Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1064 (15.1.1922)
- Date
- 1922-01-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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WIENER MORGENZEITUNG 15. Jeinner 1922 Nr. 1064 Helle 4 Wien, Sonntag iiehen. In dem Schreiben heißt es: »Falls die »Gazeta Warszaws'ka« nichit binnen adhit Tagen erklären wird, daß der Artikel über dii? Neruda absichtlich veröffentlicht worden sei, erklären wür dem Haupt-, redakteur Herrn Anton LeszniowsTci, daß di? Entfachung des Fanatismus und die Aufreizung der Landesbewohner mittels böswilliger Nachrichten ein niedriges Vorgehen sei, dias einer schlechten Absicht und der egoistischen Gewinnsucht auf K»criW des allgemeinen Wohles entspringt, kurzum:’ eine solche Tat kennzeichnet einen gemeinen Men* sehen«*). . Der Ton war allerdings zu scharf,‘Leazniiowski aber wollte von einem Rückzug nachts wissen. In der Presse wurde ,pro und contra geschrieben, das zweite überwog. Alis von der Polizeizensur Artikel, gegen die Juden verboten wurden, verbreitete man im geheimen Flugzettel gegen die Juden; In Spott* fledern wurden die Juden als Ausbeuter der Polen, Blutegel und dergleichen hingest eilt. Die Juden wiederum richteten in Panuphlctton gehaltene Briefe an die Antisemiten, Von 'einer weiteren Demonstration gegen Loszjviowski mußte aber abgesehen werden,' da der Stellvertreter des Statthalters, General von Pandutin, »den Israeliten jede korporative Demonstration gegen den Zeitnrngsredakteur strengstens untersagt« habe**). Der ganze Kampf hatte aber keineswegs religiöse Motive. Leszniows'ki befürchtete vielmehr die Uaberhandnahme des jüdischen Einflusses im Fälle einer Aasimilierung an die Polen, und vor dieser ■wo Ute er dlie polnische Gesellschaft wannen und schützen. Man sollte die Joden an ihren Wirtschaft* liehen Entwicklung hindern, weil sie d&s ganze Wirtschaftsleben monopolisierten und kraft ihrer Kapitalien die Polen wirtschaftlich beherrschen könnten. Es war dies also picht bloß der vorn Religion s- und Rassenhaß getragene Antisemitismuis, sondern national-wirtschaftliche Momente sind . es gewesen, welche die Judenhetze Leszniowsklg ver* unsacht hatten. Die Feindseligkeiten der polnischen Intelligenz gegen die Juden hatten ein derartiges Mgß ange-. nommen, daß s-elbst der ehemalige ö§teirr?ichjsche Generalkonsul in Warschau, Freiherr von Leiderer, nach Wien von »einem ausgesprochenen Bruch zwischen den polnischen Md jüdischen Elementen« berichten konnte***). Kein W-under also, d^ß'Vertreter dpr polnischen. Emigranten in Paris und Brüssel die Polen zum Einstellen dieser Hetzereien und zuri friedlichen’ Zusammenleben mit den Juden auf forderten. ,Ein?ri der größten Vorkämpfer der polnischen Demokratie.' und der Juden em«nzipat ion, d-tzr greise Historiker L e 1 e w e 1, erhob damals seine Stimm?, Um gegen, dieses feindselige Vergehen der polnischen Press? Protest zu erheben und den Polen den Weg rm zeigen, wie sie mit den Juden friedlich zusammen zuleben hatten. , . y In seiner Broschüre »Sprawa zydowslra w r. ’ ^859« (»Die Judenfrage im Jahre 1859«) legt er seinen Standpunkt m der Judenfrage dar. Er verlangt, daß sich die