Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1067 (18.1.1922)
- Date
- 1922-01-18
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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$eite 4 _ Wien,.Mittwoch Der Vatikan verbietet die Schlögl- Uebersetzungen. Aus Rom wird gemeldet: Die Kongregation des fettigen Offiziums hat das in Wien erschienene Buch des Zisterzienserpaters Dr. Nivard Schlögl „Die heiligen Schriften des Neuen Testaments“ auf den Index gesetzt. Dr. Schlögl ist Professor für orientalische Sprachen an der Wiener Universität; Seine deutschen Uebersetzungen der „Heiligen Schriften des alten und neuen Sunde s“, an denen er seit 37 Jahren arbeitet, sind im Wiener Burgverlag (Richter und Zöllner), herausgekommen. Wir haben kürzlich eine kritische Besprechung der von Schlögl herausgegebenen Uebersetzung des babylonischen Talmuds gebracht Die Gründe für seine Maßregel entziehen sich der Kenntnis der Oeffentlichkeit, da die Indexkongregation ihre Verbote niemals begründet Die Äerzteordming. . Die Enquete zur Beratung der Aerzteordnung hat gestern ihre Sitzung beendet In der'Aussprache über die Disziplin.arvorsc'hriften erklärten die (Vertreter der Aerzte, daß der Disziplinarrat der Aerzte-;Kammer das Recht haben müsse, die dauern d e Entziehung der Praxis aussprechen zu können. Bundesrat Klein bezeichnet es als unmöglich, daß dem Ehrenrat die Möglichkeit gegeben werden soll, einem Arzt die Praxis zu entziehen. Berufs- ■genossen dürfe das Recht zur Verurteilung nicht überlassen werden. ✓ _ VDie Lebensmüden des Jahres 1921. } Man ist genötigt, die Zahl der Lebensmüden in efner Stadt als den Gradmesser der sozialen Verhältnisse dieser Stadt anzusehen. Von diesem Standpunkt aus erscheint es paradox, daß die Zähl der Lebensmüden in Wien nach dem Kriege geringer ist, als sie in den Jahren vor dem großen Völkerringen war. Schon im Kriege war die Zahl weit unter den gewöhnlichen Durchschnitt gesunken. Im letzten Friedensjahr 1913 betrug die Zahl der Lebensmüden in Wien fl 485, im ersten Kriegsjahr nur mehr 1286, in den folgenden Kriegsjahren bloß 881, 904, 700 und 842. fm ersten Friedensjahr 1919 stieg sie auf 1133 und Hm -Jahre 1920 auf 1189. Im Vorjahr ist die Zahl der Lebensmüden wieder auf 923 gesunken. Davon waren >458 Männer und 465 Frauen und Mädchen. Bei den wirklich ausgeführten Selbstmorden überwiegt weitaus die Zahl der Männer (265) die der Frauen (151), bei der Zahl der Selbstmordversuche die der Frauen (314), die der Männer (193). Auf die einzelnen Monate verteilt sich die Zahl der Selbstmorde, die zur polizeilichen* Anzeige gelangten, wie folgt: Jänner 38, Februar 31, März 26, April 45, Mai 53, Juni 33, Juli 39, August 30, September 29, Oktober 31, November 27 und Dezember 26. *n den Wintermonaten betrug demgemäß die Zahl der Selbstmorde 187, in den Sommermonaten April bis einschließlich September 229. Die neuen Gas- und Strompreise. Dar Stadtsenat hat gestern die höheren Gasttrid Strompreise festgesetzt, und zwar in dem bereits befcammiten Ausmaß von 120 Kronen für den Kubikmeter jjGas und 22 Kronen für die Hektowa-ttstude Licht -und >16 Kronen für die Haktowattstunde Kraft. > Bezüglich der Vorauszahlung für. Gas- und Stromabnahme wurde nach längerer Debatte ein Antrag angenommen, wonach jeder Konsument ein Zwölftel Mer Summe