Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1075 (26.1.1922)
- Date
- 1922-01-26
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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fifr. 1075 Wien, Donnerstag KUNSTMÖBEL Ausbau eleg. Wohnungen HALASI&Co. im Wien, I., Seilerstätte Nr. 3 (Palais Coburg) Antike und moderne »Dem S dir iffcst elfter Jung ist es gelungen, folgen-, ' dies als gesdiitfbtlidhent Tatbestand feslzusteften: »M'aria, ein armes, aus einem Dorfe von Samaria ■ stammendes Landmadlclhen, fiel der Will •k ti r eines irömischeti Haiuiptmanns nameinis P an tilie r a, zura . Opfer. Josef, ihr Verüofbter, wollte seine Braut; als er . sie schwanger fand, inidht öffentlich verstoßen —: er befahl 'ihr, in aller Stille naeh-Judäa zu gehen und dort ihre Niederkunft uinid seine weÜteren Anweisungen zu erwarten. Unterwegs wurde Mairia vöh den ‘ Wähen überrascht und gebar . iin . einer Höhle. ilhiren ' Sohn Jesus. Josef nahm, diesen am Kindesstatit am, ver- - heiratete sich mit Maria und siedelte vom Saimairia nach Nazareth über. Seiner Ehe, entsprangen ntodh r sechs Kinder.« Für mich ist die Beweisführung Jungs geradezu zwingend — ich stimme’ ilhm umbedigt zu. . Für seine Annahme spricht alber noch ein innerer Grund., Die Lehre Gbristi hat eiin erstaunlich unjüdisches Gepräge, wir 'können mit gutem. Gewissen behaupten, daß. sie arische Züge, trägt.;.Wenm ' alber »in der Persönliidhlkeit Christi dhs arnisdhe Emjp- ' finden vorherrschend und ausschlaggebend war« (Jung, Seite 42), so kann Jesus schon auis bibOtogiätihen Gründen nicht der Sohn eines Juden gewesen sein. Die ‘ -Wichtigkeit dieses Schlusses Legt auf' der H-amd. Die Retnigung des christlidhem Weizetns von dier jüdischen Spreu kann nun nicht mehr ans falsch^verstandener' Frömmigkeit auf die lange Banlk gas'dhoben werden — der arische Kern der christlichen^ Lehre muß herausgeschält werden, wenn das Christentum wieder eine lebende Macht in dem Kampf? wenden ' soll, den wir um die Seele unseres Volkes führen. ■ Wer nicht bei der Beurteilung des Christentums in Oberflächlichkeiten stecken bleiben will, der lese - übrigens genauer im den .»Grundlagen des neunzehnten Jah>rhundertsc von Houston . Stewart Ghamherlain insbesondere jene Stellen nach, . in denen der Gegensatz der christlichen Religion zu aller semitischen festgesteltlt wird, wie die über die Abstammung' Jesu Christi selbst, der auch nach ’ Gbamberlain kein Jude gewesen sein 'kämm.« ‘ Also ist Jesus — hört es, ihr Deuifcschen uimd Jubelt kein Jude, soiid-ertn, Gotbseidank, der in isfotzsucht her vor gebrachte Sprößling eines MaDhen- .schändars und Räubers! Jetzt hätte Jesus sogar Ofcierupen, in eine Innsbrucker Studenteuverbindung oder - gar in den. Oestenreddhiscliem Touifistenldulb suifgeyomhisn zu wenden-.. .Sicher ist däis allardings ni cht, denn nüt der Abs tarn nmung: m ütterli chers ei t's hatperts nioich immer, trotz dio? sdhönen Nofezuclitgeschichte. Ob dtie pf.cütestanitische und katihloili^he Geistlichkeit/ auch" die streng antisemitis-che, an dieser wenig appetitlichen Erklärung ihre Freude haben wird, ist zu bezweifeln. Sehr heiter' wirkt es auch, wenn sich der »Gelehrte« Sicgmiund auf den »Gelehrten« Cham her 1 a i n als Fachmann in jüdischen Abstammuinigsangelegenheiten beruft, als einen, der aus einem Meer von Blut das kleinste jüdische Tiöpfchen’ herausriecht. Dem guten Chaimberlain ist niiniilirih .seinerzeit ein kleines Malheur passiert. Er halt sein Buch, in welchem die Gemeinheit der jüdischen Verbrec/h'erfasse eimvatnidfrei nachgewiesen wird, dem Wiener Botaniker . W. i e is m e r gewid'm et. . Dieser W i e s 11 e r a/b e r w.a r e in g e t a u ft er . J-u de aus M a h r en. Es lebe' die ernste,, die. große, , die heilige teutsch-arisdh-amibisemitische Wissenschaft! * Per Ksrsn Hajessod in Südafrika. Dr.'S c hmar* * J a h u Lev i n ist vor einigen Tagen in Johannesbürg eingetröffen und wurde am Bahnhof vom Bürgermeister, dem Oberrabbiner Dr. Landau und von Vertretern','der zionistischen Organisation empfangen. Dr. Schmarjahu Levin wird die Propaganda für den ICeren Hajessod, besorgen und die ganze Aktion überwachen. * Ein großes Legat für die Jerusalemer Jeschiwoth. Der vor einiger Zeit verstorbene Jude Bennet Mechlenburg aus New-Yersey vermachte einen Betrag von 50.000 Dollar den Jeschiwoth Ez Chaim, t Meah Schearim, Torath Chäim und dem Spitale Bikur Cholim. Die Familie des Verstorbenen versuchte, das Legat auf gerichtlichem Wege anzufechten, doch das amerikanische Gericht bestätigte es, so daß die Auszahlung des obigen Betrages in Kürze erfolgen dürfte. (J.CB.) * Eine jüdische Zeitschrift in China. In Charbin erschien die erste Nummer eines jüdischen Wochenblattes „Der waiter Misrach“ (Der ferne Osten), das unter der Redaktion des Schriftstellers Birman steht. Dies ist die 1 erste jüdische Zeitschrift in China. (J. C. B.) * Eine jüdische Kreditbank In China. Die chinesische Regierung genehmigte die Statuten einer jüdischen Bank unter dein Namen Jüdische Kredit -Gesellschaft in China, deren Registrierung bereits durchgeführt wurde. Das Institut wurde auch sogleich eröffnet und verspricht, sehr erfolgreich zu werden. (J. C. B.) * Ehrung des Bundeskanzlers Schober. Gestern rormittags erschien eine Abordnung des akademischen Senates der Tierärztlichen Hochschule beim Bundeskanzler Schober und überreichte ihm das Diplom als Ehrenmitglied der deutschen Mensa der Veterinärakademie. wiener Möxmmiznftm Keren Kajemeth l’Jisrael, II., Taborstrasse 59, Telephon 40-3-16. Spendenausweis Nr. 3 vom22.bis23.Jänner 1922: K 469; 152.-. Im Jahre 1922 insgesamt: K 1,218.812.67. Zentrale: Smlg. Fräulein Beiiah Heger (New York) für den Herzl-Wald 45 Dollar K 367.785. J. M. H00; I. Bezirk: d. Fr. Franka Rittermann: Baustein Nr. 109 Jakob Brandstätter a. N. Samuel'u. Mirjam Auerbach 20.000; 10% Reinertrag bei Veranstaltung der Bez.