Juden die polnische National- , hultuT aneignesn, denn nur durah ihre Assimilation wirr] allen diesen Feindseligkeiten ein Ende gemacht und sie werden dann als Kinder eines. Volkes gelteni *) Archiv der Krakauer Akademie der Wissenschaften. Ha-ndlschrift Nr; 1772. **) Wiener Staatsarchiv/ Berichte des Generalkonsuls itn Warschau Frelh-erm vom I.ederer aus denn Jahre 1S59, Nr. 6, vom 20, Jammer 1859, ***) Wiener Staatsarchiv, Lederems Bericht Nr. 6, vom 1. Februar 1859. K, . . immerhin nicht gatitz einfach, Licht und Schatten im der Schilderung der viefturostirittenem Persönlichkeit des.. Nachfolgers Herzls gerecht zu verteilem, und er hat. sich dieser Aufgabe im allgemeinen mit der emtsagungv rvolilen Einstellung des Historikers unterzogen. Z-u den wichtigsten Problemen der Inneren Entwicklung rechnet Böhm mit Recht die Sprachen frage, insbesondere die Renaissance des Hebräischen, der er ehr ibesooderes, für Außenstehende sehr instruktives KapitÄ widmet. Minder glücklich war Böhm in der Darstellung der »geistig-religiösem* Strömungen (Martin Buben Nathan - Birnbaum, A. P. Gerden), woran vielleicht weniger der Autor als die Problematik des Themas schuld ist. Wir glauben, daß Böhm die .Tiefe und Bedeutung dieser tastenden Versuche, an tiefste Menschheit«- und Judorntaimsfragen zu rühre»,; stark überschätzt,, wir können i)hm. jedoch nicht M. wenigen Zeilen antworten, weil dazu ein gan-zes Buch notwendig wäre. Weit geltungemer als dieses und auch das folgende Kapitel über die ziot isfi-sche Theorie scheinen ums die den zweiten Abschnitt beschließenden Darstellungen über den Kampf um die Pttrcbsefzug der zionistischen Idee und die Entwicklung der Organisation vom zehnten Kongreß bis zum Weltkrieg zu sein. Hier tritt wieder der durch souveräne MaterLalbeherrsohung hervorragende Kenner der Bewegung' in glänzendstem Lichte hervor. So scheiden wir von B ö »h m 9 Werke mit dem Eindruck, daß wir in ihm eine der besten Information«-, quellen über alle Seiten der zionistischen Be\vegumg)l besitzen. Nicht nur, daß ihm keine wichtige Frage ent-jj« gangen ist, er hat auch die Entwickln gsstadien,.; wenigstens ihre wichtigsten Etaip-pen, zutreffend geschildert. Mit amer’keminonßwertem Bemühen hat er die. möglichste Ausschaltung subjektiver Eitvstdluing err. reicht, und die im Vorwort zum Ausdruck gebrachte Absicht historischer >Objektivität« nßich Kräften verwirklicht. Wert über den Kreis der Parteiat gehörigen, die das B ö h m,s che Werk immer wieder als Nachochlagebuch werden benützen kennen, ist m bestimmt, ln den dem Zionismus noch fernsteh erlen Kreisen für die Idee zu werben. In nur vierzehn Tagen 0 hat sich die Zeichnung auf die 6prozentigen Staatsschatzscheine um mehralt eineMilliarde gehoben. Dieses Ergebnis beweist zweifellos mehr als Reden und Schlagworte. Bis jetzt sind volle zwölf Milliarden Kronen für Staatsschatzscheine eingeflossen. An diesem gewiß beachtenswerten Erfolg nimmt das nähere u. weitere Ausland mit namhaften Zeichnungen Anteil, Die Bt8 sind ohne Legitimationszwang erwerbbar, eskomptefähig u, dreimonatig ktin dbar. Wer ein Jahr lang seine Schatzscheine behält, bezieht statt 6 Prozent 64 Prozent an Zinsen. Zu