Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1060 (11.1.1922)
- Date
- 1922-01-11
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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f!r.!0i30 ISlTü^ty IE MI' Märcheinfstädtc wie Wels, Vöklarnlarflct ü<n<d — Wcwvne der Wonnen* — Mivnd'elfmg-Maittighoförji. Der Semmering enitkennt «iöh!)n . vornehmste Auslands.- valuta, und selbst Baden kostet mit dem Butterbrotpiidlcdien im mageren Rtsoksack mehr als fünf jener "bl an an Papiarsitdckchen, die wir. im ältmodlisoher Beharrlichlkeit immer noch als hundert Kronon anssprechen. Aber, Warum in die Ferne schweifen?\Wir können auch ifn der heimischen Elektrischen innjser Kleingeld ohne große Anstrengung los werden» Still .gefaßte Männer sprechen von achtzig, EintWuisiaisten von "hnwidert Kronen, FaJhrgeM. Das ist nicht mehr als recht und billig. Wer,heißt uns denn mit der Straßenbahn zu fahren. War? der Vorsehung daran gelegen gewesen uiras zu rascherer Fortbewegung, zu .verhelfen, , so hätte sie uns mit vier Räder und einer. Oberleitung amsgestattet.' Allerdings inuß ja zugegeben werden, daß dlie Preise der Straßenbahn einer Berechtigung entbehren, die für die Eisenbahnen voll und ganz. gilt. Denn,.kann man es eigemtäliah £u tenner bezahlen, von Wien fortzukommen? : I Kater Muirr. * Nansen und die, jüdischen Flüchtlinge in Polen, Hansen teilte der polnischen, Regierung mit, daß das Komitee beim Völkerbund, das sich mit den Flüchtlingein beschäftigt, demnächst einen Vertreter nach Polen entsenden wird, der seine Aufmerksamkeit den Problemen der jüdischen Flüchtlinge,, die sich in Polen befinden, rufenden soll. * Reisen nach Jugoslawien. Wie uns die Bebrlöbsdirektion der Südbahn mitteilt, ist es dem dlie D-Züge «ach. Jugoslawien benützenden Reisenden strengstens luntersagt, zollipflichitige Gegenstände enthaltendes feeiisegepäck in di« EiisetUbähnwägan - mitzünehmeai. •die, Reisenden werden im .eigenen Interesse auf' dieses ^onden jugoslawischen Zollbehörden strenge gehandha'bte Verbot aufmerksam gewAüht und zu dessen* Ein*, haltmng eimgeladen. Zuwioeth-andteilindie können,' unter ' SLImstäniden von der Weitorfäihrt aiusgesahl >ssen werden. * Baron Okuma gestorben. Nach einer der ^Associated Preß“ aus Tokiö zugegangenen Meldung sei Baron Okuma gestern früh gestorben. * Todesfall. Am 4. d. MT starb hier Herr. Heinrich Sprecher, ein Bruder unseres Gesinnungsgenossen ‘Dr. Max Sprecher. Der Verstorbene besaß reiches jüdisches Wissen und veröffentlichte auch schätzenswerte statistische Arbeiten über die'Juden in verschiedenen Ländern. * Besuch des Jerusalemer griechischen Patriarchen Im Qberrabbinat. Aus Jerusalem wird dem J. C. B. gemeldet: Der griechische‘Patriarch hat vor einigen Tagen dem Rosch Harabanim Rabbi Jakob Meir einen offiziellen Besuch abgestattet.' ' . * Sprechstunden im Zionistischen Landeskömitee. Der. Jugendreferent des Zionistischen* Landeskomitees Professor Dr. Wilhelm S t e i n ist jeden Montag von 5 bis 45 Uhr und Freitag von 12 bis 1 Uhr im Bureau des