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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-12 · Heft 1061 (12.1.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1061 (12.1.1922)
Date
1922-01-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr.1061 Wien, Donnerstag 1 1 ..- ... Antike und moderne KUNSTMÖBEL Ausbau eieg. Wohnungen tiALHH & Co. Wien, Seilerstätte Nr. 3 (Palais Coburg) find die Bücher werden zum Besten der‘Greisenhilfe verlost Das Programm wird von einer Anzahl hervorragender Kunstkräfte bestritten. . y ■ Sechzigjährige s Jubiläum derPhotographischen Gesel 1 s c h a f t i n W i e n. Das lebhafte Interesse, das der Photographie seit ihrer Erfindung in Wien entgegengebrachtwurde, führte im Jahre 1861 zur Gründung der Photographischen Gesellschaft. Anläßlich des Jubiläums der Gesellschaft findet in den Räumen der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt (VII., Westbahnstraße 25) am 17. d. M., 6 Uhr abends, eine Festversammlung statt; damit in Verbindung steht eine Ausstellung photographischer und reproduktionstechnischer Arbeiten von ihren Mitgliedern (gleichfalls in den Räumen der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt). Diese ist von Sonntag den 15. bis Mittwöch den 18. d. M. von 9 bis 2 Uhr der allgemeinen Besichtigung zugänglich. Heimstättefürverlassenejüdi s ehe Kinder —-Krieg er wa i s enheim - Herklotzgasse 21. Am 26. Dezember v.; J. fand in dieser Anstalt eine Chanuka-Feierstatt, die-dem Zuschauer einen Beweis gab, daß in diesem Kinderheim, nationales Gefühl in die Herzen der Zöglinge gepflanzt wird. Dem Leiter der Anstalt, Schuldirektor M arg ul! e s, wurde von dem Obmann des Heims Medizinalrat Dr., S a m u e 1 y und dem Mitglied des Kuratoriums' Rabbiner Dr. Ta glicht viel Lob zuteil. Mit der Feier war eine Handarbeitsausstellung der Kinder verbunden. . , Urania. Heute, 5 Uhf (Großer Saal) Indien! — Vj6 Uhr (Kleiner Saal) Prof. Dr.. Alfred Koerbel: Psychologie, III. — V26 Uhr (Kurssaal) Prof. Dr. Robert Möc.kel: Begabung; Schule und Beruf, VI. — J/26 Uhr (Klubsaal) Margarete Alt: Die Ausbildung des musikalischen Gehörs, II. — 7a8 Ühr (Großer Saal) Opernkonzerte, XII. Richard Wagner: »Das Rheingqld“, „Der Liegende Holländer". — Vs8 Hhr (Kleiner' Saal) Hochschulprofessor Dr. Hugo Strache: Unsere Brennstoffe. —> V38 Uhr (Kurssaal) Hochschulprofessor, Dr. Alfred Lechne r: Grundlagen der Mechanik, IV. — l/28 Uhr (Klubsaal) Dichter der Neuzeit, X. — Hochschulprofessor Dr. Franz Strunz: Kurt Münzer. Kommunales. Zuwendungen an städtische Pen- ■ sionisten. Der Stadtsenät hat einen Antrag des ämtsführenden . , Stadtrates Speiser angenommen, nach dem den iistädtischen .Dienstordnungsangestellten einschließlich der te ^Vh-r p e rs o n e n und den -U h t e r n e h m u n. g s- ^“Angestellten; die unter die Dienstordnung fallen, Am 16: d. M. die gleichen Zuwendungen ausgezahlt werden, wie sie den Angestellten des Bundes gewährt . werden. $s erhalten daher diese Angestellten an diesem Tage nochmals dieselben Bezüge, die ihnen am i. d. M. angewiesen wurden, abzüglich der Familienzulage. Für die Pensionsparteien aus dem Stande der Dienstordnungsangestellten steht eine B evorschussung auf die Regulierung ihrer Pensionen unmittelbar bevor. Ebenso wurde die Auszahlung der Lebensmittelzuschüsse an die Üienstordnungsangestellten beschlossen, die bei den bezüglichen Pensionsparteien in die Bevorschussung eingezogen werden. In der gleichen Sitzung wurde über Antrag des Stadtnates Speiser beschlossen, den Pensionisten der