Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1044 (25.12.1921)
- Date
- 1921-12-25
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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yelfe 2 Wien, Sannraf mÄ ÄrasEOTErmmt? Ä. Dezember i92l r^.E An die Judenschaft » Die Wiener Horthy-Spione. Mit dem Ablauf der Hei'bst-sessicm des Naitiotraal- *ates ist auch der Pokt abgelaiufen, der im Frühsommor bei der Wahl der gegenwärtigen Regierung 2wischen D>r. Schober und den Parteien •abgeschio«s<sen worden war. Der Bumdöskanaler hatte damals die Ufebennaihme des Amtes und die Bildung der Regierung von der Durch fü'l'iming der von der V ö 1 k e r b trn d k o m nr i s s i o n Verlaingteh- Finanizreform abhängig gemacht tand hi efiir die verpfliohten.de Zusage der Panteiön gefordert, ohne jedcdi di? Initiative zur Erfüllung seines sonstigen Programms aius der Hamid zu geben. Der .Situaition Oesterreichs enr.^iptrechend, kotr.inite' seine Politik mir eine reime Wirtfischäftsipoü.tik sein., die den Staat von der Verwicklung jj) die europäischen Händel fern zu halten bestrebt .war. Daß dieses Programm nicht restlos effülljt werden konnte, ist nicht Gestenreichzuizusoh-rfeiben. Die Tenidengon Frankreichs nach Anirf-Acfi tung seiner wirtschaftlichen Hegemonie in MiPielenpcm 'und die Pläne Italiens, sich diplomatisch für. seine LAtcseinamdersetzurgetn mit Jugoslawien die günstigste Position su schaffen, begegneteneiniainid©? in Budapest und Wien. Ihre Divergomziön, die sich in der M.iPelmeerfrage zeigen, würden in den beiden Donaiustadten .b&iseite geutejlt, um einer, Bevomznjguirvg Ungarns scheinbair auf Kosten Oesterreichs, in der jTat aber auf Koste» der ki1 eitlen Entente Raum ztt geben. Die Vorgänge bei der Besetzung des BukgeolLn-dss enthüllten dn es es Spiel der Kräfte und in dem Hin und Her der d'jpkwn'aüsch-sn Trutrigen trag mian weder in Paris titcich'. in Rom Bedenken, den F r i e d e n s v e -r t r a g z u verleugnen, und das Werben um die ungarische Militänkraft, deren Went. sehr' pro b l e - raat isG h ist, legte die Schwäche des verlassenen, nur auf sein Recht bauenden Oesterreich bloß, erzeugte aber gleichzeitig fein vom Stan-dpiffikt der großen Entfernte Sehr gefährliches Präjudiz für die Autorität der Friedens vertrage überh.ui^it. V : Die Disharmonien zwischen den Entente* generalen und don EnrtentferegiönUfngen schufen .eine böse Falle für die östenreichisefhe Regierung. Die daran folgendem Putschversuche der Ungarischen Dsgitimistern blieben in ihrer Berechnung auf Oesterreich wirkungslos, dessen Bevölkerung alle Abenteuer ablehnrt<e, trafen a!ber finit voller Wucht die kleine En»?ende, deren System vollständig versagte. Es ergab sidh daraus, daß Wien, Prag und ‘Beigrad bei den - Erntscheidümgeii, die id Paris tmd Rom vorbereitet wurden, nicht so hoch gewettet wurden . wie l Budapest,’uind die politische;Kcaseqn-enz wurde ziumächst von Dt. Schober gezogen. Seime Abmachungen mit Dtri Bfeüesclh zeigten eine klare Bfehemrschtöng des schon; vör zwei Jäbnan zwi'S’dhen TJenesdh- Und europäischen KouEep-ts. Dt. SehoibEt hat sülls für. Oestsf reich mögl i eben - - K-onMqusdseÄ 'i gezogEh; aber durch den N e u tr älit ät s v e r tr a g glMh* zeitig -einer politischen Bindung den Riegel vange* schoben. Er hat eia stemkes und tragfähigfes. FreuffKkchaf’ts-ver'iöktmis aut 'Meinen