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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-27 · Heft 1076 (27.1.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1076 (27.1.1922)
Date
1922-01-27
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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v/r Ag.t er Tagesbericht. Der Einheitspaß. Die Ergebnisse der Grazer Paßkonferenz. Graz, 26. Jänner. Das die Beschlüsse der Paßkonferenz enthaltende Abkommen wurde von der Kon-« ferenz in ihrer heutigen Plenarsitzung approbiert und wird Freitag vormittags unterfertigt, werden. Das Abkommen ist von Oesterreich, Ungarn, Italien* Polen* Rumänien, dem 8. H. S.-Staate und der Tschecho-Slowakei, also von sämtlichen Nachfolgest aate n* unterzeichnet. Die Beschlüsse sind, vorbehaltlich der Ratifizierung, in ihrer Gänze, jedoch' zunächst nur für Oesterre i ch, U n g a r n, Italien und die T s c h e c h o -Slowakei bindend. Polen ist vorläufig nur einigen Resolutionen beigetreten, während die Delegierten J u.g o s l a w i e n s und Rumäniens die Beschlüsse der Konferenz nur ad referendum angenommen und den Beitritt ihrer Regierungen einem späteren Zeitpunkt Vorbehalten haben. Für jene Staaten, die das Abkommen vorbehaltlos unterzeichnet haben, also für Oesterreich, Ungarn, Italien und die Tschecho-Slowakei, tritt es sofort nach der Ratifizierung, die zwei Monate nach der Unterfertigung zu erfolgen hat, in Kraft. Das Abkommen fußt auf den Beschlüssen der Pariser Verkehrskonferenz vom Oktober 1920, die in einigen Punkten ergänzt, erweitert oder spezifiziert wurden. Die wichtigsten Bestimmungen des Abkommens sind folgende Einführung des zweijährigen, beziehun g sweise einjährigen Einheitspass es, Pässe für eine einmalige Reise werden nur mehr in Ausnahmsfällen ausgestellt werden. Der Sichtvermerk zur Einreise wird entweder für ein Jahr oder für eine einmalige Reise ausgestellt werden. Der Sichtvermerk zur Durchreise hat dieselbe Gültigkeitsdauer wie der Sichtvermerk für das Bestimmungsland. Er ist auch für die - Rückreise gültig. Die Gebühren betragen für den Einreisesichtvermerk mit einjähriger Dauer zehn Goldfranken, für die einmalige Reise fünf Goldfranken, für den Durchreise - Sichtvermerk einen Goldfranken. Personen, die ihre Mittellosigkeit nachweisen, erhalten den Sichtvermerk gebührenfrei. Dieser Nachweis wird in der Regel nicht verlangt von öffentlichen Angestellten einschließlich M i Ii t ä r p e r s o n e n, gewerblichem Hilfsperso na 1, Arbeitern, Dienstboten, Schiffspersonal - und Taglöhnern sowie von; allen jenen, die sich Ins Ausland begeben, um ihren Lebensunterhalt durch manuelle Arbeit zu verdienen. Ebenso sind von den Gebühren befreit die Familien der erwähnten Personen, die Witwen und Waisen von Festangestellten. Familienp ä s s e, in denen die mit dem Familienoberhaupt reisende Gattin und Kinder unter 15 Jahren eingetragen werden können, sind statthaft. Das persönliche Erscheinen des Sichtverinerkwerbers bei den Vertretungsbehörden wird' in allen berücksichtigungswürdigen Fällen nicht mehr verlangt. Ebenso können in berücksichtigungswürdigen Fällen die Vertretungsbehörden auch Personen den Sichtvermerk erteilen, die ihren ständigen Wohnsitz nicht in ihrem Amtsbezirk haben. Der Nachweis der Notwendigkeit der Reise wird in den meisten Fällen nicht mehr verlangt werden. Auch wird der Sichtvermerk in der