Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1042 (23.12.1921)
- Date
- 1921-12-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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WIENER MOEGENZEIWNG 23. Dezember 1921 Nr. 1042 Seite 6 Wien, Freitag Letzte Nachrichten. Deutschland wird nach Cannes eingeladen. London, 21. Dezember. Wie die Blätter melden *vird Deutschland zu der projektierten Konferenz der Alliierten in Cannes eingeladen werden. Die Beratungen in London sind nach offiziellen französischen. Mitteilungen im Geiste der Versöhnlichkeit und Einigkeit geführt worden und sollen .durch den Obersten Rat finalisiert werden. Ausrufung einer Sowjetrepublik in Puebla. Mexiko, 22. Dezember. (Wolff.) Die Arbeiter in Puebla haben die Sowjetrepublik ausgerufen. * Del-Ka-Weihnachtsangebot prima schwarze Herrenstiefel K 9875, Hausschuhe außerordentlich preiswert. * Eisenbahnverkehr mit Ungarn. Da die zwischen den österreichischen und ungarischen Eisenbahnvervvaltungen Ein 6. und 7. d. M. in Gyor getroffenen Vereinbarungen von den beiderseitigen Regierungen genehmigt wurden, konnte am 21. d. M. der Personen- und Güterverkehr über alle österreichisch-ungarischen Uebergänge in vollem Umfange wieder aufgenommen werden. Für Sendungen rach Ungarn sind augenblicklich Beförderungsbevvilligungen nicht erforderlich, wohl'aber dürften Sendungen nach den ungarisch-rumänischen Grenzstationen Lökösiiaza, Biharkeresztes und KÖtegyan nur dann zur Beförderung angenommen werden, wenn für sie von der Bundesbahndirektion Wien-Ncrdcst eine Beförderungsbewiiiigung erteilt wird. Das Gleiche gilt für Sendungen, die nach einer anderen ungarischen Station offenkundig in der Absicht aufgegeben werden, sie nach Rumänien weiterzusendeu. * Eine erfreuliche Nachricht für Zigarettenraacher. Wie mitgeteilt wird, wird die Erzeugung der Zigarettensorten „Drama“ und „Memphis“ demnächst wieder aufgenemmen werden. Diese von den breiten Massen stark begehrten Sorten sind schon seit mehreren fahren verschwunden, da die Erzeugung während der Kriegs- und Nachkriegszeit Schwierigkeiten begegnete. Nunmehr will die Tabakregie doch wieder damit heraus kommen und man wartet nur noch auf das Einiangen der Rohstoffe (zum Teil bulgarischer, zum Teil mazedonischer Tabak), um mit der Erzeugung zu beginnen. * Furchtbare Stürme auf dem Atlantischen. Ozean. Es scheint, daß Samstag auf dem Atlantischen Ozean einer der stärksten Stürme, dessen man sich erinnern kann, gewütet hat. Der Riesen dampf er „Oiympic“ wurde dermaßen hin- und hergeworfen, daß sich ein Reisender das Rückgrat brach und auf der Stelle tot blieb und eia tchechiseher Fahrgast sich ein Bein . brach, das ihm während des fürchterlichen Rollens des Schiffes abgenommen werden mußte. Der White Star- Dampfer Megantic kam mit 4öö0 Reisenden an Bord in äußerst hergenommenem Zustand in Liverpool an. * Im Schwarzen Meere tobte in den letzten Tagen ein furchtbarer Sturm, ln Konstanza rissen sich mehrere Schiffe los und wurden beschädigt. Viele Fischer, die sich auf hoher See befanden, sind nicht zurückgekehrt und gelten als verloren. * Wetterbericht. Das Wetter ist in ganz Oesterreich heiter und tagsüber relativ warm. Die Gebirgsstationen haben durch starke nächtliche Ausstrahlungen Morgenfrost gehabt. Voraussage: Wenig Aenderung des herrschenden Wettercharakters. Prognose unsicher wegen Ausbleibens von Auslandssneldungen. -- Begräbnisse am heutigen Tage. Alter Friedhof: 10 Uhr Wilder Johanna, 10 Uhr 30 Min. Brodheim Berta, 11 Uhr Neuhut Oskar, 12 Uhr Reyer Helene, 12 Uhr 30 Min. Neufeld Josef, 1 Uhr 30 Min. Jurberger Salomon. — NeuerFriedhoi:9 Uhr Haberfeld Therese, 10 Uhr 20 Min. Fuchs Julius. ' * Ein Student. Wir erhalten folgende Zuschrift: Bezugnehmend auf die Notiz in der Sonntaggnummer „Ein Student“ bitte ich mit Rücksicht darauf, daß auch ich Czernowitzer bin, um die Veröffentlichung, daß ich mit dem dort genannten Albert Weißmann weder bekannt noch verwandt bin. med. Paul Weißmann. * Lebensmüde. Der 39jährige Kaufmann Wilhelm Landauer, Große Sperlgasse 1 wohnhaft, hat sich gestern nachts in seiner Wohnung durch Leuchtgas zu vergiften versucht. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn in das Spital der Barmherzigen Brüder. * Eine goldene Handtasche im Kanal. Gestern abends wurde von Kanälräurnern im Hauskanal Gußhausstraße 30 ein zweiteiliges goldenes Handtaschen mit Goldbiigel, K 450.000 wert, gefunden. * Wäsche um eine MilSion gestohlen. Dem Geschäftsdiener. Frühzauner der Firma W e n g 1 e r, III., Neu- Hr.ggasse 22, ist am 20. d. M. vom Handwagen eine Menge Wäsche, meist für Damen, so 54Sacktücher, Kombinationen mit Handstickerei und Spitzen, Hemden usw., im Werte von einer Million Kronen gestohlen worden. * Telegramm von A. Gerngroß A.-G. Soeben eingetroffen! 100.000 Stück gestickte Taschentücher mit kleinen Fehlern, K 198 per Stück. (Beschränkte Abgabe!) _ Vereine, Vorfrage und Versammlungen. Jugendgruppe des Vereines Esra. Morgen im Lokale des Vereines Ahawath Zion, II., Kleine Zufahrtsstraße 160, dringende Mitgliederversammlung. — Zionistische Bezirkssektion Ottakring-Hernals. Am 29. d. M. in Gschwandners Saallokalitäten, XVII., Hcrnalser Hauptstraße 41, Makkabäerfeier unter Mitwirkung hervorragender Kunstkräfte und eines hebräischen Kinderchors. — Jüdischer Frauenbund, IX., Liechteusteinstraße II. Samstag, 0 Uhr, Karten Verrechnung. — Jugendverein Ahawath Zion. Heute, 8 Uhr abends, Hebräische Sicha: Scharfstein. — Die M a k k b ä e r f e i e r für ia ng und alt im IV. und V. Bezirk findet am Montag den 26. d. M., V-H Uhr vormittags, im Wiedner Bürgerkino statt. Lichtbildervortrag: Palästina in Gegenwart und Zukunft. Am Lesetisch: Dr. Wolfgang Weisl und Agr. Ing. Otto Schick, Sekretär des Keren Kajemeth. Vorträge hebräischer Lieder. Karten auf den Turnplätzen des Makkabi und im Heim des Blau-Weiß, IV., Margaretenstraße 10. — Vereinigung russischuk raini scherZionisten. Samstag den 24. d. M. um 5 Uhr, im Bureau des Zionistischen Landcskomitees, 11., Zirkusgasse 33, konstituierende Versammlung. — P a 1 ä s t i n a - S e k t i o n d « s A 1: a d e m i 3 c li e ii Vereines jüdischer Mediziner, IX., Liechtcnstcinstraße 11/13. Samstag den 24. d. M., 7S3 Uhr nachmittags, findet eine Mitglfederzusammenkunft statt. Vortrag M.-U.-C. Fuchs über „Die Ausbreitung und Bekämpfung der Tuberkulose, in Palästina*. Die Ausgabe der Eintrittskarten zur Makkabäerfeier nur an Mitglieder erfolgt daselbst. — Der BukowinaerZentralverband in Wie», II., Reinbrandstraße 1/5, Fernsprecher 45.248, ladet alle in Oesterreich lebenden Bukowinaer ein, dieser Organisation im eigenen Interesse beizutreten, Täglich Anmeldungen von ty33 Uhr nachmittags, wobei Beitrittserklärungen dortselbst aufliegen. An .jedem Mittwoch um 6 Uhr abends und jeden Sonntag 10 Uhr vormittags permanente Verbands diskusslonen der Bukowinaer int Caro Silier, Franz-Josefs-KaJ,. 