Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1074 (25.1.1922)
- Date
- 1922-01-25
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Wien, Mittwoch WIENER MÖRGßNZEiTUNO 25.Jänner 1B23 Nr. 1074 für kulturelle Zwecke au verwenden, einer großen Reine von S c ih <u 1 e n in Polen, und Eit <a ti e ti dhrne jede Unterstültauing au 'bleiben drohte, 'da das »Central Relief Comnuittee« nur die orthodoxen «und daia »People Relief Comnuiittee« nur die {Arbeiter- und Volks schulen umterstüitzen. Man hatte erwartet, daß die, anderen Schallen W 1922 imstande sein werden, aus eigenen. Mitteln sidh ziu erhalten. Da dies jedorih noch nicht -der Fall ist, hiat das Joint Distribution Committee tieuerdiings. für die Zei vom 1. Jänner bis 1. Juli 1922 50.000 Dollar am Unterstützung gewährt, die wie folgt verteilt werden sollen: Konigreß,polen 11.750, die Kreise Brest-Litowsk 3375, Bialystok U740, Rowno 7080, Wilna 4500, Ostga'lizien 3375, (Westgaliiziem 2250 utnd. Ui tauen (Kowinio) 2250, zusammen 36.320 Dollar. Der Restbetrag von -13.680 Dollar soll erst nach dein 1. Juli in derselben Proportion verteilt werden. . J ’ * Das Neueste ist... Das Neueste ist nämlich, dläß die Fahrt von der Aspernbrüdke nach Venedig im'Wien ebenso viel kostet wie ehedem die Fahnt nach ‘Venedig in Italien. Sie dauert mir no* *dh nidht gaipz so lamge, uhid man erZpart die Zollrevision. Die Reisekosten sind gleich. Und dabei gibt es am Pmterstenn nicht eiromal einen Maiifkuslöwcn, sondern nur den Tegethoff mit seinen Zaifons t u ch er b eh ältenn, und wenn auch .Kastanien, die Frucht des Südens, verkauft werden, so brauchen c|fe meisten Vorübergehenden zahlungsfähige Bdkannte, ’üirn sie ihnen aus dem Feuer zu holen. Die Bewohner; <fer. ländlichen Geflldk; von Sievering, Hietzing -und Pötz- Jeinsdorf ■ haben aufgehö-rt, wohlgefällig sohniuipperhd 'die staubfreie Luft Ihrer ViMeggiafcUir ein-zuziehen . ttmd fluchen der Stunde, in der sie draußen ihre Zelle>auN gesöhlagen halben. Wenn man ihnen glauben dark,)so jiait sich die Kilometerzahi der Entfernurgzur Inneren Stadt mindestens verdreifacht. Mehr Fassung bewxrMon die Stadtlrewohn-sr. Si-s bringen den Kurs der Psdheclisn- Icrone in Erinnerung, de gesteigerten Erhaltung?- tilid Betriebskosten und arbeiten .umso heftiger in Recfofc ■und Billigkeit, je weniger sie die Straßenbahn benützen. Stredkenlcarten werden in der Werfchtim-Kasse ■ aafbewalhrt und Schwärmer weissagen, den gänzlichen 5?uin der Straßenbahn diurch siinikemde Frequemzziffehn. Wenn sie die Strecke vorn Schottentor bis zur Grinzinger >> Kreuzung« mit einem Fuß auf dem Trittbrett stehend zurücklegen müssen, so halten sie es das erstemal für einen Zufall, das zweitemal für eine Verschwörung, das drittemal für eine Selbstverständlichkeit. Für die ^zerstreuten« Fahrgäste, die in ein Buch oder Gespräch vertieft, vor Begeisterung das Lösen einer Fahrkarte unterlassen, beginnt eine schwere Zeit. Diese Begeisterung kostet nämlich, Wenn sie allzu .offenkundig wird, 240 Kronen. Man ist vor Schrecken nicht immer imstande, schnell genug abzuMringen., .und so kann es auch dem prinzipienfesten Schwarzfahrer (passieren, daß er sich mit einemmäl im Besitz eines rechtschaffenem Fahrscheines sieht. Um den Fahrgästen diie wehmutstvollen Erinnerungen zu, ersparen, soll