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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-19 · Heft 1068 (19.1.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1068 (19.1.1922)
Date
1922-01-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 ___Wien, Donnerstag . WIENER MöftG&HZEITUbTÖ 19. Jänner 1922 M,105g1 * Kcren-Kajemeth-l’Jisrael. Heinr Jizchaik M arnir Tic im, d*r seit Juli 1921 in unserem Boiireau tätig war, (Vcrlidi am IZ. Dezember 1921 sei,nein Dienst über eigenes Ersuchen, uni seine Studien zu vollen4>en. * Wetterbericht. Gestern früh herrsdhite in Oesteirv teich noch leichter Frost, inzwischen ist die Tempera* utr ein wenig über Null gestiegen*. Dey Himmel *\ist größtenteils mit Wolken bedeökt. Tn Wien wurde zeitweise durch Wolkenlücken' die Sotnme sichtbar. In. Deutschland beschränkte sich leichter Frost anE dü-tz nördlichen und nordöstlichem Gebiete. V orhertsage: 'Meist bewölkt, geringe Niederschläge nicht ausgeschlossen, Temperatur ein wenig über Null. * Begräbnisse am heutigen Tage. Alter Friedhof: ko Uhr, Hahn Karoihne, fi Uhir, Farkas Ftwiirilstka,- j 1 Uhr 45 Min., Kp-p-pel Josef. —- Neuer Friedhof: 10 Uhr 30 Min., Lustgarten Josef, n Uhr, KastMmno Genitilo. * Der Wohnungsmarkt im November igai. Jim November haben 2738 Wohuuugsweirber 'ihren Wohn* bedarf bei den Woliniungsnaiciiuvei&steUen geltend gemacht. An gefordert wurden nach dem allgemeinen Anford-eru-ngsrecht (Ende der Miete) 386 Wohnungen (hievon 309 Kleinwohnungen), nach dem besonderen Anforderungsreeht 972 Wohnungen ('hievon 507 Kleinwohnungen und 149 Eiinizdiräume). In Rechtskraft erwuchsen die Anforderungen von 757 Wohnungen, und zwar 403 Klein-, 180 Mittel-, 26 Großwohnungen und 14S Eiuzelräutnen. Zu gewiesen wurden 077 Wohnungen, und zwar 639 Klein-, 128'Mittel- und 10. Groß Wohnungen sowie igi Eänizelräume. Die Zuweisung erfolgte in 151 Fällen an 'bisherige Untermieter, an 165 Fällen über Vorschlag der Hausinhabumg. Amtliche Räumungen erfolgten 90. * Der Telephonautomat und die Bahnhöfe. Man Schreibt uns: >Auf mehreren Bahnhöfen Oesterrcibhs,. insbesondere in Wien, sind, offenbar zur Bequemlichkeit des Publikums, Telephonautomaten» aufgesitelüt. Damit diese, am sich sehr -ptraSktische Elnrichtun,g, sich möglichst unpraktisch erweise, sind die Telophonmauken nur in den T ab ah traf ik en des Bahnhofes erhältlich. Wenn also, die Trafik ihren. iVerikaufsladen schließt, ist keine Möglichkeit d«>TÄv» phonierens gegeben. An Sonntagen sind solche Marken, 'natürlich schon von Mittag a-n, sonst an jedem. Tag aß> 7 Uhr abends, nicht mehr zu halben. Diese Tatsache oft den Geschäftsreisenden sehr-schwer. Es wäre doch sicher leicht möglich, Tekiphonmankrim sei.es am Büffet oder durch den jeweils diensttuenden Portier verkaufen za lassen. Damit wäre der Zweck der Bahmhofautotnalen erreicht und das Telephonamt könnte auf erhöht« Einnahmen hoffen.« * Erdbeben-Meldung. Reuter berichtet autz Washington: Die seismogTaip'hischen. Apparate veyizeifdr. rveten ein heftiges Erdbeben in einer Entfernung von ngefLhr 2500 Meilen südlich von Washington. Das Beben setzte am 16. d. M. um 22 Uhr 50 Miuiurten ciln end endete am 17. d. M. um *i Uhr. * In England billiger. Di« Kosten der Lehens- Führung sind in England im Moruaite Dezember wieder um sechs Punkte gesungen und sind jetzt um 93 Prozent hoher als vor dem Kriege. * Berlin ohne Kohle. Nach einem vom Berliner Oberbürgermeister am de» ReichswirtsOhaftsmim'Ste.ii gerichtetem Telegramm reiöhan die Kohlenreserven der Berliner Gaswerke nur für diwei Tage aus. * Die Bevölkerungszahl Italiens. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Volkszählung weist Italien mit Einschluß der neuen Pravinizen eine Bevölkerung von mnd 39*/? Millionen Einwohnern auf. Das endgültige Ergebnis wird erst im Juli feststefoen. * Ein merkwürdiger Kauz. Ein sicherer Oherbaurat Fritz (von) Em'p erger hat vor ungefähr zwei Jahren als Listenführcr einer nadikal-alinbisemi’tisohen Partei ins Parlament kandidiert. In seinem Programm stand; die Forderung nach Konfiskation des jüdischen Eigentums, Ausweisung aller Juden usw. In der Familie dieses •Mannes kann nichts Vorkommen (Geburtstag, Jubiläum, Komiteemiitgliedschaft, Krankheitsfälle), ohne daß der Mann das Bedürfnis hätte, das intime Ereignis der weitesten OeffentHchkeit mit einer Reikflameameht und iVordrlngHchkeit bekamntzugehen, die gewöhnlich aßs spezifisch rjüdisch« verschrieen ist, und zwar ausgerechnet in der — »Neuen Freien Presse«, Warum er gerade deren nichts weniger-als reingerwadiischen Lesern ein Interesse für seine Person zumntet, wie er es bei seinen Rassegenossen bei der Wahl .picht kn entferntesten gefunden hat, erscheint etwas rätselhaft’ * Wiederaufnahme des Verkehrs der D-Züge Wien '(Ostbahnhof)—Passau—Ostende (Amsterdam). Die 'seit 5. d. M. wegen Koblemmiot in Deutsch]amid eingestellten Schnellzüge Wien—-Ostende (Amsterdam) D 401 jWiaix-0 st'b-aihuhof ab 7 Uhr 23 Mini,) und D 402 '{Wien-Ostbahnh0f an 23 Uhr 03 Min.), werden vorn Samstag den 21. d. M. an wieder täglich von Wien b'iis Ostende, beziehungsweise Amsterdam und umgekehrt rvenkehran: sie werden wie vorher durchlaufende Wagen I. und II. Klasse Ostende—Bukarest, Amsterdam— Btucteipest und Haag—Wien sowie Schlafwagen Ostende —Wien führen. Die dreimal wöchentlich mit dem ' D-: Zuge Ostende—Wien verkehrenden Schlafwagen Ostend* —Bukarest und Amsterdam—Bukarest werden bei dem Oricntexipreßzug zwischen Wien und Bukarest >vom ca. d. M. an wieder geführt werden. gehört der Jüdische ffatlottagkaSeiider Herausgegebeu von Otto Äbelea wd hudwis B«t6 Reicher belehrender und belletristischer Inhalt. Beiträge der bedeutendsten jüdischen Schriftsteller« Vornehm ausgestattet und illustriert, Zu beziehen durch den Verlag »Wiener MergenseKting“. Wien, 11., Taborstrasse la Preis K 200, einschließlich Porto K 230 Urania. Heute 3 Uhr (Großer Saal) ßhacklewns Südpol-Expedition, — V§6 Uhr (Kleiner Saal) Prof, Df. Alfred Ko er b ei; Psychologie, IV. — ' ty?6 Uhr (Kursaal) Dr. Kerl Kosters! t z: Spektralanalyse mit Prisma und Beugungsgitter. — V80 Uhr (Klubssaal) Margarete A l 14 Die Ausbildung des musikalischen Gehörs, Uh .t/g$ Uhr (Großer Saal) bona und Edmund Foltermayer? Ernste und heitere Lieder zur Laute. — 7,8 (Kleiner Saal) Vorlesung Direktor Karl Jäger. — V«8 Uhr (Kurssaal) Hochschulprofessor Dr. Alfred Lechner: Grundlagen der, Meehahiii V, HS' Uhf (Klubsaal) Dichter der Neuzeit, XL Vortragsmeisterln Rolla Ha n ec k - A n s i 0 n: Paul Bussen. ' 7 Ernährung. Weitere Erhöhung der Fleisch* und Fettpreise. . Die Verteuerung von Fleisch und Fett macht weitere unheimliche Fortschritte, Entsprechend der Tendenz auf den letzten .Märkten in St. Marx haben sieb gestern in der Großmarkthaüjß i m G r o.