Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1048 (30.12.1921)
- Date
- 1921-12-30
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wien, Freitag Mendelssohns und Beethovens Violinkonzerte M guter musikalischer Bildung und hübschem Tone. In Brahms’ Konzert für Violine und Cello vereinigte er sich mit dem Cellisten Otto Stieglitz zu edlem künstlerischen Wettstreit. Den prachtvollen Schwung und das Feuer, mit dein sich Konzertmeister Karl K a H z in Marx' Violinsonate als Solist vorgestellt hatte, zeigte er auch in der Wiedergabe von Pfitzners E-Moll-Violinsonate; man fühlt, daß ihm Musik Herzenssache ist. Mehr nüchtern-phlegmatisch bleibt der Philharmoniker Heinrich Schwarz, der mit dem temperamentvollen Klavierspieler Max Tarnöczy einen Sonatenabend veranstaltete Reger,5 Dvorzak und Brahms wurden mit allem Anstand erledigt, der Pulssphlag des Lebens blieb aus. — In Fräulein Fanni Hemfeld debütierte eine junge Geigerin der Hubay- Schule, deren großer, schöner Ton aufhorchen machte. Weich und wohlig sang es in Vieuxtemps’ E-Dur- Konzert; stets bewahrt sie Kultur und Distinktion, wenn sie ihr warmes Legato in reifer Technik erklingen läßt. Eine berufene Geigerin, deren weiterem Auftreten man mit Erwartung entgegensehen darf. _ flb. Eine Gaunertragödie. Bimkos „Gantnvim* in der Freien jüdischen Volksbühne (Lustspieltheater). Ein grell realistisches Milieustück, der heufjgcn literarischen Mode längst entrückt. Aber solche -naturalistische Dramatik von »Lichtbildtreue« — wie man jetzt g^rarngsichätzig sagt -— ließe man sich gefallen, auch wenn nicht die außerordentliche Aufführung hintzukäme. Adbt Personen — acht Gestalten. Eine davon, die Großmutter Ivejle. hängt nur durch Verwandt* schaftsbezieimngen mit dieser lichtscheuen Gauinergesellsahaft zusammen. Sie betreibt redlich daß Ba-rbiergewerbe, schärft wahrend der drei Akte ihre Rasiermesser u*od. hat sonst mit der sauberen Sippe von Einbrechern, Beutel schneidern, Ladendieben, Rockniardeni, die hier ihre Pläne schmieden und ihre Beute verstecken, nichts zu tun. Einer vom den sechs »Ganuwim« hat in dem ersten Szenen eine Hand verbunden' und schaut sein junges Weib Mirke an. Paul Baratow gibt diesen Scthloj-mc und man weiß im ersten Augenblick, daß der riesenhaft gewachsene Galgenstrick abgetan ist. Er wird sein Handweik nicht mehr ausüben können, auch wenn die Hand wieder gesund ist. Dieses Weib ■ist sein Schicksal geworden, und die heiße, unerwiderte Liebe zu Mirke hat ifcm umgekrempelt. Der skrupellose Ein Schleicher von einst ist ein sentimentaler, seufzender Liebhaber geworden, der sich nach einem Stammhalter sehnt, der vor diesem leichtblütigen, rassigem Weibtier knien möchte, am-sfa-ui nuf »Arbeit« zu gehen, vor allem Liber: sie bewachen, damit kein Nebenbuhler ins Gehege Ekommit. Er ist schon da, bevor der verliebte Gaum er cs ahnte, und hat sein Kuolcuksei ins Nes-t gelegt.. Echl-aijme ist überglücklicher Vater —’■ bis er' die Wahrheit erfährt, aus dem frechen Munde Mirkes selbst. Dann k-otmmt die Katastrophe. Mutter umd Kind müssen verbluten. * Drei Akte in einem Kellerloch, spärlichst beleuchtet, ahme Abwechslung der Lidhtfärbumigeii und der Szene, eintönig — umd doch v>ön höchster Spannung. Das macht die Schärfe der