Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1055 (6.1.1922)
- Date
- 1922-01-06
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite -i Wi,:% F;: WiEHER KCRCENLETTCNC1 fr» tfr C. Jän;::r 1922 Kr. 1035 ... '*■■—!: Tagesbericht. Oer Bankrott der höheren Sittlichkeit; Wer das zweifelhafte Vergnügen hat, sich mit den Geistesprodukten der professionellen . Judenhetzer dauernd zu befassen, dem.scheiden sich ganz deutlich zwei Gruppen der Nutznießer, .dieses .traurigen 'Gewerbes voneinander: Antisemiten aus ehrlicher Borniertheit und hinterlistige Spekulanten auf die Borniertheit der anderen/Parteipolitisch deckt sich', die S*ste Gruppe ziemlich genau mit der deutsch/ Rationalen Fraktion und; Presse. - Ihr Judenhaß macht’ wenigstens den Eindruck der Ehrlichkeit; denn so viel Dummheit aus V erste 11 u n g züt Schau zu tragen, würde eine Genialität voraussetzeh', die man den Herren nicht Zutrauen kann. Dagegen ist die heuchlerische Verlogenheit das untrügliche Kennzeichen jener, „Weltanschauung“, die sich unter dem?riantel des sittlich-religiösen .Tugendfanatismus breit macht. Sie ist das Charakteristikum'jener Partei, die. mit dem lauten Hepp-Hepp-Geschfei für; den Markt die Ausnützung' eines -willfährigeil Hausjudentums in ihren Ressorts,, in ihrer Presse und in einzelnen untergeordneten Pärteiiiistituhonen wirtschaftet. Es ist die Partei, deren . joürnälistir sehe Wortführer — man lese die Theaterkritik des Hugelmann-BIattes über. „Liii Grün“ — ausdrücklich Ver>f sichern, ’daß es auch anständige Juden; gibt, doch dürfe man das dem christlichen Publikum ’ nicht an;4 ßchaulich machen. Es ist die Partei, die sich ihre Argumente erst-mühselig zurechtdrehen und zusammen! nicken muß. Das Hauptorgan dieser Partei bringt. ‘es rum Beispiel zusammen, unserem gestrigen Leitartikel der eine Warnung vor den Schäden, .war, die der Antt4 semitisrnus dein österreichischen Staat und desseh ■ Geltung, im. Ausland zufügt, folgende Deutung'zu geben: „Die, gegen Oesterreichs Kredit und Existenz gerichtete Feindschaft* im Ausland stammt von ddr internationalen Wühlarbeit' des Judentums - gegen’ W „antisemitische“ Oesterreich -her, Dieser Wühlarbeit .der unerbittlichen Rachejuden verdankt Oesterreich sei jh Mißhandlung, seine Finanziiot, die Nichterfüllung selber Kreditwünsche.“ /':/'/// Wir haben die Prüfung picht zu scheuen, Wessen Patriotismus ehrlicher ist: der unserige, der vor solchem Antisemitismus warnt/ oder; der jener .plumpen-Verdreher unserer Worte, die ihn praktizieren. Hat doch eh großes p r o t e s t a n t i sc h. e s Berliner -Blatt ijii seinem Neüjahrsartikel der, -Erkenntnis Ausdruck gegeben:'; „Das deutsche Volk ist' bettelarm gewördöffe. nicht, weil es sein Geld entwertet sieht, sondern wÄ es den Glauben verloren hat tind die Liebe. Deii Glauben an Gott und eine h ö h e r e S i 111 i ich? keit,- die Liebe zum Vaterland, zum Volk,, zuhi Nächsten.