-Sekt I 4000, Ch. Ungar 807 60, Div. 108620. II. Bezirk: B. Löw 5000, Moritz Friedmann a. N., Rosa Fränkl (Czernowitz) 2500, Alfred Seidner a. N. Schoschana Brüll (Czernowitz) 2500, Mendel Welt 1700, Jakob Brandstätter 2566, R. Mayer 600, 8. Herzberg 505, W. Greismann 500, Div. 6080-20. XIL/XV. Bezirk: 158. XX. Bezirk: d. N. F. K. Mehler: Smlg. Nußbaum u. Kanarek 12.95o, Norbert Sabarski 10.000, Abr. Engelstein, Karl Immergut ä 5000, Sam. Rappaport, Aron Reich u. 8. Gottesmann 5ooo, Ausgl. Jungermann-Schmeiler, Abr. Leblang ä 3000, Michael Zipper 2000, B. Schönberg, Philipp Ellenberg, Markus Bartfeld ä 1000, N. Klauser 390, Div. 715. XXL Bezirk: 100; Hitachduth 8. E. Lenz: Matthias Liebreich, Aron Mendl ä 1000, Aron Reifler & Sigall 500. * Für die jüdischen Kranken. Wir erhalten folgenden Aufruf: Der seit 20 Jahren bestehende Mädchen- und Frauenverein Krankenbesuch (Bikkur Chaulim) betätigt sich auf dem Gebiete der Krarikenfürsorge, indem er statutengemäß den in sämtlichen Wiener Heilanstalten befindlichen Patienten periodisch Liebesgaben, Erfrischungen und im Bedarfsfälle auch Geldunterstützungen durch freiwillige Fürsorgerinnen zukommen läßt In den Wirkungskreis, des Vereins fällt weiters: Intervention bei Behörden (Spitalsvenvaltungen bei Beschwerden), ferner Durchführung von Heimsendungen von aus dem Spitale entlassenen Kranken, Beteilung derselben mit Kleidern. Veranstaltung von Ausspeisungen an den Peßach-Abenden (Seder) sowie an den andern hohen Feiertagen. Um allen diesen Aufgaben Genüge leisten zu können, bedarf der'Verein entsprechender Mitarbeit. Wir appellieren daher an das jüdische Herz unserer Frauen und Mädchen in allen Bezirken Wiens und fordern sie auf, in unsere Reihen als freiwillige Krankenfürsorgerinnen einzutreten. Anmeldungen sind zu richten an unseren Beirat Herrn Rabbiner Bela Fischer, Fürsorger dgr Israelitischen Kultusgemeinde-, Wien I., Seitenstetten- Easse 4. Angesichts der enormen Verteuerung sämtlicher abemittel für Kranke und der Eisenbahnfahrten für die Heimsendungenj richten wir die Bitte an unsere jüdischen Mitbürger der jüdischen Kranken nicht zu vergessen und unsere Vereinsmittel durch Spenden jedweder Art zu stärken. Natural- sowie Bücherspenden werden über Wunsch abgeholt. (Adresse wie oben.) Geldspenden sind an die Kassierin des Vereins, Frau Frieda W i 11 m a n n, XIII., Hietzinger Hauptstraße 99, zu senden. * 100.000 Dollar für die Entdeckung eines Krebsheilmittels. Lord A t h 0 1 s t a n, ein Zeitungsbesitzer in Montreal, hat einen Preis von 100.000 Dollar für die Entdeckung eines Krebsheilmittels ausgeschrieben. * Begräbnisse am heutigen Tage. Neuer Friedhof: 9 Uhr Nagel Otto, 0 Uhr 30 Min. Gernreich Bernhard, 10 Uhr Lang Katharina, 10 Uhr 30 Min. Hilft Leopold, 11 Uhr Mayblura Moritz. * Einziehung der provisorischen Kassenscheine. Die Oesterreich-ungarische Bank wird am 26. und 28. Jänner 1922 mit der Ausgabe der neuen Banknoten zu 5000, beziehungsweise 50.000 Kronen beginnen. Mit Rücksicht darauf wird nunmehr an die Einziehung der vor kurzem vorübergehend ausgegebenen Kassenscheine „der Oesterreichisch-ungarischen Bank, geschritten werden. Diese