Gestalten, die. -herausgebdsselt wurden-, bis jede lebensvoll dastamd und gegen ein ander abgewogen, daß auch der erfahrene Theaterbesucherdie Kunstarbeit des Spielleiters, die Hingabe der acht Mit wirkenden immer von neuem bewundern muß. Höhepunkt: Der verliebte, dumpf durch dem Keller torkelnde Ein-schleieher erfährt ran seinem Weibe, daß sie sich M-utter fühlt. Aus der Brust des Diebes löst sich reine selige Freude. Er irrt läppisch, schwer- ' fällig auf der Szene umher, eim merkwürdiges, ein tiränensattes Lachen wird laut. Er rennt immer zu seinem Weibe zurück, umfängt sie sachte, wie einen geweihten Gegenstand, umd trägt sie ins' S-dhlafgentach. Paul Baratow hat hier eine neue Seite seiner großen tragischen Kunst gezeigt.' Seihe .Gegenspielerin ist Lea Weint raub - G r a f. Wie eine Tigerkatze tänzelt sie durch zwei Akte, lässig umd elastisch, lüstern und selbstsicher, ein spitzes, klirrendes, lockendes, gefährliches Lachen wie ein Fangseil auswerfend.' Darum, niedergehai'iten von der Rohheit jenes andern, der Vater ihres Kindes ist, ln sich hinein weinend, aber trotzig, frech, rassig bis mm letzten Augenblick. Den ß listigstem und verworfensten Gesellen des Gaumerihumdes gibt Isaak Deutsch, der Leiter des Abends; den gefährlichsten, trotz zerrütteter Nerven waghalsigsten spielt Mords Tarlowsky, zwei jüngere Spießgesellen die Herren Hcrscbkowitz und S i g a 1 1, einen »strenggläubigem« Hehler, der noch die Mesusa küßt, Simon N a t a n, die Großmutter Mina Deutsch. Keiner der Mitwirk enden steht hinter dem anderen zurück, wenn man von jener gewaltigen, außerordentlichen Szene Baratows. absieht. * Ein grell realistisches, unmodernes Milieustück, aber echt und wesönenft, wenn auch nicht mit fingerfertiger Technik geformt. Der eifersüchtige Gatte muß just immer au ft roten, wenn der Nebenbuhler mit seinem Weibe schäkert. Den Hebe:: i bub lei muß j’iist irr imer ko-rn: mr-n, , wenn das Weib afflcin ist; 1 .und deir Hehler muß jiuet immer ei nt rc- -ten, wc -n n c jic Die b-.p-esc Hon et v vas zu vc*r- 5-0] 1 ec' hern h-r. Leo, Tut nie Ms! Der A u-t er h.at aelit. tF te Gestalten ge formt u im! ein Em de. das auf WIENER MORGENZEITUNO OB BBBB B ■ SB B B DBB fl H B OB D BQ B ■ DKBB SB B BBB^I B U S Samstag den 31. Dezember 1. J. " 1 Kabarettnacht I ■ und ■ i Maskenredoutei B, ■ 5 der Juristen und Techniker ■ J im Industriepaiast (nicht MiütSrkasino) > / Sshwarzenbergpiatz 4. ■ Mitwirkende Kunstkräfte: ■ S Herr GZKM ASrSAß •» £ i Frau Nirra S®k®lskafa ete. s n n W H B S B B B « B B B B B B H ■ H B B H ■ fl B fl ■ B U B B B B B ■ CH B B B n Karten erhältlich: in den Vereinslokalen, bei Löwit, I., ■ ■ Rotenturmstr. 22, und Schalter der Wr. Morgenzeitung ■ iVB»BBBB0SBBBBB's^BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBN dem bestein Wege ist. mustergültig ziu werden, bietet einen Abend, den' man niioh-t vergißt. 