Regel ohne vorherige Einholung der Zustimmung der Zentralregierang erteilt werden. In einem Zusatzprotokoll hat die Konferenz Wünsche ftiedergelegt, die sich auf verschiedene Paßfragen von geringerer Bedeutung beziehen. Mitteilungen aus dem Publikum. BHBBBBHBSf SSHBBBOSHHBBBtBSBHn HOB1MBOÖHOHBS ■ * Erklärung Die Vorgänge am 14. Jänner im Cafi Zentral ln n Baden bei Men, bei welchen der Kaffeehausbesitzer b Herr Eugene Gubat durch antisemitische Aeußerungen ■“ den Auszug von zirka 100 jüdischen Gästen aus seinem m Lokale hervorgerufen hat, haben Herrn Cubat verg anlaßt, in einigen Wiener Zeitungen zu erklären, daß ® ' sich seine von, ihm zugegebenen antisemitischen m Aeußerungen nttht gegen alle Juden, sondern nur « gegen gewisse E erneute israelitischen Bekenntnisses, " welche, sein Kaffeehaus,, wie er sich auszudrücken « beliebt, für ihre verschiedenen Gelegenheitsgeschäfte g benützten oder als Berufsspieler galten und durch A ihr Benehmen anständigen Gästen zur. Last fielen, m gerichtet hätten. ® Nachdem ich an dem kritischen Abend derjenige 5 war, weicher die jüdischen Gäste wegen der denselben u von Herrn Gubat in seinem Lokale zugefügten Be- ,® leidigungen zum Verlassen des Lokales aufgefordert “ hat, so protestiere ich in meinem Namen. und im « Namen der vielen beleidigten Gäste, von Herrn Cubat « als lästige Elemente bezeichnet zu werden. o Herr Cubat hätte, wenn ihm diese Gäste, von denen n er durch Monate Unsummen Geldes einzunehmen sich « nicht scheute,.-wirklich lästig geschienen hätten, wohl ® andere Mittel und Wfege finden können als Beleidiv gungen und antisemitische Beschimpfungen,: welche « übrigens von seiner Seite schon wiederholt erfolgt sind. A D'e wohl durch das Ausbleiben der jüdischen Gäste « und dem damit zusammenhängenden Rückgang des Ge- ® scliäftes erfolgte Erklärung des Herrh Cubafist nichts {5 anderes als ein Schlag ins Wasser und kann auch die b Tatsache nicht aus der Welt schaffen, daß Herr Cubat ®j bis noch vor ganz kurzer Zeit öffentlich in seinem ® Lokale das russische Hakenkreuz getragen hat. Das « russische Hakenkreuz ist in Rußland das Symbol der ® Vernichtung der Juden. Diese Tatsache spricht wohl H am deutlichsten dafür, daß Herr Cubat, - ein Russe, n durch alle Erklärungen seine antisemitische Gesinjjjj nung, die er öffentlich in seinem Lokale bekundet hat, ® nicht mehr ableugnen kann. , m P&mS- KeSeny, Kaufmann, •§ Wien, 1., Walitedijjasse 4 . , und Keiasorten ' - 0400 n B.BBBBBSVBB.BBNBBBSBBSBBBBBBBBBBBBBBSBBS n ■ B (S fl ■ B H fl B O B B B n B 'fl B fl Bl fl a a a o B B N B B B B 0 R B B B B B S n n BS m » ta m 8 « vriederl ÜEchte jägerwäsche $Bfö©F&Ma$2B8©79Wien,I.,Koh1me3sergasse8 Ariertum gerettet.« Das klerikale Blatt verweist mit vollem Recht darauf, «daß 4er Nachweis, Christus sei ein Arier gewesen, nur die jüdische Auffassung 'bestätige, daß dar Stifter des Chris tentiuim'S nicht ■das von dep hebräisch eh Propheten verkündete »Reis vom Stamme David« sei, den sie als ihren Messias erwarteten. In zah<llosen »Disp <u. t a «t i o n e n« haibeh die Juden im Mittelalter dieser Anschauung gegenüber der .cbristiidhen Theologie Geltung zu verschaffen gesucht.- D»as konnte ihnen damals natürlich nicht gelingen. Wir,können nur hoffen;, daß die Deutscbhatiionalen bei ihren heutigen Rasse-- genössen mehr Glück haben werden,, als die Rabbiner bei, 4eui fähatisierten christlichen Auditorium des Mifcteläilters. Daß " deutschn-ationale Antisemitis« nrus* die' Geschäfte des Judentums besorgt,-. iist freilich eine sehr lustige Zäch«. 