Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1062 (13.1.1922)
- Date
- 1922-01-13
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2980129-2980142--09933-2996233- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 2 Wien, Freitag Nr. 1062 Die Weisen von Zion, London und Berlin. Reventlows Beschuldigungen gegen Achad Haatn. Wir hatten mitgeteifö, daß der jüdische Kwltürpoljtiker und Philosotph Achad» Hä a m gegen den Grafen E. R e v e n t - 10 w, einen der tapfersten alldeutschen Hinterland!er, die Ehren'beteidii gungsklage erhoben hot. Er ist Vota RevefotlöW als der Autor der in <ten »Geheimnissen der WeiUetl vom ZiidiftC Hütsammengelogenen Beschlüsse der ättgdAlthen Geheimsitrungen des ersten Baseler Ziomstenikongresses beLeioh.net worden» Wir ftfttltön diese Behaiitiptuingen Reveutlows in einer , mit einem Eberkopf gesohmuolcten adC’deut- 80hen Zeiiösehfi# »Auif Vorposten«, dem Organ eins »Verbands gegen Ueberhebung, des Judentums«. Wir lassem den Artikel hier kn Wortlaut folgen: Wie immer in soddien Fällen, haben die Juden auöfh dem weltberühmten Burftie »Die Geheinnnrsse der Weisen von Zion«, im Ausland durchweg: »Die Protokolle« u'sw., gegenüber Von Seinem Erscheinen an versucht, es al's Fltischoing betrachtet werden zu lassen. Seit Jahresfrist behaupten sie, daß die »Ge*; beimnlsse der Weisen von Zion« ganze Kapitel enthielten, die aus einem Roman Biarritz des deutschen Schriftstellers Goedische, der 1868/69 erschien, abgedruekt seien. Jetzt beteuiptet der Koftstantino.pler Korrespondent der »Times«: Die »Protokolle der Weisen von Zion« seien eine plumpe Fälschung,' nämlich das Plagiat einer Söhmahschrift vom Jahre 1864 gegen .Napoleon IIL, von einem Rechtsanwalt ijdy. Eine Reihe von Sätzen führen die »Times« an und drucken einige deutsche Blätter nach. Die »Vossdsche Zeitung# schreibt arafätmehd, Os sei ntwn .wohl »endgültig erwiesen, daß die Protokolle der IW eisen von Zion eine n iedrige -und obendrein dumme Fälschung« seien. Die Schrift des französischen Rechtsanwalts liegt uns zur Stünde noch nicht vor; ihre Prüfung wird von Interesse sein. Bis jetzt ist das Folgende zu sagen: . Die atus den »Times« vor liegenden angeblichen Zitate — wir wollen sie bis auf weiteres als Wahrheitsgetreu unterstellen — beweisen, daß eine Reihe /von allgemeinen Sätzen und Phrasen in den beiden Schriften annähernd gleichlautend ist. Mit ddih eigentlichen programmatische Inhalt def »Protokolle« haben aber diese Zitate nichts zu tun. Aber äudh wenn dieses der Fall wäre — was würde ea beweisen? Es bewiese lediglHah» daß,der Verfasser 'der »'Protokolle« Gedanken anderer in einer seinen politischen Zwecken gemäßen Form, teils geändert, teils nicht, benützt hätte. Do.§ ist ein Talent, welches Ibekanntlich der Jude in bewundernswertem Maße besitzt und bis sur Virtuosität entwickelt hat, und iein Brauch, der als ty-piEl jü-dlsLh bekannt, kommt hier besonders in Betracht. Die »Etuthüllüftg^ ides Konstant inopl er B eridhiterstättCtfiä in den »Timest hat nämlich —» wir Müssen etwas WfeitM ouSholert «*■ eine kleine VorgeSchlMibS. Die atusg€s‘ aei^hnete Pariser Zeitschrift »L& vifeilte Fraflüfe* 'brachte in diesem jaihirfe die tafesä&hili&hfe Enthüllung und Feststellung, daß jene sptotokslle« in Wirklich^ keit den Rabbi A 4 t h e r & i fl % fe i r g % e ft. LAchad