städtischen Unternehmungen aus dem Stand der Kollekt‘i vverträgler eine zweite Zuwendung in der gleichen Höhe, wie sie bereits im Dezember gewährt wurde, sofort anzuweisen. Es erhalten .also die Pensionisten zu ihrer ursprünglichen Pension . am 1. d. M. noch einen Betrag von K 5000, wenn sie mehr als 20 anrechenbare Dienstjahre aufweisen und einen Betrag von K 4500, wenn sie weniger als 20 Dienstjahre verzeichnen. Die Witwen, die am 1. d. M. einen Betrag von K 3000 erhalten haben, bekommen jetzt einen weiteren Betrag von gleichfalls K 3000 und die Vollwaisen erhalten abermals K 1500 ausbezahlt. '• Die endgültige Regulierung der Pensionen der Kollektivvertragsaugestellten steht nunmehr vor dem Abschluß, so daß sich also diese bewilligten Beträge als Bevorschussung auf die endgültige Regelung darstellen. , Ernährung. Der Marktbericht. * Der Fleischwucher geht weiter. Gestern sind in der Großmarkthalle teils aus Jugoslawien, teils aus Ungarn insgesamt 12 Waggons mit verschiedenen Fleischgattungen eingetroffen. Trotz dieser guten Beschickung verfolgen die- Fleischpreise weiter steigende Tendenz. Im Detailhandel wurden, nachdem sich im Engrosverkenr Rindfleisch um K 100 per Kilogramm verteuert hatte, für ein Kilogramm vorderes Rindfleisch K 900 bis 1300, für hinteres Rindfleisch K 950 bis 1400, für Bratenfleisch K 1200 bis 1500 bezahlt. Im Großhandel haben sich Schafe um nicht weniger als K 200 per Kilogramm im Preis erhöht, dagegen wurden .Kälber um K 50 per Kilogramm im Preis ermäßigt. Die enormen Preise für Rindfleisch und Schweinefleisch machen es dem größten Teil der Bevölkerung unmöglich, diese Sorten zu kaufen,’ weshalb sich das Interesse. für die billigeren Gattungen, 'namentlich für Schaffleisch und Pferdefleisch, stark steigert. Die starke Nachfrage nach diesen Artikeln bewirkt natürlich auch ein Anziehen der Preise für diese Fleischgattungen. Der Verkehr war in der Großmarkthallc gestern "lebhaft. Auf den Grünwarenmärkten herrschte dagegen Schwächerer Verkehr. An Kartoffel« ist nach Wie vor Mangel zu verzeichnen, Gemüse und Obst reichen für den bescheidenen Bedarf aus. Auf einzelnen Märkten waren frische Eier, das Stüc.'r zu K 120, bis 125 zu haben. Die Preise blieben im allgemeinen unverändert auf der Höhe der Vortage, WIENER MORPENZEITUNCT Bühne und Kunst. Verein Freie jüdische Volksbühne. Der Verein Freie jüdische Volksbühne, der durch seine jahrelangen Bemühungen unter den jüdischen Massen Wiens das Interesse für dramatische Kunst zu wecken verstanden hat, wird nun im Laufe dieser Wintersaison versuchen, durch Veranstaltung einer Reihe von Matineen auch das jüdische Lied und die jüdische Musik zu pflegen. Für eine würdige Interpretation soll durch Heranziehung hervorragender und bewährter Kunstkräfte gesorgt werden. Die erste Matinee, die den Volksliederdichtern M. W a'r- -s c h a w s k i und A. Goldfaden gewidmet ist, findet Sonntag den 15. d. M. um Vs 11 Uhr vormittags im Lustspieltheater statt Mitwirkende: Frau Lea Weintraub- Graf, die Herren Isaak Deutsch, Marco G o 1 d i n (am Klavier) und Benzion S i g a 11. Einleitende Worte: Dr. F. S t e r n b e r g. Aus den Theatern. Im Burgtheater wird morgen „Hann s 1 e°, und „Von ihm alle Tugenden" gespielt Im Operntheater geht morgen „P a 1 e s t r I n a* mit Frau Bender-Baumann vom Stuttgarter Landestheater als Ighine, in Szene. In der V cri k s o p e r geht heute „Margarete* (Faust) mit Fräulein de Debicka als Margarete und mit Herrn Lußmann als Faust in Szene. Ferner wirken mit die Damen Attler und Kux sowie die Herren Baumann, Brand und Lazer. Dirigent Herr Dr. Kaiser. Beginn 7 Uhr. — Morgen wird rfDie Boheme“' gespielt — Samstag den 14. d. M. gelangt „Tristan und Isolde“, durch Direktor Felix Weingartner neu einstudiert und neu inszeniert, mit Fräulein Rantzau als Isolde und Herrn Lußmann als Tristan, zur Aufführung. Die übrige Besetzung ist folgende: Brangäne — Fräulein Mertens, Marke *— Herr Baumann, Kurwenal — Herr Robinson, Melot —- Herr Tauber, Hirt — Herr Dr. Krögler, Steuermann — Herr Weber. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Herrn Direktor Felix Weingartner. . Im Deutschen Volkstheater spielt Alexander Moissi heute, 7 Uhr, noch den Oswald in Ibsens „Gespenster“ mit den Damen Schilling, Markus und den Herren Schreiber und Kammauf in den übrigen Rollen. Morgen wird „Brau d“ gespielt. Sonntag den 15. d. M., 2 Uhr, gelangt statt Schillers „Räuber“ Anzengrubers Wiener Volksdrama „Das vierte Gebot“ zur Aufführung. Für die Vorstellung gelten Abendpreise ohne Vormerkgebühr. In. den K a m m e r s p i e 1 e n gelangt um 7 Uhr „Am T e e t i s c h“, um 10 Uhr „M orphiu m“ zur Aufführung. ~ Sonntag den 15l d. M. . gelängt a’.s Nachmittagsvorstellung um l/s3 Uhr SudermannsKomödie „Der gute Ruf“ mit den Damen Volckmar, Woiwode und Wessely und den Herren Iwald, Klinkowström, Kutschera und Wengraf zur Aufführung. Für die Vorstellung gelten Wochentagspreise ohne Vormerkgebühr. An der Neuen Wiener Bühne beginnt die morgige Vorstellung von „Othello“, mit Paul Wege n er in der Titelrolle, pünktlich 7 Uhr. Im Lustspielthea t" er bringt die Freie jüdische Volksbühne morgen „Der Dorfsj i li g“ zur Aufführung. Im Komödierihaus finden am J4. und 21. d. M., Va3 Uhr nachmittags, Aufführungen vom „M e i n e i dbaue r“, mit Ferdinand Bon n und Anny R a i n e r als Gästen, statt. — Am 15. d. M., 3 Uhr nachmittags, geht Costas Posse „Ein Blitzmäde 1“, Musik von Karl Millöcker, mit Alexander Duschnitz und Rosa P a u 1 i als Gästen, in Szene; Freie jüdische Volksbühne iiiiiiimiitiiiiHminiiisiiitiiiiiiiiiiiiiBtiiiitmiiiiiiiiitiiHiimimiiiimiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim Gastspiel im Lustspieltheater 4230 Sw 5 M fm SdP m £ Drama in 5 Akten 8% H C9 91 0% fl von Perez Hirschbein , PST Das Theater Ist g ehe Ix 11 '"NE Vorlesung Thomas Mann. Thomas Mann las ein Kapitel seines nicht gedruckten Romans „Der Zauberberg“ und eine seiner Novellen aus defn Bande .„Der kleine Herr Friedmann“. In seiner äußeren Esscheinung wie in der Vortragsweise ein Mann, wie ihn die meisten Kenner seiner . Werke sich wohl vorgestellt haben: weltmännisch vornehm, mit der ironischen Linie um den Mund und der milden Güte in den Augen unter den hochgewölbten, etwas struppigen Brauen. Sein neuester Roman, so weit es sich aus dem einen Kapitel, das er vorlas, feststellen läßt, trägt alle charakteristischen Merkmale seiner Kunst: eine feine, herzlichmitfühlende Ironie und eine bis ins Kleinste gehende Darstellung des „grauen“ täglichen Lebens gaben den Unterton des vorgelesenen Bruchstückes. — Einer seiner Gegner nannte ihn einmal einen „Tiefschwätzer“. Er ist es auch wahrlich, doch in anderem Sinne des Wortes, als jener ihm beilegte. Er scheint zu schwätzen, doch seinem „Geschwätz“ entwächst die sanfte innere Melodie, die auf uns wirkt und unser Herz sonderbar ergreift. Und da fühlen wir plötzlich, daß wir über Tiefen wandeln. Er arbeitet nicht mit breiten Pinselstrichen,“doch ist deswegen das Bild, das er uns malt, weniger menschlich, weniger wahr? Durch diese minutiöse Technik schuf er ja