des vo-rausAby ".liehen Verbrauches zu entrichten halben wird. Die Vorauszahlung hat von jedem Gas- und Strom Verbraucher entweder gleich geleistet zu worden oder spätestens drei Monate nach Ablauf Her Vorschreübung. Den Direktionen der städtischen jGas- und Elektrizitätswerke wurde hiebei vom Stadtsenat die Ermächtigung erteilt, im jenen Fällen, wo die ^Vorauszahlung unterblieben , ist, die Gas- und Strom-, (berecthnumig um zehnP r o z e nt zu erhöben, und zwar msoiiamge, biß der betreffende Konsument die geforderte Vorauszahlung geleistet hat Nach diesem Beschluß werden also die Gas- und Stromabnehmer, welche keine /Vorauszahlung leisten, für Gas- und Stromkousum zeihn Prozent mehr zahlen müssen, als jene Verbraucher, dde die verlangte Summe erlegt hsJbsn. Die Verfügung bedeutet also eine Art Strafe für alle jene Konsumenten, welche die Vorauszahlungen entweder nicht leisten ■/können oder nicht leisten wollen. Das Jüdische Realgymnasium für die jüdischen Greise. ' Die Sammlung der Schüler des Jüdischen Realgymnasiums für arme jüdische Greise ergab den Betrag von K 380.000. Von diesem Gelde wurden K 300.000 der israelitischen Kultusgemeinde zur Verteilung an solche Greise und Greisinnen, übergeben, die wegen Platzmangels in das Versorgungsheim in der Seegasse bisher nicht aufgenommen werden konnten. Die restlichen K 80.000 gelangen nach Vorschlägen der Schüler zur Verteilung. Unzerbrechliches Glas. Prag, 16. Jänner. (Tel.-Komp.) Einem der Begründer -der chemischen Glasindustrie, Dr. H 0 r a k. ist es gelungen, ein unzerbrechliches Glas zu erzeugen, aus welchem alle Arten von Kochgeschirren, wie Bratpfannen, Kasserollen etc., erzeugt werden können. Bei einem Bankett, welches anlässlich der Glasausstellung in Königgrätz abgehalten wurde, ist dem anwesenden Handelsminister Novak ein in einer gläsernen Bratpfanne gebratener Fasan serviert worden. Die Erfindung, deren Brauchbarkeit durch Versuche bereits überprüft wurde, hat eine große Bedeutung, kla das gläserne Kochgeschirr alle bisher in Verwendung stehenden Arten von Geschirren, auch Metall, Porzellan, Steingut, Email usw. wird ersetzen können*. •WIENER MORCFElNZEXTUiVa Mitteilungen aus dem Publikum. Wilhelm Feldschuh und Frau Regine zeigen hocherfreut die Geburt ':Ä- . ' eines gesunden Mädchens an Wien, IV., im Jänner 1922 9382 Biiliaotßi. PRileo, JowbIsii. Plafin, Gold. Sillier falsche Zähne häuft von Händlern, Juwelieren, Zahnärzten und Privates 0gST WeStfflrma Juwelfier RABIH9WITSCH fiq Mahlerstraße Nr. 5 ßfi.» Hollandstraße Nr. 3 Telephon 3341 (frühere Stephaniestreße) Haltestelle Opernrinc Telephon Nr. 45148 Zugang Kärntnerstraße Man beachte die große Straßenuhr Samstag geschlossen im eigenen Hause Nr. 3 5820 Echte Jägerwäsche w ABbert Matzner» Wien, L, Kohlmessergasse8 Adebar kam schon zurück Aus dem fernen Afrika, Kündet Freude an und Glück: KUNEROL ist wieder dal Kultusgemeinde. Herr Julius Feingold spendete für den Notstandsfonds der Israelitischen Kultusgemeinde eine Million Kronen, Herr Börsenrat Ernst S t r a ß e r K 100.000. Beide Spenden sind durch Herrn J. H. Waltuch veranlaßt Massenzinssteigerungen in Wien. Anläßlich des bevorstehenden Februar-Termins versenden fast sämtliche Hausherren Wiens an ihre Mieter Schreiben, in denen sie auf die gesteigerten Kosten der Erhaltung ihrer Häuser