1. Stock, Saal, rechts. Hebräischer Fort di 1 d u n g.s k u r s. Der Jüdische Schulverein (IL, Taborsträße ,20 a) eröffnet am l, Jänner 1922 einen hebräischen Fortbildungskurs, ah dem die Absolventen der. vorjährigen Hebräischkurse des Jüdischen Schulvereins sowie überhaupt Hebraisclilernende mit entsprechender Vorbildung, die Ihre Kenntnisse in Sprache und Literatur zu vefvollkomföen wünschen,-teilnehmen können, ln dem Unterricht, der in vier Wochenstunden von 7 bis 8 Uhr abends erteilt werden soll, teilen sich die Hebräischlehrer des -Jüdischen Realgymnasiums, die Herren Zimc ho n y-B uchmann, Gelernter und Kästenbaum.;Kursbeitrag K 300 monatlich. Einschreibungen täglich von 12 bis 2 Uhr mittags im Sekretariat des Jüdischen Schulvereins; H., Taborstraße 20a. Alle J ü d i s c h e nN a t i o ü a 1 f ö n d s - K omni i s s ä r e/ Vertrauensleute und Sammler des Keren Kajemeth werden gebeten, alle Geldspenden und Sammlungen, welche .noch nicht verrechnet sind, der Zentrale des Keren Kajemeth so rasch als möglich, spätestens aber bis 31. d. M., abzuliefern, damit das heurige Kontingent noch ergänzt wird.. Urania. Heute, Freitag, 5 Uhr (Großer Saal): Der Kampf mit dem Berge, L ln Sturm und Eis. — *}£ Uhr (Kleiner Saal) Ing. Dr. Robert Pollak-Rudin: .Die Leistung der Elektrotechnik in den letzten Sturmjahren. — Va6 Uhr (Kurssaal) Kustosadjunkt Dr. Franz Maidl : Die sozialen Instinkte der staatenbildenden Insekten und ihre Entstehung, 111. — 736 Uhr (Klubsaal) Med. u. phil. Dr. Fritz Schulhof: Probleme der Psychologie, ’V.— 788 Uhi (Großer Saal): Shackletons Südpolexpedition. —> Uhr (Kleiner Saal) Dr. Friedrich Kronseder: Das Urchristentum und seine Literatur, V. - -7*8 Uhr (Kurssaal) Otto Friedrich Zekert: Karl Wilhelm Scheele. — 728 Uhr (Klubsaal) Prof. Richard Wickenhauser: Musik- und Harmonielehre, V. Kommunales. Wiener Gemeinderat. Der Voranschlag einstimmig angenommen. Nach viertägiger Debatte, in Vor-, Nachmittags- und Abendsitzungen hat der Gemeinderat gestern nachmittags den vom Finanzreferenten Breitner vorgelegten Voranschlag einstimmig angenommen Die Christlichsozialen allerdings hatten schon in der Generaldebatte durch, ihren Wortführer Kunschak darauf hingewiesen, daß ihre allgemeine Zustimmung, die ihre Ursache in der traurigen Lage habe, durchaus keine Vertraue n s k u n d ge b u n g für die im Rathause herrschende Partei sei, was sfeyauch dadurch zum Ausdruck brächten, daß* sie g eg e ri die Funktionsgebühr e H' des Bürge r m e1s t e r s und der amtsf iihrendeii S t a.d träte sowohl als auch gegen die 60 Millionen Kronen für das zu errichtende Krematorium stimmten. .Die viertägige Debatte, welche zum größten Teile von christlichsozialen Rednern in scharfer, kritischer Weise geführt wurde, endete. t schließlich, wie nicht anders zu erwarten \var> mit einerii Erfolg der Verwaltung, gegen die im Grunde nur parteipolitische, aber keine sachlichen 'Vorwürfe erhoben werden konnten. An anderer Stelle bringen wir heute den Schluß der großen Rede Doktor Plaschke’s. Ernährung. Der Marktbericht. Gestern setzte auf den Märkten ein lebhafter Verkehr ein. In der Großmarkthalle war das. Angebot an allen Fleischsorten gestern wieder so günstig, daß die Preise weiter wichen. Außerdem trägt auch die warme Witterung dazu bei, daß die Preise abbröckel n. Mit der Bahn sind in der, Großmarkthalle vier Waggons aus Jugoslawien mit 19 3 t Schweinefleisch und 5*6 t Pferdefleisch und zwei Waggons aus Ungarn mit 6*91 Rindfleisch und 6 t Schweinen angekommen. Im Engrosverkehr ermäßigten sich auch Primasorten von Rindfleisch um K 20 per Kilogramm. Ferner wurden im Großhandel Schafe um K 60 per Kilogramm billiger und auch die, Preise für Speck und Filz wurden bis um K 120 per Kilogramm herabgesetzt. Im Kleinhandel bleiben die Preise wohl noch unverändert, doch werden-sie sich zweitellos, ermäßigen. . Die Nachfrage nach Fischen ist trotz der hohen Preise ziemlich groß. Lebende Karpfen kosteten K 1100 per Kilogramm. Großer