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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-22 · Heft 1071 (22.1.1922) · p. Seite 34

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1071 (22.1.1922)
Date
1922-01-22
Page
Seite 34 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Sonntag Hurch Heizmobore und blinde Pferde jn den Araberdörferu m Betrieb gehallten werden, -beträchtliche Mengen elektrischer Kraft ni Anspruch nehmen könnten. Außerdem wäre die geplante Elektrifizierung aller, Eisenbahnen des Landes vc® höchst wichtigen wirtschaftlichen, politischen und sozial*® Folgen begleitet. Einige weitsichtige Sachverständige hüben den? Studium der spezifische® Möglichkeit der Benutzung der au» 4«* Wae6erkmaift gewonnenen Elektrizität viel Zeit und ■ Energie gewidmet. Na-ch den Edkläru-N'ge® zahl-/ reicher Sachverständige® könnten dadurch in dfen laufenden Ausgaben bedeutende Ersparnisse erzielt werden; ferner könnten die hohen Steigungen, die in Palästina so häufig sind, durch die Anwendung tlefotorischar Lokomotiven viel leichter überwunden werden. Die gegenwärtigen bescheidene® Bedürfnisse des Landes (für Beleuchtung, Pumpen, Beheizung und industrielle Zwecke) belaufen sich a/n*näiher®d auf zehn Mdllioaen Kilowattstunde® .jähridah. Für' die Elektrifizierung der bestehenden Eisenbahnen wäre außerdem ein Zuschuß von dreißig Millionen Kilowattstunden jährlich erforderlich. Zur Deckung dieses Bedarfs würde die Errichtung einer Kraftstation am unteren Teile des Jordan genüge®, die imstande wäre, buh-* derttausend Pferdek^äfte in vienumdzwamzig Stunden zu erzeuge®. Diese K-raftstarion würde gleichzeitig etwa 200.000 Kmbikyards Wasser für Be w äs sn rungszwecke ’iefem. Es ist berechnet. worden, daß die Anlage ein Kapital von zwei Millionen Pfund Sterling erfordern würde; der beabsichtigte Beitrag diufch den Keren Hajessod wurde gegenwärtig mit 200.000 Pfund Sterling festgesetzt. ' Die Zalhfl de1* He! diesem Projekt um mittelbar Beschäftigten Arbeiter würde sich auf dreitausend belaufen und wenigstens ebensoviele würden bei verschiedenen* Hilfsarbeitein, wie. Transport, Lebensmittelerzeugung usw., Beschäftigung finden. Zur Nutzbarmachung des A u d s h ä f I u s s e s für den Bedarf der unmittelbaren Nachbarschaft — besonders für J a f f a, T e 1- A w i w und Petach“ T i k w ah — müßte das Kapital von etwa ioo.qoq Pfund Sterling aufgebracht werden. Ein beträchtlicher Teil davon könnte aus lokalen -Mitteln er-, iiangt werden. V. . Die Ausführung selbst des mäßigste hydroelektrischen Entwurfs bringt heutzutage sehr große ‘Ausgaben mit sich. Es kommt nicht haiuiptßäoMicih ‘auf die Auslagen für da» Stationsgebäude und die .Verteilung der Energie an. In einem Lande wie Palästin-a, wo in sechs bis sieben Monaten des Jahres kein Regen fällt, wo die. Verdampfung intensiv ist, müsse® Maßnahmen für die Erhaltung der Wasservorräte während der trockenen Jahreszeit getroffen werden. Dies bedingt viele St e i n a r b c i t e if twrd den Bau kostspieliger Dämme und Schiens e n. Doch selbst damit ist noch nichts getan. Eine Station zwischen dem See H u >1 e h und T i b e - ria» würde eine genaue .Aufsicht über de® oberhalb der Station Hegenden Teil des Jordan, außerdem die Aufforstung gewisser Flächenräume, Kanalisation und Aushöhlung gewisser* Teile und di$ Versorgung mrt Reservoiren erfordern» Auf die Frage noch dem