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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-25 · Heft 1074 (25.1.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1074 (25.1.1922)
Date
1922-01-25
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Kr. 1074 Wien, Mittwoch fliederösterreichischer Fabrik inklusive Sack, Kali, gelbblausaures, zu K 3600 Wien, 'Kalisalpeter zu 19 Mark transit Wien, Kaliumpermanganat zu 52 Mark transit Wien, Kupfervitriol zu K 750, Naphthalin in Schuppen weiß zu K 465 ab Wien, Emb. Paraffin 50/52 weiß zu K 550, Salz- > säure 20/22 technisch rein zu K 260 Wien, Schellack T. N. rubin zu 180 Mark transit Wien, T. N. orange zu 265 Mark transit Wien, Sizilianischer Schwefel in Brocken zu 105 Lire und floristella zu 90 Lire per 100 kg, Soda kristalisiert zu K 75 Wien, Terpentinöl Wr.-Neustadt zu K 2350, Karnaubawachs zu 60 Mark, Japanwachs zu 78 Mark transit Wien, schottisches Paraffin wachs zu 17 Mark transit Wien. Nähr-, Lebensmittel und Kolonialwaren halten durchgehends feste Tendenz, zum Ausgebote gelangten Kaffee Santos superior zu K 3060, Sul de Minos zu K 29Ö0, Te6 Java zu K 4260 transit Wien, Kakao- Pulver inländisch zu K 1800, Cassia lignea zu K 2500, Kümmel zu K 1450, Pfeffer zu K 2,100, Piment zu K 1500, Reis Saigoon 1 zu 15 Mark, Tomatenpüree ungarische Ware zu ung. K 68 per Kilo-Dose. - . Von Oe 1 en und Fetten, waren ausgeboten : raffiniertes Rüböl zu K 1200, Speiseöl holländisch la zu K 1800, Schweinefett zu 25 Dollar. Für Margarine war Interesse vorhanden und einige Umsätze wurden in Marke „Unicum“ getätigt, ausländische Ware wurde zu K 2000 offeriert. * ✓ Zum öffentlichen Verkaufe gelängen am 26. d. M. um 10 Uhr 20 Werk-, 2410 m Mollino transit sowie am 27. d. M. um V«1 Uhr Schwefelnatrium 30/32. > Prager Börse, Prag, 24. Jänner. Nach den gestrigen scharfen Rückgängen stellte sich heute in gewissen Werten eine Stabilisierung der Kutse ein, obwohl noch einige, weitere Verluste erlitten. Besondere Arbitragewerte waren mit Rücksicht auf die Notierung der österreichischen 'Krone zu niedrigeren Kursen angeboten. Erst gegen Schluß stellte sich eine gewisse Kauflust ein, unter derem Eindruck sich die Kurse teilweise erholten. Auf dem Anlagemarkte herrschte lebhafte Nachfrage nach Freiheitsanleihen, die 1 l/4°/o gewannen. Prämienanleihen und Kassenscheine 1924 ermäßigten sich dagegen um l/*°/o- In Türkenlosen herrschte Angebot WIENER MÖ&GENZEtTÜNCT Tschechische Rote-Kreuz-Lose waren zu den gestrigen Kursen, gesucht. Von Bankaktien ermäßigten sich einige. Von den Aktien der Wiener Banken vi/aren nur die der Anglo-Bank angeboten. Von Industriewerten waren namentlich Zuckerindustrie-Aktien schwächer. Auch in Exoten machte zu Begihn die Realisation Fortschritte, doch waren die Verluste nicht bedeutend. * Die Schlußtendenz war erholt. Die Devisen haben sich wiederum sehr ausgiebig abgeschwächt. Im freien Valutenhandel lagen Berlin; Belgrad, Sofia, Wien, Warschau und Budapest schwächer. Budapester Börse. Budapest, 24. Jänner. Die Börse zeigte heute bei Beginn große Zurückhaltung, die auch während des ganzen Verlaufes anhielt. Auf allen Umsatzgebieten kam es kaum zu Abschlüssen und um die Mittagsstunde setzte das Geschäft zeitweilig ganz aus. In der Kulisse wurden Staatsbahn-Aktien voii der Arbitrage ili größeren Posten gekauft. Auch Südbahh-Aktien gewannen 100 bis 150 Punkte. Von den übrigen Märkten ist * nichts besonderes zu berichten. Die Kurse unterlagen geringen.Schwankungen, stellten sich aber infolge der flauen Haltung durchwegs unter den gestrigen Schluß. Nur