werden in der Zeit vom 28. Jänner bis 11. Februar 1922 bei den Kassen der Oesterreichisch-ungarischen Bank, ferner nach Maßgabe der vorhandenen Banknotenbestände von den Finanzkassen und Aemtern sowie von den größeren Postämtern zum Nennwert gegen Banknoten eingewechselt werden. Nach Ablauf dieser Frist können Kassenscheine nur mehr an den Kassen def Oesterreichisch-ungarischen Bank zur Verwechslung eingereicht werden. * Gasverlust bei Badeöfen. Bei vielen Gasbadeöfen kann unabsichtlich und unbemerkt der Gashahn geöffnet werden und das Gas ungenützt durch den Schornstein entweichen: Gasgeruch ist dabei nicht wahrnehmbar. Da solcherart ausgeströmte Gasmengen naturgemäß auch bezahlt werden müssen und die Rechnungsbeträge oft sehr groß sind,'werden besondere Vorsicht bei Benützung der Badeöfen und tägliches Ablesen der Gasmesser im Interesse der Gasabnehmer dringendst empfohlen. * Ausgabe von Holländer Pfeifentabak. Die größeren Vorräte der Tabakregie an Holländer Pfeifentabak — ein Ergebnis der verstärkten Erzeugung — gestatten eine Mehrabgabe .dieser Sorte an die Raucher. Den Tabakverschleißern wurde daher gestattet, bis zu 20% Holländer- Pfeifentabak mehr; als ihnen bisher zustand, zu beziehen und an die Konsumenten im freien Verschleiß außerhalb der Raucherkarte abzugeben. Diese über das normale Fassungskontingent hinaus bezogene Menge von Holländer Pfeifentabak darf zur Honorierung der Raucherkarte, nicht herangezogen werden, sodaß. sich aus dieser Maßnahme eine Vermehrung der für den freien Verschleiß verfügbaren Tabakmenge ergibt. In einzelnen Verlagsbezirken etwa infolge geringerer Nachfrage nach dieser Tabaksorte ersparte Mengen werden zur Deckung stärkerer Nachfrage in anderen Bezirken ausgegeben werden. * Wetterbericht. In Oesterreich herrscht noch Frostwetter. Morgens hatte es vielfach unter —10°. Tagsüber war es gegen vorgestern etwas wärmer. Zumeist war es heiter. In Wien trat erst nachmittags Aufheiterung ein. In Westeuropa ist die Temperatur stark gestiegen und überschritt mittags schon +10°. In Polen ist es noch sehr kalt. Lemberg hatte mittags —20°. — Voraussage: Zeitweise trübe, zunächst noch Frost, aber etwas gemildert * Luftverkehr Paris — Prag — Wien — Budapest- Bukarest. In der Montagssitzung der Nationalversammlung machte der ungarische Handelsminister Hegypshalmy die Mitteilung, daß der Vertrag mit einer Gesellschaft wegen Einführung eines Luftverkehrs zwischen Paris- Prag—Wien—Budapest und Bukarest bereits abgeschlossen worden ist Die Gesellschaft erhält in Budapest einen Hangar und ein ganzes Gebäude zur Verfügung, in welchem die Verwaltung der Gesellschaft untergebracht werden wird. Die Gesellschaft ist verpflichtet, im Mai den regelmäßigen Luftverkehr zu beginnen und hat eine Kaution von 100.000 Franken erlegt 56. JämTer 7922 Seite Ä * Verhaftung eines Schweizer Kridatärs. Sehr letcfif hat es sich der 32jährige Kürschner und Tierpräparator! Hermann Schär aus Walterswil. vorgestellt, wie man seinen geschäftlichen Verbindlichkeiten