baldigst auf die Tagesordnung des Landtages zu setzen. * Christenmorde in China. „Libre Belgique“ zufolge sind in China mehrere Christen, darunter ein Missionär, ermordet worden. . j * Aufschub der Abreise der Exkaiserin Zita. Aus Madrid wird gemeldet: Exkaiserin Z i t a hat ihre Abreise aufgeschoben und ihren Reiseweg geändert Dfe'Kinder der Exkaiserin werden mit ihrer Mutter in Madrid Zusammentreffen. * Die Abgeordnete Luise Zietz gestorben, Atw BerGm wird gemeldet: Die Reiohatagsabgeordncte Frau Zietz, die in der vorgestrigen Reic/hstagssitzung wähdend dor Rede des Grafen Westarp einen Ohnmaohtsanfalls].erlitten hatte, ist gestern gestorben. Luise Zietz wair ein bekanntes Mitglied der Unabhängigen. * Der heilige Ambrosius bestohlen. Aus Rom wird gemeldet: Aus dem Sarkophag des heiligen Amhroy.tuis i-n Mailand wurde ein Ring und eine Schließe gestohlen. mEN^'MÖRGENZETTtm'ö' P fänner W . ... — .—,1—VfKfrryr*J— — -- NtTÖT? An die geehrten Abonnenten > der „Wiener Morgenzeitung“. Neuerliche, nicht unerhebliche Mehrkosten unseres Betriebes, verursacht durch die Steigerung der Preise aller zur Herstellung der Zeitung notwendigen Materialien sowie der Löhne, nötigen uns, die Bezugsbedingungen den erhöhten Gestehungskosten anzupassen. Die Erhöhung wurde iutf in dem unbedingt nötigen Ausmaß vorgenommen und trifft nur unsere österreichischen Bezieher für das Ausland gelten die bisherigen Bezugspreise. Ab 1. Februar 1922 gelten folgende Abönnementsbedingungen;w Bezugsbedingungen: Abonnement füt Wien (zum Abholen im Expedit oder in der Verschlelßstellen) monatlich .. K 1200.—*- Oesterreich, monatlich K 1200.— Tschecho-Slowakd monatlich . tschech K 20.— Föten monatlich . Jugoslawien monatlich . Deutschland monatlich . Rumänien monatlich . . Bulgarien monatlich . » Holland monatlich . s . Italien monatlich . „ » Schweiz monatlich. . . Frankreich monatlich. . Belgien monatlich . . . England monatlich. . . Amerika monatlich . . « . poln. Mark 600»— . . . Dinar 18.— . . , .Mark 25»- . . *■ Ui 85.- . . < . Leva 35.— - . . holl. fl. L5ö . i . Lire 6.— Schweiz. Frcs. 3.— * . »Frcs» 6»— . belg. Frcs» 6.— . Sh* 3»— . * Donar 0.50 Einzelnummer ab 30. Jänner für Wien . K 45.— Morttagsnummer.. . .. K 30.— Zahlstellen: OesterreichisChes Poätsparkassenkdnfö 150.693; tschechoslowakisches Pöstspafkässenkonto (Präg) 59.35L Polnisches Pa&tspärkäsBenköhto(Wäf§diäü) 190.221 Deutsches Postscheckkonto (Berlin W 7) 108.722; Rumänien (Czernowitz): Allgemeine Depositenbank Ciiöiowltz. Jugoslawien : Postsparkassenkonto (Zagreb) 40.085, Italien: Söcieta di credito commerciaie Trieste, Via Mazzini 30. Die Verwaltung der »Wiener Morgenzeittüigw Wien, II.» Taborstraße 1—3 1 Telephon 44.038, 43.319. * Das rasende Auto. Die Behörden des Staates New Vork beabsichtigen strenge Vorschriften für den Kraft wagenverkehr hsULUSZUgeiben, da im vergangenen Jahre nacht weniger ads aöoo Psrsonsn d/ufoh Kraftwagftrouirifälte