ganz vereinzelt ergaben sich kleine Kursgewinne. Auf dem Valutenmarkt bewegte sich das Geschäft in engem Rahmen. Regere. Nachfrage zeigte sich nur für Sokols, die jedoch späterhin zur Schwäche neigten. Die übrigen Valuten stellten sich durchwegs niedriger. Polnische Mark und Schweizer Franken lagen behauptet. Auf dem Devisenmarkt w&r die Auszahlung Mailand Gegenstand größerer Nachfrage, doch bestand auch für Prag, Paris und Berlin Kauflust. Berliner Börse. Berlin, 24. Jänner. Infolge der für Deutschland zurzeit schwierigen außenpolitischen tage und der Ungewißheit über den Verlauf der Verhandlungen der Parteien hinsichtlich einer Verständigung über die Steuervorlage haben die Devisenpreise durch den erneuten Mafrkrückgang in New York ihre Steigerung fortgesetzt, so daß der Dollar bis‘215 genannt wurde. Die Rückwirkung hievon auf den Effektenmarkt war nicht groß. Es machte sich wie schon gestern ausgesprochene Zurückhaltung der Börsenkreise. bemerkbar, wogegen das Privatpublikum am Industriest. 25. Jänner 1922 SeiteT** — ... .. .. .-—*** markte etwas mehr Kauflust zeigte. Die Kursbesserungedf für die marktgängigen Papiere betrugen bis zu 25%, und vereinzelt auch darüber. Lebhafte Umsätze fanden in Kali-1 Aktien bei Kursbesserungen bis zu 75% für diese und inj ungarischen Rentenwerten statt, von denen 1910er, 1913er, und 1914er Renten auf angebliche. starke Prager Käufe ym 15 bis 25°/. stiegen. Heimische Renten lagen unver<«; ändert fest. Wesentliche Veränderungen. des Kursstandes) traten im weiteren Verlaufe nicht ein, wenn auch hin und\ wieder mäßige Abbröckelungen erfolgten. ' ' : --.--— - / ' ■■ ' . ■ . "Die Devisenkurse. " 1 . Zürich, 24. Jänner. (Devisenkurse. *— Mitgeteilt von der Schweizerischen Kreditanstalt.) / Berlin 2.37 (2.57), Holland 187.- (187.50), New. York- 515.- (515.-), London. 21.67 (21.67), Paris 41.20 (4L50)/ Mailand 22.40 (22.40), Brüssel 39.80 (39.75). Kopenhagen* 103.- (103.-), Stockholm 128.- (128.25), Christiania 81.—> (80.50), Madnd 77.-T- (76.75), Buenos Aires 170.— (172.50),? Präg 10.05 (9.40), Budapest -.72 (-.75), Agfam 1.70 (1.75), Bykarest—.— (—.—), Warschau — .15 (—.15); Wien Geld —.15 (—.15), Wien Ware —.— (—.—), Oesterr. gest; Kronen Geld —.08 (—.08), Oesterr. gest. Kronen Wars- Berlin, 24. Jänner. (Devisenkurse.) Wien altes (—.—), Wien abgestempelt 5.48 (5.73), Prag 421.55. (377.60), Budapest 28.97 (29.62). Berlin, 24. Jänner. (Kurse der Devisenzentnale.)» Noten: Dollar 207.75 (201.95), Pfund 885.- (859.-),? Italienische . 919.— (886.—), Polnische 6.25 (6.17), Tschecho-stowakische 411.— (375.50),. Alte österreichische? —.— (—.—), Oesterr. gestempelte 2.25 (2.40). * Prag, 24. Jänner. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-slowakischen Finanzministeriums.)? Berlin 23.60-(27.10), Zürich 993.— (1078.-), Belgrad! 64.50 (71.50), Bukarest -.- (—.—), Wien 0.38% (0.42), Warschau. 1.12% (1.22%), Agram —.— (—.—), Budapest 6.70 (7.45), Jugoslawische Noten 61.50 (68.50), Oesterr*/ gestemp* Kronen 0.38 V, (0.42), Poln. Noten 0.92’/, (1.02%),' Ungar. Noten 6.70 (7.45). / r 8 OEX G5> <B> CH) <S> CH) KMX KHX »CHX »MX »9cnss>«< »CHX »CHX »CHX »CHX Sportblatt der Wiener Morgenzeitund »CSX ÖD CH) <a> <s> <x» CS) CD Jüdischer Sport in der Schweiz. Hakoah (Zürich) Mitglied des Fußballverbandes. Nach langwierigen Aufklärungsarbeiten ist es der. r Züricher Hakoah gelungen, den Schweizer Fußballj Verband von der Bedeutung und sportlichen Reinheit ihres Wirkens zu überzeugen, so daß es ihr endlich gelungen ist, in der höchsten Behörde des heimischen Fußballsports aufgenommen zu