Entente, gedchhfffeiiv das jetzt nur noch, wirtschaftlich näch der jügö§l4wischen und pedftisefteri .Seite atuszu* baueBist. ’jl;’’:: Sein Pakt mit .den Parteien gewinnt nninimeh* eine ganz andere Basis. Die Regierung hat außer? politisch die Position Oesterreichs ge stärkt'und'-fläch innen alle Verpflichtungen budgetären Gaarakteirlgegenüber dem Völkerbund in die Praxis überführt. Sie hat den Abbau der Lebensmittelzuschüsse in Angriff genommen und sich der Mitwirkung der Sozialdemokraten versichert, denen sie sich auch’ irt bezug auf die Behandlung der Steuerprobleme rund der Valutafrage angenäbert hat. Es besteht sozusagen eine sille, nichtoffizielle Koalition, die ihre guten Seiten, aber auch ihre Nachteile hat, weil die Sozialdemokratie weiter ihre Opposition beibehält «nd . durch nichts gebunden ist. Die Christlichsozialen müssen als Regierungspartei^ die Verantwortung tragen und befinden sich nicht ganz wöh-i dafbei.', Ihre Stellung zur Republik ist nach wie vor ein unerläßliches' Kompromiß zwischen IPrinzii? und Notwendigkeit, ihre Stellung zum Fmarnzpnogramm ’ wird durah ihre Zweiteilungin eine städtische, die geben muß, tnhd eine ländliche Partei, die nur nehmen will, belastet. Die Größdeutschen, die Partei des ewigen Schwang ikens und der Unklarheit, stecken zwischen ihrer Theorie des Anschlusses an Deutschland und dem harten Muß der Freundschaft mit Tschechen :und ßüdslawen. Weil aber gegenwärtig das letztere Moment das stärkere ist und es auch bleiben m-uß, werden sie die in Haina und Prag getroffenen Abmachungen hinnehmen, trotz der Bedenken, die sich bei ihnen gegen die immerhin möglichen Fußangeln des Irredenta-Paragraphen geltend machen. Daß Oesterreich, dem die Entente in der Burgen1 and*- Frage das Wort gebrochen hait und dem sie die so oft versprochenen Kredite vorenthält, die Anlehnung an die Tschecho-Slowakei zum Leben braucht, ist eine Binsenwahrheit, der sich weder Christlichsoziale noch GroBdeutsche entziehen können. Das .Geschrei von der »Powidl-Politik«, da-$ jetzt wieder erhoben wird, geht von dem politisch völlig bedeutungslosen Grüppchen aus, das im Vorjahr durch divon Horthy bezahlten Inserate in den antisemitischen Organen von sich reden machte. Auch jetzt ist in der gegen die Konvention von Lana betriebenen Hetze deutlich das magyarische Geld zu verspüren, das die schwachen Punkte des Hochverrats noch immer zu finden weiß. In diesem Die israelitische Kultusgemeinde Wien steht vor einer Katastrophe, die ihren Bestand gefährdet Die Teuerungswelle der letzten Wochen macht eine derartige Steigerung des Ausgabenbudgets der Gemeinde unvermeidlich, daß; die Einnahmen an Kultussteuer, Taxen tmd Gebühren derzeit nicht mehr ausreichen, um angesichts dar katastrophalen Wendung der Verhältnisse auch-nur die. lediglich dem Kultus dienenden Institutionen aüfrechtzuerhalten, so daß zunächst die Schließung der wichtigsten Humanitätsanstalten, Spital, Versorg«ngs- ‘ und Siechenhaus ' unausbleiblich wäre, wenn nicht eine ausgiebige Hilfeleistung erfolgt Von K 13,000.000 im Jahre 1920 haben sich die Ausgaben der Gemeinde auf K 120,000.000 Im Jahre 1921 erhöht und es wird im Jahre 1922 ein Vielfaches dieser Summe erforderlich sein. Ausgiebiger momentaner Hilfsmittel und geraumer Zeit wird es bedürfen, um 'die regulären. Einnahmen mit den Ausgaben in Einklang bringen zu könfien.'Wenn