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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-30 · Heft 1048 (30.12.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1048 (30.12.1921)
Date
1921-12-30
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, i-'reitäjf WIENER MOKÜEWZE1TÜWO 30. Dezember 1921 Ein jüdisches Massenmeeting im Sofiensaal. Ansprachen Weitzmanns utid Feiwels. Gestern fand itn‘ Sofiemsaal eitle vom Keren Ufajessiod für Oes/forrei'dh 'veranstaltete Versammliumg statt, an der mehrere tausende von, Menschen teitoahmen. Aibgeordaieiter R. S t <r i c k e r eröffne te die, iVersammlumig und begrüßte die Redner; wekhe in führender Sterling in der zranistisohien Weftoirganisation stehen. Wix grüßen in- W e i t z m anin, sagte er, nicthft uimr den hervorragenden, Juden, dem es gelungen ist, unsere Bewegung zu nie geahnten Erfolgen zu führen, sondern aituch das Simnsbild1 .der jüdischen Kraft, der . Starke des jüdischen Gedankens, den Mann, dem es gelungen ist, d'2s jüdische Re eh t von den. Mächtigen, m fordern und -ziu erhalten, ohne Machtmittel, ohne Anmee und ohne- Kapitalien1, der nur darauf verweisen konnte, daß hinter iihim das jüdische Recht steht. Sein, zweiter Gruß galt Dir. B. Feiwel, auf dessen Schultenn die Arbeit für den K er, en H a* j:eesod laste:, 'Hierauf erteilte er Feiwel <?as Wort, der zunächst ein Bild jener Tage entwarf, da Herz! io dieser Stadt der Anmut und, der Leichtigkeit die voMe Wucht seines Erlöbnisses;warf. Es war, wie wenn »plötzlich i*m eine Gesell schaft von Menschen, die sich» unhedenkli-ch dem Farohskm hingeben, die aufrechte, ernste Figur des Maliers tritt und wie die einen solch einem ■Miarme gegenüber lieber zur Tür hinausgellen und andere d'-eokan: Er ist ein guter, heiliger Nanr! So war es mit Herzl. Vor fünfundzwanzig Jahren waren umi&eire Maisseruveirsam in kingem ein winziges Griippcheai, 'heute sind wir eine gewaltige Bewegung, welche die ungezählten Tausende hinter sich weiß. Aber nicht aHein auf die Quantität,, sondern auf die Qualität kommt es an. Der Zionismus, 'xüti Anfang an eine 'sittliche Forderung und ein politisches Postulat, - war ein Bekenntnis positiver und negativer Art, die Abkehr von den vielen Juden!ümern zur jüdischen Nation und die Forderung für diese, ihre Daseinsberechtigung legitimiert zu erhalten. Redner, (bespricht die schwere Arbeit von 25 Jahren, welche erst jetzt ihre Erfolge errungen habe. Im vorigen. Jahre sei der Entwurf des Dokuments veröffentlicht worden, in dem es heiße, im Würdigung der hi s tor ise hern IV etr v u n d e ,n h e i t des jüdischen Volkes mit Palästina werde' England damit betraut, alües zu tun, <ujm die Schaffung eines'|iid i s c4 tna t i oi.alen Heims in Palästina zu sichern. Am diesem Tage, i&t aus einem Programm Wiffidicbkeit, aus einem Traiuan Geschichte geworden. Das ist eim geschichtlicher Akt, in dem hier Vieder zum ersten Maie von ei,hem jüdischen Volke, wie von anderen Völkern gesprochen wird, wo dieses m Verbindung gesetzt wird, mi-t seiner Vergangen-1 heit und seiner Zukunft durch das Mittel; des jüdischen Landes. Nun erst erhob sich eine-neue,-gewaltige Aufgabe. W-enn aus einem Traum Realität wird, dann muß die A