Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1076 (27.1.1922)
- Date
- 1922-01-27
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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.i. I . ja:;pvi i .h. lySiiL der Nähe von Belgrad, nächst Sormpolanda, ein^r Kessele.xiptlos'ion zum Opfer fiel. Kapitän Mäin'b-urg äiätte während seiner Abwesenheit von Wien seine Gattin durch den'Todv-erloren und war'bisher, seiner Heimisit feirngeblieben'. Im Dezember v. J. ist er hach Fkwtie gefahren, um dort einen .ihm gehörigen Wald um eine Million Lire der italienischen. Holzindustrie zu verkaufen. Er war gegen Unfall bei. der italienischen Versichenmgsgeselisciha'ft »Union« in Genua auf d re i M i 11 i o n e. n Li re v e rsichert und durch seine'.bei der Kesselexplosicn erlittenen Verletzungen eingetreteiTe Invalidität war die Versicherungssumme fällig geworden. In der ersten Jännervvöche begab sich der Kapitän nach Genua/um die' Vers iahe ruingstsumtne zu beheben. Er erhielt‘wahrscheinlich bloß als A nzahlung 2V2 Millionen Lire. Die Summe dürfte der Kapitän bei sich getragen und im Auto versteckt haben. In Genua hat er, wie aus Briefen aus seiner Hand hervergebt, auis dem Nachlaß einer dort verstorbenen Oesterreidiers ein Automobil um den Betrag von -4.5.000 Line gekauft. Von Genua hat sich Kapitäir von Main bürg mit seinem Auto nach Rom begeben,, wo er im Hotel »Matestic« abstieg. Er wollte bei dem Fipanzminister die Bewilligung dafür erhalten, die 2V2 Millionen Lire ausführen zu dürfen. Aus Rom sendete er am 16. d. M. ein Telegramm an Herrn Frömmel, demzufolge er mit dem Auto von Rom nach Wien reisen wollte. Als Stationen der Weiterfahrt waren Florenz, Ferrara (23. Jänner), Venedig (24. Jänner)’ und Tarvis (25. Jänner) geimmnt. Gestern abends wollte, er in Graz anikommen und im Hotel, »Eleiphant« ab- »teigen. Herr Frömmel, der Bürgermeister von Vöslau und die im Wien lebende Todhter des Kapitäns Mainburg waren gestern früh in Wien eingetroffen, um nach Graz »u fahren und Mainbürg zu begrüßen. Sie. wurden .erst durch die Nachricht der Zeitungen von dem gräßlichen Verbrechen in Kenntnis, gesetzt. Kapitän; Mamburg ist mit seinen Angehörigen pnunt erbrochen im . brieflichen und telegraphischem Verkehr gestanden und aus seinen Mitteilungen wurde geschlossen, daß er außer dem italienischen Gelds noch 8000 bis 12.000 D 01 l.a t bei.sich gehabt haben dürfte. Der mit »Willy« Unterzeichnete Brief, der bei der Leiche gefunden wannJe, rührt von der Hand des Herrn Frömmel her. Auf die Ergreifung des Mörders hat die Familie eine Betöhnumg vom 20.000 Lire ausgesetzt und außerdem 10 Prozent des zustande gebrachten Gutes. Der Hausbesorgerstreik. Gestern hart der Hauisbesorgerstreilk in ganz (Wien eingesetzt. Die Hausbesorger funktionieren nur noch als Hauswarte, sie öffnen und schließen die Tore, versorgen Boden- und Kellerschlü&sel, be-7 leuchten Gänge und Stiegen und Öffnen in der Nacht gegen Entgelt, pie Reinigung der Stiegen und des Trottoirs entfällt. - Heute werden die Verhandlungen mit der Gemeinde Wien wegen dar Trottoirreinigung beginnen und ihnen werden sich die mit dem Hausbesitzern an schließen. Streik der Spcditionsbeaitifesn;: Die Angestellten der Wiener Speditionsfirmen fiabsn anfangs Jänner eine 'Erhöhung ihrer Bezüge um 70 Prozent verlangt und ihre Forderung nicht nur mit der immer mehr zunehmenden Teuerung begründet, sondern auch mit dem Hinweis, daß die Beamten und Beamtinnen der Speditionsibrancihe im Vergleich zu den Angestellten aller anderen Unternehme rgrutppien materiell sehr ungünstig gestellt seien. Die vorgesehenen Gehaltsstufen bewegen sich zwischen 60.000 Kranen in der höchsten Klasse und 20.000 Kronen monatlich. Die meisten Firmen gaben ohne größeren Widerstand' die Berechtigung der Forderung zu, doch scheiterte eiin Einvernehmen zwischen der Organisation der Spcditiousangestel.- fcen und der Vereinigung der Unternehmer angeblich am Wid’erstand der Firma Schenker u. Go. Gestern um 10 Uhr vormittags demonstrierten die Speditionsbeamten, etwa 6000 Personen, wegen ihrer Gehaltsforderungen. Sie zogen in geschlossenen Reihen durch die Wipp- Jinger&traße auf den Hohen Markt vor das Verbandslolkal der Spediteure. Der Zug erregte viel Aufsehen tmd veranlaßte viele Geschäftsleute, ihre Läden zu schließen. Es ereignete sich kein Zwischenfall. Eine Abordnung teilte den Arbeitgebern mit, d?ß die Beamten die Arbeit einstellen. Der freid TabakverUauf bevorstehend. Wie wir aus kompetenten Kreisen erfahren, hat die letzte enorme Verteuerung der Rauchmaterialien das erwirkt, was von vielen Seiten vorausgesetzt wurde. Da nach genauen Schätzungen mehr als ein Viertel der Raucher die neue Raucherlcarte gar nicht mehr behoben hat, und viele Raucher infolge der zunehmenden allgemeinen Verteuerung zum Teile gänzlich das Rauchen einstellten oder zum Teil verkürzen mußten, erleidet der Staat und die Trafikantenschaft eine große finanzielle Einbuße Und ist zu erwarten, daß das Ende der Raucherkarte erfolgen und der freie Verkehr mit Rauchmaterlalien bald bevörsteht. * Ein Hund, der seinen Herrn erschießt. Ein eigenartiger Unfall mit tödlichem Ausgang hat sich, wie, ungarische Blätter melden, dieser Tage in der Ortschaft Bäel im Biharer Komltat zugetragen. Ein angesehener Wirtschaftsbesitzer begab sich dieser Tage mit einigen Freunden auf die Jagd, in deren Verlauf die Gesellschaft sich vor der Jagdhütte um ein offenes Feuer . gruppierte und zum Mlttägmahl Speckscheiben braten ließ. Der Wirtschaftsbesitzer hockte gleich den Übrigen am Boden und lehnte seine Schießwaffe an sein Knie. Der Duft des bratenden Speck veranlaßte den Jägerhund eu tollen Freudensprüngen um seinen Herrn und bei diesem spiel ereignete es sich, daß der Hund den Hahn des Gewehres seines Herrn mit der Pfote berührte. Die Waffe katiud sich und das Projektil drang iq den Magen des ua- Keren Kajemeth TJisrael, n., Taborstrasse 59, Telephon 40-3-16. Spendea&u sw e i s Nr. 3/2 vom 24. Jänner 1922: ... K 88.500-50. Im Jahre 1922 insgesamt K 1,307.313-17. Zentrale: Dr. Josef Hutschnecker (Kolomea) 2000: IV./V. Bezirk: 150; VI. Bezirk: d. Ing. Schön: Gold-Buch Eintr.: Karl Schwarz in dankbarer Anerkennung eines ihm von seinem Freunde Ludwig Klug geleisteten Dienstes 50.000; Pinsker-Hain: Ing. H. Schlichter 1000, Sammlung J. Steiner &)0; Th. Rix 520; VII. Bezirk; Smlg. Wilhelm