5ie ist eine von dein vielen' Lxh^ptOmeh, die über den Gehirtnizustand dieser »Radika-linskis* keinen Zweifel aufkommenlassen. In s i 111 i c h ,e f Beziehung steht aber die konsequente Verbohrtheit der - alldeutschen Ka-lbshirne himmelhoch 'über dem »Raffinement« des christlichen Klerikalismus, der sich nicht .gescheut hat, di>e; in der Geschichte' aller Religionen ganz vereinzeltdastehende. Verunglimpfung der Raisse des Glauibehsstifters miif.zumacHen und erst jetzt miß Entsetzen^ wahr nimmt, daß diesmal — die Mittel den Zweck zu entheiligen drohen Die Not der jüdischen Bünden. Man schreibt uns: Neulich war in Wiener Blättern zu fesen, mit welcher Perfektion die bei den Siemensr Schuckert-Werken angesteilteh Kriegsblinden arbeiten und wie liebevoll sie von ihren sehenden Arbeitsgenossen behandelt werden. Es wird dort darauf hingewiesen, daß daseinzige Lebensglück der Blinden die Arbeit sei, und in diesem Punkte sind alle Blinden einer Meinung. Leider aber wird nur wenigen Binden das Glück der Arbeit zuteil. Insbesondere sind die blinden'M ä d c h e n und Frauen innige von Arbeitslosigkeit in eine äußerst schwierige Lage geraten. Es besteht nunmehr» d$f Plan, eine Heimstätte für blinde jüdische Mädchen und Frauen zu gründen, in welcher sie unter der Leitung einer gesunden Verwaltung und unter Mithilfe sehender Kräfte die erlernten Berufe, wie zum Beispiel Sesselflechten, Bürstenbinden, weibliche Handarbeit und Maschinstricken ausüben würden. Es bedarf aber größerer Kapitalien und diese müßten umso größer sein, falls sicht nicht eine edle Seele findet, die zu diesem Zwecke in irgend einer Vorstadt ein kleines Häuschen oder eine größere Wohnung schenkt oder für einige Jahre leihweise überläßt. Aber selbst in diesem Falle sind Millionen nötig, um das zu gründende Heim einzurichten und dessen Bestand für die erste Zeit zu sichern. Diese können nur durch eine, alle Schichten der Bevölkerung umfassende Sammelaktion aufgebracht werden. Der Hiifsverein der Jüdischen Blinden appeliert an alle Mitmenschen, ihn bei diesem humanen Werk mit einer Spende zu unterstützen. Nur bei allseitiger Mithi fe und allseitlgcm Wohlwollen wird es gelingen, für die verlassenen, und dem größten Elend preisgegebecien blinden Mädchen eine Heimstätte zu errichten. Etwaige Zuschriften und Spenden sind an den Hilisverem der jüdischen Bünden Wien, XV!!., Frauengasse 3, zu richten; jeder Spender wird vom Endergebnis der Sammlung verständigt. aufzuweisen. Die Sammlung ist in 200 Städten durchgeführt worden und hat bis jetzt einen Reinertrag von über 100.020 Dollar eingebracht. Aber auch Spenden von Maschinen und Werkzeugen sind massenhaft von Einzelpersonen und Fabriken eingegangen, so wurden z. B. in Philadelphia 50 Nähmaschinen aufgebracht, feinekomplette Ausrüstung für ein zahnärztliches Kabinett usw. Damit in der Beschaffung des nötigen Materials Ordnung herrsche, wurden sämtliche Einkäufe von einer Zentral^',besorgt, die' von Fachleuten geleitet war und nach Weisungen aus Palästina handelte. Hauptsächlich wurden landwirtschaftliche Maschinen imd Werkzeuge für Straßenbäuten angeschafft, aber auch viele - Industriewerkzeuge und größere Ob]efcte, wie Lastautomobile, Traktoren und andere Maschinen. Bei den Sammlungen