Zusammenhang zwi-' sehen Wasserkraft und Landwirtschaft in Puüjstinä zurückkommend, sei darauf hingewiesen, daß die, Erzeugung von Nährstoffen und technischen Bestandteilen pflanzlicher oder tierischer Beschaffenheit gegenwärtig als ein Zweig der Fabriksindustrie betrachtet wird. Die wissenschaftlichen Methoden Und die in der Landwirtschaft der am meisten fortgeschrittenen Länder angewandten Erfindungen bringen die Benützung zahlreicher Geräte mit sich» die, was Palästina betrifft, von lokalen- Kräften besorgt und betrieben werden 'könnten. Es ist erwähnenswert, daß zum Beispiel die * Verdichtung des atmosphärischen Stickstoffs durch die Elektrizität ei® Phänomen im täglichen Leben mehrerer •Lander geworden ist. Man 'braucht nicht viej^ Einbildungskraft, um sich vor stellen zu können, was es für die Landwirtschaft Palästinas bedeuten würde, wenn ein gewisser Teil der gewonnenen elektrischen Einheiten der Erzeugung von Ni-trogeniverbinduingen gewidmet werde® könnte. Von ihrer Anwendung , in der Landwirtschaft abgesehen, können diese Verbindungen in der chemischen Industrie häufigen und (höchst wichtigen Gebrauch finden. Es ist auch oft von der Nutzbarmachumg der Im Wasser des Torten Meeres enthaltenen Mineralien gesprochen worden. Bei der Verwirklichung dieses Planes würde uns die Elektrizität wieder sehr behiflich sein, da di« Auflösung minderwertiger zusanjanen gesetzter Substanzen und ihre Uragestailitung in hochwertige Chemikalien durch Hydrolyse erzielt werden kann. * ■ Um Landwirtschaft betreiben zu können, müssen — im welchen Lande immer —- Boden, Sonne und Feuchtigkeit vorhanden sein* Zum Glück hat Palästina genügend leerstehenden Boden und?ehr viel Sonnenhitze. Das dritte Element ist unglücklicherweise nur an wenigen Orten vorhanden, und es ist von größter Wichtigkeit, daß die Feuchtigkeit, die sonst verloren ginge, gleichmäßig verteilt werde. Wie am Anfang dieses Aufsatzes sehen erwähnt wurde, bestehen große Flächenmnterschiede kwischen den verschiedenen Teilen des Landes, und wn di« Verteilung durchzuführen, wird die Anwem- WIENER aller Holzuod Stilarten zu mäßigen Preisen für liiland und Export MÖBELHAUS MAX BERGMANN m», 11, PraterstraBe Nr. 33 Welntreubengasse 2 Teiephet* 43*i-70 düng vo® Energie notwendig sein. Elektrizität ist die Naturkraft, die in Palästina für Be wüssten umgszwecke amge wendet werde® soll. . Die Erzeugungsmöglichkeiten eines bewässerten Flächenraums im Vergleich mit einem unbewässerten sind so groß, daß, wären die notwendigen Auslagen noch so hoch, es doch ein einträgliches Geschäft wäre. 1 Ein Kapitel aus der russischen Geschichte. Die Memoiren des Grafen Witte. Pie Witwe des seimerzeitigen russischen Staaifcsmmisters Grafen Witte, bekaninttlich eine Jüdin, hart vor einiger Zelt die .Memoiren ihres vemstorbenem Mannes erscheine® lassen, die nunmehr auch tai einer englische® Uebersetzung von Abraham JarmpHotsiky vorliegen. Das Buch, welches eine interessante Lektüre bildet, zeigt Witte, der seinerzeit als eine Hoffnung die» Liberalismus galt, als ebenso gebildeten wie völlig gnrnd satrio sen Menschen, b'ei dem von irgendwelcher PriinzipiOnilreue kein« Rede sein kann. Am treffendsten charakterisiert ihn Dr. M 0 s e s s 0 h -n, der Herausgabe der »J e w i s h Tribun ec, welcher Witte -persönlich kannte/ Er schreibt unter anderem: Frau Witte sagt in ihrem Vorwort, daß ihir ausgezeichneter Gatte weder