Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1074 (25.1.1922)
- Date
- 1922-01-25
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 ' Wen,'Mitlwöcfr~ __ . 'WÜSfrSK MÖRG'EjJZEiTÖNS Im vorigen Monat hat unser Mitglied Herr Alex. Takacs offiziell durch unser Blatt eine Herausforderung, behufs eines Matches mit einem der fünf neuen Meister des Oesitrreichischen Schachverbandes > gerichtet; wir teilen heute mit, daß sich bisher noch keiner von den fünf neuen Meistern bei uns in dieser Sache gemeldet hat Telegraphischer Schashw$ttfeämpf Wien-i-Berlin* Im März L J. spielen je 15 der stärksten Wiener und Berliner Schachspieler einen telegraphischen Wettkampf. Bekanntlich fand in der Vorkriegszeit der letzte tele--' graphische Wettkampf statt, welcher mit dem Siege der Wiener endete. Dieser Wettkampf wird weit über die Schaehkreise hinaus vom großen Publikum mit regem Interesse erwartet. Der Oesterreichische Schachverband organisiert dieses' hochaktuelle Wettspiel mit großem Eifer und findet allseitig lebhafte Unterstützung. Die genaueren Daten über Tag und Spielort werde« wir derWrMst bekanntgebenl Im Schachklub Hietzing, Altgasse 18, spielt Dr. Klein am Freitag den 29, d, M, um %7 Uhr abends simultan. BÜROTECHN, A-C* WIEN, I., VV!PPLINßER§TR/\§5E 24 TELEFON *67-8-£0 ’ GES.GESCH. mm* wmm mm —.68 LtznHmtzz, —.15 Centimes. (—.15 am 33. Jänner) (---.08 am-23. Jänner) ( 9,40 am 23. Jänqex) ( 2.Z7 4M 23. Unntzk) ( 1.75 am 2% Jänpmr) (—.— am 23. Jänner) (---.75 am 23. Jänner) (--.15 am 23. Jänner) Besprechungen öber die Valutenhausse, Die gestrige« Wirkungen. Dem Vernehmen nach' fanden im Staatsamt für Finanzen Besprechungen über die .Valutenhausse und ihre Folgen statt, ohne daß vorläufig irgend ein Beschluß über eine einschneidende Entscheidung gefaßt wurde. Gestern äußerte sich die enorme Aufwärtsbewegung der ausländischen Zahlungsmittel in einer fast allgemeinen Verteuerung der Bedarfsartikel und Luxuswaren, vornehmlich bei solchen tschechischer- Provenienz. Gürtler über die Valutenhausse. Die Christlichsoziale Vereinigung hielt gestern abends unter dem Vorsitz des Obmannes Abgeordneten Dr, S e fp e Ji; eine Klubberatung ab. Finanzminister Dr. Gürtler besprach die wir tschaftllcheLage und zergliederte eingehend die Ursachen, die zu der gestrigen beunruhigenden Valutenhausse geführt haben. Er verwies auf den Zusammenhang dieser Erscheinungen mit verschiedenen Vorkommnissen im Auslande und mit den Stockungen, welche das große Werk des Abbaues der Lebensmittelzuschüsse, wie schon seinerzeit vorausgesehen wurde, für küze Zeit mit sich bringen mußte. Er appelliert an die Volksvertretung; die nach Ueberwindung der augenblicklichen Krise u/iter sorgfä! g r Bedachtnahme auf die Auswirkungen, welche die bisherigen gesetzgeberischen Maßnahmen zeigen, auf dem Wege zur Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt in ruhiger Arbeit fortschreiten müsste. Das Wirtschaftsjahr 1921 in Schweden, Die 1/Politiken« berichtet: Holz und Eisen bÜld-en <iie weitaus wichtigsten Großhandeilsprodu'kite Schweden:;. Auf beiden Gebieten ist das Jalhr 1921 weniger eriragnisrcicn gewesen, als für die ohnehin sehi* erschwer-' tun Wirtschafcsverhiiltn.isse des Landes nötig gewesen wäre. . ' Im Jahre 1913 hatte die Anisfuhr an gesdvntiiJteinem kollen Holz 29.8 Pr jze-nt -des Gesamt-Expoirtwerteis betragen; an zweiter Stele stand mit 17.5 Prozent der Export von Papiermasse. Monatlich wurden 1913 ruind 529.000 Kubikmeter Holz ansgefühirt, das