Bleistift, Hochzeit Pickholz-Schneid 15.200; XU./XV. Bezirk: Abr. Zahler 2000; XVIII. Bezirk: 20; HitächÖuth: d, Isaak Herzberg: Moritz Marienberg 2600, Georg Helwlng 2178, Salamon Körner 2272* *50, Leo Kamerling 2000, Max Kuner 2200; Aflenz: Smlg. N. K. u. 8. Biegeleisen: Martha Schlesinger 2000, E. Kärwinsky 10Ö0. N. N., H. S., N. N., 8. Baum k 500, Div. 1000. * Dpr Zuschuß des Bundes für die privaten Fürsorgen stalfcen. In Durchführung des Gesetzes vom 16. Dezember 1921, betreffend die Förderung privater Fürsorgeeinrlchtüngen aus Bundesmitteln, hat der Magistrat als politische Landesbehörde die dem Hauptausschuß der gesundheitlichen Jugendfürsorge, dem Charitas-Verband und der Landeszentrale der Tuberkulosenfürsorge angeschlossenen Fürsorgeeinrichtungen zur Bekanntgabe der bei diesen bestehenden Entlohnungsverhältnisse des Fürsorgcpersonals aufgefordert. Die außerhalb der erwähnten Körperschaften stehenden privaten Fürsorgeeinrichtungen haben die ihnen nach dem Gesetz zukommenden Ansprüche bei der Magistratsabteilüng 2, städtisches Jugendamt, 1L, Augartenpalais, Abteilung für Familienfürsorge, bis längstens 4. Februar anzumelden. Die Berücksichtigung späterer Anmeldungen kann nicht gewährleistet werden. Die Anmeldungen werden an Wochentagen von 8 bis 2 Uhr und am Sonntag den 29. d. M. von 9 bis 12 Uhr entgegengenommen. * Silvester in Moskau. In Moskau wurde, wie russische Blätter berichten, trotz der herrschenden Hungersnot der russische Silvester recht lustig gefeiert. Allerdings konnten sich angesichts der sehr hohen Preise nur Sowjetbeamte, Ausländer 1 und Spekulanten den Spaß erlauben, den Silvester zu feiern. Das Reservieren eines Tisches im Restaurant „Empire“ kostete 4 bis 5 Millionen Rubel, ein bescheidenes Nachtmahl für einige Personen kam auf 30 bis 43 Millionen Rubel. Das oberwähnte Restaurant zahlte an Steuern für eine Weinsorte 500 Millionen Rubel. 6 Die Bevölkerung Polens. Nach den bisherigen Ergebnissen der Volkszählung zählt Polen ohne Oberschlesien und Wilna 25,405.000 Seelen. Davon entfallen auf das ehemalige Kongreßpolen 14,884.000, Galizien 7,639.000, die ehemaligen preußischen Gebiete 2,913.030. Die ostgaüzischen Wojewodschaften zählen 5,478.000 Seelen; hievon entfallen auf Lemberg 2,724.000, S t a n i s 1 a u 1,335.000, Tarnop 0 1 1,419.000 Seelen. . 0 Eine orthodoxe Konferenz in Krakau. Vor einigen Tagen fand in Krakau eine Konferenz der „Schlomei Enmnei Israel“, Organisation in Westgalizien und Schlesien, statt, an der 16 Delegierte teilgenommen haben. Die Konferenz beschäftigte sich nur mit organisatorischen Fragen. * Dag Hausierpatent. Im Einlauf zur gestrigen Sitoung des Nationalist es befindet sich eine Vorlage der Bundesregierung, betreffend Ergänzung und Abänderung, des H ausier p a t e n t« und der Vorschriften über andere Wandergewerbe. Danach dürfen neue Bewilligungen nur am Personen verliehen werden, die z tr e i n e m a n d e re n B e; r u f dauernd unge. e i gn e t sind. Hiebei sind Kriegsbeschädigte und Kriegerswitwen .tunlichst zu bevorzugen.. Verlängerumgen von Hausierbewilligungen dürfen-mir unter denselben Bedingungen ausgefertigt werden. Personen, die diesem Voraussetzungen nicht