r b e i t beginn e n. Jetzt ist es nicht so leicht wie einst, denn es mag -schwer sein, ein Bekenntnis zu verteidigen, aber die; Fähigkeit beweisen, daß inan eine Arbeit tum kann, kann mäh nur durch die Arbeit! Redner schildert die.Schwierigkeit der Aufgabe, dia Palästina keim leeres Land, kein ne-uer Weltteil und ein Land sei, das nicht-geisegnet sei mit Goldfeldern oder Kohlenschätzen und durch j ahrimndertlangem Külturmamgel vieles von dem verloren habe, das es besaß, als es ein Land war, two Milch und Honig floß. Aber wir haben.'Glauben und Vertrauen. Was wir brauchen', ' sei M enschc-nJArbeitttndGel d;,Die Menschenhaben ..wir, die Chaluzim, unsere besten Elemente, voll •Idealismus u-nd Hingabe, die auch von den Engländern bewundert werden-, Wir haben auch Menschern >Yon wirtschaftlichem Verständnis; bleibt nur das .dritte: das Geld, das ums nicht nur ein Maßstab der {Werte ist, sondern -das äußere Zeichen einer tiefen inneren Zusammengehörigkeit jener, die es gehen; Redner bespricht nim ausführlich die Aufgaben Vle> zentralen Palästina-Aufbaufonds, den Keren;H a j e s s o d, und seine Organisation sowie dessen Grundidee, den Maasse r, denn wie der Fonds groß •..sein müsse, so auch seine Idee. Auf der sittlichen Idee ragt ein Bau, den Geld auf führen muß und darum ist es kein götzendienerisches Haus, sondern ein Tempel, darum hört man hier nicht den Klang des Metalls, sondern man fühlt das Klopfen vön Herzen. Die feinsinnige Rede -Fei weis nahm das Publikum mit lautem Beifall auf, der sich zu einem wahren Orkan steigerte, als nach ihm Präsident Chaim Weitzmann auf der Tribüne erschien. Unter lautloser Stille der Tausende began<a er ein B-il-cl der'äußeren und inneren politischen Lage des Zionismus zu entwerfen. Er erinnerte zunächst daran, daß es. im Mandat noch heiße: In Anbetracht der historischen Verbundenheit «des jüdischen Volkes mit Palästina, werde dessen. »Wied-erh erste! 1 u n g« anerkannt. Auf dieses Wort kommt es an. Ich betone es, weil in letzter Zeit viele Deutungen und Deuteleien des Mandats vorgenbm- ■men wurden.. Mit welcher Begeisterung mail früher vom Mandat sprach-, mit ebensolcher Vehemenz suche man es manchmal .in Grund und Boden zu deuten. Wir wollen das nationale Heim wieder-, berste! len, aufrichton, was einmal schon war. Deshalb sind alle Dettituugöh nutzlos — es war ein Juden Staat und1 dieser soll wieder hergestellt werden. Im Mandat -sind zwei Mittel vorgeschlagen, um das Ziel zu verwirklichen, soweit es England betrifft: Erstens in- Pa last inia solche Bedingungen zu schaffen, daß durch sie das Maximu-m K.wn Juden ins Land kommeii kann., und zweitens, hat die Mandatar macht als Hilfsmittel, 'in der Durchführung dieser Arbeit ' mit einer jüdischen Vertretung zusarrt menzuarbeiten, der Verkörperung unserer staat-sbiildenden Bestrebungen, und das ist vorläufig, die' z iohi s tische O rgan i sati o-n, welche die Pflicht (hat, alle Juden zur Mitarbeit heranzu-ziehen. Das ist eine - Magna Charta, der Freiheitsbrief des jüdischen Volkes, und er ist .nicht nur für den Status des jüdischen1 Volkes in Palästina von -Bedeutung, sondern- - auch für die moralische Situation des'Volkes in der Diaspora. , Man behandelt' -uns heute