ß h a n d e! Rindfleisch um K 40 bis 50, Fettschweine um K 20, Speck und Filz gleich um K 100 bis 20Q per Kilogramm im Preise erhöht Bloß Fleischschweine und Kalbfleisch ermäßigten sich um einen geringen Betrag, erstere in den Primasorten um K 20, letzteres gegenüber dem Preise vom Samstag um K 50 per Kilogramm. Im Detailhandel wurde -in der Großmarkthalle Schweinefleisch um K 50 per Kilogramm'teurer, die Preise für Speck und Filz -erhöhten sich wie iim Großhandel um K 100 bis ,200 per Kilogramm* Die sonst in der zweiten Hälfte Jänner beobachtete stärkere Nachfrage hat in diesem Jahr bedeutend nachgelassen,-da sich-wegen der hohen Preise der Konsum in engeren Grenzen hält, als dies früher der Fall war. Immerhin sind im Vergleiche zu den breiten Schichten der Bevölkerung die Besitzer von Etablissements und Restaurants, in denen- Unterhaltungen veranstaltet werden, noch immer die besten: Abnehmer der teuren Fleischsorten und man macht sie auch für das weitere Ansteigen der Preise zum Teil m i t y e r a u t w 0 r t- U c h. Der Besuch der Großmarkthallp "wargestern im allgemeinen schwächer, was wohl auch auf den erhöhten Straßenbahntarif zur lickzuführen ist In der. Großmarkthaile galten folgende Detailpreise für je i Kilogramm: vorderes Rindfleisch K 980 bis 1400, hinteres Rindfleisch K 1000 bis 1500, Bratenfleisch K 1500 bis 1700, Kalbfleisch K 1100 bis 1500, Schweinefleisch K 1500 bis 1850, Speck K 1800 bis 1900, Filz K2000 bis 2100, Kernfett K U00 bis 1300, Rauchfleisch K 1700 bis 2200. Perfeflelach stellte sich im Großhandel auf K 460 bis 700 per Kilogramm. Von auswärts ist gestern 1 Waggon mit 4'3 Tonnen Kälbern aus Ungarn angekommen. Die Grünwarenmärkte waren mit Gemüse schwach beschickt, doch reichten die Vorräte für die auch hier bs-' obaqhtete schwächere Nachfrage, An Kartoffeln ist nach wie vor Mangel. Die Preise für Kipfferkartöffei haben neuerlich angezogen. Frische Eier zu K 120 bis 130 per Stück finden nur schwachen Absatz auf den Märkten, Stafa< Die Genossenschafter wollen in allen Eingaben, auf Postanweisungen, Erlagscheinen nebst ihrer genauen. Adresse auch ihre Mitglied snumm er anführen. Dadurch wird die Erledigung ihrer gegenständlichen Angelegenheiten beschleunigt werden. Freie jüdische Volksbühne Gastspiel im Lustspleltlieatcr 4280 PST Du» Theater ist geheizt! Tpg Bühne und Kunst. Vereine, Vor träge und Versammlungen. Die Zionistische Bezirkssektion X/Xl Veranstaltet am 18. d. M. eine Redoute in den Rosensälen. Beginn 7 Uhr. — Jüdische Tischgesellschatf Landstraße. Heute abends 8 Uhr im Cafe Gartenbau, Souterrainlokal, Vortrag Ludwig Bato. Ueber PInsker s Leben und Wirken (anläßlich seines hundertsten Geburtstages). Hernach jüdische Volkslieder mit Klavierbegleitung. Gäste willkommen. — Zionistische Sektion Innere Stadt. Heute im Cafd R a b e I, I., Wallner-'. straße 2, 7 Uhr, Sitzung: Keren-Hajesod-Ausschuß, 8 Uhr Vortrag: Dr. Paul Weisengrün. Thema: Soziologisch wirtschaftliche Methoden und ihre Anwendung auf das jüdischnationale Problem. Gäste willkommen. •—VereinErez Israel, Wien II., Taborstraße 20a. Sämtliche