sich entziehet» könnte. Der Mann betrieb sein Gewerbe in Thun in der. Schweiz und hat in den letzten Monaten vorigen Jahre!) bei verschiedenen Großfirmen in der Schweiz Pelzware^ um bedeutende Summen bezogen, ohne sie zu bezahlen»! Als seine Verbindlichkeiten viele 1000 Franken ausmachteqj bezog er noch Pelzwaren um 10.000 Franken, verkaufte sie zutu1 Teile in der Schweiz und ging mit dem Rest durch. DiH Wiener Polizeibehörde wurde von seiner Flucht in Kenntnis gesetzt und ermittelte, daß Schär unter seinen»' vollen Namen im Hause Alliostraße 92 gewohnt, abet< schon am 26. November 1921 von dort ausgezogen sei* wahrscheinlich nach Graz, wo für ihn eine "Villa gekauft worden sein soll. Das Sicherheitsbureau hat sich an die* Grazer Polizeibehörde unter Bekanntgabe des Tatbestandes gewendet. Gestern traf nun die Meldung aus Graz hier ein, daß Schär dort verhaftet worden ist * Ringwerfer. Mehr als je blüht bei dem größep Zusammenstrom Fremder die Industrie der Ringwerfer. Gestern haben zwei Gauner dem Michael Klimowitsch auy Lundenburg in der Kärntnerstraße durch den Trick mif dem gefundenen Ring tschech. K 700 entlockt. Der einte ist etwa 28 Jahre alt, mittelgroß, blond, hat lichtbraunen Anzug, grünen Raglan, grünen weichen Hut und gelbe Schuhe. Der andere ist 33 bis 34 Jahre alt mittelgroß hat englisch gestutzten Schnurrbart, trägt grünen weichen. Hut und schwarz-weißen Wollschal. * Der Streik der Hausbesorger. Bekanntlich hat dek Verband der Hausbesorger und Portiere in der vorigen Woche den Beschluß gefaßt, bei Nichterfüllung der aufgestellten Forderungen mit dem heutigen Tage in den Streife zu treten. Nachdem bisher seitens der Gemeinde keine wie immer gearteten Verhandlungen eingeleitet worden sind;’ fanden gestern. Bezirksversammlungen der Hausbesorger statt,, in welchen der Streikbeschluß bestätigt wurde. Die Hausbesorger und Portiere stellen sich auf den Standpunkt, daß zu ihren Verpflichtungen ausschließlich das Sperren und Oeffnen der Haustore und die Beleuchtung' des Hauses gehört, daß jedoch die Reinigung der Stiegen und Gänge, insbesondere die Reinigung der Gehsteige vor dem Hause, als außerhalb ihres Pflichtenkreises gelegen); insolange zu unterbleiben habe, als nicht hinsichtlich der betreffs der Besorgung dieser Arbeiten aufgestellten Forderungen ein Uebereinkommen erzielt wird. * Große Einbrüche. Gestern nachts wurde vom Keller aus das Seidenwarengeschäft Käs Ä Kern, Margaretenstraße 47, erbrochen. Gestohlen wurden verschiedenfarbige Seidengarne im Werte von 1% Millionen Kronen. — Ebenfalls gestern nachts wurde das Souterrainlokal der Firma „Austria“- Stricker ei, Döblinger Hauptstraße 13 A; erbrochen. Entwendet wurden 160 gestrickte seidene Damenjacken in verschiedenen Farben, 36 gestrickte Windblusen, verschiedenfarbige Seide, 10 kg farbige Wolle in Strähnen, etwa 10 Dutzend unfertige Jumper-Windeblusen« zusammen K 500.000 wert * Diebstahl in einem Gymnasium, Von den Wänden des Schulganges im Piaristengymnasium in der Josefstadf wurden