Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-01-25 · Heft 1074 (25.1.1922) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1074 (25.1.1922)
Date
1922-01-25
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980154--10051-2996363
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Wien, Mittwoch 25. Jänner TD22 Nr. föT? [Seite 2 Oesterreich, Das Kabinett Schober. Der Ausschuß für Aeußeres . bat gestern den Staatsvertrag mit der Tschecho-Slowäkei mit Mehrheit a in* g e n o m m e n. Morgen wind' der Benidbtenstaittex Dr. Mayr dern Plenium des Nationallrats referieren. Die Ratifizierung wind auch dort mit Mehrheit erfolgen. Die; Verhandlungen über die Krise sind inzwischen nicht weitergekommen. Die Christi i-cbsozialen und Sozialdemokraten erklären, ' .daß sie angesichts der ganzen Situation keinen .Grund für eine Neubildung der Regierung sehen. Herr Schober ist im * Besitz des Vertrauen® "des' sBund'esp.r äs identen und der M eh r h e i,t. Allerdings muß die Regierung in Zukunft gegen solche..ije.berfalle, wie er diesmal von den Größdeutsehen und der »Neuen Freien Presse« yersu'cht wurde, dadurch gesichert werden, daß die beiden großen Parteien ihre Stellung zum Kabinett Schober öffentlich -präzisieren. Daß die Groß deutschen fü-r die nächste Zukunft aus jeder Regierungskombiination ausscheiiden, steht schon jetzt fest. Die Verhandlungen der Regierung mit Ungarnschreiten jetzt rascher‘ vorwärts. Die beiderseitigen Geldansprüche sind reduziert worden, Untersuchungsausschuß in der Angelegenheit Dn Gürtler — Dr. Waneck. Der Untersuchungsausschuß in Angelegenheit Dr. Gürtler — Dr. Waneck setzte heute seine Verhandlungen fort und vernahm folgende Zeugen ein: Den Herausgeber der „Börse“ Dr. Bekessy, die Redakteure Ely, Dr. Pohorilles, Dr. Schlesinger, Ben esch und Kästner; ferner Konrad F ehrin g e r, Sekretär des gestern vernommenen Herausgebers der Finanzpresse Neuhauser.. Damit hat der Ausschuß in seiner neunten Sitzung die Einvernahme der Zeugen und Sachverständigen über die vom Abgeordneten Dr. Waneck gegen den Finanzminister erhobenen Beschuldigungen abgeschlossen. Um den Mitgliedern Gelegenheit zu geben, das auf Grund der Einvernahme von 64 Zeugen vorliegende Tatsachenmaterial zu sichten, wird morgen Mittwoch vormittags keine Sitzung das Ausschusses stattfinden. Da es notwendig ist, dem Nationalrat wenigstens vorläufig über den bisherigen Verlauf der Verhandlungen und die Ergebnisse derselben zu berichten, wurde der Vorsitzende des Ausschusses ersucht, an den Präsidenten des Hauses eine Zuschrift zu richten, in der die bis morgen Mittwoch abends vorliegenden Ergebnisse der .Verhandlungen dem Hause mitgeteilt werden. Die „Neue Freie Presse“ vor dem Untersuchungsausschuß. Der pariaim-ontarisah e Unter su'dhungsiaussdhiüß. ft'e'dher eingesetzt wurde, um die vom groß deutschen Abgeordneten Dr. Wan ec k gegen den iFmanzminister Dt. Gürtler erhobene BescMdiguinig, den Text der Ges etzes Vorl age den Großbanken und der Presse zum Zwecke von Spekulationen vorzeitig a-usgeliefert zu haben., ziu prüfen, hat den Herausgeber der »Neuen Frei ein Press e«, Herrn. Dr. Benedikt, ein vernommen. Dr. Benedikt hat eingestanidem, daß die »Neue Freie Presse«, dank des Amfcsmtßbrauirih® eines Funktionärs, 'vorzeitig fvon der Gesetzesvorlage verständigt wurde. Er hat sich alb er un ter Berufung auf das R edakrti onsgeihe hnnis geweigert, den Namen des Schuldigen au nennen. Der Präsident des Ausschusses, / Abgeordnete! Sei4 z, hat Dr. Benedikt darauf aufmerksam gemacht, daß er durch diese Weigerung einen Kreis von Beamten, welcher nur .durch Bekanntgabe des Schuldigen rehabilitiert werden ' kann, moralisch aufs schwerste schädige. Er hat ferner darauf hingewiesen, daß es unehrenhaft seii, wie die »Neue Freie Presse« dies getan