Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1068 (19.1.1922)
- Date
- 1922-01-19
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1008 Wien, Donnerstag WIENER MORGEWZETTTTNCJ 10. Jänner 1022 Seite 7 IU Aus den Theatern. Im 6 o r g t h e a t e r wird morgen „Der e I ngebildete Kranke* und „DerersteBeste" gespielt. Im Operntheater geht morgen „D o n J u a n* ln Szene. In der Volksoper geht heute nach längerer Pause Sme&nas „Die verkauft eBraut* mitTrau Wagschal In der Titelrolle In Szene. In dieser Aufführung gastiert Herr Richard Kubla als Hans, Herr Baumann singt zum ersten Male den Kezal. Ferner wirken mit die Damen Salinger, Attler, Weil und die Herren Tauber, Markowsky, Beer, Fälbl und Rupp. Dirigent: Herr Kraus. — Morgen findet die Erstaufführung von „Othello“ statt — Als nächste Novität gelangt Montemezzis „Die Liebe dreier Könige“, welches Werk derzeit an allen größeren Bühnen Italiens mit großem Erfolge gegeben wird, um die Mitte des nächsten Monats zur deutschen Uraufführung.. Im Deutschen Volkstheater wird morgen „Wienerinnen“ gespielt. — Samstag, 6Uhr, gelangt Frank Wedekinds Tragödie „L u 1 u“ in folgender Besetzung der Hauptrollen zur Aufführung: Lulu — Frau Roland, Dr. Schön — Herr Klitsch, Schigolch — Herr Forest, Dr. Goll — Herr Ziegler, Aiwa — Herr, Nowotny, Maler Schwarz — Herr Sima, Hagenberg — Herr Frank, Escherlch —, Herr Danegger, Gräfin Geschwitz — Fräulein Trebitsch, Rodrigo — Herr Kammauf, Casti-Pianl — Herr v. Klinkowström, Puntschuh — Herr Krones, Heilmann — Herr Schumann, Magelone — Frau Volckmar, Bianetta — Fräulein Hochwald, Ludmilla — Fräulein Markus, Polizeikommissär — Herr Leicht, Hunldoc — Herr Knabe, Cungo- Poti — Herr Wengraf, Jack -- Herr Werner-Kahle, Henriette — Fräulein Krein. Spielleiter: Hans Brahnt. In den Kammerspielen wird morgen „Der Kammersänger“ und „Tod und Teufel“ gegeben. Im Raimund-Theater gelangt morgen „Di e verhängnisvolle Faschings.nacht“ zur Aufführung. — Anfangs Februar findet die Erstaufführung des Theaterstückes „T c h“ von Ernst Lothar mit Hans M a r r als Gast statt Im Wiener Stadttheater findet Sonntag . den 22. d, M., nachmittags */,4 Uhr, eine einmalige Aufführung der Komödie „Dergutsitzende Frack“ von Gabriel Dregely statt Josef Jaryo spielt auch ln dieser Vorstellung den Schneider Melzer. An allen Abenden der nächsten Woche Gastspiel Leopoldine Ko.nstantin in der Lustspiel-Novität „Die Ballerine des Königs“. Der König Friedrich 1L wird seit einigen Abenden mit bestem- Erfolg von Willy Volker dargestellt Im Josefstä.dt^r Theater ist morgen Premierenabend. Zur»Darstellung gelangt die Neuheit „F a n n y“, Lebensbild in sechs Akten, von ]. B. Stein. Hansi Niese spielte die Künstlerin in dieser Rolle am Berliner Thaliatheater.' Im Lustspie I theater bringt die-Freie Jüdische Volksbühne morgen „Meilen-- steine“ zur Darstellung. , In der J ü d i s c h e n B ü h n e (Roland-Bühne, II., Praterstraße 25) gastiert ab heute» das Künstlerpaar Moszkowicz in „Geld, Liebe und Schande“ von J a c o b L * Der Direktor des Burgtheaterorchesters als Jubilar. Am 1. Februar begeht das verdienstvolle Mitglied des Burgtheaterorchesters, Johannes Ritter, sein 40jährlges Dieustjubiläum als ausübendes Mitglied dieser Körperschaft. Er ist 1852 zu Wien geboren. An dem verhängnisvollen 8. Dezember 1881 saß er im