in den letzten Tagen elf Kunstdrucke, darstellend Werke italienischer und niederländischer Meister in de^ Größe von 30X40 samt Glas und schmalem braunen Natur4 holzrahmen, Eigentum des Bundesgymnasiums, im Weit* Von mindestens K 50.000 gestohlen. ® Einbruch. Aus der Auslage des Geschäftes Sieg« frted Schwarz, Döblinger Hauptstraße 44, wurden gestern nachts von unbekannten Tätern acht Stück weißer Chiffons zu je 40 Metern, im Werte von K 600.000 gestohlen. Ata die Zustandebringung ist eine Belohnung von 10% aufgesetzt ’ * Jüdische VoiksbibHothek Zion. Dienstag ddft 31. d. M., um 7 Uhr abends, wird im Lustspieltheater (Freie jüdische Volksbühne) zugunsten der jüdischen Volksbibliothek „Ueberm Ozean“ (Kreuzer-Sonate) von Gordin auf geführt. Der Reinertrag wird .zur Vergrößerung des Bücherschatzes der Bibliothek verwendet Karten sind zu haben im Vereinslokal, H„ Glockengasse 30 und bei sämtlichen Vereinsmttgliedern. * Zukunft-Redoute. Samstagden28. jänneft punkt 9 Uhr, findet in den Konzertsälen des MünchnerhoC „Excelsior-Palast“, VI., Mariahilferstraße 81, die diesjährige erste Zukunfts - Redoute statt. Tanzorchestef J. W. Gangeiberger. Im Gemütlichen Schrammel-Quartett im gelben Saal Mitternachtskabarett unter Mitwirkung der Damen Poldi Bauer, Ida Ruska, Trude Traubert und der Herren Max B’rod, Otto Glaser. Am Flügel Komponist Bruno Granichstetten. Kartenverkaufs Münchnerhof „Excelsior-Palast“, Stafa, H. Herzmanskyj Kehlendorfer, Gusti Schmidt Annoncenbureau Guttmanu und an der Abendkasse. Sammlungen der „Wiener Morgen* zeitung". Für Palästina- Emigranten (bisher K 115.605, 85 Lire und tschech. K 85). Dr. Alcalay, Belgrad, K 500, Jacques Bourla K 200, Uns genannt sein Wollender anläßlich Todestag der Frau Rosa Erlsr geh. Willner K 3000, Armin Poliak, VI, K 5000, Klara Neumann K 2000, 1. JBack, VI, K 500, Dr. Max Stark hn Aufträge der Frau Rosa Kliegler gegen Frau Agid letzterer Buse K 5000, Alta Padawer, II, K 10.000. Für J ü d i s c h e B 1 i n d e (bisher K 45.490 und 15 Dinar). Ungenannt K 1000, Dr. Alcalay K 500, Jacques Bourla K 200, Unter Berto K 10.000, Armin Poliak K 5000, F. Back, VI, K 700, Li-Le K 300, Samuel Tillinger, VItz K 200, E. F. K 200, Mina Göttinger K 300, Jakob Kaufmann, Mödling, K 500, ]. Schlesinger, II, K 200, Hersch Leib Czescher, K 1000, E. M. K 50, Siegfried Löwy, Mitrowitza* 15 Dinar, Julius Bauer, Innsbruck, K 1000, Ingenier Spritzer) Innsbruck, K 1000, Ignaz Maier, Innsbruck, K 100Q, Smetana, Innsbruck, K 200. Für Defizitveranstaltung der Jüdischest - Blinden (bisher K 43.170). Artur Steiner K 500, Dr. Berger K 500, $. Stefan, XJfe K 500, Klara Goldhaber K 100, Felix Deutsch K 30H Sammlung Fräulein Rosa Straucher, K 500, Ein Mitarbeite: Krisozar Dr. Schmitz K 500, Erich Silberstern K 60H Hazumir Rzeszow K 200. , Jüdisches Versorgungsrfaus (bisher K 10.200). J. L. zum siebzigsten Geburtstag der Schwiegermutter K 1000, Ungenannt K 1000, Samuel Sälzberg K 1000, Diner Freier K 500; anläßlich Todestag der Frau Rosa Erler geh, *