“ * , ..... - ... -v - .*—~.... Die Äbbaukommissipßeii :; -Gestern amtierten zum ersten Maie --die i-m'Sinne' etes. § .20 des Aifbau^eselzes geschaffenen Kommis&i'oucin^ denen die Entscheidung tHjer die eventuelle weitere Z\ü sch-a Siedlung zum Brotprcss durch den' Staat :-m M-indcyheniit-ielteobliegt. Der-Pärteicnandrainig war gestern Ayoh schwach, -da dus--Publikum offenlbar über die Wichtigkeit dieser Kommissionen noch nicht ‘gemig . an formiert ist.’ Am raschesten -haben, -wiesich zeigte, die ganz. Armen und die.— ganz Reichern ihren Vorteil <su; y.-ahren gesucht.-. Das Gros der Erschienenen bildet.an . einerseits Pfründner, andcrcnscifcs- — .Hausbesitzer, G*£ schäftslen-te und -dergleichen vom Geschick begünstig;-- ■ •tere Schichten. Freilich haben es die Verhältnisse so ,ge-’! fügt, daß mancher Hausherr mehr Eu-tgcgcmkom-m-cai. finden mußte als Arbeiter. Per Mittelstand; -dvr-heivSzn-, •tage wohl am elendesten daran ist, halt auch die wenigste Zeit für seine., eigenen Angelegenheiten, und' wirdvtr-- amtlich erst in dem letztem Tagen — die Kommissionen V tagen bis zum io. d. M. — die Schulgebäude,- d-re wregan1/ ehr amtlichen- Verwendung für* die Schüler gesperrt ’, sind, stürmen. Jedc-mfaiHs ist den Funktionären' geringere Ina-n-s-pnu-chnahme am ersten Tage sehr ange-, iiehm gewesen, da s-i-e die .Schwierigkeiten des oft viel-! •Jcuiigen Gesetzes erst überwinden lernen müssen. ”.. ■' Die Sabotage der Liixuswarenabgab^ Der Magistrat macht noohm-afis darauf auf merksam; daß heute die Frist z-n-r straffreien RiohtigstelluhggDr - Lu7<uswarc nab gäbe enid-ot. Firmen, di-e es u-nteriMsD' i ftsuben, bisher di? abgabepflichtigen Umsätze. eimizA- •Lekaimen oder dies nur unvollständig getan ‘habe«; ' können. sich den sehr empfindlichen Folgen dadurch er.tziehen, daß •sie noch heute -da»? entsprechende Be/ 1 hernVnis nachweisbar' der Fo®t‘ übergeben oder in /clW;• magistratischen Bezirksämtern, beziehungsweisein d-dr \ Zentralstelle im Rathawse ahliefe-rn ‘ und dort -gleliW '] zeitig die ZaiKuurig leisten. Bis gestern! abends hat nur \ ein vcrsc-lnvinclen-dcr Teil vom der auf WunscH-!;cs Gremiums der Wiener Kaufmannschaft ab Beweis behenderem Entgegenkommens gebotenen Mdgl-icii/l^eiij’ ■ Geh die Straffreiheit zu sichern, Gebrauch gemacht.' -Es; ist -dies insbesondere urch-t seitens jeder vielen hiuhdk#t': i Firmen geschehen; -bei denen dSas K-ön-tirollamt der Stadt . •W i«n bereits Revisionen vörgenommcn ' Und in cütejr, i;,ec!ea Zweitel ausschlicßenden Weise öften-sicMlrdtt : H i n t e r z i c ii u n g e n und unstreitig falsche Ans- F-gungen des Gesetzes fes-tgeste-llt bat, •'/ Im jüdischen Mäddien-Abendheini. •Munter springen sie die Stufen hanan, alle 'gitHge fts hollster Lust