und auf das große Defizit bei der Administration der Häuser im vergangenen Jahre hinweisen und Steigerungen zumeist im Ausmaß von 200% ab 1. Februar verlangen. Die Parteien werden aufgefordert, durch ihre Unterschriften auf den zirkulierenden Bögen ihre Zustimmung zu der Zinssteigerung, zu erteilen. * Das Neueste ist... Das Neueste ist inämlichi die Weltparität. Es weiß zwar niemand ganz genau, was das ist,, aber das macht die Sache qjuir interessanter. Wenn man vormittags .die fröhliche Hoffnpng ausgesprochen hat, daß wir sie mim'ehestens erreichen, ikarnn man sich .am Nachmittag der Befürchtung nicht entischlägen, daß es' mann ehestens dazu kommt. Eines von beiden muß schließlichdie richtige Tonart sein. Die meisten "teilen, es sich übrigenis lieber; nach geraden und ungeraden Tagen ein, was auch seine VorteDe hat. Am i., 3., 5; -usw. spricht man von dier ÄrWitelosigfkeit, der Exportprämie, der Konkurrenzfähigkeit, arm 2., 4., 6. vom Niedergang der Auslamidlsikurse und dem Empor-, schinie Ilern der Krone. Die Welitiparität erweist sich jedenfalls, als trefflicher Käuferschreck. Wagt jemand gegen einen Preis aufzu-mucken, so -heißt es: das ist nur -noch heute. Morgen halben wir die Weltpariität, dta ist .das Dreifache noch zu \vartig. Der atuisgelernifce Öesterrexher (ludet 'sich um-ä zalhlit. Beschwert man sich beim Kchl-emhänidiler' über' das schlechte Gewicht, 'so sagt er bekümmert und sorgenvoll: »Ja, die Weltparität.« Ein Zündhölzchen kostet drei Heller, eiln Wiener Schnitzel so viel wie 1914 ein Stutzflügel und die Wdtjpiairität frißt allen Zudker aiuf. Im zweiten Bezirk sollen zwei .Männer wohn ein, die wissen, was sich hinter dem rätselhaften Vokabel eigentlich verbirgt. Man hott sie leider noch nicht omsgefo-rsiCht, aber findige Boifizistan siind ihnen auf der Spur. Vorläufig geht es dfierd&ng3 auch so ganz gut. Ganz Wien hegt nur eine Meinung, ganz Wien steht geschlossen und begeistert hinter seinen Führern.,.ein eiserner Wille beseelt ums alle: wir m ü s s e n die Weltparität erreichen! Vielleicht erfahren wir damn-, \va das ist. Kater Murr. Eine jüdische Erziehungsorganisation in Amerika. Heber Initiative des Dr. M a g n e s wurde in New York eine Organisation. zur Förderung der jüdischen Erziehung in Amerika begründet. Die Organisation soll auch die bereits bestehenden Erziehungsanstalten ohne Unterschied ihrer Richtung unterstützen. Für die Zwecke der Propaganda und Organisationsarbeiten wurden bereits 100.000 Dollar gesammelt. Hervorragende jüdische Persönlichkeiten. haben sich der Organisation angeschlossen. °Gegen die Verfolgung der jüdischen Religion in Rußland. Das Rabbi-nat von Wilma proklamierte einen Fasttag zum Zeichen des Protests gegen die Einischränlkiung der religiösen Freiheit der Juden ln Sowjetrußtonid. Das Rabbinat ruft die Judeuhelt deir ganzem Welt zuir Abhaltung spezieller Gottesdienste auf gegen die Verfolgung der jüdischen Religion, die sich praktisch in der Verbictuing von Ghadfewlm uud Jeschib-oth au-sdrüdkt. Die meisten Juden simid des Rechtes beraubt, Gottesdienste afbzu hallten und die Juden der ganzen Weltmüssten sich gegen diese Verordnungen vereinigen. (J. C. B.) Begräbnisse am heutigen Tage. Alter Friedh of: 9 Uhr Herzog Karoline, 9 Uhr 30 Min. Wundrich Bernhard, 10 Uhr Roth Sofie, 11 Uhr Ofner An nie, 11 Uhr 30 Min. Reich Leo. — Neuef, Friedhof: 9 Uhr 30 Min. Edelstein Sofie, 10 Uhr Bondl Moritz, 10 Uhr 30 Min. Läufer Moritz, 11 Uhr Picker Sarah, 11 Uhr 30 Min. Ratz Matthias. * Der zweite jüdische Lebensmitteltransport nach Beßarabien. Die New Vorher Föderation der d-kM«!