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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-05 · Heft 1054 (5.1.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1054 (5.1.1922)
Date
1922-01-05
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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flr. nrer Wfen/ IÄerstag ... ./VMM«' rMKWMMVMS'. Räuberischer Ueberfall in Preßbitrg. - Wie der hiesigen Polizeidirekiion aus P r e ß b;u r g fnitgeteilt worden ist, wurde dort ein frecher Raubiiberfall erfolglos ausgeführt. Am 3. d. M. um etwa 3 Uhr nachmittags erschien in .der Wohnung des Moritz Schweiger, Esterhazy-Platz 32, ein etwa 28jähriger Mann. Er trat in der Maske eines Bettlers auf und überfiel, als ihm Frau Schweiger 'geöffnet hatte, die Frau. Da Frau Schweiger sehr kräftig' ist, ging sie gegen den Strolch sehr energisch vjor und konnte sich seiner erwehren. Die Frau ergriff/ eine Feuerwehrhacke und versetzte dem Eindringling einen Hieb über den Kopf. Der Mannr ergriff dann; die Flucht. Es ist nicht unmöglich, daß er verletzt Ist Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß der: Räuber von Wien gekommen ist Er wird beschrieben; als klein mit blondem Haar, rundem Gesicht, ^deinem englisch gestutztem Schnurrbart, der sich fast nur auf das Mittelstück unter der Nase erstreckt. Bekleidet war der Mann mit kurzem, doppelt geknöpftem lichten Winterrock, schwarzer gestreifter Hose und schwarzen Schuhen. Seine Verfolgung ist eingeleitet. *7 Der Abbau der Lebensmittelzuschüsse für Heimarbeiter, Die Zentralheimarbeitskommissionen für die Schuh-, Wäsche-, .Strickwaren- ■ sowie , Kunstblumen- und Schmuckfedernerzeugung haben die anläßlich des Abbaues der Lebensmittelzuschüsse des1 Bundes eintreten den Loh ii e r h ö h u n gen für die / Heimarbeiter dieser Branchen festgesetzt. Die Lohnerhöhung beträgt in der Schuherzeugung unter Zugrundelegung der am 2. d. M. geltenden Löhne 1% - für Galanteriewaren,. 2% für Kommerzware und -. 10% für •. die Erzeugung von Mikado- und Hausschuhen. f In der Wäscheerzeugung ist die Lohnerhöhung nach dem Ausmaß der Stundenlöhne abgestuft und macht bei Stundenlöhnen bte K 80 8-5%, bis K 120 6-5%, 'bis IC 160 5%, bis-K 200 3%, bis K 280 2’o% und bei höheren Stundenlöhnen 2% aus. Für durch Kollektivvertrag geregelten Löhne der Wäscheerzeugung (Stickerei-,-Mieder- und Krawattenerzeugung ausgenommen) ist der Prozentsatz der Lohnerhöhung mit 2*5 festgesetzt. In der Kunstblumen- und Schmuckfedernerzeugung ist . die Lohnerhöhung mit 5% der am 2. d. M. geltenden Stundenlöhne bemessen. In der Strickwarenerzeugung beträgt die Lohnerhöhung bei Sümdenlöhr.en von K ' 60v bis 86 11%, von K 87 bis 109 7%, von K 110 bis 129 5% und von K 130 und mehr 4%. Für -jene Zweige der Heimarbeit, für welche Zentralheimarbeitskommissionen nicht bestehen, hat:; das Bundesministerium für. soziale Verwaltung die-Lohnerhöhungen für die Heimarbeiter mit nachstehenden Prozentsätzen der/am:- 2. <J.^jVL; geltenden Stundenlöhne ' festgesetzt, und zwar: In -der ^•Alpakkaindustrie' find Silberpoliererei i0% •. (ohne/‘Berücksichtigung der . Teuerungszulagen), in der Gewehrindustrie in Ferlach . 