Landeskomitees, II., Zirkusgasse 33, in Jugendangelegenheiten eu sprechen. * Begräbnisse am heutigen-Tage. Alter Friedhof: 9 Uhr Pollak Therese, 9 Uhr 30 Min. Berger Julie, 10 Uhr 30 Min. Schneider Eduard. —«Neuer Friedhof: 9 Uhr Biseleches Josef Lazar, 9 Uhr 30 Min. Steinberg;Leo, 10 Uhr .Deutschberger Puikas, 10 Uhr 30 Min. Großmann Ernestine, 1-1 Uhr Eängberg Mäx. * Clemenceau ist unzufrieden. Aus Paris, 10. d. M., wird gemeldet: Heute erscheint zum erstenmal das Biatt „Echo Natiooa 1“, als dessen Herausgeber Giern e n c e a u zeichnet, unddessen politische Leitung T a r d i e u innehat. Der programmatische Aufruf wie der von Tai'dieu gezeichnete Leitartikel, enthalten eine offene Kampfansage an die gegenwärtige Regierung, der vorgeworfen wird, das Werk Clembiiceaus, die Friedensverträge, äs heilige Vermächtnis des Sieges, zu verraten, das Verikt der von Clemenceau 1919 dürchgeführten Wahlen unwirksam zu machen und die nationale Politik in Gefahr zu bringen. > f * Kellnerstreik in Graz. Aus Graz wird gemeldet: Die Angestellten der Gast- und Kaffeehäuser sind heute in den Streik getreten, weil die Unternehmer die Forderung nach einer 100%igen Lohnerhöhung nicht bewilligt haben. Sämtliche Gast- und Kaffeehäuser sind geschlossen. * Grippeepidemie in den skandinavischen Ländern. Aus Stockholm wird gemeldet: Die Grippe, deren Auftreten zuerst bei Angehörigen der Armee und der Marine gemeldet worden war, hat sich über die skandinavischen Länder verbreitet. * Eine Dynamitexplosion. Wie aus Sar v ar gemeldet wird, ereignete sich gestern mittags in dem in eine chemische Fabrik umgewandelten ehemaligen Gefangenenlager von Ostffy-Asszonyfa irffolge Unachtsamkeit eines Arbeiters in einer Werkstätte, in welcher mit Dynamit gearbeitet wurde, eine furchtbare Explosion. Die in dem Raume eingelagerten Dynamitpatronen gerieten dadurch in Brand, was eine Reihe weiterer Explosionen zur Folge hatte. Die Mauern des Gebäudes stürzten ein. Das Unglück dürfte auch v mehrere Opfer an Menschenleben gefordert haben, doch ist deren Anzahl noch nicht bekannt. * Wetterbericht. Das Wetter ist in Oesterreich vorwiegend trüb- und regnerisch. Im Alpenvorland wehen lebhafte westliche Winde bei Temperaturen nahe 10\ — Voraussage: Veränderlich, zeitweise Regen, warm, lebhafte westliche Winde. * Glatteis. Gestern sahen sich die Wiener, als sie frühmorgens ihre Häuser verließen, wieder einmal' aufs Eis geführt. Daß es diesmal im wörtlichen' Sinne geschah, diente keineswegs zur Milderung des Unbehagens, dessen Berechtigung durch eine bedauerlich große 'UtffallsHstfe infölge des" Glatteises erhärtet erscheint Obwohl es sich um ein Naturereignis handelte, bekamen doch die öffentlichen Faktoren ihren Teil bei der Kritik der aufs Eis Geführten ab. Man machte sie für däs Versagen des Bestreüungsdienstes verantwortlich, der bisher den Hausmeistern oblag, nunmehr aber offenbar wegen Kompetenzstreitigkeiten ganz vernachlässigt wird. Es ist die höchste Zeit, daß in dieser Beziehung Wandel geschafft wird. 9 Tragisches