0. A. Aus den Theatern. Im B u r, gt h e a t e r, gelangt morgen, Samstag, 7 Uhr, „Die kleine,Lecasspt“,und um >/tll Uhr „Die Fahrt ins Blaue“ zur Aufführung.. Im Opern thea ter werden morgen, Samstag, die drei. Ballette „Wiener Walzerf, „Die Puppenfee“ und „Sonne und Erde“ gegeben. . , In der V o 1 k s o p e r geht heute, Freitag/ „Die Boheme“ in Szene; Es wirken mit die Damen de Debicka und Gefö sowie die- Herren Rittersheini,'Tauber, Hagen, Baumann, Eckner, Karl Heinz,-Dr. Kroegler, Schmied und Rdiner. Dirigent Herr de Stermich. Beginn *48 Uhr. Morgen, Samstag? wird „Die Fledermaus“ gespielt. Im D e ü t s c h e n Volks thea t e r wurde für morgen, Samstag, um *47 Uhr, Artur Schnitzlers Einakterzyldus „Lebendige Stunden“ und um *4U Uhr zugunsten der' Pensionsanstalt der Mitglieder der Schwank „Im weißen Rössel“ von Blumenthai und Kadelburg mit den Damen Volckmar, Wessely, Hetsey, Hochwald, Pohl, Markus und den Herren Homma, Schreiber, Amon, Kutschern, Altringen, Ranzenhofer, Danegger, Kirschner, Burian angesetzt. In den K am me rspielen beginnt die »heutige Erstaufführung der neubearbeiteten Komödie „Untreu“ von Roberto Bracco (deutsch von Otto Eisenschütz) pünktlich um*7 Uhr. Spielleiter Dr. Heinz Schülbaur. Die morgige Wiederholung beginnt um *47 Uhr. Die. Renaissance- B ii h n e eröffnet am 1. Jänner in der R o 1 an d-Bü.hne ein Gastspiel und bringt die zugkräftigste > Komödie „R ache“ von Hans Saßmann, mit Konstaaze L i n d e n, Eugen Jens.en und Anton T i 11 e r als Gästen, zur Aufführung. Beginn der Vorstellung *48 Uhr. Im -.Wiener S La dt thea ter geht heute, Freitag, und morgen, Samstag, „Blaufuchs“ von Franz H erczeg, mit Frau Konstant in als Gast, in Szene. Beginn X/J Uhr. Die Frei e j ü d i Sehe Vo.iksbiihne (Gastspiel im Lustspieltheater) veranstaltet morgen, Samstag, einen „Bunten Abend“, Es gelangen Oordins „Der Fremde“ (dritter Akt), mit; Paul Baratow in der Hauptrolle, Richters, einaktiger.* Schwank „Der Schneider als Gemeinderat“, .mit - Jona Reißmann als Mojsche Chajit; ferner „Die Brodyer Säuger“ zur Aufführung. In fden Zwischenakten ernste und heitere Lieferverträge von Leä Weintraub-Graf und den Herren Isaak Deutsch und Simon Natan. Beginn *48 Uhr. Wochenspielplan d er Freien jüdischen Volksbühne. Samstag, *48 Uhr, B u nter Abend: 1, Jakob G b r d i n, „Der Fremde“, dritter Akt (Naftule Herz —Paul Baratow [Ben-Zwi] Kalman Mojsche—-Simon Natan.) —II. M. R i e h t e r, „Der. Schneider als Gemeinderat“,^Schwank in einem Akt (Mojsche Chajit —Jona Reißmann). — III. Ernste und .heitere Lieder, gesungen von Frau Lea Weintraub-Graf und den Herren Isaak D e.u t s c h und Simon Natan.— IV. p i e „Brodyer Sänger“, Mitwirkende: Minna. Deutsch, Erna Körnerfungwirth, Isaak Deutsch, Simon Natan, Jona Reißmann, Benzion Sigall, Abraham Strisower. — Sonntag, *48 Uhr, „Der Fremde“, Drama in vier Akten von Jakob Gordin. — Montag, *48 Uhr, „Ganuwim“ (Diebe), Schauspiel in drei Akten von F. B i m k o. — Dienstag, *48 Uhr, „Schmä Jisruel“, Drama in drei Akten von Ossip D y m o w. Im Ra im ud-Theater wird die Netroy-Posse „Die verhängnisvolle Faschingsnacht“ als' Silvester-Nachtvorstellung (Beginn 10 Uhr) vorbereitet, Franz Glawatsch, Valerie Martens unp-Karl Raimund wirken in dieser Vorstellung, die zugunsten des Feriaifonds der Sclieuspieier stattfindet, im Gesellschaftsakt mit.. — Die nächste Zeit bringt außerdem die-Erstaufführung des Dramas von Leo-, pold Schwarzschild; „Sumpf“, ferner des Theaterstückes von Ernst Löthär,;,Ich“, uhd des Dramas „Christa, die Tante“' Von Rolf Laukner. — Hans Mahr und Elka Grüning werden während dieser Zeit am RaimundNTheater tätig sein. — Die Vorstellung von j,Richard III.