3%, Manscheüenknopferzeugung 26%, Nadlerwarenerzeugung 40%, Pfeifenerzdugung aus Meerschaum und , Meerschaummasse.; 1Ö%;Spitzenindustrie 20%. Fransenknüpferei 11 %, Handschuhnäherei 5% ■, .Spielwarenerzeugung 13%, Säckekleben 30%, Industriemalerei 4*5%, Kunstgewerbliche Holzarbeiten 11%, Rosenkranzkettlerei 30%, Bürstenerzeugung ‘12%, Strohhuterzeügung 13% uridPapierhü!senerzeugung26°/o. Mitteilungen aus dem Publikum, Diana Abinun Ernst Reichmann Sarajevo Verlobte Wien Jänner 1922 5845 Bniiuiu mm, jsiit mm, ml si falsche Zähne kauft von Händlern, Juwelieren, Zahnärzten und Privaten &®r Weltfirma Juwelier RABBNOWITSCH l.f Mahlerstraße Nr. 5 II., Hollandstraße Nr. Telephon 3541 Haltestelle Opernring Zugang' Kärntnerstraße Samstag geschlossen (frühere Stephaniestraße) Telephon Nr. 45146 Man beachte die große Straßenuhr; im eigenen Hause Nr. 3 5820 Kultusu. Justiztalare u. Barette . liefert in schönster Ausführung die bekannteste Spezialfirma RUDOLF GOLDSTEIN Gegründet 1866 135 Zivil- und Uniformschneider Wien, II., faborstrasse 54 Telephon 45-6-29 HBBBHDBBBBBBBBDBKDtlBQIIMHBBfl DB IIBBIRB1 ■ 'BB Zionistische Sektion Innere Stadt miiii!t!iiimiii!iiiiiiHmniieiiiiiimiiiiiiuiiitiimitiinitiiiimiiiiii(m»iiiiiiit HEUTE 5. d. M., im Festsaaie des kaufmännischen Vereines, I., Johannesgasse 4 mit anschließendem Tanz Mitwirkend: ESenita Hammer (Wiener Stadttheater). Oberkantor Qereon Margtilies etc. — Beginn 8 Uhr abends iimiiimiuiiuiiiuuiimiiuimtiiiiiuiiiimiimHiiimummimumiHiiiiimii Restliche Karlen sind erhältlich bei: Dir. Duschinsky, I., Hoher Markt3/II,S.Rubel,IL,Taborstr.-Lassingleithnerpl.2,Tcl.43-4-41 5841' IBBBBlBBBBHBBfflBBIBBBBBBHIBBBBBB ■ ■ BB Meta Tischpssllscliaft iüssrstraOe u. Umgehung veranstaltet heute, 8. JSSnner 'S922, 8 Uhr abends, im Prachtsaale des Dfeutschmeister- Schützenhauses, VIII., Albertgasse 43, einen FESTABEND'- Ihre Mitwirkung haben u. a. zugesagt: Dir. Deutsch, Frau Weintraub, Herr Kolo Jolovic, Frau Rosa Fregoli, das Heitere Quartett des Jüd. Gesangvereines, Frl. Lilli Klepner, Herr Willi Mendel, Herr Erich Wolf, Herr Dr. Rieß. - 5840 Anschließend Tanz (Kapelle Herlingerl gunsten armer jüdischer Kinder. Abendtoilette. Zweige, sind ihr Element, wo es was zu kombinieren und zu errechnen gibt, ciia stellen sie ihren Mann, im Börsenspiel sind sie Meister.« Hoffentlidi richtet' die Neujahrsübe rraisch trag, in' der »Reichapostc einmal auch. a n e r ik ennende Worte über die Juden zu finden, in den Köpf eh der frommen Leser keine Verwirrung an! Daß dabei die »sit-tMcK-religiösen'« Herren die. jüdische Meisterschaft im Börsenspiel in eine Linie mit dpn wissenischaftlichen Leistungen Einstein&, M i ehe 1 - so n s .und der Mad'äme Cur i e stellen, mutet zwar •den in. den katholisch-klerikalen Idealismus nicht hinlänglich Eingeweihten seltsam an,' ermöglicht aber zugleich einen sehr -tiefen Blick in den Born, aus dem die .Christiichsozialen in einer Stunde innerer Einkehr eine so dankbare Anerkennung der jüdischen Kombinat ions- und Rechenbegabun-g schöpften ...; Ein „geschmackvoller" Josma-Selim- Abend. Wir erhalten 'folgende Zuschrift, deren Veröffentlichung hoffentlich ihren Zweck erfüllen wird. / „Geehrte RedaktionI Benatzky - Sie 1J m bringen „Jüdisches“ im Konzerthaus. 