in irgendeinem Orte, wo immer Juden wohnten, durch irgendein katastrophales .Ereignis Schaden ati Gut oder. Leben entstand, war die Wiöner israelitische Kultusgemeinde die erste Stelle am ‘. Kontinent zu welcher der Hilferuf - drang,.Außerordentlich groß ist die Zahl derjenigen,, welchen de Anstalten der Gemeinde seit ihrem Bestände teils die Gesundheit Zusammenhang liegt eine nicht zu unterschätzende i .Bedrohung--des Friedens in Oesterreich. Ungarn nutzt denin Gedenburg zusammengelogenen Vorspru-ng .au«;und stellt' neuerdings Banden auch',-,in deh österreichischen- Teile des Burgenlandes auf. tugleflcCi pl jnit.'ös’.feinetn neuerlichen Uebferfaall. diütch, sein reguläres Militär. Ungarn wagt diese frechen * Pnovokaiticnien,. weil es sich von seiten der. Erntende" sicher1 wähnt ’.iimd weil es a-Uif : die' tätige Mithilfe seiner im. Oesterreich bezaihi'tem. Spion.« und A gett UiftlTeebnct. Herr Dr. Schober wird .die Entfernte auf diese Vorgänge aufmerksam machen und die Polizei gegen das Lumpengesindel mjbilmachon tiiilSsetfl, dia<s in Wien gegen die »Powidl- Politik« wieder zu hetzen beginnt. Es wird sich ober änicb für die initeressiertfen Parteien, für die Christlich sozialem sowoUh wie in? besondere für die Grcßdeutschen, die Notwendigkeit ergeben, ihre Vefwa^dtscheft mitdiesen im Solde der ungarischen Mörder stehendem Elemente off entflieh und umizweidetPig . z4! d.em>evitieren. . Es ' wird ’alber ebenso notwendig sein, . über die Stellumg des Ministers W-ä b e r zu: der Politik des' Kabinetts eäfidi’-idh Kiiairheit Zu schaffen. Es - ist bokertnt, daß seine lÖiptÄsttLl,se ittn im Widersprach; au'deri. Au- -.XJteä,.. Mt'Dsktznzlers aeigCih.;,;'Es', Ist M-kdW "Abkomme« wÄ LähL miL ^ih^r. DJe.m 1 sj8'T.ö'L^J)feLn.jwc^ . wollte, daH albern seine Pfeirtei ih m zu verstehen - gab, iihr seien seine-persönlichen Meinungen höchst gleichgültig, und daß Herr Waber daraufhin seine D©m-isisic»n wieder fallen, ließ, Mil er ja äd’IieBlich die Benütäüi'ng dies' Ämitsä’utfiütn'Obüöimmerhin eimön; ge* wissen WfeH hat. Es muß aber .zweifelfrei festge*. stellt, wferd.fehi... Ob dieser Minimer gewillt ist, die Durchführung „der .vfcin der: R egioryng .. übernommenen 1 Verpflichtungen auch der* TsöheC^iO-Slo-. wokei gegenüber in seinem .Ressort m gairaintioren. Die österreichische Polizei und die Alliance Israellte Universelle.. Von Dr. N. M. Gelber. . » (Schluß.) ' . m. ' Die An^st des Polizeiministerinmis, aks o»b idae A11 fairacebewegu'nig iti Oesterreich viele Anhänger gefunden hättet--schien .gaira? unbegründet zu scb. - Die vött 'ihm ' ehva-rtete'.geheime. Prrapagainciiattfnigkeit der Alliance.setzte nicht im dem-Maße ein,' wie.mam geglau'bt hatte* . ,; Von dyy befreundet»«! . dieutsohan . Polizeichefe langten iuut BericfMe atus Karlsruhe und Dres-dem ein. Aras dem Karlsruher Bericht war zu ersehen, daß der dortigen l^egierVvnig voir dem Einl'atngen des ös-terreiebiseben RivndschrdJben« von dor AEihince' und ihren Tendenzen so gilt wie nichts bekannt war. Da .also auch von einer •Beteiligtiing der-imländüsch-cn Juden an der Alli-amce nichts 'bekannt sei, hege hebe .Veranlassuöig vor, etwaige -Maßnaihmen ' gegen die Alliance, in Erwägiimg zu ziehen. Ja, der Karlsruher Ministerialrat Burger ersuchte sogar um Zusendung eines Exemiplars 2-der dorHeits mit Beschlag belegten Broschüre*, um sich scheinhOT des genaueren über die Ziele dieses staats, gefährlichem. Vereins’ zu informieren, welchem Ersuchen auch der Pn/zelrmniister Baron Thierry am 23, Oktober iBßo entsprochen hatte. Jüdische Massenversammlung «s aber.ds im Saal der RESTAURATION KÄDRMANN, j II., Ausstellunjsstuße (neben dem Lustspieltlieater). | Redner: Mitglieder des zionistLchcn Aktionskomitees. I 1 ^H—^ifi - 111 r frr-tT!'