hat, nach Untersuchungen •zu schreien und sich dann hinters RedaJktionsgeheim? nis zu verkriechen. Dr. Benedikt ist bei seiner Weigerung geblieben. ' ' Daß sieh hinter der »Vornehmheit« dter »Neuen Freien Presse« intrigante Denkart verbirgt, daß. dieses Blatt mit der scheinheiligen, salbungsvollen Schreibweise im alten Oesterreich die Nationen durcheinander gehetzt, jede Versöhnung "verhindert hat und das gefügigste Instrument der Kriegs,partei ■war und al®’solche® die Hauptschuld am Zusammenbruch trägt, war den Eingeweihten bekannt. Daß nunmehr sein Charakter in öffentlicher Unter-, otrehung festgcstelit wurde,, ist zu begrüßen. Ded jetzige Vorfall muß die -blödesten Augen öffnen. Als Dr. Wa neck seine Beschuldigungen gegen Doktor G ü r 11 e r, einen Feind, der »Neuen Freien;Presse«,' veröffentlichte, da forderte dieses Blatt als' erstes in einem Leitantiikyal strengste, öffentliche Unteföuohung. Oesterreich muß aus dem Sumpf heraus, schrieb das edle Blatt. Nun, da seinem Wunsche Rechnung getragen wird, da es klar geworden ist, daß ungetreue und. pflichtvergessene Funktionäre arts Informatoren im Dienste des feinen Blattes stehen, nun, dia es, nicht mehr uiti den Kopf Dr. Gürtler« geht, verweigert Dr. Benedikt mit «isomer Stirn die Aussage. Vielleicht regt lies er Vorfall die treuen Leser -der »Neuen Freien Presse« endlich zum Nachdenken über den Charakter ihres Lkbling^organs an. Eine Seipel-Rede. in tirMrr Wähler-Versammlung des neunten Be- SÖricg sprach der ehr/sth-chsoziale Parteiobmann Abgeordneter Dr. Seipel über die politische Lage. An die Worte Lloyd Georges anknüpfend, _ V7TT.17Z71 U O 71 CT?,TTZD1T UTTG daß der gegenseitige Mangel! an Vertrauten zwilchen den Völkern die Ursache der Welilnot sei, machte Dr. Seilpel dieses Mißtrauen für das Ausbleiben der Kredite, verantwortlich, dte wir so dringend zum . Wiederaufbau-• benötigen. Noch gefährlicher sei ‘aber der .jühit^r den Oester reichern selbst herrschende Mängel ain'Vertr-a-uein der Staafcswiirtscihifit' gegenüber.. Die: Vaiutenh-au'sse der letzten, Tage sei ein Sythptomdieses. Mißtrauens. Sie resultiere aus Angstkäufen solcher Leute, die die Valuten wirklich brauchten, sichaber in Panikstimmung weit über Ihren Bedarf' eihgedeckt haben. Eine Ursache dieser Stimmung sei die Regierungskrise, für deren rascheste Beendigung eimautreten sich die Christlichsozialen verpflichtet halten. „Ueber Nationalität zur Bestialität.“ De ■G-rilliparzer-Feier in Wien am 50. Todestag des Dichters, der die Entwicklung des Deutschtums ^mit dem I/Vorte voraiu&verkündet hat: »V bn d e r H ü m a tri t a-t über, *N a t i on a 1 i t ät z u r Bestialität«, wäre unvollständig gewesen, wäre sie nicht durch die- Gründlung-sversammliuing eines »D e.u t/s ch v ö 1 k i -s c h e n Sch u t zu n -d T rut zbu n ,d s« ergänzt worden, der sich die Verwirklichung des zitierten Entwickilungsgedankens zur Vereinssatzung gewählt hat. »Wir fragen-nicht um Recht- oder Unrecht«, gestand der Vorsitzende Oberst Bul:ey in der Eröffnungsrede, die Hauptsache ist dem- Edlen die J u -d e n ih e t z e. '' Zu diesem Zwecke hatte man sich einen Redner au® Deutschland, einen leibhaftigen Lan-ckat a. D., verschrieben, der denn auch die kühnsten Erwartungen übertraf. Er verblüffte haupt-sächlich durch seine weltgeschichtlichen Kenntnisse. So überraschte er durch •die Mitteilung, daß,R a t,h e n a u schon am 4. August 1914 in die deutsche Regierung eingetreten äst. Das hat bisher noch niemand gewußt, Rathenau selbst wahrscheinlich: .am allerwenigsten/ Diesen historischen Kenntnissen entsprechen die aus ihnen resultierenden philosophischen Betrachtungen: Vor dem Kriege, waren die Schaffenden Deutsche und. nur die Raffenden Juden, Jetzt wollten die Juden verbrocherisdierweise auch unter die Schaffenden gehen (andere