entsprechen und die bereit" eine Hatrsierbewülvgung besitzen, darf diese ausnahmsweise nur bis Ende Juni 1922 verlängert werden. * Ein Eheverbots-Antrag. In der gestrigen Sitzung des Nationalrates haben die Abgeordnetem L a c k n e r und Genossen einen Antrag überreicht, betreffend sin Eheverbot für Personen, die mit erblichem oder ansteckend cm Krankheiten behaftet sind. Die Regierung wird im diesem Antrag aufgefordert, schleunigst einen Gesetzentwurf vorz-ulegen. der die Eheschließung an die Beibringung einer amtsärztlich an Zuetimn utig bindet, und dos Eingehen einer Ehe vom mit besonders vererbbarem oder an steckendem, unheilbringend"n Kranhneitcn und von mit abstoßenden, unbehebbarem Gebrechen behafteten Personen verbietet. — Es s-heint ums, afls ob dieser Antrag, soweit er sich auf die Ge;chfecht^crnmikheitern bezieht, nicht das Wesen der Sache erfaßt. Dem ansteckenden Krankheiten ist a-uf diesem Wege nicht beizukommen, weil bei einem Ehewbot dos Konkubinat ein setzen kann. Notwendig wäre die Anzeigepflicht des Arztes und die zwangsweise Ausheilung der Krar.uk -a. * Keren.Hajesscd-Komitee der russischen und ukrainischen Zionisten im Ausland. Im Berliner Helm des ICiewer Industriellen Margolin hat am 19 d. M.‘ unter Vorsitz des bekannten russisch-jüdilsahen Politikers Staatsrat J. T eitel eine bedeutungsvolle Sitzung über praktische Palästin-1-Arbeit stattgefunden. Die Beratungen galten der Konstituierung eines Kerem- Hajessod-Komitees der russischen und ukrainischen Zionisten im Ausland. In ausführlicher Debatte entwarf dfle Versammlung einen großzügigen Arbeitsplan, um im Anschluß daran die Wahl der einzelnen, M’ikglieder des neuen Keren-Prajessod-Komikeeis vorzunehmen. Das Ergebnis der Wahlhandlung versorieht außerordentliche Erfolge. Vor altem ist es. gelungen, den rühmlicher bskiammten Senator Ö. O. Grusen'.berg zur Ucbemahme des Präsidenteniposten.s' zu bewegen. Zu Vizepräsidenten wurden Direktor Paenson, der Kicwer Großnnidn.nstriellc Schirmann und Dr. med. S. J. Tjomkin, der Generalsekretär des russischen Merfcas, gewählt. Als Schattmclsiter fungiert Herr Salman Schalit, während die Herren Dr. Altsehul und Seligmann die Posten der. Sekretäre einnehmen. Dr. Trmus wird dem neuen Komitee ads Vertreter des Londoner Keren-Hajessod- Direktoriums angehören. * Sasano%v schreibt Memoiren. Aus Warschau wird gemeldet: Der hier gegenwärtig weilende gewesene Außenminister Sasonow gedenkt demnächst in Warschau, seine Memoiren heraus zu geben. In diesen will «r den Beweis erbringen, daß nicht er. sondern die deutsche« Kreise des Zarenhofcs gegen die Befreiung Polens und der anderen Nationen Rußlands gewirkt * Die Rabbinatskandidaten und der Militärdienst in Rumänien. Einer Verordnung der rumänischen Regierung zufolge, sind alle Rabbinatskanditaten und Rabbiner, die ihren Amtscharakter durch ein Zeugnis der Feldrabbinerkommission sowie durch eine Bescheinigung des Kultusministers beweisen können, vom Militärdienst bedingungsweise .befreit. Diese Verordnung bezieht sich; edocli: nicht auf die angeschlossenen Gebiete. Die Rabbinatsicandidaten aus diesen Gegenden werden einer besonderen Prüfung ihrer Dokumente unterworfen