bedeutet eine Jabresmenge von 6,345.000 Kubikmeter. Die Jaihresaiusäuh.r von 1920 betrug noch 5,309.000 Kubikmeter. Um Neujahr 1921 dagegen begann ein ernster Konjiumlktur- [werhscl, . die Absatzschwierigkeiten miaihitncn einen (solchen Umfang an, daß ein Teil der Säge werke den 'Betrieb erstellen mußte und cs bei allen übrigen nicht ohne bedeutende E i n s c h f ä -n k u n g c m ab ging. Sp zeigte zum Beispiel die Statistik vom Mai 1921 mir die halbe Ausbeutung der GesamtleiistungS'fähLgkeit. Obwohl sich Verkauf um-d Ausfuhr in der (zweitem Jolhresh.alxta besserten, wollte doch kein rechter Zug in diie Sägewerksindustrie kommen: cV-vi-c.'n nöc'-nc rr.igün- «‘tige-r Faktor liegt in der Taitsachc, daß die Procluktioniikosten auf diesem -Felde selbst, von einem gutem D u roh s cbniitt sv erk au i snreis nicht gedeckt werden können. Eine ähnliche Bewegung zeigen -die Zahlen über titn H o 1 z m a s s c e x ip 0 r t, nur hat hier in den Monaten Juli UiP.d August der umfangreiche Ankauf durch England, das sich aus Besteuerungsgründen rechtsseitig eindecken wollte, eine kräftige Steigerung bewirb. L^ebrigcna berechnet man die Produflctionisein- :chra,'n.<ung für .Su-lt'-tmaise auf 48 Prozent, für Suflfatauf ctv/a 63 Prozent und für mechanische Masse Gestempelte Krone Auszahlung Wien -- In Zürich ijotjefte: die österreichische Krone —.15 die österr. gesi Krone . . die tschechische Krenef . 10,95 die Mark 2,37 Agram.1.70 Bukarest.— Budapest . . . . . —.72 Warschau....... -*-.15 auf 54 Prozent der N'O'rmaJiei'stumg. Gamiz ebenso hat auch die Papierfabtriikaibi'O« eine bedeutende Eimscthiräinkun^ erfahren, so daß sie im Sommer niuir 70 Prozent des Normal stau des erreichte. Die Attisfphx von Eisenerz Ipt soiciji seit.dm April rysi auf einer Höhe gehalten., die, wenn sie Muck den Dürchscbnit-t von 1913 nt'cht entfernt erricht, immerhin dem von 1920 bJrivhkommt. Im MMy Q-u&rtKl 1921 zeigten chie Expprtzahßen für Msen und Staihl einige Besserung: sie Stande» aber immerhin, nur auf 41.00p Tonnen gegen 137.000 Tonnen im dritten Quartart 1.913. Zurzeit gelangt nur ein BruiMeil von der Produkftipns'kra'ft der Ei«enwe-rice zur ÄMlArums. Zur VelvuyhluyA der Lage in der AsMchWtzWGÄWUätz. ÄMM nm besten ''fpjgß'ydtz IZiM&l; AetrielblKÄMtsVungsn im FehW»r KZ Fabribm, i.M .s-M 77, im GÄp-byr G, AchÄr tyrzM arp r, Zypfembpr 1920 60.000 Manp pW am L Ollotohei' 1921 28.000 ZdMh-. Pie Mjp xi'k pr rep z seitens dies -des hat sieh im Laufe -Äes'Jaihres?ehir ver-seh&rft:'Äsr döufbsdhe Warenverkauf in Sehweden organisiert si'c'h immer fester; Amerika und Eng] Ai) 4 Zinid gefährlich? RivÄKL. itzr Abtyrnoihiie, MotovrS'ckNk', "Lsndwirtsshafts. und Industriemarschin-sn usw., die Schweiz fnr Bamftvfrhken, nv4 imwätogs mtfk dssm» 4eH'!p $er Elektro- und KahelinichusHrie dm Kpukuiprsnz Norwegens Vind PWteWa'riys fWbsr, Eine erfreMchs Ausp'rihmtz WM M TsprtziL!p dustrUi die W TtzsMAMNS.Md ArbeMM'Mig den norm-alvn Stand zeigt und in glüctldidieir Weiterentwicklung begriffen ist". Natii rliöh leidet die schwetdäischc Schiff a h r t schwer uter all den DspresHMflen auf dem Frachtenmarkt. Zufolge der Sta-ti^jk des schwedisch«y.i Reederverhapi'des sind Ende 1920 etwa 10 Prozent der. Tgiipage sauf gelegene, das heißt, ohne Beschäftigung gewesen. Dieser Pryzentzsatr stieg bis Juni 1921 rcupidj bps zur Höhe von 50 Prozent au. Zwar wurde dann im Sommer eine .stattliche Anzahl;Sph'iff§ .befrgyph'tet, . xle mußten; aber zum größten' Teil schon im Oktober