liberal noch konservativ war, Ami Hofe beschuldigte m-a® Sh® des Republiikamisimts, während die .Radikalen ihm die Absicht zuischrieben, die Rechte des Volkes zugunsten des Monarchen zu.schmälern. Pa-s ist wahr; Witte gehörte keiner .poCi tische® ^Partei Rußlands an, obzwar er im Verkehr mit Liberalen de® -Liberalen heranskeihrte, iim Verkehr mit''den Rom- , servartiivem den Komdervairiven und im Verkehr miiit Reaktionären mit'ihrer Sache zu sympathisieren vorgalb. Er stand im Brief weohsel mit einem Anarchisten und späterem Mitglied der Schwarzen Hundert und Freund dets bekannten Väter 11 i o d o r und Ras ip u t i n und diente zu gleicher Zeit dem Zaren Nikolaus. In W iiricU'Cihkeit war er ein Skrupelloser Abenteurer, der sich aller Parteien zu persönlichen Zwecken bediente, und der am meisit-an gehßte Staatsmann. Rußlands. Vom Zaren Alexander III., yo® welchem er zw berichten weiß, daß er von eingefleischten Judenhassern, ü>re T rep o w, P1 e h w e, I g n a 11 e w und den Führern; der Schwarzen Hundert., umgeben war, der, so, oft die Rede auf'die Juden kam, »das schimpfliche Wort Z i di statt Jewrei gebrauchte«, der sich weigertc,den örafen : Pcdgorochami. zu bestrafe®, eiinen' Gendarmerieoffiizier, c\en die Geheimpolizei als Anstifter dier blutigen Homeier Pogrome üb erfühlte — von diesem Zar«® sagt Witte, daß »Europa durch die Mildte dieses mächtigen Riesen ' erschüttert war«. Der gütige Alexander. Es ist derselbe Alexander III., in dessen Regi-e- , rungszest K i s c h in e,w 'und andere Pogrome fallen, unter dem Studenten, junge Burschen und Mädchen ver- ' Haftet und nach Sibirien albgeschidot oder tn Gefängnissen ermordet wurden, und UniversitätSprofeissdreu, unter die Aufsicht der Geheimipoli'zei gestellt, auf Grund - der Beschuldigung 'durch einen Polizeioffizier oder eimiem Mitglied der »Schwarzen Hundert«, d>em dritte®;■ Paragraphen verfielen, .unter dem keito:russischer Unter- , tan des Leben* u-rid -der Freiheit sicher war — es,ist dasselbe Üngeheuert das.dlie Tatarep in der Krim bedruckte, wo sie seit ihrer Unterwerfung durch dlie Russen lebten und dis deutschen Kfrlonfatem i-m Kreise von Odessa verfolgte ~ er ist.es. den Witte folgendermaßen charakterisiert : »Seine.Haltung gegenüber dem nichtrusriisehen Rassen innerhalb-seines Reiches war voll großmütiger Sympathie.« ... ~ , , Die Generäle Garko und D r e n t e 1 n, deren * erster der Anstifter der Pogrome , in Odessa, deren zweiter Organisator .der Kiewer Pogrome war und als Getrtorailgouverneuir die Polen mit unmenschlicher Rohheit bedrückte, .schildert Wifte in nach steh enden Worten: »Sie herrschten streng, aber gerecht, indem sic alle von Groll oder Unduldsamkeit zeugende® Maßregeln vermieden.« Nach allen den?vom uin.menV0h.lich«® Zaren sanktionierten Pogromen sagt Witte: »Sein« ' (Alexanders III.) judenfemdliche Politik bewies ebensoviel Festigkeit als Maß uind Einisiphrt.« Witte, der »große, liberale Staatsmann Rußlands«, wie es auf dem Umschlag seiner Memoiren heißt, stimmte Stolypins Vorgehen gegen die Juden nicht bei, weil er daran nicht glaubte, dlaß die Beschränkunga-. maßregeln wirklich -durchgeführt werden könnten, Er fand andere Wege, um seinen Herren zu diemien und die Juden der letzten Mittel zum kärglichen Lebemsumterhalt ,zu berauben. Witte war es, der das staatliche Branntweiinmoivorpol einführte, und d?