In Zuionnft anf den Karten überhaupt kein Fahrpreis mehr vermerkt 'verden. Und vielleicht kommt eine Zeit, da auch der Fahrpreis 5freibleibend« ist.. Bis das Z(iel erreicht ist, wird schon alles kalkuliert sein. Mir wer’® kan Rieht er brauchen... Kater Murr. " Ein guter Typ. Die > Reichs®ost« führt eitlen Schweren Kampf nicht nur gegen den um sidh greifenden W otanku 11, sondern auch gegen versöh-redenve christliche Sekten. Warum sie diese am meisten beneid st, ist die Opferwilligk-elt ihrer Mitglieder. Am rührigsten Scheinen ihr die pAdventisten dds siebenten Tages« zu sein, mit ihren nur 100.000 Mitgliedern in Amerika und 185.000 Anhängern in detr ganzen Weit, von denen jedes Mitglied durchsdhtndttlüch 63.92 Dollar (also zusammen lt*/-3 Millionen D-offiLarr!) für die Zwecke der Sekte opferte, und -die (kleine S-dkte konnte so nicht weniger als 144 Zeitungen und Zeitschriften 'l.erausgeben* Jedes Mitglied muß versprechen, den biblischen :> Zehnten«, das ist zehn Prozenit des Eimikomnifns, an die gemeinsame Kasse abzuführen. Und . es geschieht auch. Da kommen freilich gewaltige Summen zustauidie l-p Der Vergleich, den die »Reichapost«.mit der Opferwilligkeit ihrer katholischen Fremdle zieht, entlockt ihr nur einen betrübten Seufzer. Und doch iieße rieh da vielleicht Wandflung schaffen. Die 3> Adventiven.« glauben, daß das Ende der Welt nahe ist. Die >Reichisipost« findet diesen Irrtum hedamerlich. Wer wird denn so am Diesseits kleben? 1 Sie mache sich vielmehr diese Lehre zu eigen und verkündigt sie. Vielleicht finden sich dann doch noch einige Leute bereit, die christlichsoziale Presse finanziell! zu stützen. Gär mancher wird die c.Reichspost« ganz gerne abonnieren, wenn man ihm die Ueberzeingumg 'beibringt, daß er ja. doch nicht mehr dazukomme, sie auch noch,zu lesen... * Keren-Hajessod-Erfolge in Elsaß-Lothringen. Einer Mitteilung der Keren-Hajessod-Kommission; für Elsaß-Lothringen zufolge erreichten bisher die Zeichnungen für den Keren Hajessod die Summe von 65.000 Francs; von denen bisher 20.000 Francs in Straßburg und 3500 Francs in Metz bar eingezahlt wurden. * Der Teilstreik der Religionslehrer der Kitltusgemeinde. Vom Sekretariat der Israelitischen Kultusgemeinde erhalten wir die folgende Zuschrift: Der Vorstand der Iraelitischen Kultusgemeinde hat den nebenamtlich verwendetem Lehitfkxäfteri ein Stundenibom oerair z u ge billigt, welches wesentlich höher ist, als jenes, das der Staat den akademisch gebildeten MittelscWlilehrern »wd die Gemeinde Wien den katholischen und' evangelischen Religioslehrern, welche nebenamtlich' Religionsunterri'Chit erteilen, gewährt und sich überdies bereit erklärt, wegen Bewilligung von Quinquenalzulagen mit den Vertrauensmännern dieser bei der Kultusgemeiihde nur nebenbeschäftigten Agestelltenkateguri/e zu verhau-, dein. Diese^ Lehirer haben nun am heutigen Tage Ihre (Tätigkeit eingestellt, wovon der Kultusvor- Jstand erst durch Zeitungsnachrichten, welche völlig unirichtige und den Tatsache® direkt widersprechende Honorarangaben enthalten, Kenntnis erlangte. Eine ■Verständigung der Schulkinder, die vielfach weither in die Religiansstationen kommen müssen, konnte daher nicht erfolgen. * Begräbnisse am heutigen Tage. A 11 e r Friedhof: tO Uhr Landau Frieda, 10 Uhr 30 Min. Gold* * c