wegen Fraohtmangejs die Faihrt wieder eimisitdleai. Jet^t spgeJn viele schwedSsphe;Sphiffe guter deutscher Flriggte in deutsehem Diensten iin zahireiohn Fällen die einzige Möglichkeit, die Reederei vor dem Zusammenbruch »zu rsttsu. BANÄelsnAeknMen am Rußland. Aus M o § k a u wird gemeldet: Bogdanow, der Vorsit?gnde des Obersten Wirtschaftsrates, erklärte in einer Unterredung über die Beteiligung ausländ!" sehen Kapital? zur . wirtschaftlichen Wiederherstellung Rußlands, daß die Freigabe eines großen Teiles der Industrie/ die Schaffung der Staatsbank und die projektierte Erweiterung des Privatkredits die Möglichkeit gegeben haben, bedeutende Mengen inländischen Kapitals für die Industrie heraneuzleheo. Dieses würde aber nur dazu reichen, die Bedürfnisse der kleinen und mittleren Industrie zu befriedigen, während für die Großindustrie dje Heranziehung ausländischen Kapitals notwendig sein werde. Sogar zur Durchführung des produktionsprogrammes für 1922 sei die Heranziehung ausländischen Kapitals in Form von Rohstoffen, Hilfsmaterialien, Instrumenten und Lebensmitteln uötwendig. Auch zur Wiederherstellung der Steinkohlen-, Erdöl-, Metall- und Textilindustrie sowie des Transportwesens werde fremder Hilfe nicht zu entraten sein. Die Heranziehung ausländischen , Kapitals werde in folgenden Formen gedacht: 1. In Form von Kreditgewährung durch ausländische Banken oder Konsortien zur Bezahlung russischer Bestellungen. Diese Form sei schon zur Kriegszeit gewählt worden, als russische Kriegsbestellungen durch englischen Kredit beglichen wurden. 2. Aufnahme der Anleihe unter Vermittlung' der Staatsbank, die im Auslande zur Finanzierung der Großindustrie realisiert werden soll. 3. Abschluß von Konzessionsverträgen. Die Triester D a ffl p f s chi f f a U r t sgeselischaf t wird eine Generalagentur in Odessa und Filialen in Batum, Mariupol, ,Nowo« r 0 s s i j 5 k und Sebastopol eröffnen. Die Gesellschaft wird auch die Verbindung mit Bulgarien, Rumänien und' der Türkei unterhalten. * Innerhalb heim Monaten des verflossenen Jahres wurden in England für 67 Millionen Goldrubel W aren eingekauft; das entspricht ( 39% der Friedenseinfuhr. Etwa 75% der gekauften Waren sind bereits in Rußland. In derselben Zeit wurden Waren für 5% Millionen Goldrubel nach England ausgeführt. In Deutschland wurde für 8 Millionen Goldrubel eingekauft Aus den skandinavischen Ländern kamen Waren im Werte von 12 Millionen Goldrubel. Eingekauft wurden hauptsächlich landwirtschaftliche Maschinen, Samen und Lebensmittel. * Am 20. d. M. fand in Petersburg die Eröffnung der Warenbörse statt. Die deutschen Kohlenlieferungen nach Oesterreich, - Berlin, ' 24. Jänner. (Wolff.) In Beantwortung einer Anfrage eines deutschnationalen Abgeordneten erklärte der Regierungsvertreter, die Ausfuhr der deutschen Brennstoffe nach Oesterreich erfolge von Oberschlesien aus, und zwar werde der Umfang der Lieferungen jeweils durch die Oppelner Plebiszitkommission festgesetzt. Das t)urchschnitts-SolI im Kalenderjahr 1921 betrug fördertäglich 9000 Tonnen, die auch annähernd zur Ablieferung gelangten. Ueber das österreichische Kontingent hinaus habe der Reichskohlenkommissär zur Lieferung nach Tirol und Vorarlberg aus dem westfälischen Revier eine Monats1menge von 1000 Tonnen freigegeben, die allerdings im Dezember herabgesetzt werden mußte. Neuerdings habe das Landesamt Tirol kleinere, Mengen Kohle, Koks und Gaskohle aus Westfalen erhalten, die freigegeben worden seien. Eine weitergehende Kohlenversorgung Tirols sei leider nicht möglich. Die Brennstoffnot in Tirol sei nicht allgemein; cs bestehe lediglich Mangel an Qualltätskohle. 