h a - A m LUM urspfünglteh-en Verfasser haben. Gin®berg verfaßte sie anfangs dar Neunkiger* Ijiahfe, übersetzte sie dann ins FrLNzöslsshö» damit sie auf dem berühmten Zloftlstenkongreß zu Basel nrS^F verlesen werden könnten. Die Urschrift ist hebräisch, Wofür die Zukunft wohl rtöoh Nähere Be* »tätigiungen bringen dürfte. Beiläufig sei das Folgende bemerkt: Der Vom •pussisöhert Gelehrten Nitos Ursprünglich gewählte Titel für die russischen Ausgaben des Büfettes »Pro» Itokolle« ist, jedenfalls für die Uebfefstefüftg ift W&st- 'Tioh-e Sprachennicht zutreffend. Es handelt lidi vielmehr um einen programmatlsicihen Bericht für den Zionistenkongreß, Und Zwar für die geheimen Site •zungen. W er da-s B-uch Ufest, hat such von V-örfthOrelri den Eindruck einer ganz tzlnheitüchbN und von .elfter einzigen Persönlichkeit zuteäfftnie figefaßten lih'd Stilisierten Gfedan-keftrethfe. Giflzberg Wär und ist feinet der bedeutendsten Zionisten U'ftd mußte, NäÄhdem sein Bericht in der ersten Hälfte der Neunzlgfefjähfe unter den südru&si'schen Juden bekannt geworden war, nach London fliehen, weil die rus-slfeahe Pöibzfet auf ihn aufmerksam geworden war. Wie dis »Vor? jposten« fest-steilen, erwähnen die SitzUNg&protoikdl6 des Baseler Kongresses Giftzberg nicht, wohl aber, schreibt die »Jüdische Enzyklopädie« in längeren Ausführungen über Ihn und sagt: »im August il •nahm er an dfeM ZiöfliStßflk&ngfrfeÖ zu Basel teil und opponierte gegen die meisten Ideen Dt. Herzls.« Au« diesem vVrö er Spruch der Angaben, betztehlüflgsweise im Schweigen über Ginzberg ift dem Sifzüngä- •pratokoll geht also hervor, daß Geiheimsitzumgeir ätattgeftinden haben» in denen Gteberg maßgebend rvufgevre-ieft ist» Ginzberg gehörte dem linken-Flügel <m Zionisten an, Herzi und Nt>rdi&<ü dem rechtem Nordau aber Huhrieh 1903 über GituzburgF »Er stellt «iöh die Freiheit wie das Ghetto vm, mr sind die Röllien vettäuicht; MM Beispiel wefd«n dis Vet* fdlgüdgefl förtgegetst» aber in diesem Fall! sind nicht idAe Judas ihre Opfer-, ÄsndEN' «8 sind die NiühtMsn <i©s Gemlls),« Damit ist gern d#f fntaato der »Oe« h-eimtil'&äi d-sr Weisen von 2m* btaeiohtiet und die Anspielung iNörtlaus anf dem Kongreß mit der Ver* le&uffig der Demksieh'fift Glfizbirgs ist klar. *-» (Die hier zitierte Aeußerrmg Nerrtatiig findet süh in einem ' Artikel dfer, »Welt« und wendet Sich gegen eins Kritik, .die Aohad-PIaam aü döfc Toleranz Hergls WIENER MORGENZEITUNG in dessen Roman »A 1 t n e 111 a o d« geübt hatte. Die Zitatens&mmlung Reventlows ist auch in diesem Punkte —- sagen wir — ungenau. Die Red.) Es ist also kern Zufaill, daß kurz nach der Enthüllung der Verfasserschaft Ginsbergs durch »La vieeille France« die britischen Juden, Ginziberg an der Spitze, dieser unter Ausnüt»ftng seiner früheren Orie-nt-Be&ieih’itngen, die Erzählung vom »Plagiat« der »Protokolle« a-us Koftstantinopel in die »Times* gebracht haben. Ginzberg, der von seinen Volksgenossen &ts Prophet 'Und äits »Stern« gepriesen wir d, sollte nicht als Verfasser dieses Buche*» bekannt, : jedenfalls nicht anerkannt werden.. ' Eis ist wahrscheinlich genug, daß eben Gktzbe-rg, der fes ja am besten weiß, die Aufmerksamkeit auf Jene ..Schrift ' des Advokaten Joly gelenkt hat, aus welcher er, MNLbsrg, seinerzeit ihm passend scheinende Sätze entnommen und in-seihe Denkschrift