h m 1 d t Else, 11 Uhr Goldschmidt Julie,!1 Uhr Keren Kajemeth l’Jisrael; II., Taborstrasse 59, Telephon 40-3-16. Spendenausweis Nr. 2 vom 16. bis 21. Jänner 1922: K 169.978.05. Im Jahre 1922 ingesamt: K 749.660.67. Zentrale:.225; I. Bezirk: (N. F. K. Franka Rittermann) d.Ehr. Lenz: M. Ernst 20.000, Dr. E. Hilfreich 500, Div. 100. II. Bezirk: Smlg. Tebus Rost an!. Brith-Milah Sechiel Fröhlich im Sanatorium Löw 3150, Smlg. M. Wundermann Verlbg. Rosa Altstädter-Major Horowitz: Major Altstädter 800, K. Schwarz 600, Div. J970: A. Rubin. 2000, Fardo d. H. Knebel 1000, Div. 550; Beth. Ennsg. 732, fe. Löffler 500; d. j. Klein: Sir Stuart Samuel 1000; Div. 200; A. Goldfeld 546, d. V. Erez Israel 942.20; d. J. Barbasch : Rabb. Reisele Friedmann 1648.20, Karl Glaßberg 2212, Ch:.Braten 1031, A. Gelbert 800, W. Goldschläger 560, 8. März, B. Josefsberg, Fam. Scherf ä 500, Div. 10.247.90. III. .Bezirk: M. Bak 500. IV./V. Bezirk: M. Komornik 500. VI. Bezirk: Dr. Paul Berger 10.000, H. Donner, Smlg. J. v. Menorah ä 500, Div. 100. VII. Bezirk: 200; Abr. u. Beile Schächter a. N. Schlojme ben Arjeh Feiger anl. Geburtstag 2. Schebat 2500. VIII. Bezirk: 200; Gold. Buch: Kretz-Dr. Hüscher 850. IX. Bezirk'’: Heinrich Wasservogel anl. Ablebens Karl Wasservogel 2000, Woja 532, Div. 100. XII./XV. Bezirk: Franz Schiebl 2000, Ed. Politzer 1000, s. Bergstein 560, E. Schlominlc 500.50, Div. 1844.35. XVI./XVII. Bezirk: d. N. Birnbaum: Hosenfratz 100, Schach Wettspiel Göldstein-Linden 500. XVIII./XIX. Bezirk: 400; Hitachduth: Smlg. Ehr. Lenz: Anonymus 204)00, A. Reifler, Ehr. Elfenbein ä 1000, Div. 1100; Smlg. Athawath-Zion b. Hitachduthvers. 3262; Smlg. Sal. Picker: Schlojme Picker, Baruch Löw ä 1000, Aron Picker 1500, A. Zimmer, Fr. Buller ä 500, Div. 2550, Menachim Frostig 1200, Div. 400. Summe Wien: 114.410.15. — Atzgersdorf: Garten Atzgersdorf d. N. F. K. Lager: Siegf. Adler, S. Blaustein, Julius Lager, H. Szmetana ä 3000, Smlg. Blaustein b. Sudeh d. H. Arnstein 1600, Michael Maier 1500, Dr. Sprecher 1000, Smlg.. Nelly Senft 890, Div 150. — Gloggnitz: 8. Sußriiänh a. N. Otto Koranyi 500, F. Löwy 600, D. Löwy 500, Div. 684. Graz: Karl Preiß (Marburg) 5000, Smlgl b. Vortr. 3341, Sühnespende A. Stößl 1000, Smlg. Liechtenstein b. ßar-Mizwah 1400, b. Brith Schwarz 4500, Div. 852.80; Bl. W. Hain a. N. Chalur M. Wagner: Wanderb. BI. W. 1500, Karl Schwarz 1000, j. Weiß 514, Div. 5656. — Klagenkurt: 424.10. — Mödling: 10 Prozent Kartensteuer 10.000. — Oberhollabrunn: Bar-Mizwah Karl Skutezky 500. — Salzburg: D. Schwarz Kokisch (Bad Gastein) ä 500, Div. 523. Summe Provinz 55.567.90. 30 Min. M e s s e r Hermann, 12 Uhr P i u s Rosa, 12 Uhr 30 Min. Gold Jakob. — Neuer Friedhof: 9 Uhr 30 Min. Friedmann Philipp, 10. Uhr Fischer Antonie, 10. Uhr 30 Min. Eh rmann Leopold, 11 Uhr Blau Samuel. ' * Vom Keren Kajemeth l’Jisrael. Die für Mittwoch den 25. d. M. um halb 7 Uhr im Bureau des Keren Kajemeth (E; Taborstraße 59) angekündigte Sitzung der Nationalföndskommissäre mußte aus technischen Gründen für Donnerstag den 26. d. M. um halb 7 Uhr verschoben werden. Die Nationalfondskommissäre werden hiemit um pünktliches Erscheinen ersucht. * Nachahmenswertes Beispiel. Dem Hilfskomitee für die ukrainisch-jüdischen P 0 g r omopfer ist durch Herrn Oberrabbiner Doktor C h a j