25. Jänner 1922 - Nr. 1074 FfftirtTlIMlMt ■ . . Iin— .11..i. M . Organisation der Wasserwirtschaft* Prag, 24. Jänner. (Tschecho-slow.Preßbur.) Am 25. d. M,; wjrd die ständige technische Kommission für die Wasserwirtschaft auf dem Gebiete des ehemaligen Königreichen Ungarn in. Dresden unter dem Vorsitz des Präsidenten Chargeraux ihre zweite Tagung abhalten. - Aufgabe der Kommission ist es, in jenen Fällen, wp die neue Grtzy^ wasserwirtschaftliche Einrichtungen oder Leitungen, der eiefei irischen Energie durchschneidet, zwischen den einzelnen Nach" „ folgestaaten eine Einigung herbeizuführen. Ferner soll dje Kommission die Einheitlichkeit der Wasserwirtschaft des' betreffenden Douaugebletcs aufrechterhaiten und vex-,. bessern. Ja der Kommission sind ö esterr eic h, die TßchechOfSlowakei! Utjganb Jugoslawien ugd. RümßmW: vertrete«, per.erste Verhnhdjüngsgegenstao'd wird die Ausarbeitung eines eigenen Statuts sei«, durch das der . genaue Umfang des Wirkungskreises sowie der rnodus procedenti bei der .Erfüllung der der Kommission durch den Friedgngyertrag MerWW! AirfgWhr f<UW; ihr Sitz, die Organisation des Diensteg gsw, festgelegt werden sollen. Einziehung von Dinarnoten. Wiedas Handelsmuseum mitteilt, werden die Fünf-DinarrNoten wegen vielfacher-' Falsiflzjerung eingezogen (Beschluß de? Uauptaussehusseg der Natipnajbapk vom 22. Dezember 1921 und Genehmigung des Handelsministers vom 24. Dezember 1921, VI, Nr, 541% und zwar erfolgt der Eintausch bis 20. Juli 1922 bei der' Nationalbank in Belgrad selbst und bei allen Ihren Filiale«, nach dem?9- Juli 1922 jedoch nur bei der Haupthnstalt. in Belgrad. Eingetauscht werden nur echte Banknoten,; Die Preisgrenzen der Luxuswapenadgavtz. Qaa Gremium der Wiener Kaufmannschaft ersucht UM, festzu» steilen, daß es im injeresse der betroffenen Konsumenten und der beteiligten Betriebe am 22. Dezember 1921 an den Finanzreferenten Stadträt B r e i t h e r mit dem Anträge auf neuerliche Erhöhung der Preisgrenzen , herangetpete» itzt. Am 5; d, M, wurde der Antrag erneuert und am 11, d. M. in der dazu einberufenen Enquete den leitenden Beamten der zuständigen Magistratsabteilung das ge-, 8 a m t e Mat "e r i a 1 f eff i "s m ü n d Ti c h d ä rgelegt, teils schriftlich übergebe«. Nur für NsturblumteS und.Kränze konnte, da die hiezu eingeladenen Vertreter, die Geüo88enschaft und die städtisch e Zentralfriedr hofverwaltiing als der größte einschlägige Unternehmer, nicht erschienen waren, keine Aeußerung erstattet werden. Das Gremium hat somit alles getati, um die fehlend? Initiative de? Stadtsenats zu ersetzen. Die Darstellung stadtrat Breitners beruht demnach auf unvollständigen oder mißverstandenen Informationen. Anständige Zollämter in Jugoslawien Verzollung ad valorem. Wie das Handelsmuseum . mitteilt,, wurden von der Generalzolldirektion in Belgrad folgende Zollämter in Jugoslawien für ausschließlich zuständig klärt, Waren, die einem Wertzoll unterliegen (zum Beispiel. Automobile, Fahrräder), zu verzollen: Belgrad, Agram* Laibach, Marburg, Brod, Osijek, Nowi-Sad, Sissak, Sarajevo, Subotica, Cattaro, Dubrovnik, Split, Seßenico, Bakar,' Nisch, Caribrod, Bitolj, Skoplje. Cosmanos, Vereinigte Textil- und Druckfabriken. In'der gestern unter Vorsitz des Präsidenten Dr. .Rudolf:' S i e g h a r t in Prag stattgefundenen Generalversammlung^ wurde