haben bei dem Postsparkassenamt und dessen Sammeistellen den Postämtern, den Lanken u. Sparkassen in den üblich. Geschäftszeiten KB BB Au>yb ein jüdischer Vorkämpfer füir die Gleich*. berschtjgmvg Leinet Brüder --- Qsias Lu b 1 i n e r —' hatte dama-ls die Polen z»u?i»nem brüderlichen Zu- 4anmep,leben rmt den Juden Wfgefo-r'dHrt. Qsiiae Lublinetr hatte W di? Bolen recht schaff? Wppt? gerichtet, iu denen ex verlangte, daß sie endlich aufhörep, die Juden?u eiMiedfigen,. ri? mögen vielmehr den Juden die Freund'Ächsft Wyieten Md antangen. mit HnM Msammen ein neues soziales Lehen au fiilvren* •vyeJ?h?'S auf Brüderlichkeit und Freundschaft beruhen HÄ'le, denn dies sind di? eüi'Zigtzy Mittel, die 4yn JM?Y bürgerliche PflichtgefüM? - tzinjlößen könnten. Die EmiffpsntenikreiLe 'hs-tten.in der Juderifrage einen viel libehAlexen und freundlicheren Standpunkt vertreten. Und wenn die Juden hetze in Warschau tatsächlich uinilrer drückt wunde d?nn freiwillig ist es nicht geschehen, sondern nur unter dem Zwange d?r momenba-nen' L«g? und dem polnischen Volks* id?a| zuliebe so ist es Weih zum großen Teil nur dem Einfluß der Emigration zuzuschreiben. Die Emigration war es, dlie fern vom Vaterland da*? nationale Leben genau beobachtete und einsgh, daß d«r Judenhaß der Vcllsaacb? nur sohnd'lieh sei.und daß man sich bestreben müsse, die Juden zu aMmi'! Heren und für die Idee eines uoiabhangugcp, freien Pulen zu gewinnen —* ohne Rücksicht darauf, ob , di? Juden wirklich einer Assimilation geneigt sind, Denn so weit reichten wiederum ihre Kenntnisse des jüdischen Volkslebens nicht und deasenunge- ' achtet hielten sie nur an den Forderungen des •Augenblicks fest. , - Schon im Jahre k8Z8 hatte dais von 2 a b i c k 1 in London redigierte.. Gargfn. dor ^polnischem Demokratie »Dem okr.a tn po 1«k i« verlangt, daß man mit den Juden, di? In Polen einen bedeutenden . Faktor bilden, unbedingt Zusammenleben müsse. Die polnisch« Demokratie, die dii? einzige Möglicb-;keit der Vol'ksbefreiung nur in der Volksknäft'fceh?, haibe mit dir ei Mächten: Oesterreich, Rußland und •Preußen, einen Kampf zu führen, sie müsse also die zwei Millionen Juden für-sich gewinnen, denn sonst :*könne man nicht wis-sen, welche Btellu-ng sie eintehmen werden..-Dies sollte eben die Devise sein, lüriter welcher die Verbrüderung mit den Juden und deren As£imilicrvvng an'die Polen vollzogen werden' sollte. Wir sehen also, daß Motive rein, politischer Natur däe führenden Gcisiter zu Anhängern der Jüdcnassimilatiou gemacht haben. Aahnlich wie die Verfechter der Judenemanzipation zu Ende des jl8. Jahrhunderts, ' Butrymowiczj' Cz^'dri, Obpio- %iewski up»d; ähde»re, wuirden auch sie nur. vom Gedanken der Zweckmäßigkeit beherrscht. Politische Raison war.