“ am Silvestertag beginnt ausnahmsweise um 6 Uhr. An der Neuen Wiener Bühne gelangen zu Silvester (Samstag) zwei Vorstellungen zur Aufführung. Um 7 Uhr.„Beverl.ey“, mit Ferdinand Bonn in der Titelrolle, und um *410 Uhr „Die Lieblingsfrau des Maharadscha“, 'mit Gise'a Werhezifk als Gast, „Die kleinen Verwandten“, „Hochzeitsreise“ und „Sexuelle Aufklärung“. * Sport. Die Hakoah in Sachsen. Deutsche Blätterstimraen. Wie wir bereits, ausführlich .berichteten, besiegte die Hakoah am vergangenen Sonntag umd Montag Guts Muts (Dresden) 4:1 und Fortuna (Leipzig) 3:3. Im folgenden bringen wir Auszüge aus den schmeichelhaften Kritikep' deutscher 'Tageszeitungen: »Dresdner Anzeige r«: Die Wiener zeigten ein glänzendes Spiel. Auf seiten der Gä’te konnte men bcrf.c ILE Echan diu ng mit chm Fuße uni kr.nie fco: tcLon. Diese vollständige Au.Li! :!ung ermöglichte die York' rung eines glänzenden Zusam- I meut'uuik. Die ilüuel. besonders der linke, trugen 30. Dezember 1921_ Nr. 1048 schnelle Angriffe vor und vor dem Tor*der Einheimischen sah es oft recht gefährlich aus. In de,t' Hintermannschaft ragte der linke Verteidiger hervor, der durch glänzendes Stellen jederzeit eine Klärung verschiedener gefährlicher Angriffe der, Gegner unterband. Hervorragendes leistete auch der Torwart. »Dresdner Nachrichten«: Die Wiener- / demonstrierten den Fußbail in formvollendeter Weise. Sie waren um Klassen der heimischen Mann-, sch Mt überlegen. Ganz ausgeprägt war neben famc^ sem Stoppen des Balles, ihre große Schnelligkeit sowohl bei den vorgetraigenen Angriffen als auch im Feklspiel. Daß das Zusammenspiel hervornagend seinwürde, hatten wir bereits im ersten, Treffen der Hakoah-Leute in Dresden gegen Dresdner S. K. gesellen und konnten auch bei diesem zweiten Auftreten mit Befriedigung das glänzende Zusammen?, arbeiten aller Reihen beobachten. Vorbildlich war ihr S-telluhgsverrnögem Die Läuferreihe war sehr beweglich. Der Sturm trug je nach der Kampftage •den Angriff im Innentrio oder an den Flügeln-vor. Letztere besaßen größte Schnelligkeit und ihre Läufe hatten etwas Prickelndes in sich, wohl deshalb, weil man in den Vereinen-. Dresdens keine so schnellen Flügelsitürmef sieht. Nach .dem Gesehenen muß matz' > wieder feststellen, daß in Dresden kein derart über-, legter und d-urchdacliter'Fußball-gespielt wird, wie . ihn die Wiener zeigten, bei welchen - die geistige Arbeit gan-z besonders hervortrat. . »Neue L e i p z ig e*p Z e i tum g«: Die Wiener Mannschaft erfüllte die in sie gesetzten Erwartungen voll und ganz. Ihre blendende Techniik, die feine, nicht ins LTebermaß,gesteigerte Kombination im Verein mit einem äußerst guien Stellungsy.eri mögen, nicht zuletzt der glänzende Schuß des . InnenotuTines, s-teniipeln sie zu einer Klasseum-anti-.