hineingebnacht hatte. Der Hergang ist also vollkommen klar und -beweist das Gegenteil des'sen, wats die Juden heute die Nicht'uden glauben machen wollen. Die »Vos-sische Zeitung« setzt in ihren Kommentaren .den Namen Nite in Anführungszeichen. Das Blatt will damit vorläufig noch verschämt andouten, daß es sich Um einen Deelenämen bandle. Das ist unrichtig. Nilus ist ein früher in Rußland sehr bekannter Maftn und Gelehrter, der lange Jahre im russischen Ministerium des Innern gearbeitet, dann viel in Klöstern gelebt* hat und sich seit 5er Revolution aus naheliegenden Gründen verborgen . hält. Fram Nilus ist eine geborene O&erova, das ist eine in Rußland bekannte Und hoch angesehene Familie; eine Verwandte, von ihr gleichen Namens war Hofdame der russischen Kaiserin. Die »V-ossische Zeitung« kann sich be-i ausge wandert an Russen leicht Klarheit darüber schaffen, vora.Ukgssetzt,, daß sie sich an wirkliche Russen Wendet. Nilus ist allgemein als ein religiöser und mit Rcligionapröblemen beinahe au-sscMießlich beschäftigteq- Gelehrter von lauterem Charakter -bekannt, der* sich mit einer Fäl- . sduUng nie auch nur entfernt aibgeben würde. So laute« übereinstimmend die rustsisähen Urteile übet ihn. Wollen jetzt d»ie jüdischen Blatter seine Existenz als Verfasser überhaupt leugnen, so ist das ein neuer willkommener Beweis für ihre »Sachlichkeit« -und ihre »voraussetzungslose Forschung*. Die »VosSiiS'öhe Leitung* nimmt Anstoß an den verschiedenen Angaben, welche Nilus in den Vor- Worten seiner versdniedtenen Ausgaben der Sohfift darüber macht, wie er Ln den Besitz der »Protokolle« geköffliiieä sei» Die »Titifas« wolieu aus der Vsrs&hiedfenheit und »wideMpru-chsvollien« Angaben den Beweis für die Fälschung des Ganzen mit ableiten. «- Das ist wohl für ganz naive Louie. be-resh.net. . Wäre Nilti« fein Fäisdifef, sv würdeer mtit größter : Borgkalt Id. jedem VofWöft' uflid Nachwort dasselbe ..gfesdhrleben feben. lln feölch&r Mann wäre nicht §q | be-l&pafeilöS dwnm, skh, dur^t'; pluhiipfe, sich äiüfdifän- : gfeh'die AVidfer&prüC'he "zu Vörraten<. Ih wifLiiiähkeit i dienen die Verschiedenen» übrligWH ürfeinfeswegs ünbedingt Avid'e>nspruchs'Vü.ll6N. Angaben de>s Geleh-rtsn seihr einfach und ldd'lgliäh dazu, um den Weg zu verwischen, auf dem er die Glnäbcrgsöhe Denk&öhrlft seinerzeit orMlten hat, und um seine Mittelsmänner nicht bloß Zustellen. Zu solcher Gfehei-mhättung war Grund genüg vorbaUdoft und Os Ist wohl noch. Die »Times«, beziahung&weise ihr geheim.nis- I voller Ko n s te fit inop l«§r B-er i Ch t öTStat t er Wiaseu auch gauz genau, daß -die »Protcikcillte« Seinerzeit für den Zaren anläßlich dfek 'Revolution im Frühjahr 1-905 geschrieben lind dann Ihm unterbreit et seien. Sie Hätten sehr .wes-fentlleh Zii-m Sfurze - des damaligen liberalen Ministerpräsidenten SvV;iatcpöl’.i-Mirski bfeigetraj^oa. Da.s Pech Ist nur, daß. -die etete Ausgabe def Schrift nicht 1905 &tättgefi:inden hat, sondern ( schon Itzoä. Schon bald darauf hat sie dem Zaren Vorgelegen, -d@r steh aber auf den Standpunkt stellte: Wehn Gott es so Wolle, so könne man nichts dabei machen. Ein zweites Pech der »enthülilendieft« Juden - ist, daß.der Fürst Swiatopolk-Mirsiki — fti-öh't Ministerpräsident, sondern Minister des Innern — und zwar sehr bekanntermaßen zurücktreten mußte, weil er eine Rede gehalten