Ende eines Rechtspraktikanten. Eine unsäglich traurige Geschichte ist gestern durch einen Leichenfund am Flötzersteig enthüllt worden. In einer Schrebergartenhütte am Flötzersteig wurde am 9. d. M., nachmittags 2 Uhr, die Leiche eines einem Kreisgericht in der oberösterreichischen Provinz zugeteilten RechtspraktUcänten gefunden. Der junge Mann, der. erst 26 Jahre zählte, zeigte eine Schußwunde an der linken Brustseite. Die Auffindung erfolgte auf Grund der Anzeige der Eltern der Braut des Selbstmörders, einer im 13. Bezirk wohnhaften Verkäuferin. Durch die Erhebungen wurde folgender Sachverhalt festgestellt: Der Rechtspraktikant hatte vier Jahre Kriegsdienst geleistet. Nach seiner Rückkehr hatte er in etwa mehr als einem Jahre in kurzen Zwischenräumen sämtliche Staatsprüfungen und Rigorosen abgelegt, günstige Erfolge erzielt und den Doktorhut erreicht. Diese Ueberarbeirung hatte ihn sehr nervös gemacht. Der Brief, den er an seine Angehörigen zurückgelasseh. hat, besagt, daß er sterben wolle. Ueber die Ursache will er schweigen; denn seine Tat wäre den Angehörigen, auch wenn er schriebe, unverständlich. Die letzte Veranlassung sei die Auskunft, die er am 7. d. M. bei seiner Vorsprache im Oberlandesgerichtspräsidium bezüglich seiner Rückversetzung hach Wien erhalten habe. Sie war von dem Zeitpunkt der Aufnahme neuer Richteramtsanwärter abhängig gemacht worden. Zweifellos hat die durch die Ueberarbeitung hervorgerufene Abspannung und Nervosität den unglückseligen Plan gezeitigt Vereine, Vorträge ttnd Versammlungen. Zionistischer akademischer Landesverband. Heute, 8 Uhr abends, Sitzung in der Ivria-Bude, IX., Glasergasse 4a. — V e r e inigung russisCjh-ükrainischerZionisten. Heute, 6 Uhr abends, II., Taborstraße 20a, Besprechung. — Jugend verein Ah a w a t h Zion, II., Kleine Zufahrtsstraße 160. Heute, 7«8 Uhr abends, konstituierende Ausschußsitzung. — Esperantoverein Danubio. Heute, Va7 Ohr abends, VII., Lerchenfelderstraße 23, Cafe Eckher, Vortrag des Herrn Leopold C u zjo n, offiziellen Delegierten der Pariser Mustermesse und der Pariser Handelskammer über: „Die Einführung des Esperanto als Verbindungssprache der internationalen Mustermessen und der Handelskammern der Welt“. Eintritt frei. Chanuka-FeierderZeireiMisraclii. Am 27. v. M. veranstaltete die hiesige Zeirei Misrachi im Saale des Hotel Post eine gut gelungene Chanuka-Feier, an welcher als Gäste die Herren Prof. Struck und Dr. Barth aus Berlin und Lewin-Epstein (Polen) teilnahmen. Nach der Eröffnungsrede des Herrn P i n k a s, Präsidenten der Zeirei Misrachi und der hebräischen Ansprache des Herrn Feder busch, nahm unter größtem Jubel Prof. Struck das Wort zur Festrede, dessen Ausführungen allgemeine Begeisterung hervorriefen,. — Besondere Hervorhebung verdient die Mitwirkung der Herren Oberkantor Frän-kel mit Chor, Prof. Ehrlich und Oberkantor Alter wie auch der Herren Si 1 b e r s te i n und Rosen zweig. Urania. Heute, 723 Uhr (Großer Saal) Kolumbus. Wie unsere schönen Sagen und Märchen entstehen. — 5 Uhr (Großer Saal) Shackletons Südpol-Expedition. — %6 Uhr (Kleiner Saal) Dr. Helene An'derle; Physiologie und Hygiene der Frau, VI, — .7.6 Uhr (Kurssaal) Ilse A r 11: Wärmewirtschaft, Kräftewirtschaft nnd Abfallverwertung im Haushalt, 1L — 726 Uhr (Klubsaal) Univ.