Orchester des Ringtheaters, als der gräßliche Brand ausbrach. Ihm gelang es, sich zu retten, während vier seiner Kollegen den Tod ln den Flammen fanden. J882 wurde Ritter unter Kapellmeister Sulzer an das Burgtheater berufen, dem er seither als Bratschist ununterbrochen angehört. Dem verdienstvollen Mitglied des Orchesters sind von der Burgtheaterdirektion, von seinen Kollegen, Gönnern und Freunden vielfache Ehrungen zugedacht. Gerichtssaal. Abermalige Anfechtung der erweiterten Mieterschutzverordnung des Bürgermeisters. Derselbe Beschwerdeführer, von dem vor kurzem die erweiterte Mieterschutzverordnung des Bürgermeisters als Landeshauptmannes vor demVerfassungsgerichtsh o f angefochten' wurde, der Hausbesitzer und .Bäckermeister Anton Schöfmann, focht die Gesetzmäßigkeit dieser Verordnung auch vor dem Verwaltungsg e r i c h t s b o f an, vor welchem gestern unter Vorsitz des Präsidenten Dr. S c h u 8 t e r die Verhandlung hierüber stattfand. Der Verwaltungsgerichtshof wies die Beschwerde alsunbegründet ab und hob in der Begründung hervor, daß die angefochtene Verordnung des Bürgermeisters als Landeshauptmannes durch ein Gesetz, nämlich durch das kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz, ihre Deckung finde. Der Lehrer züchtigt an Stelle des Vaters. Der 25jährige Volksschullehrer Karl Spiegel, der in der Leibnitz-Schule unterrichtet! hatte sich gestern vor dem Strafrichter des Bezirksgerichtes Favoriten, Landesgerichtsrat ör. G 1 a s e r, zu verantworten, weil er den 11jährigen Alois Egger während des Unterrichtes mit einem spanischen Rohre derart geschlagen hatte, daß er weinend nach Hause kam und seiner Mutter, die an drei Stellen rote 'Flecke und eine kronengroße Hautabschürfung konstatierte, erzählte, der Lehrer habe ihn auf den Kopf geschlagen. Die Mutter des Knaben ging mit ihm zum Arzt, der ein entsprechendes Parere ausstellte. Die Gesundheitsstörung dauert^ einen Tag. Frau Egger erklärte vor Gericht, daß ihr Sohn,, der ein uneheliches Kind sei, bis vor kurzem auf dem Lande bei Verwandten war, wo er sehr verzogen wurde. Er sei faul und wolle nichts lernen. Sie legte selbst für den Lehrer Fürsprache ein. Der Angeklagte erklärte unter Tränen, der Junge sei denkfaul und geistesträge. Nun halte er (der Angeklagte) es für seine Pflicht, gegen den Knaben, dervater- 1 o i s e 1, strenge zu sein und Ihn — in seinem ausschließlichen Interesse — zu einem Menschen heranzubilden, der die elementarsten Kenntnisse wie Lesen, Schreiben und Rechnen sich zu eigen machen müsse. Der staatsanwaltschaftllche Funktionär Dr. W o t a w a beantragte die Verurteilung des Angeklagten. Der Stock sei kein Mittel, einem Schulkinde Kenntnisse zu übermitteln. Der Richter, Landesgerichtsrat Dr. Glaser, sprach den Angeklagten frei. In der Begründung führte Doktor Glaser aus: Das Züchtigungsrecht steht den Eltern zu; der Knabe hat keinen Vater, er ist ein uneheliches Kind, die Mutter den ganzen Tag in der Arbeit. Der Lehrer hat* es für seine Pflicht gehalten, an Stelle des Vaters die Erziehung des Knaben zu übernehmen. Folgen der Mißhandlung sind kein? eingetreten. Der Staatsanwalt meldete die Nichtigkeit und die Berufung gegen das Urteil an. Prozeß gegen die Gräfin v. Schlieffen. Görlitz, 18. Jänner. (Wolff.) Heute begann vor dem Schwurgerichte der Prozeß gegen die,A Gräfin