>mit den Juden da:s Verkaufs- und Betrieh-srecht nahm. Die Regierung verlieh dieses Recht nur Christen. Er führte dieses gr^uis-atrie Gesetz ein, nachdem di« Juden atns Dörfern und Städten vertrieben, in wenigen Städten zusammemiEreriiränat wor- 1,1 m _22. janner TÖ22 1fr. IOTT den waren, wo der Verkauf von Branntwein ihxe einzig« Verdiemistriiöglichlkeit bildete und 25 Prozent von ihnen ernährte. Sogar der Fiirtanzmilnister B u « c h g e und sein Nachfolger W i s c h n e g r a d z ik i,' die sich fü-rwaffw weder durch übermäßiges Gerecihitiigkertsgefühil noch übermäßige Toleranz aus zeichneten, weigerten sich, dieses Monopol einaufühiim, Dem k'bemailen Witte war es Vorbehalten, it Der russische Vertrag. % Die strittige Intenpretatio-n des Vertrages -zwischen Rußland u®d d'en Veredinigteu iStaate® vom Jahre 183a wurde unter der Regierung Wirtes v einer russischieni Spezi-alkommissio-n übertragen. »Da« Kommission empfahl nach lange® Ehvägumigen, die Auslegung dei) Vertnagsäcloiüsel, durch W« sich die' Amerikaner befleidigt fÜMten, auf ZU geben, doch h^tte dü«8tz Lrnipf MMg 'Ktzino prs^ti^Chey Folgen.« Pa zeigt' Witte, wi« mechtsHlAttz er sich der russischen Sprache zu bedienen versteht. Er sagt umrnicht, ob dlie Empfehlung dem Zaren vopged-egt wordien ist. Er komipit darüber mit denj angeführten zweideutigen Sät* hip weg: I® Wirklichkeit verhallt rieh die. Sächö so, d^ß" je®« An-empfchlung dem liberaile®, Staatsmann nicht gefiel, und er sie -deshalb zu hintergehe® suchte. Et . konnte : es rtcht znflassen, daß amerikanische Juden nach Rußland kommen und diegrausame Unterdrückung ihrer Glaubensgenossen durch den Zaren sehen, von dem sy ^eib«t sagt: »Die Ideale des Herrschers iw der Jude®-. Politik wie i-n jeder anderen Hinsicht waren im Grunde genommen die der »Schwarte® Hundert«, und in diesem Falle, spielte' «r selbst dieser diaßoösoh«®. Partei in die Hände. , Die Juden wnd die Revolution, , Darüber heißt es beiWibte:»Diejuden spielten. hervorragende Rolle1 als Anführer der ruhelosen Eie» menite und nährten die Flamme der Unzufriedenheit, Natüriiah läßt es sich durch die Umstände ynkläryp. und in einem weiten Umfang ®il«s Folge der unerträgliiahea gesetzlichen Lage der Jude® und dier Pogrome, entschuldigenj chie vo-p der Regierung rni-cht map geduldet, so-mdenn vielfach organisiert wurden. Wie immer es au-ch sei, der hervorragende Anteil der Judlen an der Revolution bleibt Tatsache.« Weßha'lib er, der. Liberale, der jüdische® Deputatioin, die ihn mit der Bitte arngipg, di« jüdischen Forderungen i^ach Gleichbereah-ti-guug d^ Zaren;voirzulegen, antwortete: , »In .den letzten Jaihre® sind die: Juden als -Führer verschied'ener Parteien uwä als Anwälte. extremer .politischer Ideen hervongetrete®. Nun ifet es nicht eure Sache, uns zu -belehren. Ucb-ert&sseti es jene®, die durch Geburt und bürgerliche Stelihing Russen sind, und denkt an . eure eigenen Angelegenheiten.« Dieser Liberalle vergaß, daß die russischst Jude® alte Taxen, Steuer® und andere gerechte und ungerechte Forderungen dar Regierung gebra-gen hatte® und. volle Gleichstellung mit anderen russischen Unter* tanen beanspruchen durften. , Üieser Liberale haßte die Juden im Innersten seinegt ' Hefzetjus,:, weil sie der giriechlschrkäitihic'liiiaohen Kiir>ch« nicht beitraten und sich hartnäckig weigerten, es in der, Demoralisation der russischen .Mehrheit gleiohzutu®- In den Augen dieses russischen Liberalen bedeuteten. , die <'Dienste', die -die Judien dem gän-zliah demorailairierteq.