- Prof., Dr. Robert F. Arnold: Warum und wie erlernt man fremde Sprachen? I. — 7a8 Uhr (Großer Saal) Robert Schuhmann. — V28 Uhr (Kleiner Saal) Dr. Erik V e i d 1: Italien, vom Brenner bis Sizilien. — 7a8 Uhr (Kurssaal) Prof. Dr. Ing. Julius N a g g: Ein Rundgang durch ein modernes Eisenhüttenwerk, I. — 7a8 Uhr (Klubsaal) Vortragsabend Rainer Marie Ri 1 ke. Ernährung. Der Marktbericht. Rindfleisch wieder teurer. Trotz der besseren Beschickung des Fleischmarktes in der Großmarkthalle — gestern sind fünf Waggons aus Jugoslawien, Ungarn und Steiermark mit verschiedenen Fleischgattungen eingetroffen — sind die Preise für Rindfleisch neuerlich im Detailhandel um K 1 00 p e r Kilogramm in die Höhe gegangen. Es ist begreiflich, daß der Kreis derjenigen, die Fleisch genießen können, von Tag zu Tag kleiner wird und daß sich der Verkehr in engen Grenzen hält. Die Preise der übrigen Sorten blieben im Kleinhandel unverändert, im Großhandel ermäßigten sich Kälber und Ziegen um K 50 per Kilogramm. In der Großmarkthalle galten gestern folgende Preise: Vorderes Rindfleisch K 850 bis 1300, Hinteres K 900 bis 1400, Braten K 1200 bis 1500, Kalbfleisch K 1100 bis 1700, Schweinefleisch K 1600 bis 1850 per Kilogramm. Auf den Grünwarenmärkten waren Gemüse und Obst dem geringen Bedarf entsprechend vorrätig. Dagegen hält der Mangel an guten Kartoffeln weiter an. Ein kleines Quantum von 2000 kg, das gestern aus »dem Burgenland auf dem Naschmarkt eingetroffen war, war bald vergriffen. Auf demselben Markt sind auch 240 Kisten Zitronen angekommen, die zum Stückpreise von K 27 bis 32 verkauft wurden. Bühne und Kunst. Die Enquete zur Beratung des Theatergesetzes. . Die Enquete zur Beratung des Theatergesetzes ging gestern in die Verhandlung über den öffentlich-rechtlichen Teil des Theatergesetzes (Antrag Dr. Hampel) ein. Abgeordneter Dr. Hampel führte aus, der vorliegende Gesetzentwurf sei dazu bestimmt, die Lücke auszufülien, die dadurch entstanden ist, daß der vorgestern beratene Entwurf eines Theatergesetzes nur die privatrechtlichen Verhältnisse betrifft Der Berichterstatter hob in Erörterung der einzelnen Bestimmungen des Gesetzes insbesondere die Theaterbeiräte hervor. Es sind ein oberster und in den einzelnen Ländern Landestheaterbeiräte vorgesehen. Durch ihre Zusammensetzung soll jede behördliche oder parteimäßige Bevormundung des Theaters ausgeschlossen sein. Neu ist auch die Schaffung von Theaterinspektoren. Die Zensur wurde insofern geregelt, als Aufführungsbewilligungen nicht mehr vorgesehen sind, wohl aber im Interesse des öffentlichen Wohles gewisse Aufführungsverbote erlassen werden können. 