Eleonore von Schlieffen und ihren Sohn H a ns H e i n r i c h, die beschuldigt werden, die Gesellschafterin der Gräfin, Minna R u p s, den Gemüsehändler «Bruno Röchl und den Hochschüler Herbert S t e n z k e gedungen zu haben, den Majoratsbesitzer Grafen Wilhelm von Schlieffen in seinem Schlosse in Mecklenburg in die Luft zu sprengen, um das Majorat an sich zu bringen. Der Anschlag wurde dadurch vereitelt, daß Stenzke den alten Grafen vorher benachrichtigte, sodaß die Kriminalpolizei Stenzke und Röchl verhaften konnte. Bei Röchl wurde eine Sprengladung vorgefunden, die genügt hätte, einen ganzen Eisenbahnzug in die Luft zu sprengen. Wienf Bi, Marc Aurelstrasse Nr. 5 Tel. Nr. 20486, 20591, 20646, 221776. Telegr.-Adr.: Continentalbank Wechselstube} Wien} ll.f Taborstrasse 46a Telephon Nr. 49428 Kulanteste Durchführung sämtlicher B ft n k- und Börsetransaktionen 133 Volkswirt. Gestempelte Krone - Auszahlung Wien In Zürich notierte: die österreichische Krone -.16 (-.16 die österr. gest Krone . . -.09 . (-.09 die tschechische Krone. . 8.70 ( 8.65 die Mark . .... . . 2.72 (2.75 Agram ........ 1.80 ( 1:80 Bukarest ....... —.— (—.— Budapest ./. -.67 (—.77 Warschau ....... -.18 (-Ü8 —.09 Centimes. —.16 Centimes. am 17. Jänner) am 17. Jänner) am 17. Jänner) am 17. Jänner) am 17. Jänner) am 17. Jänner) am 17. Jänner) am 17. Jänner) Finanzminister Gürtler über die Börse und die Großbanken. In der heutigen Nummer der „Börse“ veröffentlicht Finanzminister Dr. Gürtler einen, Artikel „Rückblick und Ausblick“. Er sagt darin unter anderem: „Der Grundgedanke meiner scharfen und raschen Gesetzgebung war und bleibt, mit bürgerlichen Methoden, zu denen ich mich -entschieden bekenne, die endgültige Sanierung herbeizuführen. Ob diese bürgerlichen Methoden restlos beibehalten werden können, das wird im wesentlichen von der Haltung der Finanz- und der ihr nahestehenden Kreise bestimmt, worauf ich im Gespräche mit .vielen Vertretern dieser Berufsgruppen wiederholt aufmerksam gemacht habe. Wer jedes Bestreben der Finanzverwaltung, die Budgetlage dur^h Heranziehung von Konjunkturgewinnen zu verbessern, sofort als einen feindseligen Akt gegen eine bestimmte Klasse und einen bestimmten Stand deutet, muß naturgemäß zu falschen Vorstellungen gelangen, weil er von der falschen Prämisse ausgeht, daß mir bei meinen Handlungen Angriffstendenzen und nicht rein finanzielle Erwägungen vorschweben. Ich lasse mir nicht weiß machen, daß die B ö r s e, die ja aus der Geldentwertung große Vorteile zog, nicht auch gewisse Lasten zu tragen imstande ist, deren Ausmaß nunmehr ziemlich unverrückbar feststeht. Ich lasse mir auch nicht erzählen, daß das Geschäft der Großbanken passiv, ist und daß sie dieses nur aus charitativen Rücksichten weiterführen. Gewiß sind manche Zweige des Bankgeschäftes infolge des Personal- und Sachaufwandes unrentabel geworden, aber das sogenannte laufende Geschäft bildet die Grundbasis anhaltender Konjunktur- und Syndikatsgewinne, die sonst nie in Erscheinung getreten wären. Ich bin für alle' praktischen Anregungen zugänglich, aber ich kann mich nicht in einen Vorstellungskreis hineinbegeben, wo ich vorerst meinen praktischen Menschenverstand abschnailen soll.