Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1054 (5.1.1922)
- Date
- 1922-01-05
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Donnerstag ‘_ WIENER MORGENgEITÜNQ ^_5. Jänner 192? Nr. 1054 * Personalnachricht. Redakteur Dt. Fritz Tauber fiat rieh mit Fräulein Helene K r e i -dl 1 vermählt. . . ' * Vorlesung Anton Kuh. Ein Feuerwerk in dürren Worten zu 'beschreiben, ist eine undankbare Sache. Man kann sagen: es galb eine große Helligkeit' und einen; anmutigen Funken,regen. Aber reagiert darauf dLS; Lesers liehtud anmutemp f tntdLii eher Sehnerv? Anton : Kuh sprach im Kleinen Musikvereinssaal über - Shakespeares »König Richard III.« ulnd verbreiterte über das Werk und seinen Dichter, seine Kritiker, - Inszenatoren und Darsteller eine so klare HeCfligfkeirt wie ein I.irteratuirprofessor. Es wäre aber eine unverdiente Schmähung Anton Kuhs, ihn darum eäimcin Literaturprofessor zu nennen. Anton Kuh rrbfft den Kgnn der Sache wie nur irgendein gelehrter Fachmann. Aber so oft er ihn trifft, stieben die Funken, daß sich die gelehrten »Fachleute« verwundert ob des 'prickelnden Glanzes die schmerzenden Augen reiben... . Wenn 'ich vermerke:' Kuh lehnt die Kritik Ke,rrs über Shakespeare im allgemeinen und dessen Richard Jll. als einen »gekrönten B^leiisaherknechrt«!m besonderen ab, er weist vielmehr sachlich nach, daß Richard III. ‘ zwar Demokrat dem Proletariertum gegenüber, jedoch : TJeberaristokrat, in . seiner Stellivmgriialhme z>u dem. Plebejertum — auch dem »tronwnwürdigen« Plebejdrtum in seiner nächsten blutverwandlten Umgebusnig : ist, und wenn ich ergänze: Kuh gibt dem sicheren Bühmeninstinikt, ja dem Schmiererünstinkt des Schau- ' ■Spielers der guten af.ten Zeit den Vorzug vor dem; Dilletantismus des modernen »Auffassningsdarstellors« ‘ — dam habe ich vielleicht festgeihalten, was Kuh gesagt. hat, aber ich habe den Leser uim daß beste betrogen: um den Genuß, wie er es gesagt hat. Denn es ist unmöglich, den ästhetischen Genuß eines Feuerwerks durch Druckerschwärze anschaulich zu maohesv Er wirkt nur unmittelbar auf die Sinne.'.. H. S,p> . * Die hebräische Ansprache der Lady Samuel, Vor einiger Zeit gab die Gattin des Oherkommissäns von Palästina, Lady Beatrice Samuelanläßlich der ersten Diplomverteilung an die in der Pfiegeriiwionschuie der Hadassah in Jerusalem graduierten jüdischen Schwestern einen Abend zu Ehren der Leiterin-, nen der Ha-dassah. Lady Samuel überraschte die AnwesentdöQ durch eine längere hebräische Ansprache, die sie frei vordrug, und in welcher sie die Verdienste der Hadaissah und ganz besonders der Begrüniderin dieser für das Gesundheitswesen in Palästina so außerordentlich wertvollen Organisation Miß H e n r i e 11 a S z o 1 d thervorhob. Lady Samuel begann gleich nach ihrer Ankunft in Palästina mit dem ■ Studium der hebräischen Sprache, deren sie sich im Verkehr mit Juden mit VpTliebe bedient. Ihr erster Lehrer war ,,der barühuite modenc Hebraist Elieser ben Jehuda. * Die herausgdockte Antiquitätensamnilung des gewesenen Stadtrats Zatzka.