e s e'ne Spende im Betrag von tschech. K 4300 als Ergebnis einer von Herrn Heinrich Z a i t s c h e k in B r ü n n im Tempel Ottgasse nach einer vorhergegangenen Ansprache des Herrn Rabbiner Dr. Max Grünfeld veranstalteten Sammlung zugekommen. Vom Keren-Kajemeth-rji8rael. Die Firma Jakob S c h a n z e r, Wien, III., Baumannstraße 1, (Kinderwagenfabrik) hat sich verpflichtet, dem Keren-Kajemeth-lJisrael 2% von jedem Wagen auszuzahlen, den sie auf Grund der vom Keren-Kajemeth-rjisracl angegebenen Geburtenadressen verkaufen wird. * Ein hebräischer Klub in Berlin. Die große Anzahl der jetzt in Berlin weilenden hebräischen Schriftsteller hat dazu geführt, daß der bereits vor längerer Zeit gegründete hebräische Klub (Beth Waad) zu neuem Leben erwacht ist. Er hält allwöchentlich einen hebräischen Klubabend ab.; die Einweihungsfeier des neuen Lokals fand am 12. d. M. statt. Nach dem interessanten Vorträg von Mirenburg übe/ das Moskauer hebräische Theater wurde eine Reihe von Begrüßungsreden gehalten, darunter von dem als Gast anwesenden Bürgermeister von Tel-Awiw, Disengoft., Besondere Erwähnung verdient die Ansprache B i .a 1 i k s, der ausführte, -daß , neben der offiziellen politischen Geschichte noch stets eine stille Geschichtsvorber.eitung unterirdisch vor sich gehe, so?um Beispiel neben der römischen Weltgeschichte die unbemerkte Tätigkeit der urchristlichen Gemeinden. Ebenso gehe neben unserer politischen Bewegung gewißermassen hinter den Kulissen die hebräische Kulturbewegung vor sich, die vielleicht einmal das Volk stärker entzünden wird als die äußeren Ereignisse. Alle Redner gaben ihrer Freude über das Erstarken der hebräischen Bewegung in Deutschland Ausdruck.; * Vidierurig von Amerika-Pässen in Rumänien. Der amerikanische Konsul in Bukarest erklärte, daß er wieder mit der Registrierung der nach Amerika reisenden und sich in Rumänien befindlichen Flüchtlinge begänne. Er werde vom 13. d. M. bis 1. März, entsprechend der Quote, 12.000 Pässe visieren. In Rumänien weilen derzeit gegen 25.000 Flüchtlinge, die auf Einreiseerlaubnis nach Amerika harren. (J. P. Z.) * Die Einwanderung nach Kanada. Die amtliche Statistik über die Einwanderung während der let ten acht Monate ergibt eine Verringerung der Einwanderungsziffern um 37 Prozent. In diesem Zeitraum kamen nach Kanada im ganzen 76.575 Emigranten, von denen 25.279 aus deu Vereinigten Staaten stammen. (J. C. B.)' - * Wie man beim Trinken einer Flasche Wein 2Q0 Kronen verdient. Ein echtes Valutageschichtchen wird von einem Engländer.mitgeteilt, der von Deutschland über Tirol nach der Schweiz reiste. Man kauft sich in Jirol eine Flasche Wein für 500 Kronen, trinkt diese behaglich aus und verkauft die leere Flasche, wenn man die Schweizer Grenze überschritten hat, dort für 50 Centimes. Da ein Schweizer 50-Centimes-Stück in österreichischer Währung* 700 Kronen wert ist, so hat man also durch das Trinken der Flasche Wein 200 Kronen verdient * Wetterbericht. In Eur'opa hält die kalte östliche Luftströmung an. Besonders streng ist der Frost in Preußisch- Sehlesien mit Mittagstemperaturea unter —10°. ln Polen unter —15°. In Oesterreich war das Wetter vorwiegend heiter und kalt (Wien mittags — fl°), während es im irmern und westlichen Oesterreich, das vor dem kalten Ostwindc geschützter