Mangel herrscht an Seefischen. Kabeljaus kosten gegenwärtig K 100 das Kilo, während Weißfische sich auf K 350 per Kilogramm stellen. Der Gefiügelmarkt ist reichlich beschickt, es stehen Gänse, Enten, Hühner, Poulards in großen Mengen zur Verfügung. Doch ist der Preis für Fettgänse und Enten, der bis K 2300 per Kilogramm beträgt, viel zu hoch, als daß die Ware flotter abgesetzt werden könnte, da man zu K 2000 schöne Exemplare erwerben kann. Auf dem Wildpietmarkt waren vornehmlich Hasen gesucht, die zu einem Stückpreis von K 3000, bis 3600 ohne Fell geradezu reißenden Absatz fanden. Auf den Grünwarenmärkten ist die Beschickung reichlicher ausgefallen. Rosinen, Dörrzwetschken, Nüsse, Mandeln usw. sind in beträchtlichen Mengen vorhanden. - Auch die Aepfelzufuftren haben sich gebessert, nachdem die Preise in den letzten Tagen eine bedeutende Erhöhung erfahren haben. Die Ankünfte von Kartoffeln haben sich mit ddm Nachlassen des Frostwetters bedeutend gebessert, doch ist eine neuerliche Preiserhöhung in Aussicht genommen, die bereits heute in Kraft treten wird. Die Preise mußten um K 12 per Kilogramm in die Höhe gesetzt werden, so daß sich inländische Kartoffeln auf dem Markt auf K 83, im Bezirk auf K 87 per Kilogram stellen werden. Die ländliche Bevölkerung nützt die Konjunktur unbarmherzig aus und daraus erklären sich die Preiserhöhungen für dieses wichtige Nahrungsmittel. An Eiern herrscht nach wie vor großer Mangel. Frische Eier sind im fre’en Verkehr überhaupt nicht zu haben. Die geringen Mengen von polnischen Kalkeiern, die auf den Markt kommen, sind zuir Stückpreise von K 66 immer bald vergriffen. Freie jüdische Voiksbiihne Gastspiel 8m Lusfspieltheater «6y Heute, 7 Uhr abends: Piremlfere! .6&S$UWI$B Premiere! (DIEBE) Schauspiel in 3 Akten von F. B r I n k o ST 0a« Theater 8at geltelxfl TW Bühne und Kunst. Wiener Kotnödienhaus. Ein Öperettenlibretto mit einem klassischen Meister* werk deutschen Humors zu vergleichen würde gewiß keinem Menschen einfallen, wenn ihn die Autoren nicht selbst in leichtsinnigster Weise dazu reizen. Das taten aber die Herren Emil und Arnold G o 1 z, als sie ihrer Novität ausgerechnet den Titel gaben : „Die fromme H e 1 e n e“. Es ist wohl überflüssig, zu betonen, daß die Operette mit dem unsterblichen Gedicht von Wilhelm Busch nichts, aber schon gar nichts anderes gemein hat als den Namen. Im übrigen ist sie ganz „Originalwerk“, soweit man dieses Wort im ZüSahimenhang mit einem Operettentext gebrauchen darf. ' Das Originellste an Ihr ist’ jedenfalls der Umstand;, daß hier schon im Titel die literarischen Reminiszenzen: beginnen, die sich bei anderen Werken dieses Genres erst ein wenig später einzustellen pflegen. Im übrigen gibt es 1 die-üblichen „tragischen Situationen“, die ein 'von-jedem., Standpunkt aus unergründliches Operettenschicksal das Liebespaar von der. mißglückten Werbung im Vorspiel bis zum Sieg im dritten Akt durchzutanzen zwingt. Der Komponist EdmundEysler macht ihm zum Glück dieses Schicksal mit oftbewährter Kunst sehr leicht. Er streßt ihm eine Fülle leichtbeflügelter Tanzrhythmen auf den „Leidens« weg“ und hat auch die übrigen Personen das Stückes mit dankbaren Sing- und Tanznummern reichlich bedacht. Das Hauptverdienst an der gelungenen Aufführung darf aber diesmal der Regisseur für sich in Anspruch nehmen. Auf die glückliche Lösung eines keines-* wegs leichten Massenszenenproblemsim letzten Akt —«■ das Tribiinenpublikum eines Trabrennplatzes verfolgt mit leidenschaftlicher Anteilnahme die aufregenden Phasen eines Rennens, wobei als der Tummelplatz der Pferde» schmeichelhafterweise der Zuschauerraum gedacht ist — darf sich Direktor Gustav Müller als Inszenator des Werkes wirklich etwas einbilden. Auch im zweiten Akt—„Krita lesbains“ —verrät er dadurch, daß er die Darstellerinnen durch den Zuschauerraum auf die Bühne kommen läßt* : das Bestreben, großen Vorbildern nachzueifern, und zwar, da die graziösen Damen sich bei dieser Gelegenheit in koketten Bad e k o s t Urnen befinden, mit einem Erfolg, den siclv sogar Max Reinhardt hat entgehen lassen . .. Aber auch schauspielerisch feierte Herr Müller Triumphe. Er gibt' nicht weniger als vier verschiedene Rollen - —' in jedenL Akt eine ändere — und ist in jeder — als Kandidat der; Theologie, Dienstmann, Badem&Tster und Jockei — originell; .' Neben ihm verdienten die Damen Rita Ruttner (in der. Titelrolle), Marie N a s p, Marietta Weber und die Herren Turl Wiener, Gustav W i I f a n und Hans Klein ehrlich den Beifall, mit dem das Publikum nicht", kargte. „ H. 8p. Das Konzert für das Poüzeispita!. Für die am 26. d. M. (Feiertag) um 5 Uhr nachmittags im Sophiensaale stattfindende große Akademie, die unter dem Protektorat des Bundeskanzlers Schober dem Polizeispital für. verunglückte und erkrankte Mitglieder der Sicherheitswache in Wien gilt, sind nur noch wenige Karten zu haben. D'e Spitzen der Behörden und viele Wohltäter, die der Aufopferung der Sicherheitswache ein-» gedenk sind, haben Karten genommen. Es ist ein voller Erfolg zu erwarten. Die restlichen Karten sind bei der Könzertdfrektiön Symphonia, I., Kärntnerring 3, zu haben. Aus den Theatern. Morgen, Samstag, schlossen. bleiben * sämtliche Theater Im Burgtheater gelangt Sonntag nachmittags i 2 Uhr „Madame Legros“; abends 7 Uhr „Und P i p p a t ä n z t“ zur Aufführung. Im ’O perntheater wird Sonntag „Fideliö“, aufgeführt. In der Volksoper gelangt heute, Freitag, „Tosca*; mit Fräulein Rantzau in der Titelrolle, zur Aufführung. . Den: Cavaradossi singt Herr Richard Kubla als Gast. Die, übrigfen'Partien sind mit Frau BJeckmann und den Herren 1 Hagen, Markowsky, Eckiicr, Beer, Lazer und .Schmied besetzt. Dirigent Herr Dr.'Kaiser. — Am zweiten Weihnachtsfejertag (Montag den 26.) singt in der Abendvorstellung , von „M.ä d a m e B u 11 e r f 1 y“ Herr Richard Kubla dis* Qa§t' den Linlcerton, Frau Wagschal die Butterfly und Frau Bleckmann zum ersten-Male die Suzuki. — Dienstag den : 27. d. M. gelangt Verdis „L a.Traviata*, mit Fräulein, Mutzil als Violetta, zur Aufführung. Heute, Freitag, gibt es in Wien vier Premieren: Im D e u t s..c h e n V o 1 k s t hea't e r gelangt Ibsens dramatisches Gedicht „B r a n d“, im Carl.-Theate r ■ Kalmans Operette »Di e B a j ader c“, im J o h a n n-»; Sr a u ß - Thea t er Stolz’ Operette „E ine So mm e r- ,n a c fit“ und im Lustspieltheater im Rahmen des Saisongastspiels der F r e i e n jüdischen V o 1 k s b il h n e imkos Schauspiel „G a n u w i m“ (Diebe) zur Erstaufführung. ' Y , Im Detitsc h e n V o I k s t he ater beginnt die heutige Erstaufführung von Henrik Ibsens dramatischem Gedicht „Brand“ pünktlich um l/a6 Uhr. Die Wiederholungen an den Weihnachtsfeiertagen nehmen um , 6 Uhr ihren Anfang. Für d:ese-Vorstellungen gelten besondere Preise,. Als Nachmittagsvorstellungen wurde .für Sonntag den 25., 7S3 Uhr Bernsteins' „Baccarat“ und '.für Montag den 26., VÜ3 Uhr Anton Wildgans’ „Liebe“, beide’ zu Abendpreisen ohne Vörmerkgebühr, angeselzt. An der Neuen WienerBü'h ne gelangt an beiden Weihnachtsfeiertage« „P.evcrJcy“ von Georges Berr und Louis Verneuil, mit Ferdinand Bonn in der Titelrolle, zur Aufführung. Im Jo!i a nn-St r a t: fl -Th e a t c r beginnt heute die Erstaufführung der Operette .Eine Sommernacht“ pünktlich um lL7 Uhr,