werden. Wir erhielten von der Züricher Hakoah ein Telegramm, das vom 23. d. Al datiert ist und zwei Worte enthält: V e rband aufgenommen. Damit findet eine Streitfrage, die nicht nur die kompetenten Persönlichkeiten und die Presse der Schweiz beschäftigte, sondern auch im Ausland den lebhaftesten Widerhall fand, ihr Ende. Zur Ehre der Schweizer darf gesagt werden, daß sie nicht aus antisemitischen Gründen der Hakoah die Aufnahme in den* Verband verweigerten. Ganz im Gegenteil! Da in den Schweizer Sportkreisen von einer Strömung gegen die Juden keine Rede sein kann, sahen die Vorstandsmitglieder des Schweizer Verbandes keine Notwendigkeit für die Gründung eines jüdischen Sportvereines. Sie befürchteten, daß eine derartige Schöpfung .das *,Hineintragen der Politik in den Schweizer Sport“ bedeutet. Die Hakoah verschickte nun ein Rundschreiben an alle Schweizer Vereine, wo sie ihre, Bestrebungen wie folgt festlegte: Herr Präsident I Sehr geehrte Sportfreunde 1 ' bi Anbetracht der in verschiedenen Zeitungen stattgefundenen Polemik, den Sportklub »Hakoah" Zürich betreffend, sieht sich der Vorstand veranlaßt, auf diesem Wege dazu Stellung zu nehmen, respektive die Gründe, die zur Konstituierung dieses Vereines maßgebend waren, -In Kürze Ihrem werten Vereine bekannt zu geben. Der Fußballsport war bis vor kurzem in jüdischen' Kreisen fast unbekannt. Die 'Propagandatätigkeit des 8. F. A. V. faßte nachgewiesenermaßen bei uns keinen Boden. Nur von innen heraus wjrd es möglich sein, das Interesse für den Sport in unserem Volke zu wecken. Unser 2000jähriges Exil schuf Menschen von ganz bestimmten körperlichen und geistigen Dispositionen. So erzeugt die Masse unseres Volkes Individuen, die körperlich gegenüber den anderen stark zurückstehen. Als Minderheit fehlt uns die moralische Berechtigung, . ,von der Mehrheit zu verlangen, das letzteft in ihren Sportvereinen die seelischen Dispositionen und körperlichen Eigenarten unserer JugÄnd berücksichtigten. Selbst wenn ,wir so unbescheiden wären, und die andern darauf, eingingen, besteht die Wahrscheinlichkeit, daß sie nicht immer so viel Liebe und Verständnis aufbringen würden, als dazu nötig ist, um diese anders geartete Jugend 'körperlich auszubilden. Weil wir von Ihnen nicht verlangen können, daß sie unsertwegen Ihren Sportbetrieb ändern, haben wir die Führer — die wir es in ihren Vereinen gelernt haben — die Aufgabe selbst übernommen, unsere Jugend sportlich zu erziehen. Unser , Verein zählt heute rund 250 Aktive und Passive, wir besitzen ein von der Stadt gepachtetes Terrain. Man wirft uns vor, wir seien ein „wilder“ Klub. Wir wünschen ja nichts Sehnlicheres, als in den Verband aufgenommen zu werden. Die Züricher A-Vereinigung faßte, vor zwei Jahren einen Beschluß, keinem neuen Verein auf dem Gebiete der Stadt Zürich den Eintritt in den Verband zu gestatten. Durch die erfolgte Aufnahme der F. C. Play-Fellows und Industriequaftier Behuf die obgenannte Vereinigung Präzedenzfälle. Warum stellt sie sich uns entgegen? Wir haben dem C. C. ein, Mitgliedsverzeichniszugestellt, woraus ersichtlich ist, daß zirka 90 #/0 unserer Aktiven noch nie einem F. C. angehört haben. Der Rest besteht aus solchen, die‘teilweise einem auswärtigen, teilweise hiesigen F. C. angehörten. Letztere haben sich meistens aus Altersrücksichten gänzlich vom Fußballsport zurückgezogen und ließen sich in entgegenkommender Weise für unserii Verein gewinnen, in der Absicht, unsere lugend dem Sioort zuzuführen* Der Sportklub Hakoah Zürich zählt heute schon, nach viermonatigem Bestehen, wie gesagt, zirka 250 