“ Der internationale Zuckermarkt. Am amerikanischen Zuckermarkt hat sich in den allerletzten Tagen eine Wendung zum Besseren eingestellt. Das in der dritten Woche Dezember erschienene Dekret des kubanischen Präsidenten Zaya;, wonach die Tätigkeit des kubanischen Zuckerfinanzkomitees mit 31. Dezember eingestellt und vom Beginn des neuen Jahres ab kuban^cher Zucker von jeglicher Kontrolle befreit wird, hatte zunächst als Folge gehabt,^daß stärkeres Angebot auf den Markt kam und die Preise naturgemäß drückte. In der letzten Woche konnte sich aber der Preis am New Yorker Markt wieder heben und ist bis heute vom tiefsten Stande eine Avance von 22 Cents zu verzeichnen, nachdem der letztgemeldete Kurs 3*61 Cent« cif. New York beträgt.' Einerseits war es die natürliche Reaktion auf die konstanten Rückgänge sowie die zu den gesunkenen Preisen sich /einstellende stärkere Konsumnachfrage, welche diese Preisbesserung herbeigeführt hat; andererseits sind dem Markt auch einige andere Umstände zu t Hilfe gekommen. Was das tschechische Ausfuhrgeschäft anbelangt, .so waren in der Zwischenzeit nur kleine Umsätze zu verzeichnen, da sich in seinem hauptsächlichsten Absatzgebiete — England — der Handel angesichts der konstant weichenden Preise sehr zurückhaltend verhielt. Da die in England erzielbaren Preise infolge der, inzwischen stattgefundenen namhaften Steigerungder tschechischen Krone gegenüber dem festgesetzten Uebernahmspreis bereits einen Verlust bedeuten, hat sich die Exportgesellschaft entschlossen, von weiteren Ausbietungen Abstand zu nehmen und gleichzeitig auch die Abladungen bei den Raffinerien eingestellt, zumal auch Frostwetter eintrat. Die Exportraffinerien waren infolgedessen gezwungen, ihre Erzeugung auf Lager zu nehmen. In den letzten Tagen hat sich jedoch auch am englischen Raffinadenmarkte zufolge der gebesserten Tendenz de« internationalen Zuckermarktes ein? lebhaftere Nachfragt herausgestellt, wobei die Preise anziehen konnten. Infolgedessen hat die Exportgesellschaft ihre Ausbietungen wieder aufgenommen. Valutenkurse. Im gestrigen Verkehr erzielten die fremden Zahlungsmittel namhafte Aufwärtsbewegungen. Stärker begehrt und wesentlich höher waren tschechische Noten, die bis 1*36 avancierten. Das Geschäft bewegte sich in den engsten Grenzen, die Umsätze waren gering, da es an Ware mangelte.. Lediglich ungarische Noten waren billiger erhältlich. Nachstehend die offiziellen Schlußkurse: Veröffentlichung der Devisenzentrale vom 18. Jänner 1922. Zahlungen) Amsterdam f. 100 holl. Gulden Agram 100 jug. Kronen . . . Belgrad 100 Dinar . ... . Berjfin 100 deutsche Reichsmark Brüssel 100 belgische Francs . Budapest 100 ungarische Kronen Bukarest 100 Lei . . . . . Chrlstiania 100 norweg. Kronor Kopenhagen 100 dänische London 1 Pfund Sterling Madrid 100 Pesetas. , Mailand 100 Lire. . . , New York 1 Dollar . . . Paris 1OO Francs . ... Ware Kars ▼. 10. J9nan Geld Ware- 4V, 293.950 294.050 255.950 256.050 5 2718.- 2722.— 2378.- 2382.-J 6 10870. t- , 10890.— 9510.— 9530.-, 5 4222.- ’ 4228.— 3797.- 3803.— 5 62.480 63.520 54.680 54.720 6 1048.50 1051.50 1069.50 ' 1072.50 6V* 126.975 127.025 109.975 110025 6 161.475 161.525 139.475 139.525 5 33.899 33.910 29.390 29.410 6 118.460 118.540 6 3L540 31.560 30.540 30.560 6 7948.- - 7952.- 6948.— 6952.— SV, 64.980 65.020 57.380 57.420 5V, 13.597 13.603 1|.697.— 11.703 67, 4595.- 5005.- 4645.— 4655.- 5V, 195.970 196.030 172.470 172.530 6- 274.- 276.- 250- 252.