60% des Publikums dieser Abende sind Juden und in den/ersten zehn Reihen sind überhaupt nur Israeliten zu -Zehen. Deshalb sind die stets neubejubelten Schlager: ..des Programms „Das Fest der Saison, ein Abepd bei Sigi Weiß“ oder das „Grünfeld-Konzeft“,_bei .denen. sich das Publikum über die bekannten Scherze,' .Frau Bloch und Frau Kohn betreffend, nicht genug amüsieren kann. — Das Neueste ist nup die karikierte Wiedergabe des Match J. F. K. gegen 'B. F. C. 1:0, wobei die Reime „11-in-Stoß“ — auf die Nos“ „Goi.l—fbil“ das Scherzhafteste sind. In dieser Tonart des Kikeriki ist diese ganze, wenig künstlerische Darbietuiig' gehalten, die, wenn' sie vielleicht nur harmlos-humoristisch gemeint ist, doch eine antisemitische Wirkung fteryorbringt, was sich besonders zeigte^ als einige/junge Leute im Stehparterre zischten und hierauf die dies merkenden Arier demonsrativ applaudierten. — Herr Dr. Benatzky möge zur Kenntnis nähmen, daß wir nicht gewillt sind, den j ü d is c he n S p o r t im Vortragssaal v e r- 1 a c h en zu lasse n. F. P. .Katholische Wissenschaft» , Bevioir die Redakteure der oReichsipos-t« sich Wuir, Silvesterveranstaltuinig ihrer Schriftsteliergemoissons-cihaft begaben, die .ein. Fremder imadh den miitwirkeniden Künstlern unbedingt für e-iineh Puirimba'lil' halten mußte, haben sie venstän$igerweise zuir Vorsicht sn-och. rasch die jüdische Geistigkeit von ihrer gutem Seite zu erfassen gesucht Da.s Resultat, dieser Forschertätigkeit wollten, sie::auch ihren Lesern nicht -vorenthalten, und so wurde Riesen folgende Bereicherung ihrer Bildung zuteil: Einstein ist Zionist, M i c h e 1« o u,' von dessen Experiment er ausgimg, soll ebenfalls (am erdkainisaher) Jude sein, . Madia-me Curie bait früher 'Marga Slod-owska geheißen und ist polniseh-jüdwscheir ^Herkunft. Mathematik, Physik und die verwandten Die Rassemagyaren. Eine köstliche Episode spielte sich dieser Tage in der. ungarischen Nationalversammlung'ab. Das Wort hatte der christlichnationale Legitimist Konrad Weiß, ohne Rufzeichen) Weiß,/ der, um jedem Verdacht, vom Judentum abzustammen, durch extrem-antisemitische Reden zu begegnen, bemüht ist, beklagte sich bitterlich über den Horthy-Kreis, weil dieser besonders . den. Legitimisten Vorhalte, daß sie nicht berechtigt seien, als Rassemagyaren aufzutreten und das Land zu beherrschen. Eine nette Gesellschaft sei hier beisammen, so werde immerfort gerufen, eine rassemagyarische Gesellschaft, in welcher Leute wie Haller, Taßler, Fangier, Friedrich, Lingauer und Konrad Weiß die Führung haben. Konrad Weiß verstehe es einfach nicht, wie man von christlicher Seite diese Frage aufzurollen wagt, sind doch die hervorragendsten Mitglieder .des bischöflichen Plenums, Fürstprimas C s e r n o c h, die Bischöfe R o 11, Hanauer und Prohaska, doch sicherlich nicht echtere Rässemagyaren als die oben angeführten und jetzt angefejndeten Legitimisten. Und schließlich gebe. es doch sicherlich keinen größeren magyarischen Dichter als Alexander Petöfi-Petrowics. Uebrigens habe Rubinek auch keinen besonderen Grund, sich mit seinem Rassemagyarentum zü brüsten. Es habe daher gar keinen Sinn, immer mit der Frage des Rassemagyarentums zu kommen. Hiezu wäre nur zu bemerken, daß Konrad Weiß, solange man bloß den Juden die Zugehörigkeit zur magyarischen Rasse absprach, zu den größten Schreiern gehörte, die auf Grund dieser Anschuldigung bereit waren, die Juden aller Rechte zu berauben. Jetzt, da es auch gegen die christlichen unechten Magyaren geht, wird Konrad Weiß plötzlich empfindsam. Hebräischer Lesesaal. Der Gesamtverband hebräischer Studenten Tarb u t h eröffnet heute um Va7 Uhr abends einen stabilen hebräischen Lesesaal in einem separierten Raume des Cafe Klinik, IX., Spitalgasse, Ecke Lazarettgasse (ohne Konsumzwang). Dortselbst werden auch wöchentlich von berufenen Kräften Vorträge abgehalten werden. 