( Während die . Polizei zwei Al itglieder des Konsortiums, das den ehemaligen St'adtrat Zatzka um seine wertvolle Sammlung geprellt hart, (bereits hier verhaftet hatte, ist der dritte, Iwan Perl« nach Berlin entwischt, jedoch dort gleichfalls dingfest gemacht worden und das Auslieferungs-Verfahren ißt bereits im Gange. Man flamd bei ihm noch einige höchst. wertvollen Bestandteile dfcr entlockten Sammlung. Den Fest will er nach Paris verkauft haben- Die Pariser Polizei würde davon verständigt. * Verhaftete Markenfalsch'er. Kriminalbeamte brachten in Erfahrung, daß sich der Buchdrucker*: gehüfe Leo K atz, zu Sarnek geboren und dahin .zuständig, umd der Tischd'ergebilfe Franz W irth, Felberstraße 62 wohnhaft, mit dem Vertrieb falscher. polnischer Stempel- und jugoslawischer Briefmarken . be- : fassen. Beide wurden' verhaftet. Bei einer in der Wohnung vorgenommenen' Nachschau wunde 'ni'ch'is Belastendes vorgekünden. Nur bei Katz stieß man auf einen Brief seines Bruders, des Kaufmannes David! Kate, Körnerga-sse 2 wohnhaft, der an einen gewissen •Kößler gerichtet ist, und in dem ihm David Katz falus Krakau mitteilt, daß er dort größere Men,geh VÖ,h Marken ab setzen könne. Dieser Kößler wurde in der Person de« Kaufmannes Nathan Kößler, zu Krakatt geboren und dahin zuständig, Baden, VÖSlauergasse^sö wohnhaft, verhaftet. Bei ihm fand man zwei falsche ' po-'incsche 5o-Marl<-Stempel. Leo Katz und Wkrtili gostap- ‘ eien, daß sie beabsichtigten, jugoslawische Briefmarken; und polnische 50-Mark-Stempel zu fälschen* sie wollen, aber über Probedrucke nicht hinausgekommetn sein. Die angefortigten Klischees hätten sie vernichtet. KLatz, vViröh und Kößler wurden deiri Lamdesgcricht Wien rimgeliefert. Die Ausforschwog des flüchtigen David Katz ist emgeleitet. * Hunderttausende versoffen. Die Polizeibehörde gelangte zur Kenntnis, daß ein gewisser Johanna Kolecek, ein 27jähriger Scluvstergehüfe, dluirch ejidcn Tasohe-ndiebstahl in den Besitz einer größeren Summe"ih fremder Valuta gelangt sei. Der Kolecek war Vorerst unauffindbar, wurde aber am 26. Dezember bai einem Straßenexzeß auf dem Hernalser Gürtel verhiaiftet und dem Sicherheitsbureau üiberstellt. Es ist ihm riachgewiesen, daß’er nicht bloß eine Banknote zuiooö Lire besessen, sondern eine größere Menge fremden Geldes eingewechselt hat. Das Geld dürfte entweder von einem Taschendiebstaihl herrühren, oder von einem Abenteuer, das Kolecek, d):<r pervers veranlagt ist, vielleicht mit einem Fremden hatte. Bisher hat sich ein Geschädigter nicht gemeldet. Anwärter werden ersucht,> -rieh: im Sicherheits'burea'n bei Kommissär Dt. Lewiah, IX., Roßiauerlände 7« zu melden. Kolecek wurde dem Landesgericht eingeliefert. -■> . * Eine zionistische Arbeiterpartei in Italien. In Rom und. in Florenz wurde dieser Tage eine zionistische sozialistische Partei A w 0 d ah begründet, die eine rührige Propaganda für