- 4 154.975 155.025 134.875 134*925 7873.— 7877.— 6873.- t6877j— 61.980 6LON 5Ä 54.1*2$ 4795.- 4805.- 4420.- 4430.— —.— —.— •—.—7 158.975 159.025 136.975 137.021 4212.— 4218.— 3797.- 3803.-2 33.490 33.510 28.990 29.010 64.480 64.520 56.780 5O8A 291.950 292.050 253.-450 253.550 34.290 34.310 29.840 29.86Q 10780' 10.860 9440- 9460—j —i 124.975 125.025 107.975 108.025 268.- 270- 246.- 248.^ —,-W 5455.-3 5970.- 5980 544O- , 190970 194ÜD3Ö 100970 170039 153.475 153.525 133.375 133.425 116.460 116.540 ILotS; 13.572 13.578 11.672 13.562 13.568 1053.50 1056.50 - 1072.50 1075.8B SöBa 100 Lewa -. Stockholm 100 schwedische Krön Warschau 100 polnische Mark . Noten Amerlkan. Noten v. 5 Dollar pufw. „ » kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva , * » » 1OO , » » * kleinere. , , Dänische Noten 100 Kroner . , Deutsche Noten zu 1000 Mark. » » ■ 100 , » » „ „ » kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Llvrest. aufw, „ „ kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. » „ kleinere . . . lugosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar '» .» » i> 100 , » n n kleinere . , Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. „ ■ . kleinere .... Rumänische Noten zu 1000u.500Lei » , ' kleinere . . . Buss. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » » » » 100 „ . » . kleinere. . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v. 1000 aufw. Ungar. I$otcn (neue Em.) zu 1000* Kr.’ » „zu 10.G00 Kr. . , » „ . kleinere ..... Generalversammlung des Vereines Reisender Kaufleute. * Im' Festsaale des Gremiums der Wiener Kaufmann« schaft fand unter dem Vorsitze des Präsidenten, Komme!*«1 zialrates A i t n e r, die Generalversammlung statt. Der. vom Vorsitzenden erstattete Tätigkeitsbericht konstatiert eine sehr umfangreiche Tätigkeit des Vereines, der in Vertretung der Interessen der Kaufmannschaft auch aufi mancherlei Erfolge' hinwelsen könne. Das erste, was der Verein im abgelaufenen Jahre in Angriff nahm, war eine rege Propaganda, Wien zu einer, Zentrale des« europäischen Handels auszugestalten. Intensive Arbeit entfaltete der Verein für die Schaffung der Internationalen Wiener Messe, welche an Ansehen und Wichtigkeit keiner der kontinentalen Messen nachsteht. Eingehend befaßte sich der Verein auch mit dem Gesetzentwurf über den unlauteren Wettbewerb. Qgr Bericht schließt mit einem ^Ausblick in die nächste Zukunft und betont, es sei naturgemäß, daß der Verein neue Bahnen und neue Wege betreten müsse. Der Hochstand der tschechoslowakischen Valuta. I Prag, 18. Jänner. (Tschecho.-slow. Preßbur.) In deri Aitzung des Budg^tausschusses erklärte Finanzminister Npväk bei Beratung des Nachtragsbudgets, die Behauptung, die tsch echo-slowakische Valuta wäre durch künstliche Mittel In die Höhe getrieben worden, für unrichtig. Solche Mittel seien nicht angewendet worden und könnten auch nicht angewendet werden. Durch ein künstliches Hinaufschrauben der Krone würden beträchtliche finanzielle Opfer entstehen. Wenn das Bankarat* Kronen Jcaufen würde, müßte es fremde Valuten verkaufen, was zur Folge hätte, daß es mit seinen Vorräten bald zu Ende wäre. Das Steigen der Krone sei ernsteren Ursachen zuzuschrciben, so der aktiven Handelsbilanz sowie der nach '"'er letzten Mobilisierung geänderten Ani schauung des Auri indes Uber die tschecho-slowakischa