Mitglieder und wird sicherlich nach einem Jahre deren 500 zu verzeichnen haben. Wollen Sie nun einem solchen Vereine die Existenzberechtigung absprechen? Wollen Sie denselben ein Jahr warten lassen, damit'ein großer Teil der so schwer gewonnenen Anhänger wieder vom Sport abfällt? Sie würden damit dem Sport und damit sich selbst schaden. Durch unsere Propaganda gewinnt der Sport neue Anhänger, die auch Ihre Veranstaltungen, besuchen und Ihnen somit eine Quelfe neue* Einnahmen erschließen werden. Werden wir nicht in den Verband aufgenommen, so wird . sich wahrscheinlich unser Verein auflösen müssen, zum Schaden des Sports und ihrer eigenen Interessen. Wir bitten Sie daher, werte Sportfreunde, In echt sportlicher Gesinnung uns ihren Beistand zu leihen, damit wir noch dieses Jahr provisorisch in den Verband aufgenommen werden. Mit sportlicher Hochachtung! (Stempel) i / gez.: J. Weil, Präsident. Wie mißverstanden die Absichten "der Hakoah waren, ersieht man aus der folgenden Abhandlung, die im Kluborgan der Züricher Hakoah zu lesen ist. „Der Schreiber dieser Zeilen ist weder Romanist noch Germanist und weit davon entfernt, zu glauben, er fühle irgendwelche dichterische Ader in sich. Das Phantasieren ist auch nicht seine Stärke und doch beginge er eine Unterlassungssünde, wenn er' die Sjigenbildung, die sich ...im Laufe der Zeit an die Entstehung der „Hakoah“ geknüpft hataußer Acht lassen würde. Es war einmal . ... so beginnt . es gewöhnlich. Doch die moderne Sage kehrt den Spieß "um. Sie ergeht sich-in Zukunftsideen, sie prophezeit und will dem Leser die drohenden Gefahren vor Augen halten. Man bittet ihn zugleich, die Moral der Geschichte zu erfassen,, damit der Belehrungszweck nicht verloren geht. Und was berichtet uns die Mär? ' Das Gleichgewicht der Fußballerwelt droht ins Wanken zu geraten, denn vom fernen Osten her nähert sich mit riesigen Schritten die „Hakoah-Gefahr“ in Form der Gründung exklusiv jüdischer Sportvereine. Nur „Hakoah“ oder „Makkabi“ wird -es in Zukunft heißen. Also aufgepaßt 1 ' Diese internationale Institution, fährt man fort, erfreut sich einer, bis in die feinsten Fasern,-dringenden, ausgeprägten Propagandatätigkeit. Geld spielt keine Rolle, denn Juden sind Kapitalisteh, ja, ja, sie waren schon als solche geboren. Beherrschen sie eiymal. die Weltfinanz, so liegt - es nahe, den Sport zu bemeistern und würde man sie nicht all zu sehr in Zügel halten, so riskierte man, eines schönen Tages jede Regierung mit lauter jüdischen Magistraten besetzt zu haben. Wien, als Haupt muß Zürich helfen 1 Ein Betrag von 10.000 Franken ist für die Wiener hur eine'„Bagatelle“. Die Juden sind allmächtig. Würden sie yun einmal Verbandsmitglied werden, dann Zürich, wäre es um deinen Ruf geschehen, denn vielleicht in drei Jahren schon, befände sid1 eine weitere Serie A-fähiger Klubs in deinen Toren Und dazu noch ein-jüdischer! Also gut aufgepaßt 1 Geht man auf den Efttstehungsgrund einer Sage zurück, so begegnet man zwei Momenten, die teilweise einzeln oder .ineinander verschmolzen, den Kernpunkt der Erzählung bilden. Nämlich : Verehrung „Und Furcht. Daß man aus Verehrung für die Hakoah Sageh verbreitet, scheint etwas unwahrscheinlich. Aber auch die Furcht vor ihi scheint nicht Maßgebend zu seih. Der Schreiber dieses denkt vielmehr an ein 'drittes Moment: an die Unkenntnis der Sachlage. Die. Hakoah kennt mqp noch viel zu wenig. Würde man sie aus nächster Nähe anschauen, so gewänne man gewiß die Ueberzeugung, man habe es hier mit einer Vereinigung wirklicher ' Sportfreunde zu tun, deren . Kollegialität einem jeden zu Ehren gereicht.