ist, wärmer war. Voraussage: Strenger Frost noch einige Zeit anhaltend. * Der Streik in Südafrika. Aus London wind gemeddet: Die. Randiminem-Streitfrage ist noch immer njehit; beigelegt. In Johannesburg ist der Straßetnibalhm- -venkshr. eingestellt, um die vorhandenen Kohlen für die el'dktrfeahe Beleuchtung ziu sparen. Ein großer Teil der, / eingeborenen Arbeiter ist bereits äJbgewaniderit * Die Leiche des eigenen Kindes verzehrt. Ans Moskau wird gemeldet: Im Dorfe Tahibaily (Kreis Spaßt, Tatairenrep'ubKik) hat ein Bauer die Leiehe seine« siebenjährigen Kindes aiuis Hunger verzehrt Der FaM ist aikitanmäßig festgestellt. * Die Erzeuger der Sclimugglerkoffer verhaftet. Herr Rechtsanwalt Dr. Julius Sternberg ersucht uns um'Richtigstellung der in unserer Nummer, vom 19. d. M* unter diesem Titel erschienenen Notiz, dahingehend, daß der .darin genannte Herr Leon Tisch, IX., Sechsschimmelgasse 24, dieser Affäre vollständig fernsteht * Millionendiebstahl. Der Rosa Böhm, XXI., Amts* Straße 35, wurde gestern ein Koffer aus Imitationsleder, enthaltend 4 Paar Schuhe, 1 grünes Kostüm, 2 Waschkleider, 2 Winterkleider, 1 grüne Wolljacke, 6 Paar Strümpfe; 6 Tag- und 1 Nachthemd mit Märke „R. B“, 4 Damenhosen, 3 Paar Handschuhe, 4 Blusen, 1 Korallenkette mit Armband, zusammen 4 Mi Mionen Krön e n wert, gestohlen. * Elegante Laden diebe. Gestern kamen etwa ela 40jähriger Mann, groß, mit englischgestutztem, dunkelblondem Schnurrbart in elegantem Stadtpelz und eine etwa. 30jährige mittelgroße Frau mit blondem Haar, hübschem Gesicht und lebhaftem Wesen, in einem Bibermantel und mit Brillanten in den Ohren in das Geschäft des Juweliers Hofstätter, Kohlmarkt 7. Sie ließen sich Juwelen vorlegen, entfernten sich jedoch scheinbar, ohne etwaV gekauft zu haben. Der Schein trog aber, denn es fehlte eine goldene Brosche, etwa drei Zentimenter lang in Rechteckform, an jeder Ecke ein Brillant, neben ihm zwei kleinere Brillanten in Platinfassung, 200.000 Kronen wert. Nur äufs Bezahlen hatten die „Kunden" vergessen, Vereine, Vo^räge und Versammlungen. $ b z i a 1 p ä d a g 0 g i s c h e G e s e 1 ls c h a f h Heute, 7 Uhr, im Anatomischen Institut, IX., Währingerstraße 13 (Erdgeschoß), Dr. Karl Feri: Das Horoskop in seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung. — Gen e r a 1versamtnlun g*d es Blau-Wei ß. Samstag den 23. d. M. findet inf Saale der B’nei B’ritli, I., Universitätsstraße 4, punkt 7 Uhr, die öffentliche Generalversammlung des Wanderbundes Blau-Weiß statt. Tagesordnung.: Berichte, Vortrag Karl E 111 n g e r: Sommerlager (mft Bildern), Wahl, Eventualia. Gäste willkommen. — Wiener j ü di sc her Ge s an g v e re in. Zur .Aufführung eines größeren Chorwerkes werden mehrere stimmbegabte Herren und Damen gesucht. Anmeldung jeden Dienstag von V37 bis 9 Uhr abends im Vereinssaale;-des Wiener Konz.erthauses, I., Lothringerstraße. — J u ge n d v erein N e ß Z i o na h. Zuschriften' ab 15. d. M. an Adresse M. Feniger, II., Sebastian-Kneip-Gasse 3/19. — lugendverein Ahawath Zion, H., Kleine Zufahrtsstraße 160: Heute, Vs8 Uhr abends, Festkomiteesitzung. Kartenabrechnung bis längstens Freitag im Vereinsheim. — J ü d i s c h e T i s c h g e s e l 1 s c h a f t O ttakri.ng- H-e r n a 1 s. Heute,‘8 Uhr abends, im Souterrainlokal des