werden. (J. C. B.) * Verlegung der Zollstation am Brenner. Nach römischen Blättermeldungen sind die italienische und die österreichische Regierung übereingekommen, die Zollstation der Nordgrenze des Brenners nach 1 nnsbruck zu verlegen. * Syndikat der Wiener Zeitungskorrespondenten. In der im Journalistenzimmer des Nationalrats abgehaltenen Generalversammlung des Syndikats der Wiener Zeitungskörrespondenten wurden nach Erstattung des Rechenschaftsberichtes und Erteilung des Absolutoriums die Neuwahlen, vorgenommen, die folgendes Resultat ergaben: Präsident Stephan S k r e i n („Tagesbote“ - Brünn), Syndikus und Kassier Philipp Herzog („Innsbrucker Nachr.Mnnsbruck), Vorstandsmitglieder Armin Friedmann („Grazer .Volksblatr- Graz), I. Lartgstein („Kurjer Warszawski“), Max Nach er („Ostrauer Zeitung“-Mähr.-Ostrau). In das Ehrengericht wurden berufen die Herren Max Forst(„Tagespost“-Graz)i Hofrat Oswald Obogi („Polnische Stimmen“), Ludwig Brügel (Vorstand des Presseamtes der Bundeskanzler) und Martin; Dolezal (Pressechef der tschecho-slowakischen Gesandtschaft in Wien). ' - * Wetterbericht. Das Wetter ist in Oesterreich vor* wiegend trüb bei anhaltendem Frost und schwachen Windetl verschiedener Richtung. Die Kälte nimmt vom Ostrand der. Alpen bis gegen Westen hin rasch ab. — Vorhersage: Vorwiegend trüb,. Neigung zu leichten Niederschlägen, vielleicht Temperaturzunahme. . : * Zugszusammenstoß bei Berlin. Wie aus B er Ha gemeldet wird, sind gestern früh auf der Südbahn vor dem Bahnhof Gesundbrunnen infolge Uebersehens. des Haltesignals zwei Züge zusammengestoßen, wobei ungefähr 25 Personen leicht verletzt wurden. * Sensationeller juwelendlebstahl in Rotterdam. Die Polizei im Haag macht der Wiener Poiizeidirektion Mitteilung von einem riesenhaften Juwelendiebstahl oder Betrug, der im Dezember v. J. in Rotterdam verübt worden ist. Wie hoch der Wert der Beute ist, geht daraus hervor* daß auf die Zustandebringung eine Belohnu n.g von 50 00 holländischen Gulden ausgesetzt ist. Der Wert der gestohlenen Juwelen geht in die vielen Millionen Gulden. * Die Schmuggelkoffer mit Doppelboden. In der Angelegenheit des Taschners Ludwig Ott, der verhaftet wurde, weil er zu Zwecken des Schmuggels von Kronennoten Koffer mit Doppelböden angefertigt .hat, wurde auch als des Schmuggels verdächtig der, Kaufmann Chaim Berl M ö r s e 1 genannt. Das Gefällsstrafverfahren hat gegen ihn kein Belastungsmaterial ergeben, so daß die Untersuchung gegen ihn eingestellt wurdg. * Prlvatistenprüfungen aus israelitischer Religion für Schüler an Volks- und Bürgerschulen finden statt : Für Schüler aus dem 1., II., IX. und XX Bezirk am 30, Jänner* 6. und 13. Februar von 3 bis 4 Uhr in der Rabbinatskanzleij Seitenstettengasse 2, II. Stock; für Schüler des III. bis X. und des XIX. Bezirkes am 1.,8. und 15. Februar von 2 bis 4 Uhr ebendort; für Schüler der Bezirke XII bis XV am 5. Februar von 10 bis 12 Uhr, XV., Turnergasse 22; der Bezirke XVI und XVII am 9. Februar von 11 bis 12 Uhr im Gemeindehaus, der Bezirke XVIII und XIX am 8. Februar von 3 bis 4 Uhr, XVIII., Schopenhauerstraße 39, und XXI. Bezirkes am 29. Jänner von 11 bis 12 Uhr, XXL, Holzmeistergass.e 12, Prüfungstaxe (K 500) ist im vorhinein an der Kasse der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock, oder bei der entsprechenden Amtsleitung im XV., XV1„ XVIIL' und XXL Bezirk zwischen 9 und 12 Uhr vornrttags zu entrichten. Die Quittung ist dem Examinator vorzulegen. , ' * Fachkurs für Bautmd Möbeltischler. Das staatliche Gewerbeförderungsamt veranstaltet in seinem Musterbetrieb für Tischler einen Fachkurs für Bau7 und Möbeltischler in der Dauer .von drei Monaten bei einer täglichen Unterrichtszeit von 8 bis 12 und 1 bis 5 Uhr* nachmittags; der Beginn des Kurses ist mit Ende' März 1922 in Aussicht genommen. Der Lehrstoff umfaßt Fach- und Werkzeichnen, Stillehre, Kalkulation, Beschläge- und Maschinenkunde, Oberflächenbehandlung des Holzes und den praktischen Unterricht. Von den Kursteilnehmern wird ein Unterrichtshönorar nicht eingehoben. Aufnahms- Werber, die die vollständige . Erlernung des Gewerbes nachzuweisen halben, können sich ins Gewerbeförderungsamte, IX., Scrvitengasse 9 (Zimmer 49), anmelden; Lehrbrief und Heimatschein sind vorzuweisen. Die Anmeldung kann auch schriftlich unter , Einsendung der genannten Dokumente eingebracht werden. * Jüdischer Frauenbund, IX.,Liechtensteinstraße 11/131 Spendenausweis der Inlandaktion für Kinder und für.Greise : Frau Jetti Buhler, III, K 2009. Frau Anna Ornstein, IX, K 550,. Herr M. Lipschiitz, III, K 503, M. D. K 503, Frau Türkei, II, K 1000, Frau Großrabbinerin G. Heschel, II, K 500, Frau,! Toni Lipschiitz, 1U,!< 503, Fräulein Rosl Müller, XX, K 200, Frau Klara Schmcrler, IX, K 230, Firma ßunzl «S Biach, XX, K 200, Frau Anna Zinnemann, IV, K 200, Frau Rosa Wolfram, . IX, K 200, Frau Ernestine Kahane, IX, K 503, Frau R^sa. Reisner, II, K 403, Herr M. Schenker-Gottesmann, II, K 500 (Monatsbeitrag), Anonym (Monatsbeitrag) K 533, DiversL K 1350, früherer Ausweis K 223.689, zusammen K. 236.489. Garderobenspenden: Anonym ein Winterrock für einen greisen Prlvatlehrer. w. * Telegramm von A. Gerngroß A.-G. Ein großer Posten hochmoderner lierren-uiidDam e n-S p 0 r tvv d s 1 e n, in zwanzig verschiedenen Farben, aus bester, reiner Schafwolle, so lange der Vorrat reicht, per Stück; K 9600. , ' \ * Ziikunftredoute. Samstagden 23. Jänner,, punkt 9 Uhr, findet in den Konzertsälen des Münchnernof Exzelsior-Palast, VI., Mariahilferstraße 81, die diesjährige erste Zukunftredoute statt. Tanzorchester J. V/. Ganglberger. im Gemütlichen Schrammel - Quartett. Im gelben Saal Mitternachtskabarett, unter Mitwirkung hervorragender Kunstkräfte. Kartenverkauf Münchnerhof Exzelsior-Palast, Stafa, A. Herzmansky, Kehlendorfer, Gusti Schmidt, Annoncenbureau Gutünann und an der Abendkasse. Vereitle, Vorträge und Versammlungen, v Aerzte und Medizi ne r(innen), die mit der» Prüfungen des II. und III. Rigorosvms begonnen haben und die eventuell Ins ferne Ausland gehen möchten, werden ersucht, Namen, genaue Adresse und Daten bis Möntag^dea 30. d. M. im Vereinslokal des Akademischen' Vereines ji\didischer Mediziner, Währingerstraße 15, abzugebeiu -r. Pred l g t. Heute, 27. d. M.f */45 Uhr nachmittag^ hält Herr Rabbiner Dr. Tagiicht ira Thurner-TempeJ, XV. Bezirk, eine Predigt, Die Jugend fllrdaj A-JLie.r. Jugend*,