entgegen. Erholung und AfbwechiSr, kmg gibt cs hier na-ch den Mühen des Tages’.. Md docli bietet das Abo-ndheim -wein all .den Stätten; des fyfciddhenfleißeis, der 3-dhirwcrksiiätte, dem Geschäft ur.d dfcm Haushalt das Notwendigste und Lernen-s- \y erlöste; es bio-tot dies , aber im Rahmen veredelnder, freier Geselligkeit. . /üllo sind sie, wenn aufhjbescheiden, so doch k-r.iCX'st iictt ßelvic-ioct, denn-. im Abend heim wird Mitteilungen aus dem Publikum* < Echte Jigerwäsc&ie m I Albert Matzner,^Wien,I.,Kohlmessergasse8 I SgaMiMlipiqHninMBfiaipilKKanoaHiiBiumiiaaBMiarainMaMHmaJ Möbelfabrik J. Spira Feine °>« M. U. MMWM 1—Z Wohnungseinrichtungen. . (Ecke Karl Schweighofergasse) »O»»«»»».»»»»»»»« »«»»»« »»»»»«»» a ' a e SonKüag den S. Jfinner L J., VZ1 Uhr abends “ l Etablissement Milnilsnerhof lExielsior) \ [ Vin, MarlahllferstraSe 81 J b iiinmHiKiiiitiiHmmnuiiKmniiHiiiiimuiKEinmmmHUimuKimimntimnii ■ , RestllcSte Karten s . 5855 ° W Im Klnbhelm. IX., Berggassc 33(Cst6 Auto), und an der Abendkasse e IRBBIBiailBaBKBKHBBBOBHailBlBBaBIRBSBR .—- - -- ■ - — — - ■ ’ . fifeißig geipiutzt -und gefli-ckt. Mamidher Rock, manche, Blus-c oder manche Jacke, antch dieser Hut und jenes Käppchen, die den, z-aiten umd dennoch frisch aiuisseihieiiden Mädchen so gut m Gesichte stehen, sind' eigenes Erzeugnis, unter Anleitung einer fachkundigen Lehrerin Verfertigt. ’ Finiter lautem Singen, , leisem Summen, öfter •rucch unter jugendlich fröhlichem Gepläu-dier werden alF diese Dinge erzeugt. Da gibt es albeir auch noch feine Spitzeoarbeiten, wuindenschöne,' moderne SfcPtdvereieh". und-alledei -zierliche'-; Kleimgkeutenj für deren; künstlerische Ausführung uuid peinliche Sauberkeit ":ein; Mann zu’ wenig-'Verisitäindhiis: bqsitst. Die Kehueririsnen.-rühmen jiedodu. diese Handaribeiten,. dlie-taucht vonungefähr dreißig bis vierzig Mädchen al-s Heimarbeit auisgcfülint werden und, diesen 'einM' 'Meinen - Verdienst oder Neheniverdienist schaffen. D'Och werden im -Heim auch nach’ aJthau-srnüüterliciher;Weise kranke Wäsd^eisitücke, insbesoiidere; Siirümipfe,;; wieder. geheilt. . In - den. .Zimmenir n obenan herrs-cht dais. gelehnte Wort.. Tsktursstmul^a-»'.---KEq über -jüdische Geschichte , ’ und-v-Lit®railn^eschich,t^,.allgemeine LitetaituTgeschiclite, ' erste Hilfe, 'Hygiene,. Kimiderpsvcliologi-e locken umd. .m-acbeip -den-' Mädchen, denen nii/r ihge Neigung diktiert, die, Wahl --schwer.’' Der 'rniüThentah '* UnterbrocheneHehräiSchfetö^l. wird '.hi wdn-igeb wieder ' aufgenommen. ^Ebenso werden nun/Kurse für Schneiderei-, -Buchbinderei;; - Kleinki-udcrbeschäftiguirig'; eröffnet werdeiu FtÜhnmigen in,s Fireie,v in;.die.'',-tlraniä..'