71 iMr- -V 1Ö"0* Seit” * X» J Uii » « xUuix* UwllW kJ . Aus den Theatern. Im Burgtheater geht morgen „Die Fa h r t Ins Blaue“ in Szene. - Im Operntheater wird morgen „L oben» g r I n“ gespielt. Zu dieser Vorstellung findet kein Kartenverkauf statt. ■ in der Volksoper findet h e u t e das erste Doppelgastspiel von Fräulein Maria Räjdl und Herrn Kammersänger Aagard-Oestvig in Puccinis „M ä d a m d Butterfly* statt. Fräulein Maria Rajdl singt die Cho-cho-san, Herr Kammersänger Aagard-Oestvig den( Linkerton. Die übrigen Partien sind mit den Damen Weiner,} Hoffman und Linke und mit den Herren Hagen, Beer,1 Eckner, Kaplan und Lazer besetzt. Dirigent Herr Kraus.—*/ Morgen wird „Margarete“ (Faust) gespielt — Sams-; tag den 14. d. M. geht Wagners »Tristan un^ I; s old e“, durch Direktor Felix Weingartner neu einstudiert und neu inszeniert, mit Herrn Lußmann und Fräu-’ lein Rantzau in den Titelrollen in Szene. — Freitag den. 20. d. M. gelangt Verdis „Othello“, mit Herrn Rittersheim in der Titelrolle, zur Erstaufführung. Im Deutschen Volksthea t.er spielt Alexander Moissi heute den Schauspieler Henry in Schnitzlers „Grünem Kakadu“ und den Wanderburschen in Tolstois „Er ist an allem schuld“. Die Vor-* Stellung beginnt um 7a8 Uhr. Morgen findet mit Alexander Moissi als Oswald eine Aufführung von' Ibsens „G espenster“ statt In Aenderung des Spielplanes wird Sonntag den 15. d. M., 723 Uhr nachmittags* Sudermanns Schauspiel „Jöhannisfeuer“ “gespielt. Für diese Vorstellung gelten volkstümliche Preise ohne, Vormerk-, gebühr. In den Kammerspielen des D e'uts c-heni V ö lkstheaters gelangt heute Hans Müllers; Komödie „Flamme“ mit Ida Roland als Anna zur Aufführung.* Diese Vorstellung beginnt um Vs7 Ubr. Morgen wird „Den Kam m e r s ä n ge r“ und ^Tod undTeufel^ gespielt "Die Renaissancebühne hat das dreiaktige Lustspiel „D e r- W e r w 0 1 f“ von Angelo Ca.na zur] Aufführung angenommen. Das Lustspiel geht als nächste: Novität in Szene. Die weibliche Hauptrolle spielt Fratt Claire W a 11 e n t i n als Gast. Im Raimundtheat'er gelangt heute un* 3 Uhr nachmittags als erste Kindervorstellung das Märchen-* spiel von Robert Bürkner „Die Gänsehirtin am Brunnen“? bei sehr kleinen Preisen zur Darstellung. — Abends vrirq „Ri chard III.“ gespielt. — Morgen und Samstag den 14. d. M. wird Nestroys Posse „Die verhängnisvolle! Faschingsnacht“ in das Repertoir aufgenommen, an al enj übrigen Tagen geht „Richard 111.“ in der Inszenierung vonj Leopold Jessner in Szene. — Freitag den 13. d. M. absoH viert Herr Gustav Kenne vom Stadttheater in Essen als Richard ein Engagementgastspiel. — Am 18. d. M. finde« die Erstaufführung des Dramas von Leo SchwärzschildJ „Sumpf“ statt. Herr Marr beginnt mit -der Rolle desj Wilkert sein zweimonatiges Gastspiel am Raimundtheater. — Die Hauptrollen liegen in den Händen den Herren: Stärk, Marlitz, Andersen, Schmieder, Zeisel, Wail und der Damen: Karoly, Kanäle und Witzmann. Insze* nierung: Dr. Rudolf Beer. \ * Im Lu'St,spieltheater bringt die Frei® jüdische Volksbühne morgen den „Ktias Kap zur Darstellung. — Montag den 16. d. M. findet die Erste, aufführung von Gor di ns vieraktigem Schauspiel „U e b e r’m Ozean“ mit