5. Jänner 1922 Seife 5 TT*--*---—---- ~ DeT palästinensische Schriftsteller R. B i n j a m i a wird aus seinen hoch nicht veröffentlichten Schriften vorlesen und über die gegenwärtigen Kulturströmungen m Palästina berichten. ‘ \ Alle jene, denen die Förderung der hebräische«;Kulturbestrebungen am Herzen liegt, sind eingeladen. Zeitungsbedarfsartikel. ‘ Damit unsere Leser sehen, wie sehr sich die Teuerung -auch in den Zeitungsbetrieben fühlbar macht, seien hier .'einige Artikel, die wir täglich zur Zeitungsherstellung 'brauchen, in ihrer Preissteigerung seit dem Jahre 1913 angeführt. Es kostete: 1915 1921 Kronen;Rötationsfarbe, per 1000 kg ..... 1.050 520.OOÖ Rotätionsdruckfilz, per 1000 m. . . . . 10.000 4,000.000 'Rotationspapier, per 1000 kg ..... 300 158.000. Walzenmasse, per 1000 kg . . . . . . 3.600 2,000.000 -Matrizen, per 1000 Stück . .. 160 70.000 .Setzmaschinenblei, per 1000 kg ... . 690 1,000.000 -Hanfspagat, per 1000 kg ...... 2.770 4,300.000 'Papierspagat, per 1000 kg ...... — 800.000 ‘Petroleum, per 1000 kg . ...... 360 185.000 'Schrift (Bleilettern), per 1000 kg. . » . 7.000 1,820.000 Messinglinien, per 1000 kg . . . . . . 8.000 2,200.000 'Schreibpapier (holzfrei), per 1000 kg . . . 700 600.000 . In welchem Maße sich die Kosten für Telegramme „und Telephon, für Porto, Oel, Benzin, Zufuhrkosten, Gas, -elektrische Kraft, Beheizung, Leim (1 kg K 1200!), Kleister •.verteuert haben, ist allgemein bekannt. Ebenso bekannt ist es,, in welchem Tempo die Steigerung der Löhne und -.Steuern erfolgt. _ ■ * Das Neueste ist'. .. Das Neueste ist inämiföc'h d?6 -xepiuibl-ilkanrische Hofgajrdotiraidht. Sie ward erkunde^ -anläßlich einer Auffühiruing der Stataitsoper in den Ra- -douteinisälen der Burg umtd läßt andemokratischem Fern-. -gefüthl nichts zu wünsdhen übrig. Nuir In'baibex eines ' Fraic-keS' mit weißer Binde sind in einem Freistaat mit! - monarchistischer Umgebung würdig, Mozart zu 'hören* ' Es iist nicht ganz klärgesteMit, ob sich in dfteser ’ yerfügwng ' der Respekt vor Mozart,. vor, den Ik. k. Rediautenßäleai oder vor dem Modefrack aus drückt. Auch so-ntst fesht&S "diä notwendige Klarheit. ‘ Vor altem, warum watrd tiicihtj - auch das >Bail3’kIeid« der Dame auisibedungen, das den 'Stoff der Schleppe -hiaiiDslhälterisdh oben erspart. Wairuml enthält die Vorschrift dicht« über dierepublikamsdhecsi .Forderuiogm an das Sdhühwerk? Und. schließlich tniußj ■ dtj-ch auch eine bedeutende Liidke darin erblickt wencteu, •daß'man ntuir von 'der Kled'dluinig, nichts aber von dem: . sonist iin den Redoutensälen ob waltenden Zeremoni-dM er-N fährt. Sollte man nicht etwa Regeln aufsetizen : Wäh-rend der Ouvertüre kann das Schmatzen mit den Lipfpen anioH bei der delikatesten- Trüffelwunst nicht gestattet wenden^ ^O.der: Apfel- und W'urstsdha'len dürfen im Redorwten- ^aa'le nicht auf den Fußboden geworfen werden, dlanuif sicjh der Verkehr zwischen den Sitzreihen während «deir* :-_yorsiteil'Uing gefaibrlos -aibwickeln 'kann. Oder