wurde, betont, daß es sich nicht um ein Almosen handelt und nicht um Geschenke für Einzelpersonen, sondern daß das ganze Material Eigentum der Arbeiterschaft in Palästina bleiben und meistens in genossenschaftlichen Unternehmungen zur Verwendung kommen wird. Zum Transport der angekauften und gespendeten Werkzeuge und Maschinen wurde ein spezielles Schiff gepachtet und unter der Führung von zwei Technikerspezialisten ging die Ladung nach Palästina ab. Dem amerikanischen Beispiel Folge leistend hat auch die zionistische Parteileitung für Oes ferr e i c h einen Aufruf zur Sammlung von Werkzeugen für Palästina erlassen. Es besteht kein Zweifel, daß bei einer entsprechenden Organisierung der Arbeit 'güte. Resultate zu erzielen wären und der jüdischen Arbeit in Palästina käme die Beistellung von entsprechendem Gerät gut zustatten. Wie aus Palästina mitgeteilt, wird, sind Werkzeuge für Landwirtschaft (Ackerbau, Gärtnerei), wie Spaten, Stiele, Griffe, Grabgabeln, Hauen, Sensen, Sicheln Karste, Kartoffelhacken, Bisecs, natürlich auch Eggen, Pflüge, Mähmaschinen und sonstige landwirtschaftliche Maschinen sehr erwünscht; ebenso Geräte für Garten-, Gemüsebau, Milchwirtschaft, Geflügel- und Bienenzucht, desgleichen Geräte für Schmiede, Tischler, Schuster, Glaser, Drechsler, ferner Riemen, Pumpen,Thermometer, Barometer, Regenmesser, Baumaterialien ailer Art, landwirtschaftliche Bücher, Zelte, Mineraliensammlungen, Präparate von Insekten und Pflanzen und Küchengeräte für Arbeitergruppen. Die Auswahl ist reich — ein genaues Verzeichnis erliegt im Zionistischen Landeskomitee, II., Zirkusgasse 33— und so mancher Erzeuger, Händler cdir . Private wird gerne bereit sein, das Seine zur Förderung, der jüdischen Arbeit in Erez Israel beizutragen, wenn er nur auf die rechte Weise angegangen wird. - Die erfolgreiche Durchführung der Aktion kann nicht allzu schwer sein, wenn sie nur in den einzelnen Vereinen und Sektionen entsprechend organisiert wird. Das Beispiel der Wiener Zionisten würde übrigens auch in anderen Ländern zu gleichen Aktionen die Anregung geben I f..J)ie Hin- und Her-Täuflinge. ] Die . B’ü'dapeister reformierte Kirche veröffentlicht : stieben ihre Statistik für das Jahr 1920 und stellt imit' Betrübnis, fest, daß im dem Berichtsjahre in B'udäp.eat 45 Reformierte zuni' Judentum übergetrcten sind. . Das offizielle Organ der Kirche ^beruhigt die Gläubigen mit der Bemerkung, daß es sich hier um-eine ..Anzahl von Jude« handelt, die während des Kommunismus zur . reformierten Kirche - übertraton und nunmehr wieder zura Judentum zu r üc-kge t r et en sind. Für den Wert solchen Sied en Schachers ist das folgende Geständnis 'bezeichnend:, .-Schließ! ich müssen ‘wir uns selbst eingesteihen, daß; auch die reformierte Kirche eine große Verantwrirfüngfür diese• Ereignisse trägt, da sie »iah'' üttfv; - ITetoertretenen nicht viel kümmert. Die1 Kirfche' "riimrht'vipn ' dieson: Juden* wenn sie reich' sind, hläs :G eJl d wohl mit Freude« an, aber sonst tut M' nichts, um sie auch au die Kirche zu fesseln. 