-. 18. Jänner 1923 Nr. 1067 sehen Juden -verlud am Schiffe »Cordelina« die zweite Sendung vom Lebensmitteln für die ukrainischem Heim« losen in Beßarabien. (J. C. B.) * Medizinische Hilfe für jüdische Heimkehrer auch Rußland. Der jüdische Natio-noilrat in Litauern entsen-. dete eine medizinische Expedition nach Sowjet ruß-! 1 a n d, um den, in den Städten NovojskoleAki, SobeZj Kiew, uud Moskau. angesaimmelten . jüdischem Heim-: kehrern, die in den Lagenn von verschiedenen Kramik-ü 'heitern heimgesucht wurden, medizinische und sand* täre Hilfe angedeihen zu lassen. (J. C. B.) -1 * Vom Keren Hajessod. Da in letzter Zeit wieder holt Eilnaelspenden in den Tempeln für dem Keren.; Haijessod geleistet wurden, so , wird-,neuerlich dlarauf hingevviesen, -daß Beträge, die den Charakter einem Spende tragen, dem Jüdischen Nationalfonds (Keretnj Kajemeth) zuzuwenden sind» und nur solche Summern,' für den Keren Hajessod ln Betracht 'kommen, welche den Gh-ara'kter eines Opfer beit rages trägem. ' ® Paris—Athen. Wie der »Maltin« auis Nizzas meldet, hat die Intennaitio-nale Eisenlbalhinlkomferenz, die den Zweck hat, die Einzelheiten des Verkehrs des Simtplon-West-F.xpreß zu regeQtn, 'beschlossen, dlie Liinti-C Paris—Athen wieder duzufuhren und einen Dienst übe» Bukarest nach Komstantinoipel mit eime-m wöchentliches Zug nach Konstaimtlnopel elnzurichtten. . 4 * Der künstlerische Tanzabend der Concordia. DM Programm dieses Tanzabends, -der übermorgen (Freitag) im großen Kom-zertha-ussaal unter Mitwirkung dert Ta-nzvirtuösin-nen Albertina Rasch, Maria Ley und Elsa v. S t r o -h 1 e n d o r f stattfindet, enthält u. a. ea/nj Adagio und einem Wallzer von Chopin sowie Ziehrer^ »Weaner Madeln« (auisgeführtt von Albertina Rasch),; Schumanns »Ende vom Lied« und Johann Strauß^ »Künstlerleben« (getanzt von M,air-ia Ley), Sarasate# »Zigeunenyeisen«, eine Humoreske von Dvoraik und Strauß, »G’schidhten aus dem Wien-erwald« (Etea vomi Strohlendo.rf). Den Künstlerinnen sekundieren Ballett-, meisten:. Raitnum-d und Solotänzer Dubois. Der Pianist Otto Schul h o £ wird u. a. Griegs »Gmomenredgen< spielen. Restlicher Kartetmverrioa-uf am der Kon-zertihaus^ kaisse (I., Lothrlngerstr>aße) und bei Gutmann. (1^ Kä-rnitherrig 3). 4 Privatistenprüfungen aus israelitischer Religiort für Schüler an Mittelschulen für das erste Semester 1921/22 werden Diemstag dCn 31, 4. M. von 4 biis 6 Uhr nachmittags^ I., Seitenstettengasse 2, 2. Stock (Rabbinatskajozlei), abgChaiten werden. Die Prüfungstaxe beträgt K 500 -pro Semester und ist im vorhinein an der Kasse der israelitischem Kultusgemeinde, Wien, I., Seitehötettengasse 4, *i. Stock, zwischen 9 und 12 Uhrj vormittags, zu entrichten. * Arbeiterentlassungen in der Steyrer Waffenfabrik. Aus Steyr wird gemeldet: Im der AutofalbriÖc wunden 500 Arbeiteremtlaissem. und ist damit nur dieir; Anfang zu weiteren En-tlassuimgon gemacht worden. Es? soll sich um die Kündigung von etwa 2000 Arbeitern! handeln; Die Direktion der Woiffenfaibrilk erklärt, dde Einisch-ränfkunig des Betriebes' infolge- -der