Herzbergschüler versammeln sich heute präzise 8 Uhr abends im VcreinsIokaL Freie jüdische Volksbühne. Lustspieltheater. * ' Unter den ungezählten Stücken, die der ebenso begabte wie gerissene Theatraliker Jakob Go rd in dem Publikum und seiner ehrgeizigen, nach wirksamen Rollen verlangenden Schauspielertruppe zu Gefallen schrieb, hat das Drama„Ueberm Ozean“ (unter dem Titel „Die Kreuzersonate“ ist es besser bekannt) seine besondere Note. Es dünkt uns, daß den trefflichen Mann, während er über effektvolle Aktschlüsse, überraschende Wendungen, unterhaltsame Kontraste nachsann, während er Überlegte, wie er jedem Mitwirkenden seine Szene sichern könnte, plötzlich die Sehnsucht nach dem Heimatlande über* kam, nach dem bösen, grausamen, von allen, dH es verlassen mußten, ach, so heißgeliebten Väterchen Rußland. Sie hat ihm diesmal ins Handwerk gepfuscht (wir preisen den Zufall), diese zehrende Sehnsucht und so geschah es, daß das Drama von Gordin, nach bewährtem Rezept recht unbekümmert, angefertigt, eine Seele erhielt, eine wundersame Melodie, ergreifend echt, weil sie mitklingt in dem krausen Geschehen, ohne daß es vielleicht der Autor wollte., Sie kam in der Aufführung der Freien jüdischen Volksbühne so fein und rein zum Durchbruch, dies& Melodie der Heimatssehnsucht, -daß die wild wuchernde Uebertheatralik Gordlns verschwand, wie unter einem zarten, edel gewirkten Schleier. Da ist eine Szene im dritten Akt* Ein alter Mann, der es gelernt hat, mit sich selbst fertig?ü Werden, sitzt einsam in seinem vornehmen Landhaus draußen in der amerikanischen Farm,- Ein Kindcheh, ein unglücklicher Bastafd, komhit auf den Zehenspitzen zu ihm geschlichen, preßt seine LiePepedürftigkeit in den Wunsch,“ es wolle nach Rußland zurück und das Köpfchen an das Knie des Großvaters. Eine greise Dienerin gesellt sich als dritte hinzu, und in diesem Augenblick klingt die Melodie der Verlassenheitso * stark, daß sie uns noch mach* klingt, während wir diese Zellen •schreiben. — Es ist , überhaupt der glückliche Stern dieser Aufführung, daß die Bangigkeit des Lösgerlssenselns von teurer Erde in allen Akten festgehalten ist, und. daß dieses echte Gefühl das dramatische Brillantfeuer der Szenen, welches der Autor recht skrupellos entfacht hat, auf das Glücklichste abdämpft. Gesamteindruck: Eist Pastell yon Tschechowscher Zartheit, vom Ensemble, in ' jener vollendeten Harmonie gezeichnet, wie . wir sie beim Gastspiel der Moskauer etwa im „Kirschgarteri“ oder „Onkel Wanja* bewundert haben. Zwei Gestalten von scharfen Konturen; Lea W e i n t r a u b - G r a f spielt eine Frau, deren Schicksal besiegelt ist, bevor sich der'Vorhang erhebt, Sie stellt keinen Anspruch mehr an diese Welt als diesen einen : dem geliebten Vater jeden Schmerz zu ersparen und ungesehen zu tragen, was ihr auferlegt ist, Und Faul Barai.ow (Ben Zwi) gibt diesen Vater, der eine ungeheilte Wunde — die befleckte Familienehre wunderbar verbirgt.. Daß jene Rußlandsehnsucht bei, diesem Künstler, der über eine "unvergleichliche Sprache der Aug&i verfügt, auf das. Ergreifendste zum Ausdruck kommt, kann nur festgestellt, nicht geschildert werden. Fanni Körner zeigt wieder ursprüngliches Temperament und das bewundernswerte-Theaterkind, die kleine Nathan, überbietet sich diesmal‘selbst.’ Ein wenig farblos der feinsinnige Spielleiter des Abends, Isaak D eutsch, in der Rolle 'eines ' windigen, eitlen, selbstsüchtigen Artisten und um eine;Nuance zu laut Simon Nathan als geschäftiger, aber grundgütiger Jüngling mit Kommisallüren. Fräulein iß bet g, die für die erkrankte Frau ^Nathan: ^Mgsbprungchi^wG^ wußte eine Frau aus. dem Mke vorhefflich zu chärakterisjeren. . Der begeisterte Beifall, der nach Schluß der Vor*. Stellung trotz vorgerückter Stunde die Darsteller immer wieder vor die MmpC ,Mf» ' bewies die Dankbarkeit des Publikums für 'einen zarten, stimmungvollen Abend.! * O. A. ''.■;":; ''r ,-ur,T,o'-;'j'''/ , ' . u Gri\lpdirzQr~F eiern. Aui 50, Todestag Franz Grillparzers finden m Wien zu Ehren seines großen Sohnes eine Reihe von Feiern statt. im B u,r g t h e ater gelangt im Rahmen der Festveranstaltung der Gerne in de W i e n neueinstu diert „E ß t h e r“ zur Aufführung.’ v , (iti D e u t b c h e u V 01 k s t h e a t e r findet Samstag nachmittags eine Festaufführung der „A h nf r a uH statt, zu. der Karl Hans S.t r 0 bfl einen Prolog gedichtet hat, Ueberdies wird Dr^ W y m e t a 1 eine Gedächtnisrede'halten. - . Im. R a i m u n d - T h e a t e r gelangt Mittwoch den 25. d.;M, als GriiJparzsr-Feier „Des Meeres und d e r L i e b e W e 11 e n“ zur Darstellung. Im O tt a k r i n g e r Vo l k ehe i m{liest Samstag, . 7 Uhr abends Burgschauspieler Franz H a r t e r i c h Grillparzersche Gedichte und Steilen aus -„Li b u s s a“ vor, worauf Frau Magda. H a 11 i n g d e r g Beethoven : und Schubert spielt. Die einleitenden Worte ^zu dieser . Feier spricht Dr. Mix Braun, Die Urania ver-; anstaltet'Samstag abends, HS Uhr, im Großen Saale eine Gedächtnisfeier» Univ.-Prof. Dr. August Sauer, der Herausgeber der großen Grillparzer-Ausgabe der Stadt Wien, wird die Einleitungsrede halten, Ferdinand O h ab yom.Deutschen Volkstheater Gedichte und das Fragment ■/ „Hannibal und Scipio“ rezitieren, der Schubertbund unter Leitung seines (Jhormeisters Dr. Weber n. und unter Mitwirkung der Konzertsängerin Emilie R u t s c h k a Chöre von Schubert und Bruckner singen- Den Beschluß bildet das einaktige Lustspiel „Wer ist schuldig.?“, dar* gestellt von Mitgliedern der Wanderbühne. Mitwirkend: Däs vollständige Urania-Orchester, Dirigenten f. M ay er- A i c h h b r n und L. M 0 n s c h i e b 1. : Der Journalisten- und Schrlftstellerverejn Concordla veranstalt Samstag mittags, 12 Uhr, im 'Mittleren Konzerthaussaai eine Feier. ’ Sie wird mit dem vom Wiener M ä n 11 e r g e s a n g v e rein unter Leitung seines Chormeisters Karl L u z e (am Klavier Vereinsmitglied Dr. Friedrich L ö wen r 0 s e ’n) und unter Mitwirkung von Hermine Kitte l gesungenen Chor von Franz Schubert „Ständchen“ eröffnet werden, worauf der Präsis dent der Concordla Dr. Edmund W e n g r a f einleitende Worte: sprechen wird. Die Festrede hält Hofrat Professor Dr. August Sauer, woran sich Rezitationen von Georg Re! m er 8, Else W o h l g e m u ,t h, die zum ersten Mä|e Grillparzers hinterlassenes Fragment „Psyche“ öffentlich vortragen wird, und Wilhelm Klitsch anschließen. Die Gedenkfeier endigt mit einem Chor des Wiener Männergesangvereins. Die Feier findet ausschließlich vor den von der Concordla eeladenen Gästen statt.

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