auch:. Das geschätzte Publikum wird höflic'hist ersucht, fettige . Finger nicht an den Seidenüberzügen der Fauteuils ab- “zuwiischen, sondern sich zu diesem Zwecke der V«or- ''biänige zu bedienen. Man sieht, es fehlt, noch so.manidh-es^ ' Immerhin muß zugegeben werden, daß wir in der Damo^ ’knitie rapide Fortschritte miaichen. Befleißigt sich die» ' Stäät-soipe-r weiter, unsere Bildung zu fördern^ so etdhfi 'der Entwicklung eines k. ik. -repiulblikamischen Hofzere^ ‘ moatiells bald nichts mehr im Wege. Kater Murr. - Begräbnisse am heutigen Tage. Alter F r I e h o f: 9 Uhr 30 Min. Garelik Nathan, 10 Uhr Baltinester Bernhard. — Neuer Friedhof: 10 Uhr. PöIIäk rLduise, 10 Uhr 30 Min. Glück David, 11 Uhr . Leibowita Israel. * Die Kraftwagenabgabe für 1922. Das Landesgesetzblatt für Wien verlautbart das Gesetz übet die Novellierung der Gemeindeabgabe von Kraftwagen. Im wesentlichen werden die Abgabesätze für 1921 im laufende^ Jahre auf das Fünffache erhöht, Autotaxi zahlen eitie Jahresabgabe von K 75.000. * Richtigstellung. In unserem Bericht in Nr. 1052 über die Einweihung des Chaluzim-Heims in Kahlenbergef-. dörf hat sich ein-Irrtum eingeschlichen. Herr Dr. Leopold' 8.6 f e r ist nicht Leiter des Wiener Palästina-Amtes,; sondern Obmann des „Fürsorgekomitees für jüdische Emigranten. Das Palästina-Amt wird von Dr. Martin. Rösenblüth geleitet. : * Internationale Postmarkenausstellung. De* pliilatelistische Verein von Genf organisiert in der Zeit vom 3. bis 12. September d. J. in Gent eine internationale» Postmarkenausstellung. * In den Bergwerken der Alpinen Montangeselfschaft in Müuzenberg und Seegraben bei Leoben sind gestern mittags die Bergarbeiter in Ausstand getreten, weil ihnen bei der Lohnauszahlung ein Betrag von K 508Q, 'der ihnen zu Weihnachten ausbezahlt worden war und dhn die Bergarbeiter als Weihnachtsremuneration betrachteten, wieder in Abzug gebracht werden sollte.! t * Kein Unterricht an den Fortbildungsschulen. De? '^ortbildungsschulrat hat den Entfall des Unterrichts an sämtlichen ihm unterstehenden Fortbildungsschulen vom 5. bis 10. Jänner verfügt. / * StVaßenbahntarif am Freitag. Freitag den 6. d. M. (Feiertag) gilt auf den Straßenbahnen der Werktagstarif* es Haben die Früh-, Hin- und Rückfahrscheine (letztere ab Val2 Uhr mittags) Gültigkeit. .* Die Notwohnungen in der Laaerstraße. Die Ge« .titelnde Wien hat im Vorjahre von dem ehemaligen Artilleriebm;äckenlager in der Laaerstraße Baracken erworben, die zur: Schaffung von Notwohnungen verwendet wurden. Im Juli;1921 wurden fünf Baracken vollendet. Jetzt werden weitere vier Baracken adoptiert, wodurch 59 Wohnungen geschaffen werden. , * Taschendiebstahl. Im Reisebu<reau nribeu dient Gränd Hotel wurde heute elmem Herrn ei-it Kuvwt; mit K 250.000 in Noten zu je K io.oco gestohlen* '.L * Flecktyphusfälle in Wien. In der Woche wnt iS;, bis 24. Dezember wurden im VoÜksges'tündlheitsamt im :Bundesministerium für soziale Verwaltung, vier . N. e;u e r 1c r a n k u n g e n an Fleckfyipthius in Wi>en bei Heimkehrern aus Rußland angezeigt; drei davon sind! - schon in der Woche vom ji. bis 17. Dezember als Vor« dochtsfälle ausgewiesen worden. Sonst kamen in Oestorreich weder Neuerkrankungen an Fiiqqktyph'U« «dc-H a* ' Blattern oder Cholera voc*

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