das Aufbaiuwork in Palästina entwickelt. Die neue Organisation wendet sich insbesondere an die kleinen jüdischen Geschäftsleute in Italien. (J. c. B.) * Wenn der Märtyrer Aladar Kiß heißt... Aus Budapest wird uns gemeldet: In der letzten Sitzung der Nationalversammlung sprach der' oppositionelle Abgeordnete Viktor Drozdy über die Politik der Regierung, die er auf der ganzen Linie verurteilt." Aus den verschiedenen Ilüustrartio ns fahrt eo ist befcinders das folgernde von Interesse: Drozdy kritisierte die Regierung, die ihre Monopols sozusagen an gesellschaftliche Detachements verschenke. In der Gemeinde Abony wurde einer Witwe das Trafik recht entzogen. In ihrer Eingabe, mit welcher sic gegen diesen Beschluß berief, schreibt die Frau, daß ihr Marnn unter der'Proletairierdiktiartitr in SzoLnok von den’ Röten h i n.g e r i c h t e t wurde. Sie blieb mit drei kleinen Kindern zurück, und nun wird sie durch, die Entzieh,uwg des Trafikirech'teis ihrer einzigen Erwerbsquelle beraubt. Hier ist also die Rede von der Witwe eines Märtyrers. Aber dem gegenwärtigen' Regime iist auch der Märtyrer nicht heilig, wenn er zufällig Aladar Kiß heißt. So sieht heute die Gerechtigkeit in Ungarn aus, man nimmt einem ein Recht, eine Existenzwoglichikeit mit Gewalt weg, nur deshalb, weil er Jude ist. Drozdy .sprach, auch noch über die letzt sh. Annäherungsversuche Bethleps .an die Arbeiter und an die Juden, die •vielleicht schon zu spät kommen. Dieser Regierung könne man überdies .nicht einmal die Aufrichtigkeit bei diesen Versuchen zubilligen. * Wie man sich einen Paß verschafft. Am 30. Dezember wurde der Markus Wahl, Kaufmann, zu Przemyri geboren und dahin zuständig und in der Schonrngasse 13 wohnhaft, i,m Kristall-Cafe an-gehalten. In »seinem Besitz wurde ein H ei-matsche im und ein Reisepaß auf den Namen »Georg Avram < gefunden. WaM gab an, die Dokumente von dent J&uifmänin Georg Avram, Posthorngässe wohnhaft', zur. Besorgung ein,es Reisepasses erhalten zu haben. Avram wurde verhaftet. Er gab an, daß ein umbekänritCr Manu ihm sowohl den falschen Heimo,tsohein und dem Reisepaß verschafft habe. Da die Erschleichung des Passes; umd dii-e Fälschung des Heimatscheines sicher erscheint, wurde, Avram dem Landesgeriicht eingeliefert. Die Abschaffung des . Wahl ist i,n die Wege^ geleitet Vereine, Vorträge und Versammlungen. H e c h a 1 u z - E 1 e k t r 0 t e ch n ikergruppe. Samstag, 1L8 bis 8/i9 Uhr, Einführung in die Maschinenbaukunde. Kursleiter Schapira. Zirküsgasse 33. — Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Heute, 8 Uhr abends, Zusammenkunft Cafü Gartenbau (Souterrain). Diskussionsabend, Vortrag Nebenzahl. Nachher gemütliche Unterhaltung. Gäste willkommen. — J ü d is che T i s ch gesell 8 c h.a ft Al 9 e r s t r, a ß e und U m g e b u ng. Heute, 8 Uhr abends, im Prachtsaale des Deütschmeister-Schützenhausesj VIII.,: Albertgasse 43, 'Festabend unter Mitwirkung hervorragender Kunstkräfte mit anschließendem