. "nn-d/Är-, 'Mtibq-on'yer». gäitiizeh deji.’ reicheif Löh-rplan... - ’ * dpeh einem kleinen Chaniuka-Fesit, das Unter -seinie;’-. GästO; WctM' :;öbe!ffäbbioer' Dr. Cttt ä j e s , Und Herrn;Hö$nit :F fa'nL f'u r:.t er zählen durfte, hatte .ichi .'Gelegenheit,/beiziuvohnen-; Es War Kein' Fest -mit' langwierigem Vorbereitungen- und-.'l^eUkher- Auf-mädhuin-g. Wer aus'der Lektürem©depn,~ jüdfeeber Schriftsteller-odter aus der. GesangßtUtfde; besiondetrs iventivQll'e;•■ Früchte .' dsrvongodr^W^Pöt sie . keck den Gästen. Daß jede das für ihre Thdividuaiülät geeignete Gedicht fand, daß das jüdische Volkstümliche Überweg, ließ mich enr-aiten,' -Frau H-ada'ssa Vogel bäum, -diie 'zu- : finden ist, wo-es ernster^ jüdischer .Einzie-hUngsarheit ' gilt, »müsse hier die Hand' im Spiele haben. . Nun ein großes Geheimnis! Bitte es dem Herrn. I QjrerrraMpjner. und dem Herrn Hof rat nicht zu vor- ■ raten: '' Eist ' niachidem die Gäste fönt und die’ ’ jungen Dinier/uralter, sidi" wareii, ging däs/edgeint-': gliche Fest los.- 1 Der fröhliche Lärm;mach’te 'die Duirahfübrung; einer Tombola nahezu . unmöglich. Tamz nach ■ eigenem Gesang, harmloser Scherz -in gebumdenen phd ungebübdehen Formen -do-biiniert-en. Während - iah dieser Uh^ezvViinge-nen Hnterhältung. 'beiwMn-te, Undlau seht«/' mit welchem. Er-niste "sich die jhngen Mädchen über die Verwendung .der kleinen -praiktischbn'.,Tp-m!bi>lagewirinc berieten,’, die herrlichen,; selbst verfertigten Gescheinke-betirajch’tcten, mit denen i sie diev yerdie-Hiafvol'len'; ..meist freiwillig .arbeitenden Lehrerinnen Md den einzigen. Lehrer überrascht ’ hatten, sah' -ich in meinem'Geist das Bil-d der jüdi- - sehen Frau der? Eukun-ft, vvie sie hier erwächst. Verständnis^'für’ ' alles Geschehen in Welt, nnd : Leben.,' regstes Milfühlen für dias ’ GesehL>ak unseres ganzen' Voükgs',; verbündenmit echt jüdischer - Hingabe für' Familie und Hauishallt. ist ihr .KcwnY; Zeichen. , /--..-. - . Aber einen..grüßen 'Fehler besitzt das jüdische - Mädchenabendhehn: -seine Rä'unie führen mr au einer ’ bestimtriten Tageszeit seinen Manien. . Vorm-ittegs hieißdn sie »Hebräisches Pädagogiuini«, •nachmittags -»jüdiisohe Kinder,freunde«. Docih Fräulein .Rosia -M ii 1-1 er, - die -mit . bewundernswerter Energie und tim-sidit da-s Bisherige in einem Jahre geschaffen und aui&gebaut hat, träumt, tootz-der Unmöglichkeit, heute geeignete Lokale a-ufzuibrimgen, von einer Hdusiha-l-t-ungssduu!e und -von dem Entstehen ähnlicher Heime in allen Bezirken mit genügend großer jüdischer Bevölkerung’. Und wir dürfen nicht .u-ugläublich lächeln, wenn ein junger, <5.ru-s-twc-Hender,.jMep€^i-0ti*ä^it« - ’;». A» Fromme Rohlinge. In P r e ß b ur g istvorkurzem, wie gemeüdet,!def| Re<I.a)k|tie;nr. Hermann Fordes in Jugendlichem Alteai plötizlichgestorben. Das .Wiener Organ der -anti^ zionistischen Orthodoxie leistete sich aus Anlaß de^ To>d!w dds jungen Ziöhi'steini folgende Auslassungen.: . ’; >Er war Vorkämpferder KocjisoHdi-opiriiig /deal RediltbÜik und w-öißlte als Zionist sein B-latt. gleichzei^; äUs Organdbr; /JüdischinaitLphalein. - in' dos - -’ÄTwMe!;' -betrachtet’.