getötet iwnd gegen 40.OOÖ vefletzt worden sind. ■ ■ Reiche Erbschaft eines Spitals. Aus LöftidOh wird gemeldet: Der Nädifeß des Lord Mountstephen beträgt gegen 1,414.000 Pfund Sterling. Hatijptetrtbe dist das König-Eduaird-SlpitaL * Irrtum eines Kassiers, ln der Wechselstube einer Bank def Wieden zahlte der Kassier für gekaufte Valuten um Kl 80.000 gestern zu viel aus. Der Verkäufer der Valuten wird ersucht, das zu viel erhaltene Geld zurückzuerstatten, da der Kassler haftpflichtig ist. * Eine originelle Maskenredoute veranstaltet der Verein Ahawath zion am Sonntag den 29. d. M. in Kadrmanhs Saajiokalitäten. Näheres siehe Inserat * Heute Punkt 9 Uhr findet in den Konzertsälen des Atanchnerhof Excelsior-Palast, VI., Marlähiiferstraße 81, die diesjährige erste Zukunft re doute statt. Tanzorchester J. W, Ganglberger. Im Gemütlichen Schrammelquartett. Im gelben Saal Mitternachtskäbafett unter Mitwirkung der Damen: Pol di Bauer, Ida Ruska, Trude Tfäübert und der Herren : Max Bröd, Otto Glaser. Am Flügel Komponist Bruno Graniehstettea. Kartenverkauf: Münchnerhof Excelsior-Palast, Stafa, A. Herzmansky, Kehlendorfer, Gusti Schmidt, Annoncenbureau Guttmann und an der Abendkasse* Vereine, Vorträge und Versammlungen. Sephafdlseh-akademischerVerein Esperanz a. Heute, 8 Uhr abends, im VeVelnslokai, It., Novarägasse'27, Vortrag Dr. Schmitz: Östjüdische Literatur, uäste willkommen. — H i t a c h d u t h. Heute, 7 Uhr abends, Gldckengasee 30, dringende Versammlung. Referenten Kaplan und Dr. T a r t a k ö w e r. Die Mitglieder werden ersucht, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Sonntag, 6 Uhr Vormittags, Sitzung des W a a d. . — J tt d i 8-c h e Vol k 3 b i b 1 fo th 8 k 2 i ö fl. Heute, A/fi5Uhr, Aussöhußsitzung, *«* V erst» zionistischer HoehschülerTheodorHerzI Heute, präzise 8 Uhr abends* IX,, Liechtensteinstraße 11, G e n e r a 1- Versammlung. — Hebräischer Klub, 1L, Taborstraöe 1. Heute, ‘48 Uhr abends, hebräische Sieha unter Leitung des Herrn Dr, Jakob 8 ä ß über die Aufgaben und Rolle des jüdischen Arztes. Hebräiechsprachende willkommen. — Palästina-Lektion des akademischen Vereines jüdischer Mediziner, IX., Liechtensteinstraße 11/13. Heute, Ohr nachmittags, Mitgliederzusammenkunft. Vortrag med»«abinowicl. — Jugendverein Ahawath Zion, 1I„ Kleine Zufahrtsstraße 180. Heute, l * * * * * 7 8L1 Uhr abends, letzte Festkomiteesitzung. Die bis heute nicht verrechnten Karten werden als verkauft betrachtet L e 0 p o 1 d s t ä d t e r V 01 k 8 h e 1 m, ff., Zirkusgasse 48. Heute, 7 Uhr abends, Privatdozent Dr. Eduard Helly: Die vierte Dimension. Karten zu K 20. U r a n 1 a. Heute, halb 3 Uhr (Großer Saal): Schülervortrag : Wehn die Flocken fallen. Die neuen Alpenbahnen. — 5 Uhr (Großer Saal): Der Kampf mit dem Berge. I. In Sturm und Eis. — Halb 6 Uhr (Kleiner Saal): Beethoven: Zehn Klavier - Vioffn - Sonaten. — 5 Unr (Kurssaal): Regierungsrat Ingenieur Josef L ö w y: Der nichtstationäre elektrische S'im. VI. — Halb 6 Uhr (Klubsaal): Univ.