Tanz zugunsten der jüdischen Kinderfreunde und des Vereines Zukunft. Der Arm enu n t e r s t ü t zu n.g s v e r e i n M i n e r v a d e s.XX. B exir k-e s verband mit Ueberreichung .eines Ehrendiploms an den Herrn IJathan Schal na r eine erhabene Chanuka-Schlußfeier. Die Festrede' hielt Professor Nasche. Dem Appell des Obmanns Max- N a 11, Obmannstellvertreters Scharfberg, Sekretärs Dr. E 111 n g e r und des Ehrenmitglieds Herrn .Spitz folgeleistend, brachte man von dem die Sternbac h-Räume füllenden Autldorlüm zu Armenunterstützungszwecken die Summe von K 170.000 auf. Vertreten war auch Verein Praterrunde. C h a n u k a--F e i e r n. Samstag den 31. d. M. .fand im . großen . Saal des Währlnger Rathauses eine Chänuka-Feier für die jüdische Jugend des XVIII. Bezirks statt, an der einige hundert Kinder teilnahmen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau ErnaPatak brachte die Gruppe XVIII vom Blau-Weiß hebräische Wieder zum Vortrag, während eine Gruppe vön Zöglingen der judls hen Kinderfreunde palästinensische Tänze aufrührte. Die Festrede hielt Herr Rabbiner Dr. David Feuchtwan g. In treffenden Worten hob Dr. Feuchtwang die Bedeutung der Jugend hervor, die stolz auf ihr Judentum das Hebräische als lebende Sprache pflege und im großen Kampfe gegen die Assimilation die Gewähr biete, daß zumindest die jüdische Jugend ihrem Volkstum nicht entfremdet ist. Die Erzählung der Chanuka-Geschichte durch Herrn Hans Engel schloß die schöne Feier. He b r ä i s eher F 0 r t b i 1 dun gskur s. Der Jüdische Schulverein (H., Taborstraße 20 a) eröffnet im Jänner 1922 im Lehrsaale des Theologischen Seminars, II., Tempelgässe 5, einen hebräischen Fortbildungskurs, an dem die Absolventen der vorjährigen Hebräischkurse des jüdischen Schulvereins sowie überhaupt Hebräischlefnetide mit Vorbildung teilnehmen. Kursbeitrag K 300 monatlich. Einschreibungen täglich von 12 bis 2 Uhr mittags im Sekretariat des Jüdischen Schulvereins, II., Taborstraße 20a. Uran i a. Heute, Donnerstag, 5 Uhr (Großer Saa!) Der Kämpf mit dem Berge, I. In Sturm und Eis. — 4/a6 Uhr (Kleiner Saal) Prof. Dr. Alfred K 0 e r b e 1: Psychologie, ll. — 1/a6 Uhr (Kurssaal) Prof. Dr. Robert M ö c k e 1: Begabung, Schule und Beruf, V. — Vaö Uhr (Klubsaal) Mafgarete A11: Die Ausbildung des musikalischen Gehöres, L — h,8 Uhr (Großer Saa!) Shackletons Südpolexpedition. — 7S8 Uhr (Kleiner Saal) Regierungsrat Ing. Jösel Löwy: Wie Faraday das Induktionsgesetz fand. — ‘/fi8 Uhr (Kurssaal) Hochschulprofessor Dr. Alfred L e C h n e r : Grundlagen der Mechanik, III. — ‘/*8 Uhr (Kiubsaal) Dichter der Neuzeit, IX. Direktor Karl Jäger: Karl Stielen . Ernährung. Der Marktbericht. Weitere Preissteigerungen. Die Preissteigerungen auf den beiden letzten Viehmärkten in St. Marx machten sich gestern bereits in der Großmarkthalis im. Groß- und Klöinhan'del fühlbar. Rindfleisch erhöhte sich im Großhandel um K 100 und 200, im Kleinhandel um K 200, Schweinefleisch um K 