- ■ sohaf-t. Obwohl die Ha;koah-Elf vier Ersatzleute in ihren Reihen hatte, kann getrost gesagt werden, daß der eingestellte Ersatz in keiner Weise das Gesamt-’ bild der Mannschaft im ungünstiger Weise bpei-nr ■flußjjfhatte; im Gegenteil, das feste Gefüge, das diese Mannschaft zusammenhält und zu Erfolgen führt; wurde ' auch unter Mitwirkung der Ersatzleute offenbar. »Le i p z i g e r N e u e s t e N a c h r i c h -t e n«* Die Wiener zeigten sehr g*ute^ technische Durchbildung und hatten ,ein ungekünsteltes, -doch stets, systemvolles Zus-ammenspiel. Ihre Hauptstänke lag iim Sturm, der ohne viel Federlesen zu machen, stets energisch dem Tore }^|aiog. Im Angriff zeichnete sich besonders der.Internationale Gansl aus, der der- Leipziger VerteidigLng/sohwer zu schaffen machte* Beiderseits eifrige und vornehme ■Kam-pfesweiseL sorgte dafür, daß die Zuschauer bis zum Schlüsse irr. Atem gehalten wurden. Die .Hakoiaih .hin^erllsl^^eM. besten Eindruck, ihre Spiel weise bot viel Lehrreidies und Anregendes. , . »Der Sport sonntag Leipzig«:- EL wird stets wertvoll sein, erstklassige Vertreter des.- , Wiener Fußbäll-sports im Gastspiel . begrüßen zu. j können. Wien ist noch., immer, trotz Prag, Budapest und Nürnberg-Fürth, die Stadt der besten Fuß*,, . ballkdlturLVieileicht ist Wien überhaupt die einzige festländische Stadt wirklicher Fußbadlikultur. Man pflegt dort die-Ueberlieferung guten Fußballs mit! liebevoller Sorge. Stellt bewußt oder unbewußt — neben -das Wort »Fußballsport« das Wort »Fußballkunst«, wobei Sport das Nützliche, Kämpfer^ sehe, Siegwollende _,u-nd Kunst das A-est he tische, Elegante und Ideenreiche zutagt bringt. Die Hakoah’ hat anscheinend gelernt, . das Nützlichikeitsprinzip anzu-nehmen, ohne dabei die Fußballkumst Schaden'' leiden zu lassen. Diesvbewies ihre Stürmerreihe. Das Wesen des Angriffssystems lag in dem konzentri-I sehen Vortragen der Anstürme aller fünf Stürmer./ Das, was sie unter ungüristitgen Umständen boten,- war überzeugend. Uebe-rzeugend vor allem deshalb,' ■ weil diese Art des'Durchbruchspieles mit vielen, taktischen .Feinheiten uhd Varianten verknüpft war. ' Daß Hakoah außer diesem wertvollen Stürmerspiel mitguten Feldkiestungen, insbesondere in . der Deckungsarbeit auf wartete, erhöhte nur den Wert, des lehrreichen, interessanten -Spieles. Rundsplel auf dem Kaisermiihlen-Platz» Hazair gewinnt den Trostpreis. Am vergangenen Sonntag und Montag fand auf dem- Kalsernilihlen-Platz ein Rundspiel statt, an dem Kaisermühlen, Pfeil, Meteor 'und Hazair teilnahmen. Am ersten Tag besiegte Pfeil den Sportklub Meteor 3:2. Hazair unter-’ lag n^ch ebenbürtigem Kampf gegen den Meister der IV. Klasse OsV Kaisermühlen, 1:3. Hazair führte bis 30 Minuten vor Spielende 1 :0 und vergab in der Folge einen Elfmeterstoß. Der beste Mann im Felde war Rindler- (Hazair). Das Tor für die Unterlegenen erzielte Pillinger,. Ein Tor, das der Sportklub Hazair schoß, wurde vom Schiedsrichter nicht anerkannt. Am (zweiten Tage stand Hazair um den Trostpreis dem Sportklub Meteor gegenüber. Hazair hatte mehrere Ersatzleute eüigestellt, . war aber trotzdem dem Gegner glatt überlegen. Nach einem Durchbruch erzielte Meteor den ersten Treffer. Nun. gewann Hazair die Oberhand und buchte durch Losch und Torczyner zwei Tore. Die besten Spieler der Sieger waren Rindler, Fe derer. Losch und Pillinger. Hakoah. Das Klubcafe At'aLiof, wird bereits am kommenden Sonntag v/ eder eröffnet. CLer« l'i verrnstaKet am Irmnmendcn Montag im Pratcr-Kolo^.cum, II., ZuUiV.rlsslraßc 41, um 7 Uhr einen Theaterabend. Zur AuiiYäiriuu.; gelangt „Samuel Pech“, De!ek::v.-,':e'c,i von Karl ö---' :'. und „Arjch ben Jehuda“, Drama in drei Aiäea von Adolf Sciier^er >u>d Al. 'Lenzer.