hatte, in d-er er ängesichis der Revolution vom kommenden Frühling sipräfeh. Hätte ’ nuan Nichts als diese beiden Tatsachen, so .würfe dte Fabel erledigt, daß die ProtoikoLlfe^um ^l&n Minister des Innern zu stürzen, dem ZälrfeSi untifbreit4t worden reifen und gar, wie dilfe“ ‘»Times« schreiben,' im Frühjahr IYOZ, Wahrend der Rücktritt des Fürsten Swi-atopoik^Mrrski bereitsam t. Febtnuar IHoZ erfolgte 1 Genug, die Enthüllungen.der »Times« haben an die Echtheit d&f Sfebflft, dfeftfl dfeu'tiöhe Ausgaben den Namfen: »Diife Gohaimnleise der Msisen von Zieh* tragen - in ikeinem Punkte ruhrfen,;g#Ghweig« denn sie erftfehüttefn können, Im Gegenteil Werfen die Enthüllungen sin sehr intfeteastäntes und wertvolles Licht auf die jüdischen Manöver, auf deren Zv/eäk und chifeirakteriistischfe Merkmal^. Beim wiederholten Lesen der Schirift veftifeft sich immer mehr .EiMMSh ühd Erkenntnis, wie große jüdische Klugheit und jüdiisehe Kenntnis der Nlöh'tjiüdin^d'ätin gJtbdkf ÜHid Wie .steh dias Ptogiramm dü Juden Ginaberg und (»feiner Gfefolgschaf-t bis zum hfeUititgeft Tage ln ebsOhüttCrfidfeir Weise näheäü Vfefwirkitek bat, Dtesee Progfisrnm mit allen sfeinen verblüffenden Einzelheiten 8 tarn mit abstf ads dfelh Anfang der -Neunzigerja,^«rs, ntekt su« dem Jahre 1864/wie sich aus jedem Finzel'&tück der »Protokolle« einfach und ausdrücklich ergibt. Das Ist dfer Punkt, auf den es bfei der Beurteilung eigentlich allein ankommt. Und das (4t auch der Punkt, wes* Waffen die JudensChaft der ganzen Wett »eit Jalur __13. Jänner 1922 und Tag ihre gan-ze große Findigkeit amstrengt, unt die niöhtjüdisohfe WeJt.glauben zu machen, e-s handle sich um eine Erfindung, ein Plagiat, eine Fälschung ut»w, In Deutschland möge main die prakti-scihe Schlußfolgerung; ziehen, für denkbar größte Verbreitung dies weithin bekannten Buches zu sorgen.! Oesterreich. Die Verhandlungen mit Ungarn. Gestern ■ haben im Ministerium des Aeußern die wirtschaftlichen. Verhandlungen zwischen Oesterffeich und Ungarn begonnen. Der Bundeskanzler begrüßte die unter Führung des Ministerpräsidenten Grafen B e t h 1 e n erschienene ungarische Delegation, worauf drei Kommissionen für Finanz-, Verkehrs- und Grenzfragen und für die handelspolitischen Angelegenheiten gebildet wurden. Die Kommissionen begannen sofort mit ihrer Arbeit Im Vordergrund der Erörterung steht die L i q u i* dierung des Burgenland -Konflikts. Ungarn verlangt einen Schadenersatz von 40 Milliarden Österreichischen Kronen» die Oesterreich mit einer Gegenforderung von 10Ö Milliarden beantwortet hat Die gesamten Verhandlungen sollen noch in diesem Monat beendet werden. Die Regierung Schober plant die Verträge mit dfer TsChecho-Slowakei und Ungarn gleichzeitig dem Nationalrat vorzulegen. „ Wien, 12. Jänner. Bundeskanzler Schober stattete heute nachmittags nach l/24 Uhr dem ungarischen Ministerpräsidenten Grafen B e t h 1 e n im Gebäude der ungarischen Gesandtschaft in der Bankgasse einen Besuch ab. Kurz nach 4 Uhr trafen sieb die beiden Staatsmänner im österreichischen Ministerium des Auswärtigen, wo sie einen allgemeinen Gedankenaustausch über die Modalitäten pflogen, unter denen freundschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Staaten hergestellt werden könnten. Dieser Gedankenaustausch dauerte bis l/a7 Uhr abends. Während dieser Zeit