als Vol fc,; als' Gleiche unter Gleichen, das ist der moralische Gewinn! Nun liegt es .an uns, die politische Formel in Realität zu verwandeln. Eine schwere. Verantwortung liegt auf den Schulter« de.s ganzen Volkes, denn das Mandat'gehöre dem ganzen Volke, -nicht den : Zionisten allein. Kein Jude, ob Zionjst oder Nichtzionist, werde nach Jahren sagen können: Ich war mit dem Mandat nicht einverstanden. Das Volk stehe vor d e f i ai i t i v e n T a t s.ac heu und werde sich damit, abfinden müssen, in einer Weise, die einem alten Kulturvolk, geziemt. , Auch mit dem KriegeLseieii;>itele.: hidht Iei^v«üstatffdeh;'gewesen, aber .nach zehn: Tagen; trug 'die ganze Nation die Verantwortung! Seit Jahrtausenden haben wir die Völker angeklagt, daß sie Ms. als-Parias behandelten', wir wären . . immer in fremde- Kulturen einge zwängt. Jetzt .haben wir die Antwort 1 Die' Völkc r geben uns -die Möglichkeit, unser, eigenes Leben zu •bauen, haben uns den Weg eröffnet, uns ein hundertprozentiges jüdisches Leben zu bauen. ' Nun müssen wir zeigen, was wir können'. Wenn wir jetzt versagen, werden die Volker auf unsere Klagen nicht mehr hören rund das mit Recht. Die zivilisierten Völker anerkennen 'bereits eine jüdische Körperschaft und räumen iihlr juridische Gewalt ein, im Ausbau Palästinas mit der Mandaitarmac-bi z-usammenizuwirken, . die Jewi-sh Agency.. Das ist die erste legale Zelle des jüdischen Volkes als juristische Einheit. Kein Wunder, daß mam gerade in dieser Ecke, die sehr gefährlich ist, die Zionisten oft totschiagetn wollte.. Viele Juden, die bis heute mit dem Aufbau Paäsilinas' wenig zu tun, hatten, wollen jetzt diese jüdische Agency an sich reißen. Diesen Juden sagen wir: Ihr (könnt die Jeuri sh Agency bezahlen, wenn ihr das Eintrittsgeld bezahlt, eine Million Pfutnd jährlich, für den Aufbau Palästinas. Billiger' verkaufen wir es nicht, teurer vielleicht. Wenn ei«. Geschäft verkauft wird, so werden auch .die Imponderabilien mitverkaiutft, nicht nur die realen Werte, der gute N'anne utnd das wollen -wir ■ auch emschätzen-. Diesen »good will« bedeuten fünfzig Jahre, der Träume, der Arbeit und der Kolonisation,. als es iioicth kein Maudia/t gaib, wir noch nicht anerkannt, sondern belächelt wurden. Das. sind die Bedingungen; zum Mitarbeiten nicht.zum Mitredan-, Den- Schluß der . Ausführungen Professors Weitzmanns, welche das Publikum mit atemloser Spannung amhömte, bringen wir in der morgigen Nummer. Als Weitzmann, geendet hatte, bereiteten ihm die Massen jubelnde Ovationen, allos drängte sich um ihn u,n»d ©r hatte Mühe, sich durch den An stumm der begeisterten Menge den Abgang zu bahnen. Berichtigung. ln unserem gestrigen Bericht über die große Makkabäerfeier ist infolge eines Versehens der Name des Vizepräsidenten des Zionistischen Landeskomitees Doktor 1. S c h a 1 i t weggeblieben, welcher die Begrüßungsrede hielt. Bevorstehende Tariferhöhungen. Mit Wirksamkeit vom 1. Februar kommenden •Jahres werden neue, sehr bedeutende Tariferhöhungen in Kraft treten. Die Person entarife der Bundesbahnen werden um 300% und die Gütertarife um 150% erhöht werden. Gleichzeitig wird eine200%ige Erhöhung der Post-, Telegraphen und Telephongebühren vorgenommen werden. Wenn eine Notstohdsaktion ohne Juden gemacht wird. Aus Budapest wird uns berichtet: Wie bereits gemeldet, hat Bürgermeister S i p <, e t zur Milderung -des ganz besonders i-m Kreise, des Mittelstunden herrschenden Notst-ar^Rs die Iniativc zu li'. 