50, Speck und Filz um K 100 per Kilogramm. In der Größmarkthalle sind noch Fleischmengen vorhanden, die in der Weihnachtswoche eingelagert worden waren und die Organe des Marktamts überwachen nun strenge', daß dieses Fleisch "zum -billigeren Preise von K 700 bis 1000 per Kilogramm verkauft wird. Das Fleisch der zuletzt geschlachteten Rinder stellt sich auf K 1300 per Kilogramm. In der Großmarkthalle kostete im Kleinhandel, Schweinefleisch K 1500 bis 1800, Speck K 1800, Filz bis K 2000 per Kilogramm. Die Beschickung der Grünwarenmärkte war gestern schwächer ausgefallen. Auf dein Naschmarkt hatten sich bloß etliche 30 Gärtner eingefunden. Die Preise der Qualitätsgemüse zeigen weiter steigende Tendenz. An Kartoffeln Herrscht Mangel, es sind überhaupt keine neuen Zufuhren eingetroffen. Auch Eier fehlen auf den meisten Märkten. Auf dem Naschmarkt kamen gestern Zitronen zu 1 Verkauf, der Preis stellte sich auf K 30 bis 35 per Stück, schöne Stücke waren zu K 40 zu haben. Sta*a. ZeMrpWlr.st am 6. d. M. gesclil'oooen, am 7. d. M. Verkaufszeit von '/«9 bis 1 Uhr, ■ ■■■■■■■BBinaHHoannaBaniaBaBBanHaBBaaBa b : S KflnslIßrsaktionderVßreinips }Bd.Fcrscker,Schriflsfoller nJinsiler ■ liiiimiiiiimimiiiiiii HARUACH in Wien iiiiiiiimiiiiiniiimiii m b Donnerstag, 12. Jänner 1922 o S Im Kursalon der Stadl Wien 5 B B a B B B ■ B B B ■ B B a B B B unter der Devise eio PsrTurinbau zu Babel Unentgeltliche KostümentwUrfe, Ratschläge und Gruppen« Zusammenstellung durch Künstler jeden Dienstag und Donnerstag 10 bis 12 Uhr im Atelier Löw, 111., .Bechardgasse 17 itiiiiiiiiifiiiiiifuiiiititiiiimimiBiiiiiittttitiiiiiiiiiituiiiitmimtiimiiiiiiiiiiis Beschränkter Kartenverkauf ln der «Wiener Morgenzeltung*, 11., Taborstr.l—3, und BuchhandlungLöwlt, I.» Rotenturmstr.22 B B a a ■B B B a B B B B BlBBBBBBBBBBBIB BB1QQBI8BIBBBBBBIII Bühne und Kunst. Burgtheater. Devrient-J ubiläum* Max Devrient hat anläßlich seines 40jährigeft Burgtheaterjubiläums mit prachtvoller Frische den Kraftl:erl und Weiberjäger in Sudermanns „Glück im Winkel“ gespielt, einem arg verblaßten, sehr kitschigen Rührstück. Wie dezent, wie wirkungsvoll, wie menschlich gibt er doch diese Bombenrolle, die minder gewissenhafte Darsteller zu billigen Komödianteneffekten verle’tet. Er wurdä nach dem zweiten Akt wohl zwanzig Mal, vor den Vorhang gerufen. Der Dank der Theatergäste galt einem vornehmen, verantwortungsvollen, tiefschürfenden Künstler. «— Auch sonst ein trefflicher Abend, an dem neben Devrient insbesondere Frau Wohlgemuth und Herr T r e ß 1 e r ganz hervorragend waren. — In seinem Dankwort an das Pqblikühi versprach der geschätzte Jubilar, die ihm zuteil gewordenen Ehrungen mit Zinsen^ abstatten zu wollen. — Man darf also hoffen, dem ausgezeichnete^ Künstler nicht nur in seinen berühmten alten, sondern auch in neuen Rollen recht oft auf den Brettern des Burgtheaters begegnen zu dürfen. Aus den Theatern. Im B u r g t h e a t e r geht morgen „C o r i a 1 a n ü s®, mit