allgemieimieti Absatzkrise, unter der die Atutofabfiükaition iiri ‘gwiz be4 . sonderem Maße leide. Auch d'er BCamtemstaind wird ent- , sprechend herabgemlnide-rt werden. :' '* Wetterbericht, Die vom Frankreich mach Ostens vqrdlringeri.de Westströmning gewinnt tengss-aim amt Boden. In Westdeutschland, zum Teil'in Mitteildeutsohw lamd uinid Böhmen und im Westen Oesterreichs ist die. Tehnpeiratitir bereits über Null gestiegen. In den öst-t hohen Teiien Deutschlands und Oesterreichs hat sich des( Frost gemildert:. In Westfra-rilkreich halben nachrüclkemde nordwestliche Wiinide Ablkühl-ung gebracht. V o -r a u s a,g e: Vorwiegend trüb, vorübergehend Aufbruch datj Wollkenid'edke nicht ausgeschlossen.) Temperatur zunächst; langsam nahe am null und etwas über nnti Gra<J steigend, später Tau wette/. Weistwimidle, zeitweise! Niederschläge.; * Thomas Mann bestohlen. .Der Dichter Thomät M an n ist gestern in einem Stadtihotel -das Opfer einer! Diebes geworden. Er kam um ein bdauaaimtenes Etui mit zwei goldenen Perllknopfern, eilne notiedeme Briefe tasöhe, - eine d'uinlkelbla-ue Ledergdldbörse, sechs weiße Taschentücher mit dem Monogramm >T. M.<c, eine Nidcelarmbainid'uh-r möt Leuohitzifferblaitt- und zwei seidene Krawatten, zusammen im Werte vom K 200.000- ■'* Postgebühren im Verkehr mit Rumänien. Auf der Konferenz von Porto-rose haben die Vertreter den Po st Verwaltungen Oesterreichs, Rumäniens, de® Tschecho-Slowakei und Ungarns beschlossen, -daß für Briefe und Postkarten vom I. Jänner 1922 aingefanigeii1 gegenüber den Weltpostgeibührem ermäßigte Gebühren! gelten sollen. Einer eben eingelamgten MittdO-unig zn-! folge hat die rumänische Posüv-e-rwal'tung zur sofortigen! Anwendung der ermäßigten' Gebühren ihre Zustimmung nicht erteilt. Es müssen daher im Verkehr nach und aius Rumänien die. vollen Gebühren des Weltpostvereins angev/endet werden. Die Postämter ■yverden in.diesem' Sinne angewiesen. Bis dahin werden Briefe und Postkarten, die nach den ver'Iiaiuibhartenermäßigten Gebühren frfcigemacht sind, von den Österreich!sChen Postämteinn. nicht beanstandet.. Schmuggel mit Zwanzighellerstücken. Wie dU »Näflrodni Politika« meldet, tauchen gegenwärtig in,; Südmährcn, insbesondere in Z n a! m, riesige Mengen alter Österreichischer Zwanigheltlensfüdke auf, die sadkw ' weise über die Grenze 'geschmuggelt wurden. Dieser Tage wurde von der Zmaimer Grenzpolizei ein gewissen . Ji-Örke verhaftet, der einen 34 Kilogramm schweren1, mit österreichischen Zwaimzighellerstückein gefüllten Sack nach Znaim gebracht hatte. Harke gab bei seiner Vernehmung an, diese Münzen ln Oesterreich gegen eine Bezahlung von 100.000 österreichischen Kronen eingewechselt zu haben. 0 Der Briefträger als Millionär. Der Postaus/hilfe* dienerAlbert Schmid, ein junger Mann von zwanzig Jahren, der zurzeit Briefbesteller beim Postamt 75. in Wien., X., Qudlemlplatz, ist uinid sich einer vorzüglichem, Kouduiite erfreut, hat bei der letzten Ziehung der siebenten österreichischen Staatslo-tterie eine Million, Kronen gewonnen. Zum Glück ist er sich dessen bewußt, daß der Besitz einer Million Österreichischer Kronen .heutzutage niemanden vorn der Notwendigkeit, sich sein Brot im Schweiße seines Angesichts zu verdienen, enthebt, und -so bleibt er auch weiterhin als. »MWsuär,« der Postanstalt im Dienste^ “