- Lektor Dozent Marius ,• F a b e f : Rednerschule, II. — Halb 6 Uhr (Großer Saal): Zum ersten Male: Richard Wagner.— Halb 8 Uhr (Kleiner Saal): Anton Amon, Vorlesung: Humoresken, Schwänke und Schnurren. — Halb 8 Uhr (Kurssaal): Dr. Rudolf B e r a n e k r Farbenharmonien. — Halb 8 Uhr (Klubsaal): Professor L Dr. Oswald R 0 s s 1: Psychoanalyse, IIL Ernährung. Der Marktbericht Die Aufwärtsbewegung der Preise für. die feben$« wichtigsten Artikel ist noch immer nicht zum Stillstand gekommen. Entsprechend der Preissteigerung auf den vorgestrigen Märkten in St. Marx haben sich auch gestern im Großhandel in der Großmarkthalle empfindliche Preiserhöhungen durchgesetzt. Es verteuerten sich Fettschweine um K 20, Fleischschweine, Schweinefleisch und Schafe um K 50, Kälber, Lämmer, Ziegen, Schweinsinnereien um je K 100, Prima-Kalbfleisch sogar um- K 250 per Kilogramm*- Im Kleinverkauf erhöhte sich der, Preis für Kalbfleisch um K 100 per Kilogramm. DIS Verteuerung griff auch auf den Goöügelmärkt über,. wo geradezu. phantastische Preise gefordert werden. Steirische Poulards notierten mit K 3000 m K 4500, ungarische Poulards mit K 2000 bis K 2200, HÜhtter mit K 1200 bis 1600, Gänse mit K 2100 bis 2500,; Enten mit K 2100 bis 2600 per ’ Kilogramm. Auf dem Wildpretmarkt waren Hasen ohne Fell zum Stückpreis von K 3600 bis 3800 angeboten, auf dem Fischmarkt sah - matt toten Schilf ZU K 3300 bis 8600, dar reißenden Absatz fandt Mari konnte im allgemeinen trotz der erhöhten Preise sowohl Im Großhandel als auch im Detailverkauf sehr lebhaften Verkehr beobachten. Das Angebot an Rindfleisch war ausreichend, Schweinefleisch war gleichfalls in bedarf^ deckenden Mengen vorhanden. Besondere Nachfrage herrschte nach Fett, obwohl sich ein Kilogramm Filz bereits auf K 2200 bis 2400 stellt. Mit der Bahn waren gestern fünf Waggons mit verschiedenen Fieischgattungeft eingetfößerii und zwar zwei Waggons aus Jugoslawien mit 7*8 t Schweinen und 0;4 t Pferdefleisch, ein Waggon aus Polen mit 10 t Pferdefleisch und ein Waggon aus Ungar# mit 5‘9 t Schweinen und Kälbern, Aus dem Lagerhaus war eia Waggon mit 8 t Rindfleisch zur Verfügung gestern worden* D|e Grünwarenmärkte waren mit Gärtnerwaren mangelhaft beschickt, doch reichten angesichts, der geringen Nachfrage die Vorräte aus. Die Folge der mangelhaften Beschickung ist ein weiteres Anziehen der Gemüsepreise. Kartoffeln fehlten gestern vollständig auf dem Nasehmarkt» Die Vorräte des. Lagerhauses in Schwechat; aus welchem dänische Kartoffeln in der letzten Zeit zugeführt worden wären, sind erschöpft.» Von Montag ab gelten für iniänd sche Kartoffeln neue erhöhte Preise. Man hofft, durch die Erhöhung der Preise eine bessere Beschickung zu erzielen»' Inländische Kartoffeln werden nunmehr zirka K12Ö im Großhandel kosten im Kleinhandel auf den Märkten K 152. in den Bezirksgescbäften K 138 per Kilogramm. Eier