Werke größter Konzeptiou. — Das ist wohl das „Monumentale des Grauen“ wovoneiner seiner besten Kenner, der ungarische Essayst Georg Lukäcs, spricht. Er gab an diesem Abend auch von seiner Meisterschaft als Stilist und von seiner Vortragskunst eine kräftige Probe. Mit wenig Worten weiß er viel zu sagen, durch feine Abschattierung des Gesagten läßt er viel erraten; wie scharf Umrissen er seine Gestalten durch ihre charakterisierende Sprache uns vor Augen stellt: der reinste Aesthet (im Sinfae seiner „Betrachtungen eines Unpolitischen“), dem man es sofort ansieht, ' daß er an Dostojewsky heraiigewachseu. Einer der größten deutschen Erzähler der Gegenwart — wenn nicht der größte. Er dankte,. sichtlich bewegt, dem aufrichtigen, länganhalteuden "Dankesbeifall der zahlreich-Anwesenden. H. D. Thäddäus Rittners letzte dramatische Arbeit äGusU" ist mit einer zweiten nachgelassenen Skizze „Alles muß seiner Wege gehe»“ und zwei älteren Einaktern zu einem Bande vereinigt unter dem Titel „Vier Einakter“ soeben im Deutschösterreiehisehen Verlag- Wien und Leipzig, erschienen* ^2. Jänner 1922_ Seite 5 Hebräisch-jüdische Matinee. Für diese am Sonntag' den 15. d. M., 4 Uhr nachmittags, im Mittleren Konzerthäüssäal veranstaltete Matinee gibt sich regstes Interesse kund. Mitwirkende: Martin C h o c h e m, der bekannte jüdische Liedersänger aus Stockholm,.Lea Weinfr aub-Grai vom jüdischen Theater und Oberkantor M ä r g u 1 i e s. Restliche Karten in der „Wiener Morgenzeitung“, II., Taborstraße 1/3, Buchhandlung Löwit, 1* Rotenturmstraße 22, Kartenbureau AYda, Taborstraße, und an den Konzerthauskassen. Berichtigung. Im gestrigen Referat überVdas philharmonische Konzert soll es richtig statt, „alte Bruchstücke* — „alte Prunk stücke“, statt „französisches Sortiment“ *-• „französisches Sentiment“ heißen. [Bflfl UIDRHBOi iDiBnaaDBi Bnabbb9dbi| Ab 15. Jänner 1922 guflflflflillflfli flHBflflflanflfll . r.. _ iHanflflflgjH! --—* erscheint täglicheine große SPORTBEILAGE in der WIENER MORGENZEITUNG welche flflflBBflflflBfli Ober alle Sportzweige Io ü"a »ob ■ b ■ n HBBIMBBBBHb| berichten wird |®BB*§£bbbb BBBBBBBBBM 8 MAB HÜBE MH MB Sport. Schweizer Pressestimmen. ii. >S p o r - Z ii r i c h: Die Wiener Haikpialhi* momentan an der Spitze der I. FußbaMiklasse Wiens, trat nach ihrer "erfolgreichen Tournee' diuirdi Deutschland am Neujialhrstage in Zürich dem F. Gj Aarau gegenüber, um siiah dabei erstmals eine Niederlage! gefallen lassen zu müssen. Diese kaain allerdfjng§.tnklht a3$ regulär bezeichnet werden und en-tdprifdhit //wtzchsr,’deni Spielverlauf, noch entspringt sie etwa dem ^b esseren! Kühnen des glücklichen Siegers. Zwei grundverschieden^ / Mainmsdhaftefn standen sich in diesem Kampfe gegenüber;. Einerseits Aarau, diejenige Schweizer Mannschaft, (jld noch am meisten den alten Schweizer. FußkiaSll verkörpert: Körperlich stark gebaute Deute, dlie sich "nicht scheuen, von ilhirer Üeiberlegenheilt oft recht iingeimerti Gebrauch zu machen. sich dabei «licht viel um..die' Mei-, «umg des Publikumis 'kümmern und gerade anlf.. den Sieg zusteiiern, ohne viele technische FeiniHedte«:.;Uiijid zeilte raubende Kombiiniationisvers’ue'he. Anderseits/ ein ■ scher. Vertreter' des :> modernen Fußballs«, w|e;:mäih. sc» gerne sagt. Das Spiel fürs Auge, das, gefäMg und elegant, sich dazu eignet, unserem Sport stets neue Freunde zuzufü'hiren. Seit den Gastspielen dy//Wiener! und/ Bud'aipester Klubs (Sommer 1920) 'hat diese Spielart ün der Schweiz erfreuliche Fortschritte ■/geruaidht* Fast regelmäßig verfallen aber