“ Nun hat die Streitfrage eine für den größten Schweizer jüdischen Verein gü stige Erledigung gefunden, so daß der Entwicklung und dem Gedeihen der Züricher Hakoah nichts mehr im Wege steht» Zut Generalversammlung der Hakoah«; Begrüßungsschreiben der zionistischen Landes-] < . Partei. Die Hakoah erhielt von der zionistische# Landes-' Partei anläßlich der Generalversammlung folgendes Schreiben, das von den Herren Oberingenieur Robert 1 Stricker und Dr. Chaim Wolfmann gezeichnet ist: |; „Die -Leitung der zionistischen Labdespartei! Oesterreichs begrüßt die Generalversammlung der! Hakoah und wünscht ihren Beratungen den besten/ Erfolg. Die Parteileitung hat mit Befriedigung und! Anteilnahme die erfolgreiche Pionierarbeit der Hakoah! auf dem Gebiet der jüdischen Sportbewegung verfolgt,] Sie spricht der Leitung der Hakoah, die in uner-j müdiieher Arbeit für die Propagierung und Durch-j Setzung des jüdischen Sportgedankens gewirkt hat? ihre Anerkennung; aus und gedenkt insbesondere dankbar des vorbildlichen aufopfernden Wirkens des? derzeitigen Leiters der Hakoah, Dr. Körner. Die Person des Dr. Körner gibt uns die Gewählt daß die Hakaoh, die nunmehr ein Glied der großem zionistischen Organisation ist, mit wachsendem Eifer im Einvernehmen mit uns und im Sinne unserer großen?. Idee ihre Arbeit für che physische Regeneration und! die nationale Erziehung der jüdischen Jugend Wiens' erfüllen wird. Die Parteileitung erwartet von dem Pflicht-! gefühl und der bewährten Disziplin ihres alten Ge-' äinnungsgenossen Dr. Körner, daß er auch im neuen' Vereinsjahr die Hakoah zu weiteren Erfolgen führen und für die innere und äußere Festigung des Meisters des jüdischen Sports wirken wird.“ Dankbarkeit! u Antisemitismus in der deutschböhmischen Provinz;/ Der deutschböhmische Sport verdankt sein Ent-' stehen, seine Entwicklung' und seine Bedeutung fast ausschließlich Juden. Welche Würdigung ihre Leistungen finden, ersieht man aus der folgenden Abhandlung dea( „Deutschen Volksboten“ vom 22. d. JVL, der in Karls-1' bad erscheint. ] Vom Westgau des Deutschen Fußballverbandes findet heute in Eger eine Tagung sowie die Wahlen irf die Gauleitung statt. Das jüdisch-internationale Treiben im Fußball-' verband ist uns allen, bekannt und haben besonders wir Königsberger schon öfters gegen. Mißstände öffentlich: wie auch in Gauleitungssitzungen Stellung genommen^ Man hat ohne Wissen und Befragen der Provinzsportvere'iite . vor den Sendboten vom Stamme „Juda“ und den? Tschechen kapituliert! In den jetzigen Gau Vorstand wurden: durch energisches Auftreten .unseres Sportbruders Trojan in Karlsbad keine Juden gewählt, doch sind die Provinz^] spoftvereine (zweitklassigen) und ganz besonders wir Königsberger mit den Arbeiten der Gauieitung unzufrieden. Wenn die zweitklassigen Klubs geschlossen Vorgehen, haben sie? Stimmenmehrheit, somit die Majorität-in der Gauieitung^ was in Anbetracht der völkischen Gesinnung von' größter! Wichtigkeit ist, denn nur—die Provinzsportvereine wahren] das Volksbewußtsein und kommen für ihre Erhaltung selbst auf, hingegen alle Ligaklubs von Juden finanziert werden. Wir Provinzsportyereine müssen uns die Turn-j SPORTKLUB HAKOAH r~—I1 Morgen Donnerstag 8 Uhr abends im Festsaal des Hotel „Bayrischer Hof“,1L, Taborstraße . mit anschließendem Tanz Unter anderen gelangen „Die schlifomen Buben“ von N e s t r o y zur Aufführung. Mitwirkende die bekannten Spieler: Gansl, Grünfeld, Neumann, Häusler, .Trümmer, - Kohn, Katz, Pollak, Scheuer, Kovacz 9394 t 03

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