berieten die drei Ausschüsse über die ihnen zugewiesenen Fragen. Der kommerzielle Ausschuß, der seine Beratungen bereits am Vormittag begonnen hatte, gelangte im Laufe der nachmittägigen Erörterungen, die der Herstellung des Vertragsverhältnisses auf wirtschaftlichem. Gebiete galten* zu einer Vereinbarung, dahingehend, daß zwischen Oesterreich und Ungarn eine. Handelskonvention und eine Warenaustauschkonvention abgeschlossen werden Sollen. Die auf die Warenaustauschkonvention bezüglichen Detail Verhandlungen Sollen bereits binnen zwei v Wochen beginnen. In der Zwischenzeit soll, mit den betreffenden Interessenvertretungen . Fühlung genommen werden, Dte Händelskönvenlön soll auf dem Prinzip der Meistbegünstigung Und' äuf dsm des freien. Verkehrs aufgöbäüt Wörden und nach Genehmigung durch die beiderseitigen Gesetzgebungen ins Leben üeten. Gegenstand der Beratungen bildete auch die Frage, welche Haltung die beiden Regierungen hinsichtlich, der Beschlüsse Vön Pöriorosä einnehmöii sollen, ES wurde ferher vereinbart, daß äudh eine Veterinärkonvert 11 0 n söwle eine den Schutz des;GaWer börechtes betreffende Konvention zwischen beiden Staaten abgeschlossen werden sollen, / Def VerkehrsäüSSChuß* der Sich äußer mit dfert Eisenbahnfragen auch fnit dfen Prägen des 2 011u n d Postwesfens, ferner mit dem Grenzverkehr zu befassen hätte, eröffnete nachmittags um 4 Uhr seine erste Sitzung unter dem Vorsitz des Österreichlichen Sektioüschfefs Müiler-Märtini. Def Vorsitz wird tagweise Wechselnd von einem österreichischen und einem ungarischen Delegationsmitglied geführt Wörden. In der heutigen Sitzung teilte die österreichische Delegation 5er ungarischen diö Wünsche der österreichischen Regierung, mit, die im Wesert darauf äb2lelen, daß zwischen den durch ungarisches Gebiet getrennten österreichischen Gebieten ■ der Eisenbahnverkehr, erleichtert Wörde. Dlfe ungarische Delegation behielt sich däs Studium dir Österreichischen wünsche vor und wird in der heute, IÖ Uhf Vormittags, unter Ungarischem Vorsitz stattfindenden nächsten Sitzung Ihre hierauf bezügliche Erklärung äbgeben. Dör Fi h an 8 ausschuß befaßte sich in seiner Um 4 Uhr. nachmittags begonnen Sitzung mit den mit dem "Abkommen von Venedig zusammenhängenden Finahzfrägen. Einen weiteren Gegenstand der Konferenz bildeten die Frage der. Banknote 11, der Staatsschulden, der Noktr ifizleru n g der Vorkrlegsschulden und der Kriegsschulden, die Frage der Steuern und Gebühren sowie des Schadenersatzes, der seitens Oesterreichs im Zusammenhang mit dem Aufschub der Uebefgabe des westungarischen Gebietes eilend gemacht wird, ln den ersten Zusammenkünften eschränkten sich die Delegationen auf gegenseitige Information.!m Laufe der Verhandlungen durfte sich die Notwendigkeit der Zuziehung noch weiterer Reffe-, renten ergeben. . Die Erhöhung der Verkehrstarife. Gestehn vormittags trat der Mailet aus* schuß zur B&rfttung tter m&uien Erhöhuftgsn, die &üf asm Gebiete des EisenbabnwöSfeftS ub i. Febhutair Piätfe greifen seiten» feusammM. Ntuch den votN Lieger 1 Vdtrsoblägen solten die Personen* f ft ih t p ie i 8 e u*r,d die Beförtioruing'igebühirön für Reisegepäck um Zoo Prozent, für Esvpweßguit um tZo Pmftönt fe'ft'öht werden. Die Fte-fehtsätzfe dem allgemeinen GÜteftadf* kiliftisse. die Firachtsätize für Hiotlz« Koks »Gilleft um