- ‘rusrißchen-- Reiche nichts als PlielrterfüHüng,; für die die Regierung ihnen nichts schuldete, undiirote der er sie fernerhin so behandeln durfte, wie es der Mordorhäuptling' Alexander für .richtig erkannte. Und ' doch rr als das vom Bamikirott bedrohte Rußland eine Anleihe suchte, konnte auch "dieser Liberale keinen geeigneteren Mann finden, als R a f ä I o w itj ch ~ dertv Juden, 1 Witte in den Vereinigten Staaten. r Auf dem Schiffe bereitete Witte das Programm füt seinen »politischen Zweilka-mpf« vor,. Der fünfte Piara-; graph.« Üiose-s Programms lautete:.»Mif Rücksicht auf den großen;'Einfluß' dfiartjudeai auf dlie Presse -und die araderen' 'Zweige des a-nierilkamscheh Lebens ihnen kein« Gehässigkeit' zeigen I;— welches Verhalten ja auch ganz mit .meiner -sonstigen Haltung!® der jüdische® Frage übereinsti'mmit.« Um seine® Heldenmut zu zeige®, erzählte Witte, daß Ba'rp-h Rosen ihn gewarnt habe, da »gemunkelt . wurde, daß ^von einer anderen Seite ein Anschlag mein Leben bedrohe, das heißt «eittzus der in New York wohnende® Juden«, jenen Juden, dlie naoh den. Pogromen' ausgewandert: waren. Und trotzdem wagte er sich iß dlie östlichen Bezirke New Yorks, die er , das jüdische Ghetto'netirit, und obzwar die Juden »mich anfangs scheel anblickten«, war, sobald ich einige aus ihrer Mirie gegrüßt und mit den amdiere® ein poiar runösisch« Worte gewechselt hatte, das Eis gebrochen, und die meisten begannen, mich.freundlich zu behandeln.« Er wußte, daß die' russischen. Juden Uebles rasch vergesse® utuj ihre Feimde freundlich bolnandölin, und deshalb wagte er sich m Ihre Qua-rtiere. Witte kannte die russischen Juden genau umd fürchtete nicht, in ihrer . Mitte zu erscheinen. Und dies wären dli'Cisol-'ben Jnden^ denen er gesagt harte: »Uetberlasset dlie rusrische Politik, - die Judenverfolgungen einbegriffen, dleme®, die durch Geburt und bürgerliche Stellung Rnissen sind.« , Wittes verbrecherische9 Undankbarkeit gegenfibef r dem* amerikanischen Judentum. Ein Komitee der r jüdischen Repräsentanten Amerikas unter Führung Adolf Kraus’, deg Ptäsiiid'enitien v des Unabhängigen Ordens »B’nei B’rith«, hatte eine Umterreduimg mit Witt«, und Simon Wolf, der Präsident.^,der Union jüdischer Vereinigungen Amerikas,, richtete,an Witte am 3. August 1905 eine® Brief. Witt« . bezauberte Herrn ICraius derart* durch' seinen süßen Redeschwall!', daß er seinen Preis in der amerik-amisdh-en Presse austimmte. Und darum war es gerade Wiitrtc zu tun. Dieser Lobgesang, entfremdete dlas amerikanische Volk dem leidende®, russische® Judentum — und um seinen diabolischen Plan vor «einer Abreise zu Ende zu führen^' sagte ‘dieser' russische Staatsmann im einer Unitenredung mit dem Repfäsenitaniten des New Yorker »Heraid«: »Rußland wird im Amerika ri elf ach mißverstaifidriiT Dte Entfeirn-Ünig ist so groß und unsere naiti-orialen ,Lebes-bectingumge® sind de® Amerikanern so fremd, daß die übertriebenstem Gerüchte bei ihnen Glauben finden. Auch wir Russen bekomme® häufig irreführende Berichte aus Amerika. Man erzählt uns von einer Volksjustiz, v-on Voilksauf-ruhr und Schlägereien. Und i® Petersburg und Moskau scheine® diese Dinge recht ernst. Zweifellos erscheine® wir euren Staatsmäniuerm im denselben® Lichte. Ich halte es odlesr,

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