©5, die den Haß .zeitweise unterdrückte und der . polnIschen. Intelligenz den Schein einer. brüdertioh-herHichcn JJeb? zu den Juden' aibzwang. Wenn au’ch die Intelligenz, dbreh die* politische Sachlage gezwungen, Liebe zu den Juden, Einigkeit und Verbrüderung mit den »starozdkonni« (Anhänger dos alten Bundes) predigte und in Warschau selbst die Volks messen im Jahre 1861 mit den Juden gemeinsam, an den Demonstrationen teünabmcn, so kA keineswegs zu verkennen, daß allen diesen Erscheinungen der Gedanke des 'politischem Utiiitarism>us zugrunde lag. Brief aus Warschau. (Von unserem Korrespondenten.) W a r s e h a u, 11. länner, -. Vor einigem . Tagen drohte hier eine Regierungskrise, die für die Zukunft der »pclimschen auswärtigem Ftoilitiik von schädlichem Nachwimkuimgen hätte seitn könmen. Die Krise ist auf die ständigen V erst immun gen und Reibungen zwischen den Nationaldemckraten und den offiziellen Kreisen zurück zuiführon, welch letztere sich um das »Belvedere«' scharen und im Gegensatz' zu den Nationa-’- dcmtfk.rartcn die auswärtige Poli'ik auf keinen Fall im Zeichen des Glu uvinismu« führen wollen. In der letzten Zeit hatte der Außenminister 'Fkirmunt 11x1 stillen Einvernehmen mit den Naitiioma'ldemokraiten «ine ganze Reihe von Poll* tükern, die früher der e.xtremru9sophilen Richtung angehörten, in den auswärtigen Dienst autfinehmea wolilen. Es hamdeltc sich vor allem uni die Erneunung dos gewesenen »polnischen Gesandten in Berlin Grafen S z e h e k 0, den Skirmuot zu.m he» vollmäcl^-igten Vertreter Polens beim Völkerbund ernennen wollte, um auf diese Weise die Position, Aschkenases su schwächen und den Wünschen der Nationaldemokraten, die in Aschkenaye einen Gegner der fnan/zösischen Orientierung soben, z>u orrtsprechen. Außenminister Skirnt u n t benützte such dt? Abwesenheit der einflußreiclis'tien Minister zuir Zeit der Weihnachtaferien und legte der» Stiaät»s»chef den Vorschlag zur, Ennennunig Szebokos zuir Untersohrift vor. P i 1 - s u d s k i, der aimscheinend das Kesseltreiben denn N aitiotriaildemiokraten gegen Asehkenais? redhtszseitig erkanmt haute, venveigerte die UmtotWr.ir-ift, worauf Qtraf Skirmu»nt die Demission gaib. Um jedoch einer Krise, die ziemlich schwere Folgen hervonnufen und eventuell den Na'tionaIdemokraten den Aufstieg zur Regierung ermöglichen konnte, vorzubeugen, ©ntschltoß sich der Ministenrat?u einem Komtpromüß mit Skimi'unt, wiqnaah Graf Skirmunt auf die Ernennung Szebqloos zum ständigen Vertreter Polens beim Völkerbund verzichtete' und nur die B©bnauung ,Szeb?kiois mit einer sei t weinen Ve^tire^ung PiQlenis /bei der nächsten, ßeseipn des Völkerbundes verlangte, wobei jedoch WH drück! ich betomt wird, daß di?. »politisclien Richtlinien in C?e>n»f auf keinem Fall einer Aeniderumg unitarldegen dürfen. Auf Grund. Rieses ueboreiniklom menis wurde nun Qnaf Szebcl^p: zum VeinlTötejr Polens für diese Session des Völkerbund dem $taaitscheif vorgescblagem und vyn Pilsudiski genehmigt. In letzter Zeit.glaubt main bereits, daß es dem NaftlQinialdemckrat?n gelin*gen wird, dias jetzige Ministerium P o n i k o w s k i z>u sitivrzen. Iinfoflge ihrer großen Waihlniederlage in Wilna isd man. aber gegen\vä/rtig in don maßgebenden poilltischen Kmeison überzeugt, daß die Position der Natiofnaldeniokrateji- Jür längere Zeit hinaus derart geschwächt sei, daßeine Gefahr von ihrer Seite nicht mehr drohen kann. ,. . I»m jüdischen Leben sind aus letzter Zeit außer; den zwei Konferenzen der jüdischen Schriftsteller und der Tarbutti-70rgW-iis>ätMn kein? nennen-si^erten E-rsoheiniungen zu verzeichnen. Infolge der WahientibalKing der Juden in W