*' rnrnnr'~^irmninin^in iiiiiTinrr'iiiOT~rniwan~nnw wrirwirn wiedergegeben, teils den Lebensabend verschönert haben. Hunderttausenden ist die Wiener israelitische Kultusgemeinde, getreu de:i jüdischen Geboten, als Helferin und Retterin in der Not beigestanden: den Witwen und Waisen,,;dem hungernden Schulkinde, dem verarmten Gewerb$jthanhe, der armen Wöchnerin, dem verlassenen Kinde .wie dem. obdachlosen Greise. Heute ist diese Kultusgemeinde in die Notwendigkeit versetz^ ihren Hilferuf , bi . auszusenden an die Juden Wiens, aber auch hinaus, in die Welt,; wo immer Juden wohnen, damit sie und mit: ihr die Wiener Judenschaft vor einer beschämendem Katästrophe bewahrt bleibe. So ernst ist die Lage; daß jeder Parteihader verstummen, alles Trennende vergessen und beseitigt sein muß* weil es um.die Wahrung des wichtigsten gemeinsamen Gutes geht Zuwendungen für den „Notstandfonds der israelitischen Kultusgemeinde Wien“ nimmt die Hauptkasse der Kultusgemeinde, I., Seite stettengasse 4, die Kasse des Bankhauses. S. M. von Rothschild, l., Renngasse 3, und die Redaktion unseres Blattes entgegen. Für. das Präsidium : * Generaloberstabsarzt Prof. Dr. Alois Pick, Präsident,- Börserat Ignaz Glilc^, Vizepräsident;; Für die Parteiklubs -im Rultusvorstande: Die Klubobmännex Dr. Josef Ticho, Gerne! derat Dr. Jakob Ehrlich. I selbe-im BuchhzmAekfer-söhebnen sollte, sofpPt’. unter Ein- ' scn^ittiig eiinej Exepipkrs; eine gutacblflfcihe Aricdge öbeL. di'C äiagegefi: :.=au .• ergreifenden Maßregelinfzu or* Stetten, - - . ,;;; V'dn dem^lnläntd'ischen Stellen . liegt eirri Bericht d'?r; Ofcii-Fe^ter Pojiüei'direlftiioß mit der MeMüttg .vörj d4ß. bei der Btiohcrrevisioii^ ntw ein Exempliar der ÄlUainceihro'Schüre -y r>rpr Außerlandsohäffung iJcih,!ia Verw.abmngd bef'ttdfetj-• ■ . ': -bte Alliairicebewegtiing ' hatibe auch toitsadhilioh 'm ihren; fersten Jaihren in. Öeslenrdch ke‘«ie.n, zuim-’inideit rüber - ein eil Sc*h.r ’sch waoh-e>n Widorlnall gefunden (ini lathre r86o zäh/.te die ADbn.ce in ganz Oesterreich 135 Mitglieder. N. Lev‘»h I. c. S. 72) icid, die Pölfed schien auch ' allmählich die Ueberzeuigivng zit gewinaon, daß sie unter der östenreichiscon jüdoniheiit kein fe' Arth an gerselÄ gefunden 'habe. ' ltn November‘J862 wunde die Polizei rubermblis äni€ die Alliance aafmienk^ini gemacht, und dies durch kein.eai .nnrieren. pl-i den Hofweehsler Deutsch der dem. 'Ho/räit Weher: in konfidentieljon .zwei Flug- .‘••oh/ifte'ji . >Allia)!ce Uradllite Uraive-rselje, Paris iS&ßt uft'dr^.B'Ul'letlinisl'd'e'. j’ÄÜHahee ‘ Israelite .Univcntefle,. MM. 1 §62, Paris l862'< den Nrüchweis der poMite-hen; lBfedlsnikliehMit! d'fer-'»AHneiEA'' I:srÄ^l!tfe Uiu-lverseileC . dMMsMtpL vfli zl Npvernber. 