Antisemiten behaupten' das > Gegenteil.!). Ob auch vice versa die deutschen Schaffenden von früher jetzt die Reihe der Raffenden füllen, hat der Herr Landrat leider verschwiegen. Er tat es offenbar aus zarter Rücksicht, auf den anwesenden Dr. U r s i n, der in seinem Parteiprogramm ausdrücklich der Auffassung ' vorbeugte, daß der Antisemitismus ©in Gesehäfasstörer .sein dürfe. Dr. Urs-in ergriff auch in der Versammlung das Wort und bekämpfte den Vertragvon Prag. Zum Schlüsse sprach wieder. Oberst Buley, der sich in Versen darüber beklagte, daß, sein Geist jn Haft liege. -Dys ist unangenehm, doch offenbar das einzige Mittel, um sein dauernde® Abhandenkommen zu verhüten ... Tiroler „Politik“. Einspruch gegen den Vertrag von Prag. Innsbruck, 24. Jänner. In der heutigen Sitzung des Tiroler Landtages brachten die großdeutschen Abgeordneten Dr. Schweinitzhaupt und Genossen einen, Dringlichkeitsantrag ein, betreffend Einspruch des Tiroler Landtages gegen den Abschluß des Vertrages , von Prag. Nach Begründung der Dringlichkeit durch den Antragsteller stellte Abgeordneter Rappoldi (Sozialdemokrat) den Gegenantrag auf Uebergang zur Tagesordnung. - Abgeordneter Rappoldi erklärte, Südtirol werde durch den Vertrag nicht berührt; denn es sei durch den Vertrag wohljedermann verwehrt, von Oesterreich etwas wegzunehmen, nicht aber ihm etwas hinzuzufügen. Während seiner Ausführungen kam es zu leb" haften Auseina Versetzungen zwischen den’ Sozialdemokraten einerseits und den Großdeutschen und der Volkspartei' andererseits, die den Sozialdemokraten Südtirols vorwarfen, bei den gestrigen Gemeindewahlen mit den italienischen Bürgerlichen gestimmt zu haben. Rappoldi erklärte, seine Partei treibe nicht nationale Verhetzung wie (die Mehrheit des Tiroler Landtages, sondern sei international. . In Südtirol hätten bloß italienische Eisenbahner, also italienische Sozialisten, mit ihren deutschen Genossen gestimmt Das hätte ihnen nicht verwehrt werden können. Die bürgerlichen Italiener hätten nicht mit den deutschen Sozia!dem kraten gestimmt. ' (Widerspruch bei der Mehrheit.) Schließlich seierf im italienischen Parlament die italienischen Sozialdemokraten die einzigen gewesen, die 'sich gegen die Annexion Südtirols durch Italien ausgesprochen hätten. Der Dringlichkeitsantrag wurde schließlich mit allen, gegen die Stimmen, der Sozialdemokraten angenommen. Tschecho-Slowäkei. ‘ Der Bergarbeiterstreik. Prag, 24. Jänner. (Tel.-Komp.) Der Kohlenbergarbeiterstreik (m Falkenauer- und Karlsbader-Revier dauert an. Morgen findet im Ministerium für öffentliche Arbeiten eine Konferenz statt. Sollte es bis 28. d. M. zu keiner Einigung kommen, so wird der Generalstreik aller Bergwerksarbeiter in c’er Tschecho-Slowäkei proklamiert werden. Zurzeit befinden sich ungefähr 10.000 Arbeiter im Ausstand. Forderungen der Slowaken. Prag, 24. Jänner. Tm Abgeordnetenhaus führte im Verlaufe der fortgesetzten. Debatte über daß Nnchtnaigsbud^et Abgeordneter J u r i g a (Slovan kische Volksipartei) aus: «Auf Grund des Pittsburger Vertrage®, halben wir noch eine uinbe- , g 1 i c bene R e e h diu n ’g in dar Hand.' Die Vertreter des slowakischen Volkes haben, geschwiegen, solange dies notwendig war, um die Republik nicht zu gefährden. Jetzt aber, \vc der Staat nach den eigenen Worten des Mini stenpräsi-dtilten gesichert i<st, muß ich erklären, daß die Rechnung, jietzt vorgelegt wird.' Wir sind gezwungen, gegen die Regierung anf zutreten, solange sie nicht dlie Existenz des slowakischen Volkes anerkennt. Im gewesenen Ungarn, waren wir wohl national unterdrückt, aber wif besaßen. mehr Freiheiten als ' jetz't pie Slowaken haben freiwillig mit den Tschechen die Republik geschaffen und wollen in der Slowakei die Herren sein . Böhm-Ermolli — tschecho-slowakischef Pensionist. Die »Preßzemtrale« meldet: Das Veucirdniuhigsblatf des, Ministeriums für K'ati'ohialverteidigu'ng meldet, 'daß die ehemaligen österreichischen Generäle Böhm-Ermolli, Stadler ulnd T i s 1 j a r Michael als Pensi misten in den Verband der tsdhecho - slowakischen Armee aufgememmen wurden. - Polen. Revision dfes Schapira-Prozesses. VÄarschäu, 24. Jänner. (Tel. der »Wiener Mor« gevzpitung«.) Gestern fand die Revision des Prozesses gegen den während des ipoäniisdi-'rtu®sistc!hen: Krieges erschossenen Rabbiner S c b ia ip i r a statt. Als Verteidiger': füngierte Abgeordneter H ä‘r t - glas, der im Namen -der Frau dies verstorbenen ödhaipüna dii-e Rehabilitieruing des •unschuldig zum Tode Verurteilten verlangte. Tn einer längeren Verteidigungsrede. wies Abgeordneter 'Hartglas auf die Inkompetenz des Militärgerichts hin, in dieser'Angelegenheit überhaupt ein Urteil fällen zu können. Das Gericht hat nach längerer Beratung den' diesbezüglichen Antrag, des Abgeordneten- Hartglas a'bgelelhnt und die, Kompetenz des M-ilitär^eriahfs anerkannt. Hierauf erfolgte - die Z eugen ein vern ahme, - Von den vor geladenen Zeugen, war nur ein Zeuge, die Studentin C y b«u 1 sk'a, erschienen^ worauf das Gericht die Verhamdluing für uinibe'S'timim'te. Zeit’vertagen mußte. Die r.näohste Verhaindlung .wird irf P 1 o c -k stattfinden, turn an Qr.t u.nid Stelle,die näheren. Begleitumstände der Erschießung Sdhaipiras zu unitersuohen. .; . . D ie sein sr zeit'. elf öl Ate Ersohießumig SehÄpiraS dürfte noich in Erinnerungsein. - -Sctaapira wurde wegen seiner Körperbewegungen während . des Beten®, dlie als Signale an die Bdlschewiiki gedeutet wurden, vom ' ipolttis-dhen' Standgericiht ohne Voruntersutchung zum Tode durch Erschießen verurteilt Eine Regierungsmaßnahme gegen die Valutenhausse. Warschau, 24. Jänner. (Funkspruch.) Die Not* wendigkeit, zur Begleichung von ausländischen Verbindlichkeiten für die Lieferung von Rohmaterialien fremde Valuten zu beschaffen, hat an der Börse eine Steigerung fremder Zahlungsmittel zur Folge gehabt Die Regierung hat eingegriffen und ein beträchtliches Sinken der fremden Valuten war die Folge. Der französische Francs, der Samstag noch 280 notierte, ist auf 266 gesunken. / Polens Vertretung in Genua. Warschau, 24. Jänincr. (Tel. der »Wiener Mw« genzeituing«.) Mit der Vertretung Polen® auf der W ir t sch aft sik an f er en; z im Gen-ua sollen Außenminister S k i r m u n t, Haindelsmini-siter Straßburger und Minister S t e s 1 0 w i c >z betraut werndern. Die französische Freundschaft. ' . Warschau, 24. Jänner. (Tel. der »Wiener Mor« gemzeitumg«.) Der französische Gesandte Panaif i e*u bat dem Außenminister Skixmunt in einem offiziellen.. Be®u»Ch versichert, daß das jetzige Ministcriimm -Poinca-re auf keinen Fall die •politischem Richtlinien des früheren Ministerium® Polen gegenüber zu ändern gedenke. Die französische Regierung beabsichtige, die guten Beziehungen, zu Piolenl haclh' wie vor aufrecht zu erhalten. . . . Ungarn. Nationalversammlung. Budapest, 24. Jänner. (Uinig. TeL-Korr.-Buir.) Die Naiionalversämmlung setzte heute die Indemnität sd eh alte fort. Abgeordneter R assay (Opixwsitionelterl motiviert seine e-.ngebrachten Anträge, worir. er verlangt, daß, die ^Mitglieder der Haibsburger-Dyuastie von der ungarischen Tbrcnfolge f ü r i m m e r a u sgeschlossen werden. Seiner Ansicht nach wäre nur ein K o n z e n t r a t i 0 n s k a b i n e 11 berufen, die Reinheit der Wahlen zu gewährleisten* Abgeordneter L i u g a *u e r (oppositionell)' mo-tiyient seinen Beschlußantrag, betreffend die schleunige Auflösung , der Nationalversammlung. Er weist darauf bin, daß die überbandnehmende Leidenschaft jede ruhige Bettung auiaschließe. Abgeordneter Li-ncauieir übte sodann Sb

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.