i 1 n a beschäftigt «iah di« hiesige Presse reOhit eifrig mit der Juden f r a g e, Den'Vor einigen Tagen stattgefundenen Besiprechömgen der jüdischen Vorsteher aus Wilna mit dem Außenminister 5 ’ki <r m u n t wurde von der polnischen Presse ein? große Bedeutung zugesöhrieben und di? national'demokratischen Leitungen 'konnten nicht umhin, die Fonderungein der Wihvaer Juden nach einer n >a t io n a 1-e n Au tonom i e als »große jüdisch? Offerte«, zu bezeichnen. Ini^eÄetv m-eisten , Blät tern wurden die Juden beschuldigt, daß sie die gegenwärtige Hchwitzrig? Situation in Wilna; ausnüfczen wpllpn., um auf dies? Weise ihre.:nationalen . Forderungen . durchzu'&etzen, Die ,. Presss steint .aber m vergessen, daß ein Großteil der von den Wilno-er Juden auf gestellten Forderungen be*. reit» in den Minderhcitsrechten des VonsaiUer V?r« hrag?§ .skberg©steilt'wurde, jedoch bis zum »heutigen Tage von den maßgebenden Regierungskreisen nicht realisiert worden ist. Die von den Nationatdemo» >k>rat?n erhobenen BcsohuMiigongen dienen eben nur der antisemitisdien. Propaganda, die sie auch in der gegenwärtigen Situation in Wilna entfalteten. Di? iNach,richten, die. »hier über di? W i 1 n a e r W a»h 1 e ,n eingetroffen sind-, »besagen, daß die ganz? nation al dem akr ati*sch e Wahl»pnopagan»da, im Zeichen . des »rohesten Antisemitismus gestanden ist. Die Beteiligung der Juden an der Wahl war trotz der von-der polnischen. Presse verbreiteten Nachrichten sehr gering und die Juden »halben di? von ihrer, politischen Kommission beschlossen? W ah 1?nth a 1 tu n g strikte durchgefühnt. Für jeden Fall i«»t es interess'ant, daß dor Äußern* min-isteri S tk i r m unt den jüdi'SÄicn Vertretern au« Wilna1"erklärt hat, di? Wahlen der Juden s»?i für Piüen »katastrophal, weil sie auf den Völkerbund den schJcphtifsteini' Eindnuck machen wird1. Im selben Zeitpu^L hn dem di? ipdinische Regierung die Juden zu gewinnen versuchte, unterließen es di? Nationaldemokratenin Wiln*a ‘ - hiicht, marktschreierisch? Aufrufe, die zu Jude »hetzen auf fordern, zu verbreiten ün»d auf »diese Weise ’aill? Bestrebungen der offiziellen Regienungsücreis? zunichte zu machen. Aus den Veirhanidiungen mit »den Vorstehern der Wilna er Judenschaft war kla-r zip ensehen, daß die polnisch? Regierung zwa»r geneigt sei,'di? nation»a>l»en Forderungen der Wilnaer Juderischaft zu erfüllen, jedoch aus Angst, daß auch die gesamte polnisch? Judenr heit im Falle der Erfüllung die Regelung ihrer nationalen Autonomie;fordern könute, nur teilweise Konz?a5ion©n machen Rollte. Nach den letz»t»cn Mitteilungen, die Ihr Korrespondent soeben über di? letzten Beratungen des 8en-ioron-konvents im PaTlamcn»t edva»l»t?n hat, wurde vom Abgeordneten Dr. Thon di? Frage des Statu sd e r, jüdischen Gemeinden in Polen berührt und auf deren Dringlichkeit »hingewiesen. Geber Vorschlag des Sej>m:ma'rse!hafl'S wird der jüdisch^ Abgeordneten’klu'b der Manschal'lkain.zlei ein entsprechen-des Pro»je»kt eines Statuts der jüdischen Gemeinden vorlegen. Vielleicht werden die polnischen Regicrungskrei'Se einsölron, daß diese Forderung der jüdischen Vertreter in keinem P'unkt über den Rahmen der Minderheitsreohte hinmu&eebt H