1043 einer Aktion ergriffen», von der er sich einen Riesen* erfolg versparch. Zunächst erschienen die üblichen', lamentablen1 Plakate,' die Presse wurde herangiert, aber das /Zuströmen der S,penden, wie Bürgermeister; Sipöcz es «ich ausmalte, blieb aus. Es waren im ganzen, zw ei größere Spenden, und zwar 200.000 Kronen vom Papst und 100.000 Kremen vom Fürstprimas, eingelaufen. Der Bürgermeister .und seine Ratgeber waren ratlos. Da tanrchte.der Plan auf, die G i 0 ßb a n..k e n in Kontribution zu setzen. Bürgermeister Sipöcz, der mit der. Mission betraut wurde, zu den Großbanken zu gehen3 lehnte begreiflicherweise ab, da er der Führer des Kampfes gegen die jüdischen Bänken ist. Schließlich mußte Sipöcz nachgeben und den .' Weg nach Oanoss-a antreten. Er begabsich zunächst ■ zuni Präsidenten der Kreditbank, Baroü Uj 1 m a n n, dann zum Genoraldireikiboi der. .Vateriändfsdhen Sparkassen., Julius W a 1 «d e r, denen. er, seine Not'(klagte und sie'bat, doch diaihin fzuwirken1, daß .seine Aktion nicht m-iit einem schmählichen Fiäsiko ende. Die beiden Finatnizmänner legten; das Ansjudien des Bürgermeisters der Organisation der Großbanken vor und das- .Ergebnis war eine Zeichnung von zehn Millionen Kronen, die allerdings ursprünglich picht dem Bürgermeister und antisemitischen Führer abgeliefert, sondern von den Banken selbst .'ihrer Bestimmiumg. hätten zugeführt wenden sollen. Erst nach laugen diplomatischen Verhandlungeii würde Sipöcz diese Blamage erspart und der Beitrag der Großbanken äusgefolgt. Nicht besser, erging er Sipöcz .mit seinen Konferenzen zur För-. deruin^ seiner- Aktion. Da diesen Konferenzen hur, Parteigenossen des ’ Bürg-erme isters -zugezogen wurden^ bekam er wohl schöne Riäitsahläge, aber kein Geld;. Und so hatte die Aktion des Bürgermeisters von r Budapest, wenn, man von -den zehn' Millionen •der jüdischen Banken absieht, das schmähliche Ergebnis,'daß er zur Linderung der -Not in- Budapest einschließHdi der Spenden, des Papstes und des Fürstprimas, trotz aller Agitation, nicht mehr als 1,800.000 Kronen erhielt Diese Lehre werden >sich' die Herren von Budapest wohl merken. Es dürfte . vielleicht doch auch in Budapest die Zeit vorübel: sein, da der Jude seine Verfolger noch "mit Geld gefüttert hat. * Begräbnisse am heutigen Tage. A 11 e r Fried« h 0 f: 9 Uhr Steiner Julius, 10 Uhr Mendera Laura. 11 Uhr Klein Jeannette, 11 Uhr 30 Min. WolJner Moritz, 12 Uhr Woltär Henriette. — Neuer Friedhof: 9 Uhr WesChler Chaim Schmul, 9 Uhr 30 Min. Schwarztnann Schäje FischeJ, 10 Uhr Kirschen Ernestine, 10 Uhr 30 Miu. Borger Bernhard, 11 Uhr Dr. Friedlander Heinrich, 11 Uhr 30 Min. Ueberall.Gisela. -- Döblinger Friedhof: 10 Uhr Stern SidonieL(;J * Ein Gaunerstreich. Als gestern abends die Ingenieursgattin Aureli'ä' Kore k ans Budapest nach ihrer Ankunft im Westbahnhof in einem Straß^nbahnzug führ, biederte sich ein etwa 35jähriger, elegant gekleideter Mann an sie an. Er war. ihr beim Tragen des Gepäcks