die j KoniV^tioinis«-- Mainmsc-haften in den Fehler, daß ihnen'vo-r /-Mn TorÄ die ...Durchschlagskraft verlören geht.. So auW/heute. Hakoph ist in der ersten Spielhälfte ein wen«ZMn /der zweiten feist, ganz überlegen, ohne * Ms in Töte« ausn drücken zu können, da die Stürmer sehr oft den viöhtfo gen Moment zu einer erfolgreichen Schußabgaibc üiuafcW zu langes Zögern verpassen und dabei von einem söhn robusten Verteidigeng-spaar des öfteren sehr,'nnisaavfö . in ihren Komibimationiszügen gestört werden, " Hakoah gegen Blue Stasr 3:2. Zwecks garedhtef. Beüirteiltong dieses Spieles mußte man sich ’vösr Augeni halten, daß Haikoalh ein ermüdendes Spiel ^gen diej robusten Aarauer in den Beinen hatte; BMe Stans emderseits mußten für zwei 'bewährte Stützen^|)ugOiUtd und Hausheer, Ersatz emstellen. Die erste hal-WiHtunidej ließ vorerst ein hohes Resultat zugunsten d^MViene« erwairten. Aber, was bei Blue Star gefallen muß, die Zähigkeit, mit der in Jedsr/IWise das Kampfes gearbeitet wird, gebot mit dem T ores in der 32. Minute Halt. In der zweitenHWMe den zweiten Halbzeit fiel das erste "Tor für die Purioh-er^ •das Haiipern, mit samt seiner Elf, wohl doch nicht' sp prompt erwartet hatte, das zweite in der 23. Minute auf Foul-Penalty. Nachher boten sich noch beiderseits einige vorbildliche Chancen, die aber den Blue Stars' entweder durch die oft sehr nnerwünschte Mithilfe des den/.Ball entführenden Windes entglitten oder vom de«! ‘•icbüllch auf Resultathalten spielenden Wienern dundhi Zurückziehen vereitelt wurden. Hakoihts Spielweise hatte' in manchen Phasen etwas Bestechendes, albet' zu eines, geschlossenen Gesamtwirkuing reichte es doch nicht. Besondere konnten gefallen der linke Flügel Katoz1^ der, rechte Flüsrel Neufeld mit seilner eigenartigen, udfehlbar sicheren Schußdlirektion, ferner, der Mittelläufer, und die Verteidigung. 2^00 Personen waren sichtlich ’zii-, friedeingestellt durch das,vom Herrn Fricicer vorbÄdkeh gesohiedsrichterte Treffen! Dem F. C. Blue Star gebührt! Dänk dafür, daß er dien Zürchern. mach dien trocken-: gelegten Fußballer-Weiihntac'hten eine präsentaible NeuA Jahrsgabs bot; er sah seine Anstrengungen belohnt. ' >N e u e Züricher Zeitu n g<: Aarau gegen! Hakoih 1 :o. Die Wiener zeigten, sich den SRüblilisndlernc teöh'niisch überlegen, waren aber physitsoh zu schwach, um über die kräftigen Aairauer siegen zui können, die aber auch ihrerseits ein faires Spkä vorgeführt haben. . >1 s rae 1 i t i s c h e s Wochenblatt k ü r . d! C Schweiz <r. Der berühmte Wiener jüdische Sportklub IJakoah hat für einige Tage seine erste Fhßballmannschaft mach Zürich entsandt, auf Einladung Fußballklubs Blue Stars, der als der der Schweiz gilt. Uakoath, die am ersten Tage zweiten siegte, hinterließ einen ausgezeichsMyi Eindruck umd hat den Ruhm d’es jüdischen Sports' in den Schweiz gwaltig /vermehrt. Beim Wettkampf . 'gegen Aarau am Sonntag war dieser durch hervorragende Mitglieder des F.-C. Bern' verstärkt Die Häikoäh- Majlmischaft erwies..sich als gCämizend eingespielt. Wennl sie-trotzdem 1:0 verlor, so ist dies einer Uebehkombi* rntion vor dem Goal auzuischreibenv. Bena-cbfteiligt wunde die Mannschaft dluirdh diasi unfähige Referee umd durch das massive Spiel des Gegners, dem zwei Spieler zum Opfer fielen. Aarau praktizierte ein gefährliches Ruishopieä, wobei der Gegner nicht ge«chont wurde. In afilem Lim«« dwn Gegner unterlegen, vermochte «li« alte Aim«r’'Enengte einem knapipen Sieg zu erringen, wobei alber der Hajv

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