der Rechnungsabschluß für das abgelaüfehe 16. Geschäftsjahr genehmigt und der Antrag des Verwaltungsrates auf Verteilung einer D i v-i d ende von tschech. K 80 pro Aktie angenommen, Ferner wurde der - Verwaltungsrat ermächtigt, in einem ihm geeignet erscheinenden Zeitpunkt das Aktienkapital der Gesellschaft von gegenwärtig tschech. K 24,000.000 durch Ausgabe von 30.000 Stück bar und voll eingezahlten Aktien ä Nominale tschech. K 400 auf tschech. KL 36,000.000 zu erhöhen- Weiters wurde der gesellschaftliche Fabriksdirektor iß' Lettowitz Josef S k o u p i 1 in den 'Verwaltungsrat neugewählt. ' . v , Die Standmieten auf der Wiener Frühjahrsmesse, Der Verwaltungsrat der Wiener Messe hat die Standpreisefür die Frühjahrsmesse in folgender Höhe festgesetzt: Offene Koje K 12.500, geschlossene Koje K 16.000, Eckkoje4 K 17.500, Schrankstand K 16.000, Tischfläche K 12.500, Wandfläche K 3500, Grundfläche (für eigene Pavillons, je nach der Lage) K 4500 bis 14.000/Verschließbare Räume 17.500, Ungedeckter Stand 2700/ Gedeckter Stand K 5300./ Ueberdies wird ein 15%iger Zuschlag für Propagandazwecke in Anrechnung gebracht. Sollten sich einzelne Firmen aus Gründen dieser Mietpreiserhöhungen zur Stornierung ihrer Anmeldung veranlaßt sehen, so wären solche Anträge spätestens bis zum 31. d. M. schriftlich und unter Anführung der zugeteilten laufenden Nummer an die Wiener Messe A.-G. zu richten. Viehmärkte in St. Marx. (Originalbericht der „Wiener Morgenzeitung“.) . Bors t ,e nviehmarkt. Zum gestrigen Markts wurden 1069 Schweine angemeldet, aufgetrieben jedoch nur 549 Fettschweine. Außer Markt wurden 551 Stück bezogen. . Mit Ausnahme von 20 Stück inländischer Herkunft bestand der Gesamtauftrieb aus rumänischen und jugoslawischen Schweinen. /Gegen vorigen Dienstag sind wohl die Preise um K 125 bis 150 per Kilogramm gestiegen, allein angesichts des gegenwärtigen Standes des Lei und der jugoslawischen Krone war der erzielte Gesamterlös geringer als in der Vorwoche, Es notierten Primaschweine K 1650 . bis 1750, •mittelschwere und alte K1600 bis 1650 lind leicht© K 1510 bis 1600 per Kilogramm Lebendgewicht.' --- Pferdemarkt. Zum gestrigen Markte wurden 1 72 Schlächter- und 413 Gebrauchspferde gebracht. Bel lebhaftem Verkehr zalflte man Zugpferde leichte K 90.000-biß 130.009, schwere K 350.000 bis 750.000, Kutschpferde K 150.000 bis 300.000, Pferde für Schiachtzweckte K 280 bis 580 per Kilogramm Lebendgewicht. Wiener Warenbörse. (Originalbericht' der „Wiener Morgeiizeitung“,) An der gestrigen Warenbörse machte sich gute Kauf* lustuach einigen Gattungen Chemikalien geltend, wie z. B. nach Eisenvitriol, Perlnatron, Stronciumnitrat, Schwefel, Zinnober echt, Zinkweiß, Milchsäure, Schwerspat und Aetznatron. Abgeschlossen wurden Weinsteinsäure, zu K 3800, Schwefelsäure 66° zu K 145, französisches Harz zu K 625 Wien, Ammoniak-Soda 96/98 iu 5 Mark auf Abruf transit Wien sowie zu ung. K 13.60 ab Budapest, Glyzerin chemisch rein zu K 3000, Pottasche 80/85 zu K 720 und. Eisenvitriol havariert zu^K 18 (exekutiv). A U s g e b o t e n wurden: Bleitninium zu K 1450 loko, Zinkstaub zu 23 Mark loko, Schwefelsäure Tonerde zu K 300, Chlormagnesium zu K 240, Quecksilber zu K 20.000, Aetzkali zu K 1430 transit Wien, Aetznatron 120 zu K 840, Antichlor zu K 370, Bleiberger Bleiglätte zu K 1330, Chlörkalzium geschmolzen zu tschech. K 6 transit Wien, Chlorkalk 110/115 zu K 230 transit Wien, Formaldehyd 40% zu 52 Mark transit Wien, Glaubersalz kalziniert zu K 93 ab