behilflich und veruntreute ihi eine gelblederne Reisetasche, die Wertsachen um etwa zwei Millionen Kronen enthielt * Geschäftseinbruch. In der Nacht zum 29. d. M. wurde das Geschäft der Lederwarenfirma Quint <S G ü p n e r, Praterstraße 19, erbrochen. Gestohlen wurden Waren im Werte von K 1,936.000. * Organisation der Wiener Presse. Der Vorstand der Organisation der Wiener Presse ruft die Delegierten für Samstag den 31. d. M. um %4 Uhr nachmittags zu einer dringen den Konferenz in das Journalistenzimmer des Parlaments zusammen. Auf der Tagesordnung stehen lebenswichtige Fragen. Vollzähliges Erscheinen ist Pflicht. * Falsche fcschechiselie Fünfleronennoten. Gestern vormittags sind in das Geschäft der Firma Simon K 0 h n, I.. Hoher Markt 10, zwei Männer gekommen und haben Einkäufe gemacht. Der eine kaufte zwei Hemden, zwei Unterhosen, zwei gestrickte Krawatten. Der Preis betrug K 25.000. Der Mann bezahlte in tschechischer Valuta und gab dafür 68 Noten zu je 5 tschechischen Kronen. Als dann der Buchhalter der Firma das Geld in einem Bankhaus ei »wechseln wollte, erfuhr er, daß die Noten falsch sind. * Chladek entsprungen. Aus Prag wird gemeldet! Heute abends sind aus der Irrenanstalt in Bohnitz 13 Räuber, die dort interniert waren, entsprungen. Unter den entsprungenen Sträflingen befindet sich auch der bekannte Chladek, der während des Weltkrieges als angeblicher Ordonnanzoffizier des Kriegsministeriums in Galizien große Schwindeleien begangen hat. Nach dem Umsturz war er im Finanzministerium als Revisor tätig, wurde aber wegen der von ihm begangenen Hochstapeleien unter Anklage gestellt. Die damalige Verhandlung vor dem Schwurgericht verursachte großes Aufsehen. * Keine Neujahrskalender iti den Kaffeehäusern» Am letzten Dezember wird die Sperrstunde im Gastgewerbe gegen Anmeldung beim Kommissariat hinausgeschoben werden. Die Kaffeehäuser werden bis 3 Uhr morgens offenhalten. Konzerte werden nur wenige stattfinden, da ein Orchester K 50.000 für den Abend verlangte. Wegen der Teuerung dürfte auch ln vielen Kaffeehäusern die Verteilung der Ncujahrskalender an die Stammkunden entfallen. Auch die Versendung von Glückwunschkarten durch die Geschäftsleute wird mit Rücksicht auf das hohe Porto und die Spesen eine starke Einschränkung erfahren. * SIlvesternachtverkeHr auf der Straßenbahn. Anschließend an den-Abendverkehr vom 31. d. M. wird auf den Hauptlinien der Straßenbahn ein Silvesternachtverkehr durchgeführt Die letzten Züge werden vom Ring nach den Außenstrecken ungefähr um 3 Uhr nacht s, abgehen. Auf den Zügen dieses Nachtverkehrs wird der Einlieitsnachtfahrpreis von K 80 für Erwachsene und Kinder eingehoben. Monats- und Halbjahresnetzkartea sind gültig, Streckenkarten, Anweisungen auf freie öder -ermäßigte Fahrt oder im fahrplanmäßigen Verkehr des Verkehrs gelöste Fahrscheine sind auf den Nachtverkehrswagen ungültig. Die Linien des Nachtverlcehrs sind aus den in den Straßenbahnwagen angebrachten Verzeichnissen zu ersehen. Der Bahnhofrundverkehr entfällt in der Silvesternacht. •— Der Verkehr der Kraftstelhvagen wird ebenfalls verlängert, die letzten Wagen gehen vom Stcoliansplatz um 3 Uhr nachts ab.

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