'Daß das Judentum durc/h diese Heimkehrer auch nitht' viel' gewinnt, hat die Erfahrung bereits gelehrt. Diese Individuen sind immer iS p r u n g b e r e i t und erzeugen durch ihre Angstkäufe von Taufstheineu eine Panik unter, den in ihrem Charakter nicht sehr gefestigten-Teilen des Judentums, h ,.r ,; Streitender Heizhausarbeiter in Graz. Der. Streik am Abend beendet. . . Aus Graz, 26. d. M. wird gemeldet: Heute um 9 Uhr vormittags sind die Heizhaus-, Werkstätten- und Kohienarbeiter im hiesigen Hauptbahnhof in «Zen Ausstand getreten. Als Ursache wird die Unzulänglichkeit der Zuwendungen bezeichnet Der Fernverkehr ist vorläufig nicht gefährdet, wohl aber dürfte der Verkehr auf der Strecke Graz—Bruck und Graz—Spielfeld bei längerer Dauer des Streiks behindert werden. Graz, 26. Jänner. Infolge des Streiks der Heizhauswerkstätten- und Kohlenarbeiter im hiesigen Hauptbahnhof konnte heute nachmittags nur ein einziger Zug nach Bruck abgelassen werden. Nachmittags /hielten die Streikenden eine Versammlung ab, die aber zu keinem Ergebnis führte. Abends wurden mit' Zustimmung der Ausständigen in jeder Richtung von Graz aus Schilierzüge .abgelassen. Die Heizhaus-, Werkstätten- und Kohienarbeiter in Bruck haben die Arbeit nicht eingestellt. Graz, 26. Jänner. Die streikenden Südbahnangestellten hielten heute abends eine Versammlung ab, in der der Beschluß gefaßt wurde, die Arbeit sofort wieder aufzunshmen und die zurückgebliebenen Züge unverzüglich abrollen zu lassen. Die Arbeit wird vorderhand bis Sonntag nicht unterbrochen werden. Sollten die bis dahin zu führenden Verhandlungen kein befriedigendes Ergebnis -zeitigen, werde ein neuer Streikbeschluß zu fassen sein. Werkzeuge für Palästina. Wi« erinnerlich, haben im vorigen Jahre die jüdischen Arbeiter in Amerika die Initiative ergriffen, für eine Sammlung v&n Werkzeuge» aller Art «dar van Geld zur fecsch£ffut?g von solchen, die dem Aulbau Palästinas dienen sollen. Die Aktion hc.bc c?'Jeu beträchtlichen Erich.' Dispuiaikm. Die »Reidispost« ist miit den logrsclian Kon Sequenzen des R-as-sena-.nükemiiti'smus gar nicht zufrieden-, sondern bridit in herzerschütternden Jammer a-us: »Der Fcklz'wg gewisser »völkischer« Radikalinskis gegen das »jüdischdefahistiisohe« C h r i s t e n i u m gehört hi das gleiche Kapitel wie der frohe Wahn anderer Radikalinskis. Jung (habe mit sdr.er iw dar »M orgeaz*itung« wiederffesrewsBca rehrco'klkft ■felseiptoemkehe« Öar&tel'kJKg der Geh.'.-i-'. Cluriid: Koihc.d -.md Ghrhtentum füf deä Ein .Oesterreicher in Italien ermordet« Um 2V2 Millionen Lire und 12.000 Dollar beraubt. Am 2^ d. M. w-uirde auf dem Wege zwischen Venedig und Mestre r,n einem Autom-obilisiten ein Raubmord verübt. Nmninehr ist fostges«tell,t worden, daß der Ermordete der Korvetteihtk’aipitän a. D. der Kriegsmarine Andreas M e -d. i <c «u s von Ma inb u r g ist. Er war osterreichiisidher Staatsbürger und hat hi« jiutm Mai vorigen JaCnres im XX. Bez., Jäger*. Straße 34. gewohnt. Seit dieser Zeit war er anf Reisen. Die Feststellung der Person des Ermordeten erfolgte atuf Grund von Zeitungsnotizen. Der Gemeindansit von Vösilau, Wilhelm Fröm me 1? Vöslan, B ad n er Straße 36 ,w-ohnlhaft, meldete der ■ Polizei-, daß der . Ermordete sein Komipagnon bei verschiedenen Unterntöhtmungen gewesen sei. Die- Angaben, die Herr Frömanel ■ machte, lassen es a-1s •zweifellos erscheineni daß tatsächlich der Ermordete der .pensionierte Korvettenkapitän ist. Kaipita» von Main bürg hat sich damit befaßt, Lebensmittel aus Ländern der unteren Donau nach Wien w* bringe«. Er war früher Kapitän des Dampfe r e S 2 e * t I «tv §.> «>, der auf d*r Bergfahrt vwä •Brs-:k nnnh V/km begriffen, am 25. September itt

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