- sehen. Es wäre, ini Intoresöo guten Angedenkens su wünschen gewesen, veyiy/- sr hiebei einwa-ntdlf-reiC: Wittel e-rgriffeh hätte. Es;Bnd kaum -drei Wodfen/her, da Wß X. mit ihm ■ imdCäfe Sävoy -in/ Bratäsliaiva; >Icfh habe -heute den» R-anipf gegen dein- ' orthodoxen Kttehilkälismus be- . gpfneven,« sagte ep ihm und, zeigte da. den ersten . Artikel,, wo er gegen den M(uhk4cser Rabbi, n.) j, i-n! maßloser Weise lo-sging. Er stellte eihein ähnlichen! Angriff auf den Reiser Ralbbi n. j." Ih. Aussicht^ »Gelben Sia achtf«.öaigte X. da itronfec/hi• «es hat n-cöh niemawiden wobl'bökonvm-em, dar gegensolche Männ-eir, Qin^skäm'p-ft hat.: »Rühret mkihit, an meine. Gesalbiton«, , s-Mtl die Bibel.« Das1 braiolute iihn .in Harnisch. »Iehii . ,:WC(rHc[ Ihren . Gesalfbteiii; dais .-Hiaindwerk legen,« sagte ’er^ Üdbof die Taktik, dlie.-er dabei -zu /verfolgen in/Aus^ sieh gestieillt hat, sei äus Pietät ge sch wieget«. „Nash.'einigen .Tagen.lesen wir erschütJtert von sejbejni pl©iÄUc'hQn Tode» Däifiit :sed diuirolm-us kein .Uwde er-, zählt.') Aber in umserejl' Kreisen - löst jeder- •U»nglü«Jc|«i < fall einen guten V-omaitä aus. In. diesem- Falle sei Sa die Einstellung desr frivolen Kampfes; gegen-die tra-^ " ditibrieHen Formen des ’ jüdischen Gemeindelebetnis./Q Der Roheit, mit weWhier hier der Genugtuung über den Jod eines politischen Gegners Ausdruck: gegeben wird, {cnitspricht ■ die Uriversiöhämtfheiifc, mit welcher auf die hiedrigbstein Iinstiinlkite, auf / Dummheit - und AjbeM glauibon des Publikumus EjpdkuMcrt wird: Wer gegen! unis,.z-ü: .sein wagt, Äeir,, verfällt. -der rächenden Hajid G'ottes;, wn.dstiübit -einras elenden Todes! Wir ha'ben-im Kampfe, mit dar aiitizi'ömistiis’clien Orthodoxie manches erlebe;a!ber wir können doch nicht ännehmen.; dlaß -da-ei Führer' der »Agudäh«: dtte' Lästerung von Töten, ihm •B-eschimipfung aös von» Gott gezeichnete -Sünden umd 'deiiii Appell’/ au wüstemv uinijüdi-söhen-'Abargläubeui :bill-iganu Wir.haben wiedstihE dern Herren den Rat erteilt,1 ihrem Wiener .Sprachrohr. . mehr Aufmerksamkeit;, zuzuwenden- und der schaniutaigan Phantäsie ihrer Artikel-, ischircuber Einhalt zu tun. Eis wäre hoch , an der Zeit, ' diiesen. Rat zu 'beharziigen. Diese Schreibweise kann deii Zionismus niOht SdhädÖgfeav 'sie ist aber geeignet,' das- Anisehj&n' des Ju-de'nitums vor der nichtjüdiichan W-ei heiTalbÄU'setzen. V^rl^aftung einer Einbrecherbandef - » Bekanntlich wurde in der Nacht zum 29. Dezembef^ das Geschäft* der Lederwarenfirma. Q u i n t: <S G ü p n er III, Praterstraße 19, erbrochen. Gestohlen wurden Ledefv^aren im Werte von K 1,400.000. Kriminalj beamt^stäiUen: nunmehr fest; daß ein bekannter Einbreefrejii: ..der: Maureygehilfe Josef Li p a, X., Büchs- "ba^mgasSe 53 wohnnaftj/3:die;^Handi,im,;iSpifeia.i hatte* -Seine, .Helfershelfer waren dbr .