1862,.,'Zlit,.'Eäsz. . M:5';,'ferhnjflgfej!. wollte,;; “;iDie . b‘eM»tfr ‘Bfy. schü reif wltr’dcri; äitfbli' über' ‘Webfetfs*' yerii'n idisrfi Stääts^rtwaMri; zWedd'! EnibrMi'gifHg: felnfes ’ VenbvtS-'' a-nträ-gfes vor 'das Gferjchit übergeben. . ' .1 l^'AlnMV.ehvn 'iVÄshShte" «der die Alliance ' in W’ieft d(iC'h.Anhä;rager zu fatiden and, 'für ihre. Ideen Propo* gäraclia; zu mädheü.' J-Dle Pariser Zentrale .wandte sich i'i-ivryhäVerm-'ltlüng."düL jBahkierS' Kohigswarter: anr' de» Prediger J fe 111 n e;-kr; 'dabilf er e‘in« größerü PrO'bäganda entfalte. JciKnek kam auch dieser Aufforderung uüCh.tmd förderte Vn'semer Predi'gt ani 4. Oktober tSÖ2 iüm';Bel'tiritt-zu-r AUkwice auf, -wovon auch cki« P0U20& minijälcrlüte schein bar»’diürch Deutsch sofort itt' Kenntnis .gesetz-t wurde..L. .. lhn vrhälb der "“ Wiener ' Judenhcit beganatn1 erst atlfang.5 1863 das Interesse für die Bo5teehuinge.il der Aiflähce — aber noch immer ln sehr geringem Maße — reger zu werden. ' -;Tozei. \\r e r t h e i m e r, der Lcr.ider der .Wiener juefeoheit, nahni die Einleitung und Durehfithrung.dieser Pry-Mgranda i'n Lcrime Hände.. Diese Arbeit mußte gespfTl-ckt geführt werden, ebne daß mn.11 den Gegnern der Uüdcniheit Waffen in i'hrerri Kampfe in d»ic Hand gÄE , Am ab. und''27. Februar. 6. umd uz.' Marz 1863 (^Nfeitteitfe 1863, Nri 8, 9, fc;. ii) braehite die in Wien vph Sznrito. und Kompert' h-orausgegebene »Neuzeitt eine Artikoliserle üher'4ie ÄiGa-nce, in der für dile Enridhtimg wird Aktivierung eim-er. österreichischen Alliam-ce nWjhrldtem Mii'-stcc der, Pariser —- q-avsi als deren Zweigvere>ii V~‘pilaidiert ^wprde. Man wollte, sche-ilhibar ams «politsshben Grühtenjl-m Wien — wie; wir es noch s'pätfr;; seihan werden — keinen Zweigverein ' der Ali'iäirrcej son-detn ..tzWn atrf dfensel'hen GraLndp’rTOipieh b^för6n»d.un setparafört'Verein begründen. . "b Tti; der Tatf KrftftV aiudi Josef Wertheimer ein dibshezügliicihes liühograiphiertes . Sendschreiben verfehfffekft in; wek.heru er zur« Begründu-n.g eines. Alllaimce- VE2N«s. ii\ -Wien auf forderte, und auch einige Notabeln zu*einor Besnfechtiing herufpEi hatte. Po;]ize'mf«uist.eri'U(tn hatte sowohl von-dien Sn deri.^Nettzcit«; eirsehiiejn'sn&h . Artikeln ' wie auch .' von dieser Sitzung Kenntnis erbilten und beaiuftragte am 2 t; März 1863 die Stätthäkerei, Erhebungen ein zulei ten, ob' die Besprechivriig tatsächlich stati-gefumdon hätf, tmd ob zu der Abhaltung auch die nötige behördliche BewiHigiwi-g ei-ngcholt wunde wnd »welche Wahrnehmungen dabei von der beihörd'liche-n Aufsicht gemacht worden sind, und was..,es. überhaupt mit der Bll du mg eimes solchen Vereins in V\^ien kür eine Bewandtnis har«. (In.ätetvkttiori .au, den;Statthalter.!Zit.,.Faaz* Nr. 17*994 und 2207 an' .1863/8.' Rl) Diese Informationen benötigte das Pölizelimiinisterium dirlngend, well es gegen »derlei pöMti^che gefnhrllc]ie: Besttebtinigen. wemn sie hier wirklich Plitz gegriffen haben«, sofort Vorkehrungen treffen wollte. - Atn.tr, April, erstattete der Pollzeiidfirfektor S t.robach d-er Stauhnltetei einen a-u^fühnlichein Bericht, iin welchem fcstgestcBt wird, daß Jellinek den eigentliche Initiator der Lite einer Begründung einer Alliance in 'Wien nach dem Pariser Mui'iter sei, J'sef Wertheb'er helfe mir bei dte Ansführinig dieses Planes. Außer diesen zwei interessieren sich noch dafür die Redakteure d-cr ^Neuzeit«, S. Szanto, Leopold Komport, Der Dresdner/Beriaht teilte mit, dias «sächislsche Ministerium des Innern habe sofort verfügt, die Broschüre der Alliance ins Auge zu fassen, und sobald die- 1999109999999999999999991999299999