Cafe. Hindenburg, - Alserstraße Ecke Hernalsergürtel, Pins k e r - Fe i e r. Redner Dr. N. M. Gelbe r. — Die jtidiscbeTischgesellschaft Alse rs t ra ß e u 11 d U m g e b u n g hat ihre Zusammenkünfte wieder aufgenommen; diese finden jeden Mittwoch, 8 Uhr, im Cafe H a m e r,1 i 11 g h 0 f, VIII., Hamerlirigplatz, statt. Gäste willkommen. E 11 e i^n s c h u 1 c. Heäte findet der neunte Vortrag der Elternschule statt. Es spricht Dozent Dr. Erwin Lazär über „Geistige Gleichgewichtstörungen bei Kindern“. Dnr Vortrag findet wieder im Anatomischen Institut, IX., Währingerstraße 13, um 1}J Uhr abends statt. Kostenbeitrag K 20. ' Ur. a n i a. Heute , V23 Uhr, (Großer Saal) Schülervortrag: Das Holz in der Hand des Tischlers. Der Wienerwald. — 5 Uhr (Großer Saal) Das Wunder des Schneeschuhs. ~ V«6 Uhr (Kleiner Saal) akademischer Maler Christian Ludwig Martin: Das Wesen und die verschiedenen Techniken der Originalradierung, II. .— J/o6 Uhr . (Kursaal) Ilse A r 11: Wärmewirtschaft, Kräftewlrtschaft und Abfallverwertung im Haushalt, IV. — ‘/,6 Uhr (Klubssaal) Univ.-Prof. Dr. Robert F. Arnold: Warum: und wie erlernt man fremde Sprachen? III. — l/.8 Uhr (Großer Saal) Ferdinand Raimund. — ‘/a8 Uhr (Rurssaal) Otto Sauer: Die nutzbaren Mineralien Deutschösterreichs, I. — V28 Uhr (Klubsaal) Vortragsabend Reife und Hugo Schmidt. Steuerfragekasteu. " W. F.» IX. Das Bekenntnis über das Einkommen dei Jahres 1921 ist bis 31. März 1922 einzubringen. Die erste vierteljährsrate der Einkommensteuer für 1922g ist am 1. März fällig. Sie ist nach dem im letzten Zahlungsauftrag enthaltenen Einkommen, wenn Sie aber für 1920 ein Einkommen über K 200.000 einbekänrit haben, nach diesem Einkommen zu berechnen, und zwar auf Grund der jetzt geltenden Steuereinheiten und Skala. — Ben Jizchak. Wenn Sie hier am 30. Juni 1920 weder Wohnsitz noch eine Erwerbsunternehmung hatten und. nicht österreichischer Staatsbürger sind, dann ist Ihr Wiener Guthaben hier nicht vermögensabgabepflichtigl — Beamter. Von der Neujahrsremuneration ist die Steuer nicht besonders abzuziehen» Der Abzug von allen- Auszahlungen, Welcher Art immer, darf dpn 'Abzug für Dezember oder November nicht übersteigen. — M. Fischl. Den Unterhalt des in Ihrem Geschäft angestellten Sohnes können Sie als Betriebskosten einstellen. Er bildet aber dann bei Ihrem Sohn steuerpflichtiges Einkommen und Sie sind zum Steuerabzug verpflichtet: — Ilona R. Auch wenn Sie den Hausanteil, den. Sie verkaufen wollen, geerbt haben, ist der Veräußerungsgewinri einkommensteuerpflichtig. Als Gewinn ist der Unterschied, zwischen dem Kaufpreis. Uhd dem bei der Erbgebührenbemessung seinerzeit angenommenen Wert apzu« sehen. — Zion. Wenn Ihr Gehalt im Jahre 1920 K 100.000 nicht überstiegen hat und Ihnen die Steuer ordnungsgemäß abgezogen wurde, so wird Ihr Nebeneinkommen abgesondert veranlagt und besteuert werden. Der Marktbericht. Leichtei* Preisrückgang im Engrosverkehr. , Mit Rücksicht auf den ins Stocken geratenen Absatt und die gute Beschickung des letzten Marktes in St. Marx ist gestern im Engrosverkehr in der Großmarkthaile ein ganz leichter Preisdruok erfolgt. Es ermäßigten stob Im Großhandel RindfloteuJh, Spotte und Ftla uw it K 99, Klfeaf um K 21, Schweinofleieofe um K 19 per RkMamvi. kg DctaPhamlel traten kehre Aeitdcnuigen ein. Die