«Fleischhauergehilfe Alois : I p s m- Ü 11 e r> 5Ö1X.? Pantzergasse 2,’ und ein gewisser Robert-K a t h o l n i k. Ipsmüller, Kathblnik uTicl Lipa wurden verhaftet. .. " ... . Die Kriminalbeamten haben dann nach, der, Beute gesutÜt . und den , größten Teil der . Lederwaren , teils in der- Wohnung'des Kellners Oskar Ma i eij- Dresdner-! straßfe 113,; teils in. der Wohnung;des: Fleischhauer-* gehifen- Frknz. ,D e m e r, XX., Hellwaggässe 21,. zustande .gebracht Maier und Demer wurden, wegen Diebstählsteilhehmung -verhaftet.-;Eg '■ wurde festgestellt, daß ■ - die 1 Waren ' Vom ' Tatort weg zunächst in die Wohnung-derTante des-Ipsmüller, der Privaten Walpurga /1 p s m ti l i e r, : Pantzergasse 2, gebracht wurden.' Als Vermittler beim Verkauf diente der Mechänikergehilfe Karl R u m p 1 e r, Pantzergasse 19; der/die Beute noch am selben Jage in die Wohnung des Gemüsehändlers Josef K r e t z I, Pantzergasse 15, schaffen-ließ; Dann wurde die Beute in die Wohnungen desf Baker und des Maier gebracht. In der Zwischen* . zeit ..ist ungefähr .ein Drittel, der Beute auf spurlose Weise verschwunden. Nun wurden auch Rumpler, FrauMjjsmüller und Kretzl wegen Diebstahlsteilnehmung verhütet . . ■ ' - •' - ' i i; Vöm Keren Kajemeth FJisrael. \ Infolge der hohen Druckkosten sieht sich di£ Leitung des Keren Kajemeth veranlaßt, die Höhe der Summen, .die ab 1. Jänner. 1922 (1. Tebetli 5682) mit Namensäusweis in den Spendenausweisen erscheinen! mit wenigstens . K 500 festzusetzen (inklusive der* Büchsen). -;-Al}e Kommissäre werden Weniit ersucht, zu Beginn des, ^bjährigen Jubiläums des. Keren Kajemeth — das ist-. änv:, 19. Tebeth 5682 (19. Jänner 1922) — eine allge'ipeine B ü c h.s e.n j e e r u n g vorzuhehmen und dieselbe, bis. Ende Tebeth (Jänner) abzuschließen wie auch;Ä verrechnen. Öas, weitere Programm für das Jubiläum wird seinerzeit bekanntgegeben. * Professor Dr. Delbrück gestorben. Wie at(§ e n-a -gemeldet wird, ist gestern der Professor für änskrit/ und vergleichende Sprachwissenschaft an der ‘ dortigen.' Universität Dr. Berthold Delbrück im 60., Lehensjahr gestorben. f . Schulärztestellen. Bei der Bundeshauptstadt Wien« gelangen 47 Stellen für Schulärzte zur Besetzung. Entsprechend belegte.; Gesuche sind bis 21. d. M. an das städtische Gesundheitsamt, I., Neues Rathaus,1 wo auch Auskünfte erteilt werden, zu richten. > Brand in den Turin er Fiat werken, Infolge einer Benzinexplosion ist in1 den Fiatwerken in Turin ein Brand ausgqbrochen, durch den ein Schaden von mehr als einer Million Lire ängerichtet wurde. Vier Personen wurden verletzt.- i ' v * Das Kauptpostgebäude in Tokio ist, wie aus Washington gemeldet wird, durch eine Feuersbrunst zer«, stört;worden,, -;