fehlten auf den Märkten. Vereinigung\ füd. Forscher, Schriftsteiler und Ktinstier „Haruach“ in U/ien GROSSER KONZERTHAUSSAAL Montag, 30. Jänner 1922,? Uhr illlillilllllUilliilllS Abend i iiiiliiiiiüiiiiiiiiiil AUSPÖHRENDE: Hermine KITTEL (Staafsoper), Pfrüt, J. WOLFSOHN (Klavier), Prof. G. FEIST (Violine), Stephan AUßER (Cello). Das Symphonieorchester, Dirigent: Prof. S. BRASLAWSKY 418 Hartem Mörgenzeifftng, Konzerthaus.LOwit, Kehlendorfer,Mda Bühne und Kunst. Verein Freie jüdische Volksbühne« Das stärkere Anwachsen der Mitgtiederzahl — ein Beweis, wie sehr die Freie jüdische Volksbühne unter den jüdischen Massen Fuß gefaßt hat — macht es erforderlich, daß die MitgHedervofstellungen entsprechend vermehrt werden. Ab Februar d. J. finden bis auf weiteres im Lustspieltheater j eden Sonntag nachmittags Mitglieder« Vorstellungen, statt» Die an Samstagen nachmittags üblichen Mitgiledervorstellungen entfallen daher» Mitglieder, die bei den Mitgliedervof- Stellungen an Sonntagen nachmittags von ihren Benifizieu keinen Gebrauch machen* können zu den Abendvorstellungen nur an Wochentagen im Vereinssekretariat Regiekarten (eine Karte im Monat) und 50% Ermäßigung erhalten. Es gelängen im Monate Februar als Mitgliedervof** Stellungen zur Aufführung: Lohntag den 5. d. M. und 12» d. M. ßäöu wirti (Diebe), Drama in 4 Akten Von fV Blmko. Regiebeltrag für Mitglieder K 60.—. Sonntag den. 29. d. M. findet eine Wiederholung der L V o 1 k 8 - M a 11 n e e-(Goldfaden und Warschawskl ge* widmet) statt. Für Mitglieder Regiekarten zu K 200.—, löö,—, 30.—. Beginn jedesmal präzise 3 Uhr. Regiekarten sind im Vereinssekretariate!!., Untere Augartenstraße 11 (Cafä Rembrandt, Telefon Nr. 40-3-31), an Wochentagen von 7 bis 9 Uhr abends (an> Samstagen von 6 bis 8 Uhr abends), an Sonn- und'Feiertagen von 10 bis 12 Uhr vor* mittags und ln den Zahlstellen erhältlich. Es sind folgende neue Zahlstellen errichtet worden i Cafd Berlin, ll., Wolfgang Schmälzigasse (Montag 7 bis 9 Uhr abends), Cafd Löffler, 1L, Zufahrtsstraße (Mittwoch 7 bis 9 Uhr abends), Cafe Magnet, II., Obere Donaustraße 1 (Dienstag 7 bis 9 Uhr abends), Jüdische Arbeiterküche, 11., Blumauergasse 1 (Donnerstag 7 bis 9 Uhr abends), Bürgercafe, 11., Praterstraße (Samstag 7 bis 9 Uhr abends), Cafe Stephanie, II., Holiandstraße (8 bis 10 Uhr abends), Jüdischer Hochschulausschuß, IX., Mariannengasse 32 (im Sekretariat jeden Dienstag 1 bis 2 Uhr nachmittags), ln den Zahlstellen sind Regiekarten und Anweisungen auf 5ö%ige Ermäßigung erhätlich. Mltgiiederaufnahme täglich im Vereinssekretariat und ln den Zahlstellen. Eiiischreibegebühr K 100 (Mindestbeitrag)* Monatsbeitrag K 50. (Beim Eintritt doppelter Betrag für den ersten Monat). Mitgliederbenifizien: Monatlich eine Regiekarte zu den Mitgliedefvorstellungen und 50% Ermäßigung zu allen Vorstellungen an Wochentagen mit Ausnahme von Samstagen, Sonn- und Feiertagen, Pre- > «vieren und Sondervorstellungen.