Herrn Hugo Thimig als Menemus Agrippa in Szene. Im Operntheater wird morgen „Der Bar hiervon Bagdad“ und „Die roten S c h u h e“ gespielt Inder Volkse-er gelangt heute off Irtan ns Erzähl uo gen“» mit Herrn -Neumann in der Titelrolle, . zur Aufführung. Ferner wirken mit die Damep Gerö, Reich- Dörich, Salinger, Weiher und die Herren Robinson, Beer, Eckner, Markowsky und PÖrich. Dirigent Herr Dr. Weirich« Beginn- 7 Uhr. — Morgen wird „Die B ö hi m e* ge- * •spielt. . Im J o s e f s t ä d t e r Theater wird' heutei •Donnerstag, neu in Szene gesetzt, die Komödie „Die S t e i u e t - M ä d e 1 n“ zum ersten Male gegeben. Valerie Martens gastiert in der Rolle der Lotte* Die von Julius Strobl inszenierte Vorstellung beginnt um 7 Uhr. Im Deutschen V o 1 k s t h e a t e r - geht morgen nachmittags 3 Uhr „S a p p h o“, abends 6 Uhr „B r a n d“ in Szene. Am Faschingsamstag den 25. Februarfindet zugunsten der Mitgliederpensionsanstalt! in sämtlichen, für diesen Zweck besonders adaptierten Räumen des Hauses eine R e d o u t e statt. « :■ In den Kammerspielen des Deutschen Volks- . theaters wurde für morgen nachmittags, 3 Uhr, Schnitzlers; „L i e b e 1 e i“ und für Sonntag den 8. d. M., */a3 Uhrt, Wildgans’ „Lieb e“ a.igesetzt. ,; ' .; Im R a fm u n d -Theater geht morgen nachmittags. 3 Uhr, „Die v e r h ä n g n i s v olle, F a s c h i n g s n a c h t“, abends 7 Ühr, „König Richard 111.*;n Szene. Im L u s t spieltheater bringt die F r ei e j ü d i s c h~e Volksbühne morgen nachmittags „Qanuvl m“, abends „Zu spät“ zur Aufführung* Freie jüdische Volksbühne iiiiiiiiHijjiiiiiimiiiiiiiifimiiiuiiiimiiiiiJiiiiiiiuifiiMMiiiifiiiiimMiiJiiiiiiiiiimiiimmii Gastspiel lm Lustsplcltheater 4280 VsSUhr von Schalom Asch a§«nd8 Drama in 3Akten BBBBBBBB &ST Da» Theater ist geheizt*’. HEB bidbbidi; Verein Freie jüdische Volksbühne. Samstag den 7. und Sonntag den ■ 8. d. M. finden im Lustspieltheater, 3 Uhr nachmittags, die Mitgliedervorstellnngen für Jänner statt. Zur Aufführung gelangen drei Bilder aus „M e i 1 e ns fein e“: 1* Brodyer Sänger, 2. Szenen aus „Meschiachs Zeiten“, 3. Vom Glück vergessen, Einakter von D. Pinski. Regiebeitrag für Mitglieder K 60.Sonntag den 15. d. M. um Voll Uhr vormittags im Lustspieltheater Lieder- M a t i n*e e (Goldfäden-Warschawskl-Lieder). ^Mitglieder zahlen Regiepreise. — Ab ‘Jänner ist der Mouätsbeitrag von K 3Ö auf K 50, die EinsChreibegebühr von K 50 auf K 100 (Mindestbeitrag) erhöht worden. Karten sind im Sekretariat, 1L, Untere Augarteristraße 11, und in den Zahlstellen des Vereins erhältlich sowie am Tage der. Vor« stellUhgen an der Kasse. Die Wiener Philharmoniker reisen im kommenden Frühling nach Südamerika, vorausgesetzt, daß die österreichische Regierung zustimmt, denn die Gastreise würde zur Folge haben, daß die Oper von Mitte Juni bis Mitte.September geschlossen bleibt. Die Philharniorker beabsichtigen, unter Leitung Weingartners in Rio de Janeiro und Buenos Aires zu konzertieren-