Frau Weintraub-Graf und den Herren Baratow und Deutsch in den Hauptrollen statt. \F r e i e jüdische Volksbühne kimiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimmiiiiiiiiiiiiuitiiimitiEiiiiiiiiiiiimiiiiisimiuiiiiimiiiuui Gastspiel im Lnstspieltheater 428tif 7*8 Uhr abends: FPCHlCi© °v “tfoORDINper Das Theater ist geheilt». Philharmonisches Konzert. Das französische Kon« zert war ein Novum in der Geschichte der Philharmonie sehen Veranstaltungen. Die Veranlassung war wohl der Tod Camille Saint-Saens, dem man seinen „Phaeton“ nachrief, die Ursache Weingartners Vorliebe für Berlioz und dessen „Symphonie phantastique“. Paul Dukas’ »Der Zauberlehrling“, das stets wirkungsvolle, witzsprühendei Scherzo, wurde das dritte programmatische Stück in Bunde lind so war das französische Konzert ohne jede. Not-j wendigkeit gemacht. „Zauberlehrling“ und „Phantastique^ sind alte Bruchstücke Weingartners, die er auf der Klaviatur der Philharmoniker ganz meisterhaft zu spielen vermag, Berlioz’ französisches Sortiment, die Leidenschaftlichkeit dieser Geschichte eines Opiumrausches, tat auch diesmal ihre Wirkung, wenn auch die einst satten leuchtendes Farben der „Phantastique“ wesentlich verblaßt schienen; Die Musik des „Phaeton“ mutet heute elegant und konventionell an und das klagende Thema, in dem der Tod Phaetons beweint wird, stimmte in seiner Trivialität eine wenig eindrucksvolle Totenklage für Saint-Saens an, de? durch seine Oper „Samson und Dalila“ ein repräsentatives französischer Musiker geworden ist.. Den schwedischen und bulgarischen Konzerten unter Mitwirkung des Opernörchesters ist nun ein französisches Abonnementkonzert der Philharmoniker gefolgt. Nationale . Konzerte, sind stets dankenswert, wenn sie neue oder selten gespielte hörens« werte Werke in guter Aufführung bringen. Hoffentlich setzett die Philharmoniker nach dem Gesetze der Serie die Reihe der nationalen Veranstaltungen. fort und überraschen uns. demnächst mit einem wohlvorbereiteten „Jung-Wiener“" Konzerte. fib. Lea. Weintraub-Graf von der Freien jüdischen Volksbühne wirkt an der vom Haruach am 15. d. M., 4 Uhr nachmittags, im Mittleren Konzerthaussaal veranstaltetet* hebräisch-jüdischen Akademie mit. Ueberdies haben ihre Mitwirkung zugesagt Martin C h 0 c h e m, der bekannte jüdische Liedersänger aus Stockholm und Oberkantor M a r g u 1 i e s. Restliche Karten bei L ö w i t, .bei der „W i ener Morgenzeitung“, im K 0 n z e r t-~ hau s und im Kartenbureau A 1 d a. Hagenbund. Mprgen, Donnerstag den 12. d. M., eröff' ' der Hagenbund eine Ausstellung der Vereinigung „Freie Bewegung“ und eine Kollektivausstellung von Werken aes Professors Ernst Wagner. Vereinigung jüdischer! Donnerstag den 12. Jänner im Kursalon der Stadt Wien H Forscher, Schriftsteller 95 und Künstler HARUACH« in Wien Erste jüd. Künstlerredoute „Der Turmbau zu Babel“ Restliche Karten heiss ||Löwit, bei der „Wiener M Morgenzeitung« und im ff H Karten - Bureau A 2 d a, IX* TahorstraBe 8 «s iH!iiilMni!l!!li! ÜW 3616992404096349239386 9555594907